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Thema: Wir überwintern in der Sonne - verschiedene Reisen auf 5 Kontinente

  1. #901
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    Zum Thema Auto und Weltreise kann ich dir den Flug von Heidi Hetzer ( https://heidi-um-die-welt.com ) empfehlen. Leider habe ich ihn nicht komplett gelesen, da ich aufgrund fehlender Zeit irgendwann den Anschluss verloren habe. Eine fast 80jährige Frau die in einem Auto von 1930 um die Welt fährt finde ich schon beeindruckend.

    Hier noch eine paar Fotos, damit nicht jeder googlen muss.
    2,w=993,q=high,c=0.bild.jpg

    ningyo, HON/UA und oschkosch sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #902
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    63. Tag / 4. Winterreise

    Unser letzter Tag in Indien, diesen wollte ich nicht durch sinnloses Warten an Flughäfen verbraten. Zwar wäre das Ticket BKK – GOI – BOM mit AI günstiger gewesen, aber der Tag wäre verbastelt gewesen. So hatte ich für uns auf separaten Tickets GOI – BOM mit 9W am späten Nachmittag gebucht.

    Da wir nun erst um 14 Uhr das Hotel verlassen mussten und um kurz nach 18 Uhr in Mumbai ankamen, konnten wir mit dem Tag noch etwas anfangen, vor allem der Grund für den jährlichen Indienbesuch war unterzubringen – aber dazu später mehr.

    Um noch etwas Strand und Meer genießen zu können standen wir zeitig auf und erschienen um kurz nach 8 zum Frühstück, waren – Wunder – nicht die Ersten. Es wurde nochmals ‚Indisch’ aufgefahren, also Dosa, Idli und vor allem Joghurt mit Mango-Pickles. Selbst V. gönnte ich heute, trotz Koffeinverbots, einen Masala-Chai.

    Koffer waren bereits ziemlich gepackt, die Rechnung am Vorabend beglichen, so konnten wir nochmals relaxt zum ‚Rock-Pool’, legten uns in die Sonne, gingen gleich zweimal hinunter ins Meer, das letzte Mal die Wellen ausgekostet. Besser kann man in Asien das Meer nicht erleben, waren schon etwas traurig als wir das letzte Mal den Strand verließen.

    Als wir die Rechnung für unsere Getränke begleichen wollten, wurde uns mitgeteilt, diese gingen heute ‚aufs Haus’. Nett! Noch eine kurze Unterhaltung mit dem sehr freundlichen Pool-Staff über seine Probleme mit dem Heiraten (er muss zuerst seine 3 jüngeren Schwestern unter die Haube bekommen bevor er heiraten darf) und mit einem letzten Blick


    zurück in unsere Villa, auffrischen, fertigpacken.

    Schweren Herzens bestellten wir einen Buggy für uns und unser Gepäck, ließen uns nach oben zur Lobby fahren. Dort wurde uns ein Taxi von draußen besorgt, 2'000 Rupien zum Flughafen. Es kam ein Suzuki Swift Sedan, ich hatte Bedenken, wie da unser Gepäck reinpasst. Doch, Indien, es funktionierte.

    So fuhren wir, trotz Sonntag, innerhalb von knapp einer Stunde zum GOI-Flughafen.


    Noch einen Blick zurück


    und in die Ticketkontrolle am Eingang angestellt. Nachdem unsere Tickets inspiziert waren durften wir das Gebäude betreten, gingen direkt zum Gepäck-Screening, wo ich erstmal unsere Tickets vorzeigen durfte. Weiter zum Jet Airways-Schalter,


    Wo wir sehr zügig unsere Bordkarten und die Einladung für die Lounge erhielten.


    Hinauf zur Security, Boardingpässe vorzeigen und Gepäck abstempeln lassen. Die Security ist, nennen wir es mal freundlich, inkonsistent. So ging bei mir ohne Probleme zum zweiten Mal das Feuerzeug durch, bei V. wurde das Wasser nicht beanstandet (andere mussten austrinken).

