Flugtaxis - welche Wahrscheinlichkeit und Ausprägung?

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no_way_codeshares

Guest
Ggf. Flugangst könnte per installiertem Notfallschirm teils genommen werden (bräuchte jedoch geeigneten Landeuntergrund). ......Watch test of the only helicopter with a ballistic parachute in the world:
https://www.youtube.com/watch?v=hzMcEofMX_w

Da müsstest Du schon hoch genug fliegen, was zumindest bei Start und Landung nicht der Fall sein wird und was von "Flugtaxi" auch nicht zwingend impliziert wird.
Wobei man sicher nicht auf eine Druckkabine hinaus möchte?

Ich sehe weniger das Problem von Flugangst (ausgenommen der von Dir geschilderte Unfall als Auslöser).
Ich sehe das Problem bei unseren ausufernd komplizierten (aber das nicht grundlos) Zulassungsverordnungen.
 

vapianojunkie

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15.01.2014
666
11
MUC
So ein Flugtaxi lässt sich sicher leichter als eine 737 ggf. mit einem Notlandesystem ausstatten, bspw. einem Fallschirm o.ä.

Einige Argumente klingen so, wie es sicher auch bei der ersten Fahrt des Zuges, dem ersten Test des Flugzeuges oder anderen technischen Neuerungen im Publikum gegrölt wurde. Gleichermaßen wird mit Hochdruck auch an der Besiedlung des Mars gearbeitet - Sinnigkeit hin oder her - zu glauben, dass auf Basis aktueller Standards sich die Zukunft nicht ändert, ist maximal verbohrt.

Die Dinger werden kommen. Und schneller als die meisten glauben zu einem Standard der Fortbewegung werden.

Ich glaube, da verstehst du die meisten hier falsch. Ich glaube durchaus, dass die Flugtaxis ihre Nische finden werden - bspw. von Farm zu Farm im Australischen Outback oder im Niemandsland der USA. Vielleicht auch als etwas günstigerer Ersatz für derzeit übliche Helikopterflüge - bspw. Rundflüge über dem Grand Canyon.

Der Einsatz als Massenverkehrsmittel in Städten und in Flughafennähe ist aber eine ganz andere Liga - sowohl was die Sicherheitsanforderungen angeht als auch in Bezug auf den erforderlichen Durchsatz, wenn es wirklich "Flugtaxis zum Taxipreis" geben sollte. Stell dich in Dubai mal fünf Minuten an die Taxischlange und stell dir den Durchsatz mit Flugtaxis vor. Diese Menge an Flugtaxis düst dann gemeinsam blind durch die Hochhäuser (die liegen nämlich oft im Dunst) und jedes Flugtaxi hat dabei mindestens 80-100 km/h drauf (so schnell fahren nämlich die Taxis in Dubai zu den meisten Tageszeiten). Dazu ist es zwischen den Hochhäusern oft ganz schön windig - Kotztüten sollten in den kleinen und leichten Kisten also besser an Bord sein.

In "lärmsensitiveren" Regionen kommt dazu noch das Problem, dass die Dinger einen Heidenlärm machen werden, den man physikalisch auch kaum vermeiden können wird. Was den Energieverbrauch angeht, bringt freddie.frobisher die Sinnlosigkeit der Dinger eigentlich schon direkt im zweiten Post auf den Punkt. Sinnlos sind aber auch die e-Scooter und die gibt es leider auch ... noch.
 

jumpline

Neues Mitglied
28.08.2020
17
0
Da müsstest Du schon hoch genug fliegen, was zumindest bei Start und Landung nicht der Fall sein wird und was von "Flugtaxi" auch nicht zwingend impliziert wird.
Wobei man sicher nicht auf eine Druckkabine hinaus möchte?
Ich sehe weniger das Problem von Flugangst (ausgenommen der von Dir geschilderte Unfall als Auslöser).
Ich sehe das Problem bei unseren ausufernd komplizierten (aber das nicht grundlos) Zulassungsverordnungen.

Eigentlich denke ich auch, dass es genügend neugierige Erstflieger geben wird.
Aber ein Velocopter ist sehr klein und somit windanfällig. Turbolenzen, Übelkeit evtl noch Vogelschlag und schon ist es vorbei mit erneut fliegen. In einem normalen Kleinjet (A320/737) fliegst man bereits recht ruhig und wenn es Turbolenzen gibt, ist man unter 200 Leuten eben nicht ganz alleine und vorne sitzt/spricht ein Kapitän ggf. beruhigend oder mit erklärenden Worten.
Solche Koppheister-Fahrgeschäfte (Jahrmarkt oder so) kann ich heute nicht mehr ab, als Jugendlicher sogar mehrmals null Probleme.

