Herbst im stürmischen Norden Schottlands - Islandhopping auf den Orkney und Shetland Islands

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IL62M

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13.01.2022
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In dem Thema exotische Flugzeugtypen habe ich dieses Jahr ja schon mehrmals Updates über die Möglichkeiten mit der Eastern J41 zu fliegen geschrieben.

Der Typ war,obwohl er bei Eastern von London aus fast vor der Haustür fliegt, eine schmerzhafte Lücke im Log welche dieses Jahr definitiv geschlossen werden sollte.

Jahrelang war es billig und einfach von CWL nach Anglesey möglich, aber irgendwie konnte ich mich nie dazu aufraffen dafür einen Tag Urlaub zu opfern, da gibt es exotischeres für den Urlaub, läuft ja nicht weg, etc etc ...

Tja, nach Covid war die Route Geschichte und es musste eine Alternative her. Die Sommerroute von Newquay nach Humberside war gar nicht so teuer und nett in Kombination mit der Eastern ATR72 von LGW nach Newquay. Allerdings hatte ich irgendwie keine Lust auf die Wanderung von HUY zum Bahnhof Barnetby und dann den Zug zurück nach London.

Also rückte Aberdeen, wo es einige Verbindungen gibt in den Vordergrund. Als dann die PSO Route nach Wick wieder aufgenommen wurde welche mit £50 o/w auch sehr realpreisig ist stand auch ein Favorit fest.

Und dann begannen die Ideen... Wenn man schon Mal soweit im Norden ist, ist es ja nicht mehr weit bis auf die Orkneys. Eine Fährfahrt ist auch mal wieder schoen und da gibt es ja noch diesen einen besonderen Flug, auch aus der Kategorie "läuft ja nicht weg". Und wenn man schon auf den Orkneys ist sind die Shetlands ja auch nicht mehr weit. Da wollte ich schon immer mal hin. Nach einigem Basteln wurde aus der Idee eine interessante Reise.

Unternehmen wollte ich das Ganze im Herbst, da ich den stürmischen Herbst im Norden durch aus mag. War auch im Oktober auf den Färöer (unter anderem Bell fliegen 😁) und öfters im Herbst/Winter an der Norwegischen Küste.

Ende September hatten wir dann mehrfach Besuch so dass es der Oktober werden sollte. Aber gerade als ich die Route fertig hatte und zum buchen bereit war kam ein Brief. Nach 15 Jahren in UK hat es mich erwischt und Jury Service stand an! Und da gibt es kein Entkommen wenn man nicht selber noch schnell eine Straftat begeht. Also noch mal nach hinten geschoben und es wurde Mitte November. Wettertechnisch etwas riskanter, dass irgentwas wegen Sturm gestrichen wird, aber no risk no fun.

Auf den Menu stand am Ende Folgendes:
Endlich die Eastern Airways J-41 ins Log auf ABZ - Wick
Etwas spotten in Aberdeen
Die Fähre von Scrabster nach Stromness auf den Orkneys
Den kürzesten Flug der Welt von Papa Westray nach Westray. Muss man als Flugsammler ja auch mal machen und Islander fliegen macht immer Spass.
Ein Abschiedsflug mit der Loganair Saab 340, eine klassische Saab ist ja immer wieder schön. Bei meinem letzten Saab Flug mit Loganair von GLA nach Benbecula trugen sie noch BA Farben anstatt des Tartan.
Ein paar Tage mit dem Mietwagen die Shetlands erkunden

Ansonsten, gab es noch eine kleine Chance die eher seltene ATR42-600 ins Log zu bekommen, aber auf meiner Route von LSI nach EDI flog meist die ATR42-500.

Loganair auf die Inseln ist natürlich nicht billig aber ich hatte Glück und es gab im September einen Summer sale für Flüge im November und Dezember. Der code war SUN15. Sehr passend für das Streckennetz wo der südlichste Airport im Winter Southampton ist. Irgendwie ist der Marketing Parktikant bei Loganair da etwas durcheinander gekommen 🤣

Anreise/Abreise ex LGW unspektakulär mit EZY. BA ex LHR waere sogar etwas billiger gewesen aber LGW ist einfach praktischer für mich. Und ABZ ist immerhin ein neuer britischer Flughafen im Log.

Ich hatte kurz überlegt den Report semi live anzugehen, aber dachte das wird dann doch zu viel. Ist ja auch ein Urlaub und da wollte ich keine extra Deadline/Arbeit. Wie imme,r Hut ab vor denen, die das im Urlaub durchziehen wie Shauri oder Nitus. Habe unterwegs aber schon einige Notizen geschrieben, so dass ich den Bericht hoffentlich in der busy Vorweihnachtszeit zu Ende bringe.

Die Teile werden reich bebildert sein. Es wird allerdings auch einige Spotter Flugzeugbilder geben, besonders in den ersten Teilen aus Aberdeen. Hoffe das gefällt auch.

