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App Selection in der EU ab dem 09.06.2016

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nimra98

Aktives Mitglied
08.08.2015
178
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Was bedeutet eigentlich die App-Selection für das kontaktlose Bezahlen, muss es da auch eine Auswahl geben?

Beispielsweise bei der Fidor Smartcard muss man beim Stecken der Karte zwischen "Mastercard" und "Maestro" wählen, beim kontaktlosen Bezahlen hingegen wird immer über "Mastercard" bezahlt. Muss hier auch ab Juni eine Auswahl erfolgen?

Ähnlich bei den neuen Girocard-Kontaktlos: Wenn eine Karte Girocard und VPay unterstützt, muss sie dann auf Grund der Regulierung, wenn sie Girocard-Kontaktlos unterstützt, zwingend auch VPay-Paywave anbieten?

So wie ich das bisher verstanden habe, hat die Fidor nur eine Kontaktlos-Applikation. Insofern ist da auch nichts zum Auswählen.
Ähnlich wird sich das bei GC-Kontaktlos verhalten. Den Banken wird es aus meiner Sicht weiterhin freigestellt sein, was Sie (nicht) kontaktlos anbieten.
 

Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
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Wien

Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
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Wien
So wie ich das bisher verstanden habe, hat die Fidor nur eine Kontaktlos-Applikation. Insofern ist da auch nichts zum Auswählen.
Ähnlich wird sich das bei GC-Kontaktlos verhalten. Den Banken wird es aus meiner Sicht weiterhin freigestellt sein, was Sie (nicht) kontaktlos anbieten.
Genau das ist ja der Punkt, wo ich mir nicht sicher bin: Wenn eine Bank sagt: Unsere Karte hat App-X und App-Y, aber bei kontaktlosen Zahlungen gibt es nur App-Y, ist das dann nicht auch eine verbotene Diskriminierung?

Der Text sagt ja:
[...]nicht mit automatischenMechanismen, Software oder Vorrichtungen aus, die die Wahl der Zahlungsmarke oder Zahlungsanwendung des Zahlersund des Zahlungsempfängers bei der Verwendung eines mit mehreren Akzeptanzmarken versehenen Zahlungsinstruments(Co-badging) einschränken.
Wenn ein Kunde nicht kontaktlos Zahlen kann, ohne sein "Recht auf Auswahl" zu verlieren, ist das dann nicht auch eine Einschränkung der Wahl?
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
1
Nein, zumindest laut dem Interview mit Mastercard fließt das volle Interbankenentgelt an die Kartenherausgebende Bank: https://www.check24.de/kreditkarte/publikationen/interview-mastercard-teil1/

Von daher verstehe ich gar nicht, was manche Volksbanken gegen Co-Branding haben, sie verdienen ja immerhin 0,2%, wenn der Kunde "sich vertippt".
Korrekt, das Interbankenentelt geht an den Issuer. Der Händler zahlt zudem Scheme Fees, die an das Scheme gehen.
Allerdings ist es durchaus möglich, dass die Issuer selber für die Transaktion Geld an das Scheme zahlen müssen.
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
1
Den Banken wird es aus meiner Sicht weiterhin freigestellt sein, was Sie (nicht) kontaktlos anbieten.

Interessant ist ja folgender Satz in der Verordnung

(2) Geht ein Verbraucher ein Vertragsverhältnis mit einem Zahlungsdienstleister ein, so kann der Verbraucher verlangen, dass er zwei oder mehrere unterschiedliche Zahlungsmarken auf seinem kartengebundenen Zahlungsinstrument erhält, vorausgesetzt sein Zahlungsdienstleister bietet diesen Dienst an. Rechtzeitig vor der Unterzeichnung des Vertrags informiert der Zahlungsdienstleister den Verbraucher in klarer und objektiver Weise über alle verfügbaren Zahlungsmarken und deren Eigenschaften, einschließlich ihrer Funktionsweise, Kosten und Sicherheit.

Könnte man das so interpretieren, das sich der Verbraucher die Cobrands aussuchen kann, wenn der Issuer verschiedene Cobrands anbietet?
Dann wäre es natürlich nicht überraschend, dass die VR-Banken nur noch girocard-Applikationen anbieten.
 
