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Thema: Israel, Jordanien, Iran?

  1. #21
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    Dann freue ich mich auf die Einreise in TLV, hab vom letzten Jahr noch einen Malaysischen Stempel drin

  2. #22
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    Bin gerade am Handy, daher kein Zitat zu sickbacks Beitrag.

    Ich plane am 20. von Jordanien nach Israel alleine am Grenzübergang Aqaba einzureisen.
    Am 21. nach SDV ex ETH zu fliegen und am 25. ex TLV via ZRH nach DE.

    Die Gabel war günstiger und ich wollts TLV dann gleich mal mitnehmen, wenn ich eh in der Gegend bin.
    Ich habe ein paar Berichte gefunden, in denen das so oder so ähnlich gut funktioniert hat.
    Reisepass halt ganz neu.

    Was mache ich denn, sollten die mich in Israel dann tatsächlich nicht rein lassen?

  3. #23
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    wie verhält es sich denn mit den Visas im gleichen Pass bei Iran, Jordanien und Israel? Iran und Israel geht wahrscheinlich nicht (macht die Reihenfolge einen Unterschied?), wie ist das mit Iran und Jordanien?

  4. #24
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Zitat Zitat von handballplayer3 Beitrag anzeigen
    Was mache ich denn, sollten die mich in Israel dann tatsächlich nicht rein lassen?
    Ach, reinlassen werden sie Dich schon. Einreisen fand ich immer (bei weitem) nicht so kritisch wie Flughafen-Sicherheitskontrollen. Nur fuer den Inlandsflug solltest Du einen Plan B haben.

    Und ansonsten, falls Du wider Erwarten doch nicht reinkommen solltest, musst Du halt Deinen Rueckflug umbuchen oder neu kaufen, je nach Bedingungen des Tickets. Alles kein Drama.

    Zitat Zitat von mbraun Beitrag anzeigen
    Iran und Israel geht wahrscheinlich nicht (macht die Reihenfolge einen Unterschied?)
    Macht sie: Erst Israel, dann Iran geht nicht. Umgekehrt geht theoretisch, ist aber muehsam und erleichtert die Befragung vor Abflug nicht wirklich.
    mbraun und handballplayer3 sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Airsicknessbag Beitrag anzeigen
    Ach, reinlassen werden sie Dich schon. Einreisen fand ich immer (bei weitem) nicht so kritisch wie Flughafen-Sicherheitskontrollen. Nur fuer den Inlandsflug solltest Du einen Plan B haben. Und ansonsten, falls Du wider Erwarten doch nicht reinkommen solltest, musst Du halt Deinen Rueckflug umbuchen oder neu kaufen, je nach Bedingungen des Tickets. Alles kein Drama.

    Du bist wahrscheinlich am Abflughafen direkt aussortiert und abgewiesen worden...? Dann ist die Sache meistens wirklich kein Drama. Das Drama beginnt erst wenn Du in Israel am Airport nicht rein kommst. Dann hast Du gar keine Möglichkeit der Selbstbestimmung und kannst auch das Ticket weder umbuchen noch ein neues Ticket kaufen.

    Bei der Einreise in Israel kann alles ganz schnell gehen. Einfach zur Passkontrolle, Einreisekarte ausstellen lassen, rein. Wenn die Einreisekontrolle Dich aussiebt (das passiert scheinbar sehr oft), wirst Du zunächst zu einem Verhör geschickt. Da musst Du in einem Warteraum sitzen und wirst von mehreren Beamten einzeln und nacheinander befragt. Von diversen (dummen) Fragen oder einem komischen Verhalten der Leute solltest Du Dich nicht beunruhigen lassen. Auch nicht von Drohungen. Wenn man Dich hier endgültig nicht haben will und tatsächlich nicht rein lässt, dann musst Du einfach warten. Wie gesagt: Tickets umbuchen, Anwälte einschalten, Botschaft anrufen... hilft alles nichts. Keiner wird Dir in dem Fall helfen können. Darauf weist auch "dezent" unsere Botschaft hin. Allerdings ohne genau darauf einzugehen was später passieren kann. Du wirst dann "abgeschoben". Mit Stempel im Pass.

