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Thema: Lufthansa will nicht mehr selbst kochen

  1. #41
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    Zitat Zitat von airhansa123 Beitrag anzeigen
    1998: Der Bund verkauft im Rahmen einer Privatisierung die Raststätten und Tankstellen an ein Konsortium von Lufthansa, Allianz und APEX. Kaufpreis ca. DM 500 Mio
    2004: Die Investmentgesellschaft Terra übernimmt Tank und Rast für € 1 Mrd.
    Rendite 1998-2018 14,1% p.a. wenn man dabei geblieben wäre.
    Rendite 1998-2004 ca. 25% p.a. - auch nicht schlecht...

  2. #42
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    Finde den Fehler

  3. #43
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Vollzeiturlauber
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    Zitat Zitat von Wuff Beitrag anzeigen
    Auflösung: Im Besitz des Bundes wäre der Wert heute nicht 3,5 Mrd € sondern wohl eher minus 3,5 Mrd € inklusive Neuverschuldung
    Finde den Rechenfehler...

    Nicht der Bund, sondern wir, als Lufthansa Aktiönare hätten die Rendite gemacht.

    Aber mein "Freund" Wolfgang Mayrhuber wollte das nicht. Er wollte den integrierten Konzen zerschlagen.

    (Nur Kerngeschäft).
    Wuff sagt Danke für diesen Beitrag.

  4. #44
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    ... warum vergessen eigentlich alle Renditerechner, die zwischenzeitlich (zwischen Kauf und Verkauf) getätigten Investitionen mit einzurechnen?

    Nur mal als kleines Beispiel zur Verdeutlichung (Zitat aus Wikipedia): "Im Jahr 2009 kaufte das Unternehmen vom Handelskonzern Metro den Tank- und Raststättenbetreiber Axxe". Das sollte man schon in die Wert- und Renditeberechnung mit einbeziehen....
    mbraun und unseen_shores sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #45
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    Zitat Zitat von Wuff Beitrag anzeigen
    ... warum vergessen eigentlich alle Renditerechner, die zwischenzeitlich (zwischen Kauf und Verkauf) getätigten Investitionen mit einzurechnen?

    Nur mal als kleines Beispiel zur Verdeutlichung (Zitat aus Wikipedia): "Im Jahr 2009 kaufte das Unternehmen vom Handelskonzern Metro den Tank- und Raststättenbetreiber Axxe". Das sollte man schon in die Wert- und Renditeberechnung mit einbeziehen....
    So lange die Investitionen aus dem Unternehmen selbst (ohne Kapitalerhöhung) getätigt werden ist das für die Eigenkapitalrendite der Investoren irrelevant. Ach ja, bei der Renditberechnung fehlen die Dividenden, 2006 gab es z.B. eine Sonderdividenden von schlanken € 400 Mio.

  6. #46
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    Zitat Zitat von airhansa123 Beitrag anzeigen
    So lange die Investitionen aus dem Unternehmen selbst (ohne Kapitalerhöhung) getätigt werden ist das für die Eigenkapitalrendite der Investoren irrelevant. Ach ja, bei der Renditberechnung fehlen die Dividenden, 2006 gab es z.B. eine Sonderdividenden von schlanken € 400 Mio.
    … es geht auch ohne Kapitalerhöhung: Nämlich mit Anleihen. Die musst du als Investor leider auch mit übernehmen und später mal zurückzahlen.
    https://www.finance-magazin.de/finan...hluss-1276481/

    "Die 2,1 Milliarden Euro schwere Refinanzierung des Raststättenbetreibers Tank&Rast mit Private Equity-Hintergrund ist offenbar so gut wie gelungen: Wie die Börsen-Zeitung unter Verweis auf Banker berichtet, soll die Transaktion in zwei vorrangige Kredittranchen und zwei Bondemissionen strukturiert sein"

  7. #47
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    Zitat Zitat von Vollzeiturlauber Beitrag anzeigen
    ... sagt man bei uns.


