Thailand März/April 2021: 15 Tage ASQ für 30 Tage Rundreise

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
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Nach Bekanntmachung der thailändischen 15-Nächte-Quarantäne-Regel für Einreisende hatte ich mich noch gefragt, wer sowas jemals für einen zeitlich begrenzten Urlaub auf sich nehmen sollte, und das als totalen Rohrkrepierer abgetan. Einige Monate später bin ich nun selbst mit +1 unterwegs in die thailändische Quarantäne.

Auch wenn uns das letzte Jahr trotz Pandemie erstaunlich viel Abwechslung geboten hatte (u.a. Umzug von DUS nach MUC, Besuche von Freunden und Familie aus der alten Heimat mit gemeinsamen Ausflügen quer durch Bayern und Tirol, eine Woche Kreta zur A3*G-Verlängerung, inspiriert vom Mr. Hards Reisebericht ein verlängertes Wochenende in Venedig und schließlich zwei sehr erholsame Wochen auf Teneriffa im November), fehlte uns die jährliche Thailandreise. Nicht nur weil +1 Thailänder ist, sind wir bisher jedes Jahr mindestens einmal nach Thailand geflogen. Tatsächlich hatte ich bereits im Februar 2020 für den Dezember 2020 dank des LH/LX-F-Partner-Specials ex AMS eine Reise AMS-FRA-BKK gebucht, die ich jedoch im November nach einem Downgrade in C und einer Flugzeitenänderung uns habe erstatten lassen.

Nachdem ich mir vor gut zwei Wochen die Frage gestellt hatte, wie unsere Reisen dieses Jahr aussehen könnten, bin ich jedoch zu einer eher pessimistischen Einschätzung gekommen. Ich befürchte, dass internationale Reisen, innereuropäische Reisen eingeschlossen, frühestens gegen Herbst wieder ohne größere Einschränkungen möglich sein werden, mit einer guten Chance, dass viele Einschränkungen auch noch deutlich länger dauern werden. Da das Fernweh bei uns Beiden jedoch immer stärker wurde, haben wir uns mit der aktuellen Situation vor Ort in Thailand auseinander gesetzt, sowie die genauen Rahmenbedingungen für unsere Reise geprüft. Je länger wir uns mit dem Gedanken, nach Thailand zu reisen beschäftigten, desto euphorischer wurden wir.

Freunde aus Bangkok berichteten, dass sie das Leben abgesehen von der Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie abgesehen von den Temperatur-Messungen und Handy-App-Checkins in Einkaufszentren und Restaurants als eher normal empfinden. Außerhalb von Bangkok sollen die Einschränkungen dazu noch geringer sein. C-Tickets selbst bei einen kurzfristigen Abflug waren erstaunlich günstig. Hotels in Thailand schienen ebenfalls durchweg gute Preise und Sonderaktionen anzubieten. Dagegen stand jedoch die 14-tägige Quarantäne, die dazu auch nicht unbedingt preisgünstig angeboten wurde.

Nach reiflichen Abwägungen entschieden wir uns dennoch für die Reise, da wir für die Quarantänezeit ohnehin einiges an Tätigkeiten zu erledigen haben, die wir auch zu Hause vor dem Rechner sitzend gemacht hätten. Die höheren Kosten für das ASQ-Hotel sind zwar unschön, aber mit dem Reisebudget 2021 gedeckt, das anderweitig dieses Jahr wohl ohnehin nicht in größerem Umfang beansprucht werden wird. Da es für den ASQ-Stay dazu Bonvoy Punkte und Nächte geben soll, kann man sich das kombiniert mit der 2x Points / Elite Night Promotion auch noch etwas schön rechnen.

Nachdem die Entscheidung dann vor fast genau zwei Wochen fiel, wurden als Erstes bei der HUK und Amex englischsprachige Bestätigungen der min. 100.000 USD Deckung der jeweiligen Auslandsreisekrankenversicherung auch für Covid-19-Behandlungen angefordert. Nach dem Erhalt beantragten wir dann über die thailändische COE-Webseite das Pre-COE. Unsere Anträge wurden jedoch im ersten Schritt beide abgelehnt:

- Bei +1 fehlte sein Name in thailändischen Lettern im Antrag, was sich dadurch erklärte, dass wir die englischsprachige Webseitenversion benutzt hatten, auf der die Eingabefelder schlicht nicht existierten. Nicht ganz logisch diese Zweisprachigkeit der Webseite, aber nach dem Nachtrag des Namens auf Thai wurde das Pre-COE binnen weniger Minuten bestätigt.
- Bei mir fehlte dem königlich thailändischen Konsulat in München offenbar der entsprechende Krankenversicherungsnachweis, was ich mir nicht erklären konnte. Nach dem Aufruf meines COE-Antrags bemerkte ich jedoch, dass ich diesen offenbar tatsächlich nicht erfolgreich in den Antrag eingefügt hatte. Nach dem Drag & Drop des jeweiligen PDF-Dokumentes muss man nämlich noch den Upload-Pfeil unter dem Dokumenten-Icon anklicken, denn sonst wird das jeweilige Dokument offenbar nicht gespeichert. Nachdem ich dies korrekt durchgeführt hatte, musste ich noch bis zum Mittag des folgenden Tages warten, bis auch mein Pre-COE bestätigt wurde.

Nun buchte ich die ins Auge gefassten Flüge, die selbst 11 Tage vor Abflug zum selben akzeptablen Preis verfügbar waren wie bei den initialen Reiseüberlegungen.

Mit dem gewünschten ASQ-Hotel befand ich mich bereits in regem E-Mail-Austausch, sodass ich nun das Angebot annahm, wozu ich einige Dokumente (Pässe, Eheurkunde, Flugbuchung, thailändischer Perso von +1) mitliefern musste. Nachdem ich dann noch über einen Payment-Link 10% des Gesamtbetrages per Kreditkarte angezahlt hatte, erhielt ich die Buchungsbestätigung.

Auf der COE-Seite ergänzte ich nun unsere COE-Anträge um die Angaben zu Flug und Hotel sowie fügte die jeweiligen Buchungsbestätigungen hinzu. Am Mittag des Folgetages erhielten wir dann unsere Einreisebestätigungen.

In der Zwischenzeit hatte ich Termine für einen Corona-Test bei der Teststelle am Deutschen Museum sowie bei unserem Hausarzt für die "Fit 2 Fly"-Bestätigung gemacht.

