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Thema: Flugstreichung HKG-AKL (NZ) als Segment eines Award-Fluges, Zuständigkeit für Umbuchung?

  1. #21
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    Zitat Zitat von Anonyma Beitrag anzeigen
    Ist dem wirklich so, auch bei Awards? Ich wüsste jetzt nicht, warum LH den Preis für ein reguläres Ticket zahlen sollte, wenn irgendeine andere Airline einen Flug streicht und keinen Ersatz bietet. Ich hatte das – auch meinen Erfahrungen nach –so verstanden, dass die ausstellende Airline nur das Ticket umschreiben muss.

    Oder rechnen die Airlines das dann untereinander ab, also könnte sich LH in dem Fall das Geld von NZ holen? Nur dann verstehe ich nicht, warum sie sich weigern….

    In Deinem Beispiel mit OS ist das dagegen natürlich absurd. Bei LH Group-Flügen könnten sie ja selber einfach einen Award freigeben. Wäre vermutlich billiger gewesen als die Hotelkosten zu zahlen. Oder haben sie auch verweigert?
    Gab auch kein Hotel nein.

    Ansonsten unterscheidet die EU-Verordnung ja eben genau nicht zwischen Bezahl- und Awardtickets ("Sie gilt jedoch für Fluggäste mit Flugscheinen, die im Rahmen eines Kundenbindungsprogramms oder anderer Werbeprogramme von einem Luftfahrtunternehmen oder Reiseunternehmen ausgegeben wurden"), die IATA für invol rerouting (https://www.caymanairways.net/iata/m...st-Ed-2002.pdf) ja auch nicht.
    Anonyma und Schaafhirte sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #22
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    Also in dem Punkt, dass Awardtickets wie „normale“ Tickets zu behandeln sind, gebe ich Dir ja völlig recht. Auch wenn es die Airlines oft anders sehen....

    Nur in dem von Dir geposteten IATA-Dokument geht es, soweit ich auf die Schnelle gesehen habe a) um kurzfristige Unregelmäßigkeiten (nicht um Flugstreichungen / Flugplanänderungen Monate im Voraus), und b) kann ich dort auch keine Zuständigkeit der ticketausstellenden Airline finden, sondern gerade eben der Airline, die an den „Problemen“ schuld ist.

    Bliebe eventuell das Argument, dass der Pax gemäß EU-VO Anrecht auf eine Ersatzbeförderung hat. Nur auch da wäre dann doch die "verschuldende Airline" zuständig. In diesem Fall also NZ, und somit das Problem, ob das überhaupt unter die EU-VO fällt (kann mich jetzt nicht mehr erinnern, um was es da in den letzten Urteilen genau ging, wo die Anwendbarkeit ja teilweise auf Nicht-EU-Segmente ausgeweitet wurde, wenn auf einem durchgehenden Ticket gebucht).

    Wenn jemand klar lautende andere IATA-Bestimmungen hat, lasse ich mich aber gerne korrigieren. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wie so eine Situation bei einem "regulären" Ticket geregelt wäre.
    nevek, John_Rebus und Schaafhirte sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #23
    Moderator
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    Zitat Zitat von Anonyma Beitrag anzeigen
    Also in dem Punkt, dass Awardtickets wie „normale“ Tickets zu behandeln sind, gebe ich Dir ja völlig recht. Auch wenn es die Airlines oft anders sehen....

    Nur in dem von Dir geposteten IATA-Dokument geht es, soweit ich auf die Schnelle gesehen habe a) um kurzfristige Unregelmäßigkeiten (nicht um Flugstreichungen / Flugplanänderungen Monate im Voraus), und b) kann ich dort auch keine Zuständigkeit der ticketausstellenden Airline finden, sondern gerade eben der Airline, die an den „Problemen“ schuld ist.

    Bliebe eventuell das Argument, dass der Pax gemäß EU-VO Anrecht auf eine Ersatzbeförderung hat. Nur auch da wäre dann doch die "verschuldende Airline" zuständig. In diesem Fall also NZ, und somit das Problem, ob das überhaupt unter die EU-VO fällt (kann mich jetzt nicht mehr erinnern, um was es da in den letzten Urteilen genau ging, wo die Anwendbarkeit ja teilweise auf Nicht-EU-Segmente ausgeweitet wurde, wenn auf einem durchgehenden Ticket gebucht).

