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Thema: Crash: Ju-Air JU52 - 04.08.2018

  1. #141
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    Zumal die interessante Aussicht "kurvenaussen" gewesen wäre, also die Schwerpunktverschiebung aufrichtend gewirkt hätte...
    bursche99 sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #142
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Goliath
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    Neuigkeiten heute:

    Basler Zeitung: «Schwerwiegende Schäden»: Ju-Air ab sofort gegroundet


    Das Bazl verbietet der Airline bis auf weiteres den Flugbetrieb der beiden in Dübendorf stationierten Ju-52

    [...]

    Die Untersuchung des Wracks der am 4. August 2018 abgestürzten Ju-52, in der 20 Menschen starben, habe schwerwiegende strukturelle Schäden im Bereich der Flügelholme ergeben, teilte das Bazl am Dienstag mit. Die Ju-Air ist nach eigenen Angaben mit diesem vorübergehenden Grounding einverstanden.

  3. #143
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    Ju Air will allerdings nächstes Jahr wieder fliegen und hält den Schaden nicht für ausschlaggebend: https://www.ju-air.ch/de/medieninformationen/

  4. #144
    Erfahrenes Mitglied Avatar von pierce
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    Zitat Zitat von libertad Beitrag anzeigen
    Ju Air will allerdings nächstes Jahr wieder fliegen und hält den Schaden nicht für ausschlaggebend: https://www.ju-air.ch/de/medieninformationen/
    Ju-air wollte auch direkt nach dem Unfall bei mir in der Nähe an einem Flug-Fest Rundflüge mit einer anderen Maschine machen und plötzlich war's dann doch nicht.

  5. #145
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Unabhaengig davon, dass diese Maengel nicht die Absturzursache sind, finde ich das extrem erschreckend: Ju-Air behauptete nach dem vorlaeufigen Grounding, waehrend jener Pause die Maschinen gruendlich durchgecheckt und dabei festgestellt zu haben, dass diese in perfektem Zustand seien. Und dabei haben sie solche Klopper nicht gefunden?!?
    Goliath und alex42 sagen Danke für diesen Beitrag.

  6. #146
    Erfahrenes Mitglied Avatar von alex42
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    Die entsprechende Pressemitteilung findet sich auf der Ju-Air-Seite sogar genau unter der aktuellen Nachricht:

    Wir prüfen in genau festgelegten Zyklen alle wichtigen Teile des Flugzeuges und haben in den vergangenen Tagen zusätzliche Kontrollen durchgeführt. Dabei sind keine Besonderheiten zutage getreten. Unsere beiden JU-52 sind ohne Einschränkung „fit to fly“.

  7. #147
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Goliath
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    Blick zeigt einige Fotos der am Wrack gefundenen Korrosionsschäden:

    Chef der Ju-Air hinterfragt Ermittlungen: Entstand der Rost erst nach dem Absturz?


    Sieht für mich als Laien schon nicht eben Vertrauen erweckend aus...

  8. #148
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Goliath
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    Und hier noch die Erkenntnisse aus dem ersten Zwischenbericht der Sust:


    Blick: Ju-52-Absturz - neuer Bericht zum Tante Ju-Absturz

  9. #149
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Original:

    https://www.sust.admin.ch/inhalte/AV...B-HOT_ZB_D.pdf

    Interessant auch der darin enthaltene "Aufruf an die Bevölkerung":

    "Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) bittet weiterhin um die Mithilfe der Bevölkerung. Für die Untersuchung des genannten Unfalls wird die Einsendung folgender Materialen erbeten:

    [...]

    - Fotos und Videos, die in den Jahren 2016 bis 2018 während eines Fluges mit einem Flugzeug des Musters Ju 52/3m («Tante Ju») der Ju-Air mit einem Smartphone (oder mit einer Kamera mit GPS-Sensor) aufgenommen wurden.

    - GPS-Tracks, die in den Jahren 2016 bis 2018 während eines Fluges mit einem Flugzeug des Musters Ju 52/3m («Tante Ju») der Ju-Air aufgezeichnet wurden.

    [...]

    Die Angabe von Kontaktinformationen ist für allfällige Rückfragen wünschenswert; die Einsendung kann aber auch anonym erfolgen. Idealerweise enthält die Einsendung Informationen über Ort, Datum und Zeit der Aufnahmen."

    Die wollen der Ju-Air jetzt wohl wirklich bzgl. fliegerischen "Rowdytums" an den Kragen.
    Goliath und libertad sagen Danke für diesen Beitrag.

