Ergebnis 1 bis 18 von 18
Übersicht der abgegebenen Danke14x Danke
  • 1 Beitrag von worldflyer
  • 1 Beitrag von Strolf
  • 4 Beitrag von nhobalu
  • 2 Beitrag von kingair9
  • 2 Beitrag von meilenfreund
  • 2 Beitrag von kmak
  • 1 Beitrag von alex42
  • 1 Beitrag von miamitraffic

Thema: Ebay paypal Gutscheine und USt auf der Rechnung - Steuerhinterziehung?

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied Avatar von XT600
    Registriert seit
    16.03.2009
    Beiträge
    18.737

    Standard Ebay paypal Gutscheine und USt auf der Rechnung - Steuerhinterziehung?

    ANZEIGE
    Es gibt ja laufend Paypal Gutscheine, die 10-25% erzielen, wenn man mit PayPal bezahlt.

    Dabei erhält der Händler den vollen Betrag, der Kunde bezahlt den reduzierte Betrag an Paypal.

    Oft erhält man dann eine Rechnung vom Händler über den Gesamtbetrag ohne Rabatt incl USt Ausweisung. Wenn man diese als Vorsteuer abziehen kann, kann man mehr abziehen als man bezahlt hat.

    Steuerhinterziehung, oder?

  2. #2
    Erfahrenes Mitglied Avatar von worldflyer
    Registriert seit
    03.04.2012
    Beiträge
    3.868

    Standard

    Wie viel sind 10-25% denn in Leiungswasser übersetzt?
    L_R sagt Danke für diesen Beitrag.
    .


  3. #3
    Aktives Mitglied
    Registriert seit
    27.03.2020
    Beiträge
    152

    Standard

    Ist CumEx Steuerhinterziehung?
    L_R sagt Danke für diesen Beitrag.

  4. #4
    Forumskater Avatar von nhobalu
    Registriert seit
    18.10.2010
    Ort
    im Paralleluniversum
    Beiträge
    10.825

    Standard

    Jetzt isses raus. Das Kartenhaus der deutschen Steuergesetzgebung wurde heute final von XT600 zum Einsturz gebracht.
    Das Ende naht!
    DFW_SEN, xcirrusx, L_R und 1 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.
    Mondbewohner - ehemals künftig inaktiver Forist

  5. #5
    Erfahrenes Mitglied Avatar von XT600
    Registriert seit
    16.03.2009
    Beiträge
    18.737

    Standard

    du bekommst mehr Vorsteuer erstattet als du bezahlt hast also schädigst du dem deutschen Staat!

  6. #6
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    05.01.2014
    Beiträge
    1.340

    Standard

    Zitat Zitat von XT600 Beitrag anzeigen
    du bekommst mehr Vorsteuer erstattet als du bezahlt hast also schädigst du dem deutschen Staat!
    Der Aussteller der Rechnung führt doch den korrekten Betrag ab.

  7. #7
    Megaposter Avatar von kingair9
    Registriert seit
    18.03.2009
    Ort
    Unter TABUM und in BNJ
    Beiträge
    21.574

    Standard

    Zitat Zitat von WiCo Beitrag anzeigen
    Der Aussteller der Rechnung führt doch den korrekten Betrag ab.
    Nee, im Beispiel von XT nicht. Du kaufst etwas für 100 EUR brutto und bekommst eine Rechnung über 100 EUR brutto, bezahlst aber nur 85 EUR flat.
    XT600 und L_R sagen Danke für diesen Beitrag.

