Ersttäter Costa Rica 2022

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flyglobal

Erfahrenes Mitglied
25.12.2009
5.429
265
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Also zu Costa Rica kann ich nichts beisteuern, da machen ja die Forumskollegen einen guten Job.

Die Reiseroute mit Transfers: Wie kann man sich das vorstellen? Ist man da jeweils Bausteinmäßig an jeweils eine andere Pauschalreisegruppe angehängt, oder sind es eher die richtigen Infos über Verbindungen vielleicht mit Ticket Buchungen.

Zum Selbstfahren- das wäre unter ganz normalen Umständen wohl das Attraktivste, allerdings würde ich mir da Sorgen um deine echte Fahrpraxis machen. Du hast wohl den Führerschein („per verelterter Mufti“) ohne gute eigene Fahrerfahrung. Gefühlt Risky, aber vielleicht können die Costa Rica Experten da mal was zu sagen wie sie das Selbstfahren dort erlebt haben und wie es aus Sicht einer „Berliner“ Stadtbewohnerin die sonst mit OFFIs unterwegs ist dort erlebt würde.
 

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Erfahrenes Mitglied
Also zu Costa Rica kann ich nichts beisteuern, da machen ja die Forumskollegen einen guten Job.

Die Reiseroute mit Transfers: Wie kann man sich das vorstellen? Ist man da jeweils Bausteinmäßig an jeweils eine andere Pauschalreisegruppe angehängt, oder sind es eher die richtigen Infos über Verbindungen vielleicht mit Ticket Buchungen.

Zum Selbstfahren- das wäre unter ganz normalen Umständen wohl das Attraktivste, allerdings würde ich mir da Sorgen um deine echte Fahrpraxis machen. Du hast wohl den Führerschein („per verelterter Mufti“) ohne gute eigene Fahrerfahrung. Gefühlt Risky, aber vielleicht können die Costa Rica Experten da mal was zu sagen wie sie das Selbstfahren dort erlebt haben und wie es aus Sicht einer „Berliner“ Stadtbewohnerin die sonst mit OFFIs unterwegs ist dort erlebt würde.

Ich versuche es mal, aber Experte bin ich lange nicht.

Der Verkehr ist nicht sehr ausgeprägt. Die erlaubten Geschwindigkeiten sind 25, 40, 60, 80 und in Ausnahmefällen 100 . An die Höchstgeschwindigkeiten sollte sich jeder halten. Die Straßen sind einer Landstraße wie hier in D ähnlich breit. Es gibt überall "Entschleuniger", also eingebaute Wölbungen in der Straße. Wer sie übersieht und einen normalen PKW hat, braucht einen neuen Unterboden. Bei diesen Dingern ist Schrittgeschwindigkeit angesagt. Ganz miese Straßen habe ich keine erlebt, außer in einigen Ortschaften. Ein hochbeiniges Fahrzeug sollte es jedenfalls sein. Als durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sind 40km in der Stunde zu nehmen, mehr ist nicht machbar. Auf manchen Strecken begegnen einem nur 5 Fahrzeuge in der Stunde. In San Jose ist der Verkehr höher, aber nicht mit Berlin oder München zu vergleichen.

Brücken sind in Teilen nur einspurig befahrbar.

Wer mit Rucksack im Bus unterwegs ist, findet garantiert schnell Leute zum Austausch. Viel kann ich für Costa Rica dazu nicht sagen, außer es es ein Busnetz gibt und die Preise nicht hoch sind. Also ist Planung angesagt.

Die Orientierung geht am besten über googleemaps oder die waze app. Ein extra Navi im Auto ist nicht nötig. SIM Karrten gibt es für wenig Geld (1 Monat für unter 10€) am Flughafen (beim warten aufs Gepäck).

Es gibt in D Reisebüros, da kann man Pakete buchen. Soll aber teuer sein. Also Tour planen und von Ort zu Ort mit Ausflügen fahren lassen.
 