Aber auch die Natur, besonders auf den atemberaubenden Shetlands wird nicht zu kurz kommen.

Freue mich wie immer auf Mitleser.

Hier eine kleine Vorschau 🙂

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Karl Langflug

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22.05.2016
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Cool! Freue mich!

War noch nie in Shetland, aber hab mal einen Shetlander in einem Pub in Hirtshals getroffen. Fährt mit seinem Trawler ein paar mal zwischen Shetland und Dänemark hin und her, die Fische (glaub Makrelen waren es) würden von selber ins Netz gehen, der Verdienst reicht, um anschliessend den Winter in Shetland "zu geniessen". Des Weiteren ist die EU doof und wenn Schottland aus GB austritt, werde Shetland unabhängig, denn sie sind überzeugte Briten. Klimawandel gibt es nicht, dann schwafelten wir herrlich über Fussball und dazwischen stellte er mir immer wieder ein Bier hin (aufgrund dessen schloss ich, dass es ein tolles *Land" sein muss), irgendwann torkelte ich aus dem Pub.

So sage ich - sagen wir einfach, du reist erst hin - freue dich auf total sympathische Leute, auch wenn sie etwas krude politische Ansichten haben mögen.
 
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IL62M

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13.01.2022
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Cool! Freue mich!

War noch nie in Shetland, aber hab mal einen Shetlander in einem Pub in Hirtshals getroffen. Fährt mit seinem Trawler ein paar mal zwischen Shetland und Dänemark hin und her, die Fische (glaub Makrelen waren es) würden von selber ins Netz gehen, der Verdienst reicht, um anschliessend den Winter in Shetland "zu geniessen". Des Weiteren ist die EU doof und wenn Schottland aus GB austritt, werde Shetland unabhängig, denn sie sind überzeugte Briten. Klimawandel gibt es nicht, dann schwafelten wir herrlich über Fussball und dazwischen stellte er mir immer wieder ein Bier hin (aufgrund dessen schloss ich, dass es ein tolles *Land" sein muss), irgendwann torkelte ich aus dem Pub.

So sage ich - sagen wir einfach, du reist erst hin - freue dich auf total sympathische Leute, auch wenn sie etwas krude politische Ansichten haben mögen.

Eine nette Geschichte. Die Menschen auf den Shetlands, wie auch auf den Orkneys, sind in der Tat sehr aufgeschlossen und freundlich. Kurioses politisches Gedankengut habe ich dabei gottseidank keines gehört.

Aber Menschen muss man dort ja auch erstmal finden. Soviel gibt es davon auf den Inseln ja nicht. War gestern Abend in Covent Garden unterwegs und muss mich erstmal wieder an die Menschenmassen gewöhnen nach einer Woche in Schottland 😅

Heute Abend geht es hoffentlich weiter mit dem Bericht
 
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13.01.2022
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Samstag Teil 1 LGW- ABZ

Abflug war um 10.30 und so ging es Samstag morgens gemütlich mit der Bahn nach Gatwick.

In LGW ging alles superschnell und die Security war effizient wie in der guten alten Zeit. Das Chaos vom Sommer ist vorbei, aber es war an diesen Samstagmorgen im November auch wirklich nicht viel los. Das Terminal war ausgestorben.

Nach dem dem üblichen kurzen Stopp bei Pret ging es auf die berühmte Brücke, um ein paar Fotos zu machen.

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War zwar nicht das beste Wetter, aber der Ausblick ist schon immer schön.

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South Terminal
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Hauptziel war die Norse aus Oslo. Wer weiß wie lange es die noch gibt. Sollte wirklich einen Kurztrip nach Oslo machen.
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Mein A319 stand auch schon bereit.

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Um 9.40 wurde dann auch schon das Gate bekannt gegeben und kaum war ich dort angekommen ging überpünktlich das Boarding los.

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Da ich richtiges Handgepäck benötige und einen Fensterplatz wollte hatte ich dieses Mal auch das Packet mit Speedy Boarding. Ein priority seat in Reihe 3 und ein freier Nebenplatz. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Teller Heimat Pastrami und es wäre Business Class.

Überpünktlich waren wir auch fertig und 10 Minuten zu früh wurden wir gepusht.

Der Air Transat A321LR am Nebengate.

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Am Ende der Runway nochmal die MD 82 welche nachdem sie nach der Airlinepleite in LGW hängen geblieben ist an verschiedenen Standorten verrottet.

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An der Runway war auch kein Verkehr so dass wir zügig in den wolkigen Londoner Himmel abholen.
Da man auf dem Routing östlich von der Innenstadt London überquert hatte ich auf wolklosen Himmel gehofft, aber es sollte nicht sein.