Zum Ökonomischen hätte ich auch noch weitere Aspekte, jedoch heute nicht mehr.
 
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Tupolew

Erfahrenes Mitglied
27.09.2012
1.076
5
Ggf. Flugangst könnte per installiertem Notfallschirm teils genommen werden (bräuchte jedoch geeigneten Landeuntergrund). ......Watch test of the only helicopter with a ballistic parachute in the world:
https://www.youtube.com/watch?v=hzMcEofMX_w

Ich kanns ja bei einem "Flugtaxis" ohne Pilot noch verstehen, warum der Fallschirm unter Umständen Sinn macht... aber das hier ist ein ausgewachsener Heli... wofür braucht der das? Der kommt auch mit Autorotation sicher zum Boden...
 
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freddie.frobisher

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23.04.2016
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Ähnlich könnte auch ein Transport zw. Dubai und Abu Dhabi sinnvoll sein, mit jeweils 5-10 Destination Hubs in den Städten - wäre sinnvoller als ggf. eine Highspeed-Zugstrecke A-B zu bauen, da die Strecke hierfür doch zu kurz ist, die Autostrecke wiederum aber schon wieder ordentlich lang ist.
Die Emirate sind tatsächlich ein Ort, an dem ich Lufttaxis eine Chance geben würde. Energie und Geld sind ausreichend vorhanden, Ökologie ist dort ein Fremdwort und es ist nicht alles dermaßen überreguliert wie in Deutschland. Man möchte zur Weltspitze gehören, und ist gewillt jede neue Technologie sofort zu probieren. Den Transport zwischen Abu Dhabi und Dubai wird wohl bald die Metro übernehmen, aber ein echter Emirati quält sich nur ungern mit 200 Asiaten in einen engen Waggon. Wer nicht selbst mit dem Lamborghini fahren möchte, kann sich mit dem Flugtaxi noch einigermaßen standesgemäß bewegen. Das macht Lufttaxis jetzt nicht sinnvoller, deren Einsatz aber wenigstens realistischer.
 

jumpline

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28.08.2020
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Z.B. Velocopter wird noch eine recht unsichere Kalkulationsbasis für einen laufenden Betrieb haben. Je nach Flugstrecke und Paxvolumen über die Zeit wird man (ohne Subventionen) mithilfe eines nachfragebedingten dynamischen Preises (price surging) im Mittel über Kostendeckung unbedingt kommen müssen.

Es wird gesagt, der Betrieb würde auch wetterabhängig geführt, was nochmal eine Kalkulationsunbekannte bedeutet. Insofern ist Velocopter in Zahlen gar nicht so richtig planbar, eine Art Schönwetterbetrieb. Hingegen Bahn/Taxi u.ä. recht verläßlich unterwegs sind.

Dieser gestern zum Hubschrauber gepostete Notfallschirm war einfach nur so ein Fund, weil es solche Sicherheitsgedanken wohl lange schon gibt (dazu findet sich bei youtube noch viel mehr). Denke allerdings doch nicht, dass sowas bei Velocopter reinkäme, weil eine solche „Notlandung“ z.B. in Häuserschluchten quasi unmöglich rettend ist.
 
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ichbinswieder

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18.11.2010
1.840
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Es gab einen neuen Bericht, über Volocopter im hessischen Fernsehen. Ist schon ziemlich klar, daß man dieses Teil erst in Dubai / Emirate und oder in Singapore sehen wird.

In Deutschland besteht eine Zusammenarbeit mit Fraport. Zulassung des Gerätes ist in 2-3 Jahren geplant.
Ob bis dahin das Teil ohne Pilot fliegen darf ist noch unklar. Die Deutschen Gesetze erlauben es nicht.

Mögliche Route FRA - Messe oder FRA - EZB. Entscheiden wird das die DFS.

