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Thema: Japan, Hongkong und (ein wenig) Kalifornien im Mai 2018

  1. #1
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    Standard Japan, Hongkong und (ein wenig) Kalifornien im Mai 2018

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    Hallo Forumskollegen,

    Mehr als ein Jahr ist nun wieder seit der letzten größeren Reise vergangen, von einem einwöchigen Abstecher nach Europa einmal abgesehen.

    Es wurde daher mal wieder Zeit, und dieses Mal stand Asien auf der Wunschliste. Nachdem Ende letzten Jahres dann klar war, das +1 Mitte Mai für einige Tage zu einer Konferenz nach Japan soll, stand der Reisetermin mehr oder weniger fest und wir bauten unsere Reise um die Konferenz herum.
    Über die Wochen gab es dann etliche Änderungen im Plan, aber am Ende war die Reise geplant, die Flüge gebucht und der Koffer gepackt.

    Los ging es erst einmal in Kalifornien, denn dort durfte +1 auch noch auf eine Konferenz Anfang Mai. Somit starteten wir in Palm Springs, bevor es dann nach Tokyo, Hakodate, Sapporo, Hiroshima und Osaka gehen sollte. Ursprünglich sollte es von dort zurückgehen, aber am Ende planten wir noch einmal um und hängten noch 4 Tage Hong Kong an den Trip, bevor es dann zurück nach Houston geht.

    Live- bzw. semi-live schaffe ich die Reiseberichte nicht mehr, daher gibt es hier nun etwas verzögert ein paar Bilder und etwas Text von der Reise. Insgesamt doch 3 Wochen und viele Bilder, habt Nachsicht dass es nicht immer direkt weiter geht! Ich hoffe, der ein- oder andere fliegt lesender-weise wieder mit!
    Exploris, mueller, Chaosmax und 18 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
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    Tag 1: Houston – Palm Springs

    Los geht’s!

    +1 war einige Tage vorher schon ‚vorgeflogen‘, und für mich ging es dann am Freitagmittag ebenfalls Richtung Westen. Ursprünglich wollte ich eigentlich direkt nach LAX fliegen und von dort dann mit dem Mietwagen weiter, aber wer sich schon einmal durch den Berufs- und Wochenendverkehr in LA Richtung Osten geschlagen hat, weiß, dass das eher weniger Spaß bedeutet.
    Daher wurde noch einmal umgebucht und es ging dann doch ‚direkt‘ nach Palm Springs – Direktflüge gibt es leider nur in der Wintersaison (und diese war seit 5 Tagen vorbei), daher dann mit Umstieg in SFO. Für Palm Springs gab es auch keine großen Pläne, denn dort waren wir erst Anfang des Jahres für 3 Tage und hatten eigentlich das Gefühl, (fast) alles gesehen zu haben.

    Am (frühen) Mittag ging es dann erst einmal zum Flughafen, wo aufgrund einer großen Konferenz in Houston deutlich mehr los war als erwartet und sich damit die Zeit bis zum Boarding massiv reduzierte. Los ging es dann mit

    Flug #1: IAH-SFO, United, Economy, B737-900

    Die Maschine natürlich mal wieder komplett ausgebucht, mit Upgrade sah es auch mau aus, daher die knapp 4h in der Eco (Plus) hinter mich gebracht. Der Flug nichts Besonderes, das seit einigen Tagen neu auf der Karte stehende Pulled Pork Sandwich war ganz ok. Aufgrund schlechten Wetters rund um Houston deutlich längere Flugzeit als normal, da wir erst einmal Richtung Süden flogen, um dann quasi auf Höhe der Mexikanischen Grenze in Richtung Westen abzubiegen. Daher leicht verspätete Landung in SFO und am Gate hieß es dennoch warten, bis sich jemand für die Jetbridge gefunden hatte, so dass die Umsteigezeit massiv geschrumpft ist und das Boarding für den 2. Flug schon gestartet war, als ich schlussendlich am Gate angekommen bin. Also ging es fast direkt weiter mit