Zwei Tage vor Abflug fanden wir uns dann auf der Museumsinsel an der Corona-Teststelle ein. Hier gab es zwar (trotz Terminvereinbarung) eine längere Warteschlange, die jedoch zügig abgearbeitet wurde.

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Im ersten Zelt im Innenhof des Deutschen Museums wurde der Barcode der Terminbestätigung gescannt und Pass / Ausweis kontrolliert. Anschließend erhielt man einen Ausdruck mit den Zugangsdaten, um das Testergebnis später online abrufen zu können, sowie einen Aufkleber für die Probe. So ausgestattet machten wir uns auf zum nächsten Zelt, wo innerhalb von wenigen Sekunden tief im Rachen ein Abstrich gemacht wurde, bei dem ich leicht würgen musste, was aber im erträglichen Rahmen blieb.

Auch wenn es keine E-Mail-Benachrichtigung zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit des Testergebnisses gab, prüfte ich fünf Stunden nach der Probenentnahme den Ergebnisdownload und konnte erfolgreich die zweisprachigen PDFs mit unseren negativen Testergebnissen herunterladen. Und dank der bayerischen Teststrategie war dies sogar komplett kostenlos.

Heute stand dann unser Termin beim Hausarzt für die Fit-To-Fly-Bescheinigung an. Im Vorfeld hatte ich über den hier im Forum kursierenden Link der Thai Airways einen entsprechenden Vordruck heruntergeladen und ausgedruckt.

Dieser sorgte jedoch für einiges Stirnrunzeln, denn irgendwie war man sich nicht sicher, welche Voraussetzungen überprüft werden sollten, damit man guten Gewissens den Passus

Hiermit wird bestätigt, dass der oben genannte Passagier gesundheitlich uneingeschränkt flugtauglich ist.

bestätigen könne. Nachdem sich der junge Arzt in der Gemeinschaftspraxis bei einem Kollegen rückversichert hatte, hörte er unsere Lunge und Herztöne ab, maß Fieber und checkte unsere negativen Corona-Testergebnisse, bevor er uns dann die Flugtauglichkeitsbescheinigung unterschrieb und stempelte.

Tatsächlich waren die Reisevorbereitungen für die anstehende Thailandreise deutlich komplexer als für die zahllosen Thailandreisen der letzten 1,5 Jahrzehnte, aber freuen wir uns aktuell deutlich mehr auf die Reise als all die Jahre zuvor.

Wir sitzen nun auf gepackten Koffern und können nicht erwarten, dass es morgen losgeht. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch auf unsere Reise mitnehmen kann, und bin selbst gespannt, wie wir Thailand in Zeiten von Covid-19 erleben werden.
 

mainz2013

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18.09.2013
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Ich bin gerne virtuell dabei. Vielen Dank schon mal für deinen Reisebericht. Etwas Abwechslung in dieser Zeit.
 
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dplane

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04.01.2017
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Starker Einstieg. Gibt es noch ein Sneak Peek zur geplanten Route oder wird das eine Überraschung bzw. erst in der ASQ ausgearbeitet? Tätigkeiten in der ASQ meint, Du/ihr hast/habt die Arbeit mitgenommen? Zugegeben, heikles Thema je nach Position/Anstellung und Aufenthalt nicht-EU...
 
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Nitus

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04.04.2013
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Starker Einstieg. Gibt es noch ein Sneak Peek zur geplanten Route oder wird das eine Überraschung bzw. erst in der ASQ ausgearbeitet?

Grob geplant ist BKK - HKT - CNX - UBP - Koh Samed - BKK, Details werden wir noch ausarbeiten. Tatsächlich ist auch nichts wirklich Besonderes geplant, zumal ich nach mehr als zwei Dutzend Thailandreisen auch schon viel kenne. Es geht eher um Erholung, gutes Wetter, thailändisches Essen und Freunde & Familie wiedersehen.

Tätigkeiten in der ASQ meint, Du/ihr hast/habt die Arbeit mitgenommen? Zugegeben, heikles Thema je nach Position/Anstellung und Aufenthalt nicht-EU...

Problematik ist bekannt, es geht hier aber weniger um richtige Arbeit. :)
 
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Nitus

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04.04.2013
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Tag 0 - Anreise

Am gestrigen Abend haben wir uns dann noch ein wenig mit der “Thailand Plus”-App beschäftigt. Diese App, die Voraussetzung für die erfolgreiche Einreise nach Thailand sein soll, soll mittels Kontakt- und Bewegungsüberwachung die Verbreitung von Covid-19 eindämmen. Nachdem man ein Selfie von sich gemacht hatte, musste man “Reference Number” und “COE” angeben. Es bedurfte einer Google-Suche, um herauszufinden, dass die “Reference Number” der PIN entspricht, die man bereits bei der ersten COE-Registrierung erhalten hatte. Damit war dann eine Anmeldung möglich, wenngleich ich die App aufgrund ihrer massiven Aktivität und damit verbundenen Akkubelastung auch direkt wieder beendet hatte.

Da wir selten vor einer Thailandreise so aufgeregt waren, war es eine eher unruhige letzte Nacht zu Hause. Frühzeitig standen wir daher auf, um die letzten Sachen einzupacken und die Wohnung für unsere 1,5-monatige Abwesenheit vorzubereiten.

Auch wenn wir nur ca. fünf Fußminuten von einer Haltestelle der S1 entfernt wohnen und für genau die zehn Streifen einer Streifenkarte (für aktuell 14,60 Euro) zu zweit zum Flughafen kommen könnten, entschieden wir uns heute für Sixt Ride. Ich selbst habe ja nur einen Koffer mit 21kg Gewicht für die 45 Tage Thailand gepackt, aber +1 mit seinen zahllosen Mitbringseln (deutsche bzw. europäische Schokolade und Kosmetikprodukte stehen in Thailand weiterhin hoch im Kurs) kam auf vier Koffer mit insgesamt knapp 100kg Gewicht. Da erschien ein Tür-zu-Tür-Transfer deutlich angenehmer als die S-Bahn München.

Da unser Fahrer laut Sixt-App schon sehr frühzeitig unterwegs war und wir auch schon früher startklar waren, ging es sehr zeitig los. Dank freier Autobahnen und der zügigen Fahrweise unseres Fahrers erreichten wir den MUC daher bereits knapp drei Stunden vor dem planmäßigen Abflug.

