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Thema: Kann das Finanzamt den Kaufpreis eines Mehrfamilienhauses nicht akzeptieren?

  1. #21
    Erfahrenes Mitglied Avatar von DFW_SEN
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    Zitat Zitat von br33s Beitrag anzeigen
    Weil es für mich und die Mieter besser ist, da mehr Schultern (als nur die Mieter) den wirtschaftlichen Erfolg tragen.

    Und ob Familienintern oder nicht, ist ja für das Prinzip egal. Wenn ich morgen das Objekt auf dem Markt verkaufe, wird der Buchwert des Objektes ja auch an das aktuelle Niveau angepasst und der neue Vermieter erhöht eventuell auch noch die Kaltmiete. So wird die Allgemeinheit und der Mieter „bestraft“. Warum soll ein Alteigentümer dem Neueigentümer eigentlich schlechter gestellt werden aufgrund der höheren Wertsteigerung der letzten Jahre?
    Aber wenn Du Deine Immobilie am Markt verkaufst erzielst Du eben keine Phantasjepreise.

  2. #22
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    Zitat Zitat von DFW_SEN Beitrag anzeigen
    Aber wenn Du Deine Immobilie am Markt verkaufst erzielst Du eben keine Phantasjepreise.
    Am jetzigen Markt erziele ich mit Immobilien, die fünf bis zehn Prozent Mietrendite erwirtschaften, absolute Phantasiepreise. Beim finanzierten Kauf einer Immobilie zahlt der Mieter Zins und Tilgung. Ich decke momentan für weniger als 1 Prozent auf 10 Jahre ein. Bei einem pflegeleichten Plattenbau in Stendal oder Brandenburg (Havel) können so Kaufpreise dargestellt werden, die abolut idiotisch sind. Ich habe Wohnungen in Berlin, die vor 10 Jahren noch in der Substanz mit 800 EUR den qm bewertet wurden, die jetzt mit 2500 EUR weg gehen. Die Nullzinspolitik verbunden mit dem Fehlen anderer Anlagen und die Wohnungsknappheit in den Großstädten treibt den Immobilienmarkt in ziemliche Phantasiebereiche.
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  3. #23
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    Zitat Zitat von DFW_SEN Beitrag anzeigen
    Aber wenn Du Deine Immobilie am Markt verkaufst erzielst Du eben keine Phantasjepreise.
    Ziel ist es ja auch nicht das Objekt zu veräußern, sondern nur als Alteigentümer an den gestiegenen Preisen durch Anpassung der Buchwerte zu profitieren. Und dafür gibt es verschiedene Wege. Ich versuche ja "nur" zukünftige mögliche Wertsteigerung in den neuen Buchwert einzubauen, ohne das ich in 5 Jahren wieder einen Verwaltungsakt aufmachen zu müssen. Sicherlich geht die Milchmädchenrechnung für mich auch auf, wenn ich es familienintern zu einem marktüblichen Preis verkaufe, aber das ist ja dann nicht optimiert.

    Zitat Zitat von Flying Lawyer Beitrag anzeigen
    Am jetzigen Markt erziele ich mit Immobilien, die fünf bis zehn Prozent Mietrendite erwirtschaften, absolute Phantasiepreise. Beim finanzierten Kauf einer Immobilie zahlt der Mieter Zins und Tilgung. Ich decke momentan für weniger als 1 Prozent auf 10 Jahre ein. Bei einem pflegeleichten Plattenbau in Stendal oder Brandenburg (Havel) können so Kaufpreise dargestellt werden, die abolut idiotisch sind. Ich habe Wohnungen in Berlin, die vor 10 Jahren noch in der Substanz mit 800 EUR den qm bewertet wurden, die jetzt mit 2500 EUR weg gehen. Die Nullzinspolitik verbunden mit dem Fehlen anderer Anlagen und die Wohnungsknappheit in den Großstädten treibt den Immobilienmarkt in ziemliche Phantasiebereiche.
    hier muss ich dir vollkommen Recht geben. Auch bei uns im Speckgürtel Leipzigs sind die Preise einfach nur noch utopisch. Ich bin sogar der Meinung, das sich die Substanzwerte um ein vielfaches gestiegen sind, als im Vergleich zu den Kaltmieten. Selbst in der Südvorstadt oder Markkleeberg (relativ begehrte Lage ) werden für gut sanierte Altbauten keine 9-10 Euro je qm kalt aufgerufen. Bei einem Kaufpreis werden allerdings teilweise 2.400-2.800 Euro für Altbauten ( Neubauten jenseits von 3.500 Euro) aufgerufen. Das steht in keinem Verhältnis, wann will den der Neuvermieter dann mit seiner Investition was verdienen? Jahrelang waren bei uns Vielfache von 12 bis Maximal 15 an der Tagesordnung, davon sind wir aber schon meilenweit weg. Deswegen denke ich das die Substanzwerte einen Riesensprung vor den Kaltmieten sind. Die Nachfrage wird bei so hohen Substanzwertkosten nicht weiter steigen, solange die Mieten nicht nachziehen. Und das Substanzwerte an Kosten sinken werden, glaube ich auch nicht. Da bin ich bei dir "...verbunden mit dem Fehlen anderer Anlagen und die Wohnungsknappheit..." werden die Mieten nachziehen müssen.