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Der First Officer meldete sich später und erklärte ausführlich, dass wir in LGW Richtung Westen gestartet sind, während LHR departures Richtung Osten hatte. Eine ungewöhnliche Konstellation, die dazu führte, dass wir eine größere Schleife fliegen mussten um an Höhe zu gewinnen und die LHR Departures zu vermeiden. Etwas aviation geekery, die außer mich wahrscheinlich niemand der Passagiere interessierte.

Je weiter nördlicher wir kamen, desto mehr klarte es auf und in Aberdeen herrschte strahlender Sonnenschein.

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Nachdem wir unseren Standplatz erreicht hatten, erspähte ich neben uns den BA A319 in der BEA Retrolackierung. Nachdem die B747 ja Covid nicht überlebt haben leider der letzte der BA Retrojets.

Da er ready for push back war suchte ich schnell ein Fenster, um ihn im schönsten Licht zu fotografieren.

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Aber nun erstmal

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Die Sonne musste ausgenutzt werden und so ging es danach auf den Damm entlang des Vorfelds für die Regionalfluege und das Parkhaus.

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Damit soll es am Montag nach Wick gehen.
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Und hiermit von den Orkneys auf die Shetlands.
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Um, die Helicopterterminals und Hangars von Bristow und CHC ging es in einem kurzen Spaziergang bei dem ich schon ins Schwitzen kam, mit diesen Temperaturen hatte ich für Scotland nicht geplant an das Ende der Landebahn.

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Es herrschte an diesem Samstag reger Helicopter Verkehr, die Arbeiter von den Plattformen zurückbrachten.

Normalerweise tauchen diese kurz vor der Küste über der Nordsee auf Flightradar auf und dann sind es noch circa 20 Minuten bis ABZ.
Aberdeen ist seit vielen Jahren der größte Heliport der Welt und die Helicopter machen ueber die Hälfte der Passagiere aus.

Es gibt 4 Anbieter:

Bristow
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CHC
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Babcock MCS Offshore
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Noordzee Helikopters Vlaanderen (NHV)
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Ansonsten ist der Verkehr in Aberdeen an einem Samstagnachmittag eher weniger busy.
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Meine Easyjet macht sich in schönster Sonne auf den Rückweg nach LGW. Muss ein recht angenehmer Umlauf für die Crew sein, normalerweise 1.5h Stunden am Boden in ABZ, heute durch die frühe Ankunft sogar zwei.
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BA mit einem der zahlreichen Flüge aus LHR
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Erstaunlicherweise ist ABZ nach DUB keine Ryanair Strecke und wird mehrmals täglich von Aer Lingus Regional und Loganair bedient.
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TUI aus Teneriffa, im Winter gibt es nur wenige Flüge.

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Den Tower in ABZ fand ich architektonisch schon immer interessant.
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In Aberdeen wollte ich ein Hotel am Airport, da man schnell und günstig in die Stadt kommt. Neben dem Terminal gibt es eine ganze Stadt mit den üblichen Ketten manche sind mit mehreren Hotels vertreten, alle ziemlich günstig um die £50 pro Nacht. Da ich bei Hotels keine Loyalität habe entschied ich mich dieses Mal für das Moxy. Auch weil es hier hoffentlich ein Zimmer mit Blick auf den Airport geben sollte.

Die Lobby bei Moxy ist ja recht nett und auch das Zimmer war für 2 Nächte mehr als ok. Wie gewünscht mit Ausblick auf den Runway. Das Holiday Inn Express oder Crowne Plaza hätte wohl noch einen etwas besseren Ausblick.
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IL62M

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13.01.2022
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Samstag Teil 2 Aberdeen

Da bald die Dämmerung einsetzen sollte ging es zügig mit dem Bus in die Stadt. Eine recht nette Fahrt im typischen Doppeldecker.

Aberdeens Spitzname is "The Granite City", da alle Gebäude und teilweise auch Strassen/Gehwege aus Granit gebaut sind. Je nach Wetter soll es in der Sonne wie Silber glänzen oder im eher üblichen bewölkten Wetter recht grau und depressiv aussehen. In der herbstlichen Dämmerung hatte ich keines von beiden und fand die Stadt eigentlich recht ansprechend.

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So lief ich ich die nächste paar Stunden ziellos durch die Stadt und lies die Stadt auf mich wirken.

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Shorts gehen auch bei 5C in Scotland 🤣

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Ich bin auch sehr an Architektur interessiert und ein großer Fan von Brutalism. Der ehemalige John Lewis als Perle dieser Architektur war deshalb ein Pflichtpunkt.
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Einige nette Graffitis

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Der recht kleine Bahnhof
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Die historische Bahnhofsfassade wurde in eine Shopping Mall integriert
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Nochmal mal Brutalism 😀
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Unweit des Bahnhofs beginnt der Hafen
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So langsam wurde es kalt und Zeit fuer Dinner. Die Restaurantsuche gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Die eigentlich recht zahlreichen Pubs waren alle knallvoll, da kurz zuvor das Fußballspiel Aberdeen gegen Dundee United geendet hatte.
Auf eine der typischen Ketten wie Nandos, Zizzi oder Wagamama hatte ich keine Lust. Davon habe ich zuhause schon mehrere Finialen vor der Haustür und versuche diese zu vermeiden.