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Am Check-in der SQ waren drei Schalter geöffnet. Lediglich ein Pax stand am C-Schalter an, die anderen Beiden waren frei. Nachdem unsere umfangreichen Dokumente nach einer Checkliste geprüft waren, konnten wir unsere insgesamt fünf Koffer aufgeben. Dabei erfuhren wir, dass für heute insgesamt 10 Paxe (3x C & 7x Y) gebucht seien, aber wohl üblicherweise nicht immer alle erscheinen würden. Da die vorderen C-Reihen als Crew Rest verwendet werden würden, bot man uns an, unsere Sitzplätze in den hinteren abgetrennten C-Bereich zu verlegen, den wir somit alleine für uns hätten. Wir nahmen das Angebot an, wurden aber auch darauf hingewiesen, dass wir uns auch jederzeit umsetzen könnten.

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Als Frühstück gönnten wir uns anschließend eine Leberkässemmel und spazierten etwas im Außenbereich umher, um noch ein wenig frische Luft schnappen zu können.

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Auf dem Weg zur LH-C-Lounge im G-Bereich (alle anderen LH-Lounges in MUC hatten geschlossen) begegneten uns nur wenige andere Passagiere. Generell erschien uns der Flughafen so ausgestorben wie noch nie zuvor.

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Die Lounge selber war mit ca. knapp zwei Dutzend Paxen gefüllt, sodass es ein ruhiges Ambiete war, um diese Zeilen ungestört schreiben zu können. Da ich langsam Durst bekomme, hier jedoch jeglicher Speise- oder Getränkekonsum untersagt ist, geht es dann auch gleich weiter zur Passkontrolle. Dann werden wir uns noch die Beine ein wenig vertreten und sind gespannt auf den Flug, den wir uns ja offenbar mit nur sehr wenigen Mitreisenden teilen müssen.

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Nitus

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04.04.2013
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Am Ausgang der Lounge konnte uns das Angebot an Sandwiches und Brezeln nicht überzeugen, aber für das Wasser waren wir dankbar. Direkt hinter dem Lounge-Ausgang stürzte ich sofort eine Flasche herunter.

Vom Lounge-Ausgang kommend standen wir schon fast direkt vor der Passkontrolle, an der ebenfalls gähnende Leere herrschte, sodass wir diese ohne Wartezeit passieren konnten.

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Der Non-Schengen-Bereich, also der Bereich an den H-Gates, wirkte wie ausgestorben. War es unten im Schengen-Bereich schon trostlos, so wurde es hier noch viel trostloser. So suchten wir direkt das Gate für unseren SQ-Flug MUC-SIN auf und warteten dort noch ca. 20 Minuten, bis das Boarding startete.

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Wie wir später von “unserer” Flugbegleiterin erfahren sollten, waren es tatsächlich nur neun Passagiere (3x C und 6x Y) auf diesem Flug, sodass das Boarding entsprechend zügig abgeschlossen war. Den neun Passagieren standen übrigens auch neun Flugbegleiter und vier Piloten gegenüber.

Tatsächlich erhielten wir zu zweit quasi ein Separee, da die C des SQ-A350 zweigeteilt ist. Vier Reihen mit je vier Sitzen gehörten uns allein. Der weitere C-Passagier saß im vorderen Bereich.

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Noch am Boden wurden unsere Getränkebestellung und die Wahl der Hauptspeise aufgenommen. Als Speisekarte musste die SQ-App dienen, da aufgrund von Covid-19 auf gedruckte Speisekarten verzichtet wurde. Der Start des Fluges erfolgte, aufgrund der wenigen Passagiere und der wenigen Flugbewegungen wenig überraschend, pünktlich.

Überraschend war hingegen, dass es keine Stunde dauern sollte, bis das Mittagessen serviert wurde. Das gewählte Rinderbäckchen schmeckte sehr gut und war von der Portion großzügig, wenngleich ich mir etwas mehr Sauce gewünscht hätte.

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Bei Musik aus dem Noise-Cancelling-Kopfhörer und stetig nachgefülltem Champagner schwelgte ich in Gedanken und schaute immer wieder aus dem Fenster. Besonders gut gefiel mir die Aussicht auf das Kaukasusgebirge.

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Nachdem es draußen dunkel geworden war, bat ich die Flugbegleiterin, meinen Sitz zum Bett umzubauen. Im A350 der SQ geht dies nicht auf Tastendruck, sondern es wird die Rückenlehne umgeklappt, sodass die Rückseite der Lehne zur Matratze wird.

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Trotz des Schlafmangels aus der letzten Nacht gelang es mir nicht, Nachtruhe zu finden. So richtig verwunderlich war das nicht, wenn man bedenkt, dass die Landung in SIN noch vor Mitternacht deutscher Zeit erfolgte. So hörte ich weiter Musik aus dem IFE und versuchte dennoch, mich etwas auszuruhen.

1,5 Stunden vor der Landung wurde dann das Frühstück serviert. Schmackhaft war es, wenngleich die Portion hätte ein wenig mehr sein können.

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Nach der Landung wurden wir von zahlreichen Mitarbeitern in kompletter Schutzkleidung direkt am Gate empfangen. Es wurden unsere Bordkarten für den Anschlussflug geprüft, die uns für ein Armband qualifizierten, mit dem Transitpassagiere ohne kurzfristigen Weiterflug kenntlich gemacht werden. Wir mussten noch auf zwei weitere Mitreisende aus MUC warten, die ebenfalls einen späteren Anschlussflug hatten. Zu viert wurden wir dann mit einem Golfcaddy quer durch den sehr ruhigen und erstaunlich leeren SIN gefahren.

An ein paar aktuell nicht genutzten Gates (rund um A21) wurde ein besonderer Transit-Wartebereich geschaffen. Mitarbeiter in Schutzkleidung kontrollierten erneut unsere Bordkarten und glichen diese mit der ihnen vorliegenden Liste ab. Man sagte uns, dass wir bzw. unser Flug ausgerufen werden würde, und wir den speziellen Transit-Wartebereich nicht verlassen dürften.

Als C-Paxe stand uns ein abgetrennter “Premium”-Bereich offen, in welchem es kostenfrei Getränke und einfaches Essen gab. Als wir eintrafen war der Bereich noch relativ voll, leerte sich aber nach und nach. Wir suchten uns einen Platz mit Steckdosen, um so intensiv das kostenfreie Flughafen-WiFi nutzen können.