  8. #8
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    10.03.2009
    Ort
    BRE
    Beiträge
    4.365

    Standard

    Die Paypal-Subvention ist nach § 10 Abs. 1 UStG Bestandteil des umsatzsteuerlichen Entgelts. Insofern ist die Zahllast des Händlers identisch zum Vorsteuerabzug des Käufers.
    L_R und miamitraffic sagen Danke für diesen Beitrag.
    2015: LHR (LH) GDN (LH) ARN (KL) AES (KL) TRD (KL) OSL (KL) CGK (KL) KUL (KL) ARN (KL/LH) SVG (KL)
    2016: LHR (KL) TRD (KL) LHR (KL) TRF (KL) IST (KL) CPH (KL) GOT (KL) AMS (KL)
    2017: STR (AB/EW) ABZ (KL) LCY/LHR (KL) ATH (KL) SKG (A3/EL) AXD (OA) STR (4U) OSL (KL) LCY/LHR (KL) BLL (KL) BLL (KL/LH) AMS (KL)
    2018: CGK (KL) KUL (KL/MH) ARN (AF) AMS (KL) OSL (KL) TOS (SK) ARN (AF) AMS (KL) MAD (BA/LA)
    2019: ARN (KL) STR (KL) OSL (AF) NCL (KL) ARN (KL) PEK (AF) SIN (SQ) KUL (ET)
    2020: HAN (OD) PEK (VN) TLL (BT) URE (KTB) TXL (BT)
    ***
    Fotoseiten: 500px, Instagram, ipernity

  9. #9
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    05.01.2014
    Beiträge
    1.340

    Standard

    Zitat Zitat von kingair9 Beitrag anzeigen
    Nee, im Beispiel von XT nicht. Du kaufst etwas für 100 EUR brutto und bekommst eine Rechnung über 100 EUR brutto, bezahlst aber nur 85 EUR flat.
    Aber der Händler erhält 100 (85+15 von Paypal) und führt die Steuer dazu ab.
    Der Käufer muß seine Buchführung irgendwann auf 85 korrigieren, wenn er buchführungspflichtig ist und nur 85 gezahlt hat.

  10. #10
    Erfahrenes Mitglied Avatar von XT600
    Registriert seit
    16.03.2009
    Beiträge
    18.737

    Standard

    Zitat Zitat von WiCo Beitrag anzeigen
    Aber der Händler erhält 100 (85+15 von Paypal) und führt die Steuer dazu ab.
    Der Käufer muß seine Buchführung irgendwann auf 85 korrigieren, wenn er buchführungspflichtig ist und nur 85 gezahlt hat.
    Rechnung einfach handschriftlich abändern?

  11. #11
    Erfahrenes Mitglied Avatar von XT600
    Registriert seit
    16.03.2009
    Beiträge
    18.737

    Standard

    Zitat Zitat von WiCo Beitrag anzeigen
    Der Aussteller der Rechnung führt doch den korrekten Betrag ab.
    eben nicht!

    Beispiel: ATU Online Shop erstellt Rechnung über 100€ und USt ausgewiesen - bezahlt wurde per paypal mit Gutschein PMOTORS20 und nur 90€ bezahlt. Die auf der Rechnung ausgewiesene USt ist zu hoch, sollte man die vorsteuerrelevant ansetzen wollen-der Staat wird geprellt!

  12. #12
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    12.03.2016
    Beiträge
    350

    Standard

    Zitat Zitat von XT600 Beitrag anzeigen
    eben nicht! Beispiel: ATU Online Shop erstellt Rechnung über 100€ und USt ausgewiesen - bezahlt wurde per paypal mit Gutschein PMOTORS20 und nur 90€ bezahlt. Die auf der Rechnung ausgewiesene USt ist zu hoch, sollte man die vorsteuerrelevant ansetzen wollen-der Staat wird geprellt!
    ATU Online Shop bekommt 100€ und führt darauf die USt ab. Diese kann sich der Kunde auch erstatten lassen. Der Staat erstattet hier nicht mehr als er bekommen hat. Die Subvention von Paypal sind natürlich als Einnahmen zu verbuchen. Ob auf diese dann Steuern anfallen und wie diese korrekt zu buchen sind mögen andere beurteilen. Das Grundgeschäft mit Steuerzahlung und -erstattung ist m.E. davon nicht betroffen.
    L_R und miamitraffic sagen Danke für diesen Beitrag.

