[TR] – Kreuz und quer durch das südliche Indien (Rückblende ins Jahr 2019) – 170 Bilder

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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Willkommen zu einem weiteren Reisebericht von meiner Seite!

Die im Folgenden geschilderte Reise begab sich im November und Dezember 2019 und war meine letzte Reise (im eigentlichen Sinne von Erkunden und Entdecken neuer Orte) vor der Pandemie – wer hätte damals auch ahnen können, was dann in wenigen Monaten bevorstand.

Indien – ich war bis dato nur einmal in Mumbai und Goa, ansonsten bin ich was dieses abwechslungsreiche und vielfältige Land betrifft eher nichtsahnend.

Es ergab sich die Gelegenheit, einer Hochzeit in Bengaluru beizuwohnen und Freunde lebten zu der Zeit in Chennai (auch mal Madras genannt) – wenn das kein Grund ist, eine Reise zu arrangieren.
Das Ergebnis war eine Woche in Indien und dabei kreuz und quer durch das südliche Indien – Chennai mit dem umliegenden indischen Bundesstaat Tamil Nadu und Bengaluru und der umlegende Bundesstaat Karnataka.

Nun denn, auf dem Hinweg noch in Stuttgart vorbei geschaut. Das Ticket war Dank der Konkurrenz auf der Strecke USA – Indien sogar günstiger, wie einfach nur ein Ticket New York nach Stuttgart… den 'Anschluss' nach Indien gab es quasi umsonst dazu…
Das Ticket wurde einen Monat vor Reiseantritt eingebucht.
Ein Direktflug nach Chennai hätte den Flugpreis leider massiv verteuert, weil die Klasse P auf dem Flug LH758 nach Chennai zum Buchungszeitpunkt schon weg war. Also nach Mumbai plus ein Domestic Anschluss (separat gebucht). Die Business im A340-300 nach Chennai ist klein und die Buchungsklassen schnell weg.
Die Upgrades von und nach JFK waren eher kurzfristig eine spontane Idee wenige Tage vor Abflug.

Also entstand folgender Reiseplan – 4mal 747! Dreimal B747-800 und einmal B747-400.
27.11.2019
LH401 JFK-FRA
01.12.2019
LH756 FRA-BOM
02.12.2019
6E768 BOM-MAA
05.12.2012
6E238
MAA-BLR
09.12.2019
LH755 BLR-FRA
LH400 FRA-JFK

Noch ein e-Visa für Indien beantragt (und genehmigt bekommen) und der Tag der Reise konnte kommen.

Irgendwie nicht aus dem Büro gekommen und Abflug 16 Uhr ab JFK hilft da nicht. Schnell nach Hause, Koffer und anderes eingesammelt und via LIRR von der Penn Station nach Jamaica – dauert nur 20 Minuten plus 15 Minuten Airtrain. Für damals 7,75 USD plus 7,50 USD für den JFK Airtrain (wenn man unweit der Penn Station wohnt) einfach die schnellste und auch günstige Variante.

Es war Mittwoch vor Thanksgiving – Penn Station war geschäftig:
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Seit Anfang 2021 ist Amtrak in die Moynihan Train Hall gegenüber der Penn Station umgezogen – ein schöner neuer Bahnhof und die alte Penn Station unter dem Madison Square Garden ist nun noch trauriger.

Der LIRR Zug nach Babylon auf Long Island:
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Etwas nach 14 Uhr war ich am Check-in (Annahmeschlusszeit ist 60 Minuten vor Abflug – arg viel knapper macht mich nervös, aber es war halt so) – der und Security waren fix – mittlerweile bietet LH wieder den vollen Service in JFK (separate Security und First Class Lounge) und das Obergeschoss der Lufthansa Lounge ist ein netter Ort zum Verweilen.
Blick auf das Vorfeld mit der AUA Boeing B777-200ER OE-LPE als OS88 nach Wien und die dahinter die Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYK 'Rheinpfalz' in Vorbereitung für die LH401:
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LH401 New York City John F Kennedy (JFK) – Frankfurt/ Main (FRA)
27.11.2019, 16:00 – 05:30 am Folgetag
Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYK 'Rheinpfalz'

Mit leichter Verspätung ging es los. Steigflug durch die Abenddämmerung über den Wolken:
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Und dann begann der Service – wie immer sehr zuvorkommend. Das konnten (und können) die LH Crews (wieder) in den besseren Klassen.

Amuse-Bouche (Lachs-Wraps mit Rettich) und Welcome Drink: Gin and Tonic:
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Als Vorspeise - gegrillte Rinderfiletscheiben Niçoise mit Senfcrème, Riesengarnele mit Tartar Sauce und Büffelmozzarella mit Feige
Römersalat, Gurke und Tomate mit gerösteten Zucchini und Auberginen und Knoblauch-Baguette:
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Als Hauptgang: gegrillte Lammkoteletts, gebratenes Gemüse und mit Cheddar gratinierte Kartoffeln:
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Und nie den Käse auslassen – Stilton, Manchego, Kristall-Cheddar, Chaumes und Brie mit Trauben und Crackern
Gefolgt von warmen Erdbeerstrudel mit Karamell-Eis und Vanillesauce:
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Vor der Landung dann Frische Früchte, Beeren auf Coulis und Müsli mit Milch:
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Wie immer war der Flug zu kurz.