    Flug #2: SFO-PSP, Skywest Airlines dba United Express, Economy, ERJ 175

    Auch der Flug komplett ausgebucht, auch hier wieder kein Upgrade, sondern viele zahlende Gäste in der Business. Für den recht kurzen Flug ließ es sich aber auch in der Eco aushalten. Nach dem Start noch eine schöne Kurve geflogen, um SFO noch einmal in das rechte Bild zu setzen:




    Danach ging es aber auf direktem Weg nach Palm Springs, wo wir ca. 1h später und 20min vor der Zeit landeten. PSP ist ja ein sehr übersichtlicher Flughafen, der Weg vom Gepäckband zu Hertz zum Auto sind keine 20m.

    Dank der Konferenz im selben Hotel übernachteten wir im JW Marriott Palm Desert – Ein unglaublich hässliches Resort-Hotel. Zimmer sind schon recht abgewohnt, aber dennoch werden Preise von über $400 abgerufen – Unglaublich. Naja, waren ja nur 2 Nächte.

    Abends ging es dann noch einmal zurück nach Palm Springs ins ‚4 Saints‘ zum Abendessen – Ein neues Rooftop-Restaurant im ebenso neuen Kimpton Hotel. Sehr schöne Terrasse mit Blick auf die umgebenden Berge & Palm Springs, gutes Essen, gute Weinauswahl, jedoch etwas zu teuer für das angebotene, selbst in Kalifornien.

    Danach ging es wieder retour nach Palm Desert und ab ins Bett. Am nächsten Tag stand die Umgebung von Palm Springs auf dem Programm.
    Exploris, Chaosmax, ChrischMue und 24 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #3
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    Tag 2: San Jacinto & Palomar Mountains

    Nachdem +1 zur Konferenz aufgebrochen war, machte ich mich auch auf den Weg. Als Ziel hatte ich mir das Palomar Observatory ausgesucht, welches wir zwar auch Anfang des Jahres schon besucht hatten, aber damals hat es leider mit der Tour nicht geklappt. (Spoiler: Diesmal wieder nicht ).

    Von Palm Desert ging es dann erst einmal durch den Santa Rosa and San Jacinto Mountains National Monument, in welchem es eine hügelige Wüstenlandschaft zu bestaunen gab. Hier ging es hoch…




    …und von oben dann der Blick zurück in Richtung Palm Desert.






    Ein paar wenige leben hier dann doch noch, sieht aber einsamer aus als es wirklich ist, in knapp 20min ist man in Palm Desert bzw. in einer halben Stunde in Palm Springs.




    Weiter ging es, an einem Aussichtspunkt noch spontan eine kurze 30min Wanderung eingeschoben, welche am Ende einen schönen Blick in den Park bot:




    Kurz danach führte mich die Route aus dem Park heraus und erst einmal eine knappe Stunde durch recht langweilige Landschaft, bevor es hier…




    …vorbei am Lake Henshawin Richtung Palomar-Mountain ging.

    Noch einmal der See von oben…




    …und dann weiter in Richtung Gipfel bzw. Observatory. Nun mit Blick in Richtung Westen…




    Bzw. Süd-Westen.




    Leider hatte ich die Strecke ein wenig unterschätzt bzw. hatte auf dem Weg etwas zu häufig gestoppt, so dass ich die erste Tour des Tages verpasst hatte. Knapp 2h wollte ich dann aber auch nicht auf die nächste Tour warten, so dass ich mich, nach einer kurzen Runde, wieder auf den Weg zurück machte.

    Zurück wählte ich die Route durch Borrego Springs, in welchem ich noch vom Januar ein kleines, nettes Café kannte, und entlang des Salton Sea, auf dessen Besuch ich allerdings verzichtete, da wir diesen bereits im Januar ‚erkundet‘ hatten.

    Es ging weiter durch die Berge, welche zum Teil faszinierende Ausblicke bot. Das Mittagessen war hier…




    …bereits im Blick und mit wenig Verkehr…




    …dauerte es auch nicht mehr lange. Das Kesling’s Kitchen in Borrego Springs kann ich wirklich empfehlen, liegt zwar doch ab vom Schuss aber ist echt lecker.