  13. #13
    Erfahrenes Mitglied Avatar von alex42
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    MUC
    Beiträge
    3.758

    Standard

    Zitat Zitat von kmak Beitrag anzeigen
    Die Subvention von Paypal sind natürlich als Einnahmen zu verbuchen.
    Ob als Einnahmen oder als erhaltene Skonti (mit der passenden Vorsteuer) müssten Buchhaltungsprofis beantworten. Es sollte aber sowohl in SKR03 als auch SKR04 die passenden Konten und Buchungssätze für so etwas geben, also nix mit Steuerhinterziehung.
    L_R sagt Danke für diesen Beitrag.

  14. #14
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    10.03.2009
    Ort
    BRE
    Beiträge
    4.365

    Standard

    Zitat Zitat von XT600 Beitrag anzeigen
    Rechnung einfach handschriftlich abändern?
    Ich bin in dem Bereich nicht bewandert, würde aber annehmen, dass Einlösungswert des Gutscheins als kaufmännische Gutschrift auf den Rechnungsbetrag zu buchen ist. Möglicherweise auch nur der Netto-Einlösungswert auf den Netto-Rechnungsbetrag, da die Vorsteuer m.E. in voller Höhe aus dem Rechnungsbetrag vor Gutscheineinlösung gezogen werden kann.

    Zitat Zitat von XT600 Beitrag anzeigen
    eben nicht!

    Beispiel: ATU Online Shop erstellt Rechnung über 100€ und USt ausgewiesen - bezahlt wurde per paypal mit Gutschein PMOTORS20 und nur 90€ bezahlt. Die auf der Rechnung ausgewiesene USt ist zu hoch, sollte man die vorsteuerrelevant ansetzen wollen-der Staat wird geprellt!
    Warum sollte ein Lieferant freiwillig Rechnungen mit zu hoch ausgewiesener Umsatzsteuer verschicken? Damit würde er sich in die Haftung wegen unrichtigen Steuerausweises nach § 14c UStG begeben.

    Der Unternehmer kann nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG die gesetzlich geschuldete Steuer für Lieferungen und Leistungen eines anderen Unternehmers für sein Unternehmen als Vorsteuer abziehen. Gesetzlich geschuldete Steuer ist nach § 10 Abs. 1 UStG die Umsatzsteuer aus den Nettobeträgen der Zahlung des Unternehmers an den Lieferanten und der Paypal-Subvention.

    Es kommt hier m.E. nicht darauf an, dass der Unternehmer an den Lieferanten "weniger" gezahlt hat, da für den Vorsteuerabzug die vom Lieferanten geschuldete Steuer maßgeblich ist.
    2015: LHR (LH) GDN (LH) ARN (KL) AES (KL) TRD (KL) OSL (KL) CGK (KL) KUL (KL) ARN (KL/LH) SVG (KL)
    2016: LHR (KL) TRD (KL) LHR (KL) TRF (KL) IST (KL) CPH (KL) GOT (KL) AMS (KL)
    2017: STR (AB/EW) ABZ (KL) LCY/LHR (KL) ATH (KL) SKG (A3/EL) AXD (OA) STR (4U) OSL (KL) LCY/LHR (KL) BLL (KL) BLL (KL/LH) AMS (KL)
    2018: CGK (KL) KUL (KL/MH) ARN (AF) AMS (KL) OSL (KL) TOS (SK) ARN (AF) AMS (KL) MAD (BA/LA)
    2019: ARN (KL) STR (KL) OSL (AF) NCL (KL) ARN (KL) PEK (AF) SIN (SQ) KUL (ET)
    2020: HAN (OD) PEK (VN) TLL (BT) URE (KTB) TXL (BT)
    ***
    Fotoseiten: 500px, Instagram, ipernity

  15. #15
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    15.02.2018
    Beiträge
    1.325

    Standard

    Zitat Zitat von XT600 Beitrag anzeigen
    du bekommst mehr Vorsteuer erstattet als du bezahlt hast also schädigst du dem deutschen Staat!
    Dass du sie nicht bezahlt hast, bedeutet nicht, dass sie nicht jemand anders gezahlt hat (PayPal).