Die Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYK 'Rheinpfalz' nach der Landung in Frankfurt:
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Mit dem Zug ging es nach Stuttgart – es fahren ja genug auf dieser Strecke.
Große Schalterhalle mit Treppenaufgang von der Klett-Passage im Hauptbahnhof:
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In Stuttgart dann Freunde und Familie getroffen, ist ja auch noch ein Zuhause. Im Folgenden einfach ein paar Eindrücke.

Stiftstraße mit der 'Stiftskirche Stuttgart':
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Erste Vorboten des Weihnachtsmarktes mit dem 'Kunstmuseum Stuttgart':
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Der 'Kleine Schloßplatz' mit der Installation 'Polylit' by 'Carsten Nicolai' (2006):
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Einer meiner Lieblingsorte in Stuttgart – die Markthalle:
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Das 'Neue Schloss':
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Damit war es Sonntag und die eigentliche Reise nach Indien begann. Abflug nach Mumbai war um 12.30, also am Morgen wieder einen ICE nach Frankfurt genommen.

Die Kopfbahnsteighalle im Umbau für Stuttgart 21 und mit Weihnachtsbeleuchtung – mittlerweile ist die gesperrt. Ende 2025 dann wieder…:
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Und nichts geht über den Speisewagen im ICE – Frühstück auf dem Weg nach Frankfurt:
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Abflug war im Flugsteig A Plus. In Sachen Wege mir am liebsten – ich vermisse definitiv nicht die Zeiten nach Riyadh vom C/D Riegel…

United Maschinen an den Gates des Flugsteig A mit dem Tower der Vorfeldkontrolle:
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Auf zum 2ten Leg:
LH756 Frankfurt/ Main (FRA) – Mumbai Chhatrapati Shivaji International Airport (BOM)
01.12.2019, 12:30 – 01:00 am Folgetag
Lufthansa Boeing B747-400 D-ABVR

Frankfurt ist Jumboland – die Lufthansa Boeing B747-400 D-ABVR am Gate für den Flug LH756 nach Mumbai:
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Mit einer guten halben Stunde ging es los. Nach dem Einsteigen im Oberdeck gemütlich gemacht. Es ist einfach ein schönes Örtchen zum sich wohnlich einrichten.

Und auf nach Indien – Pushback. Und Start auf der Südbahn.

Einbiegen auf die Startbahn 18 vor dem Start nach Mumbai - im Hintergrund ein startendes Flugzeug
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Und ein schemenhafter Anflug eines Schattens der eigenen Flugzeuges mit Kondensstreifen auf dem Weg nach Mumbai:
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Gute 40 Minuten nach dem Start begann der Service:
Aperitif, gefolgt von der Vorspeise aus geräucherter Lachsforelle mit Gin-Fenchelsalat, Holunderjoghurt und Kürbis:
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Während draußen das 'Siebenbürgisches Erzgebirge' in Rumänien vorbeizog:
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Etwas später wolkenbedeckt:
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Dezember heißt bei Lufthansa Weihnachtsgans – als Hauptgang.
Gänsebraten mit Rotkraut und Kartoffelknödeln:
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Dessert – Käseauswahl (Rosmarin-Schafskäse, Gouda, Montagnolo und Vesperkäse mit Aprikosen-Ingwer-Chutney) mit Crackern und frische Früchte mit einem Espresso:
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Während draußen die Abenddämmerung über den Wolken einsetzte:
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Dann vor der Landung war Gelegenheit, zum indischen Menü zu wechseln. Vorspeise - Kürbis-Mais-Salat mit Curry und Rosinen
Als Hauptgang Andhra Mutton Roast, Avial und Coconut Pulao (Lammragout mit Chili, cremiges Karotten-Keniabohnen Gemüse und indischer Basmati-Kokosreis) mit Naan. Als Dessert Gulab Jamun Cheesecake (Käsekuchen mit frittierten Teigbällchen und Vanillesauce):
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Die 8 Stunden Flugzeit näherten sich dem Ende und das Aufräumen begann.

Landung in Mumbai – der Flug war knapp 30 Minuten zu spät. Am Nachbar-Gate die British Airways Boeing B747-400 G-CIVT aus London:
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Die Einreise zog sich etwas – nicht überraschend waren viele Europäer an Bord und es war Rushhour der Ankünfte aus Europa. Bei meinem ersten Besuch in Indien vor einigen Jahren kam ich mit der Saudia Maschine aus Riyadh am frühen Morgen an – da gab es keine anderen e-Visa Kandidaten…
Nun ja, eine weitere Stunde später war ich in Indien. Ein paar Rupien aus dem Geldautomat und ein Taxi zum Hotel.
Die waren am Check-In sehr nett (allerdings hilft der Drink Voucher bei Ankunft um 3 Uhr nachts und geschlossener Bar auch nicht…).
Mein Flug nach Chennai war um 14.45 am nächsten Tag. Also ins Bett und von Mumbai diesmal nicht wirklich was gesehen. Am nächsten Morgen (also eher Vormittag) einmal ins Gym zum Laufen – es war schwül, die A/C half nur bedingt – und nach dem Hotelfrühstück auf zum Flughafen. Diesmal das Domestic-Terminal. Ein Taxi geentert und los ging es. Zeitlich war alles prima.