In London bin ich ja mittlerweile gewohnt, dass man mindestens Donnerstag bis Samstag reservieren muss, oft auch unter der Woche, um irgendwo einen Tisch zu bekommen. Aber auch für eine Person in Aberdeen schien dies nötig zu sein und so scheiterte ich in mehreren Lokalen. Unter anderem in einem riesigen und scheinbar sehr beliebten Lokal mit dem schönen Namen Tony Maccaroni.

Am Ende hatte ich in einem Hipster Burger und Steak joint Glück. War dann auch wirklich fein und sehr effizienter Service.

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Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang ging es mit dem Bus wieder Richtung Airport.

An dem Vorfeld für die Regionalfluege geht direkt am Zaun ein praktischen Damm entlang von dem man eine schön Aussicht hat und so versuchte ich auf dem Nachhauseweg noch ein paar Nightshots.

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Bevor es zurück ins Moxy ging.
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crossfire

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15.04.2012
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Eine nette Geschichte. Die Menschen auf den Shetlands, wie auch auf den Orkneys, sind in der Tat sehr aufgeschlossen und freundlich. Kurioses politisches Gedankengut habe ich dabei gottseidank keines gehört.

Aber Menschen muss man dort ja auch erstmal finden. Soviel gibt es davon auf den Inseln ja nicht. War gestern Abend in Covent Garden unterwegs und muss mich erstmal wieder an die Menschenmassen gewöhnen nach einer Woche in Schottland 😅

Heute Abend geht es hoffentlich weiter mit dem Bericht
Danke schonmal für den Bericht, bin neugierig auf die Shetlands u. drücke die Daumen für gutes Wetter während der Reise. Weckt schöne Erinnerungen an meinen Hebriden/Orkneyinseln-Trip im Juni ‘18. Gla-Brr-Gla ( wo ich das Glück hatte und einen absolut fantastischen Frühsommertag zu erwischen) und weiter Gla-Syy-Inv, dort übernachtet, um dann Inv-Koi-Ppw ( 3,5 h Aufenthalt) - Wry-Koi alles mit Loganair und der (fast) gesamten Flotte zu fliegen……Nach einer weiteren Nacht dann von Koi über Edi zurück nach Fra.
und nun gespannt auf Deine Eindrücke und Erfahrungen. Freue mich.
 
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IL62M

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13.01.2022
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Sonntag – Ruhetag in Aberdeen

Laut Wetterbericht sollte es ein weiterer sonniger Tag werden.

Tja, als ich aufwachte hatte ich folgenden Blick aus dem Fenster. BBC Weather funktioniert nicht mal in London, aber irgendwie schaue ich es immer noch an...

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Eigentlich standen die Universität und ein Spaziergang am Strand noch auf dem Programm, aber bei dem Wetter konnte ich mich irgendwie nicht dazu aufraffen nochmal in die Stadt zu fahren. So wurde es ein Ruhetag mit Lesen und Internet. Tat nach den anstrengenden Wochen auch mal gut.


Etwas später konnte man immerhin wieder die Runway sehen. Etwas Spotten aus dem Zimmer.

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In der Lobby vom Moxy lässt es sich gut aushalten und es gibt guten Kaffee.

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Am Nachmittag machte ich dann einen kleinen Spaziergang in der Umgebung des Airport.

In einem großen Gewerbegebiet gibt es unzählige Firmen die alle mit der Offshore Oel und Gasindustrie zu tun habe. Eine davon hatte diesen Dauphine als Übungsobjekt.
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Triebwerksprobelauf

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Am Flughafenzaun hat man einen schönen Blick auf das Vorfeld.

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Eine der unzähligen Flüge nach Norwegen, Wideroe, Loganair und SAS fliegen mehrmals am Tag nach Bergen und Stavanger, Loganair auch noch nach Oslo.

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Das Wetter war immer noch äußerst wechselhaft.
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Die abendliche Wideroe wurde in einer Rekordzeit von 23 Minuten umgedreht, obwohl sie recht voll war und es ging 10 Minuten vor Plan zurück über die Nordsee nach Bergen! Da wir selbst Ryanair noch neidisch.

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Zum Abendessen hatte ich keine Lust nochmal in die Stadt zu fahren. Von meinem Zimmer konnte ich die riesige Carvery direkt neben dem Hotel überblicken und der Parkplatz war den ganzen Tag über gut gefüllt. So versuchte ich dort mein Glück.