    Zur Rolltreppen, wo wir unsere Boardingpässe & die abgestempelten Gepäckabschnitte vorzeigen mussten, nach oben in den Abflugbereich.


    Auf der Suche nach der Jet Airways-Lounge sahen wir nur dieses Restaurant.


    Ganz, ganz hinten erkannte ich dort das Jet Airways Zeichen, ging hinein und entdeckte die ‚Lounge’ im hinteren Bereich.


    Schnell einen Tisch gesucht, auf welchem schon die Speisekarte auslag.


    Okay, eine Speise zur Auswahl, ein Getränk, knausrig. Zudem war das Essensangebot nicht gerade nach V’s Geschmack – da nicht indisch. So wurde uns die Restaurant-Speisekarte gebracht, nachdem ich zweimal versicherte, dass wir für das aus der Restaurantkarte bestellte bezahlen würden.

    Allerdings wurden wir dann ignoriert, die Bestellung erst mach ca. 15 Minuten aufgenommen. Der Ganze Service, unterirdisch. Auf unsere Frage ob es für die Coke Zero auch Gläser geben würde, wurden wir missbilligend angeschaut – bekamen dann aber doch zwei Gläser.

    Zügig kamen die Samosas, nicht schlecht, aber zu viel, zu groß, konnte man nicht aufessen.


    Das Wunder des Tages war jedoch das Biryani.

    (die Portion hätte für eine indische Großfamilie gereicht)

    Nicht vergessen, wir waren in einem Flughafenrestaurant, das schon etwas zweifelhaft aussah. Aber das Biryani war deutlich besser als in dem Restaurant in Anjuta, hervorragend gewürzt.

    Auf eine Zigarette in den Raucherraum. Und hier traf ich nochmals das Indien an, an das die meisten als ‚typisch’ bezeichnen würden. Hier wurde schon lange nicht mehr geputzt oder die Aschenbecher geleert. Interessant war der Berg an Kippen, welchen an das Reifenfeuer aus den Simpsons erinnerte.

    Kaum zurück ging es auch schon los, unser Flug, operated by JetConnect wurde am Ausgang ‚E’ aufgerufen. Boardingpasskontrolle und runter zur Fluggastbrücke, wo wir unsere Boardingpässe und die abgestempelten Gepäckabschnitte vorzeigen mussten.

    In der stickigen Fluggastbrücke staute es sich natürlich und am Eingang zum Flugzeug war mal wieder Kontrolle der Boardingpässe angesagt.

    Obwohl das Flugzeug nicht mehr besonders neu war, war es innen sehr gut in Schuss, wesentlich besser als der neuere Airbus der AI.

    Kaum hatten wir auf 1A und 1C mit massig Fußraum Platz genommen


    gab es auch schon Getränke, kalte Tücher und die Speisekarte.


    Für einen 60-Minuten-Hüpfer ein Wahnsinnsangebot, da könnte sich Spohr mal eine Scheibe abschneiden. Die Sitze waren im Vergleich zu den Campingstühlen auf LH-Narrow-Body ein Traum, so wie man sich eine C eben vorstellt.

    15 Minuten vor der offiziellen Abflugzeit waren wir in der Luft, drehten nördlich in Richtung Mumbai bei.

    Da wir bereits vorher etwas gegessen hatten, bestellten wir nur das Dessert und einen Masala-Chai.


    Kaum hatten wir aufgegessen begann auch schon wieder der Sinkflug, so dass wir 15 Minuten zu früh in Mumbai landeten, eine Gate-Position am Terminal 2 bekamen.

    Das Terminal ist immer wieder eindrucksvoll – auch wenn die Wege lang sind. Vorteil war, dass bei unserem Eintreffen am Gepäckband unsere Koffer sofort kamen.

