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Thema: BA versucht Fluggastrechte abzuwimmeln

  1. #1
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    Böse BA versucht Fluggastrechte abzuwimmeln

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    Wir sind im Oktober auf der Strecke TXL-LHR-JFK mit 14h Verspätung eingetroffen. Den Anschluss haben wir verpasst, weil in TXL das Gate durch die vorherige Airline (Onur-Air) nicht schnell genug geräumt wurde.
    In LHR hatten wir dann in der Warteschlange mit einigen anderen Reisenden Kontakt und haben eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet. Wie sich herausstellt, weist BA bei allen die Ansprüche ab und die Begründung lautet jeweils, dass es ja nicht das Verschulden von BA gewesen sei.

    Nun, die Rechtsprechung sieht eigentlich eindeutig aus (einfach mal Urteile EuGH googeln), Schwierigkeiten im Groundhandling liegen eindeutig in der Sphäre der Fluggesellschaft, gehören zum Daily Business.
    Nun liegt unser Ansinnen und das von mind. drei weiteren Reisenden bei der Schiedsstelle des Bundesministeriums für Justiz (BA ist nicht im SÖP). Dort habe ich angefragt: Voraussichtliche Bearbeitungszeit mehr als 6 Monate.

    Wenn es jemanden interessiert, poste ich dann irgendwann das Ergebnis.

    P.S. Ryanair war bei einer anderen Verspätung (Memmingen-London) wirklich vorbildlich. Noch vor der Ankunft erhielt ich eine Mail mit meinen Rechten und wo ich die Entschädigung beantragen kann. 4 Wochen später kam der Scheck.
    Luftikus sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
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    Zitat Zitat von berlinbaby Beitrag anzeigen
    Nun, die Rechtsprechung sieht eigentlich eindeutig aus (einfach mal Urteile EuGH googeln), Schwierigkeiten im Groundhandling liegen eindeutig in der Sphäre der Fluggesellschaft, gehören zum Daily Business.
    Tja, möglich, wobei es hier nicht die Fluggesellschaft selbst war, sondern eber der Flug davor, der das Gate belegt hat.

    Wenn's schneller gehen soll, wende Dich doch an die üblichen Inkasso-Dienstleister im Netz.

  3. #3
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kingair9
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    Nun, die Rechtsprechung sieht eigentlich eindeutig aus (einfach mal Urteile EuGH googeln), Schwierigkeiten im Groundhandling liegen eindeutig in der Sphäre der Fluggesellschaft, gehören zum Daily Business.
    Das ist grundsätzlich richtig - aber auch da kommt es auf die Details an.

    Deine Beschreibung klingt so, als ob die in Berlin ankommende Maschine aus London aufgrund des noch von Herrn Onur belegten Gates lange auf dem Vorfeld stand und nicht andocken konnte. Stimmt das so?

  4. #4
    Erfahrenes Mitglied Avatar von FlyingT
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    Zitat Zitat von kingair9 Beitrag anzeigen
    Das ist grundsätzlich richtig - aber auch da kommt es auf die Details an.

    Deine Beschreibung klingt so, als ob die in Berlin ankommende Maschine aus London aufgrund des noch von Herrn Onur belegten Gates lange auf dem Vorfeld stand und nicht andocken konnte. Stimmt das so?
    @kingair9

    Darf ich dich als nicht involvierter, juristischer Laie fragen, wieso dich dieses Detail interessiert?

    Fällt derartiges nicht unter "Probleme beim Groundhandling"?
    Hätte BA nicht "mal eben schnell auf eine Außenposition inkl. Busboarding & Deboarding" umswitchen können?

    Bitte verstehe meine arg naiv klingende Frage an deinem Detailinteresse nicht falsch.
    Aber in Zeiten, in denen sogar ein Birdstrike nicht mehr zwingend als höhere Gewalt, als außerhalb des Einflussbereiches einer Airline, von den Gerichten bewertet wird, erscheint mir ein belegtes Gate als "natürliches Risiko für die Airline".
    Meine Nachfrage möchte ich daher nicht als Indiz auf meine persönliche Meinung verstanden wissen ...

  5. #5
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kingair9
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    Nehmen wir mal spaßeshalber an, an dem Morgen gab es Blitzeis-Regen, der ein Zurückschieben der Onur verhindert hat und gleichzeitig einen sicheren Betrieb von Bussen verbot?