Das war der kleine Teller Fleisch mit Sättigungsbeilagen. Und mein Teller war noch gar nicht so aufgeladen wie viele Andere. Sicher Großgastronomie, aber zur Abwechslung mal ganz ok.

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Dazu ein Pint lokales Kulturgut wir @shauri sagen würde. Tenants, brewed with Passion in Scotland since 1885. Das Pint zu £3!! Das ist halb so viel wie der gängige Preis in London, egal wo.

Im nächsten Teil geht es dann endlich mit der Jetstream 41 nach Wick. Dann werden es auch weniger Spotter Bilder.
 

shauri

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11.05.2014
1.229
4.014
shauriundbert.blogspot.com
Hatte den Bericht zwar auf dem Schirm, kam aber bisher nicht zum reinschauen. Aber wenn hier schon mein "Kulturgut" verlinkt wird, muss ich ja mal ;) gefällt mir bisher, lese dann weiterhin mit, sobald ich dazu komme.
 
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IL62M

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13.01.2022
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Montag Teil 1: Aberdeen - Wick

Am heutigen Montag sollte es nun weiter in den Norden gehen. Ziel war die nördlichste Stadt in Mainland UK. Auf dem Weg dort hin galt es die Jetstream 41 zu erlegen, mit der der ganze Trip ja seinen Ausgangspunkt hatte.

Abflug war heute um 10.40. Also wieder ein gemütlicher Start in den Tag. Hatte ja auch nur 5 Minuten Fußweg zum Terminal.

Ich war dann knapp über einer Stunde vor Abflug am Check In und der gute Mann war sichtlich verwirrt. Er meinte nur er benötigt noch ein paar Minuten, bis er fertig ist und ruft mich dann. Kommt wohl selten jemand so früh, auch wenn der Check in 90 Minuten vor Abflug öffnen soll. Online-Check In gibt es bei Eastern nur für LGW - Newquay und MAN - Southampton.
Zunächst war ich meinen gebuchten Platz auf 1C los aber auf Nachfrage druckte er einen neuen Boardingpass.

Auch sonst alles überschaubar

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Security war auch schnell erledigt. Neben augenscheinlich routinierten Geschäftsvielfliegern, die alles routiniert abspielten war auch der FC Aberdeen, vielleicht nur eine Jugendmannschaft, auf dem Weg nach Amsterdam zugegen.


Nochmal eine Loganair aus dem Fenster.

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Pünktlich ging das Boarding los und wir waren zu zweit.
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Den lackierten Propeller finde ich wirklich schön. DSC_8689.JPG




Aber meinen Platz 1C war ich wieder los, für Weight & Balance sollte ich in Reihe 8 oder 9. Ich erklärte, dass ich ja 1C extra gewählt hätte um die Engine zu haben. Aber da das load sheet schon ausgefüllt war, war dann der Kompromiss, dass ich nach dem Start wieder nach Vorne darf.

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Auch sonst war alles sehr persönlich und statt über Intercom wurde direkt mit uns gesprochen.

Ausblick auf eine der beiden West Atlantic Cargo B737, welche über das Wochenende in ABZ standen.
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Eigentlich dachte ich wir waren ready to go, aber dann kam die Stewardess und erklärte beim Walk Around hätte der Pilot einen Bird Strike vom Morgenflug entdeckt, welchen sich nun ein Engineer ansehen müsse. Nach circa 10 Minuten kam dieser dann und der linke Engine wurde ausgiebig untersucht. Wenige Minuten später mussten wir dann ans Gate zurück, da sie einen Engine Run machen wollten. Es hatte wohl eine oder mehrere Gänse erwischt, scheinbar nicht ungewöhnlich in dieser Jahreszeit hier im Norden.

Die Stewardess meinte noch, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, sie würden auch nur für uns zwei fliegen. Der Rückflug von Wick sei auch recht voll, so dass man auf alle Fälle fliegen wird. Da Eastern ja einige J41 mit langen Pausen in ABZ stehen hat war ich auch nicht zu besorgt.

Die Wartezeit auf einer Bank direkt am Eingang der Brücke war kurzweilig mit netter Unterhaltung mit meiner Mitreisenden und dem Personal. Unter anderem über Canabis Konsum, wo trotz der Alterspanne von circa 65 bis 30 die Meinung bestand "Just legalise it, everybody does it anyway".

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Nach circa 15 Minuten kam dann die Crew durch die Tür und meinte nur "We take Juliet Bravo". Teile der Gans mussten wohl aus dem Engine entfernt werden und dieser auf weitere Schäden untersucht werden was doch etwas länger dauert.

Daraufhin folgende Konversation des ramp agent mit Operations ueber Funk

"What stand is Bravo on?"

"Stand 13, it's going to Humberside next"

"Na, it's going to Wick first"

I love small Airlines und wie unkompliziert und schnell das alles ging.