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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
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727
Um auf einen vorherigen Beitrag einzugehen, möchte ich hier noch einwenden, dass Kolumbien und Costa Rica sich gar nicht ähneln, lediglich in der Sprache. Nach Costa Rica geht man wegen der einfach zugänglichen Natur, alles ist relativ nahe zusammen, wegen der guten Sicherheit, naturbelassenden Strände, aber nicht wegen dessen Ortschaften, da gibt es wesentlich hübschere Strandorte in der Welt. Wer auf Architektur und sehenswerte Ortschaften steht, wird so gut wie nichts finden. Das Land ist auf Touristen gut vorbereitet. Mit Englisch kommt man durch. In Costa Rica ist meiner - ich war nicht allzu lange dort - Erfahrung nach abends auch immer irgendeine Beiz offen mit Leuten drin.

Kolumbien ist ein ganz anderes Land. Wer hier auf kleinem Raum Tiere und Vulkane sehen will, der findet es nicht. Kolumbien hat alles, Kolonialstädte, Berge, Strände, fantastische Landschaften, aber man muss sich entscheiden, die Distanzen sind riesig auf den komfortschätzende Touristen ist man nur in den Touristen-Hotspot eingerichtet. In Kolumbien kann es Abends unter der Woche auch in den Städten sehr leer und einsam sein, man geht hier nicht jeden Abend in eine Beiz oder Bar. Aus meiner Sicht offenbart sich Kolumbiens Schönheit gerade abseits der einfach erreichbaren Touristen-Hotspots, dazu wird es aber ein Minimum an spanisch brauchen.

In beiden Ländern sind die Menschen sehr nett, Kolumbien ist da kaum zu überbieten, Costa Rica ist meiner Ansicht nach eher auf Amerikaner ausgerichtet.
 
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mikeloggo

Reguläres Mitglied
07.02.2018
80
0
Ich muss kurzerhand nach Costa Rica reisen. Ich hoffe es gibt für Mittelamerika keinen Coronainfo Sammelthread, habe zumindest nichts gefunden.

Das Auswärtige Amt ist ja immer ganz gut informiert, allerdings weiß ich nicht, ob ich eine zusätzliche Reiseversicherung benötige. Ich bin vollständig geimpft und fliege über Madrid. Die Health Dec. für Spanien und Costa Rica ist mir klar und wird ausgefüllt.

Daher die Frage: War jemand vor kurzem in Costa Rica und ist alles glatt gelaufen?
 

pacey82

Aktives Mitglied
13.11.2013
208
0
Ich plane Ende März nach CR mit Meilen zu fliegen. Rüber mit KLM geht klar, aber finde keinen Return in Business. Bei Avios leider auch nichts. Welche Strecken bieten sich denn noch an? Es geht nach MUC.
 

juliuscaesar

Erfahrenes Mitglied
12.06.2014
5.657
2.157
FRA
Ich plane Ende März nach CR mit Meilen zu fliegen. Rüber mit KLM geht klar, aber finde keinen Return in Business. Bei Avios leider auch nichts. Welche Strecken bieten sich denn noch an? Es geht nach MUC.
MAD ist immer eine gute Wahl, wenn es von/nach Mittelamerika geht.
 

derfredo1

Reguläres Mitglied
02.05.2017
33
1
VIE
Ich muss kurzerhand nach Costa Rica reisen. Ich hoffe es gibt für Mittelamerika keinen Coronainfo Sammelthread, habe zumindest nichts gefunden.

Das Auswärtige Amt ist ja immer ganz gut informiert, allerdings weiß ich nicht, ob ich eine zusätzliche Reiseversicherung benötige. Ich bin vollständig geimpft und fliege über Madrid. Die Health Dec. für Spanien und Costa Rica ist mir klar und wird ausgefüllt.

Daher die Frage: War jemand vor kurzem in Costa Rica und ist alles glatt gelaufen?
war bis vorgestern 2 Wochen in CR.
Bezgl. Corona wirklich alles sehr einfach.

Impfung beim Abflug herzeigen und dann noch einmal bei Einreise in CR und gut ist.
Risiko einer Infektion dort würde ich eher gering einstufen, da das meiste Outdoor stattfindet (essen im Freien ist ja bei den Temperaturen leicht möglich) und das Maskentragen dort wirklich vorbildlich ist (sogar Strandverkäufer und Bauarbeiter laufen dort mit ordentlich getragener Maske - ohne freie Nase - herum, und das bei den Temperaturen). Als halbwegs umsichtiger Mensch sollte man somit gesund wieder zurück kommen können.