T

Temposünder

Guest
Warum genau ist App Selection jetzt böse? Mal abgesehen davon, dass man ELV VOR Beginn der Transaktion abwählen muss. Wie beeinflusst das kontaktloses Transkationen?
 
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Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
0
Wien
Hä?!?
vorausgesetzt sein Zahlungsdienstleister bietet diesen Dienst an
Der Verbraucher kann also verlangen, aber die Bank kann darauf antworten: "Wir bieten diesen Dienst nicht an"

Wenn sowieso die Bank die Entscheidung darüber behält, ob sie "diesen Dienst anbietet", was genau sollte diese Regulierung denn bezwecken?
 

Amic

Erfahrenes Mitglied
05.04.2016
6.554
214
Wenn sowieso die Bank die Entscheidung darüber behält, ob sie "diesen Dienst anbietet", was genau sollte diese Regulierung denn bezwecken?
Ich bin auch schon gestern drüber gestolpert, beim Überfliegen der Verordnung.
Ich verstehe es ehrlich gesagt immer noch nicht eindeutig.

Eine sicher mögliche Interpretation ist, dass es Diskriminierung einzelner Kunden verhindert. I.e., wenn die Bank Karten mit unterschiedlichen Zahlungsmarken anbietet, kann sie nicht einfach sagen: "Andere Kunden bekommen das zwar - Sie bleiben jedoch leider aussen vor, und erhalten nur die reine girocard, lieber Amino!"
 
Zuletzt bearbeitet:

Escorpio

Erfahrenes Mitglied
30.01.2015
6.612
91
Also ich verstehe das so....

Der Händler kann bei seiner Bank festlegen, was er für Karten akzeptieren will.

Ausgehend von der normalen "EC Karte" reden wir von ELV, Girocard, Maestro oder VPay.

Wenn der Händler (bzw. die Bank des Händlers) nun aber sagt, "Ich akzeptiere nur die Girocard", kein ELV, kein Maestro oder VPay... Wird der Kunde automatisch dazu "gezwungen", mit Girocard zu zahlen, auch wenn seine Karte mehr Dienste beinhaltet.

Aber das war auch bereits vorher so.

Darüber hinaus (Was mit der Verordnung nichts zu tun haben dürfte), kann die Bank ohnehin entscheiden was für Karten sie ausgibt... Das ist weniger Diskrimierung sondern viel mehr ein Bonitätsmerkmal. - Viele Sparkasse geben bei schlechter Bonität z.B. nur Girocards ohne ELV Funktion aus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
0
Wien
Im Moment werden ja 2 Lösungen für die APP-Selection diskutiert (ELV lasse ich jetzt einfachheitshalber weg):

Lösung 1: Der Kunde steckt die Karte ein und muss dann auswählen, wie er bezahlen will.

Lösung 2: Der Kunde kann vor dem Stecken der Karte die Auswahl-Taste drücken. Wenn er das tut, erhält er nach dem Stecken der Karte die Auswahl der verfügbaren Systeme. Wenn er die Karte steckt, ohne vorher die Auswahl-Taste zu drücken, dann wird die Zahlung automatisch über die Voreinstellung des Händlers abgewickelt.

Die zweite Lösung wäre sowohl für den Händler als auch für den Kunden besser. Der Händler kann das für ihn günstigere Verfahren voreinstellen und der Kunde hat nicht nur die Wahl, was er wählen will, sondern auch die Wahl, ob er überhaupt wählen will.

Der Durchschnittskunde will wahrscheinlich gar nicht die App wählen, weil es ihm völlig egal ist, ob er über Girocard, Maestro oder VPay bezahlt. Und ein Kunde der doch wählen will, dem ist es ja ermöglicht, vor dem einstecken der Karte die Auswahl-Taste zu drücken.

Aber anscheinend ist Mastercard gegen diese Lösung.
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
1
Und ein Kunde der doch wählen will, dem ist es ja ermöglicht, vor dem einstecken der Karte die Auswahl-Taste zu drücken.
Natürlich lustig, wenn die Terminals zum Kassierer ausgerichtet sind.