  4. #24
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    Nicht das ihr mich falsch versteht, ich bin kein Linker und verfolge das hier nicht zuletzt auch aus der sehr eigennützigen Motiven. Aber:
    In einer AfA ist doch keine Berücksichtigung einer Wertsteigerung vorgesehen. Als Besitzer kann ich mich erst beim Verkauf über eine etwaige Wertsteigerung freuen. Mit der Idee, nun zusätzlich auch noch durch den Verkauf innerhalb der Familie die AfA hochzutreiben habe ich Bauchschmerzen.

    Mal auf einer anderen Ebene: Sollich das jetzt auch mit anderen Gegenständen (Bürostuhl, Auto, irgendwas mit AfA you name it...) so treiben? Verkaufe ich halt den ollen Bürostuhl an meine Frau für das doppelte des Anschaffungspreises. Und meine Frau hat dann eine neu laufende doppelt so hohe AfA. Und das sogar ganz ohne Notar-/Steuerkosten

    Geiles Geldruckmodell

    Aber ich fürchtendas FA wird da sehr genau hinschauen und Vergleichspreise bei eBay oder Mobile.de oder wie auch immer dagenhalten.

    Vielleicht kommen meine Bauchschmerzen daher, dass es keine definierte Grenze zwischen wirklicher Wertsteigerung und extremer Optimierung gibt.
    alexanderxl sagt Danke für diesen Beitrag.

  5. #25
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    Zitat Zitat von rolst01 Beitrag anzeigen
    Nicht das ihr mich falsch versteht, ich bin kein Linker und verfolge das hier nicht zuletzt auch aus der sehr eigennützigen Motiven. Aber:
    In einer AfA ist doch keine Berücksichtigung einer Wertsteigerung vorgesehen. Als Besitzer kann ich mich erst beim Verkauf über eine etwaige Wertsteigerung freuen. Mit der Idee, nun zusätzlich auch noch durch den Verkauf innerhalb der Familie die AfA hochzutreiben habe ich Bauchschmerzen.

    Mal auf einer anderen Ebene: Sollich das jetzt auch mit anderen Gegenständen (Bürostuhl, Auto, irgendwas mit AfA you name it...) so treiben? Verkaufe ich halt den ollen Bürostuhl an meine Frau für das doppelte des Anschaffungspreises. Und meine Frau hat dann eine neu laufende doppelt so hohe AfA. Und das sogar ganz ohne Notar-/Steuerkosten

    Geiles Geldruckmodell

    Aber ich fürchtendas FA wird da sehr genau hinschauen und Vergleichspreise bei eBay oder Mobile.de oder wie auch immer dagenhalten.

    Vielleicht kommen meine Bauchschmerzen daher, dass es keine definierte Grenze zwischen wirklicher Wertsteigerung und extremer Optimierung gibt.
    ich verstehe deine Bauchschmerzen irgendwie nicht. Warum soll der Altbesitzer dem Neubesitzer benachteiligt sein? Und vielleicht kann man so ja eine wirkliche Mietpreisbremse entwickeln. Die aktuellen Versuche der Regierung sind ja eher ein Lacher!