Allerdings erinnerte mich das Gepäck auf dem Dach (ohne Gurt oder ähnliches) ein bisschen an die Eingangsszene des Films 'Darjeeling Limited', in der Bill Murray nervös in einem Taxi durch die Stadt rast, um seinen Zug noch zu erreichen. Der Zeitaspekt fehlte bei mir, aber geflitzt ist der Fahrer schon und reichlich Kurven und Schlaglöcher gab es auch.

Aber der Koffer schaffte es anstandslos zum Flughafen:
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Mumbai Chhatrapati Shivaji International Airport - Terminal 1A - Check-in Bereich:
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Der letzte Abschnitt nach Mumbai:

6E768 Mumbai Chhatrapati Shivaji International Airport (BOM) - Chennai International Airport (MAA)
02.12.2019, 14.45 – 16.40
Indigo Airbus A320-200 VT-IHD

Der Flug hing leider 20 Minuten. Aber es gab reichlich Stempel auf den Boardingpass. Und Indigo ist eine moderne Airline, die insgesamt ihre Operations im Griff haben.

Nun denn – da ich immer einen kleinen Snack während des Fluges schätze, habe ich während der Online-Buchung auch einen Happen bestellt. Wurde dann auch direkt auch serviert. Ein Hähnchen Salat mit Mangosaft:
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Damit war ich knapp 29 Stunden nach Abreise in Stuttgart in Chennai. Ich wurde am Flughafen abgeholt direkt nach Hause in das Viertel 'Kotturpuram' in Chennai gebracht.

Ein paar nächtliche Eindrücke dieses Viertels:
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Abends dann in einem örtlichen Restaurant indisch essen gewesen. Es war schön, die Freunde mal wieder zu sehen.

Fortsetzung folgt...
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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... Fortsetzung:

Am nächsten Tag ging es mit einem Vorortzug nach Tirukazhukundram – gut 60 Kilometer südlich von Chennai im Hinterland des Golf von Bengalen und Ort des Vedagiriswarar-Tempels – einer bedeutenden Hindu Tempelanlage. Für Bahnfahrten bin ich immer zu haben!

Empfangs Gebäude des Bahnhofs 'Chennai Beach':
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Zug der Indian Railsways der South Line der Chennai Vorortbahn Richtung 'Chengalpattu Junction':
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Im Bahnhof mit anderen Vorortzügen am frühen Morgen:
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Im Zug:
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Zwischenhalt – Kiosk auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Saidapet:
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Bahnhofsvorsteher im Bahnhof Pallavaram:
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Eine etwas modernere Zuggarnitur Richtung 'Chennai Beach' in Pallavaram:
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Ausfahrt aus Tambaram – wie man sich indische Bahnfahrten so vorstellt:
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Schlafwagen der Indian Railways:
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Stellwerk in Chengalpattu Junction:
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Ankunft am Endbahnhof Chengalpattu Junction:
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Blick über den Bahnhof Chengalpattu Junction:
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Das Ziel war noch nicht ganz erreicht – es stand noch eine Busfahrt zum eigentlichen Ziel bevor. Am Ziel der Busbahnhof in Tirukazhukundram:
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Es war Zeit für das Frühstück – Masala Dosai in einem kleinen Restaurants unweit des Tempels – mein Magen ist robust:
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Ziel war die Tempelanlage 'Vedagiriswarar', die aus zwei Tempeln besteht: einem Tempel auf einem Hügel und eine ausgedehnte Anlage am Fuß des Hügels. Der Tempel ist dem Gott Shiva geweiht.
Teil 1 – der Tempel auf dem Hügel:
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Prachtvoll verziertem Eingang:
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Über eine Vielzahl von Stufen ging es zur Bergspitze – bei dem schwülwarmen Wetter nur ein mäßiges Vergnügen:
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Der Tempel selbst (Fotos innerhalb sind nicht erwünscht) ist innen ein erstaunlich dunkles Gemäuer – es werden diverse Bade- und Feuerzeremonien von den Priestern und ihren Assistenten abgehalten (mein Wissen über den Hinduismus ist beschränkt):
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Das auf den Bergkrabbeln wird mit einem schönen Blick auf die Umgebung belohnt. Blick über die Stadt Tirukazhukundram Richtung Südosten:
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Und Richtung Südwesten mit dem Hindu Tempel 'Shri Thirupura Sundari Amman':
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So ging es wieder hinunter zum 'Shri Thirupura Sundari Amman' – Tuk Tuk und der Tempel auf dem Hügel:
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Der untere Tempel ist der Anlage in 'Arunachalesvara' mit seinen 4 Türmen ('Gopurams') nach empfunden. Und stand unter Wasser:
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Bietet allerlei prachtvolle Ausschmückungen:
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Blick durch die Kuppeln auf den Tempel auf dem Hügel:
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Im Umfeld des Tempels gibt es einige Stände, die kleine Darbietungen wie Blumen feilbieten:
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Aber auch Obst und Gemüse:
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Und Werbeplakate sind gemalt:
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Mit dem Bus ging es wieder zurück nach Chengalpattu – Kühe allerorten:
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Der Bundesstaat 'Tamil Nadu', in dem Chennai liegt, ist stark hinduistisch geprägt, aber auch ca. 6% Moslems gibt es – Moschee in Chengalpattu:
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Und es ging mit dem Vorortzug zurück nach Chennai – der Bahnhof Chengalpattu Junction:
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Mit einem abgestellten Schlafwagenzug:
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Und da kam der Zug:
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Wieder im Inneren:
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Unterwegshalt in Chennai St. Thomas Mount
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In Chennai Saidapet ging es raus – kleiner Abstecher in das Viertel 'Saidapet':
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Und dort zu Abend gegessen – 'Saneetha Veg' – eine kleine lokale Kette in Chennai mit leckeren vegetarischen Speisen:
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Abends dann mit den Freunden in Chennai zu einer Happy Hour ins örtliche Hyatt – in 'Tamil Nadu' ist der Alkoholverkauf sehr stark reglementiert… fühlte mich doch so gleich an Saudi erinnert…