Lösung 1 ist bei kontaktbehafteten Zahlungen wäre sicherlich die bessere Wahl, der eine Tastendruck vor der PIN-Eingabe wird nun nicht so viel Zeit kosten.
Zudem ist das ja schon in den Terminals eingebaut (Siehe Fidor Smartcard). Ich bezweifle mal, dass sich Lösung 2 bis Juni für alle Terminals programmieren und zertifizieren lässt.

Zumal Lösung 1 sicherlich das von der EU angedachte war, um den Wettbewerb zwischen den Schemes zu steigern. Mit Lösung 2 ändert sich für die meisten Verbraucher ja wenig.
 

gowest

Erfahrenes Mitglied
15.02.2012
12.405
1
Ich frage mich ohnehin wie etwas, was noch nicht mal "entschieden" ist auf so gut wie allen Terminals in DE in 1,5 Monaten programmiert werden soll?
 
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Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
0
Wien
Natürlich lustig, wenn die Terminals zum Kassierer ausgerichtet sind.

Lösung 1 ist bei kontaktbehafteten Zahlungen wäre sicherlich die bessere Wahl, der eine Tastendruck vor der PIN-Eingabe wird nun nicht so viel Zeit kosten.
Zudem ist das ja schon in den Terminals eingebaut (Siehe Fidor Smartcard). Ich bezweifle mal, dass sich Lösung 2 bis Juni für alle Terminals programmieren und zertifizieren lässt.

Zumal Lösung 1 sicherlich das von der EU angedachte war, um den Wettbewerb zwischen den Schemes zu steigern. Mit Lösung 2 ändert sich für die meisten Verbraucher ja wenig.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die zweite Lösung viel besser finde. Der eine Tastendruck kostet zwar nicht viel Zeit, aber wenn bei jedem Kunden 2 Sekunden verloren gehen, dann kommt schon etwas zusammen. Und was wesentlich mehr Zeit kostet, ist, wenn der Kunde nicht weiß, was er auswählen soll, und die Kassenkraft ihm das erst erklären muss, obwohl sie selbst auch nicht viel mehr Ahnung hat.

Die Lösung mit der Auswahl-Taste, die man vor dem Stecken der Karte drücken kann, ist viel besser, weil:

1. Der Kunde, der einfach nur bezahlen will, seine Karte reinsteckt und wie immer bezahlt, ohne dass ihm eine Wahl aufgezwungen wird,

2. der Kunde, der sich über die App-Selection informiert hat, selbst entscheiden kann, indem er vorher drückt,

3. der Händler das günstigere System automatisch wählen kann, sofern es dem Kartenzahler egal ist.

Ich glaube auch, dass diese Lösung viel mehr im Sinne der Regulierung ist. Denn man möchte ja Kartenzahlungen stärken und nicht noch verkomplizieren. Und ein Kunde, der keine Ahnung von der App-Selection hat, soll nicht noch unnötig verwirrt werden.

Vor allem führt es ganz sicher nicht zu einem besseren Wettbewerb, wenn die Enscheidung von jemandem getroffen werden muss, für den es auch völlig egal ist, wie abgerechnet wird. Davon hat weder der Kunde, noch der Wettbewerb etwas.
 

gowest

Erfahrenes Mitglied
15.02.2012
12.405
1
Es wird nur so sein, dass man wieder nicht mit den Kassierer/innen diskutieren kann und die selbst einstecken wollen. ;)
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
8.326
780
Ich frage mich ohnehin wie etwas, was noch nicht mal "entschieden" ist auf so gut wie allen Terminals in DE in 1,5 Monaten programmiert werden soll?