    Warum lasse ich als Staat nicht zu, das sich der Buchwert für Immobilien erhöht? Damit werden Millionen Renditeobjekte auch ohne Mietsteigerung rentabler. Natürlich muss sich der Vermieter z.b. verpflichten, wenn er heute eine Anpassung wahrnimmt, darf er z.b. 5 Jahre keine Mietanpassung realisieren ( auch bei Neuvermietungen ). Das Modell gab es ja schon einmal/öfters, ich kenne Projekte welche in Berlin Fördermittel für die Sanierung erhalten haben und sich verpflichten 10-15 Jahre Bewohner mit einem Wohnberechtigungsschein zu einer fixen Miete zu akzeptieren. Das kommt dann eigentlich gleich 3 Parteien zu Gute, wenn man es genau nimmt! Einmal dem Mieter, einmal dem Vermieter und vor allem dem Staat, den Vater Staat muss kein teures soziales Wohnbauprojekt mit Neubauten realisieren.

    Den genau diese Versuche für ein solches soziales Projekt konnte ich vor kurzem bei uns der Region beobachten. Hier hat das Land eine geschlossene Kaserne vor Jahren für einen Apfel und Ei an Privat verkauft. Diese lag weitere 10 Jahre brach, vor ca. 6 Monaten wurde sie von öffentlicher Hand zu ca. dem 7 fachen wieder zurück gekauft und nun wird fleißig geplant... ( ich fass mich an den Kopf!!! )

    Bei deinen Beispielen (Bürostuhl, Auto usw ) oben, würde sich das FA extrem über ein solches Vorgehen freuen. Wenn du deinen Drehstuhl einmal steuerlich aktiviert hast und dann zum doppelten Preis verkaufst, musst du den Gewinn daraus auch steuerlich aktivieren. Im Bestfall verkaufst du dies am Ende der AfA Dauer, deine/r zuständige/r Finanzbeamte/in wird immer strahlen, wenn Sie deine ESt-Erklärung bekommt.

    Frag mal in der Praxis nach Verschrottungsprotokollen und gleiche diese mal mit Ebay-Verkäufen ab. Aber leider ist dies auch gängige Praxis. Das wiederum finde ich auch nicht okay, weil das für mich wirkliche "Steuervermeidung" ist. Den hier hat ja nur der Steuerpflichtige einen wirtschaftlichen Vorteil.
    Geändert von br33s (01.01.2019 um 11:49 Uhr)

  6. #26
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    Zumal bei Bestandsmietern und dem Verkauf an wen auch immer ebensowenig automatisch eine Mieterhöhung möglich ist wie beim Halten der Immobilie.

    Die Möglichkeiten der Mieterhöhung sind vom Gesetz vorgegeben und vor allem dann, wenn ein Mietpreisspiegel fehlt, wird es - insbesondere auf dem Land - meiner Erfahrung nach schwierig, das im Zweifel durchzudrücken.

  7. #27
    Erfahrenes Mitglied Avatar von SleepOverGreenland
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    Zitat Zitat von br33s Beitrag anzeigen
    Ich versuche ja "nur" zukünftige mögliche Wertsteigerung in den neuen Buchwert einzubauen
    Genau das ist aber der Fehler. Ein Immobilienobjekt wird im Jahr des Erwerbs bewertet. Mit zukünftigen möglichen Wertsteigerungen hat es schon mal ein Markt probiert. Wurde im Nachhinein als Subprime Krise weltweit zur traurigen Berühmtheit. Keiner kann dir garantieren dass das Objekt kommendes Jahr (in 5 Jahren) 3%, 5% oder 20% mehr Wert ist. Es könnte aber auch 10% weniger Wert sein. Deshalb ist es steuerlich vorgesehen den aktuellen Wert in der Kalkulation zu verwenden.

    Bei dem hier geplanten Geschäft würde ich allerdings definitiv eine fachgerechte Bewertung vornehmen lassen. Aus eigener Erfahrung würde ich übrigens 3 Gutachter unabhängig voneinander antanzen lassen und das für dich beste Gutachten auswählen. Diese Spezialisten kommen nämlich zu durchaus signifikanten Unterschieden. Bei unserem Objekt hatten wir zwischen 410.000€ und 625.000€ eine ziemliche Spanne bei den Gutachten. Mit dem 625.000€ Gutachten konnten wir dann am Ende für 580.000€ verkaufen und die Käufer waren glücklich unter Gutachten gekauft zu haben.