Fortsetzung folgt...
 

CarstenS

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... Fortsetzung:

Und weiter ging es mit dem Besichtigungsprogram – für heute wurde mir ein Fahrer arrangiert, der mich nach 'Mahabalipuram' bringen sollte. Die dortige Tempelanlage ist ein UNESCO Weltkulturerbe – die Felsen- und Freibautempel mit zahlreichen Reliefs stammen aus dem 7ten bis 9ten Jahrhundert aus der Blütezeit des Pallava-Reiches, deren Tempel und Anlagen den Dravida-Stils in der indischen Tempelarchitektur begründeten.

Felsentempel von Mahabalipuram – der 'Krishna Felsentempel':
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Relief im 'Krishna Felsentempel':
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'Herabkunft der Ganga' Felsenrelief:
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Details des 'Herabkunft der Ganga' Felsenreliefs:
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Felsentempel von Mahabalipuram - 'Ganesha Ratha' Tempel:
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'Krishna's butter ball' Felsen – da haben viele andere Besucher fleißig Bilder gemacht, wie sie das Ding stuezen. Generell war die Mehrzahl der Besucher lokal:
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Der Felsentempel von Mahabalipuram - 'Varaha Felsentempel':
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Weiter ging es zum Küstentempel:
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Direkt am Golf von Bengalen in Mamallapuram gelegen:
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Mit den Kühen am Strand:
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Nandi Statue beim Küstentempel – Wind und Wetter seit über 1000 Jahren ausgesetzt:
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Weiter zum Küstentempel – bisschen anstrengend ist der Besuch, weil man alle naslang angequatscht wird, ob man nicht etwas kaufen möchte oder eine Tour machen möchte. Immer beharrlich 'nein'/ 'no' sagen und weitergehen:
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Spitze des Küstentempels mit den Wettereinflüssen:
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Park um den Küstentempel:
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Aus Stein gehauene Tempel Wagen ('Ratha') – 'Draupadi Ratha' (links) und 'Arjuna Ratha' (rechts):
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'Nakula Sahadeva Ratha' und der stehende Elefant:
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'Dharmaraja Ratha' (rechts), 'Bhima Ratha' (Mitte) und 'Nakula Sahadeva Ratha' (links im Hintergrund):
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Der deutlich größere 'Bhima Ratha':
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Noch mal der 'Arjuna Ratha' (links) und 'Draupadi Ratha' (rechts):
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Da ich Elefanten mag – der stehende Elefant des 'Nakula Sahadeva Ratha':
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'Mahishamardini' Felsentempel und darüber der 'Olakkanesvara Tempel':
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Der Mahabalipuram Leuchtturm – auf den man gegen einen kleinen Obolus hinauf kann:
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Treppen im Innern:
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Mit Blick über die Felsentempel von Mahabalipuram:
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Blick über die Stadt Mahabalipuram (Nordosten):
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Auf der Rückfahrt lag am Wegesrand ein Lokal der 'Saneetha Veg' Restaurants. Den Fahrer gebeten, anzuhalten – es ist lecker! Und dem Restaurant kann man vertrauen – nicht ganz unwesentlich in Indien…:
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Am frühen Nachmittag war ich zurück in Chennai. Ein bisschen das Viertel meiner Bekannten erkundet – ich benötigte Briefmarken für meine Postkarten.

Das Viertel 'Kotturpuram' in Chennai ist der grün – 1st Main Road:
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Die doch etwas großzügigeren Häuser in dem Viertel:
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Der 'Krishna Tempel' in der Yathaval Road:
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In der doch farbenprächtigen Umgebung:
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Und das Ziel der Wanderung – das Postamt Chennai Kotturpuram:
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Kiosk in der Mannapa Street:
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Autorikscha und farbenfrohes Gebäude in der Yathaval Road:
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Farbenfrohe Fassaden einiger Restaurants in der Gandhi Mandapam Road im Viertel 'Kotturpuram':
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Den Abend dann entspannt ausklingen lassen.