    Die LSG und dann später die Sky Chef's sollten die große "cash cow" des Aviation Konzerns werden.

    Es wurde viel angefangen und (zu) schnell wieder aufgegeben.

    - Es gab Mal den Lufthansa Party Service
    Im gesamten Umfeld wurde abgeholt, geliefert oder auch die Party mit Koch und Service gebucht.
    Was ist daraus geworden?
    food affairs gmbh? LPS Event Caterings? Eurest Deutschland GmbH?

    - Es gab Mal eine Restaurantkette, den Laden (z.B. in München) haben sie so schnell wieder geschlossen, als ich davon hörte, war er bereits wieder geschlossen.


    - Die LSG hatte alle Tank und Rast gekauft. (390 Raststätten, 350 Tankstellen und 50 Hotels)
    (TANK & RAST: Essen von der Lufthansa - DER SPIEGEL 45/1998) das war Mal.

    Diese Aufstellung könnte man unendlich fortführen.
    Es ist schon schade, aber Gute Ideen werden nie zu Ende geführt! Fehlt der Mut mal was neues zu riskieren?
    Vollzeiturlauber sagt Danke für diesen Beitrag.

  8. #48
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    Zitat Zitat von Mcflyham Beitrag anzeigen
    Man mag unterschiedlicher Meinung darüber sein, oder der LSG-Verkauf sinnvoll oder nötig ist aber die LSG als Tafelsilber der LH Group zu sehen zeugt von ziemlicher Unkenntnis der Zusammenhänge.
    Ich kenne die Zusammenhänge. Vielleicht ist Tafelsilberweg nicht ganz zutreffend. Aber dann sehe es wie z.B. Sale und lease back System. Kaufmännisch ist es halt ein Einmalbetrag. Schaue AB und YP damals, nichts gehört einem mehr, also kein Kapital. Die Rendite war halt nie so tolle

  9. #49
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    Man wird sicher einen schönen Veräußerungsgewinn auch dazu nutzen wollen, um im Laufe des Jahres dann den gerade bekannt gegebenen Quartalsverlust Q1 in Höhe von 330 Mio auszugleichen...

  10. #50
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    Ein geheimer Blick in die Entscheidungsfindung im LH-Konzern:

    HAM76, interessierterlaie, Trinick und 7 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.
    "With guns you can kill terrorists, with education you can kill terrorism", Malala Yousafzai

  11. #51
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    Zitat Zitat von warfair Beitrag anzeigen
    Für mich ist das Essen auf LH einer der Gründe, wieso ich primär damit fliege, wenn ich die Wahl habe.
    Für mich ist das Essen bei LH einer der Gründe, warum ich sie bevorzugt auf Nachtflügen nutze.
    Auf den Sitzen schlafe ich sehr gut, die Fensterplätze sind vergleichsweise unbeliebt (über den Nachbarn klettern...) und daher oft zu haben, die Privacy da etwas weg vom Ganggewusel reicht mir völlig. Ich bin aber froh, wenn ich vorher etwas in der Lounge essen kann, und dann an Bord nicht mehr.
    Wenn ich etwas Essen will, wähle ich sicher nicht Lufthansa. Kann aber Geschmachssache sein, für mich ist das LH Essen immer zu phantasievoll gestaltet (da habe ich es lieber Bodenständiger, ich brauche kein Mangochutney zum Lachs oder Feigensenf zum Käse etc.), und hat zuwenig Produktqualität (die Käsesorten bekomme ich z.B. größtenteils sogar bei Aldi und Lidl, selbst die First Class Käseplatte!). Dann lieber einfachere Gerichte, die aber aus besten Zutaten. Lieber guten Käse und dafür ohne Schnickschnack dabei. Kann jeder sehen wie er will. Und wer guten Käse will, muss z.B. Air France fliegen. Derartigen Lokalkolorit finde ich gut, es muss nicht überall das selbe Einheitsessen geben, Airlines dürfen ruhig die Vorlieben des eigenen Landes zelebrieren. LH macht das ja zum Beispiel während dem Oktoberfest bei den Flügen ab München.