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Später probierten wir das kostenfreie Essen, das man über einen QR-Code-Link unter Angabe seines Sitzplatzes bestellen konnte. Die Spaghetti mit Hähnchenbolognese kamen zwar zu heiß an den Platz, schmeckten aber deutlich besser als ich vermutet hatte.

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Nachdem ich nun gerade einen angetrunkenen Niederländer (eine Dose Heineken nach der Anderen um 10 Uhr vormittag Ortszeit), der sich seit einer halben Stunde lautstark mit Freisprechfunktion mit zu Hause unterhält, gebeten habe, doch etwas leiser zu telefonieren, hoffen wir, dass die noch verbleibenden Stunden in diesem Wartebereich halbwegs erträglich vorübergehen.
 

Batman

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18.11.2017
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Hamburg
Interessant. Das Essen sieht besser aus (und größere Portion), als meine Familie es in Q4/2020 bekam (und fast einem halben Tag in dem Transit Bereich ausharren musste). Zwischenzeitlich war aber auch die SQ Business Lounge in Q4/20 möglich. Keine Ahnung woran das festgelegt wird.

Danke für den Bericht und die Bilder. In 4 Wochen wäre ich mit denen auch in Business unterwegs gewesen :cry:.
 
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Nitus

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MUC
Interessant. Das Essen sieht besser aus (und größere Portion), als meine Familie es in Q4/2020 bekam (und fast einem halben Tag in dem Transit Bereich ausharren musste).

Groß waren die Portionen auch nicht. Möglicherweise täuscht das Foto etwas. Immerhin liegen oben nur zwei eher mittelgroße Brokkoliröschen auf den Penne Bolognese. In den gut sieben Stunden, die wir heute im "Premium" Transit Bereich ausharren mussten, hatten wir jeder drei Portionen weggeputzt. Die Penne Bolognese (vom Hähnchen) waren tatsächlich recht lecker. Das grüne Thaicurry hingegen mit viel kompakten Reis dann eher sättigend als lecker.

In der Zwischenzeit haben wir es aber bis nach Bangkok geschafft und unser Quarantäne-Zimmer bezogen. Sind sehr zufrieden. Details kommen dann wahrscheinlich morgen, da ich jetzt doch ziemlich erschöpft bin.
 

Nitus

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Tag 1 - Ankunft

Wir hatten gefragt, wann der kollektive Aufbruch zum Gate des Weiterfluges nach BKK erfolgen würde. “Ca. eine Stunde vor dem geplanten Abflug” war die Antwort. So waren es insgesamt gut sieben Stunden, die wir in der “Transit Holding Area” (THA) zubringen mussten. Aufgrund der gesteigerten Müdigkeit war dies wahrlich kein Vergnügen. Die Kleinkinder, die die “Premium Waiting Area” in einen Abenteuerspielplatz zu verwandeln wussten, obwohl außerhalb der “Premium Waiting Area” sogar zwei separate Familien- bzw. Spielbereiche waren, sowie der weiterhin lautstarke Niederländer sorgten dafür, dass an keine Ruhe zu denken war.

So standen wir schon gut eine Stunde vor dem geplanten Weiterflug nahe des Ausgangs der “Transit Holding Area” bereit, da wir die Weiterreise kaum erwarten konnten. Es sollte jedoch noch etwas dauern, bis alle Passagiere des Fluges SQ712 nach BKK ausgerufen wurden.

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Nach dem Aufruf unseres Fluges fanden sich ca. 2-3 Dutzend Passagiere am Ausgang der THA ein. Wir wurden mit Abstand in einem rechteckigen Muster platziert, bis uns eine Dame aufforderte, ihr im Gänsemarsch zu folgen. Ich fühlte mich an meine Grundschulzeit zurück erinnert, wo es immer zum Ende der Pause galt, sich ordentlich aufzureihen, um gesittet den Weg ins Klassenzimmer anzutreten.

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Auf dem Weg von der THA (ehemals Gate A21) zum Abfluggate A2 passierten wir eine Fiebermesseinrichtung, die im Vorbeigehen unsere Körpertemperatur prüfte. Ansonsten begegneten wir erneut nur wenigen anderen Passagieren und Mitarbeitern. Auch waren fast alle Geschäfte und Restaurants geschlossen. Wie in MUC auch hier wirklich ein trauriges Bild.

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Am Gate wurden wir in einen abgegrenzten Wartebereich geleitet, aus dem das Boarding jedoch nur wenige Minuten später startete.

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An Bord wurden wir von unsererer Flugbegleiterin freundlichst begrüßt. Dabei stellte sich heraus, dass sie Thailänderin ist, sodass +1 und sie gleich umfangreich zu schnattern begannen. So lernten wir, dass es auf diesem Flug nur sechs C-Paxe und etwas 10x so viele in Eco gäbe. Für eine 777-300ER dennoch eine sehr schwache Auslastung. Wir saßen im hinteren C-Bereich, der aus neun Reihen zu je vier Sitzen bestand, und den wir uns mit nur noch einem weiteren Mitreisenden teilten.

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Noch vor dem Start wurde unsere Auswahl für das Mittagessen und der Getränkewunsch aufgenommen. Anschließend füllten wir die Gesundheitserklärung und die Einreisekarte für Thailand aus.

Auch dieser Flug setzte sich pünktlich in Bewegung. Während des Taxiing konnten wir zahllose temporär stillgelegte Flugzeuge der SQ erblicken, die offenbar jede freie Fläche am SIN in Beschlag nahmen.

Kurz nach dem Start gab es dann das Mittagessen. Vorspeise und Dessert waren meins, das Hauptgericht jedoch nicht. Neugierig auf das Nasi Lemak war jedoch nicht jedes dessen Bestandteile mein Fall. Der mit Kokosmilch gekochte Reis erinnerte mich an süßen Klebereise, der in Thailand ja gerne mit Mango serviert wird. In diesem Fall war er weniger süß und klebrig, schmeckte aber halbwegs. Das Sambal und das gut gewürzte Hähnchenfleisch wussten zu gefallen. Die beiden Stücke Omelette hatten eigenartige Geschmacksnoten und die mit Erdnüssen gemischten getrockneten Sardellen waren einfach nur furchtbar. Deswegen und aufgrund der viel zu großen Reismenge musste ich leider viel zurück gehen lassen.

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Nach dem Essen gönnte ich mir noch einen Refill des Champagners, als letzten Alkohol vor der 2-wöchigen Quarantäne, in der ja ein Alkoholverbot gilt.