Fortsetzung folgt...
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
2.691
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... Fortsetzung:

Am nächsten Tag ging es weiter nach Bengaluru – aber am Morgen noch die Gelegenheit genutzt, etwas Chennai zu erkunden.
Ziel war der 'Kapaliswarar Tempel' im Viertel 'Mylapor' in Chennai – erbaut im 7ten Jahrhundert.

Also meinen Uber Account reaktiviert und sich auf den Weg gemacht. Autorikscha in der N Mada Street:
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Der reichlich verzierte Gopuram des Hindu 'Kapaliswarar Tempels':
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Der Tempelteich – oftmals Teil eines jeden Hindu-Tempels:
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Hauben in der Innenanlage des Tempels:
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Decke der Säulenhalle:
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Wirklich prachtvolle und detailreiche Verzierungen:
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Innenanlage des Tempels:
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Innenanlage des Tempels:
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Statuen:
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Gasse im umgebenden Viertel:
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Mit Uber wieder zurück und es war an der Zeit, sich zum Flughafen zu begeben.
Noch ein Madras Filter Coffee – eine lokale Spezialität mit gekochter und aufgeschäumter Milch. Wird an zahlreichen Ecken verkauft:
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Der Flughafen ist an die Metro angeschlossen, die seit 2015 in Phasen eröffnet wird. Somit war mein Ehrgeiz geweckt, den Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die nächste Metro-Station war ein bisschen weg, aber eine Rikscha hilft…
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Am Ziel – waren nur ein paar Minuten für einen sehr schmalen Taler. Zugang zu der Metro Station 'Nandanam':
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Ticket erworben (Token) und das Gepäck wurde geröntgt… aber sonst easy. Der eher dunkle Bahnsteig – aber mit Bahnsteigtüren:
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Der moderne (und kurz dem Ziel und außerhalb der Rushhour eher leere) Zug:
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Und nun am Ziel – Metro-Station 'Chennai International Airport' – knapp 1 Stunde von Haus zum Flughafen (die Hinfahrt im Auto waren knapp eine 1/2 Stunde – OK für ich).
Abfahrender Zug Richtung 'Washermanpet' (rechts) und links ein abgestellter Zug:
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Es gibt einen Verbindungstunnel von der Haltestelle zum Terminal:
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Bevor man den Check-In erreicht gibt es diverse Checkpoints mit den obligatorischen Stempeln, aber letztlich auch schnell passiert. Dito Check-In und Security.
Der Abflugbereich des Domestic Terminals:
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Nach Chennai und Besuch der Freunde stand nun eine indische Hochzeit an. Zweiter Teil der Reise.

6E238 Mumbai Chennai International Airport (MAA) - Kempegowda International Airport Bengaluru (BLR)
05.12.2019, 13.00 – 14.05
Indigo Airbus A320-200 VT-IFZ

Auch hier wieder eine sehr effiziente und schnelle Abfertigung. Mit einem Bus ging es auf das Vorfeld.

Boarding über eine mobile Rampe:
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Der Indigo Airbus A320-200 VT-IFZ:
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Der Flug war kurz mit 1:05 Blockzeit und der Service reduziert – hatte im Vorfeld bei der Buchung ebenfalls für ein paar Schekel Cookies bestellt – die auch direkt beim Erreichen der Reiseflughöhe gebracht wurden:
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Über den Wolken auf dem Weg nach Bengaluru – wie meisten in den tropischen Regionen, die Aussicht ist etwas trübe:
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Landung war pünktlich und da Domestic recht unkomplizierte Ankunft und ich war draußen. Ein Uber bestellt und auf zum Hotel der Hochzeitsgesellschaft. Ein weiterer Bekannter aus den USA war auch schon da und den Donnerstagnachmittag noch etwas genutzt, die Umgebung zu erkunden.
Wirklich viel von Bengaluru habe ich jetzt nicht gesehen. Kolonialgebäude in der Millers Road:
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Luftwurzeln eines Banyan-Baumes (?):
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Das 'Manikyavelu Mansion' der 'National Gallery of Modern Art':
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Der moderne Erweiterungsbau:
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Bilder der Ausstellungen war nicht erlaubt – und es war sehr leer. Waren die einzigen Besucher.

Der Freitag war dann durch die Hochzeit geprägt – am Vormittag ein Empfang und die Zeremonie – es war eine 'kleine' Hochzeit für indische Verhältnisse – nur um die 1000 Gäste.
Es war sehr spannend das alles zu beobachten – also der Gesamtablauf. Angefangen vom Eintreffen der Braut und Bräutigams über die eigentliche Zeremonie, gefolgt von den Überbringen der Glückwünsche aller Gäste – die Gäste erwiesen dem Brautpaar ihre Ehre und überbrachten Grüße und Geschenke – bei 1000 Gästen zog sich das einige Stunden. Anschließend gab es ein Mittagessen (in Schichten) – Bewirten von 1000 Gästen in 2 Schichten ist auch eine logistische Leistung.
Fotos fallen aufgrund der Privatveranstaltung aus.

Nach einer Pause am Nachmittag kam man abends wieder zum Feiern zusammen. In etwas kleinerer Runde bis zum frühen Morgen und dann weiter im Hotel.