    Oder die ankommende BA stand wegen eines nicht angekündigten Streiks der Ground Händler lange auf dem Vorfeld?

    Ich schrieb es ja oben - auch ich sehe bei so was eher ein "ja" bei der Frage nach der indirekten Verantwortung der Airline für ihre Ground Händler. Aber ein bisschen mehr Info muss schon sein...
    FlyingT sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #6
    Erfahrenes Mitglied Avatar von FlyingT
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    @kingair9

    Danke dir für deine Kommentierung.

  7. #7
    Erfahrenes Mitglied Avatar von berlinet
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    Warum hattet ihr denn 14 Stunden Verspätung? BA hat doch am Tag 7 oder 8 Flüge nach JFK plus CodeShares.
    "It takes all kinds of people to make a world."

  8. #8
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    Eine PN an den User 'Kexbox' sollte Dir helfen. Viel Erfolg!

  9. #9
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    Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Der Grund, dass Onur Air nicht ablegen konnte, lag darin, dass drei Damen mit Gepäck eingecheckt hatten, aber nicht am Gate erschienen.
    Das Onur-Personal diskutierte ewig mit dem Flughafen und den Leuten von BA, ob es wohl warten oder das Gepäck entladen sollte. Schließlich kamen die drei Damen. Sie sprachen kein deutsch, daher erfuhr ich nicht, warum sie zu spät kamen.

    Die verbleibenden Abflüge ab LHR waren bereits überbucht, daher erst am kommenden Tag die zweite Maschine.

    Das EuGH-Urteil, aus dem ich meinen "Kraft" schöpfe, befasst sich mit der Frage, ob die Beschädigung der Tragfläche durch ein Treppenfahrzeug der lokalen Fremdfirma zum Anspruch auf Fluggastentschädigung führt. Dies wurde mit dem Hinweis auf die täglichen Widrigkeiten des Flugbetriebes bejaht.

    Die Provisionsansprüche der Inkassofirmen sind m.E. unangemessen und aus zwei Telefonaten hatte ich den Eindruck, dass diese im Prinzip satt sind mit den regulären Fällen, bei denen die Ansprüche quasi vollautomatisch per Computer durchlaufen.

    Wenn die Schiedstelle nichts bringt, nehme ich lieber mein RS-Versicherung und einen RA in Anspruch.

  10. #10
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Fare_IT
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    British Airways to pay £300,000 fine for shortage of toilet paper and wrong headphones - Travelandtourworld.comTravelandtourworld.com

    British Airways had to pay a steep bill after a shortage of toilet paper roll and the wrong kind of headphone on board a flight from London, Gatwick to caused a five hour delay. Under European passengers’ rights rules, BA could be paying passengers up to £291,000 in compensation, plus thousands more in expenses.
    Wo kein Kläger da kein Richter...
    "None of us is as smart as all of us." (Ken Blanchard)

  11. #11
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    Aktueller Fall: BA verweigert mir schriftlich "der Fairness gegenüber anderen Kunden" halber eine Entschädigung.
    Nicht nur aus Juristensicht ein interessantes Argument.
    GoldenEye sagt Danke für diesen Beitrag.

  12. #12
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    Das stand auch in meiner Absage. Scheint der übliche Textbaustein der Sachbearbeiterin Frau W., hier das Original:

    "Sie haben sicherlich Verständnis dafür , dass wir allen Kunden gegenüber fair sein möchten."

    Schlichtungsverfahren läuft nun. BA hat jetzt noch etwas 2 Wochen Zeit sich zu äußern. Werde hier weiter informieren.

  13. #13
    Erfahrenes Mitglied Avatar von GoldenEye
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    Scheint offensichtlich die neue Masche von BA zu sein, Kunden um jeden Preis zu verärgern. Man scheint sich wohl um den Award als kundenunfreundlichste Airline bemühen zu wollen, nachdem FR diesen slot freigemacht hat.
    gabenga sagt Danke für diesen Beitrag.
    "It is a stupid idea to hire smart people and then tell them what to do. We hire smart people so that they can tell us, what to do". Steve Jobs

  14. #14
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    Vielleicht ist das die Art von BA, sich auf den Brexit vorzubereiten
    GoldenEye sagt Danke für diesen Beitrag.
    http://flightdiary.net/alex3r4

  15. #15
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Zitat Zitat von berlinbaby Beitrag anzeigen
    Nun liegt unser Ansinnen und das von mind. drei weiteren Reisenden bei der Schiedsstelle des Bundesministeriums für Justiz (BA ist nicht im SÖP).
    Zitat Zitat von berlinbaby Beitrag anzeigen
    Schlichtungsverfahren läuft nun. BA hat jetzt noch etwas 2 Wochen Zeit sich zu äußern.
    Warum? Auf zu umsteiger oder dem schon genannten kexbox, klagen und fertig.