    Wenn jemand klar lautende andere IATA-Bestimmungen hat, lasse ich mich aber gerne korrigieren. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wie so eine Situation bei einem "regulären" Ticket geregelt wäre.
    Sehe ich anders " Diese Verordnung gilt für alle ausführenden Luftfahrtunternehmen, die Beförderungen für Fluggäste im Sinne der Absätze 1 und 2 erbringen. Erfuellt ein ausführendes Luftfahrtunternehmen, das in keiner Vertragsbeziehung mit dem Fluggast steht, Verpflichtungen im Rahmen dieser Verordnung, so wird davon ausgegangen, dass es im Namen der Person handelt, die in einer Vertragsbeziehung mit dem betreffenden Fluggast steht." - NZ hat keinen Vertrag mit dem Kunden sondern LH (220er Ticket) bzw M&M, d.h. danach ist es LH/M&M zuzurechnen.


    Und wichtig ist eben auch folgendes:
    "b) anderweitiger Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder

    c) anderweitiger Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zu einem späteren Zeitpunkt nach Wunsch des Fluggastes, vorbehaltlich verfügbarer Plätze."

    Nur in Variante b gibt es die Einschränkung bezüglich verfügbarer Plätze.
    mpm und Schaafhirte sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #24
    mpm
    mpm ist gerade online
    Erfahrenes Mitglied Avatar von mpm
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    Hier gibt's doch ein paar Anwälte im Forum. Kann man das nicht mit ihrer Hilfe lösen? Ich denke auch, die Rechtslage ist klar, LH/M&M wollen nur kein Geld in die Hand nehmen...

  5. #25
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    Zitat Zitat von peter42 Beitrag anzeigen
    Hatte das Problem auch mehrfach, leider war da M&M in der Regel, trotz Hinweis auf die Rechtslage stur, dank langem Vorlauf fand sich aber dann irgendwann doch ein Routing, aber eben nur wenn I verfügbar war.
    Die Vorgaben von MAM, in so einem Fall, sind eindeutig und ein MAM Mitarbeiter muss sich daran halten.

  6. #26
    Moderator
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    Zitat Zitat von ichbinswieder Beitrag anzeigen
    Die Vorgaben von MAM, in so einem Fall, sind eindeutig und ein MAM Mitarbeiter muss sich daran halten.
    Das ist mir klar, nur ist es IMHO and IANAL entgegen der Rechtslage.

  7. #27
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    Kurzer Zwischenstand zum Thema: die Anfrage zur Umbuchung auf den NZ 283 Flug SIN-AKL ist seit Montag bei M&M/LH in Bearbeitung. Ich habe deutlich auf die EU261/04 Bezug genommen und Rücksprache mit dem Supervisor verlangt. Daraufhin wollte man das Thema an eine Sonderkulanzabteilung weitergeben, die wohl über eine Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit NZ verfügt.

    Seit dem Zeitpunkt habe ich nichts mehr gehört und warte erstmal ab.

    Allen hier an der Diskussion Beteiligten möchte ich an der Stelle zwischendurch schon mal Danke sagen! Eure Beiträge haben mir sehr weitergeholfen.

    Ich halte euch auf dem laufenden ....
    peter42, buddes und nevadaman sagen Danke für diesen Beitrag.

  8. #28
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    IANL, aber die EU-Verordnung braucht es doch zunächst mal gar nicht, oder? Ich habe einen Vertrag über eine Beförderung von A nach B. Und der Vertragspartner ist M&M bzw. ev. noch der Ticketaussteller LH. Dass sich M&M der Hilfe von NZ oder sonst jemandem bedient, um die Beförderung hinzubekommen, kann doch nicht ernsthaft das Problem des Kunden sein.

    Der Vertragspartner hat sein Versprechen einzulösen. Irgendwelche Buchungsklassen oder sonst irgendwas sollten dabei keine Rolle spielen.

    Dass sie es anders versuchen ist klar. 95% der Kunden lassen sich abschrecken und geben klein bei und das bringt bares Geld. Und selbst wenn die ganz harten 5% alle hergehen, und selber Alternativen buchen und hinterher das Geld einklagen, ist das wahrscheinlich immer noch billiger, als allen betroffenen gleich eine vernünftige Lösung anzubieten. Aber ärgern tut mich das trotzdem.
    Schaafhirte sagt Danke für diesen Beitrag.

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