DSC_8704.JPG Am Engine wurde auch schon fleißig gewerkelt.

Allzu viel kann aber nicht kaputt gewesen sein, da die Juliet Lima circa 1.5h später, allerdings mit Verspätung, den Humberside Flug übernahm.

Da wir nun circa 20 Minuten hatten während die Crew den Bravo auf den Flug vorbereitete, wurde uns noch der Weg zum nächsten Coffee Shop beschrieben.


Take 2 mit der G-MAJB. In ein paar Monaten auch schon 30 Jahre alt, was man ihr nicht ansieht. Hat ihr ganzes Leben in UK verbracht.

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Gerade als ich mich auf 9A niederlassen wollte dann die nächste positive Überraschung. Die Stewardess meinte ich könnte auf 2C wechseln für den Blick auf den Engine. Sie hatte den Piloten darum gebeten, da er ja jetzt ein neues Loadsheet machen musste. Nur Reihe 1 wäre geblockt. Sehr sympathisch, dass sie sich das gemerkt hatte.

Noch gut in Schuss für das Alter.

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Takeoff

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Blick auf die Hotelstadt. Mittig, das linke Gebäude ist das Moxy. Der Flachbau davor die Carvery vom Vorabend. Im Vordergrund das Holiday Inn und Crowne Plaza.

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Der erste Teil des Fluges war leider in den Wolken.

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Ansonsten gab es es während des Fluges keinen Service. Dieser Flug ist ja ein recht günstiger PSO. aber ich frage mich ob es auch auf den ja nicht gerade günstigen Business Strecken nach Humberside oder Newcastle auch keinen Service gibt.

Meine Mitreisenden fragte die Stewardess noch, ob es denn einen App gäbe wo man einchecken kann. Die Antwort die mich zum Schmunzeln brachte war "No, we like to do things old school".


Nachdem wir knappe 35 Minuten später die Wolkendecke durchbrochen hatten, konnte man die leere Weite des hohen Nordens Schottlands sehen.
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Mit 1 Stunde und 20 Minuten Verspätung landeten wir schließlich in Wick.

Die großen alten RAF Hangars aus der Zeit als Wick eine RAF Basis war.

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Wick John O'Groats, wie der Flughafen heute heißt da der zumindest in UK recht bekannte nördlichste Punkt von Mainland Britain circa 25km nördlich liegt, ist somit auch der nördlichste Flughafen in Mainland Britain.

Als solcher ist er ein für Kleinflugzeuge ein oft gewählter Stop zum Auftanken vor/nach einer Atlantik Überquerung.

Auf dem Vorfeld stand dann auch diese französische Cessna Caravan.

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Das kleine Terminal ist überschaubar. Inklusive einer Ausstellung des lokalen Whisky Distillery.

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Gerade als ich vor die Tür getreten war startete die Cessna Caravan nach Reykjavik.

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Scharf links abbiegen Richtung Reykjavik nach dem Start 😅

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Und kurz darauf startet die J41 zurück nach Aberdeen.

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Einen Bus in die Stadt gibt es in Wick nicht, aber das Stadtzentrum ist gerade mal 20 Minuten zur Fuß.

Hier ein Stadtplan von Wick. Die Darstellung des Flughafens ist dann doch etwas optimistisch 😊
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In Schottland würdigt man wenigsten, wenn etwas von der EU finanziert wurde. In England habe ich fast noch nie solche Schilder gesehen.

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Auf dem Weg lag die recht nette Kirche

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Remembrance Sunday war gerade erst am Vortag. In kleinen Gemeinden hat dieser natürlich meist einen wesentlich direkteren Bezug.

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Wochentags gibt es drei Züge von Wick nach Thurso, am Sonntag keinen weshalb auch die extra Nacht in ABZ nötig war.

Der ursprünglichen ins Auge gefasste Zug um 12.30 war nun natürlich nicht mehr zu erreichen also konnte ich etwas Wick erkunden bis zum nächsten Zug um 16.00. Ursprünglich hatte ich auch kurz eine Busfahrt über John O'Groats erwägt, um das auch mal gesehen zu haben. Da diese Route aber 3 Stunden in der Touristenfalle John O'Groats bedeutet hätte, verwarf ich sie und wollte eh lieber Bahn fahren. Durch die Verspätung war die Option nun eh vom Tisch.

Nun hatte ich unerwartet also 3h in Wick. Wick sollte sich nun also in eine lange Liste von Städten wie z.B. Cherepovets, Kostroma, Zaporizhzhia oder Bragança einreihen, die ich nie besucht hätte wenn sie nicht am Ende eines exotischen Fluges liegen würden.

Eigentlich finde ich es immer wieder interessant solche Städte ohne große Sehenswürdigkeiten zu erkunden und vermeide deshalb auch direkt returns selbst wenn sie möglich wären. Aber manchmal kann es sich trotzdem ziehen.


