Kein Wasser mehr in Kapstadt

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Flyingdog

Aktives Mitglied
14.12.2017
175
0
Bodensee/Kapstadt
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Für alle,die es noch nicht wissen:es muss damit gerechnet werden,dass es bereits ab Mitte März kein Leitungswasser mehr am gesamten Kap einschl. Kapstadt gibt.Bisher wurde von Mitte April ausgegangen,aber der tägliche Verbrauch ist immer noch viel zu hoch (jeder meint,er wäre der einzige!).Wir sind noch bis 11.03. am Kap und froh,dann die Heimreise anzutreten. Wir würden ab Anfang März definitiv nicht mehr nach Kapstadt fliegen.Die Behörden werden wahrscheinlich vollkommen überfordert sein mit dieser weltweit neuen Situation. Es ist ein Witz,dass 200 Tankwagen etwa 4 Millionen Menschen täglich mit 25 Liter Wasser versorgen sollen...die Autoschlangen vor den Tankwagen werden bereits mit mehr als zehn Kilometer eingeschätzt.Und das TÄGLICH.
 

spotterking

Erfahrenes Mitglied
14.07.2012
3.364
39
FRA
Gut. Wenn’s knapp wird hilft aber vermutlich nur auf Vorrat bunkern. Aktuell sind in kleineren Malls schon die Wasserhähne in den Klos abgestellt. Stattdessen gibts Desi aus dem Seifenspender. Nicht auszudenken was passiert wenns die Restaurants und Hotels kein Wasser mehr haben. Das Gleiche in den Townships.
Und ich kann mir nicht vorstellen das die Verteilung im Ernstfall klappt . Das hat Potential für Unruhen aus meiner Sicht.
 

kingair9

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18.03.2009
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13
Unter TABUM und in BNJ
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das Thema hier schon irgendwo haben - das war vor wenigen Wochen, als die Rationierung auf 40 Liter kam. Damals hatte auch der in CPT lebende Juser capetonian was dazu geschrieben.

Aber ich finde es nicht...

:sick:
 

Bilbo

Erfahrenes Mitglied
28.10.2009
3.241
1
PAD/HAJ/KSF
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das Thema hier schon irgendwo haben - das war vor wenigen Wochen, als die Rationierung auf 40 Liter kam. Damals hatte auch der in CPT lebende Juser capetonian was dazu geschrieben.

Aber ich finde es nicht...

:sick:

Bist dir sicher mit den 40L? Denn ab Februar tritt die nächst härtere Stufe ein und das sind 50L pP. Momentan sollten es glaub 67 sein. Vorher waren es 87L.
Wenn stand das glaub in dem Reisebericht von HON/UA.

Wir sind in 4 Wochen in Kapstadt.
 
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kingair9

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18.03.2009
21.844
13
Unter TABUM und in BNJ
Bist dir sicher mit den 40L? Denn ab Februar tritt die nächst härte Stufe ein und das sind 50L pP. Momentan sollten es glaub 67 sein. Vorher waren es 87L.
Wenn stand das glaub in dem Reisebericht von HON/UA.

Wir sind in 4 Wochen in Kapstadt.

Ich denke, Du hast sowohl mit der Literzahl als auch mit dem HON/UA-Beeicht Recht - Danke!
 
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Flyingdog

Aktives Mitglied
14.12.2017
175
0
Bodensee/Kapstadt
Wir haben diese Woche bei einem Direktabfüller gekauft (220 Liter in 5 L Kanistern,um bis zum Ende unseres Aufenthalts auf der sicheren Seite zu sein).Das Lager war schon sehr geräumt.Der Vermieter unseres Cottages in Somerset West hat wohl um die 200 Kanister(1000 Liter) in seiner Garage gebunkert.Hamsterkäufe haben wohl gestartet.
 

Flyingdog

Aktives Mitglied
14.12.2017
175
0
Bodensee/Kapstadt
Es sind jetzt 50 Liter, die erwartet werden...es wird ja nicht limitiert.Aber mehr als 50%der Bevölkerung braucht wesentlich mehr als 50 Liter und sammelt bereits in Wassertanks.Das hat wahrscheinlich zur Folge,dass der DAY ZERO nicht erst um den 20 April eintreten wird, sondern eventuell schon um den 10.März,da der Verbrauch progressiv steigen wird, weil die Einwohner in Panik geraten und Wasser sammeln,solange es noch aus dem Kran kommt. Hier tickt echt die Zeitbombe
 

Bilbo

Erfahrenes Mitglied
28.10.2009
3.241
1
PAD/HAJ/KSF
Also wer 1000l IBC über hat, kann dort sicher gute Geschäfte machen. Die Lieferfrist dafür beträgt vor Ort mehr als 3 Monate.
 

