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Thema: Fragen zum Japan Rail Pass

  1. #161
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Biohazard
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    Zitat Zitat von asahi Beitrag anzeigen
    Vor 4 Wochen gab es beim Taifun “Lan“ erhebliche Probleme auch bei den Shinkansen. (...) Aber gegenüber von Deutschland kann man sich schon auf die Bahn verlassen.
    Beim letzten Sturm über Norddeutschland sind gefühlt >90% des Fernverkehrs für ~2 Tage ausgefallen. Das dazu.

  2. #162
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    Am besten eine lokale SIM besorgen und dann die HyperDia-App nutzen: HyperDia | Timetable and Route Search in Japan.
    Funktioniert wunderbar und zeigt ausgeschlossene Züge gar nicht erst an.

  3. #163
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    Zitat Zitat von asahi Beitrag anzeigen
    Vor 4 Wochen gab es beim Taifun “Lan“ erhebliche Probleme auch bei den Shinkansen. So strandete ich für über 3 Stunden an der Itoigawa Station des Hokuriku Shinkansen. Auch am nächsten Tag gab es noch Probleme mit der Pünktlichkeit auf der Tohoku Strecke.
    Und bei den normalen Zügen gibt es Verspätungen auch ab und an. Aber gegenüber von Deutschland kann man sich schon auf die Bahn verlassen.
    Taifun und Erdbebengefahr/ Warnung führen als 'Event' zum Planmäßigen Shutdown der Shinkhansen - manchmal auf der gesamten, seltener auf Teilstrecken.
    Selber war ich zu den Zeiten noch nicht unterwegs und habe daher keine Erfahrung aus der Praxis wie das somit dem Wiederanlaufen funktioniert.

    % oder 10 Min Verspätung hatte ich aber in 20 Jahren Japanbesuchen so etwa (gefühlt) 5 mal.

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  4. #164
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    Zitat Zitat von Hene Beitrag anzeigen
    Ich bin z.B. immer wieder überrascht, wie schnell dort Schalterbeamte die Reservierungen buchen/stornieren bzw. ändern können.
    Es gibt in Japan seit dem Ende des Eisenbahnministeriums in den 1940ern keine Bahnbeamten mehr. Die Angestellten der späteren Staatsbahn waren reguläre öffentliche Angestellte (vergleichbar z.B. mit den heutigen Ubahngesellschaften in öffentlicher Hand wie Sapporo oder Sendai) und wurden dann bei der Privatisierung mit allerlei kreativen Mitteln um ihre Privilegien gebracht.
    Die Angestellten der defizitären und von der Zentralregierung subventionierten Bahngesellschaften JR Freight, JR Shikoku und JR Hokkaido haben so eine Art de-facto-Beamtenstatus, das ist aber so eine typisch japanische Grauzone.

  5. #165
    Erfahrenes Mitglied Avatar von west-crushing
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    Der Shinkansen bekommt auch schon bei einfachem Schneefall Probleme und erhebliche Verspätungen. Auch in Japan ist nicht alles gold, was glänzt.

  6. #166
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    Zitat Zitat von asahi Beitrag anzeigen
    Vor 4 Wochen gab es beim Taifun “Lan“ erhebliche Probleme auch bei den Shinkansen. So strandete ich für über 3 Stunden an der Itoigawa Station des Hokuriku Shinkansen. Auch am nächsten Tag gab es noch Probleme mit der Pünktlichkeit auf der Tohoku Strecke.
    Und bei den normalen Zügen gibt es Verspätungen auch ab und an. Aber gegenüber von Deutschland kann man sich schon auf die Bahn verlassen.
    Das war aber auch sehr lokal und zeitlich ausserordentlich begrenzt mit den Problemen. Wir waren kurz nach 'Lan' (am Montag/Dienstag danach) von Nyuto (per Bus) nach Tazawako und dann über Morioka mit Zwischenstopp in Sendai unterwegs gen Tokyo und alle Züge waren auf die Minute pünktlich. Hatte aber mitbekommen, dass am Sonntagabend ein Grossteil des Zugverkehrs vor allem südlich von Tokyo, aber auch auf der Tohoku-Strecke, eingestellt worden war.
    Geändert von Hene (24.11.2017 um 20:55 Uhr)

  7. #167
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    Zitat Zitat von Tsuruhashi Beitrag anzeigen
    Es gibt in Japan seit dem Ende des Eisenbahnministeriums in den 1940ern keine Bahnbeamten mehr. Die Angestellten der späteren Staatsbahn waren reguläre öffentliche Angestellte (vergleichbar z.B. mit den heutigen Ubahngesellschaften in öffentlicher Hand wie Sapporo oder Sendai) und wurden dann bei der Privatisierung mit allerlei kreativen Mitteln um ihre Privilegien gebracht.
    Die Angestellten der defizitären und von der Zentralregierung subventionierten Bahngesellschaften JR Freight, JR Shikoku und JR Hokkaido haben so eine Art de-facto-Beamtenstatus, das ist aber so eine typisch japanische Grauzone.
    Das ist jetzt aber sehr spitzfindig. Mir ging es weniger darum, welchen arbeitsrechtlichen Status die jetzt haben, als darum, dass sie ihren Job sehr schnell und effizient machen.

  8. #168
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    Zitat Zitat von west-crushing Beitrag anzeigen
    Der Shinkansen bekommt auch schon bei einfachem Schneefall Probleme und erhebliche Verspätungen. Auch in Japan ist nicht alles gold, was glänzt.
    Kann ich jetzt auch nicht so generell unterschreiben. Letztes Jahr während des ersten heftigen Schnees von Takayama per Bus und Shinkansen durch die Berge nach Tokyo unterwegs gewesen und an eine Verspätung über 30sek. Kann ich mich nicht erinnern. Aber das mag bei noch schwereren Schneefallen auch durchaus anders zu sein.

  9. #169
    Erfahrenes Mitglied Avatar von asahi
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    Zitat Zitat von Hene Beitrag anzeigen
    Das war aber auch sehr lokal und zeitlich ausserordentlich begrenzt mit den Problemen. Wir waren kurz nach 'Lan' (am Montag/Dienstag danach) von Nyuto (per Bus) nach Tazawako und dann über Morioka mit Zwischenstopp in Sendai unterwegs gen Tokyo und alle Züge waren auf die Minute pünktlich. Hatte aber mitbekommen, dass am Sonntagabend ein Grossteil des Zugverkehrs vor allem südlich von Tokyo, aber auch auf der Tohoku-Strecke, eingestellt worden war.
    Am Montag Vormittag (23.10.) ging auf der Hokuriku Strecke so gut wie gar nichts.
    Das war aber die abgewandte Seite vom Taifun.
    Dienstags Abend (24.10.) bin ich dann von Komatsu nach Sendai geflogen und ab da weiter mit dem Zug nach Morioka. Da waren dann die beiden letzten Shinkansen jeweils 10min Verspätet. Wie es an beiden Tagen auf der Tokaido Strecke aussah, wo der Taifun voll aufgeschlagen ist, kann ich nicht sagen.

    PS: Wie war es am Tazawa See? Ich war am am 25. 10.in Naruko und einen Tag später am Towada See bei herrlichstem Herbswetter.

    Zitat Zitat von Hene Beitrag anzeigen
    Kann ich jetzt auch nicht so generell unterschreiben. Letztes Jahr während des ersten heftigen Schnees von Takayama per Bus und Shinkansen durch die Berge nach Tokyo unterwegs gewesen und an eine Verspätung über 30sek. Kann ich mich nicht erinnern. Aber das mag bei noch schwereren Schneefallen auch durchaus anders zu sein.
    Ich hatte schon viele Verspätungen. Zumeist aber auf den normalen Strecken. Wie ich aber weiter oben schon schrieb, kann man sich schon auf die japanische Bahn verlassen.
    Dennoch muss ich @west-crushing recht geben das in Japan bei weitem nicht alles Gold ist. Siehe Fukushima, Takada, Kobe Steel oder die gefälschten Sicherheitstests für Flugzeugsitze von Koito.
    Hene sagt Danke für diesen Beitrag.
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  10. #170
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    Zitat Zitat von asahi Beitrag anzeigen
    Wie ich aber weiter oben schon schrieb, kann man sich schon auf die japanische Bahn verlassen.
    Dennoch muss ich @west-crushing recht geben das in Japan bei weitem nicht alles Gold ist.
    In hierarchisch angelegten Systemen wird es immer Mauscheleien, Filz und jede Menge Inkompetenz geben, das steht ausser Frage. Aber die japanische Bahn funktioniert doch im Vergleich zu allem, was wir von anderswo aus dem Bahnverkehr kennen (von der Schweiz mal abgesehen), selbst unter Druck (Naturkatastrophen etc.) genial gut. Soviele Verspätungen und Ausfälle wie dieses Jahr auf der DB könnte ich in Japan in fünf Menschenleben nicht einsammeln.

    Wir waren leider während des Taifuns in den Bergen und haben den See nur im windumtosten strömenden Regen aus dem Bus gesehen. Am Dienstag (24.10.) Wäre es bei Sonnenschein aber sicher herrlich gewesen.

    Nyuto Onsen kann ich aber sehr empfehlen. Haben im Oogama onsen gewohnt (was ok war), meine Tour durch drei der sechs anderen onsen war jedoch fantastisch. Genau das richtige Wetter für so eine Unternehmung.
    rorschi und asahi sagen Danke für diesen Beitrag.

  11. #171
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    Zitat Zitat von Hene Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt aber sehr spitzfindig. Mir ging es weniger darum, welchen arbeitsrechtlichen Status die jetzt haben, als darum, dass sie ihren Job sehr schnell und effizient machen.
    Dann können sie ja erst recht keine Beamten sein

    Beamte sind in Japan nämlich nur als Ehepartner aufgrund der gesicherten Versorgung und der fixen Arbeitszeiten beliebt, nicht aufgrund des Arbeitseifers.

  12. #172
    Erfahrenes Mitglied Avatar von ningyo
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    Zitat Zitat von Tsuruhashi Beitrag anzeigen
    Dann können sie ja erst recht keine Beamten sein

    Beamte sind in Japan nämlich nur als Ehepartner aufgrund der gesicherten Versorgung und der fixen Arbeitszeiten beliebt, nicht aufgrund des Arbeitseifers.
    Ja, die Beamten gelten auch in Japan als faul, wobei das nur sehr begrenzt der Wahrheit entspricht - von den japanischen Beamten, die ich über die Jahre kennengelernt habe (und das sind ziemlich viele), arbeiten die allermeisten sehr engagiert und fleißig, und machen genauso Überstunden bis Mitternacht wie Salarymen, also Angestellte in der Wirtschaft.

    Zurück zur Bahn: Die japanische Bahn hat, wie ich vor einiger Zeit lernen durfte, eine ganz andere Ausgangssituation als die deutsche. In Japan gehören Infrastruktur, Rollmaterial und Personal alle zu ein- und derselben Firma. Damit kann an einer Stelle alles zentral koordiniert werden. Zudem ist das Schienennetz von Nah- und Fernverkehr getrennt, weil der Nahverkehr auf der Schmalspur fährt, und der Shinkansen auf der Normalspur.
    In Deutschland gehört die Infrastruktur DB Netz, auf deren Schienen Züge von (bundesweit) über 100 verschiedenen Firmen rollen - und zwar auf den gleichen Gleisen ICE, Nahverkehr, Güterzüge etc. Sobald es an einer Stelle hakt, kommt in D alles dahinter durcheinander. Deutschland ist also aufgrund seiner Infrastruktur einfach viel anfälliger.
    Dass es in D trotzdem noch viel Verbesserungspotential gibt, steht außer Frage, aber seit ich um die Unterschiede weiß, habe ich etwas mehr Verständnis.

    Eigentlich bin ich ganz anders...

  13. #173
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    Zitat Zitat von ningyo Beitrag anzeigen
    Ja, die Beamten gelten auch in Japan als faul, wobei das nur sehr begrenzt der Wahrheit entspricht - von den japanischen Beamten, die ich über die Jahre kennengelernt habe (und das sind ziemlich viele), arbeiten die allermeisten sehr engagiert und fleißig, und machen genauso Überstunden bis Mitternacht wie Salarymen, also Angestellte in der Wirtschaft.

    Zurück zur Bahn: Die japanische Bahn hat, wie ich vor einiger Zeit lernen durfte, eine ganz andere Ausgangssituation als die deutsche. In Japan gehören Infrastruktur, Rollmaterial und Personal alle zu ein- und derselben Firma. Damit kann an einer Stelle alles zentral koordiniert werden. Zudem ist das Schienennetz von Nah- und Fernverkehr getrennt, weil der Nahverkehr auf der Schmalspur fährt, und der Shinkansen auf der Normalspur.
    In Deutschland gehört die Infrastruktur DB Netz, auf deren Schienen Züge von (bundesweit) über 100 verschiedenen Firmen rollen - und zwar auf den gleichen Gleisen ICE, Nahverkehr, Güterzüge etc. Sobald es an einer Stelle hakt, kommt in D alles dahinter durcheinander. Deutschland ist also aufgrund seiner Infrastruktur einfach viel anfälliger.
    Dass es in D trotzdem noch viel Verbesserungspotential gibt, steht außer Frage, aber seit ich um die Unterschiede weiß, habe ich etwas mehr Verständnis.
    Hallo, lieber Co-Potsdamer! Ja, die strukturellen Unterschiede sind tatsächlich enorm. Das ändert nichts daran, dass die DB in den letzten Jahren erheblich zurechtgespart wurde und sich das leider sowohl beim Rollmaterial als auch bei der Schieneninfrastruktur bemerkbar macht.

  14. #174
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    Zitat Zitat von Hene Beitrag anzeigen
    Hallo, lieber Co-Potsdamer! Ja, die strukturellen Unterschiede sind tatsächlich enorm. Das ändert nichts daran, dass die DB in den letzten Jahren erheblich zurechtgespart wurde und sich das leider sowohl beim Rollmaterial als auch bei der Schieneninfrastruktur bemerkbar macht.
    Wobei man das der Bahn nicht verübeln sollte - schließlich hat sie den politischen Auftrag, effizient zu sein. Von zuverlässig spricht keiner und stellt auch keiner die Mittel bereit (außer in Sonntagsreden).

  15. #175
    Erfahrenes Mitglied Avatar von JohnnieFlyer
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    Standard Fragen zum Japan Rail Pass

    Ich hole das mal wieder hoch.

    Ich habe -bedingt durch die AY-EF- den Fehler gemacht, zur Golden Week nach Japan zu reisen. Ich habe dem Thread schon entnommen, dass man in dieser Zeit den Pass für die erste Klasse wählen sollte.

    Folgender Plan schwebt mir vor. Wir starten am 23.04. in Tokio und wollen (bzw. müssen) bis 04.05. nach Hiroshima reisen, da von dort der Rückflug nach HKG bereits gebucht ist.

    Zugtickets:
    Tokio - Fuji-San (28.04. - früh morgens)
    Fuji-San - Kyoto (29.04. - früh morgens)
    Osaka - Nara - Osaka (01.05. - früh morgens/spät Abends)
    Osaka - Hiroshima (03.05 - früh morgens)

    Nun stelle ich mir das so vor, dass ich am 23.04. in ein JR-Office gehe und meine komplette Route durchbuchen lasse. Nur, wie realistisch ist das denn? Kann ich irgendwo die Auslastung der einzelnen Züge sehen, reisen Japaner für gewöhnlich früh morgens/spät Abends? Oder macht es da ggf. mehr Sinn, die Shinkansen-Tickets via Onlineanbieter, wenn auch deutlich teurer, zu kaufen und auf den JR-Pass zu verzichten?

    Alternativ besteht auch die Möglichkeit, von HKG nach KIX zu fliegen, dann erst Osaka -> Kyoto -> Mt. Fuji -> Tokio (Zug) Tokio - Hiroshima (Flugzeug) zu reisen.

    Ideen, Ratschläge und Hinweise sind gern willkommen. Danke vorab!

  16. #176
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    Standard

    Ich war 2014 in der Golden Week in Japan und habe mir damals den erste Klasse Pass gekauft und war ganz froh drüber da die Züge doch relativ voll waren. Meine Erfahrung war, dass man normalerweise immer Plätze in der ersten Klasse am Vortag für die meisten Züge bekommen hat. Am vollsten ist es im Tokaido-Shinkansen zwischen Tokyo und Shin-Osaka. Und am meisten unterwegs sind die Leute am Anfang und Ende der Golden Week wenn der Urlauberstrom in den Urlaub bzw. nach Hause reist und da natürlich auch so verteilt, dass man Vormittags und Abends den größten Verkehrsstrom hat. Zu Randzeiten sollte es immer weniger los sein. Aber selbst da habe ich einmal noch in Kyoto einen Platz im nicht-reservierten 2.Klasse-Wagen nach Nagoya bekommen obwohl am Bahnsteig alles voll war und kurzfristig (innerhalb der nächsten Stunde) alles komplett ausreservierte war (1.+2. Klasse). Im dümmsten Fall muss man halt ein paar Züge fahren lassen oder den langsamen Kodama nehmen. Da ja auch immer Leute aussteigen werden auch immer wieder Plätze frei. Ansonsten kann man in den nicht-reservierten Wagen auch Stehplätze in Anspruch nehmen. Die Zugfolge ist zwischen Tokyo und Osaka eh enorm dich (auch wenn man mit dem JRPass die Nozomi-Züge nicht fahren darf), so dass sich schon etwas findet. Wenn Du aber gleich am Anfang alles reservierst sollte das eigentlich klappen.

    Dort wo man den Railpass bekommt spricht bzw. versteht normalerweise auch jemand Englisch. Bei dem am besten dann gleich nach den Reservierungen fragen. Ich habe mir die gewünschten Zugverbindungen immer auf einen Zettel geschrieben (Start, Ziel, Uhrzeit) und die dem Personal an den Reservierungsschalter gegeben. Das hat dann immer gut geklappt ohne dass man japanisch sprechen muss.

    Meine Empfehlung ist den erste Klasse Pass zu nehmen und so früh wie möglichst die Reservierungen vorzunehmen. Sollte sich was ändern nochmal zum Schalter gehen, neue Züge reservieren und die nicht genutzten stornieren lassen. Da du ungefähr 1 Woche vor der Golden Week ankommst sollten auch genügend freie Plätze für die wichtigsten Strecken verfügbar sein.

    Ob Fliegen in der Golden Week eine Alternative ist weiß ich nicht, aber der Luftraum und die Flughäfen sind in diesem Zeitraum mindestens genauso überfüllt und die Preise vermutlich deutlich teurer.

    Diese Seite hat hinweise bzgl. der Tage an denen am meisten unterwegs sind:
    https://www.japan-guide.com/e/e2282.html

    In 2020, the weekends are placed in a way to create a 5-day weekend. Travel activity is anticipated to peak on May 2 with people leaving the large urban centers (especially Tokyo) and on May 5 and 6 in the opposite direction.
    So viel in diesem Zeitraum wegen der Golden Week los ist, war das für mich immer der schönste Reisezeitraum für Japan mit einem schönen Frühsommer mit angenehmen Temperaturen.
    JohnnieFlyer und KAFlieger sagen Danke für diesen Beitrag.
    Das Internet bringt viel Wissen und Weisheit, aber auch unglaublich viel Unwissen und Dummheit.

  17. #177
    Erfahrenes Mitglied Avatar von JohnnieFlyer
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    Zitat Zitat von MANAL Beitrag anzeigen
    Ich war 2014 in der Golden Week in Japan und habe mir damals den erste Klasse Pass gekauft und war ganz froh drüber da die Züge doch relativ voll waren. Meine Erfahrung war, dass man normalerweise immer Plätze in der ersten Klasse am Vortag für die meisten Züge bekommen hat. Am vollsten ist es im Tokaido-Shinkansen zwischen Tokyo und Shin-Osaka. Und am meisten unterwegs sind die Leute am Anfang und Ende der Golden Week wenn der Urlauberstrom in den Urlaub bzw. nach Hause reist und da natürlich auch so verteilt, dass man Vormittags und Abends den größten Verkehrsstrom hat. Zu Randzeiten sollte es immer weniger los sein. Aber selbst da habe ich einmal noch in Kyoto einen Platz im nicht-reservierten 2.Klasse-Wagen nach Nagoya bekommen obwohl am Bahnsteig alles voll war und kurzfristig (innerhalb der nächsten Stunde) alles komplett ausreservierte war (1.+2. Klasse). Im dümmsten Fall muss man halt ein paar Züge fahren lassen oder den langsamen Kodama nehmen. Da ja auch immer Leute aussteigen werden auch immer wieder Plätze frei. Ansonsten kann man in den nicht-reservierten Wagen auch Stehplätze in Anspruch nehmen. Die Zugfolge ist zwischen Tokyo und Osaka eh enorm dich (auch wenn man mit dem JRPass die Nozomi-Züge nicht fahren darf), so dass sich schon etwas findet. Wenn Du aber gleich am Anfang alles reservierst sollte das eigentlich klappen.

    Dort wo man den Railpass bekommt spricht bzw. versteht normalerweise auch jemand Englisch. Bei dem am besten dann gleich nach den Reservierungen fragen. Ich habe mir die gewünschten Zugverbindungen immer auf einen Zettel geschrieben (Start, Ziel, Uhrzeit) und die dem Personal an den Reservierungsschalter gegeben. Das hat dann immer gut geklappt ohne dass man japanisch sprechen muss.

    Meine Empfehlung ist den erste Klasse Pass zu nehmen und so früh wie möglichst die Reservierungen vorzunehmen. Sollte sich was ändern nochmal zum Schalter gehen, neue Züge reservieren und die nicht genutzten stornieren lassen. Da du ungefähr 1 Woche vor der Golden Week ankommst sollten auch genügend freie Plätze für die wichtigsten Strecken verfügbar sein.

    Ob Fliegen in der Golden Week eine Alternative ist weiß ich nicht, aber der Luftraum und die Flughäfen sind in diesem Zeitraum mindestens genauso überfüllt und die Preise vermutlich deutlich teurer.

    Diese Seite hat hinweise bzgl. der Tage an denen am meisten unterwegs sind:
    https://www.japan-guide.com/e/e2282.html



    So viel in diesem Zeitraum wegen der Golden Week los ist, war das für mich immer der schönste Reisezeitraum für Japan mit einem schönen Frühsommer mit angenehmen Temperaturen.
    Danke für deine ausführliche Antwort. Werde dann den 1.Klasse-Pass nehmen und anschließend defintiv hier berichten.

  18. #178
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    Ich habe hier noch dieses Foto der Reservierungsanzeige beim Shinkansen am 06.Mai 2014 gefunden, dass ich gegen Mittag am Bahnhof in Kyoto gemacht habe. Der Tag müsste der Rückreisetag am Ende der Golden Week gewesen sein soweit ich mich erinnern kann.

    Zur Erklärung was man sieht. Der linke Bildschirm zeigt die Daten für Fahrten von Kyoto nach Süden (Shin-Osaka, Hiroshima, Hakata) an, der rechte die nach Nagoya und Tokyo.

    Auf dem Bildschirm dann jeweils die nächsten Abfahrten der Shinkansen-Züge. Die Uhrzeit kannst du gut erkennen und damit auch die dichte Zugfolge. Gelb sind die Nozomi (halten nur selten, mit dem Railpass nicht benutzbar), die roten die Hikari (halten ein paarmal mehr) und die blauen die Kodama (halten überall).
    Rechts sind dann Spalten für die Verfügbarkeiten bis zu den jeweiligen Stationen (die erste ist z.B. Nagoya, bei den anderen Halte tu ich mir schwer mit den Zeichen). Jede dieser Spalten ist nochmal in drei Symbolspalten unterteilt, einmal 1.Klasse (grünes Kleeblatt, Nichtraucher und Raucher). Ein grüner Kreis bedeutet dass noch viel frei ist, ein gelbes Dreieck heißt dass die Plätze zu Ende gehen und ein rotes Kreuz, dass keine Plätze in den reservierten Wagen mehr frei sind. Ein blauer Strich heißt dass es diese Kategorie nicht gibt.

    Nach Süden wäre noch alles mögliche frei, Richtung Tokyo ist ab Nagoya fast alles komplett voll auf den nächsten Zügen. Man sieht allerdings nicht wie die Situation im weiteren Verlauf des Tages ist. Bei manchen Nozomi wären noch einzelne 1. Klasse Plätze frei währen die 2. Klasse schon voll ist.

    Während der Woche bin ich einiges im Land unterwegs gewesen, hatte aber nie Probleme mit Reservierungen die ich aber immer einige Tage vorher vorgenommen hatte.

    Wenn du einen Tag vermeiden solltest dann wohl die Hauptreiserouten am Anfang (raus aus Groß-Tokyo) und Ende der Golden Week (Zurück nach Groß-Tokyo). Dann sollte alles passen.

    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    JohnnieFlyer sagt Danke für diesen Beitrag.
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  19. #179
    Erfahrenes Mitglied Avatar von asahi
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    Zitat Zitat von JohnnieFlyer Beitrag anzeigen
    Zugtickets:
    Tokio - Fuji-San (28.04. - früh morgens)
    Fuji-San - Kyoto (29.04. - früh morgens)
    Osaka - Nara - Osaka (01.05. - früh morgens/spät Abends)
    Osaka - Hiroshima (03.05 - früh morgens)
    Welchen Ort meinst du mit “Fuji-San“? Hakone oder Kawaguchiko? Für beide Orte/Gegenden braucht man keine Reservierung, da man das mit dem Nahverkehrszug (wo der JR-Pass nicht gillt) leicht machen kann. Wenn es nach Hakone gehen soll, wäre der Free Pass zu empfehlen.

    Für “Fuji-San“ nach Kyoto kannst du auch den Flieger ab Haneda nach Osaka-Itami nehmen. Auf der JAL Seite gibt es z.B. für den 28.4. noch jede menge Flüge mit dem Ausländertarif von knapp 70€. Für den 29.4. sind es nur noch 3 Flüge 16:55-18:15, 18:25-19:50 oder 21:10-22:25.

    Für Osaka-Nara braucht man keine Reservierung, da man das mit der S-Bahn alle 10min machen kann.

    Osaka – Hiroshima ist die einzige Strecke, wo ich den Shinkansen nehmen würde. Das Ticket würde ich mir frühzeitig wie du selbst geschrieben hast am 23.4. Organisieren.

    Einen Rail Pass würde ich mir nicht holen. Außer das du neben den genannten Zugfahrten noch viele weitere machen willst.
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  20. #180
    Erfahrenes Mitglied Avatar von JohnnieFlyer
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    Zitat Zitat von asahi Beitrag anzeigen
    Welchen Ort meinst du mit “Fuji-San“? Hakone oder Kawaguchiko? Für beide Orte/Gegenden braucht man keine Reservierung, da man das mit dem Nahverkehrszug (wo der JR-Pass nicht gillt) leicht machen kann. Wenn es nach Hakone gehen soll, wäre der Free Pass zu empfehlen.

    Für “Fuji-San“ nach Kyoto kannst du auch den Flieger ab Haneda nach Osaka-Itami nehmen. Auf der JAL Seite gibt es z.B. für den 28.4. noch jede menge Flüge mit dem Ausländertarif von knapp 70€. Für den 29.4. sind es nur noch 3 Flüge 16:55-18:15, 18:25-19:50 oder 21:10-22:25.

    Für Osaka-Nara braucht man keine Reservierung, da man das mit der S-Bahn alle 10min machen kann.

    Osaka – Hiroshima ist die einzige Strecke, wo ich den Shinkansen nehmen würde. Das Ticket würde ich mir frühzeitig wie du selbst geschrieben hast am 23.4. Organisieren.

    Einen Rail Pass würde ich mir nicht holen. Außer das du neben den genannten Zugfahrten noch viele weitere machen willst.
    Auch danke für deine Nachricht.

    Das ist mir jetzt peinlich, aber ich dachte (bzw. meine irgedwo gelesen zu haben), dass die Gegend um den Mt. Fuji als “Fuji-San” bezeichnet wird. Danke für die kritische Nachfrage - wieder was gelernt. Eigentlich wollte ich mir da nur den Tempel “Chureito Pagoda” anschauen und wenn möglich anschließend den Rest des Tages in einem Onsen verbringen. Muss mich hier allerdings noch um konkretere Planung bemühen.

    Weitere Zugfahrten sind eigentlich nicht geplant. Wenn man so will, bereise ich eigentlich “nur” eine Teilstrecke des Tokaido Shinkansen.

    Tokio->Mt. Fuji->Kyoto->Osaka->Kobe->Hiroshima
    Daneben eigentlich nur kleinere Zugstrecken von Haneda oder Narita ins Stadtzentrum von Tokio und evtl halt nach Nara.

    Adjustments.jpg
    Adjustments.jpg

    Bezüglich der Preise hatte ich mich hieran orientiert und daher geschlussfolgert, dass der JR Pass lohnenswert ist. (325€ vs. 241€)

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