Ich denke, aus den 2-3 Jahren sollte man eher 5+ machen und irgendwie sehen ich das Teil nicht in den Großstädten. Mal von den oben genannten Regionen abgesehen (SIN DXB)
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Wenn es dafür einen so starken Bedarf gäbe, könnte man relativ unkompliziert heute schon mit Hubschraubern und Pilot fliegen. Nur wo es bereits Hubschrauber gibt, und wo die auch von den Kosten her akzeptiert werden, sehe ich eine Chance für professionelle Drohnen. Ein paar Miet-Blogger werden damit fliegen und es toll finden, dann wird man merken, es wird nicht billiger, wenn es sicher sein soll.
Drohnen sehe ich eher für eilige Materialtransporte kommen, Express-, Pharma- und so.
 

travellersolo

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16.09.2016
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386
NUE
www.traveller-solo.com
Wenn es dafür einen so starken Bedarf gäbe, könnte man relativ unkompliziert heute schon mit Hubschraubern und Pilot fliegen. Nur wo es bereits Hubschrauber gibt, und wo die auch von den Kosten her akzeptiert werden, sehe ich eine Chance für professionelle Drohnen. Ein paar Miet-Blogger werden damit fliegen und es toll finden, dann wird man merken, es wird nicht billiger, wenn es sicher sein soll.
Drohnen sehe ich eher für eilige Materialtransporte kommen, Express-, Pharma- und so.

Und die Lufthansa hat schon wieder zu viel Geld, um Piloten für das Flugtaxi auszubilden.

https://www.airliners.de/lufthansa-bildet-piloten-elektro-jet-lilium/58559

Ob die Virtual Reality Ausbildung ein so sicherer Faktor sein kann? Ist ja fast so schön als könnte das jeder FS2020 Pilot machen...


In der ersten Phase werde bereits qualifizierte Verkehrspiloten eine Zusatzausbildung zum Lilium-Jet Piloten angeboten. Um weltweit genug Piloten ausbilden zu können, werde auch Virtual-Reality-Technik genutzt.

Wie will man denn bei VR eine anständige Prüfung machen?
 
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MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Die Lilium-Blase wächst munter weiter und mutiert scheinbar zu einem "Wirecard 2.0". Und danach geht wieder das Geschrei an dass alles nur gelogen war. :rolleyes:

Schon dumm dass man die Physik nicht per Vorgabe des Vorstands abändern kann. :D

https://www.welt.de/wirtschaft/arti...e-wird-zur-groessten-Wette-der-Luftfahrt.html

In Branchenforen wird darüber spekuliert, dass Lilium mit Ideen des neuen Finanzchefs Geoffrey Richardson aus den USA bereits bald indirekt über Finanzvehikel an die Börse gehen könnte. Er werde auf der Klaviatur der Finanzmärkte spielen, heißt es. Um Geld über die Börse einzusammeln, braucht es gute Nachrichten. Im Frühjahr soll nach langer Pause wieder ein Lilium Jet abheben. Das wären dann die dringend benötigten neuen Bilder.
 

Volume

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01.06.2018
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jumpline

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28.08.2020
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In früheren posts hatte ich einen Hype immerhin nicht ausgeschlossen. Vor vielen Wochen gab es neue Nachrichten zur Automatisierung von Individual-/Adhoctransporten seitens Autoherstellern und des „Taxidisruptors“ Uber (Chauffeurdienst). Vor knapp zwei Jahren (Mai/2019) ging Uber an die Börse und stellte insbesondere hohe Gewinne durch zukünftige vollautonome „Chauffeurdienste“ (zu Land/Luft) in Aussicht. Just überließ Uber seine hauseigene Autonomfahrsparte nun einem Startup ( https://aurora.tech/ ), in dem Chris Urmson die Geschicke lenkt (einst bei google). Auch einige Autohersteller haben ihre eigenen Autonomfahrvorhaben geldsparend zu Aurora gelenkt. „Grenzfälle sorgen dafür, dass die Technologie langsamer kommen wird als gedacht“.
„Die Software ist der große Knackpunkt“, räumt auch der Sindelfinger Unternehmenssprecher ein. Autonome Autos müssen kommunizieren, analysieren und blitzschnell entscheiden...“

Denke, lediglich Luft wird solchen Automatisierungstechnologien kaum zu schnellem Auftrieb verhelfen, denn Fehler enden dort, anders als am Boden, überwiegend tödlich und in urbanen Räumen möglicherweise auch für Unbeteiligte. Insofern lebt solches Transporteffizienz-Automatisierungsversprechen mehr von der Plausibilität, als vom Durchbruch zu umsatz-/gewinnorientiertem Tagesgeschäft.