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Anschließend stellte ich die Rücklehne ein wenig zurück und schloss die Augen. Da ich die ca. 28 Stunden zuvor nicht mehr richtig geschlafen hatte, nickte ich tatsächlich ein. Kurz vor der Landung wurde ich jedoch durch die Durchsage des Piloten geweckt, musste aber feststellen, dass dieser kurze Schlaf von vielleicht 15-30 Minuten wie ein Wunder gewirkt hatte.

Nach der Landung in BKK gab es ein ähnliches Bild wie schon in SIN. Fast überall standen eingemottete Flugzeuge herum, nur hier halt von TG und nicht von SQ.

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Während des Taxiing testete ich erfolgreich, dass meine in Deutschland per MyAIS-App immer wieder per Kreditkarte befüllte AIS 1-2-Call SIM-Karte noch funktionierte. Noch in SIN hatte ich über die App ein 100MB-24h-Datenpaket gebucht, was ich nun direkt für erste Statusupdates nutzen konnte.

Direkt nach Ankunft im Terminal wurden wir gebeten, zügig in Richtung Immigration zu gehen. Am Ende des ersten Seitenarmes des Terminalgebäudes waren zahllose Stühle links und rechts der Laufbänder platziert. Allen eintreffenden Passagieren wurden nun Stühle zugeordnet und wir erhielten ein Ansteckschild mit der Aufschrift “ASQ” und fortlaufender Nummerierung.

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Mitarbeiter, wie immer alle in kompletter Schutzkleidung, prüften am Platz nun die Vollständigkeit unserer Dokumente. Anschließend wurden wir in Kleingruppen nach einem manuellen Fiebercheck zum Tresen gebeten, an welchen nun die Dokumente, insbesondere das COE, geprüft wurden. Der Ausdruck des COEs verblieb hier und im Gegenzug erhielten wir einige Vermerke und Stempel auf der Gesundheitserklärung und Einreisekarte.

Nach diesem Prozessschritt ging es auf zum nächsten Wartebereich, wo wir uns hintereinander wieder hinsetzen mussten.

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Nachdem alle Plätze belegt waren, wurden wir als Gruppe weiter in Richtung Immigration geschickt. Kurz vor dieser wurden wir in thailändische Staatsbürger und Farangs aufgeteilt. Hier wurde wieder gewartet, bis jede dieser beiden Gruppen wieder eine gewisse Personenstärke erreicht hatte, bevor es weiter ging.

Noch vor den eigentlichen Immigration-Schaltern waren improvisierte Schalter zum erneuten Dokumentencheck aufgebaut. Kurios nahm ich wahr, dass zwar einerseits große Schilder angebracht waren, die auf Einhaltung eines Mindestabstandes von 2m hinwiesen, aber andererseits einem die enge Anordnung der einzelnen Schalter nicht einmal einen halben Meter Platz zum benachbarten Farang ließen.

Bei der Überprüfung meiner Dokumente wurde ich relativ barsch darauf hingewiesen, dass ich als Aufenthaltsort in Thailand das ASQ-Hotel eingetragen hatte. Ich hätte hier doch den ersten Aufenthaltsort in Thailand nach Absolvierung des ASQs eintragen sollen. Ein deutlich freundlicherer Mitarbeiter begleitete mich dann zu einem Tresen, an welchem ich meine Dokumente entsprechend korrigieren konnte.

Somit konnte ich mich nun endlich an der eigentlichen Immigration einfinden. Aufgrund der großen Menge an geöffneten Schaltern konnte ich ohne weitere Wartezeit direkt zu einem Immigration-Mitarbeiter gelangen. Leider handelte es sich in meinem Fall um einen Trainee, der unter Argusaugen seiner Ausbilderin sehr viel Zeit benötigte, um mein Einreisebegehren bearbeiten zu können. Trotz meiner Korrektur der Dokumente kam erneut die Frage nach meinem ersten Aufenthaltsort nach dem ASQ auf und die Bitte, eine entsprechende Buchungsbestätigung nachzuweisen. Da ich diese jedoch nicht ausgedruckt dabei hatte, öffnete ich schnell die Marriott-Bonvoy-App und rief die Buchung auf, was auf wohlwollende Akzeptanz stieß. Nach einer gefühlten Ewigkeit sollte ich dann aber den ersehnten Einreisestempel für 45 Tage Aufenthalt in Thailand erhalten.

+1 hatte mir in der Zwischenzeit per Messenger geschrieben, dass er unsere Koffer schon entgegen genommen habe. Am Paketband traf ich dann auf ihn und auf zwei Gepäckwagen, auf die er unsere fünf Koffer aufgeteilt hatte. So begaben wir uns nun Richtung Zoll.

Es war überhaupt nur ein Ausgang geöffnet und an diesem wiederum nur der mit “Nothing to declare” Bezeichnete. Der mit “Goods to declare” bezeichnete Ausgang war geschlossen. Da +1 für seine Vorliebe, Familie und Freunden umfangreiche Mitbringsel aus Deutschland mitzubringen, in der Vergangenheit bereits einmal viel Lehrgeld beim thailändischen Zoll bezahlen durfte, war er dennoch nervös. Allerdings interessierte sich diesmal wirklich niemand für unser umfangreiches Gepäck.

Wie nicht anders zu erwarten, war es auch im Ankunftsbereich des BKK unglaublich ruhig. Das ansonsten geschäftige Treiben ist auch hier einer gewissen Trostlosigkeit gewichen. Somit war es leicht, den Ansprechpartner unseres ASQ-Hotels, dem Le Méridien Bangkok, zu finden.

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Wir wurden freundlichst begrüßte, auf einer Liste abgehakt und nach draußen begleitet. Auch dort war es gespenstisch leer. Am VW-Transporter des Hotels angekommen begann ein Mitarbeiter, mit einem Lappen und einer großen Sprühflasche Desinfektionsmittel unsere Koffer zu reinigen. Die Ledertasche von +1 durfte aufgrund der Empfindlichkeit des Materials ausgespart werden. Während das Gepäck desinfiziert und verladen wurde, durften wir im Fahrzeug Platz nehmen, mussten jedoch unsere Schuhe ausziehen und in Plastiküberzieher schlüpfen.