  10. #150
    Erfahrenes Mitglied Avatar von alex42
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    Aus dem Bericht:

    "An den Holmen, Scharnieren, Beschlägen der Tragflügel und im Bereich der Kabinenbodenplatte am Wrack der HB-HOT wurden erhebliche Korrosionsschäden gefunden. Zwei der drei Motoren waren mit neuangefertigten Nockenscheiben ausgerüstet, die Mängel aufwiesen. [...] Bei der Untersuchung der Instandhaltungsarbeiten wurden verschiedene Unzulänglichkeiten insbesondere der Dokumentation bei der Ausführung von grösseren Modifikationen und bei der Bewirtschaftung von Ersatzteilen festgestellt. Solche Mängel stellen ein potentielles Risiko dar."

    Und Ju-Air-Chef Waldmeier behauptet allen Ernstes, der Rost könnte ja auch nach dem Absturz entstanden sein? Wahrscheinlich genauso wie die ebenfalls von der Sust bemängelten Fehler bei der Dokumentation der Wartungsarbeiten und beim Ersatzteilmanagement...

    Der Ju-Air-Krisenkommunikator, der extra angeheuert wurde und Waldmeier einfangen sollte, bearbeitet gerade vermutlich mit dem Vorderkopf seine Schreibtischplatte.

  11. #151
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Es ist haarstraeubend. Bei einem Verein, der nur Mitglieder befoerdert und keine zahlenden externen Gaeste, haette ich, auch angesichts der gelockerten Regularien, fuer eine gewisse "Passt-scho'"-Mentalitaet ansatzweise Verstaendnis. Oder waere zumindest nicht allzu ueberrascht, dort solche Zustaende vorzufinden. Aber doch nicht bei der Ju-Air, die ein AOC wie jede andere kommerzielle Zivilairline hat. Es ist schon fast absurd, dass beispielsweise die SCFA, also genauso ein Verein, wie ich ihn soeben angesprochen habe, eine komplett andere Mentalitaet zu haben scheint, jedenfalls schliesse ich das aus deren Umgang mit den technischen Malaisen ihres Oldtimers.

    Welche Rolle spielt da eigentlich die Luftwaffe, von der die Ju-Air ja nach meinem Verstaendnis de facto eine Abteilung ist? Fuehrt das zu einer Einstellung "Die Zivilisten vom BAZL koennen uns eh nichts, auf dem Papier spielen wir nach ihren Regeln, aber am Ende machen wir, was wir fuer richtig halten"? Ich denke da als Negativbeispiel an eine TAM (die bolivianische, nicht LATAM-TAM), die sich auf ihren kommerziellen Linienfluegen jahrelang um zivile Regeln (Ueberladung etc.) einen feuchten Kehricht scherten und ihre Fluege einfach vom militaerischen Teil von La Paz abwickelten, wo die zivile Luftfahrtbehoerde halt keinen Zugang hatte. Ist die Ju-Air aehnlich gepolt? Oder sind das "nur" ueberforderte Enthusiasten mit einer gewissen Wurschtigkeit?

  12. #152
    Erfahrenes Mitglied Avatar von officer
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    Zitat Zitat von Airsicknessbag Beitrag anzeigen
    Welche Rolle spielt da eigentlich die Luftwaffe, von der die Ju-Air ja nach meinem Verstaendnis de facto eine Abteilung ist? (...)Oder sind das "nur" ueberforderte Enthusiasten?
    Die Schweizer Luftwaffe hat damit überhaupt nichts zu tun. Ju-Air ist privat und lediglich als privates Unternehmen (Verein) auf dem Militärflugplatz Dübendorf eingemietet. Und ja, es sind tatsächlich Enthusiasten am Werk. Wer mit Ju-Air fliegt, der muss wissen, dass es dort nicht gleich "sicher" ist wie bei LX. Einerseits sind es uralte Möhren, und anderseits fliegen die Piloten waghalsige Manöver (die ja auch Spass machen, aber eben auch mit einem gewissen Risiko behaftet sind).

  13. #153
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
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    Zitat Zitat von officer Beitrag anzeigen
    Die Schweizer Luftwaffe hat damit überhaupt nichts zu tun.
    Sie ist Eigentuemerin der Maschinen.


    Zitat Zitat von officer Beitrag anzeigen
    Ju-Air ist privat und lediglich als privates Unternehmen (Verein) auf dem Militärflugplatz Dübendorf eingemietet.
    Jaja, das mag auf dem Papier alles so sein. Aber so wie es zwischen Wartungsunternehmen und Ju-Air gewisse personelle Verflechtungen gibt (vgl. 1.17.1.2.1 des SUST-Berichtes), gibt es die auch mit Sicherheit zwischen Halter und Eigentuemerin.