Fremder

Erfahrenes Mitglied
28.04.2012
316
0
Aktuell sind in kleineren Malls schon die Wasserhähne in den Klos abgestellt.

am Flughafen CPT (internationaler Bereich) war auf den Toiletten von ca. 4 Wasserhähnen nur einer eingeschaltet. (Mitte dieser Woche).

Es hängen zwar überall Schilder rum, die auf die Knappheit hinweisen & bitten den Verbrauch einzuschränken - bringt aus meiner Sicht nur nicht allzu viel.

Wahrscheinlich sind hier ganz andere Massnahmen notwendig, wie zB exponentieller Anstieg des Wasserpreises, wenn eine bestimmte Menge überschritten wird oder Rationierung des Wassers (eg Verfügbarkeit nur noch 2 Stunden morgens und abends).

Dies alles zögert dann aber nur den ‚day zero‘ nach hinten raus, löst aber das grundsätzliche Problem nicht.
 
Ich kenne den ganzen Sachverhalt (noch) nicht.

Es ist unerheblich, ob die Rationierung 20, 50 oder 60 Liter pro Tag beträgt. Wie viel wichtiger ist, was passiert, wenn kein Wasser mehr da ist. Der Mob reagiert sehr schnell und aggressiv. Da wird das Hauptproblem liegen. Denn, eine Versorgung, egal wie jetzt, ist mit einer marodierenden Meute kaum durchführbar.
 

Bilbo

Erfahrenes Mitglied
28.10.2009
3.241
1
PAD/HAJ/KSF
Es gibt ja verschiedene Projekte. Entsalzungsanlagen werden zb gebaut.

Aber da kann sicher Capetonian mehr zu erzählen.
 

gabenga

Erfahrenes Mitglied
16.11.2010
1.881
8
STR
Wir haben diese Woche bei einem Direktabfüller gekauft (220 Liter in 5 L Kanistern,um bis zum Ende unseres Aufenthalts auf der sicheren Seite zu sein).Das Lager war schon sehr geräumt.Der Vermieter unseres Cottages in Somerset West hat wohl um die 200 Kanister(1000 Liter) in seiner Garage gebunkert.Hamsterkäufe haben wohl gestartet.

Vielleicht solltest Du Deinen/Euren Aufenthaltsort nicht so detailiiert beschreiben. Womöglich bekommt ihr sonst Besuch von den Wasserräubern. :eek:
 

xcirrusx

Erfahrenes Mitglied
16.10.2012
3.125
2
KUL (bye bye HAM)
Es ist unerheblich, ob die Rationierung 20, 50 oder 60 Liter pro Tag beträgt. Wie viel wichtiger ist, was passiert, wenn kein Wasser mehr da ist. Der Mob reagiert sehr schnell und aggressiv. Da wird das Hauptproblem liegen. Denn, eine Versorgung, egal wie jetzt, ist mit einer marodierenden Meute kaum durchführbar.

Ein wichtiger Punkt wird sein wie die Regierung mit dem Problem umgeht. Ich könnte mir vorstellen das es da nicht unbedingt nach dem Bedarf geht, sondern das zuerst all ANC Hochburgen bedient werden, dann die Vierteln mit denen die sich Schmiergeld leisten können und am Ende alle anderen....
 

kingair9

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18.03.2009
21.844
13
Unter TABUM und in BNJ
Ein wichtiger Punkt wird sein wie die Regierung mit dem Problem umgeht. Ich könnte mir vorstellen das es da nicht unbedingt nach dem Bedarf geht, sondern das zuerst all ANC Hochburgen bedient werden, dann die Vierteln mit denen die sich Schmiergeld leisten können und am Ende alle anderen....

Wir waren unter anderem 2005 (oder war es 06?) in RSA als es mit den täglichen Power Outages los ging. Supermärkte mit Notbeleuchtung, Abendessen im Restaurant mit eingeschränkter Karte (nur was auf Gas gekocht oder im Holzofen gebacken werden konnte) und so weiter.