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Bedingt durch den sonntäglich nicht sonderlich dichten Verkehr war die Fahrt vom BKK ins Stadtzentrum in die Surawong-Straße trotz relativ defensiver Fahrweise unseres Fahrers ohne Verzögerungen möglich. Am Hotel angekommen ging es direkt in die Tiefgarage, in der drei Mitarbeiter auf uns warteten, uns in den Fahrstuhl lotsten und sich um unser Gepäck kümmerten.

In der Lobby wurden wir zum Empfang gelotst, wo nach kurzer Prüfung unserer Identität gleich ein Corona-Test gemacht wurde. Es erfolgte ein total harmloser Abstrich im Mund und ein sehr unangenehmer Abstrich tief in der Nase, bei der dazu noch ordentlich rumgerührt wurde. Während ich versuchte, den leichten Schmerz in der Nase zu verdrängen, wurden noch Fieber, Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung gemessen, die trotz oder wegen (?) Übermüdung absolut unauffällig waren.

Anschließend wurden wir in den Sitzbereich der Lobby geführt, wo ein sehr freundlicher Mitarbeiter uns zahlreiche Informationen gab. Dazu mussten wir noch ein paar Dokumente unterschreiben, u.a. das Einverständnis, dass +1 und ich die Quarantäne gemeinsam verbringen wollen. Danach durften wir die im Aufenthalt inkludierten Speisen für das Abendessen und die drei Mahlzeiten des Folgetages aus jeweils drei Optionen auswählen. Wir erhielten dazu noch die Login-Daten für eine App der thailändischen Regierung, in der wir täglich morgens und abends unsere Körpertemperatur erfassen müssen. Schließlich begleitete uns der Mitarbeiter zum Fahrstuhl, wo er sich schon von uns verabschiedete, da offenbar genau mit unserer SQ-Maschine noch mehr neue ASQ-Gäste gekommen waren, die ebenfalls eingecheckt werden wollten.

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Wir machten uns selber auf den Weg zu unserer “Avantec-”Suite, in welcher wir neben unserem Gepäck einige Snacks, viel Trinkwasser und einen Teil der vorbestellten Fitnessutensilien vorfanden. Wir erkundeten den Schlaf- und Wohnraum sowie das Badezimmer und stellten zufrieden fest, dass wir uns mit dem Le Méridien und der Suite offenbar richtig entschieden hatten.

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Trotz einsetzender Dämmerung und der leider vorhandenen Luftverschmutzung gefiel uns der Ausblick. Unsere Sehnsucht nach Bangkok wurde so schon ein gutes Stück gestillt, wenngleich ich davon ausgehe, dass die Sehnsucht danach, Bangkok richtig zu erleben, nun mit dem Blick auf Bangkok jeden Tag größer werden wird.

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Während ich in der Dusche verschwand, auf die ich mich schon seit Stunden gefreut hatte, wurde bereits das ausgewählte Abendessen geliefert bzw. vor der Zimmertür abgestellt. Da dies durch Klingeln signalisiert wurde, konnte +1 den Tisch decken und wir nach meiner Dusche gemeinsam zu Abend essen. Sowohl vom Geschmack als auch der Portionsgröße war ich so positiv überrascht, dass mein Home-Office-Lockdown-Bauch durch das ASQ wohl weiter wachsen wird. Aber nicht nur ich war mit dem “Pulled Pork Sandwich” (und den für thailändische Verhältnisse sehr guten Pommes) absolut zufrieden, auch +1 genoß seine Nudelsuppe und die Tintenfischringe.

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Nach dem Essen übermittelten wir das erste Mal unsere Körpertemperatur, surften noch ein wenig Internet und gingen schließlich frühzeitig übermüdet, aber zufrieden, ins Bett.
 
Zuletzt bearbeitet:

on_tour

Erfahrenes Mitglied
01.08.2010
8.393
966
Sawatdee krap, Willkommen in Bangkok!

Danke für den beeindruckenden Bericht.
Ihr werdet festellen, dass Ihr eine gute Entscheidung getroffen habt. In den Touri-Bereichen in Bangkok ist es recht ruhig, aber dort, wo die Menschen leben, geht das Leben fast normal. Masken, Temperaturmessen und Barcode scannen, wird zur Routine und nevrt auch nicht wirklich und wie Du selbst geschrieben hast, ausserhalb Bangkoks merkt man noch weniger, mal von Samut Sakhon abgesehen.

Eure bevorstehende Reise wird wohl auch etwas Besonderes sein, wenig Touries und mehr Ruhe in der Natur, geniesst es!

Chock dee krap
 

PhileasFogg

Erfahrenes Mitglied
29.03.2012
559
121
FRA
Das Le Meridien Bangkok ist eine gute Wahl. Wir waren schon ein paar Mal da und hatten auch jedes Mal die Avantec Suite, schön hell, Aussicht und gute Raumaufteilung.

Viel Spaß!
 
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Reaktionen: Nitus und chrini1

travelwithsophie

Erfahrenes Mitglied
25.07.2019
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FRA, NRT, TPE.
Sehr spannend. Bin gespannt was noch folgt?
Falls man Corona Positiv getestet wird.. wie sind die Zimmer in so einem Co-Krankenhaus? Bekommt man mit +1 ein eigenes Zimmer?:0

Habe gelesen bei einer Belegung über zwei Personen: Couple must have marriage certificate. Sprich wenn man nicht verheiratet ist, kann man auch nicht zusammen in die Quarantäne?
 
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Aviatar

Erfahrenes Mitglied
14.10.2017
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Darf ich fragen, welchen Status du bei Marriott hast? Gab es da irgendwelche Benefits? Oder hast du die Suite gebucht, um sicher zu gehen, dass du sie auch erhältst?
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
Sehr spannend. Bin gespannt was noch folgt?

Die nächsten Tage voraussichtlich deutlich weniger Spannendes. Für nach der Quarantäne bin ich dann selbst sehr gespannt darauf, wie sehr wir Thailand wieder genießen können. Gehe aber aktuell davon aus, dass die Einschränkungen wohl wirklich nicht viele sein werden. Mehr bin ich gespannt, wie sich Thailand ohne die Touristenmassen anfühlen wird. Ich werde berichten! :)

Falls man Corona Positiv getestet wird.. wie sind die Zimmer in so einem Co-Krankenhaus?

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Auch wenn ich bislang selbst keine Erfahrungen mit einem stationären Krankenhausaufenthalt in Thailand habe, so waren die Erfahrungen mit ambulanten Behandlungen im z.B. Samitivej, Bumrungrad und auch dem BNH (Partner-Krankenhaus unseres Le Méridien) wirklich gut. Aber dennoch hoffe ich sehr, dass auch die noch zwei kommenden Coronatests negativ bleiben werden.