    Hinaus und am ‚Meru’-Schalter


    ein Taxi geordert. 100 Rupien Airport-Tax bezahlt und den Abschnitt mit Fahrzeugkennzeichen sowie eine Erklärung zum Finden des Fahrzeugs erhalten.


    Schon ging es ein Stockwerk hinunter. Wir verzichteten auf den Aufzug und gönnten uns den Spaß gezogen von unseren Gepäckwagen wie auf Eis die lange Rampe hinunterzuskaten.

    Unser Taxi stand schon vor der Türe, der Fahrer war sichtlich enttäuscht eine Fahrt zum ‚Hyatt Regency’ gegenüber des Terminals erhalten zu haben. Aber was sollten wir machen? Ohne Gepäck wären wir die 5 Minuten gelaufen – mit 2 Koffern, 2 Taschen etc. war uns das aber zu mühselig.

    Hinaus aus dem Flughafenbereich, 200 Meter links, U-Turn und weitere 50 Meter bis zur Einfahrt zum Hyatt. Macht 30 Rupien! Ich gab ihm 150 und er war einigermaßen zufrieden, half uns die Koffer auszuladen.

    Das Hyatt ist, obwohl nun schon etwas älter, noch gut in Schuss


    – was man vom nebenanliegenden ITC Maratha leider nicht mehr behaupten kann.

    In die Lobby


    und sehr zügig unser Zimmer im obersten Geschoss bekommen. Ich zahlte auch gleich, damit ich uns diese Zeit später beim Auschecken erspare.

    Rauf ins Zimmer, noch immer ganz hübsch,


    diesmal mit sehr gutem Ausblick auf Terminal 2 und das Flughafengelände.


    Unser Gepäck, inklusive dem eingelagerten Koffer, kam zügig, so dass wir uns noch etwas erholen konnten.

    Nun die große Preisfrage, ‚wieso fliegen V. und HON/UA mit Zwischenstopp in Mumbai?’. Ganz einfach, der dritten kulinarische Höhepunkt des Jahres, das ‚Peshawri’ im ITC Maratha, musste eingebaut werden.

    Für uns gibt es in punkto ‚Shashlik’ nichts besseres auf diesem Globus.

    So wanderten wir die 50 Meter hinüber zum ITC Maratha, gingen zum Eingang des Restaurants, vor dessen sich die typische überdimensionale Speisekarte (welche man später in klein, ebenfalls aus Holz, am Tisch erhält) hängt.


    Wir hatten reserviert, eine Ausnahme, da normalerweise nur Reservierungen bis 19 Uhr entgegengenommen werden. Aber wir hätten auch sonst problemlos einen Tisch erhalten, denn sonntags ist wenig los (das Restaurant wird wegen der für Indien exorbitanten Preise fast nur auf Spesen besucht).

    Hinein, an der Küche vorbei,


    zu unserem Tisch.


    Es ist nicht nur das Essen, welches dieses Restaurant in meinen Augen zu einem der Besten macht, es ist auch die gesamte Atmosphäre, die Gerüche.

    Schon erhielten wir die ‚Papadams’, dünne, frittierte Fladen aus dem Mehl schwarzer Linsen.


    Aus der Speisekarte wählten wir unseren Standard, ‚Paneer Tikka’ (Frischkäse aus dem Tandoor)‚ ‚Murgh Malai Kabab (mariniertes Hühnerfleisch aus dem Tandoor) und natürlich das Beste, ‚Dal Bukhara’ (langsam gekochte Linsen). Dazu ‚Butter Naan’ für V., ‚Pudina Parantha’ für mich.


    Als das Essen serviert wurde überwältigte uns schon der Duft. Für mich ist ‚Murgh Malai Kabab’ im Peshawri das beste Fleisch überhaupt, da kann jedes Kobe-, Wagyu-, US Prime-Beef einpacken.