Die recht überschaubare High Street

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Da einige Läden das Schild Cash only im Fenster hatten entschied ich mich noch ein paar schottische Pfund am Automaten zu ziehen, da es ab hier ja eher noch abgelegener wird.

Zunächst wollte ich erstmal zu Mittag essen. Das typische Quartett aus Chinese Take-away, Indian, Kebab Shop und Fish & Chips war natürlich vorhanden.

Wobei alle geschlossen hatten, so dass nur das Pub blieb welches gottseidank ganztägig warme Küche hatte. Zwar eine Kette, aber immerhin eine regionale.

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Das Chilli war dann auch gar nicht so schlecht. Dazu ein erstes Bier der Orkney Brewery vom Fass. Norther Light Blond Ale, allerdings etwas zu citrusy für meinen Geschmack.

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Das Pub hatte auch einen prominenten Namesgeber. Who knew!

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Nach dem längeren Mittagessen gab es auch etwas Organisation.


Seit Samstag waren für den morgigen Dienstag, den Tag meiner Fährfahrt auf die Orkneys schwere Stürme vorhergesagt und die Wettervorhersage verschlechterte sich stetig. Auf der Seite von Northlink Ferries war meine Überfahrt nun auch "under review". Das ganze Szenario war natürlich etwas ungünstig, da ich am selben Nachmittag ja den Flug nach Westray hatte. Zum einen ärgerte ich mich etwas, dass ich keinen Puffertag eingebaut hatte, da Sturm ja wirklich sehr wahrscheinlich war um diese Jahreszeit. Andererseits überlegte ich als Plan B schon diesen Abend auf die Orkneys zu fahren. In diesem Szenario hätte ich zwar die schon bezahlte AirBnB Übernachtung in Scrabster verloren und die recht sehenswerte Überfahrt wäre in der Dunkelheit, aber immerhin würde ich noch nach Orkney kommen.


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Nun war immer noch Zeit Wick zu erkunden. Das wahrscheinlich nicht uninteressante Heimatmuseum hatte Winterschlaf, auch wenn Google andere Meinung war. Außerhalb von Großstädten funktioniert Google halt einfach noch weniger.

Was man halt so braucht auf dem Land

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Die Nordsee war doch schon recht wild.
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IL62M

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13.01.2022
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Montag Teil 2: Wick – Thurso - Scrabster


Nun hatte ich die Sehenswürdigkeiten wirklich ausgeschöpft und machte mich schon früher auf den Weg zum Bahnhof.


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Wick ist der Endpunkt der Far North Line und der Zug wartete schon.

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Der Ticketschalter hatte heute geschlossen und Automaten gibt es keine. Also wurde das Ticket später im Zug gelöst. £7.20 für die einfache Fahrt nach Thurso.

Wenn ich es richtig gesehen habe waren auch im Zug nur 2 Fahrgäste. Den ersten der 2 Wagen hatte ich jedenfalls für mich alleine.

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Leider fand ein Großteil der Fahrt nun in der Dämmerung/Dunkelheit statt.

In Thurso stiegen dann immerhin circa 10 Fahrgäste zu. Hier dreht der Zug und fährt zurück nach Georgemas Junction wo er dann nach Süden nach Inverness abbiegt. Gesamtfahrzeit von Wick bis Inverness circa 4 Stunden. Aber er hält natürlich auch an jeder Gießkanne. Muss aber eine sehr schön Fahrt sein.

Das Bahnhofs Gebäude in Thurso sieht fast genauso aus wie in Wick.

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Kurioserweise liegt es etwas außerhalb des Stadtzentrums. Interessant, dass sie die Strecke nicht noch die 800m weitergebaut haben. Platz wäre eigentlich da gewesen.


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Thurso, die Northermost town in Mainland Britain.

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Viel gibt es nicht zu sehen.

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Mittlerweile hiess es auf der Facebook Seite der Fähre, dass die Fähre am Morgen fahren würde. Die Abend Überfahrt wurde jedoch auf Mittag vorgezogen.


Trotz der Dunkelheit lieft ich den schönen Coastal path in circa 45 Minuten nach Scrabster.

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Im Hafen wollte ich nochmal persönlich nachfragen, ob die Fähre am Morgen wirklich fährt. Dieses wurde mir auch mehrmals bestätigt.

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Beruhigt konnte ich nun also zu Abend essen, bevor es in das Airbnb hoch über dem Hafen von Scrabster ging.

Überraschenderweise gibt es in Scrabster sogar 4 Restaurants. Allerdings hatten nur 2 offen, auch wenn Google wieder Mal anderer Meinungen war.

Da ich auf der weiteren Reise bestimmt noch öfters nur Burger oder Fish & Chips zur Auswahl haben werde entschied ich mich für die Fine Dining Variante.