    Zitat Zitat von officer Beitrag anzeigen
    Wer mit Ju-Air fliegt, der muss wissen, dass es dort nicht gleich "sicher" ist wie bei LX. Einerseits sind es uralte Möhren, und anderseits fliegen die Piloten waghalsige Manöver (die ja auch Spass machen, aber eben auch mit einem gewissen Risiko behaftet sind).
    Und das kann halt bei einer zivilen Airline mit einem kommerziellen AOC nicht sein. Das waere voellig inakzeptabel und muesste zum sofortigen Lizenzentzug fuehren. Wir reden hier gerade nicht von einem Vereinsflugzeug à la SCFA (oder, andernorts, Catalina-Stiftung oder DDA) - bei dem ich mir solche Zustaende ironischerweise gerade nicht vorstellen kann.
    rorschi, cockpitvisit und MANAL sagen Danke für diesen Beitrag.

  14. #154
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    Zitat Zitat von officer Beitrag anzeigen
    Einerseits sind es uralte Möhren, und anderseits fliegen die Piloten waghalsige Manöver (die ja auch Spass machen, aber eben auch mit einem gewissen Risiko behaftet sind).


    Was fliegen die denn für Manöver?

    Der Grat zwischen Spaßfliegen und riskantem Fliegen ist ziemlich schmal. Als kommerzielles Unternehmen sollte ich als Pilot soviel Disziplin haben dass ich nichts Riskantes mache.
    Das Einzigste gibt es nicht!

  15. #155
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    NicuMD11 sagt Danke für diesen Beitrag.

  16. #156
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    Schockierend, das zu sehen. Keine Chance.

  17. #157
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Goliath
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    Das Video ist natürlich für die Boulevard-Medien ein gefundenes Fressen, aber mir als Laie erschliesst sich nicht ganz, wie "die Bilder zu wichtigen Beweisen für die Ermittler wurden" (Zitat Blick).

    Die erste Sekunde des Videos (und damit die letzte des Fluges) zeigt, wie das Flugzeug mit laufenden Motoren senkrecht auf den Boden prallt. Ich hätte gedacht, dass man diesen Umstand auch ohne dieses Video erkennen konnte.

    Oder wurde hier nur das Ende des Videos veröffentlicht und die Ermittler konnten mehr sehen?
    Geändert von Goliath (30.11.2018 um 22:05 Uhr)
    MANAL sagt Danke für diesen Beitrag.

  18. #158
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    Die erste Sekunde des Videos (und damit die letzte des Fluges) zeigt, wie das Flugzeug mit laufenden Motoren senkrecht auf den Boden prallt. Ich hätte gedacht, dass man diesen Umstand auch ohne dieses Video erkennen konnte.
    Einigen wir uns auf "mit drehenden Motoren", als Flugzeug mit Starrpropellern drehen die z.B. bei Spritmangel als Windmühle weiter, nur ein kapitaler Motorschaden bringt sie zum Stillstand.

    Das Video ist etwas zu kurz, um wirklich etwas auszusagen. Es ist aber durchaus üblich, dass sich im Einleitvorgang von Trudeln nach dem Abkippen erstmal eine Phase mit senkrechtem Sturzflug ergibt, bevor die Fliehkräfte der Drehung das Leitwerk nach aussen und die Nase wieder eher nach oben zwingen. In dieser Phase ist man als Pilot nur Zuschauer.
    Jedes Flugzeugmuszer trudelt anders, über die Ju dürfte es da wenig Wissen geben, sie ist sicher nie ausführlich trudelerprobt worden.

    Hier z.B. mal für ein Segelflugzeug zu sehen. Dieses Muster nimmt sogar nach dem ersten steilen Sturzflug die Nase noch einmal wieder über den Horizont hoch, ehe sie in in ein stationäres Trudeln kommt.
    Hier für eine Zweimot, mit einer relativ kurzen Sturzflugphase, und für eine Einmot.
    Die Yankee macht eine relativ "schöne" senkrechte Sturzphase, bevor sie voll eindreht.
    Allererste Reihe sagt Danke für diesen Beitrag.

  19. #159
    Erfahrenes Mitglied Avatar von AUA772
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    Zitat Zitat von Airsicknessbag Beitrag anzeigen
    Es ist schon fast absurd, dass beispielsweise die SCFA, also genauso ein Verein, wie ich ihn soeben angesprochen habe, eine komplett andere Mentalitaet zu haben scheint, jedenfalls schliesse ich das aus deren Umgang mit den technischen Malaisen ihres Oldtimers.
    Aktuell ist es fraglich ob deren Super Connie jemals wieder fliegen wird können/dürfen: End of the road for Swiss Super Constellation HB-RSC? - Airliners.net

    Mich interessiert wie "removal of both aircraft wings" genau zu verstehen ist; den Flügel in zwei Teile zu zerlegen wäre - siehe Lufthansa - wohl keine so gute Idee.

  20. #160
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    Abbau aller abbaubaren Teile. Der Flügel an sich bleibt dran. Eine große Aktion und teuer. Mit Mai wieder fliegen das wird knapp.

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