Eine Randbemerkung – mit wem auch immer ich mich auf der Hochzeit unterhalten habe, sobald der Gegenüber verstanden hat, dass ich als Deutscher in den USA lebe, kam sofort die Frage nach dem US-Visum auf. In Indien ist bei so ziemlich allen Altersschichten erstaunlich viel Wissen vorhanden, welche Visa Kategorien es für die USA so alles gibt…

Am Samstag wurde dann für die zwei Besucher aus fernen Landen dann ein Ausflug arrangiert.

Ziel waren die Berge der 'Westghats', ein Gebirgszug entlang der Westküste Indiens. Eine waldreiche und grüne Ecke und Heimat zahlreicher Tierreservate. Das Ziel war ca. 250 Kilometer westlich Bengaluru. Es wurde ein Auto samt Fahrer organisiert.
Es war eine Übernachtung angedacht – 250 Kilometer auf Indiens Straßen sind eher so 5 bis 6 Stunden, so dass viel Zeit im Auto verbracht wurde. Aber die Gastgeber haben das arrangiert. Auch immer interessant zu sehen, was für sehenswert erachtet wird. Auf halben Weg liegt die Stadt Mysore mit dem 'Amba Vilas' Palast – der wurde uns nicht vorgeschlagen…

Ankunft in der schönen Privatunterkunft war im Dunkeln, nach dem die letzten Kilometer über Straßen mit reichlichen Wildwarnungen zurückgelegt wurden. Es wartete aber noch ein leckeres warmen Abendessen.

Die hügelige Landschaft des Kodagu Distrikts am Morgen:
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Das Gästehaus:
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Die Unterkunft hat ihre Kaffeeplantagen und eigenen Hühner:
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Farbenfrohe Blüten um das Gästehaus:
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Insgesamt sehr ruhig und grün – ein stiller und friedvoller Ort und interessanter Kontrast zur quirligen und hektischen Metropole Bengaluru – als ich hier war, habe ich dann verstanden, wie diese Idee entstanden ist.

Für den nächsten Tag war geplant, uns in eines der Reservate zu schicken.

Auf dem Highway 90 durch die Kodagu Distrikt:
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Ziel war das Dubare Elephant Camp:
Schlange für die Fähre über den Fluss Kaveri:
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Als wir das sahen verging uns schlagartig die Lust, zumal ich auch etwas Zweifel hatte, ob das ein ordentliches Reservat ist. Nun denn – Abbruch des Besuchspunktes und weiter zum letzten Ziel – das 'Namdroling Kloster' in Bylakuppe.

Fortsetzung folgt...
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
2.691
1.190
... Fortsetzung:

Dieses Kloster lag nur ein paar Minuten von dem Camp entfernt. Es ist ein Lehrzentrum einer der 4 Schulen des tibetanischen Buddhismus – und Exil Sitz des Führers der Nyingma-Schule, der seinen Sitz seit 1963 als Folge der Annexion Tibets durch China in Indien hat.

Das Städtchen Kushalanagar gibt einen Eindruck des tibetanischen Einflusses:
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Haupteingang des 'Namdroling Klosters':
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Innenhof mit den Wohnungen – es werden ca. 5000 Mönche und Nonnen beherbergt:
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Der 'Zangdog Palri' Tempel:
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Akkurater Garten im Innenhof:
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Blütedetail:
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'Padmasambhava Buddhist Vihara' Tempel:
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Männlicher Wächterlöwe mit dem Ball mit Glückssymbolen:
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Weiblicher Wächterlöwe mit dem Löwenjungen:
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Haupthalle des Tempels:
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Eine der Statuen:
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Deckenbemalung:
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Reichhaltige Dekoration und Wandmalereien:
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Die Blumenbeete sind farbenfroh:
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Im Gegensatz zu dem Elefanten Camp doch deutlich interessanter und definitiv unerwartet.

Es ging zurück zum Auto und zurück nach Bengaluru – am Abend (in der Nacht stand die Rückreise nach New York an).
Die Rückfahrt verlief unspektakulär – es zog sich und erst bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Bengaluru.
Noch mal zum Hotel und Gepäck eingesammelt sowie von dem Brautpaar und der Familie verabschiedet.

Mit Abflug um halb vier ruhte ich noch etwas im Hotel aus. Zeit für Postkarten und eine Wanderung zum Briefkasten. Und nach Mitternacht ein Uber zum Flughafen bestellt.
Das war auch eine denkwürdige Fahrt – der Kerl ist wie ein Berserker durch das nächtliche Bengaluru geschossen, so dass ich mich auf der Rückbank vergraben haben und besser nicht nach draußen geschaut habe… Plötzlich ein abrupter Stopp – Stau auf der Stadtautobahn. Auf der Gegenfahrbahn ein Unfall mit einem doch massiv zerknäultem Auto – einer seiner Rennfahrerkollegen hat es wohl zu dolle getrieben.
Was den Elan meines Fahrers nicht bremste – kaum war der Stau vorbei, ging es wieder los.

Nun ja – irgendwann vor 2 am Flughafen. Rushhour – geschäftiger Betrieb Richtung Europa und in den Nahen Osten.
Nach dem Passieren der obligatorischen Checkpoints war der Check-In schnell gemacht, ebenso die Ausreise.