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Monkfish und Seweed potatoes. Dazu zur Abwechslung mal einen Wein. Nicht schlecht, aber irgendwie fehlte die letze Finesse. Vieleicht bin ich auch aus London zu verwöhnt.

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Und sogar zu einem Dessert lies ich mich überreden.

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Ein Blick zurück auf den Hafen

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Das Airbnb war dann sehr gemütlich für einen ruhigen Abend.

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marco1

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22.01.2021
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Ansonsten gab es es während des Fluges keinen Service. Dieser Flug ist ja ein recht günstiger PSO. aber ich frage mich ob es auch auf den ja nicht gerade günstigen Business Strecken nach Humberside oder Newcastle auch keinen Service gibt.
Auf NCL-ABZ gab es im Oktober Kaffee/Tee/Wasser + wirklich gute schottische Kekse.
105 GBP geht ja noch bei Buchung 2 Wochen zuvor. Einstiegspreis, da nur 5 Pax an Bord.
Zudem war NCL & GLA für jeweils um 100€ mit KLM (E295 & B739) aus D erreichbar.

Ankommend war sie wohl fast voll. Der Bus setzte die Leute in NCL am Boarding Gate ab und fuhr anschießend wieder zur Maschine.
Aber ein Direct-Turn-Around geht bekanntlich nicht wegen der fehlenden Möglichkeit des Online-Check-Ins.

Hätte mir die JS41 aber deutlich lauter vorgestellt - so im Vergleich zur Saab 340...
 
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Reaktionen: IL62M und red_travels

IL62M

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13.01.2022
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Dienstag Teil 1 Auf die Orkneys

Heute musste ich früher aufstehen, da die Fähre schon um 8.45 ging.

Frühstück war bereits als Takeaway verpackt im zimmereigenen Kühlschrank was mir zeitlich sehr entgegenkam.

Ursprünglich hatte ich das AirBnB gewählt, da es das einzige in fußläufiger Entfernung vom Hafen war. Nun bot mir aber die Vermieterin freundlicherweise an mich zum Hafen zu fahren.

Unterwegs unterhielten wir uns nett. Natürlich auch über das Wetter, da ich sie am Vortag über meinen möglichen Plan B informiert hatte.

Sie meinte nur trocken, die Windgeschwindigkeit heute Morgen sei gerade Mal 65 Km/h. Alles unter 100 km/h wäre für sie normal. Auch sie meinte, dass man BBC Weather vergessen kann und nannte mir einige zuverlässigere Alternativen für die Highlands.

Am Fährterminal war ich nicht unerwartet dann auch der einzige Fuß Passagier. £17.90 kostet die einfache Überfahrt und sie dauert 1.5h.

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Die Fähre ist recht modern ausgestattet, es überwiegen Brauntöne.

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In seiner Ansage vor der Abfahrt meinte der Kapitän lediglich es wäre "a wee bit windy".

Man ist aber vorbereitet, da alle Stühle, Mülleimer und sonstiges Mobiliar irgendwo festgebunden sind.
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Außer mir waren vielleicht noch knapp 10 weitere Passagiere, hauptsächlich Lastwagenfahrer, an Board. Die meisten schienen Regulars zu sein und man kannte sich.

Nach der Jetstream und dem Zug setzte sich der Trend der leeren Verkehrsmittel hier im Norden an Board der Fähre fort.

Erstmal breakfast, um mich für den Tag zu stärken.
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Die Fahrt war dann eigentlich relativ ruhig. Nur auf dem Außendeck war es etwas ungemütlich und gar nicht so einfach Photos zu machen.

Nach einer guten Stunde kommt man an der Steilküste von Hoy vorbei.

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Der Old Man of Hoy ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Orkneys.

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Und dann war es nicht mehr lang bis wir den Hafen von Stromness erreichten.

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Die kleine Fähre auf die Nachbarinsel musste schon etwas mehr gegen die Wellen kämpfen.

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Stromness ist ein nettes kleines Städtchen.

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Mittelpunkt ist natürlich der Hafen.

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Es hat schon etwas end of the world feeling.

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Allerdings gibt es eine ein wirklich schön gemachtes Kunstmuseum, in dem ich dann einige Zeit verbrachte, bevor es mit dem Bus in 30 Minuten in die Hauptstadt Kirkwall ging.

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In Kirkwall war das erste Ziel meinen Trolley im B&B der übernächsten Nacht unterzustellen, da ich den nicht mit dem Islander nach Westray mitschleppen wollte.

Danach galt es ein Mittagessen zu finden. Wieder nicht so einfach. Es wurde unspektakuläre aber durchaus leckere Hausmannskost im Gemeinde Café zu äußerst günstigen Preisen.

Und dann war auch schon Zeit mit dem halbstündigen Bus an den Flughafen zu fahren wo ich wieder eine knappe Stunde vor Abflug eintraf.
 
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