    Da ich aus meinem Geschäft weiß wie streng Geschäfte mit 181 BGB Befreiung vom Finanzamt überwacht und kontrolliert werden kann ich bei dieser Art des Geschäftes nur empfehlen möglichst viel Unterlagen zu produzieren die den berühmten Drittvergleich dokumentieren.
    paulraum, DFW_SEN, BMF81 und 3 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.
    Achtung Signatur: Hier könnte eine Meinung geäussert werden, die nicht allen Wohl und keinem Weh tut. Entspricht aber nicht den Regeln? Weichspülung par excellence, auch Web 3.$ genannt. Clicks make the world go round. Was für eine verrückte Welt.

  8. #28
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    Zitat Zitat von Goneflying Beitrag anzeigen
    Zumal bei Bestandsmietern und dem Verkauf an wen auch immer ebensowenig automatisch eine Mieterhöhung möglich ist wie beim Halten der Immobilie.

    Die Möglichkeiten der Mieterhöhung sind vom Gesetz vorgegeben und vor allem dann, wenn ein Mietpreisspiegel fehlt, wird es - insbesondere auf dem Land - meiner Erfahrung nach schwierig, das im Zweifel durchzudrücken.
    Naja §558 Abs.3 BGB erlaubt dem Vermieter schon eine lukrative Gestaltung der Mietpreise, aber das will ja eigentlich nicht jeder Vermieter bis zum Maximum ausreizen. Schließlich wären das 60% in 9 Jahren. (ohne zusätzliche gravierende Modernisierungen) Und komischerweise verhalten sich hier Vermieter relativ homogen (Preisabsprachen) und die ortsübliche Miete steigt kumuliert in den Regionen permanent.

    Sicherlich muss man dafür natürlich immer den aktuellen Mietmarkt in der Region für eventuell anfallende Mieterhöhung im Auge haben. Hier hilf ja aber immoscout oder immonet. „Leider“ ist das aktuelle Angebot eher ein Druckmittel zugunsten des Vermieters.

    Die letzte Erhöhung stand bei uns zum Januar 2017 ins Haus. In der Regel versucht man vorher das persönliche Gespräch zu suchen, um doch 2-3 Argumente für die Erhöhung mit zu liefern. Das kann man sicherlich nur machen, solange man vielleicht unter 20WE´s betreut. Ich musste auch feststellen, das nicht jeder Mieter diese Gespräche wünscht. Wenn man dann gemeinsam mit dem Mieter mal den Aufwand eines Umzuges durchrechnet, relativieren sich die 60-100 Euro Erhöhung auf die Kaltmiete schon wieder fast. Und ich muss sagen, es ist nur einer in 10 Jahren wegen der 3 Mieterhöhung wirklich ausgezogen. Und wenn die Region passt (zum Glück ist in den letzten Jahren, der Speckgürtel fast aller Großstädte größer geworden ) sollte eine Neuvermietung recht zügig wieder möglich sein.

    Zitat Zitat von SleepOverGreenland Beitrag anzeigen
    Genau das ist aber der Fehler. Ein Immobilienobjekt wird im Jahr des Erwerbs bewertet. Mit zukünftigen möglichen Wertsteigerungen hat es schon mal ein Markt probiert. Wurde im Nachhinein als Subprime Krise weltweit zur traurigen Berühmtheit. Keiner kann dir garantieren dass das Objekt kommendes Jahr (in 5 Jahren) 3%, 5% oder 20% mehr Wert ist. Es könnte aber auch 10% weniger Wert sein. Deshalb ist es steuerlich vorgesehen den aktuellen Wert in der Kalkulation zu verwenden.

    Bei dem hier geplanten Geschäft würde ich allerdings definitiv eine fachgerechte Bewertung vornehmen lassen. Aus eigener Erfahrung würde ich übrigens 3 Gutachter unabhängig voneinander antanzen lassen und das für dich beste Gutachten auswählen. Diese Spezialisten kommen nämlich zu durchaus signifikanten Unterschieden. Bei unserem Objekt hatten wir zwischen 410.000€ und 625.000€ eine ziemliche Spanne bei den Gutachten. Mit dem 625.000€ Gutachten konnten wir dann am Ende für 580.000€ verkaufen und die Käufer waren glücklich unter Gutachten gekauft zu haben.