Tipp noch für die Threadstarter:
noch einen Stop an der Karibikküste im Süden einbauen.
Ich war in Puerto Viejo de Talamanca und es war einfach nur traumhaft. Caribbean Lifestyle vom Feinsten. Alles sehr sehr entspannt und großartige Wellen.

Mein Routing war San Jose - La Fortuna - Monteverde - Manuel Antonio (mE ein bisserl überlaufen, der Nationalpark ist klein und zu touristisch, alle anderen sind weitaus besser) - und von dort dann noch Küstenwechsel nach Puerto Viejo.

Wollte retour von von Limon nach San Jose mitm Flieger (Airport Limon spektakulär direkt am Strand gelegen); gab leider keine Tickets mehr....

Fazit: Traumland, gern jederzeit wieder.

aja: und Vorsicht vor dem Meer: die Rip-Tides sind wirklich nicht zu unterschätzen. Bis zur Hüfte reingehen ist ok, weiter rein hat einen schnell mal die Strömung und man hat keine Chance. Die Lifeguards sind aber auch wirklich auf Zack und haben immer alle Leute rausgefischt zu weit draußen waren...
 

pacey82

Aktives Mitglied
13.11.2013
208
0
Danke für die aktuellen News.

Wie war es denn mit Mietwagen? Finde nur hochpreisige Angebote mit 100 €/Tag. Ist das normal?
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
Danke für die aktuellen News.

Wie war es denn mit Mietwagen? Finde nur hochpreisige Angebote mit 100 €/Tag. Ist das normal?
Für einen SUV bzw 4x4 musst du zwischen 80 und 140 € pro Tag rechnen.
Ob das hochpreisig ist, kann ich dir nicht sagen. Im Vergeich zu Spanien ja und zu anderen Ländern weniger.
Wir zahlten um die 70€ für einen Suzuki Jimny (#27), soweit ichh ich erinnere. Die Reisezeit spielt auch eine Rolle..
 

derfredo1

Reguläres Mitglied
02.05.2017
33
1
VIE
Danke für die aktuellen News.

Wie war es denn mit Mietwagen? Finde nur hochpreisige Angebote mit 100 €/Tag. Ist das normal?
am besten den Mietwagen recht weit im Voraus buchen.
Die Preise steigen dann ziemlich extrem und kurzfristig ist gar nichts verfügbar. Wollte meinen Wagen spontan noch um 4 Tage verlängern... keine Chance. Auch bei anderen Anbietern dann nichts zu bekommen. Ohne Vorbuchung gibts in halb Costa Rica keinen einzigen Wagen...
Mit Buchung ca. 3 Wochen im Voraus hats für 9 Tage ca. 450 Euro gekostet...

und 4x4 wird zwar oft empfohlen, hatte ich aber nicht, braucht man mE wirklich nur wenn man ins echte Gelände will oder grad Regenzeit ist. Die Schotterstraßen gehen mit nem 2x auch, problematisch sind eher die vielen Schlaglöcher, aber die frisst man auch mit nem Allrad wenn man nicht aufpasst...
 

Langstreckenpendler

Reguläres Mitglied
28.12.2021
47
57
Bzgl. Natur in Costa Rica…
Osa Pensinsula (ganz im Süden, einer der Orte mit der größten Artenvielfalt/3% der Arten der Welt findet man endemisch nur dort) nicht auslassen, am Rand des riesigen Regenwaldgebietes gibt es Lodges.
Ich war mal für ein paar Tage in der Lapa Rios Lodge (www.laparios.com) als 5-Tage-Verlängerung einer Pazifikküsten-Selbstfahrerrundreise - für mich das Highlight. Inkl. Regenwaldwanderung mit Guide, Bäume pflanzen, Nachtwanderung und auch mal ein Tag mit einem gemieteten Boot auf dem Golfo Dulce mit Delfinen, diversen Seevögeln und springenden Walen.
Preistip wenn man nicht allein Strand- und Sonnenhungrig ist: Regenzeit (bis Ende Oktober) nehmen. Teilweise prä-Covid einziger Gast im Touristenort, auch in der Lapa Rios waren von 16 Bungalows (je 4 Betten) nur maximal 6 belegt. Die Preise unterscheiden sich erheblich.