Habe gelesen bei einer Belegung über zwei Personen: Couple must have marriage certificate. Sprich wenn man nicht verheiratet ist, kann man auch nicht zusammen in die Quarantäne?

Man benötigt wohl mindestens einen Nachweis darüber, dass man zu Hause in häuslicher Gemeinschaft lebt. Ich hatte bei der ursprünglichen Anfrage (vor der verbindlichen Reservierung) bereits darauf hingewiesen, dass +1 und ich zwar nach deutschem Recht verheiratet seien, aber als gleichgeschlechtliches Paar eben eine in Thailand nicht anerkannte Ehe führen. Bei der verbindlichen Buchung wurde dennoch nach der Eheurkunde gefragt, die in ihrer deutschsprachigen Version absolut ausreichend war. Ich gehe aber davon aus, dass auch Meldebescheinigungen mit der gleichen Adresse ausreichen könnten. Vielleicht sogar noch weniger, denn bei der Ankunft musste man ja noch ein separates Formular unterschreiben, um sein Einverständnis zu der gemeinsamen Quarantäne zu geben.

Darf ich fragen, welchen Status du bei Marriott hast? Gab es da irgendwelche Benefits? Oder hast du die Suite gebucht, um sicher zu gehen, dass du sie auch erhältst?

Ich bin aktuell Bonvoy Platinum Elite. Ich befürchte aber, dass Benefits für das ASQ keine Rolle spielen. Immerhin gibt es bei Marriott (zumindest hier im Le Méridien) wenigstens Punkte- und Elite-Nächte-Gutschriften, die es bei der Konkurenz offenbar nicht gibt. Zumindest fand ich in den ASQ-Angeboten von z.B. dem Pullman Bangkok G darauf keine Hinweise, wobei letzteres trotz meinem ALL Diamond nach den schlechten Erfahrungen vor 1,5 Jahren sowieso für mich ausgeschieden wäre.

Die Suite habe ich gebucht, da ich mir auch mit +1 keine 14 Tage im selben Raum ohne Rückzugsmöglichkeiten vorstellen konnte, und daher sichergehen wollte, dass wir die zwei Räume auch bekommen. Ob es ein Upgrade vom Double auf die Suite gegeben hätte, weiss ich nicht. Vielleicht hätte ich vor der Buchung mal freundlich fragen sollen, hätte mir ein paar Tausend THB sparen können. Wenigstens haben wir sowohl die 10% Rabatt für thailändische Staatsbürger und zusätzlich die 5% für Bonvoy-Mitglieder auf den Gesamtpreis bekommen. Der Preis für zwei Doppelzimmer mit Verbindungstür wäre übrigens ungefähr gleich wie der Preis für die Suite gewesen.

Early-Check-in wäre in dem Angebot wohl auch ohne Status drin gewesen. Late-Check-Out will man dann auch nicht wirklich haben, da ich denke, dass man den Check-out am letzten Tag nicht erwarten kann. Lounge scheidet ja auch aus. Ansonsten stand bei Ankunft ein Teller mit Obst, Snacks und Softdrinks und einem handschriftlichen Begrüßungsschreiben auf dem Tisch. Ob dies jetzt ein Status-Benefit ist oder jeder ASQ-Gast dies bekommt, keine Ahnung. Vielleicht war aber der Status der Grund, warum wir die Suite auf einer der höchsten Etagen bekommen haben, was bei der Fernsicht hier wirklich eine sehr nette Sache ist.

Aufgrund der 25 geschenkten Statusnächte dieses Jahr bedeutet der ASQ-Stay in Verbindung mit den doppelten Elite-Nächten der aktuellen Aktion aber eine direkte Verlängerung des Platinum für ein Jahr. Das ist ja auch schon ein nettes Benefit, zumal im weiteren Reiseverlauf noch einige weitere Nächte bei Marriott hinzukommen werden, und mich daher dank der aktuellen Nächte-Verdoppelungs-Aktion, die ich zu Hause nicht hätte nutzen können, zum Titanium machen sollten. Dafür, dass ich überhaupt erst seit letztem Herbst bei Marriott richtig dabei bin (von ALL im Rahmen der Match-Aktion gematcht worden), ist das eine ganz gute Entwicklung.
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
Tag 2

Nach einem langen und erholsamen Schlaf wachte ich heute um kurz nach 7 Uhr Ortszeit auf, da aus dem Wohnraum ein wenig Sonnenlicht durch den Spalt der Schiebetür ins Schlafzimmer fiel. Mein erster Weg führte mich zur Espresso-Kapsel-Maschine.

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Anschließend genoss ich die Aussicht, die sich heute bei leichtem Sonnenschein anders darstellte als gestern bei Ankunft.

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45 Minuten später traf dann das gestern vorbestellte Frühstück ein, das sowohl geschmacklich als auch mengenmäßig überzeugen konnte. Insbesondere das Gebäck war für thailändische Verhältnisse äußerst frisch und schmackhaft.

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Die nächste Abwechslung kam dann erwartungsgemäß mit dem Mittagessen, das geschmacklich ein wenig enttäuschte. Gerade durch die Wahl der thailändischen Option hatte ich mir mehr versprochen, jedoch schmeckte das Pad Thai eher fad. Dafür gefiel der Nachtisch (süßer Klebereis mit Mango).

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Kurz nach dem Mittagessen klingelte es erneut an unserer Zimmertür, da die noch vor der Anreise vorbestellten Hanteln nachgeliefert wurden.

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Wenig später erhielten wir einen Anruf, in dem uns mitgeteilt wurde, dass der gestern durchgeführte Coronatest von +1 negativ ausgefallen sei. Mein Testergebnis würde jedoch noch nicht vorliegen. Man würde sich melden.

Wir beide verbrachten viel Zeit mit Telefonieren und vor unseren Rechnern. Immerhin gab es zumindest viel von der Anreise zu erzählen. Generell fiel uns auf, dass das WLAN nicht nur ein starkes Signal bot, sondern auch der Datendurchsatz schnell und flüssig war, ein echter Pluspunkt für die 14 Tage ASQ.