Schon damals wurde gerade der ANC für diese Probleme verantwortlich gemacht, da man mit der "Black First" Politik viele kompetente/erfahrene Leute durch eigene Parteigänger ersetzte. Schon damals hieß es (Selbst hatte und habe ich da keinen Einblick), dass bestimmte Viertel/Städte bevorzugt werden.

Wer weiß, was jetzt demnächst kommt...
 

Piedra

Erfahrenes Mitglied
28.08.2012
5.104
0
Ein wichtiger Punkt wird sein wie die Regierung mit dem Problem umgeht. Ich könnte mir vorstellen das es da nicht unbedingt nach dem Bedarf geht, sondern das zuerst all ANC Hochburgen bedient werden, dann die Vierteln mit denen die sich Schmiergeld leisten können und am Ende alle anderen....

Wobei CT und Western Cape ja weitgehend eben nicht vom ANC bestimmt sind.
 

Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
2.411
86
GRQ
Wer die Situation genau folgen will, kann hier schauen.

So wie ich es verstanden habe, sind die Anlagen nicht wesentlich anders als wann sie um 1900 installiert wurden, was sich in zu wenig Speicher und recht viele Verluste merkbar macht. Die exakte Quelle lässt sich nicht wieder finden, aber die Verluste im Wassernetz (Leck, Diebstahl...) in Süd-Afrika sind bis 50% in manchen Gebiete, für die Kaap waren es so 25 bis 30%. In den Niederlanden z.B. nur 6%. Das macht natürlich ein Riesenunterschied in dieser Situation.

Wir werden sehen was passiert, und ob Day Zero tatsächlich kommt, und was dann passiert (ich denke, weniger Panik als hier vorhergesagt wird, denn zu erst werden wohl schrittweise Stadtteile abgeschaltet). Städte wie Dubai und Abu Dhabi haben auch nur wenige Tage Trinkwasserreserven, interessante Gedanke.
 

stepfel1

Erfahrenes Mitglied
06.01.2012
1.015
0
BER
Ist abzusehen, dass sich die Situation innerhalb eines Jahres ändert? Wir wollten nächsten Winter nach CPT...
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.586
3
Dein Egoismus und Deine Egozentrik fallen Dir hoffentlich gerade auf, oder?

Mir nicht. Wenn ich einen Urlaub in einem Krisengebiet plane, egal welche Krise das sein sollte, informiere ich mich im Vorfeld doch auch ob es während meines Reisezeitraumes zu Problemen kommen kann oder nicht. Für die Probleme vor Ort kann ich nichts und im Zweifelsfall trage ich mein Geld halt woanders hin.
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
10.849
0
im Paralleluniversum
Mir nicht. Wenn ich einen Urlaub in einem Krisengebiet plane, egal welche Krise das sein sollte, informiere ich mich im Vorfeld doch auch ob es während meines Reisezeitraumes zu Problemen kommen kann oder nicht. Für die Probleme vor Ort kann ich nichts und im Zweifelsfall trage ich mein Geld halt woanders hin.

Sollte es so kommen, wie es sich abzeichnet und sollten die Verhältnisse dann durchaus kritisch werden, dürfte Tourismus eine eher kleine Sorge sein.
Warten wir mal noch 4 - 5 Monate, vielleicht verstehst Du mich dann.

Für die Probleme vor Ort können wir alle nichts - zumindest nicht unmittelbar. Wir alle tragen aber mittelbar unseren Teil dazu bei. Zumindest ist das heute die gängige Meinung von Klimaforschern, der ich mich übrigens anschließe.
 

Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
4.486
1
Farewell City
Schon damals wurde gerade der ANC für diese Probleme verantwortlich gemacht, da man mit der "Black First" Politik viele kompetente/erfahrene Leute durch eigene Parteigänger ersetzte. Schon damals hieß es (Selbst hatte und habe ich da keinen Einblick), dass bestimmte Viertel/Städte bevorzugt werden.

+1 vor allem was die vielen Berichte und Erzählungen von Freunden Arbeitskollegen mit Wurzeln in der Region angeht.

Ohne Frage ist aber auch richtig: Unfähigkeit, Machtbesessenheit und Korruption sind keine Frage von Hautfarbe oder Partei.
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.586
3
Sollte es so kommen, wie es sich abzeichnet und sollten die Verhältnisse dann durchaus kritisch werden, dürfte Tourismus eine eher kleine Sorge sein.

Dann ist die Frage von User stepfel1 doch berechtigt, findest du nicht? Dann kann er seinen Urlaub gleich anders planen.