    Da ich aus meinem Geschäft weiß wie streng Geschäfte mit 181 BGB Befreiung vom Finanzamt überwacht und kontrolliert werden kann ich bei dieser Art des Geschäftes nur empfehlen möglichst viel Unterlagen zu produzieren die den berühmten Drittvergleich dokumentieren.
    Mit dem Model will man ja nicht zukünftige Wertsteigerungen „einpreisen“ sondern bis heute auf dem Markt entstandene Steigerungen. Hier geht es ja nicht um die Beschaffung von Fremdkapital. Die Frage ist auch wie belastbare sind solche Immobilienbewertungen durch Makler (meist ja keine Gutachter).

    Diese schwemmen ja seit ein paar Jahren auf dem Markt, haben ja aber nicht wirklich etwas mit einem Gutachten zu tun. Aber es ist ein guter Tip für mich, ich werde mir an einem Samstag mal einen Makler bestellen und mir einen Preisvorschlag unterbreiten lassen. Ich werde natürlich argumentieren, das ich den maximalen Kaufpreis realisieren will. Ist ja auch schon komisch wie mit einem und demselben Objekt unterschiedliche Bewertungen von +50% resultieren können. ( da sind wir ja schon wieder bei meinem Niveau 550.000 vs. 700.000 und am Ende hast du mit deinen 3 Gutachten nichts anderes gemacht als ich vor habe. Fiktiv den Preis hochgetrieben ohne an dem Objekt nur 1 Cent zu investieren) Am Ende muss man vielleicht auch argumentieren, "Wert ist es das, was jemand bereit ist dafür zu bezahlen." Und wenn das eben meine Frau ist, dann ist das nun einmal so. Aber es macht sicherlich Sinn, dies mit einer Immobilienbewertung zu "untermauern".

    Die Idee mit der skizzierten Mietpreisbremse gefällt mir immer mehr. Hab heute auf Arbeit mal noch 2-3 laienhafte Rechnungen angestellt und mit diesem Modell, bei gleichbleibender Rentabilität des Objektes, könnte man dem Mieter fast 15-21% auf die aktuelle Miete erlassen. ( ich weiß selber, das dies wahrscheinlich kein Vermieter machen würde )
    Und dadurch das in Deutschland noch fast 54% der Bevölkerung Mieter sind (stand Juli 2017 ich glaube seitdem ist der prozentuale Anteil der Mieter sogar noch gestiegen) entlastet das sogar die Allgemeinheit, wenn Vater Staat (und die Allgemeinheit) auf einige Steuereinnahmen verzichten. Ich werde die Idee wohl mal meinem Landrat schicken müssen.

    Und was wirklich unrechtes kann ich bis heute noch immer nicht an dem Modell finden. Die einzige Hürde ist halt die Preisfindung (wie bei jedem Verkauf), am liebsten 25% über dem am Markt zu realisierenden Kaufpreis.
    Geändert von br33s (02.01.2019 um 19:34 Uhr)

  9. #29
    Erfahrenes Mitglied Avatar von SleepOverGreenland
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    Ich hatte richtige unabhängige individuell bezahlte Gutachter und keine Makler. Wollte den Verkauf ohne Makler durchziehen. Die Gutachter könne aber eher konservativ (Bank tauglich) oder eher marktgerecht bewerten habe ich festgestellt.
    br33s sagt Danke für diesen Beitrag.
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  10. #30
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    Zitat Zitat von SleepOverGreenland Beitrag anzeigen
    Ich hatte richtige unabhängige individuell bezahlte Gutachter und keine Makler. Wollte den Verkauf ohne Makler durchziehen. Die Gutachter könne aber eher konservativ (Bank tauglich) oder eher marktgerecht bewerten habe ich festgestellt.
    Also den Kaufpreis zu deinen Gunsten (Verkäufer) optimiert? Aber am Ende war der Wert des Objektes doch der den der Käufer bereit war auszugeben, also die 580.000 Euro. Was ja noch immer 41% über der günstigsten Begutachtung liegt. Da könnte das FA ja den Median als realistischen Wert unterstellen, also 517.500 Euro. Selbst von diesem hast du noch immer zu 12% drüber verkauft. Das klingt erst einmal recht gut für mich, vielleicht kann ich dann noch 10% über der Immobilienbewertung des Maklers veranschlagen.