Erreichbar ist Lapa Rios entweder mit einem echten Offroad-Fahrzeug (ich hatte einen Nissan Montero (= Pajero - aber das sagt man dort nicht)) oder man fliegt von San Jose mit einer kleinen Maschine vom Inlandsflughafen in San Jose nach Puerto Jimenez und wird dort eingesammelt. Die Eigenanreise schien mir aber eher ungewöhnlich zu sein - man lebt auch dort eher von sonnenhungrigen Kanadiern und Amerikanern.
Das Offroad-Fahrzeug ist dort tatsächlich wichtig, weil man durch größere Bäche fahren muss, die z.T. lediglich eine schmale Fussgängerbrücke haben.
Lediglich, nachdem ich von dort kommend wieder auf einem relativ einsamen Stück Panamericana quasi aus RIchtung Panama Richtung San Jose zurückfuhr, wurde ich an einer Straßensperre der doch erstaunlich gut bewaffneten Nationalpolizei gestoppt (Muster: Gringo allein aus RIchtung Panama in großem Auto). Auf Englisch: Just a simple question: Do you have drugs or guns… Nichtmal den Pass wollte man sehen, schaute rundum ins Auto und ließ mich dann weiter fahren.
 

pacey82

Aktives Mitglied
13.11.2013
208
0
1.200 € / Nacht?? Das kann keine Lodge wert sein.

Habe Drake auch eingeplant und würde es Limon und der Pazifikküste vorziehen. Aber irgendwie gibt es Ende März nur „gute Hotels“ mit über 500 € / Nacht. Was ist da los? Macht das Sinn, oder eben doch die klassische Route oben im Norden? Habe in Drake bereits drei Nächte in einen B&B, würde aber schon gerne auch in einem etwas besserem relaxen, also mit Pool usw.
 

Langstreckenpendler

Reguläres Mitglied
28.12.2021
47
57
1.200 € / Nacht?? Das kann keine Lodge wert sein.

Habe Drake auch eingeplant und würde es Limon und der Pazifikküste vorziehen. Aber irgendwie gibt es Ende März nur „gute Hotels“ mit über 500 € / Nacht. Was ist da los? Macht das Sinn, oder eben doch die klassische Route oben im Norden? Habe in Drake bereits drei Nächte in einen B&B, würde aber schon gerne auch in einem etwas besserem relaxen, also mit Pool usw.
Costa Rica ist sicherlich teurer als Namibia. Und sowas ist noch ein paar Nummern über der ansatzweise vergleichbaren Fish River Lodge in Namibia.

Seh diese Lodge nicht als simple Übernachtungsmöglichkeit (dafür allein lohnt es sich nämlich nicht) sondern als Basis, etwas über Natur und Umwelt an einem besonderen Ort ohne externe Infrastruktur zu erfahren. Sowas wie eine luxuriös ausgestattete Expedition. Deshalb auch nicht einfach für eine Nacht hinfahren sondern 4-5 Nächte. Die (inkludierten) AKtivitäten sind das Spannende.

Die Lodge war 2016 in den Top 20 der Eco-Lodges weltweit ziemlich vorne mit dabei und spielt in einer Liga wie auch Tierra Patagonia etc. (preislich liegt das ähnlich). Trockenzeit lag der Bungalow bei 700 Euro/Nacht, am Ende der Regenzeit im Angebot bei der Hälfte. Deswegen auch mein Hinweis.

Hab jetzt keine 1200 Euro gesehen, die Lodge selbst verlangt derzeit 1038 USD/943 Euro für einen 79 m2 Bungalow Normalpreis (gibt auch noch 2 höhere Kategorien). Da gibt es ein gemauertes Bad mit Dusche (da wandert neben Dir morgens eine Affenherde auf der anderen Seite der vollverglasten Wand den Hang hinab), einen Wohnbereich, 2 x 2 Betten mit Gaze-Wänden (das ermöglicht eine besondere Interaktion mit der Umwelt), auch eine große private Terrasse mit Hängematte und Außendusche - aber keinen privaten Pool (es gibt aber einen für Gäste der Lodge). Aktivitäten und 3 Mahlzeiten gibt es in hoher Qualität, man sollte aber auch bereit sein, hei strömendem Regen durch den Regenwald zu laufen.
Bin aber eher Aktivurlauber mit Faible für remote areas (vor allem Wüsten aller Art.