    Die Prozedur sieht vor, dass Du mit der gleichen Fluggesellschaft wieder ans Ausgangsziel geschickt wirst. Wenn Du nach Tel Aviv aus Jordanien eingereist bist, dann wird man Dich wieder in den Flieger nach Jordanien schicken. Findet der Flug nicht täglich statt oder ist dieser ausgebucht, so musst Du auf den nächsten verfügbaren Flug warten. Pro Flug können maximal 10 Personen zurückgeschickt werden. Wenn irgendwer aggressiv gegenüber dem Sicherheitspersonal auftritt (wütende Beschimpfungen reichen aus), so wird diese Person als "Gefährder" eingestuft. Dann dürfen mit dem Flug nur maximal drei Personen zurück. Keine 10. Du hast keine Möglichkeit den Rückflug selbst auszusuchen oder auch anstatt nach Jordanien (z.B. auf eigene Kosten) selbst direkt wieder nach Deutschland zu fliegen.

    Findet man keinen schnellen Rückflug für Dich, so wirst Du ins Gefängnis gebracht. Telefon und Gepäck wird Dir abgenommen. Du darfst vorher nur die nötigsten Dinge (z.B. Kleidung für ein paar Tage) herausholen. Wie lange Du im Gefängnis warten musst hängt vom Rückflug ab. Ein genaues Datum erfährst Du nicht. Du wirst einige Stunden vor dem Rückflug einfach abgeholt. Meine Freundin durfte eine Woche auf den Rückflug warten. Und das obwohl mehrere Flüge pro Woche zur Verfügung gestanden hätten. Aus dem Flug mit dem Sie kam wurden sieben Personen in Tel Aviv aussortiert die sich alle nicht kannten und auch nichts miteinander zu tun hatten. Nur eine Gemeinsamkeit bestand: Es waren alles keine Juden.

    Meine Freundin wurde im Givon Prison in Ramla untergebracht. In einer Zelle mit acht Betten in der die "Häftlinge" zusammen oder in Schichten schlafen mussten. Denn auf acht Betten kamen teilweise bis zu 14 Personen in der Zelle. Essen und Getränke wurden eher sporadisch ausgeteilt. Meistens gab es wirklich nur das sprichwörtliche Brot und Wasser. Die Möglichkeiten der Körperhygiene erbärmlich.
    Geändert von christianskas (19.03.2017 um 18:20 Uhr)
    Crazy Bird sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #26
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Zitat Zitat von christianskas Beitrag anzeigen
    Du bist wahrscheinlich am Abflughafen direkt aussortiert und abgewiesen worden...?
    In Elat, auf dem Weg nach Tel Aviv. Sie haben mich gar nicht zum Check In gelassen. "Sorry, fahr Bus", hiess es nach drei Stunden Befragung.
    SalParadise sagt Danke für diesen Beitrag.

  7. #27
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    Also, wenn ich das hier so alles lese, muss ich mich wirklich fragen, in welchem Paralleluniversum ich lebe (oder Ihr?!)

    Zum Iran: letzten November musste ich zwei Wochen beruflich nach Maschhad, bekanntermaßen die zweitgrößte Stadt des Iran. Folgende Erfahrungen habe ich dort gemacht:
    nicht mal in den Hotels konnte irgendwer englisch sprechen, geschweige denn in irgendwelchen Geschäften, Restaurants, o.ä., glücklicherweise hatte ich einen iranischen Kollegen dabei, der der englischen Sprache mächtig ist, sonst wäre das unter Umständen sehr anstrengend geworden.
    Die Menschen waren längst nicht so freundlich, wie hier berichtet wird, teilweise ließen die mich schon spüren, dass sie die Krone der Schöpfung sind und ich nur ein Ungläubiger.
    Am übelsten jedoch war die Tatsache, dass man nirgendwo die Möglichkeit hatte, mit Kreditkarte zu bezahlen, auch nicht im Hotel (!!) und auch Bargeld ziehen war nur äußerst eingeschränkt möglich.
    Wenn sich dieses Land dem Tourismus öffnen will, muss da meiner bescheidenen Meinung nach noch einiges passieren...
    Israel: ich war in den letzten zwei Jahren sieben mal in Israel, die nächste Reise dorthin findet in zwei Wochen statt, und das sind jedes mal Dienstreisen, auf die ich mich sehr freue! Ich habe mich dort, vorzugsweise bin ich dort in Tel Aviv unterwegs, zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, man kann problemlos Abends durch die Strassen ziehen, die Menschen sind wahnsinnig nett und zuvorkommend, Tel Aviv ist von der Bevölkerung her eine sehr junge Stadt, die Menschen sind entspannt, man kann sich mit den Leuten unterhalten, weil wirklich fast jeder englisch spricht, einige auch deutsch.
    Die Infrastruktur ist vergleichbar mit Europa, an jeder Ecke gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Geldautomaten, Kneipen, Restaurants, etc.