    Auch dass man nur mit den Fingern isst, gehört dazu.


    Ich hatte einmal, auf Bitten eines Geschäftsfreundes, Besteck kommen lassen – das hat das Ganze völlig verdorben.

    Als kleine Überraschung gab es noch eine kleine Portion indisches Eis (Kulfi) vom Haus.


    Köstlich, für uns besser als jedes italienische oder amerikanische Eiscreme.

    Für das Essen umgerechnet US$ 130 bezahlt und zurück ins Hyatt, geduscht, umgezogen und startklar für die Fahrt zum Flughafen gemacht.
    trichter, Exploris, simesime und 35 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #903
    Erfahrenes Mitglied Avatar von DFW_SEN
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    Zitat Zitat von HON/UA Beitrag anzeigen
    [ kulinarische Höhepunkt des Jahres, das ‚Peshawri’ im ITC Maratha, musste eingebaut werden.

    Für uns gibt es in punkto ‚Shashlik’ nichts besseres auf diesem Globus.

    So wanderten wir die 50 Meter hinüber zum ITC Maratha, gingen zum Eingang des Restaurants, vor dessen sich die typische überdimensionale Speisekarte (welche man später in klein, ebenfalls aus Holz, am Tisch erhält) hängt.
    Ohhhh da bin ich aber neidisch, auch eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants. Genauso gut wie das "Original" im ITC in Delhi aber zum halben Preis...... Die von euch gewählten Gerichte gehören auch zu meinen "Standards" (ich esse das Naan nur plain), aber das Allerbeste habt ihr leider ausgelassen. Die ganze Lammkeule! Ein Gedicht!!!!!! Saftig, voll mit Geschmack und zerfällt fast so zart ist sie.....
    no_way_codeshares, HON/UA und globetrotter11 sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #904
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    Zitat Zitat von DFW_SEN Beitrag anzeigen
    ...aber das Allerbeste habt ihr leider ausgelassen. Die ganze Lammkeule! Ein Gedicht!!!!!! Saftig, voll mit Geschmack und zerfällt fast so zart ist sie.....
    Und genau die schmeckt uns nicht so sehr, ist uns schon wieder zu weich, zerfällt ja schon beinahe an der Keule.

    Wir waren letztes Jahr in Delhi - und ziemlich enttäuscht. Das Murgh war zu trocken. Wir merkten dies an, aber ohne Reaktion.

    Preislich ist uns zwischen Delhi und Mumbai kein Unterschied aufgefallen, haben vor einem Jahr auch etwas über 8'000 Rupien bezahlt. Allerdings ist der Service in Mumbai viel besser, nicht so hochnäsig wie in Delhi.

    Peshawri ist für 2018 wieder fix eingeplant.

  5. #905
    Erfahrenes Mitglied Avatar von DFW_SEN
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    Zitat Zitat von HON/UA Beitrag anzeigen
    Und genau die schmeckt uns nicht so sehr, ist uns schon wieder zu weich, zerfällt ja schon beinahe an der Keule.

    Wir waren letztes Jahr in Delhi - und ziemlich enttäuscht. Das Murgh war zu trocken. Wir merkten dies an, aber ohne Reaktion.

    Preislich ist uns zwischen Delhi und Mumbai kein Unterschied aufgefallen, haben vor einem Jahr auch etwas über 8'000 Rupien bezahlt. Allerdings ist der Service in Mumbai viel besser, nicht so hochnäsig wie in Delhi.

    Peshawri ist für 2018 wieder fix eingeplant.
    Ja sie zerfällt förmlich (ein bisschen wie pulled pork, nur besser.....). Ich habe sie jedes mal sehr genossen, allerdings waren wir auch meist mit 3-4 Leuten und nicht nur zu zweit, so dass man sich mehr Gerichte teilen kann und von keinem sehr viel isst.....