Im Winter sind es 10 ½ Stundenzeitunterschied zwischen Indien und der US-Ostküste. 3:35 Uhr in der Nacht ist also 17 Uhr in New York. Sprich – ich wollte noch etwas wach sein, um mich schon auf die US Zeitzone einzustellen.
Der Flughafen ist geschäftig genug – ich hielt durch (und hatte auch am Nachmittag reichlich im Auto gedöst). Erste der beiden anstehenden Langstrecken mit knapp 10 Stunden Flugzeit.

LH755 Kempegowda International Airport Bengaluru (BLR) - Frankfurt/ Main (FRA)
09.12.2019, 03.35 – 09.00
Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYQ 'Schleswig-Holstein'

Boarding war pünktlich – wenn auch mit der üblichen Knäuelbildung am Gate (man könnte ja was verpassen) – ich wartete bis die Schlange kurz war.

Die Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYQ 'Schleswig-Holstein' am Gate:
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Flugzeit waren knapp 10 Stunden – also erstmal noch etwas den Service genossen und einen Film geschaut.

Das indische Abendessen - Shalgam Gosht (Lammbraten in Mairüben-Zwiebelsauce), Dry Fruit Pulao (Reis mit getrockneten Früchten und Kirschen), Channa Dal (würzige Bengalische Linsenzubereitung):
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Da es draußen die überwiegende Zeit dunkel war (Winterzeit) gab es nicht viel zu sehen… zumal ich dann auf der zweiten Flughälfte etwas schlief.

Frühstück war dann die westliche Wahl:
Frische Früchte, Müsli und Paprika-Omelette mit Béchamel Sauce, Kartoffelgratin, gegrillten Zucchini und Paprika, Hähnchenwürfel:
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Der Morgenhimmel über Europa:
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Und eintauchen in die Wolken vor der Landung in Frankfurt:
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Die Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYQ 'Schleswig-Holstein' nach der pünktlichen Landung in Frankfurt am Gate am Flugsteig A-Plus:
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Weiterflug nach JFK mit der LH400 war um 10.50 – da ich ja schon im internationalen Sicherheitsbereich war, bin ich zur Lounge nach B – heute keine Lust auf Immigration und rüber stapfen zum FCT.

Mit dem Skytrain eine Station zu B:
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Für eine Dusche und Kaffee reichte es.

Auf zum letzten Abschnitt

LH400 Frankfurt/ Main (FRA) – New York City John F Kennedy (JFK)
09.12.2019, 10:50 – 13:40
Lufthansa Boeing B747-800 D-ABYN 'Niedersachsen'

Boarding war leicht verspätet und es gab eine Limousine zur eigentlichen Abflugposition in A-Plus (Z Gates).

Wolken und blauer Himmel nach dem Start in Frankfurt/ Main und auf dem Weg nach New York:
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Dann wurde das Essen serviert – da ich das betüddelt werden genieße, habe ich das gerne in Anspruch genommen.

Amuse-Bouche (Jacobsmuschel):
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Vorspeise:
Meeresfrüchtesalat mit mariniertem Wurzelgemüse
Konfierter Chicoree mit Zitronengras-Joghurt
Scheiben vom rosa gebratenen Ochsenfilet gefüllt mit Steinpilzen, Röstzwiebelsud
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Maronensuppe mit glasierten Nüssen:
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Als Hauptgang gebratener Wolfsbarsch mit Safran-Vanillefumé, Babyblattspinat und Petersilienwurzelpüree:
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Und selbstverständlich die Käseauswahl (Holzhofer Rezent, Chablis, Ziegenkäse mit Honig, Quadrello di Bufala und Bavaria Blu) mit Aprikosen-Ingwer Chutney:
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Es wackelte etwas – Espresso und Pralinen:
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Wolken und blauer Himmel über dem Atlantik:
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Snack vor der Landung – Krustentiersuppe mit Krebsschwänzen und Chili:
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Kalbs-Schnitzel mit Lyoner Kartoffeln und Frankfurter Grüne Sauce:
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Landung war am Ende 20 Minuten verspätet und New York hieß einem Grau willkommen.
Immigration war fix und das Gepäck kam auch schnell – also zur Subway und zurück nach Manhattan.

Es waren 20 ½ Stunden seit Bengaluru – ich empfinde doppelte Langstrecken als etwas wunderbares und machen mir jedes Mal Freude. Leider sind die selten geworden.

Bahnsteig der Subway Haltestelle 'Sutphin Boulevard–Archer Avenue–JFK':
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Einfahrender Zug der Linie E Richtung 'World Trade Center' – in knapp 45 Minuten war ich in Manhattan und zu Hause:
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Es war schön, diese Bilder nochmal durchzugehen und den Bericht zu erstellen. Solche Reisen habe ich während Corona vermisst – einfach weil das Entdecken neuer Regionen aufgrund der Einschränkungen und komplexer Logistik sehr erschwert war (es ist ja wieder fast wie vorher)

Und ich hoffe, der Bericht bringt meine Freude an dieser Reise rüber. Indien bietet so viel zu entdecken – das war abermals wieder nur ein reinschnuppern.