Ansonsten ist in Costa-Rica wohl Post-Covid-Goldgräberstimmung und Trockenzeit. USA und Canada haben Nachholbedarf.

ich hab noch ein paar Bilder angehängt:
- Zufahrt
- Blick von Hauptterrasse
- Wo die Sonne scheint ist schon Panama
 

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ArnoldB

Erfahrenes Mitglied
17.09.2016
1.936
444
VIE
Preistip wenn man nicht allein Strand- und Sonnenhungrig ist: Regenzeit (bis Ende Oktober) nehmen. Teilweise prä-Covid einziger Gast im Touristenort, auch in der Lapa Rios waren von 16 Bungalows (je 4 Betten) nur maximal 6 belegt. Die Preise unterscheiden sich erheblich.
Ich bin persönlich Regenzeiten in trop. Ländern auch nicht abgeneigt, aber Oktober kann ich in diesem Fall keineswegs empfehlen. Denn Oktober ist der einzige Monat in dem der Corcovado Nationalpark geschlossen ist. Wenn man schon den Aufwand betreibt auf die Osa Halbinsel zu gelangen, würde ich unbedingt auch eine Tour in den Nationalpark machen - mit Übernachtung(en) in der Ranger Station, wenn man einem leichten Abenteuer nicht abgeneigt ist.

Lapa Rios ist sicher wunderbar, war uns damals aber doch zu teuer. Wir waren dann stattdessen in der Luna Lodge, nur 10-15 Minuten vom Nationalparkeingang (La Leona) entfernt und ein verstecktes Paradies für immer noch viel, aber im Vergleich zu Lapa Rios doch deutlich weniger Geld (Vollpension und Jungletouren zu normalen Preisen). Und auch super naturnahe. Die amerikanische Eigentümerin hat sich dort ihren Lebenstraum verwirklicht.

Unsere Reise war damals: Cahuita/Puerto Viejo - Tortuguero - Arenal - Monteverde - Manuel Antonio - Corcovado

Die Karibikseite fühlte sich schon deutlich anders, vielleicht "europäischer" als die Pazifikseite an und würde ich daher nicht auslassen wollen. Tortuguero war für uns DIE positive Überraschung schlechthin und kann ich absolut uneingeschränkt empfehlen. Von der abenteuerlichen Bootanreise durch amazonasartige Kanäle mit Kaimanen am Ufer, über das kleine "Piratendörfchen" Tortuguero selbst, über atemberaubende Kanufahrten durch die Junglekanäle oder die eigenständige Tortuguero Hill Junglewanderung rauf zum höchsten Punkt der Karibikküste.

Arenal war dann auch cool, besonders wenn man noch nie oder schon lange keinen Vulkan mehr gesehen hat. Auch interessante Wanderungen auf den ehemaligen Lavafeldern, dem hellblauen Rio Tenorio usw. Aber schon alles deutlich kommerzieller/amerikanisierter/touristischer.

Monteverde hat uns dann am wenigsten beeindruckt, was aber auch am durchwegs richtig schlechten (da megastürmischen) Wetter lag. Der Naturpark hat uns dann auch nicht so vom Hocker gehauen, der Cloud Forest war jetzt auch nicht viel anders als die Regenwälder, nur etwas kälter. Dafür sieht man hier diverse berühmte Vögel, was schon cool war, normalerweise aber nicht extra unser Ding. Der Bosque de los Ninos war eine interessante Alternative, ist aber eher ein junger Wald und so viele Tiere haben wir dort nicht gesehen.

Manuel Antonio war mit Abstand am touristischten, hat uns dank unserem tollen Hotel (GAIA) mit eigenem abenteuerlichem Privatjungle und Totenkopfäffchen, Scarlet Macaws, Faultieren & co trotzdem sehr gut gefallen. Obwohl es hier am touristischten war, haben wir hier fast die meisten Tiere gesehen. Der NP selbst ist ok, mehr als einmal muss man aber nicht hin. Würde die weniger begangenen Trails an den Rändern empfehlen wo weniger los ist.