    Zitat Zitat von warfair Beitrag anzeigen
    Das Futter bei EW wird immer substanzloser.
    Na gut, wenn EW der Maßstab ist, ist LH in der tat noch eine Kulinarische Hochburg...

    Ob man nun etwas selbst macht ("sein Portfolio erweitert", "seine Kompetenzen erhöht"...), etwas eine Tochter machen lässt ("In neue Geschäftsfelder expandieren"..) oder es outsouced ist alle Paar Jahre anders, was heute total angesagt ist, ist morgen schon wieder out, was heute völlig falsch ist, ist schon morgen gebot der Stunde. Ich sage nur Condor... Sowas müssen Finanzfachleute entscheiden, und die Zukunft bewerten.

    Das Essen an Bord ist für viele Passagiere wichtig, und ganz sicher eher ein Kriterium bei der Buchungsentscheidung als das Gelb auf dem Leitwerk oder eben nicht. Beim Essen an Bord ist hohe Integration keine dumme Idee, denn schließlich muss in einer Lieferkette von Rohwareneinkauf bis zum Servieren am Sitz alles zusammenpassen, und idealerweise auch das Feedback zurück möglicht Hindernisfrei laufen. Das alles spricht sicher dafür, das Essen selbst zu machen. Nicht zu Unrecht sagt man ja auch, zu viele Köche verderben den Brei... Ein externes Unternehmen andererseits kann Spitzen besser Abfedern wenn sie mehrere Airlines beliefern, das kann Geld durch eine insgesamt bessere Auslastung sparen. Klappt natürlich nur, wenn man bereit ist auf Individualität zu verzichten, wenn man im Wesentlichen das selbe serviert wie andere Airlines auch.

    Wenn Auslagern an Ende bedeutet, das im Flugzeug servierte Brötchen ist 3 Tage vor dem Flug in Tchechien geschmiert, dann unter Schutzgas eingeschweißt, tiefgekühlt und nach FRA gekarrt worden (von einer externen Spedition via Holland...), wo es dann nach einiger Lagerzeit im Flugzeug endet, dann Danke, aber Danke nein!
    Und spätestens wenn man überall da frisch kochen will, wo man auch fliegt, muss man es selbst machen. Oder es etabliert sich eine einzige Firma an allen Flughäfen, eine derartige Konzentration ist ja bereits weitestgehend zu beobachten, was dann wenig Konkurrenz, und damit schlechte Produkte zu hohen Preisen dank Marktbeherrschender Position führt.

    Im Prinzip ist mir egal wie sich LH nun genau organisiert, der Engländer würde treffend sagen "The proof is in the Pudding". (und der sollte einem bei "Kernkompetenz Essen" vielleicht nicht als erster einfallen ). Oder wie es Diether Krebs zu sagen pflegte: "Hauptsache ett schmeckt"
    Luftikus sagt Danke für diesen Beitrag.

  12. #52
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    Dachte immer LSG sei - wie damals bei der Swissair Gate Gourmet - eine Cash Cow.

  13. #53
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    Ganz interessant die Feststellung im aktuellen Spiegel vom 11.5.19... gemäß dem Schreiberling kostet ein Menü in der Föörst gerade mal 20 Euro... Denke mal, das ist ohne Getränke kalkuliert, trotzdem beeindruckend tief.

  14. #54
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    Zitat Zitat von romka_zrh Beitrag anzeigen
    Ganz interessant die Feststellung im aktuellen Spiegel vom 11.5.19... gemäß dem Schreiberling kostet ein Menü in der Föörst gerade mal 20 Euro... Denke mal, das ist ohne Getränke kalkuliert, trotzdem beeindruckend tief.
    Schlicht nicht möglich, auch ohne Getränke, alleine wegen dem Kaviar. Selbst wenn LH der grösste Kaviarabnehmer der Welt ist, wird die fischige Brombeeren-Marmelade immer noch gut mit mindestens EUR 10-15 zu Buche schlagen. Kann mir einen noch tieferen Preis nicht vorstellen. Der Rest kann unmöglich nur EUR 10 kosten.