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Dazu nur einige Quellen:
Der US-Fahrdienst Uber verkauft seine Sparte für autonomes Fahren (ATG) an das auf solche Technologien spezialisierte Startup-Unternehmen Aurora.
08.12.2020 https://www.boerse-online.de/nachri...autonomes-fahren-an-startup-aurora-1029871736
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Mercedes gibt das autonome Robotertaxi auf: „Wir können das Rennen nicht gewinnen“
„Die Software ist der große Knackpunkt“, räumt auch der Sindelfinger Unternehmenssprecher ein. Autonome Autos müssen kommunizieren, analysieren und blitzschnell entscheiden – trotz rasant voranschreitender Digitalisierung und künstlicher Intelligenz ein Problem.
25.10.2020, https://www.rnd.de/wirtschaft/merce...icht-gewinnen-MDFJOQVJCJEDTBBDCTVA5N4EBI.html
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Apple hat Tests mit Roboterautos deutlich reduziert:
https://www.autogazette.de/apple/ro...oboterautos-deutlich-reduziert-989400224.html
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Ein Roboterauto muss auf alle Situationen angemessen reagieren können. Doch Grenzfälle sorgen dafür, dass die Technologie langsamer kommen wird als gedacht.
26. August 2020 https://www.autogazette.de/waymo/bm...renzfaelle-als-herausforderung-989402846.html
 
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Luftikus

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08.01.2010
15.378
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irdisch
Ein Luftfahrzeug, erst recht ein Senkrechtstarter, braucht eine gewisse Leistung und macht, auch elektrisch, Lärm. Außerdem gibt es ein Absturzrisiko und Datenschutzprobleme. Viele Drohnenfirmen wollen ständig den Boden filmen. Selbst von Lieferdrohnen aus...
Von daher wird es nicht einfach überall Flugtaxis geben, selbst wenn man deren Benutzung billig und sicher machen könnte.
Es spricht nichts gegen ein paar technische Visionen, man sollte aber realistisch bleiben, wo die eigentlichen Hürden liegen.
 
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01.06.2018
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Die Hürde ist ja auch nicht ein einziger Aspekt, sondern die Kombination mit dem Preis.
Wenn es beliebig kosten darf, kann man beliebige Sicherheit, Zuverlässigkeit, beliebigen Datenschutz und beliebige Lärmminderung erreichen.
Die Frage ist, ob man ein auf der einen Seite hinreichend gutes Produkt für einen auf der anderen Site noch akzeptablen Preis hinbekommen kann. Da sehe ich die Hürde.

Wenn man sich mal so manche moderne Produkte anguckt, dann sind sie in den letzten 20 Jahren zwar phänomenal leistungsstärker, aber nicht entscheidend billiger geworden.

Die Akzeptanz für Millionärstaxis im Luftraum unserer Städte in der Bevölkerung dürfte beschräkt sein...

Selbst preislich beim 5-10 fachen von heutigen Taxis (= 1/5-1/10 von heutigen Hubschraubern) dürfte man noch kein sicheres und zuverlässiges Produkt auf die Beine gestellt bekommen.

Zu "zuverlässig" gehört z.B. auch, dass das Ding es gegen 30 km/h Wind noch vom Flughafen bis in die Stadt schafft bevor der Akku leer ist...
 
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01.06.2018
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Sicherlich ändert sich die Zukunft technologisch, die Frage ist doch, was wünschenswert ist und wie der Prozess gesteuert wir.
Die Zukunft gibt es noch nicht, und wenn es sie dereinst gibt dann wird sie eine Gegenwart sein, folglich kann sich die Zukunft auch nicht ändern...

Naturgesetze und Naturkonstanten werden sich auch in Zukunft nicht ändern. Schwerkraft wird es immer geben, Auftrieb durch Bewegen von Luft zu erzeugen wird immer Energie brauchen, Energie zur Verfügung zu haben und gleichzeitig leicht zu sein wird immer ein Zielkonflikt bleiben. In unserer Atmosphäre wird es immer Wetter geben. Was in der Luft versagt, wird immer zur Erde zurückfallen.

Die Standards jeder Zeit werden vergehen, und sie werden die Zukunft nie verhindern.