Corcovado siehe oben. Nach der Luna Lodge haben wir eine Tour in den Corcovado NP gemacht mit 1 Übernachtung dort. Der La Leona Trail führt ca 50% durch Sekundärwald, 10% durch Primärwald gegen Ende und 40% über Strand und war jetzt nicht sooo spektakulär und gerade die Strandabschnitte in der Sonne doch sehr mühsam. Man schläft dann in der Ranger Station in Stockbetten, ist alles sehr gemeinschaftlich dort, aber ich fand es richtig cool und es war jetzt auch nichts wirklich störend für mich. Um 4:45 geht es dann los zur ersten morgendlichen Sonnenaufgangtour (Nachttouren gibt es laut Guide nicht mehr, nachdem mal eine Touristen von einer Schlange gebissen wurde, der örtliche Bushpilot bei lebensgefährlichem Risiko in der Dunkelheit am Landing strip gelandet ist und sich seither weigert nochmal zu fliegen und sich sonst auch niemand traut), Frühstück, nächste Tour und zu Mittag mit dem Boot zurück. Das war dann schon recht hardcore, der Guide hat uns neue Wege abseits der Trails freigehackt und wir sind da wirklich durchs Dickicht, teilweise versinkt man knöcheltief im Schlamm wenn man nicht aufpasst.

Am Rückweg in Richtung SJO hatten wir dann noch einen Zwischenstopp nahe Ojochal. Auch wunderschöne Natur, wenngleich auch teuer da wiederum viele Amerikaner.

Würde ich ein zweites Mal nach Costa Rica fliegen, dann würde ich im März/April nochmal nach Corcovado und den Primärwaldtrail (Los Patos) gehen, der laut Guide nur in diesen beiden Monaten halbwegs schön begehbar ist. Ich würde mir auch noch einen anderen NP anschauen wollen, z.B. Braulio Carrillo. Und eventuell nochmal 3 Tage an die Karibik (Cahuita, der NP ist übrigens auch wunderbar; würde aber nicht den von Touristen überrannten Haupteingang in Cahuita nehmen, sondern den anderen; dort gibt es wahnsinnig schönen Primärwald; Tortuguero war eher ein einmaliges Erlebnis) oder die Guanacaste Halbinsel anschauen, wenngleich mich das trockenere eher wenig interessiert.
 
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comby

Erfahrenes Mitglied
19.04.2012
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Hallo zusammen,

wir überlegen im September/Oktober nach Costa Rica zu fliegen, allerdings wird vor Regenzeit "gewarnt". Das ist ein Grund, weshalb wir wohl auch Thailand nicht in erwägung ziehen.. bedeutet Regenzeit in Costa Rica dann tatsächlich auch potentiell dauerhafter Regen?
 

juliuscaesar

Erfahrenes Mitglied
12.06.2014
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Hallo zusammen,

wir überlegen im September/Oktober nach Costa Rica zu fliegen, allerdings wird vor Regenzeit "gewarnt". Das ist ein Grund, weshalb wir wohl auch Thailand nicht in erwägung ziehen.. bedeutet Regenzeit in Costa Rica dann tatsächlich auch potentiell dauerhafter Regen?
Also Thailand kann man, je nach Region, durchaus ganzjährig besuchen..
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
Hallo zusammen,

wir überlegen im September/Oktober nach Costa Rica zu fliegen, allerdings wird vor Regenzeit "gewarnt". Das ist ein Grund, weshalb wir wohl auch Thailand nicht in erwägung ziehen.. bedeutet Regenzeit in Costa Rica dann tatsächlich auch potentiell dauerhafter Regen?
Ganz ehrlich: Lieber Thailand mit seiner "Regenzeit" als Costa Rica im Daueregen.
Thailand ist im September recht gut zu bereisen, wenn mann ein paar Regeln einhält.
Eine davon lautet : Ostküste trocken, Westküste nass und Wellengang mit aufgewühltem Meer.

Wer mehr eine Kulturreise macht, kann zu jeder Jahreszeit überall hin. Außerdem kann man in Thailand dem Regen-Wetter gut ausweichen. Das geht in CR weniger.

In diesem Jahr schein das Wetter fürThailand etwas aus der Reihe zu tanzen (El Niho-Auswirkungen??).
 
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comby

Erfahrenes Mitglied
19.04.2012
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Ganz ehrlich: Lieber Thailand mit seiner "Regenzeit" als Costa Rica im Daueregen.
Thailand ist im September recht gut zu bereisen, wenn mann ein paar Regeln einhält.
Eine davon lautet : Ostküste trocken, Westküste nass und Wellengang mit aufgewühltem Meer.