  11. #31
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    Ich glaube nicht, dass die Bewertung eines Maklers am Ende einer gerichtlichen Prüfung stand hält und würde daher auf jeden Fall eine oder mehrere vereidigter Gutachter bestellen und bewerten lassen.
    br33s und steroidpsycho sagen Danke für diesen Beitrag.

  12. #32
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    Zitat Zitat von br33s Beitrag anzeigen
    Am Ende muss man vielleicht auch argumentieren, "Wert ist es das, was jemand bereit ist dafür zu bezahlen." Und wenn das eben meine Frau ist, dann ist das nun einmal so. Aber es macht sicherlich Sinn, dies mit einer Immobilienbewertung zu "untermauern"
    Geschäft mit "Dritten", nicht mit der Ehefrau (welche das Monopolygeld vom Gatten auf den Tisch legt)

    Zitat Zitat von frogger321 Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass die Bewertung eines Maklers am Ende einer gerichtlichen Prüfung stand hält und würde daher auf jeden Fall eine oder mehrere vereidigter Gutachter bestellen und bewerten lassen.
    Dies ist der zweite wichtige Grund. Es muss Gerichtsfest sein.
    ITG FLOG WV
    Ich habe den Äquator sowie die Datumsgrenze überflogen

  13. #33
    Erfahrenes Mitglied Avatar von SleepOverGreenland
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    Zitat Zitat von br33s Beitrag anzeigen
    Also den Kaufpreis zu deinen Gunsten (Verkäufer) optimiert? Aber am Ende war der Wert des Objektes doch der den der Käufer bereit war auszugeben, also die 580.000 Euro. Was ja noch immer 41% über der günstigsten Begutachtung liegt. Da könnte das FA ja den Median als realistischen Wert unterstellen, also 517.500 Euro. Selbst von diesem hast du noch immer zu 12% drüber verkauft. Das klingt erst einmal recht gut für mich, vielleicht kann ich dann noch 10% über der Immobilienbewertung des Maklers veranschlagen.
    Ich würde bei einem Innenverkauf sicher nicht auf die Bewertung eines Maklers setzen.

    Wenn ein fremder Dritter eine Fantastilliarde bezahlt ist das alles völlig ohne Probleme darstellbar. Wenn eine nahestehende Person einen Kaufpreis bezahlt welcher die Steuerlast bei einer der beiden beteiligten Personen minimiert sind sehr genaue Prüfungen des FA höchst wahrscheinlich.
    steroidpsycho sagt Danke für diesen Beitrag.
    Achtung Signatur: Hier könnte eine Meinung geäussert werden, die nicht allen Wohl und keinem Weh tut. Entspricht aber nicht den Regeln? Weichspülung par excellence, auch Web 3.$ genannt. Clicks make the world go round. Was für eine verrückte Welt.

  14. #34
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    eine kurze Recherche hat ergeben, das laut HOAI ein Gutachten (Normalstufe) bis 750.000 Euro ca. 1563 Euro kosten kann. Seit 2009 müssen sich ja die Gutachter nicht mehr an die HOAI halten, also sollte der offene Markt vielleicht für eine günstigere Preisgestaltung sorgen. Laut Bundesnotarordnung sollte ein einfacher Kaufvertrag ohne Grundschuld ca. 0,85% kosten zzgl. kleinere Pauschalen wie Telefon und Wegepauschale.

    weiß zufällig jemand, ob die Gutachterkosten auf der Käuferseite als Kosten für Geschäftsanbahnung oder Kauferwerbskosten steuerlich geltend gemacht werden können? Wenn das der Fall ist, wäre bei einem KP 600.000 Euro ( Buchwert dann vielleicht 540.000 ) die Kosten für Notar/Grundbuchamt und Gutachter nach ca. 1,3 Jahren durch Steuerersparnisse wieder drin. Die Kosten sollten ca. bei 6.700 Euro liegen und die AfA Differenz ( also durch den gesteigerten Buchwert ) bei 7.200 Euro.