Die Terminals bekommen regelmässig über Nacht ein Software Update - das dürfte also das kleinste Problem sein.
 

gowest

Erfahrenes Mitglied
15.02.2012
12.405
1
Na dann. Es gibt aber noch viele Terminals, die das gar nicht koennen oder ?
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
1
Und was wesentlich mehr Zeit kostet, ist, wenn der Kunde nicht weiß, was er auswählen soll, und die Kassenkraft ihm das erst erklären muss, obwohl sie selbst auch nicht viel mehr Ahnung hat.
Klar, aber nach ein- oder zweimal weiß der Kunde das auch. Zudem werden die Schemes die App Selection ja nicht ganz dem Kunde überlassen, sondern sicherlich das noch durch Werbung bekannt machen. Kann mir nicht vorstellen, dass MasterCard hier auf Lösung 2 pocht und einfach nur auf die paar Maestro-Drücker hofft.
Es wird nur so sein, dass man wieder nicht mit den Kassierer/innen diskutieren kann und die selbst einstecken wollen. ;)
Genau dies wird das Problem mit Lösung 2 sein.

Die Terminals bekommen regelmässig über Nacht ein Software Update - das dürfte also das kleinste Problem sein.
Klar, aber die Konfiguration muss von MasterCard/Visa zertifiziert sein. Einfach so auf dem Terminal was ändern geht sicherlich nicht.

Na dann. Es gibt aber noch viele Terminals, die das gar nicht koennen oder ?
Selbst die grottigen Artema Hybrid sollten Lösung 1 unterstützen, Lösung 2 natürlich noch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

gowest

Erfahrenes Mitglied
15.02.2012
12.405
1
Wann wird das denn jetzt entschieden? Dann duerfte es ja bald keine Artemas mehr geben?! Gibt ja noch etliche!
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
8.326
780
Klar, aber die Konfiguration muss von MasterCard/Visa zertifiziert sein. Einfach so auf dem Terminal was ändern geht sicherlich nicht.

Und wo soll da das Problem sein? Mastercard/Visa müssen die Vorgaben umsetzen also werden sie entsprechende Software zertifzieren (im Zweifelsfall haben sie die Software sogar schon in der Schublade).
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
1
Und wo soll da das Problem sein? Mastercard/Visa müssen die Vorgaben umsetzen also werden sie entsprechende Software zertifzieren (im Zweifelsfall haben sie die Software sogar schon in der Schublade).
MasterCard will ja gerade hier die Vorgaben setzen und nur Lösung 1 akzeptieren, so wie man hört.
Eine Firmware mit Lösung 2 wäre nicht konform zu den MasterCard-Terminalregeln und würde nicht zugelassen werden.

Die MasterCard-konformen Terminals unterstützen ja jetzt auch schon Lösung 1, also besteht für MasterCard keinen Druck zur Umsetzung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Amino

Erfahrenes Mitglied
03.04.2016
3.724
0
Wien
Es wird nur so sein, dass man wieder nicht mit den Kassierer/innen diskutieren kann und die selbst einstecken wollen. ;)
Ist es in Deutschland wirklich so schlimm? Hier in Wien durfte ich meine Karte im Laden bis jetzt immer selbst einstecken. Bei Spar/Eurospar/Interspar sind die Terminals sogar teilweise außer Reichweite des Kassierers, da müsste die Kassenkraft sogar aufstehen, wenn der Kunde es nicht selbstständig schafft.
 

gowest

Erfahrenes Mitglied
15.02.2012
12.405
1
Ist es in Deutschland wirklich so schlimm? Hier in Wien durfte ich meine Karte im Laden bis jetzt immer selbst einstecken. Bei Spar/Eurospar/Interspar sind die Terminals sogar teilweise außer Reichweite des Kassierers, da müsste die Kassenkraft sogar aufstehen, wenn der Kunde es nicht selbstständig schafft.

Teilweise schon. Eig nur dort wo es ELV auch gibt. Gibt eben einife Filialen da tuen die Kassierer so als waere das Terminal ihr Eigentum. Die regen sich richtig auf wenn man daa Terminal zu sich dreht.
 

DerSimon

Erfahrenes Mitglied
01.03.2015
7.354
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Und welche Loesung liegt dann im Interesse von MC?
Lösung 1

Ist es in Deutschland wirklich so schlimm?
Ja.

Bei REWE darf ich andauernd das Terminal von der Kassiererin über ihre Tastatur zur mir drehen.

Mit kontaktlos hat sich das etwas geändert bei einigen großen Händlern. Aber bei ELV ist es halt einfacher für die Kassiererin, wenn sie die Karte direkt entgegennimmt und auch aus dem Terminal entnimmt.
 
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