Wer mehr eine Kulturreise macht, kann zu jeder Jahreszeit überall hin. Außerdem kann man in Thailand dem Regen-Wetter gut ausweichen. Das geht in CR weniger.

In diesem Jahr schein das Wetter fürThailand etwas aus der Reihe zu tanzen (El Niho-Auswirkungen??).
Danke Dir.

Ja Thailand ist Resort-Technisch vermutlich im Regen etwas besser auszuhalten. Ist CostaRica Ende September dann tatsächlich erfahrungsgemäß Dauerregen?
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
Danke Dir.

Ja Thailand ist Resort-Technisch vermutlich im Regen etwas besser auszuhalten. Ist CostaRica Ende September dann tatsächlich erfahrungsgemäß Dauerregen?
Wie schon im Beitrag #27 geschrieben, bin ich kein CostaRica-Experte.
Etwas aus den Fingern saugen, das mache ich nicht.
Irgendwer wird deine Frage sicher besser beantworten können.

Mit "dem Regen-Wetter ausweichen" in Thailand meinte ich tatsächlich so.
Bist du auf Phuket und es regnet, dnn kannst du am nächsten Tag auf Samui (im Trockenen) mit seinem Mikroklima sein. Du musst nur flaxibel sein.
 
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Langstreckenpendler

Reguläres Mitglied
28.12.2021
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Danke Dir.

Ja Thailand ist Resort-Technisch vermutlich im Regen etwas besser auszuhalten. Ist CostaRica Ende September dann tatsächlich erfahrungsgemäß Dauerregen?
Ich kann - wie weiter oben geschrieben - nur rein empirisch über die 2te Oktoberhälfte sprechen. Ja, es gab in 14 Tagen 1 komplett verregneten Tag (und da hatte ich mir ausgerechnet ausgesucht, bei 14 Grad Lufttemperatur durch den Regenwald wandern) und es gab viel Nebel in höheren Lagen (Vulkane gucken und wirklich sehen fiel aus). Zudem bin ich auf dem Weg nach Tamarindo durch riesige Wasserpfützen gefahren, was jedesmal einen Schwall Wasser auf die Windschutzscheibe eines Nissan Montera (also nicht gerade flach) gab.

Und ich bin ansonsten auch egal ob Regen- oder Trockenzeit in Südostasien. Ja, es gibt auch dort während der Regenzeit manchmal Tage mit 1 h Regendusche, es gibt seltener Tage mit 4 h Regen. Aber Tage mit Dauerregen hatte ich in Regenzeiten kaum mal erlebt. Es ist dann aber vor allem die Intensität, die den normalen Mitteleuropäer manchmal überrascht.
 

comby

Erfahrenes Mitglied
19.04.2012
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Ich kann - wie weiter oben geschrieben - nur rein empirisch über die 2te Oktoberhälfte sprechen. Ja, es gab in 14 Tagen 1 komplett verregneten Tag (und da hatte ich mir ausgerechnet ausgesucht, bei 14 Grad Lufttemperatur durch den Regenwald wandern) und es gab viel Nebel in höheren Lagen (Vulkane gucken und wirklich sehen fiel aus). Zudem bin ich auf dem Weg nach Tamarindo durch riesige Wasserpfützen gefahren, was jedesmal einen Schwall Wasser auf die Windschutzscheibe eines Nissan Montera (also nicht gerade flach) gab.

Und ich bin ansonsten auch egal ob Regen- oder Trockenzeit in Südostasien. Ja, es gibt auch dort während der Regenzeit manchmal Tage mit 1 h Regendusche, es gibt seltener Tage mit 4 h Regen. Aber Tage mit Dauerregen hatte ich in Regenzeiten kaum mal erlebt. Es ist dann aber vor allem die Intensität, die den normalen Mitteleuropäer manchmal überrascht.
Hmm - schwierig.

Wir haben leider nur 8-9 Nächte insgesamt, die Anreise sollte also nicht zu kompliziert sein. Mietwagen-Tour durch Costa-Rica ist auf jeden Fall mal aufgenommen, wobei das Risiko von viel Regen = unbefahrbare Straßen schon relativ groß ist.. da ist Thailand vermutlich etwas "einfacher" zu organisieren/auszuweichen/auszuhalten.