    Selbst ein amtliches Gutachten ist ja ein Richtwert zum Objektwert. Bedeutet natürlich auch das der Marktwert nach oben oder unten sogar noch abweichen kann. Unterstellt das ein Gutachter, mit gutem Zureden, auf einen maximalen Gutachtenwert von vielleicht 500.000-550.000 Euro kommt. Kann man hier ja vielleicht noch nach oben abweichen. Ich werde mal versuchen kurzfristig einen Gutachter persönlich zu kontaktieren und mein Anliegen zu schildern, zudem würde ich eine schriftliche Anfrage an den Vorsteher meines zuständigen FA einreichen mit einer kurzen Frist Stellungnahme zu dem Konstrukt zu nehmen. Mein Problem ist halt, das ich ungern noch weitere 3 Monate mit dem Buchwert und einer variablen Finanzierung laufen lassen will. Eins ist aber relativ klar, das egal welcher neuer Kaufpreis gewählt wird, sich dieser zu 100% besser auf den Buchwert auswirkt und damit Steuern erheblich gespart werden kann. Eigentlich ist die Überlegung nun nur noch, ob die Kosten eines Gutachtens im Verhältnis zu einem dadurch noch höheren Kaufpreis (Buchwert) sich rechnen.

    Normal kann man ein solches Konstrukt wirklich fast jedem privaten MFH-Besitzer ans Herz legen, das Objekt innerhalb der ersten Familienordnung zu verkaufen um den Buchwert an das aktuelle Niveau anzupassen. Man kann ja vertragliche Regelung zur Bewirtschaftung des Objektes treffen, so das es im Innenverhältnis weiter im ursprünglichen Besitzverhältnis bleiben kann.

  15. #35
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    Würdest du eigentlich auch in zehn Jahren - bei der nächsten Finanzierung - die AfA auf den gegebenenfalls gesunkenen Marktwert der Immobilie anpassen?

  16. #36
    Erfahrenes Mitglied Avatar von malone
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    Zitat Zitat von rolst01 Beitrag anzeigen
    Würdest du eigentlich auch in zehn Jahren - bei der nächsten Finanzierung - die AfA auf den gegebenenfalls gesunkenen Marktwert der Immobilie anpassen?
    Das könnte er wohl moralisch gegenüber seiner Familie und gegenüber seinen Mietern nicht vertreten.
    frogger321 sagt Danke für diesen Beitrag.

  17. #37
    Erfahrenes Mitglied
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    einreichen mit einer kurzen Frist Stellungnahme zu dem Konstrukt zu nehmen
    Süß, die kurze Frist werden sie wohl getrost verstreichen lassen und in der üblichen, ihrem Zeitrahmen entsprechenden, Zeitnähe der Ämter entsprechend antworten.
    Ob du 3 Monate mehr oder weniger finanzieren musst und zu welchen Zinskonditionen, wird den Finanzbeamten vermutlich herzlich egal sein.

    Berichte bitte, wie zeitnah und umfassend auf deine Anfrage geantwortet wurde.

  18. #38
    Erfahrenes Mitglied
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    Es ist durchaus lobenswert,das der TO sich Gedanken zur Optimierung seiner Steuerschuld macht, bitte aber zu Bedenken, das der FAZ Bericht, auf dem die Idee des TO fusst: „Das MÄRCHEN vom Betongold und dem Zahnarzt“ heißt..........

  19. #39
    Erfahrenes Mitglied Avatar von br33s
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    Zitat Zitat von rolst01 Beitrag anzeigen
    Würdest du eigentlich auch in zehn Jahren - bei der nächsten Finanzierung - die AfA auf den gegebenenfalls gesunkenen Marktwert der Immobilie anpassen?
    Naja kommt drauf an, wenn dies einen wirtschaftlichen Vorteil für mich oder das Konglomerat bringt, warum nicht? Ich versteh noch nicht wirklich, warum das Vermeiden von Steuern mit diversen rechtlich anscheinend möglichen Konstrukten von dir und anderen so verteufelt wird.