    Also ich bin mir ziemlich sicher dass die Peshawri in Mumbai, Agra und Chennai billiger als das Bukhara in Delhi sind. Allerdings war die Hälfte vermutlich übertrieben, so genau habe ich die Preise nie verglichen. Leider geht mein nächster Indien Trip im Herbst nur nach Bangalore und da gibt es kein ITC...... Gute Heimreise!
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #906
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    Die Lammkeule im Bukhara in Delhi war für mich eine weitere Reise nach Indien wert...

    Die Filiale in Abu Dhabi war leider nicht ganz auf diesem Niveau..........
    HON/UA und Rayban sagen Danke für diesen Beitrag.
    Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.
    Nelson Rolihlahla Mandela

  7. #907
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    64. Tag / 4. Winterreise

    Bei strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Temperaturen wieder zuhause angekommen, wird es Zeit den letzten Teil des Reiseberichts, über die Rückreise, zu schreiben.

    Am 63. Reisetag checkten wir gegen 22:30 aus dem Hyatt Regency aus.

    Wahrscheinlich würde QR_Seb nicht mit mir in einer Klasse sitzen wollen – denn so ziehe ich mich für einen Flug an, egal ob Y, C oder F.


    Wir verzichteten auf ein Hotel-Taxi, bestellten eines von draußen, zu 1/3 des Preises. Es kam dann auch ein indischer Kleinstwagen, zum Glück mit Gepäckträger. So wurde ein Koffer im Kofferraum verstaut, die anderen beiden aufs Dach gehievt.


    Ein Wunder, dass das Dach das Gewicht aushielt.

    Innerhalb von weniger als 5 Minuten waren wir am Terminal 2 angekommen,


    die Koffer auf zwei Gepäckwagen verfrachtet.

    BOM Terminal 2 ist immer wieder beeindruckend.

    Der C- und F-Check befindet sich ganz links, sehr hübsch gemacht.


    Der Check-In ging sehr schnell,


    wir erhielten unsere Boardingpässe bis nach Hause.

    An der Sicherheitskontrolle war einiges los, getoppt wurde dies aber von der ellenlangen Schlange an der Priority-Passkontrolle. Selbst bei zwei geöffneten Schaltern benötigten wir 20 Minuten. Ich möchte nicht wissen wie lange das Ganze in der normalen Y-Class-Schlange dauert – denn diese erinnerte an Disney-World zu Spring-Break-Zeiten.

    Durch den Duty-Free zur Lounge,


    dort den Lift hinunter in den C-Bereich.




    Die Lounge ist schön groß, deshalb gab es auch kein Problem einen Sitzplatz zu finden. Vom Top-Essensangebot nahmen wir Abstand,


    hatten ja gerade erst köstlich gespeist.

    Nach einer knappen Stunde in der Lounge weiter zum Boarding-Gate 78, 10 Minuten Fußweg.


    15 Minuten nach der angegebenen Zeit begann das Boarding


    in den A330-300,


    wir gingen als eine der Ersten hinein, ich hatte uns die Mittelplätze in der ersten Reihe der hinteren, kleineren C-Kabine frühzeitig reserviert.

    Vorteil dieser Kabine ist die Ruhe, Nachteil, dass beim Boarding die ganze Y/Y+ an einem vorbeitigert, einen ‚begutachtet’.

    Der Service war typisch LH, unpersönlich, kalt. Wenigstens waren wir, trotz des späten Boardings, fast pünktlich in der Luft. Sobald die Anschnallzeichen ausgeschaltet waren fuhr ich meinen Sitz in die Liegeposition und schlief schon bevor sich auch nur eine Stewardess blicken ließ.