Vor 15 Jahren waren die VLJs der große heisse Sch*** (Very Light Jets, Eclipse etc.), heute fliegen wir bevorzugt mit diesen Minijets als Taxis zu dem Preis der Flugtickets von vor 15 Jahren. Haben Experten damals gesagt... Und es ist nicht an der Machbarkeit gescheitert, mehrere VLAs wurden tatsächlich zugelassen, einige sind nach wie vor in der Produktion, einige davon sind täglich im Betrieb. Auch als Taxi. Nur die Revolution ist ausgeblieben.

Wir werden sicher Flugdrohnen sehen, aber es wird ein Nieschenprodukt bleiben, ein Luxusspielzeug um den CEO von der Dachterasse des Firmensitzes zum Golfplatz zu fliegen. Wenn Technolgie den Lufttransport signifikant billiger machen wird, dann wird sie auch den bodengebundenen Individualverkehr deutlich billiger machen. Flugtaxis werden immer ein Vielfaches von "normalen" Taxis kosten. Und es wird immer Tage geben, an denen man besser das Bodengebundene Taxi nehmen sollte, wenn man zuverlässig ankommen will, Stichworte: Sturm/Nebel/Vereisungsbedingungen/Starkregen...
Und dabei habe ich mir noch nicht mal Gedanken darüber gemacht, wie empfindlich elektrische Multikopter auf geringe Luftdichte (Hitze) reagieren... Ich weiss nur wie sehr man das bei Flugzeugen spürt, die eher mager motorisiert sind. Die lernt man schnell im Hochsommer im Hangar zu lassen!
 
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global2011

Erfahrenes Mitglied
04.06.2011
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Es gibt an sich schon ein ganz grundlegendes Problem bei den Flugtaxis: wo sollen diese in einer dicht bebauten Stadt starten und landen?

  • "Einfach am Straßenrand" fällt wegen diverser statischer Hindernisse, Lärmschutz, Wind/Sog und Irritationsgefahr für den MIV weg. Außerdem gibt es ja jetzt schon Zank, wenn zugunsten von Fahrrad- und E-Scooter-Stellplätzen Autoparkplätze wegfallen. Wie mag es da erst bei ausgewiesenen Flugtaxi-Flächen aussehen?

  • In Stadtparks wäre zwar grundsätzlich Platz, dafür gibt es jedoch in der Regel eine Vielzahl von Bäumen und Sträuchern, ergo besteht hier akute Gefahr von Vogelschlag. Und überhaupt: Stadtparks dienen der Naherholung - da passen startende und landende Flugtaxis mit all ihren hör-, sicht- und fühlbaren Begleiterscheinungen nicht ins Bild.

  • Bei der nachträglichen Installation von Landeplätzen auf Hochhäusern wären diverse Fragen zu klären: Statik, Brandschutz, Lärmschutz, Zugänglichkeit usw.
Bleiben im öffentlichen Bereich somit - von Flughäfen und Messegeländen mal abgesehen - eigentlich nur noch der Stadtrand oder (Ponton)-Landeplätze auf innerstädtischen (Fließ)Gewässern, in Köln also beispielsweise auf dem Rhein.
 

Tupolew

Erfahrenes Mitglied
27.09.2012
1.076
5
Nicht, dass ich dran glauben würde... aber wo ich mir Flugtaxis könnte, wäre z.B. das Ruhrgebiet. Viele dicht beieinander liegende mittelgroße Städte, der Verkehr kollabiert eh ständig, man könnte vermutlich sogar sichere, dünner besiedelte Flugkorridore einrichten. Aber wo man dann Hubs hinbaut ist natürlich trotzdem die große Frage, man braucht ja auch ne Anbindung an diese...
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
4.492
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Es gibt an sich schon ein ganz grundlegendes Problem bei den Flugtaxis: wo sollen diese in einer dicht bebauten Stadt starten und landen?
Das ganze beisst sich ja spätestens dann, wenn es um die Reichweite geht. Die Frage ist daher vielmehr "wo sollen diese in einer dicht besiedelten Stadt landen und schnellgeladen werden?"
Es wird also spezielle Taxiports geben, wo sie innerstädtisch landen und geladen werden können. Individual-Flugtaxis werden nochmal 10 Jahre mehr brauchen. Mindestens.

Ich denke auf Hausdächern wäre es schon eine Option, zumindest solange es nicht zu sehr stürmt... Es gibt ja (in Köln zum Beispiel) einige Parkhäuser mit Dachterasse, auf der Autos parken. Die könnte man bequem zu Taxiports umbauen.