    Zitat Zitat von frogger321 Beitrag anzeigen
    Süß, die kurze Frist werden sie wohl getrost verstreichen lassen und in der üblichen, ihrem Zeitrahmen entsprechenden, Zeitnähe der Ämter entsprechend antworten.
    Ob du 3 Monate mehr oder weniger finanzieren musst und zu welchen Zinskonditionen, wird den Finanzbeamten vermutlich herzlich egal sein.
    Berichte bitte, wie zeitnah und umfassend auf deine Anfrage geantwortet wurde.
    Du wirst lachen, bei den Jahren zuvor hatte ein solches Schreiben, gemeinsam mit der Steuerkanzlei, kaum lange Bearbeitungszeiten. Z.b. hatte ich erst letztes Jahr um eine Stellungnahme mit Fristsetzung des Vorstehers bezüglich des nichtakzeptieren meines Fahrtenbuch und der damit verbunden Umgehung der 1% Regel gebeten. Wir hatten hier eine Frist von großzügigen 4 Wochen gebeten, nach ca 2,5 Wochen hatte ich eine nette Rückantwort, wo um ein persönliches Gespräch gebeten worden ist. Dieses Gespräch wurden dann auch binnen Tagen für mich möglich gemacht und man konnte vernünftig über den Sachverhalt diskutieren und keine 3 Tage später, hatte ich meine Stellungnahme mit Amtsvermerken, welche ich für meinen Einspruch zum Steuerbescheid verwenden konnte. Wichtig ist, dass man hier in einem solchen Schreiben nicht die persönliche Steuersituation anmahnt sondern eine generelle Klärung eines Sachverhaltes für die „Allgemeinheit“ geklärt haben will. Man muss sicherlich auf ein paar Pflichten eines Finanzamtvorstehers (Auskunftspflicht) im Schreiben hinweisen. Aber wenn man dies alles in einem vernünftigen Ton und detailliert macht, ist es auch im Interesse des angeschriebenen, hier „kurzfristig“ drauf zu antworten.
    Zitat Zitat von crossfire Beitrag anzeigen
    Es ist durchaus lobenswert, das der TO sich Gedanken zur Optimierung seiner Steuerschuld macht, bitte aber zu Bedenken, das der FAZ Bericht, auf dem die Idee des TO fusst: „Das MÄRCHEN vom Betongold und dem Zahnarzt“ heißt..........
    Es handelt sich ja um einen Bezahlartikel bei FAZ+, auf Wunsch kann ich diesen aber auch per PM zur Verfügung stellen.
    Wenn man diesen Artikel aber gelesen hat, wird man feststellen das sich das Märchen auf ein anderes Konstrukt bezieht, als das von mir skizzierte. Der Zahnarzt hatte die Immobilie für 1,5Mio erworben, dann 10 Jahre später für 3,0 Mio an seine Frau verkauft. Die Frau wiederum hat ein Darlehen zur Zahlung des Kaufpreises aufgenommen. Von diesem Darlehen wurde die Restschuld des ursprünglichen Darlehens des Zahnarzt beglichen ( ich glaube 1,1 Mio) und mit dem restlichen Kapital aus dem 3 Mio Darlehen, hat der Zahnarzt Aktien gekauft. Diese Aktien sind nun sehr gut gelaufen und der Zahnarzt hat so seinen Einsatz und sein Vermögen vervielfacht. Hier wurden dann zu seinem Vermögen der heutige Wert der Immobilie, der Wert des Depots und der Sollsaldo des Darlehens berücksichtigt.
    In dem Artikel wird kein Hinweis auf steuerliche Gestaltung gegeben. Ich nahm den Artikel nur zur Kenntnis mit dem Konstrukt Kauf Mann zu Ehefrau. Ich persönlich halte die Herangehensweise des Zahnarzts sehr risikohaft. Ich persönlich möchte kein weiteres Darlehen aufnehmen und schon gar nicht mit dem Erlös volatile Geldanlagen kaufen. Ich möchte lediglich den Buchwert optimieren.
    Geändert von br33s (03.01.2019 um 14:54 Uhr)
    frogger321 sagt Danke für diesen Beitrag.

  20. #40
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    Ich verteufele das nicht. Ich bin der erste der jede Möglichkeit nutzt, die viel zu hohe Steuerlast für Gutverdiener zu senken. Aber mein Bauchgefühl bleibt. Kann ich nichts machen. Vermutlich weil es in den wenigsten Fällen schlau ist, Werte künstlich hochzutreiben und Gutachten zu manipulieren.
    Das mag für den Einzelnen mal lohnenswert sein, bringt aber nichts für die Allgemeinheit - und um die geht es doch am Ende. Wenn sich ein Einzelner steuerlich durch „ungewöhnliche“ Konstrukte optimiert, dann muss er eben auch etwas mit den vorwurfswollen Blicken der nicht-Optimierer leben.
    Chris0812 und malone sagen Danke für diesen Beitrag.

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