    Leider konnte man nicht durchschlafen, denn den Stewardessen war es wohl langweilig, unterhielten ich lautstark, kicherten, lachten. Als ich das zweite Mal durch das laute Geschwätz über Belanglosigkeiten wach wurde klingelte ich, verlangte die Purserin. Diese erschien und ich legte mein Anliegen nah, die Damen sollten sich doch bitte etwas leiser unterhalten. Die Purserin teilte mir mit, sie hätte die Crew bereits zwei Mal ermahnt – das ist Autorität! Es wurde dann auch wieder etwas leiser, für mindestens 5 Minuten. Leider kann ich mit Ohrstöpseln im Flugzeug nicht schlafen, da mir mit diesen immer die Ohren zugehen.

    Ich ging dann selbst zu den Damen, fragte höflich ob man das Gequatsche nicht auf ein Kaffeekränzchen verlegen könne. Böse Blicke – aber es wurde ruhig.

    Zum Frühstück wurde ich geweckt, bestellte die süße Variante, mit Bananen und Papaya gefüllte Pfannkuchen.


    Das Plastiktablett wurde mir hingestellt, man sah, dass alles sehr lieblos draufgeworfen wurde, selbst die Plastiksalz- und pfefferstreuer lagen umgekippt darauf. Ich sehe immer die Fotos vom Essen anderer Airlines, fühle mich deshalb bei LH-C irgendwie an Y erinnert.

    Auch die Sitze sind keine Wucht, ziemlich eng. Aber das schlimmste ist das Füßeln. Solange ich mit V. fliege ist es mir ja egal wenn sich nachts unsere Füße berühren. Wenn jemand fremdes neben mir wäre – nee, igitt.

    Hätte ich für diese Tickets den normalen D- oder C-Preis bezahlt, ich hätte mich für diese Leistung richtig geärgert. Aber so hatte ich ja ‚nur 77'500 Meilen und die ganzen Gebühren (auch knapp US$ 1'000 für 2) bezahlt.

    Mit 10 Minuten Verspätung landeten wir am MUC-Flughafen. Ansage: wegen es Medical müssen alle in der Y sitzen bleiben bis der Notarzt den Medical aus dem Flieger hätte. Natürlich traf dies nicht nur die Y, sondern auch die Y+ und unsere C-Kabine. Dies ist ja kein Problem, man sollte es nur richtig ansagen.

    Natürlich, wie sollte es anders sein, hörten einige Passagiere nicht auf die Ansage, standen sofort auf, machten sich fertig. Da gab es eine sehr deutsche Ansage – und alle saßen wieder.

    Nachdem der Medical, eine Dame, welche ein Monat in Indien war und nie Magenprobleme hatte, diese aber um 05:15 nach dem LH-Frühstück in Y bekam, hinausgebracht wurde, durften wir auch ins neue Satelliten-Terminal.

    Durch die Sicherheits- und Passkontrolle zur SEN-Lounge, wo sich zum Glück direkt gegenüber ein Raucherraum befindet.

    Nach 15 Minuten mussten wir aber schon wieder los, für unseren nächsten Flug nach Wien. Am Gate stand statt LH eine Maschine der OS, ‚operated for Lufthansa’.

    Hinein und auf 1A und 1F Platz genommen. Hier empfing uns auch schon der Zettel zu den tollen E-Zeitschriften, ‚


    auf vielfältigen Kundenwunsch’. Auch die Campingstühle wurden ja deshalb, und nur deshalb, eingebaut. Wir vermissten schon AirIndia und JetAirways mit ihren tollen Kurzstrecken-C-Sitzen.

    Auch das Essen war trotz Do&Co im Vergleich zu JetAirways miserabel.


    Wenigstens lief der Flug pünktlich ab, wir landeten in Wien und bekamen natürlich ein Busgate.

    Ewige Wege in Wien, das neue Terminal ist der Horror! Hinauf zu G, wieder durch die Passkontrolle zur SEN-Lounge. Diese Mini-Lounge war dermaßen überfüllt und dreckig, dass wir uns zwei Coke Zero schnappten und uns lieber in Gatenähe einen Platz suchten.