Kurz nach 19 Uhr wurde dann das Abendessen vor die Tür gestellt. Offenbar muss ein Großteil aller ASQ-Gäste heute Abend die thailändische Option gewählt haben, bei der das gebratene Gemüse und das Schweinefleisch mit Ingwer in separaten Schüsselchen geliefert wurde. Zumindest war es so bei unseren Zimmernachbarn, wie wir auf dem Flur sehen konnten. Bei uns wurde das Essen jedoch in Take-Away-Verpackungen geliefert, was uns vermuten ließ, dass dem Hotel die Schüsselchen ausgegangen sind.

Ob es ein psychologischer Effekt war, dass uns das Essen deswegen heute Abend nicht so geschmeckt hatte, kann ich nicht sicher sagen, aber irgendwie waren wir von dem heutigen Abendessen nicht wirklich begeistert, wenngleich die Portionsgröße wieder mehr als ausreichend war.

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Um auch morgen wieder Espresso genießen zu können, stand noch das Spülen an. Tatsächlich hatte das Hotel vor unserer Ankunft bereits eine Flasche Spülmittel und einen Spülschwamm in der Badewanne bereitgestellt.

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Um kurz nach 22 Uhr erhielten wir dann erneut einen Anruf, mit dem nun mein negatives Coronatestergebnis überbracht wurde.
 
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somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.142
2.691
Gummersbach
, so waren die Erfahrungen mit ambulanten Behandlungen im z.B. Samitivej, Bumrungrad und auch dem BNH (Partner-Krankenhaus unseres Le Méridien) wirklich gut.

Meine auch. Anläßlich eines Besuchs im BNH bestand nach eingehender Eigen-anamnese Verdacht auf Hirntumor im Endstadium , welcher nach Begegnung mit der Schönheitskönigin am Empfangstresen plötzlich wieder weg war .

Auch für das BNH gilt im Übrigen : Cheap no good , good no cheap .
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
3.793
9.593
MUC
Tag 3

Tatsächlich fiel es mir gestern schwer, einzuschlafen. Offenbar wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, sich an eine Zeitverschiebung zu gewöhnen. Dennoch verschlief ich den Morgen glücklicherweise nicht, und konnte mir wieder in Ruhe einen Espresso gönnen, bevor das Frühstück geliefert wurde.

Auf die Eggs Benedict hatte ich mich schon gefreut, sollte aber ziemlich enttäuscht werden. So ziemlich nichts stimmte: kein gekochter Schinken, Eier zu lange pochiert, viel zu wenig Sauce Hollandaise und in Summe fast geschmacksneutral

Dafür waren das Plunderteilchen mit Kiwi knusprig und der Karottenkuchen saftig. Beides sehr frisch und lecker.

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Bei meinem heutigen Toilettengang machte ich mich mit dem Washlet vertraut. Die Reinigung des Allerwertesten mit einem Wasserstrahl finde ich ja prinzipiell eine gute Sache und hatte dies auch schon wiederholt in Asien angetroffen. Neu war für mich einerseits die digitale Steuerung des Wasserdrucks über eine Bedienungseinheit an der Wand, ebenso wie die Funktion, den Wasserstrahl pulsieren zu lassen. Auch war dies mein erster Versuch, die Trocknung mittels eines warmen Luftstroms vorzunehmen. Allerdings war dies trotz lautem Geräusch weder effizient noch sonderlich angenehm, was wohl erklärt, warum ich nicht früher in Kontakt mit diesem Gimmick gekommen bin.

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Das nächste Highlight des Tages war natürlich die nächste Mahlzeit. Die gewählte thailändische Variante war schmackhaft aber eher ein langweiliges Standardessen. Dazu bin ich kein großer Freund der Süßwurst.

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Auch wenn ich fast den ganzen Tag vor dem Rechner hänge, versuche ich zwischendurch immer wieder quer durch die Räumlichkeiten zu laufen und verharre dabei meistens vor den Fenstern, aus denen ich mit sehnsüchtigen Blicken auf Bangkok starre. Auch hierbei zahlt sich die Ecksuite aus, da man in verschiedene Richtungen blicken kann. Gegen Abend hielt ich dann die Aussicht gen Osten fest, wo ich über den nur sehr leichten Stau auf der Rama 4 Straße oberhalb der Kreuzung mit der Surawong-Straße verwundert war. Hier hatte ich aus der Erinnerung deutlich mehr Stillstand erwartet.

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Gegen kurz nach 19 Uhr traf das Abendessen ein, bei dem +1 und ich uns heute für die internationale Variante (Auberginensalat, gefülltes Hähnchen auf Karottenpüree und Fruchtsalat mit Passionsfruchtdressing) entschieden hatten, was sich als eine gute Wahl herausstellen sollte.

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somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.142
2.691
Gummersbach
Juser*in ,

meine allerherzlichsten Glückwünsche , daß Ihr das schon fast 2 Tage ohne Selbstmord überstanden habt . Für mich wäre sowas völlig undenkbar und deswegen die Frage : wäre es nicht sinnig wenigstens ein Zimmer mit Balkon zu erwählen oder eine Herberge am Fluß ; hier wurde mal erwähnt , daß man da sogar im Freien rumlaufen kann wenn ich das recht erinnere .
 

achwieistdaslebenschoen

Reguläres Mitglied
27.12.2020
82
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deswegen die Frage : wäre es nicht sinnig wenigstens ein Zimmer mit Balkon zu erwählen oder eine Herberge am Fluß ; hier wurde mal erwähnt , daß man da sogar im Freien rumlaufen kann wenn ich das recht erinnere .
Oder aber ein Zimmer mit Balkon am Fluß?
Ist tatsächlich etwas "schmerzlindernd", das Treiben am Fluss. Und der Übereckbalkon mit seinen ca. 20 Metern Länge hilft einem ebenfalls beim fit bleiben. Mehr als das paarmal den Balkon entlangzuflanieren, beweg ich mich auch daheim nicht...
Dazu noch ein Ergometer im Zimmer (bzw. der SUITE *räusper*), um sich beim Netflix bingen nebenher ein wenig abzustrampeln und schon ist ausreichend für die Gesundheit getan.
Morgen, am dritten Tag, ist um 08:30 Uhr der erste Covidtest und so Buddha will, geht es nach negativem (also eigentlich positivem) Ergebnis täglich für anderthalb Stündchen raus an die Flußauen.
Essen ist prima und reichlich, Internet schnell (>80 Mbps) und das Hotelpersonal wirklich entzückend. Hab´s mir schlimmer vorgestellt.