Bedanke mich für die Aufmerksamkeit und Fragen oder Kommentare sind wie immer sehr willkommen!

Carsten

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weitere bisherige Reiseberichte von meiner Seite:
Beirut:
Impressionen aus Beirut
Hong Kong/ Macau:
11/2013 - Cathay Pacific nach Hong Kong und Macau (54 Bilder)
03/2015 - Kulinarisches Hong Kong mit CX - 109 Bilder
12/2016 - Silvester in der Luft… in 72 Stunden nach Hong Kong und retour (95 Bilder)
05/2019 - Um die halbe Welt zum Schlumpern durch Hong Kong und Ho Chi Minh City
Indien:
10/2015 - Anschnuppern von Indien mit Saudia – Mumbai und Goa
Italien (Sorrent und Amalfi):
07/2014 - LH und Nachtzug von Riyadh zur Halbinsel Sorrent – 134 Bilder
Japan:
09/2015 - Japan (Tokio, Hokkaidō und Kyoto) mit CX - 218 Bilder
11/2017 - Japan (Tokio, Jōshin'etsu Kōgen Nationalpark und Kanazawa) mit LH – ca. 250 Bilder
London:
09/2013 - Verlängertes WE London abseits der sights mit BA World Traveller Plus (50 Bilder)
09/2019 - London calling (wenn auch als Rückblende im Spätsommer 2019)
Kanada:
10/2016 - Indian Summer in Montréal – 75 Bilder
Mexiko:
11/2018 - ein Wochenende in Mexiko City
USA:
07/2013 - San Francisco und etwas Highway No. 1 mit LX/ UA (ca. 130 Bilder)
09/2013 - New York und Upstate - Herbst 2013 - ca. 120 Bilder
07/2014 - Summer in NYC und Amtrak nach Chicago - 220 Bilder
08/2015 - Summer in NYC und Upstate – 150 Bilder
03/2016 - Frühling in NYC mit SV und LX von Riyadh – 100 Bilder
07/2016 - Per Zug nach Pittsburgh und zum Fallingwater House
09/2016 - Per Zug nach Upstate, Niagara Falls und Toronto
10/2016 - US Westküste auf Schienen und aus der Luft (250 Bilder)
11/2016 - Mit dem Zug vom 'Big Apple' zum 'Big Easy' – ca. 150 Bilder
09/2017 - Wochenendausflug nach San Francisco (von NYC aus)
09/2017 - Mit dem Zug durch die Adirondack Mountains im New York State
04/2018 - New River Tal auf Schienen, Chicago und Architektur (und etwas Domestic AA) - 180 Bilder
07/2018 - Wochenendreise mit Amtrak ins sommerliche Boston
08/2018 - Ein Wochenende in Columbus, Indiana – ein architektonisches Kleinod
09/2018 - Besuch des Silver State – eine Reise Reise nach Reno und Las Vegas
09/2018 - Wochenendausflug nach San Francisco (von NYC aus)
09/2019 - spätsommerliches San Francisco Rückblende 2019 - von NYC aus
Saudi-Arabien:
05/2014 - Abha und Asir Berge im Westen von Saudi-Arabien
12/2014 - Mada'in Salih, Oase Al-‘Ula und Hedschasbahn in Saudi-Arabien - ca. 100 Bilder
03/2016 - Ta’if in Saudi-Arabien – Region der Rosen – ca. 60 Bilder
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
2.691
1.190
Vielen Dank fürs mitnehmen :).

Gere doch! Für mich ist Riesen untrennbar mit dem Erkunden, Entdecken und Sammeln neuer Eindrücken verbunden - dass hat mir die letzten 2 Jahre gefehlt. Auch wenn ich das Glück hatte, trotzdem unterwegs sein zu dürfen. Aber das war eher 'nur' der Besuch von Freunden und bekannten Orten.

Carsten
 
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Reaktionen: mainz2013 und Batman

FBZ

Erfahrenes Mitglied
29.06.2020
481
541
VIE
Vielen Dank für den wunderbaren Bericht über ein (mir) sehr fremdes Land und die eindrucksvollen Fotos!

Dieses Bild hat mich an eine Zugfahrt vor vielen Jahren in Thailand erinnert. Die Züge dort hatten ein ähnliches Ventilator-Setup. Ich bin ja noch immer davon überzeugt, dass das ab >30°C die bessere Lösung ist, als die (ständig defekten) Klimaanlagen in unseren ICEs... ;)
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
2.691
1.190
Vielen Dank für den wunderbaren Bericht über ein (mir) sehr fremdes Land und die eindrucksvollen Fotos!

Dieses Bild hat mich an eine Zugfahrt vor vielen Jahren in Thailand erinnert. Die Züge dort hatten ein ähnliches Ventilator-Setup. Ich bin ja noch immer davon überzeugt, dass das ab >30°C die bessere Lösung ist, als die (ständig defekten) Klimaanlagen in unseren ICEs... ;)

Gern geschehen! Ja, es waren definitiv interessante Einblicke!

Einen ICE mit derartigen Deckenventilatoren stelle ich mir lustig vor - auch mit den obligatorischen 'Es zieht!' Diskussionen...