    V. ging noch im Duty-Free shoppen, ein bisschen Kosmetik. Auf dem Kassenbeleg stellte ich dann fest, dass der Duty-Free in Wien kein Duty-Free ist, man zahlt schön die Mehrwertsteuer mit, wird sogar extra auf dem Kassenzettel ausgewiesen. Was ist denn das für eine Abzocke?

    Wieder pünktliches Boarding, wieder Busgate.

    Diesmal gab es eine Fokker 100


    mit 2-3 Bestuhlung, wir hatten 1A und 1F reserviert. In C war der Vogel zu 50% belegt, in Y zu ca. 80%. Zeitschriften? Keine!

    Auf Reiseflughöhe gab es etwas Undefinierbares zu essen.


    Ansonsten verlief der Flug sehr ruhig, mit tollem Ausblick auf die noch schneebedeckten Karpaten und das frühlingshafte Odessa.


    10 Minuten vor der Zeit setzten wir auf der Holperpiste des ODS-Flughafens auf.

    Mit dem Bus ins Terminal, durch die Passkontrolle zu den beiden Gepäckbändern. Priority-Baggage funktioniert natürlich nicht, unser Gepäck kam als eines der letzten – natürlich wieder kaputt.


    Hinaus und ein UBER bestellt, welches sehr schnell kam. Nach 15 Minuten Fahrt bei bestem Wetter erreichten wir unser Zuhause, die Reise war somit beendet.

    In den nächsten Wochen kann ich nun TA und Blogs lesen, die letzte Winterreise 2016/2017 vorbereiten.
    trichter, Exploris, waveland und 57 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  8. #908
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    Ich lehne mich mal raus und behaupte das nirgendwo in der EU es mehr "echtes" Duty-Free, also mit Abzug der MwSt gibt. Der Abzug beschränkt sich auf Genußsteuern (Tabak, Alkohol) und Importzölle.


    Edit: Manche Sachen lassen einem keine Ruhe . Nach Aussage der Exportabwicklung bei uns liegt das Problem in der nicht personenbezogenen Ausfuhr der Artikel. Soll heissen, würdest du eine entsprechende Rechnung mit Nachweis deiner außergemeinschaftlichen Adresse bekommen und damit die Ausfuhr beim Zoll nachweisen, wäre der Duty Free Anbieter berechtigt dir die MwSt zu erstatten.
    Warum das mit der Tabaksteuer bzw. Alkoholsteuer klappt konnte man mir pauschal auch nicht erklären.
    Geändert von xcirrusx (04.04.2017 um 14:24 Uhr)
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  9. #909
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    Danke nochmals für 64 Tage Bericht.

    Nur : was machen wir denn jetzt in der Zeit bis Mai, wenn eure Winter Abschlusstour startet?

    ok leiden hier im Forum.


    Flyglobal
    caipi, HON/UA, mainz2013 und 1 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  10. #910
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airwalk
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    Zitat Zitat von HON/UA Beitrag anzeigen
    Ich ging dann selbst zu den Damen, fragte höflich ob man das Gequatsche nicht auf ein Kaffeekränzchen verlegen könne.
    Hach, in solchen Momenten wäre ich dann doch gerne mal dabei ... anstatt hier nur mitzulesen
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.
    "Ich könnte mir gut vorstellen, Urlaub auch hauptberuflich und in Vollzeit zu machen."

  11. #911
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    Vielen Dank für die tollen Berichte! Ich warte sehnsüchtig auf deine nächste Reise
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  12. #912
    Erfahrenes Mitglied Avatar von DFW_SEN
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    Herzlichen Dank fuer den tollen Bericht! S
    HON/UA und tonfuzzi sagen Danke für diesen Beitrag.