    Ansatzpunkt der Untersuchung ist doch die (steuer)rechtliche Einordnung des zugrunde liegenden Geschäfts. Du gehst bisher davon aus, dass die Leistung einen Wert von 85€ hat - so ist es aber nicht.

    -Du schließt zuerst einen Kaufvertrag mit dem Käufer über 100€
    -Anschließend wählst du zu Erfüllung der Pflicht PayPal als Zahlungsmittel aus
    -Du leistest 85€ an Paypal, die Paypal weiterleitet an den Verkäufer
    -Paypal leistet weiterhin auf fremde Schuld (deine Schuld) i.H.V. 15€ an den Verkäufer
    -Der Händler stellt dir eine Rechnung gemäß Punkt 1 aus und quittiert, insgesamt 100€ erhalten zu haben, von wem, sieht er u.U. nichtmal
    -Händler führt die Steuer ab
    -Du ziehst die Vorsteuer
    -PayPal zieht keine Steuer, da keine Rechnung von irgendjemandem erhalten
    -Der Händler und du verbuchen die Geschäftsvorfälle, z.B.:
    ---Verkäufer:
    ---Beim Kauf: Forderung 100 an Umsatz 19% USt. 100
    ---Bei Bezahlung: Bank 100 an Forderung 100
    ---Du:
    ---Beim Kauf: Wareneinkauf 19% USt. 100 an Verbindlichkeiten 100
    ---Bei Bezahlung: Forderungen 15 an Ertrag 15
    ---Anschließend: Verbindlichkeiten 100 an (Bank 85 und Forderungen 15)
    ---Paypal bucht Marketingaufwand an Bank i.H.v. 15, ganz ohne USt.

    (Anmerkung: Ganz so einfach ist es nicht, die Rechtsverhältnisse bei PayPal sind auch ohne Gutscheine in der Realität noch etwas komplizierter als bloßes Entstehen und Untergehen von Forderungen und Verbindlichkeiten)
    Geändert von miamitraffic (16.09.2020 um 12:46 Uhr) Grund: Buchungssätze ergänzt
    travellersolo sagt Danke für diesen Beitrag.
    2018: FRA, CGN, DUS, GVA, SXF, PEK, VAV, SIN, NAN, SYD
    2019: DUS, PMI, HAJ, ZRH, DME, CGN, MUC, SXF, DTM, KTW

  16. #16
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    09.03.2009
    Beiträge
    4.504

    Standard

    Also, ist würde Umsatzsteuer ziehen und den Gutschein als Nettokaufpreisminderung verbuchen. Für mich ist der Gutschein nichts anderes als ein Zahlungsmittel
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  17. #17
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    15.02.2018
    Beiträge
    1.325

    Standard

    Zitat Zitat von Flying Lawyer Beitrag anzeigen
    Also, ist würde Umsatzsteuer ziehen und den Gutschein als Nettokaufpreisminderung verbuchen. Für mich ist der Gutschein nichts anderes als ein Zahlungsmittel
    Ja, kommt i.E. aufs gleiche raus.
    2018: FRA, CGN, DUS, GVA, SXF, PEK, VAV, SIN, NAN, SYD
    2019: DUS, PMI, HAJ, ZRH, DME, CGN, MUC, SXF, DTM, KTW

  18. #18
    Erfahrenes Mitglied Avatar von alex42
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    MUC
    Beiträge
    3.758

    Standard

    Zitat Zitat von Flying Lawyer Beitrag anzeigen
    Also, ist würde Umsatzsteuer ziehen und den Gutschein als Nettokaufpreisminderung verbuchen. Für mich ist der Gutschein nichts anderes als ein Zahlungsmittel
    Klingt gut, aber ist das fürs deutsche Buchhaltungswesen nicht zu einfach..? Wobei ich bei mir die Ferrero-Bahngutscheine zum Beispiel genau so (also als Zahlungsmittel) gebucht habe, seitdem allerdings nicht in den Genuss einer Buchprüfung gekommen bin.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •