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Thema: CC-Rückbuchung/Lastschrift bei Insolvenz (Liquidation)

  1. #1161
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    Standard Warum verhalten sich die Issuer so unterschiedlich?

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    Insgesamt würde mich mal interessieren, welche (negativen/postitiven/neutralen?) Konsequenzen ein Charge-Back für die Issuer-Bank denn hätte? Und wie es kommt, dass sich die Issuer dabei so unterschiedlich verhalten: von ermutigend + fast schon zuvorkommend wie die DKB bis hinauszögernd/entmutigend/rumeiernd wie im Moment bei mir die comdirect, um nur zwei Beispiele zu nennen.

    Wenn man mal in diesem umfangreichen, sehr aufschlussreichen Thread (Danke an alle!) ein bisschen zurückliest, sieht man ja, dass die Ansicht vorherrscht, dass die Acquirer-Bank im Falle solcher Charge-Backs haftet - wenn ich das richtig verstanden habe. Insofern könnte es den Issuer-Banken doch eigentlich 'egal' sein und sie könnten v.a. versuchen so zu handeln, dass sie für (neue/alte) Kunden attraktiv sind/bleiben. Tatsächlich aber (s.o.) stellen sie sich ja ganz unterschiedlich an.

    Wenn man die These der Haftung der Acquirer-Bank nicht anzweifeln möchte (und das möchte ich mangels fachlicher Grundlage auch nicht), verwundert das doch. Interessant fände ich daher z.B. zu wissen, wer denn die Acquirer-Bank der Germania ist (?). Weiß das jemand? Ist so etwas geheim/öffentlich? Und dann mal ins Blaue gesponnen: Acquirer könnte ja z.B. eine Bank sein, an der andere Banken wiederum Beteiligungen besitzen, z.B. die Commerzbank, so dass sie ihr nicht schaden wollen - und die DKB wiederum wäre hier nach dieser Hypothese wahrscheinlich eine Bank, die hier keine Beteiligungen hat - so etwas könnte doch schon mal ein Faktor sein.

    Oder wie könnte man diese höchst unterschiedlichen Grundtendenzen der Issuer noch erklären?
    Martinv sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #1162
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    Mittlerweile habe ich drei Mails an comdirect geschrieben und es kommen nur nichtssagende Antworten... In meiner letzten Mail habe ich sie auch mit den Fakten bzgl. der VISA-Chargeback-Regelung konfrontiert (so wie es MrBlub bereits umfänglich und super hier im Thread geschrieben hat) und das diese bei mir erfüllt sind- und als Antwort kam nur:

    "Wir verstehen Ihr Anliegen, aber wie bereits mitgeteilt haben Sie folgende Möglichkeiten, die Buchung für einen Flug der Germania Fluggesellschaft mbH zu reklamieren bzw. den Betrag zurückzufordern.

    Wurde der Flug über einen Reiseveranstalter gebucht (z. B. bei einer Pauschalreise), wenden Sie sich bitte mit Ihrem Sicherungsschein an den Veranstalter der Reise. Wir können den Betrag nicht für Sie reklamieren.

    Haben Sie den Flug direkt bei Germania gebucht, können Sie als Gläubiger des Unternehmens Ihren Anspruch zur Insolvenztabelle anmelden. Nach der Verfahrenseröffnung werden Sie dazu vom Insolvenzverwalter angeschrieben und umfassend über die Forderungsanmeldung informiert. Bitte beachten Sie, dass wir keinen Einfluss auf die dortige Bearbeitungsdauer haben.

    Sollte die Reklamation vom Insolvenzverwalter abgelehnt werden, reichen Sie diese über uns ein. Klicken Sie dafür online im Persönlichen Bereich auf Konto & Karte > Umsätze. Über den entsprechenden Umsatz rufen Sie die Detailansicht auf. Dort finden Sie den Button "Umsatz reklamieren". Folgen Sie anschließend der Menüführung. Am Schluss senden Sie das Umsatzreklamationsformular, die Buchungsbestätigung des Fluges sowie den Schriftwechsel mit dem Insolvenzverwalter per E-Mail-Anhang (ausschließlich als PDF-Datei) an folgende E-Mail-Adresse:

    visa-umsatzreklamation@comdirect.de

    Ihre Reklamation geben wir anschließend an unseren Vertragspartner für Visa-Kartenumsätze zur Prüfung einer Erstattung weiter. "


    Das ist eine so stupide Antwort, dass ich mir nur an den Kopf greifen kann... Naja, es wird jetzt einen erneuten Widerspruch gegen diese Mail geben... Geschlagen gebe ich mich noch lange nicht...

  3. #1163
    Txx
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    Wie ärgerlich, immer weiter probieren.
    Schlimstenfalls Lehrgeld bezahlen und zu einer Bank wechseln, die es den Kunden nicht so schwer macht.

  4. #1164
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    Einen Wechsel wird es bei der mangelnden Kunden-Orientiertheit definitiv geben!!! Bei solchen Antworten fühlt man sich als Kunde echt verar***t

  5. #1165
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    Ich vermute, dass viele Banken selbst verunsichert sind, wie sie sich bezüglich des VISA Chargeback Verfahrens verhalten sollen. Der Hauptgrund hierfür ist vermutlich, dass es sich bei dem hier eingeforderten Schutz grundsätzlich nur um eine Leistung seitens VISA handelt, die VISA jedem VISA-Kartenbesitzer gewährleistet, und nicht um eine Leistung seitens der kartenausgebenden Bank, obwohl die Abwicklung dieses Schutzes dann doch über die Bank laufen muss. Das führt dazu, dass jede Bank anders auf diese Anfragen reagiert.

    Ich werde ebenfalls weiter dafür kämpfen, dass ich den Schutz, der mir von VISA gewährleistet wird, auch erhalte.

    Argumentationen seitens der Bank, die auf irgendwelche AGBs oder andere Vertragsverhältnisse mit der Bank basieren, sind mit diesem Hintergrund schon mal absolut irrelevant, da wir einen Schutz von VISA einfordern, der lediglich über die Bank abgewickelt werden muss. Wichtig ist daher, nach wie vor auf die Abwicklung eines VISA Chargeback Verfahrens gemäß den VISA-Vorschriften und Produkt- und Serviceregeln zu bestehen.

    Fakt ist auch, die Rechte und Pflichten des Karteninhabers sowie der kartenausgebenden Bank sind unmissverständlich und klar seitens VISA formuliert und können aus meinen vorherigen Posts entnommen werden. Wichtig ist also, dass der Karteninhaber seinen Anspruch wegen einer nicht erbrachten Leistung grundsätzlich erstmal gegen die Fluggesellschaft, d.h. Germania, zu richten hat. Starten Sie also einen Klärungsversuch diesbezüglich. Sie werden jedoch keine individuelle Antwort erhalten (zumindest habe ich nach 2 Wochen keine). Eine Antwort ist aber auch nicht erforderlich, da die Fluggesellschaft auf ihrer offiziellen Homepage bereits ein eindeutiges Statement veröffentlicht hat, nämlich, dass in unserem Fall (Ticketkauf direkt bei Germania) a.) keine Ersatzbeförderung angeboten wird und b.) keine Ticketkosten von Germania erstattet werden.

    Mit diesem Nachweis können sie den Anspruch sofort gegenüber der kartenausgebenden Bank geltend machen. Weigert sich die Bank, handelt sie selbst regelwidrig, da sie sich an die VISA Vorschriften halten muss.

    Im übrigen geht aus den VISA Texten ebenfalls eindeutig hervor, dass es NICHT die Pflicht des Karteninhabers ist, den Schaden vom Händler oder dessen Versicherung erstattet zu bekommen, sondern diese Pflicht gerade bei der kartenausgebenden Bank ("Issuer") liegt, vgl. hierzu. "For a Dispute related to non-receipt of travel services from a provider who has failed, if the services are covered by a bonding authority/insurance scheme, the Issuer must attempt to obtain reimbursement from the relevant bonding authority/insurance scheme". Sollte ihre Bank also argumentieren, dass Sie als Karteninhaber in der Pflicht wären, diese Klärung zu übernehmen, sollten sie im direkten Bezug zu dieser Textstelle widersprechen und auf die Pflicht der Bank hinweisen.
    bivinco, Txx, Pseudonaut und 2 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  6. #1166
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    Rein interessehalber: Hat jemand bei Germania via Curve gekauft? Der Chargeback-Prozeß dort sieht ebenso freundlich aus wie bei DKB.
    CloudHopper sagt Danke für diesen Beitrag.

  7. #1167
    Erfahrenes Mitglied Avatar von CloudHopper
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    Zitat Zitat von WiCo Beitrag anzeigen
    Rein interessehalber: Hat jemand bei Germania via Curve gekauft? Der Chargeback-Prozeß dort sieht ebenso freundlich aus wie bei DKB.
    Hört sich erstmal positiv an, danke.
    Frage: Eigene Erfahrung oder theoretisch?

  8. #1168
    Erfahrenes Mitglied Avatar von CloudHopper
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    Hat jemand Erfahrung mit dem Thema bei der Santander? Frage ist interessehalber um zu planen welches in Zukunft die bevorzugte Karte für Reisebuchung sein sollte.

    Hab bis jetzt aus den Diskussionen mitgenommen das DKB und LBB positiv sind aber nichts zu Santander gefunden.

  9. #1169
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    Zitat Zitat von CloudHopper Beitrag anzeigen
    Hört sich erstmal positiv an, danke.
    Frage: Eigene Erfahrung oder theoretisch?
    Hab es nur zufällig auf der Homepage nachgelesen.
    Ich war dabei, den Acquirer von Germania herauszufinden, aber ergebnislos.
    Ansonsten bin ich bei der Germania-Pleite nur Zuschauer.
    CloudHopper sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #1170
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    Zitat Zitat von Nadine82 Beitrag anzeigen
    Mittlerweile habe ich drei Mails an comdirect geschrieben und es kommen nur nichtssagende Antworten... In meiner letzten Mail habe ich sie auch mit den Fakten bzgl. der VISA-Chargeback-Regelung konfrontiert (so wie es MrBlub bereits umfänglich und super hier im Thread geschrieben hat) und das diese bei mir erfüllt sind- und als Antwort kam nur:

    "Wir verstehen Ihr Anliegen, aber wie bereits mitgeteilt haben Sie folgende Möglichkeiten, die Buchung für einen Flug der Germania Fluggesellschaft mbH zu reklamieren bzw. den Betrag zurückzufordern.
    Also mir hat der Anwalt meiner RS-VS erklärt, dass ein Insolvenzverwalter zum jetzigen Zeitpunkt aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht auf Rückforderungsschreiben reagieren wird, was mir logisch erscheint. Allerdings meinte er auch, wenn ich mich recht entsinne, dass man als Gläubiger trotz Chargeback auch mit zukünftigen Rückforderungen durch den Insolvenzverwalter rechnen müsste. Denke die Banken wollen sich da nur jede Menge bürokratischem Aufwand vom Hals halten.

  11. #1171
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    Zitat Zitat von Pseudonaut Beitrag anzeigen
    Also mir hat der Anwalt meiner RS-VS erklärt, dass ein Insolvenzverwalter zum jetzigen Zeitpunkt aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht auf Rückforderungsschreiben reagieren wird, was mir logisch erscheint. Allerdings meinte er auch, wenn ich mich recht entsinne, dass man als Gläubiger trotz Chargeback auch mit zukünftigen Rückforderungen durch den Insolvenzverwalter rechnen müsste. Denke die Banken wollen sich da nur jede Menge bürokratischem Aufwand vom Hals halten.
    Ohne Ihrem RA (Rechtsanwalt) zu Nahe treten zu wollen, findet man doch recht widersprüchliche Angaben verschiedener RA zu diesem ganzen Thema. Je nachdem, auf welchem Gebiet die jeweiligen RA spezialisiert sind (z.B. Insolvenzrecht, Vertragsrecht, Kreditkartenrecht), werden Sie unterschiedliche Sichtweisen hören, die durch das jeweilige Spezialgebiet des RA geprägt sein werden. Dies unterstreicht, dass hier spezielle Umstände vorliegen, die aktuell nicht ausreichend klar geregelt sind bzw. einen zu hohen Auslegungsspielraum ermöglichen, im Alltag wohl üblicherweise als „Grauzone“ bezeichnet. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass auch bei anderen Fluglinieninsolvenzen sehr viele Kunden ihr Geld über Chargeback zurückbekommen haben (auch ohne nachträgliche Forderungen), und das m.E. zu Recht:

    Nach meinen Recherchen habe ich folgende Ansicht:
    In dem Moment, wo ich einen Flug bei der Germania gebucht habe, entstehen Erfüllungspflichten meinerseits (z.B. Bezahlung meiner Tickets) und Erfüllungspflichten von Germania (z.B. meine gebuchte Flugleistung durchzuführen). Es ist entscheidend zu verstehen, dass es sich beim Chargeback Verfahren NICHT um eine einseitige Rückabwicklung des gesamten Geschäfts (d.h. die Flugbuchung bzw. den Ticketkauf) handelt, sondern vielmehr nur um eine Rückabwicklung meines Erfüllungsvorgangs mit meiner Kreditkarte (d.h. die Erfüllung meiner Zahlungspflicht gegenüber Germania).

    Diese Rückabwicklung MUSS die Bank für mich durchführen, sofern ich die erforderlichen Nachweise gemäß VISA Vorschriften vorlege (d.h. Nachweise, aus denen hervorgeht, dass die bezahlte Leistung nicht erbracht wird). Als Folge der ausgelösten Rückabwicklung erhalte ich unverzüglich eine Wiedergutschrift des belasteten Betrags.

    Sollte der Aquisiteur (d.h. die Bank der Germania) mit der Rückabwicklung nicht einverstanden sein, so kann er als Reaktion darauf ein Schiedsverfahren einleiten, indem über die Berechtigung des Chargebacks entschieden wird. Eine erfolge Wiedergutschrift steht daher IMMER erstmal unter dem Vorbehalt, dass der Aquisiteur entweder der Rückabwicklung nicht widerspricht ODER im Schiedsverfahren unterliegt. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass im Schiedsverfahren die Beweislast dann beim Aquisiteur liegt. Dieser muss nachweisen, dass die ursprüngliche Belastung berechtigt war, für den konkreten Fall einer Flugleistung einen Nachweis darüber vorlegen, dass der Flug stattfindet und der Name des Passagiers gemäß Ticket im Passagierverzeichnis von Germania gelistet ist (was so ziemlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, wenn die Airline insolvent ist und der gebuchte Flug von ihr nicht mehr stattfindet).Als Folge dessen kann der Aquisiteur keinen gültigen Nachweis darüber vorlegen, dass die Leistung erbracht wird, und der Chargeback fällt schließlich erfolgreich für den Karteninhaber aus.

    Ist dieser Prozess abgeschlossen, haben wir also einen Zustand erreicht, indem sowohl der Kunde als auch Germania ihre Erfüllungspflichten aus der ursprünglichen Buchung beide nicht erfüllt haben.

    Die Bezahlung mit Kreditkarte und Nutzbarkeit des Chargeback Verfahrens z.B. von VISA hat also den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Zahlungsmitteln, dass sie (theoretisch) einen klar geregelten Weg gehen können, um einen Zustand herzustellen, bei dem nicht nur Germania sondern auch sie ihre Erfüllungspflichten noch nicht geleistet haben.

    Eine ggf. erneute Belastung ihrer Kreditkarte (nach o.g. erfolgreichem Chargeback) durch Germania können sie sehr leicht widerrufen. Nicht mehr über die Begründung "nicht erbrachte Leistung" sondern über die Begründung "nicht autorisierte Zahlung". Das geht dann sicher auch deutlich schneller als beim ersten Mal :-)

    Germania oder ein Vertreter Germanias (z.B. Insolvenzverwalter) könnte sie natürlich im Anschluss daran auf Nichterfüllung verklagen, was aber vor keinem Gericht standhalten würde, da sie ihre Nichterfüllung stets mit der Nichterfüllung durch Germania begründen werden. Bedenken Sie zudem den Klageaufwand, der entstünde, wenn der Insolvenzverwalter diesen Weg gegenüber hunderten (tausenden?) Germania-Kunden, die ihr Geld über Chargeback zurückgeholt haben, in Einzelverfahren gehen müsste.
    Geändert von MrBlub (22.02.2019 um 15:01 Uhr)
    Fjaell, bivinco, Amic und 4 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  12. #1172
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    ja es gibt die adresse vom insolvenzverwalter, wird sie noch benötigt?

  13. #1173
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    Moin, in die Runde. Es sind ja hier von einigen viele hilfreiche Tips gepostet worden...vielen Dank dafür!
    Was mich aber mehr interessiert: Sind denn schon irgendwelche Reaktionen von Banken passiert?
    Ich habe seit 2 Wochen einen Antrag bei einer VB. Die Zahlung erfolgte mit Mastercard. Bisher keine Reaktion.
    Ich habe ja vereinzelnd was gelesen, aber es müssen doch schon einige Personen bei ihren jeweiligen Banken einen Chargeback ausgelöst haben und irgendwelche Aussagen bekommen. Ausgenommen jetzt man die Commerzbank, DKB & Barclay. Zu diesen wurde ja schon was geschrieben. Wobei ich auch nur lese, das bei der DKB Hilfe angeboten wird...ob schon Geld geflossen ist habe ich nicht wahrgenommen.
    Danke & Gruß

  14. #1174
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    Habe Antwort von der LBB (Amazon VISA) - siehe Post weiter hinten-, haben mich auf August vertröstet, wenn der Flug ausgefallen sein sollte. Habe nochmals mit den hier angegebenen Argumenten widersprochen, warte aber seit ca einer Woche auf Antwort.

  15. #1175
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    Zitat Zitat von MrBlub Beitrag anzeigen
    Im übrigen geht aus den VISA Texten ebenfalls eindeutig hervor, dass es NICHT die Pflicht des Karteninhabers ist, den Schaden vom Händler oder dessen Versicherung erstattet zu bekommen, sondern diese Pflicht gerade bei der kartenausgebenden Bank ("Issuer") liegt, vgl. hierzu. "For a Dispute related to non-receipt of travel services from a provider who has failed, if the services are covered by a bonding authority/insurance scheme, the Issuer must attempt to obtain reimbursement from the relevant bonding authority/insurance scheme". Sollte ihre Bank also argumentieren, dass Sie als Karteninhaber in der Pflicht wären, diese Klärung zu übernehmen, sollten sie im direkten Bezug zu dieser Textstelle widersprechen und auf die Pflicht der Bank hinweisen.
    Da geht es nach meinem Verständnis aber erst einmal um das "if" "covered" durch ein "bonding authority/insurance scheme". Das sind die klassischen Insolvenzversicherungen, wie z.B. bei der deutschen Pauschalreise. Nur: Das "if" haben wir hier ja gerade nicht, denn es gibt keine Absicherung nach deutschem Recht,
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  16. #1176
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    Zitat Zitat von Pseudonaut Beitrag anzeigen
    Also mir hat der Anwalt meiner RS-VS erklärt, dass ein Insolvenzverwalter zum jetzigen Zeitpunkt aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht auf Rückforderungsschreiben reagieren wird, was mir logisch erscheint. Allerdings meinte er auch, wenn ich mich recht entsinne, dass man als Gläubiger trotz Chargeback auch mit zukünftigen Rückforderungen durch den Insolvenzverwalter rechnen müsste. Denke die Banken wollen sich da nur jede Menge bürokratischem Aufwand vom Hals halten.

    Ich sehe das mit kürzeren Worten genauso wie Mr. Blubb. Keine durch die Airline Leistung erbracht, kein Anspruch auf Zahlung. Ich bekomme zudem nichts von der Airline zurück, sondern von meiner Bank. Mag die sich mit der Airline rumärgern.
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  17. #1177
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    Zitat Zitat von Flying Lawyer Beitrag anzeigen
    Da geht es nach meinem Verständnis aber erst einmal um das "if" "covered" durch ein "bonding authority/insurance scheme". Das sind die klassischen Insolvenzversicherungen, wie z.B. bei der deutschen Pauschalreise. Nur: Das "if" haben wir hier ja gerade nicht, denn es gibt keine Absicherung nach deutschem Recht,
    Was Sie sagen, sehe ich genauso.
    Es geht hier ja auch nicht darum, dass ich von meiner Seite den Anspruch erhebe, dass dieser Absatz hier vorliegt / relevant ist oder dass ich die Bank auffordere, diese Klärung zu übernehmen.
    Es geht viel mehr darum, dass es ja anders herum läuft. Die Bank verlangt von mir eine derartige Klärung und verweigert eine Auslösung des Chargeback Verfahrens, obwohl ich bereits alle Pflichten seitens der VISA Vorschriften erfüllt habe bzw. Unterlagen eingereicht habe. Und dafür sehe ich keine Grundlage, denn der einzige Passus, der in dieser konkreten Richtung in den VISA Vorschriften auftaucht, ist der hier zitierte. Und der richtet sich nicht an den Karteninhaber, sondern an die Bank, egal ob überhaupt relevant oder nicht (bzgl. ihrer "if"-Argumentation).
    Amic und sebik sagen Danke für diesen Beitrag.

  18. #1178
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    Zitat Zitat von MrBlub Beitrag anzeigen
    Ohne Ihrem RA (Rechtsanwalt) zu Nahe treten zu wollen, findet man doch recht widersprüchliche Angaben verschiedener RA zu diesem ganzen Thema. Je nachdem, auf welchem Gebiet die jeweiligen RA spezialisiert sind (z.B. Insolvenzrecht, Vertragsrecht, Kreditkartenrecht), werden Sie unterschiedliche Sichtweisen hören, die durch das jeweilige Spezialgebiet des RA geprägt sein werden. Dies unterstreicht, dass hier spezielle Umstände vorliegen, die aktuell nicht ausreichend klar geregelt sind bzw. einen zu hohen Auslegungsspielraum ermöglichen, im Alltag wohl üblicherweise als „Grauzone“ bezeichnet. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass auch bei anderen Fluglinieninsolvenzen sehr viele Kunden ihr Geld über Chargeback zurückbekommen haben (auch ohne nachträgliche Forderungen), und das m.E. zu Recht
    Großes DANKE auf jeden Fall für die Argumente, die ich mir zurecht lege, sollte es hart auf hart kommen Klar, dass der RA erstmal auch nichts Verbindliches sagt, aber er schien ausgesprochen interessiert und es schadet nicht sich alle möglichen Sichtweisen anzuhören und dabei den einen oder anderen Tip mit aufzuschnappen Gibts die VISA Vorschriften eigentlich nur in Englisch oder irgendwo auch ins Deutsche übersetzt?

  19. #1179
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    Zitat Zitat von Pseudonaut Beitrag anzeigen
    Großes DANKE auf jeden Fall für die Argumente, die ich mir zurecht lege, sollte es hart auf hart kommen Klar, dass der RA erstmal auch nichts Verbindliches sagt, aber er schien ausgesprochen interessiert und es schadet nicht sich alle möglichen Sichtweisen anzuhören und dabei den einen oder anderen Tip mit aufzuschnappen Gibts die VISA Vorschriften eigentlich nur in Englisch oder irgendwo auch ins Deutsche übersetzt?
    Gesunde Sichtweise!

    Die Vorschriften gibt es meines Wissens nur in Englisch. Nach Auskunft von VISA haben sich alle kartenausgebenden Banken in Deutschland zur Einhaltung dieser Vorschriften verpflichtet, vertraglich ist diese Fassung also als verbindlich anzusehen.

    Handelt eine Bank in dieser Angelegenheit regelwidrig oder haben Sie zumindest den Verdacht, dass dies der Fall ist (so wie hier), so können Sie selbst erstmal gegenüber Ihrer Bank nichts tun (denn es handelt sich um eine Verpflichtung der Bank gegenüber VISA). Sollte die Bank sich nach weiteren Klärungsversuchen nicht einsichtig zeigen, wäre es wohl sinnvoll, den Verdacht des regelwidrigen Verhaltens der Bank gegenüber VISA Deutschland in Frankfurt zu melden, die den Fall dann prüfen können. VISA sollte als Kreditkartenunternehmen ein Interesse daran haben, a.) Ihre Versprechungen gegenüber den VISA-Kartenbesitzern (Schutz bei nicht erbrachter Leistung) einzuhalten und b.) dass Ihre Kunden (d.h. die Banken) sich an die vereinbarten Pflichten halten (Abwicklung von Chargeback Verfahren gemäß den gültigen Vorschriften).
    bivinco sagt Danke für diesen Beitrag.

  20. #1180
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    Ich habe bezüglich der Thematik mal Visa direkt angeschrieben und folgende Antwort erhalten:



    Vielen Dank für Ihre Anfrage.





    Visa Karteninhaber sind bei
    Verlust, Diebstahl oder Betrug durch die geltenden Haftungsregeln besonders gut
    geschützt. Das sichern unsere deutschen Banken zu, die Visa Karten ausgeben.
    Visa Karteninhaber genießen auch beim Online-Shopping einen besonderen Schutz:
    Jeder Verbraucher, der seine Online-Einkäufe mit Visa bezahlt, ist in den
    folgenden Fällen automatisch geschützt:






    • wenn seine
    Bestellung verloren geht



    • oder wenn
    seine Ware beschädigt ausgeliefert wird



    • wenn z.B.
    gebuchte Flugtickets nicht eingelöst werden können, weil
    eine Airline vor oder während des Urlaubs in die Insolvenz
    geht



    • wenn er
    Opfer von Online-Betrug wird






    Im Fall der Insolvenz einer Airline
    hat der Karteninhaber seinen Anspruch wegen einer nicht erbrachten Leistung
    grundsätzlich gegen die Fluggesellschaft zu richten. Dies gilt auch für Fälle,
    in denen nur ein Teil der Leistung (beispielsweise nur der Hinflug) erbracht
    wurde. Wird der Schaden von der Versicherung der Airline nicht getragen, kann
    er diesen Anspruch gegenüber seiner kartenausgebenden Bank geltend machen. Dann
    kommt es zu einer Einzelfallprüfung durch die Bank.






    Bei einer Reklamation müssen sich
    die Karteninhaber immer an ihre Bank wenden, die die Visa Kreditkarte ausgibt.
    Das sehen die Visa Regeln und die AGBs der Banken so vor. Der Kunde hat nur ein
    Vertragsverhältnis mit seiner kartenausgebenden Bank – nie mit Visa. Die
    Rückbuchung erfolgt immer durch die kartenausgebende Bank und nicht durch Visa.



    Mit freundlichen Grüßen

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