Gibt es noch interessante Alternativen für Ende September/Anfang Oktober? Laos, Karibik (Guadeloupe, ..) ist ja alles ähnlich zwecks Wetter... ?
 

juliuscaesar

Erfahrenes Mitglied
12.06.2014
5.657
2.157
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Hmm - schwierig.

Wir haben leider nur 8-9 Nächte insgesamt, die Anreise sollte also nicht zu kompliziert sein. Mietwagen-Tour durch Costa-Rica ist auf jeden Fall mal aufgenommen, wobei das Risiko von viel Regen = unbefahrbare Straßen schon relativ groß ist.. da ist Thailand vermutlich etwas "einfacher" zu organisieren/auszuweichen/auszuhalten.

Gibt es noch interessante Alternativen für Ende September/Anfang Oktober? Laos, Karibik (Guadeloupe, ..) ist ja alles ähnlich zwecks Wetter... ?
Albanien? Montenegro?

Kurze Anreise, sehr schöne Strände und sehr gut mit dem Auto befahrbar.
 

comby

Erfahrenes Mitglied
19.04.2012
651
74
Albanien? Montenegro?

Kurze Anreise, sehr schöne Strände und sehr gut mit dem Auto befahrbar.
Danke, aber passt nicht so richtig ins Schema (fliegen mit Freunden), wir sind schon etwas auf Langstrecke aus.

Japan/SüdKorea (Seoul) wäre aktuell noch eine Idee, wobei ich nicht weiß ob man 8 Nächte in Südkorea gut verteilen kann.

Costa Rica Experten können sich gerne noch einmal melden, wir haben nur 8 Nächte und möchten ungerne irgendwo stranden sofern es Regen gibt (Ende September/Anfang Oktober). Panama wäre noch eine Option?
 

exitmusic

Neues Mitglied
03.04.2022
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Danke, aber passt nicht so richtig ins Schema (fliegen mit Freunden), wir sind schon etwas auf Langstrecke aus.

Japan/SüdKorea (Seoul) wäre aktuell noch eine Idee, wobei ich nicht weiß ob man 8 Nächte in Südkorea gut verteilen kann.

Costa Rica Experten können sich gerne noch einmal melden, wir haben nur 8 Nächte und möchten ungerne irgendwo stranden sofern es Regen gibt (Ende September/Anfang Oktober). Panama wäre noch eine Option?
Hallo,
wir waren auch mal für 2 Wochen im Oktober in Costa Rica unterwegs und man sollte sich zu dieser Jahreszeit sehr gut überlegen, welche Region man bereist. Die Pazifikküste ist im Oktober sehr regenreich, die Karibikseite allerdings im Jahresvergleich am trockensten und daher im Oktober perfekt. Ich würde also daher die Karibikseite ohne zu zögern ansteuern und vorher entweder den Vulkan Arenal (schaut euch z.B. mal die Arenal Observatory Lodge an, auf dem Gelände gibt es schöne Wanderwege) oder 2-3 Nächte in Tortuguero einplanen. Tortuguero ist ein Traum und sehr speziell, das würde ich nicht missen wollen. Im Oktober kommen dort die großen Meeresschildkröten an den Strand und man kann ihnen spät abends auf geführten Touren mit Rangern hautnah bei der Eiablage zuschauen, einmalig!
Von dort aus würde ich dann weiter Richtung Cahuita und Manzanillo im Süden (absoluter Tipp: die Congo Bongo Villas!). In diesen Regionen solltet ihr wettertechnisch weitgehend sicher sein. Regen gibt es in Costa Rica natürlich immer, aber die richtig regenreichen Orte sind schon eher anstrengend und würde ich im Oktober meiden, weil es wirklich tagelang durchregnen kann. Wir saßen im Nordosten quasi 3 Tage lang bei Dauerregen in unserem Baumhaus fest und der viele Regen macht einen irgendwann wirklich mürbe.
Falls ihr euch für Costa Rica entscheidet, wünsche ich euch viel Spaß in diesem wunderschönen Land. Ich habe schon viele Länder weltweit gesehen, aber Costa Rica war definitiv eines der Highlights. Die Tierwelt und Natur ist phänomenal, ihr würdet es sicher nicht bereuen!