  13. #913
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    Zitat Zitat von xcirrusx Beitrag anzeigen
    Edit: Manche Sachen lassen einem keine Ruhe . Nach Aussage der Exportabwicklung bei uns liegt das Problem in der nicht personenbezogenen Ausfuhr der Artikel. Soll heissen, würdest du eine entsprechende Rechnung mit Nachweis deiner außergemeinschaftlichen Adresse bekommen und damit die Ausfuhr beim Zoll nachweisen, wäre der Duty Free Anbieter berechtigt dir die MwSt zu erstatten.
    Warum das mit der Tabaksteuer bzw. Alkoholsteuer klappt konnte man mir pauschal auch nicht erklären.
    Das hat dann mit duty free aber nichts mehr zu tun, sondern ist eine normale Ausfuhr?

    Witzigerweise klappt das am Flughafen, z.B. habe ich das letztens in FRA gemacht: Elektronikartikel nahe gate B22 gekauft, Zettel für Globalblue erhalten. Dann auf die andere Seite zum Zoll und gestempelt, direkt um die Ecke ist globalblue und gutschreiben lassen.
    Wobei man schon eine kleines Bürokratenherz haben muss, um für 3€ zwei mal quer durch den B Bereich hin und herzulaufen, um stempeln zu lassen etc.
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  14. #914
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    Zitat Zitat von DFW_SEN Beitrag anzeigen
    Leider geht mein nächster Indien Trip im Herbst nur nach Bangalore und da gibt es kein ITC...... Gute Heimreise!

    Wobei das afghanische Restaurant im ITC Windsor in Bangalore auch sehr gut ist!


    Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht, freue mich nun schon wieder umso mehr auf meine nächste Indienreise, die hoffentlich bald kommt :-)
    DFW_SEN und HON/UA sagen Danke für diesen Beitrag.

  15. #915
    Reguläres Mitglied
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    Besten Dank für die schöne Mitreisegelegenheit und nun erstmal "home sweet home".
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  16. #916
    Erfahrenes Mitglied
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    Nun etwas, das ich normalerweise nicht mache: ich verrate schon vorher wo es hingeht.

    Da ich für Ende 2017/Anfang 2018 eine Reise durch das südliche Afrika plane und V. vor 'Afrika' etwas Angst hat, habe ich mich entschlossen die Winterreisesaison 2016/2017 mit einem Kurztrip (also 2 Wochen) nach Marokko zu beenden, sozusagen um V. mit 'Afrika Light' an den Kontinent heranzuführen. LH hatte zudem gute Preise, von Odessa nach Casablanca und zurück für ca. US$ 850/Person in Business Class. Ich weis schon was uns erwartet, ein Nachtflug auf Campingstühlen.

    Ich selbst war zwar schon einmal in Marokko, aber nur kurz, verband damals eine Geschäftsreise nach Casablanca mit einem Wochenende in Marrakech. Diesmal wollte ich auch etwas mehr vom Land sehen, habe deshalb folgende Route mit dem Mietwagen geplant:
    Exploris, waveland, Chaosmax und 35 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  17. #917
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    Spannende Reise! Oder sogar mutige Reise! Ich bin gespannt. Ja, ich bin persönlich da vielleicht zu vorsichtig.
    economyflieger und HON/UA sagen Danke für diesen Beitrag.

  18. #918
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    Das ist aber schon heranführen im Fortgeschrittenen Modus, statt Anfänger Modus!
    Flyglobal
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

  19. #919
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    Klasse Bericht. Ich musste bei der Erwähnung der Alphonso Mangos im Dessert schmunzeln. Habe einige aus Indien letzte Woche mitgebracht und sehr genossen!
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  20. #920
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    Marokko war ich mal 3 Wochen vor 20 Jahren ( ... das hört sich echt alt an und lange her). Fand es durchaus interessant. Taffraout fanden wir super. Sonst auch viel Armut. Marrakech fanden wir durchaus spannend, aber nachts schon - gefühlt - sehr orientalisch. Freu mich auf deinen Bericht.
    HON/UA sagt Danke für diesen Beitrag.

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