    Zur Ein, bzw. Ausreise kann ich folgendes berichten...
    Iran: Einreise mit Visum nach problemlos, Wartezeit ca. 1h, alles easy also. Bei der Ausreise wollte man dem blonden Westeuropäer dann noch mal richtig zeigen, wer der Boss ist... ein gelangweilter, arroganter, vielleicht 20jähriger Grenz(beamter?) mit Stiefel auf dem Tisch (ich hätte es am liebsten fotografiert, aber dann wäre ich wahrscheinlich heute noch dort), hat mich stumpf auf persisch befragt... auf den Hinweis von mir, dass ich ihn nicht verstehe, wurde er laut und schickte mich zurück zu einem Kollegen...nach ca. 1h anstehen. Also wieder zurück, sein Kollege war mittlerweile verschwunden, also wieder neu eingereiht, dieses mal an einer anderen Schlange und siehe da, nach einer weiteren dreiviertel Stunde durfte ich den Gottesstaat nun verlassen...und nein, es war nicht der Ausreiseschalter für iranische Staatsangehörige, vor und auch hinter mir waren definitiv andere Europäer in der Schlange, was mir einen Blick auf die Reisepässe verriet.
    Israel: Bis jetzt jedes mal über TLV ins Land eingereist und noch nie auch nur das kleinste Problem gehabt, es wurden mir jedesmal 2-3 Fragen bei der Einreise gestellt (Grund des Aufenthalts, welches Hotel, wie lange), dann gabs den Einreisezettel und das wars...noch nen schönen Aufenthalt gewünscht und schon war ich im Land...und ehrlich gesagt habe ich bei der Einreise noch nie gesehen, dass irgendwer abgeführt-, oder nicht ins Land gelassen wurde. . .
    Bei der Ausreise kommt in der CI- Halle die obligatorische Befragung, welche immer effizient und sachlich durchgeführt wird. Natürlich kommen da Fragen, nach den unterschiedlichen Stempeln in meinem Pass, dank zweitem Reisepass sind das jedoch nicht so viele. Die anschließende SiKo ist etwas strenger als in anderen Ländern, aber wenn es meiner Sicherheit dient, lasse ich das gerne über mich ergehen, ich habe damit keine Probleme. Zwei bis drei Stunden vor Abflug am Flughafen plane ich eigentlich immer ein und bis jetzt hatte ich immer reichlich Zeit über...

    Wenn ich wählen müsste, zwischen Israel und Iran...ich müsste nicht lange überlegen...!
    Der einzige Vorteil an einer Reise in den Iran, gegen eine Reise nach Israel ist der, dass es mehr Meilen gibt...
    Alfisto88 sagt Danke für diesen Beitrag.

  8. #28
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    Der Umstand das du im Iran nichts mit deiner westlichen Kreditkarte bezahlen kannst, ist nicht den Mullahs in Teheran geschuldet, sondern den der Regierung in Washington. Zahlungsabwicklung an iranische Kunden fällt unter das US-Embargo.
    Ich hatte allerdings nie Probleme mit Englisch im Land weiterzukommen. Entweder kam in den Hotels sofort jemand der geholfen hat oder das Personal konnte es entsprechend. Ausnahme waren eher die Taxifahrer, aber das passiert mir auch in China, SEA, sonstigen Staaten.

  9. #29
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    Ich möchte mal ein kurzes Update geben.
    Jordanien habe ich gestern verlassen. Dort gab es in jeglicher Beziehung keine Probleme. Fast alle waren sehr freundlich und hilfsbereit.
    Manche wollten Fotos mit uns machen.
    Gestern habe ich die Grenze bei Aqaba/Eilat passiert.
    Zusammen mit zwei weiteren Personen. Während der gesamte Ein- und Ausreiseprozess bei mir 30 Minuten in Anspruch nahm, mir nur wenige Fragen gestellt wurden, verbrachte ein Mitreisender Holländer deutlich länger mehr Zeit gut.

    Jetzt sitze ich am Gate von ETH nach SDV. Diesmal alleine. Hier hat die sehr intensive Befragung 40 Minuten in Anspruch genommen.
    SaschaX99 sagt Danke für diesen Beitrag.

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