  16. #16
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    Zitat Zitat von berlinbaby Beitrag anzeigen
    Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Der Grund, dass Onur Air nicht ablegen konnte, lag darin, dass drei Damen mit Gepäck eingecheckt hatten, aber nicht am Gate erschienen.
    Das Onur-Personal diskutierte ewig mit dem Flughafen und den Leuten von BA, ob es wohl warten oder das Gepäck entladen sollte. Schließlich kamen die drei Damen. Sie sprachen kein deutsch, daher erfuhr ich nicht, warum sie zu spät kamen.

    Die verbleibenden Abflüge ab LHR waren bereits überbucht, daher erst am kommenden Tag die zweite Maschine.

    Das EuGH-Urteil, aus dem ich meinen "Kraft" schöpfe, befasst sich mit der Frage, ob die Beschädigung der Tragfläche durch ein Treppenfahrzeug der lokalen Fremdfirma zum Anspruch auf Fluggastentschädigung führt. Dies wurde mit dem Hinweis auf die täglichen Widrigkeiten des Flugbetriebes bejaht.

    Die Provisionsansprüche der Inkassofirmen sind m.E. unangemessen und aus zwei Telefonaten hatte ich den Eindruck, dass diese im Prinzip satt sind mit den regulären Fällen, bei denen die Ansprüche quasi vollautomatisch per Computer durchlaufen.

    Wenn die Schiedstelle nichts bringt, nehme ich lieber mein RS-Versicherung und einen RA in Anspruch.
    Grundsätzlich denke ich auch, dass ein belegtes Gate kein außergewöhnlicher Umstand sein dürfte. Außerdem ist in dem Fall ja noch jemand anders verantwortlich, was bedeuten könnte, dass die Airline eventuell zu zahlende Ausgleichsleistungen wieder bei anderen Parteien einfordern könnte, z.B. beim Flughafen oder bei Onur Air. Das wurde sogar explizit in der EU-Verordnung berücksichtigt:
    "(8) Diese Verordnung sollte die Ansprüche des ausführenden Luftfahrtunternehmens nicht einschränken, nach geltendem Recht Ausgleichsleistungen von anderen Personen, auch Dritten, zu verlangen."
    Meine private Foto-Homepage: https://www.kuhnert.nl/de

  17. #17
    Erfahrenes Mitglied Avatar von gabenga
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    Zitat Zitat von GoldenEye Beitrag anzeigen
    Scheint offensichtlich die neue Masche von BA zu sein, Kunden um jeden Preis zu verärgern.
    Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Mehrmals habe ich denen eine neue Chacne gegeben und jedesmal war es zu meinemNachteil. Zukünftig mache ich um die BA/LHR einen großen Bogen.
    Ich schreibe immer die Wahrheit. Manchmal basiert sie halt auf alternativen Fakten.

  18. #18
    Erfahrenes Mitglied Avatar von kexbox
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    Zitat Zitat von GoldenEye Beitrag anzeigen
    Scheint offensichtlich die neue Masche von BA zu sein, Kunden um jeden Preis zu verärgern.
    Das wird immer mehr Branchenstandard, scheint sich unter dem Strich zu lohnen.

  19. #19
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    ... deshalb ist nach dem Brexit BA garantiert nicht mehr interessant fuer alle One World Premium Flyer
    kexbox sagt Danke für diesen Beitrag.

  20. #20
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    Ich kam von MIA mit BA an und musste in LHR das Terminal wechseln nach AMS. Ich habe am T5 meinen BP geholt und bin mit diesem in die Lounge ganz normal.

    Dann am Gate durfte ich nicht mit, obwohl ich 30 Min vorher am Gate war, weil mein BP an der Security nicht gescannt wurde und ich automatisch aus dem System flog. Die konnten mich auch nicht wieder auf dem Flug setzen am Gate.
    Durfte dann 8 Stunden später nach DUS fliegen stattdessen.

    Es wurden sämtliche Forderungen abgestritten. Total unverschämt.

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