  15. #55
    Erfahrenes Mitglied Avatar von no_way_codeshares
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    Zitat Zitat von Sciurus Beitrag anzeigen
    Dachte immer LSG sei - wie damals bei der Swissair Gate Gourmet - eine Cash Cow.
    Kann ich nicht beurteilen und war sicher über eine lange Zeit so, aber bisher ist für mich der Grund für den Verkauf noch nicht klar: arbeitet LSG mit Verlust, fürchtet man zunehmend Komplikationen mit unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen in sehr unterschiedlichen Nationen oder können Drittanbieter hier preiswerter produzieren ohne den Namen Lufthansa mit anrüchigen Anstellungsverträgen zu beschädigen oder bekommt LH schlichtweg woanders ein besseres Return of Investment?
    Wie alle anderen Airlines auch hat LH das Speisenangebot auf den Kurz- und Mittelstrecken und in Economy immer weiter ausgedünnt. Ich kann mich aus meiner Kindheit noch an 60min Flüge erinnern, in der es auch in der Eco stets ein Tablett mit Aufschnitt und Salat gab.
    Wie viele andere Airlines hatte LH ein mehrfaches Auf- und Ab in der Speisenqualität und auch in den angebotenen Mengen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen BA Business Langstreckenessen besser war als LH und BA scheint in der Hinsicht gerade ganz unten zu sein. Sogar Tarom Europa-Business in der ATR konnte besser sein.
    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    ...Kann aber Geschmachssache sein, für mich ist das LH Essen immer zu phantasievoll gestaltet ...

    Ob man nun etwas selbst macht ("sein Portfolio erweitert", "seine Kompetenzen erhöht"...), etwas eine Tochter machen lässt ("In neue Geschäftsfelder expandieren"..) oder es outsouced ist alle Paar Jahre anders, was heute total angesagt ist, ist morgen schon wieder out, was heute völlig falsch ist, ist schon morgen gebot der Stunde....
    Aber LH hat sich auch davon wieder berappelt und bietet inzwischen wieder ein ordentliches Produkt. Manchmal etwas zu verspielt und gekünzelt phantasievoll, da hat 'Volume" Recht, aber biete einmal einer solchen Vielzal häufiger Gäste, jeweils mit Langstreckenanschlüssen ausreichend Abwechslung... . Zugegeben, das etwas 'bodenständigere' bekommt ausgerechnet Swiss in den letzten Jahren wieder besser hin.

    Wobei ich gar nicht wissen möchte, wie oft ich das Essen bei anderen Airlines besser fand als bei LH und es stammte womöglich dennoch von LSG.
    Und LSG als Haus- und Hoflieferant der LH hatte für die Passagiere einen enormen Vorteil: ein Minimum an geschmacklicher und qualitativer Konstanz, egal von welchem Ende der Welt man losflog.

    Branchenneulinge wie Do&Co haben bei Turkish, AUA und Air Berlin/Niki (ja, tatsächlich waren Langstrecken-Business und Kurzstrecken-Kaufessen längere Zeit überlegen) gezeigt, dass nicht immer Airline-eigene Cateringunternehmen das bessere Resultat liefern. Aber wehe man war dann mal in Gegenrichtung mit zugekauften Produkten unterwegs... . Bei LH gab es solche Unterschiede selten.

    Als Fluggast kommt es mir auf das Resultat an und nicht darauf, wer die Köche bezahlt.
    Geändert von no_way_codeshares (15.05.2019 um 22:10 Uhr)
    „Bloß weil ich narzisstisch bin, heißt das nicht, dass sich nicht wirklich alles dauernd nur um mich dreht.“ (Karl-Friedrich Boerne - Tatort-Filmcharacter)

  16. #56
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    Zitat Zitat von Sciurus Beitrag anzeigen
    Schlicht nicht möglich, auch ohne Getränke, alleine wegen dem Kaviar. Selbst wenn LH der grösste Kaviarabnehmer der Welt ist, wird die fischige Brombeeren-Marmelade immer noch gut mit mindestens EUR 10-15 zu Buche schlagen. Kann mir einen noch tieferen Preis nicht vorstellen. Der Rest kann unmöglich nur EUR 10 kosten.
    Schien mir auch zu tief. Bezieht sich im Text aber auf die reinen Foodcosts bei LSG ohne Handling etc. Ggf ist Kaviar/Wein etc ausgeklammert.

  17. #57
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    Zitat Zitat von no_way_codeshares Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht beurteilen und war sicher über eine lange Zeit so, aber bisher ist für mich der Grund für den Verkauf noch nicht klar: arbeitet LSG mit Verlust, fürchtet man zunehmend Komplikationen mit unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen in sehr unterschiedlichen Nationen oder können Drittanbieter hier preiswerter produzieren ohne den Namen Lufthansa mit anrüchigen Anstellungsverträgen zu beschädigen oder bekommt LH schlichtweg woanders ein besseres Return of Investment?
    Wie alle anderen Airlines auch hat LH das Speisenangebot auf den Kurz- und Mittelstrecken und in Economy immer weiter ausgedünnt. Ich kann mich aus meiner Kindheit noch an 60min Flüge erinnern, in der es auch in der Eco stets ein Tablett mit Aufschnitt und Salat gab.
    Wie viele andere Airlines hatte LH ein mehrfaches Auf- und Ab in der Speisenqualität und auch in den angebotenen Mengen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen BA Business Langstreckenessen besser war als LH und BA scheint in der Hinsicht gerade ganz unten zu sein. Sogar Tarom Europa-Business in der ATR konnte besser sein.

    Aber LH hat sich auch davon wieder berappelt und bietet inzwischen wieder ein ordentliches Produkt. Manchmal etwas zu verspielt und gekünzelt phantasievoll, da hat 'Volume" Recht, aber biete einmal einer solchen Vielzal häufiger Gäste, jeweils mit Langstreckenanschlüssen ausreichend Abwechslung... . Zugegeben, das etwas 'bodenständigere' bekommt ausgerechnet Swiss in den letzten Jahren wieder besser hin.

    Wobei ich gar nicht wissen möchte, wie oft ich das Essen bei anderen Airlines besser fand als bei LH und es stammte womöglich dennoch von LSG.
    Und LSG als Haus- und Hoflieferant der LH hatte für die Passagiere einen enormen Vorteil: ein Minimum an geschmacklicher und qualitativer Konstanz, egal von welchem Ende der Welt man losflog.

    Branchenneulinge wie Do&Co haben bei Turkish, AUA und Air Berlin/Niki (ja, tatsächlich waren Langstrecken-Business und Kurzstrecken-Kaufessen längere Zeit überlegen) gezeigt, dass nicht immer Airline-eigene Cateringunternehmen das bessere Resultat liefern. Aber wehe man war dann mal in Gegenrichtung mit zugekauften Produkten unterwegs... . Bei LH gab es solche Unterschiede selten.

    Als Fluggast kommt es mir auf das Resultat an und nicht darauf, wer die Köche bezahlt.
    Als ob es bei LH keinen Unterschied zwischen outbound und inbound gäbe.
    Hinflug (TATL) ist das Essen ja meist noch ganz OK, zurück geht gar nicht.

  18. #58
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    Eastbound über den Teich hat mir auch noch nie jemand etwas halbwegs leckeres serviert. Ein Grund mehr da einfach 100% zu schlafen.

    Was Kaviar im Einkauf kostet kann ich wirklich nicht überblicken, aber bei Wein/Spirituosen über €5 zu kommen ist schon schwer.
    Die Gewinnspanne in der Gastronomie ist da astronomsisch, man darf nicht ansatzweise an die Preise denken, die man aus Restaurants/Bars/Kneipen kennt.

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