    Auf dem Weg in Richtung Salton Sea stattete ich dem Anza-Borrego Desert State Park noch einen kurzen Besuch ab. Die Wash’s (trockenen Flussläufe) sind hier frei befahrbar und bieten eine nette Möglichkeit, etwas Wüste zu schnuppern ohne direkt Gefahr zu laufen, sich festzufahren. 4x4 sollte aber trotzdem sein .

    Ein paar Eindrücke…








    …bevor es dann auf direktem Weg retour nach Palm Desert ging, um den späten Nachmittag mit +1 dort zu verbringen.

    ‚Dank‘ ihrer Abendveranstaltung besuchte ich noch alleine den örtlichen Panera Bread, bevor es ins Bett ging. Am nächsten Tag ging es noch einmal kurz nach Palm Springs und von dort aus in Richtung LA(X).
    Oban, Exploris, mueller und 33 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #4
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    Tag 3: Palm Springs & (Fahrt nach) Pasadena

    Am nächsten Morgen ging es erst einmal nach Palm Springs zum Frühstück/Brunch ins ‚Workshop Kitchen & Bar‘. Dort waren +1 und ich bereits im Januar zum Dinner und damals recht angetan – Deren Brunch war auch nicht schlecht, aber am Ende doch relativ austauschbar.

    Danach besuchten wir noch das Palm Springs Art Museum Architecture and Design Center sowie das Palm Springs Art Museum, welche uns beide (wieder) sehr gut gefallen haben, bevor wir uns in den Verkehr wagten und uns auf den Weg nach LA machten. Ursprünglich hätten wir eigentlich bereits heute Abend via Seoul nach Narita fliegen sollen, aber vor einer Woche waren plötzlich 2 Plätze auf dem morgigen Direktflug verfügbar, welche wir gerne annahmen. So ging es heute erst einmal in Richtung Großraum LA – Wir entschlossen uns für eine Nacht in Pasadena ob der Nähe zum Restaurant ‚Union‘, aber dazu später mehr.

    Anstatt direkt nach Pasadena zu fahren, entschlossen wir uns schlussendlich, durch Angeles National Forestzu fahren, um ein wenig die Natur und die Aussicht zu genießen. Nach den ersten, nervigen, knapp 90min auf der I-10 ging es über die I-15 in Richtung Norden und von dort aus durch die Berge, entlang kleinerer, wenig befahrenen, Straßen:




    Der Ausblick auf bzw. in den National Forest war faszinierend und machte definitiv Lust, einmal wieder zu kommen und etwas länger zu verweilen!






    Weiter ging es durch den National Forest in Richtung Pasadena – Der Weg zog sich dann doch länger als erwartet, aber weiterhin mit tollen Ausblicken:





    In der Ferne wurde nun LA sichtbar…




    …leider mit ein paar Stromkabeln im Weg.

    Der Blick zurück – eine nette Fahrt…




    …und danach ging es dann auf direktem Wege nach Pasadena ins dortige Hilton. Dieses ist recht neu (renoviert?) – Upgrade und/oder Executive Lounge gab es zwar nicht, dafür aber ein Eckzimmer im obersten Stock, für die eine Nacht vollkommen in Ordnung.

    Am Abend ging es dann zum eigentlichen Grund der Übernachtung in Pasadena – Ins ‚Union‘ von Bruce Kalman. Dieser ist in den USA seit seiner diesjährigen Teilnahme bei Top Chef dem ein- oder anderen evtl. für seine Pasta-Gerichte bekannt und da wir so oder so in der Gegend waren, wollten wir einmal dort essen – Und wurden auch nicht enttäuscht.

    Sehr nettes, relativ kleines Restaurant mit sehr gutem Service. Die Paste-Gerichte waren in der Tat sehr gut, auch der Rest war sehr ordentlich. Sicherlich keine Sterne-Küche (Die kommt noch J), aber definitiv einen Besuch (und einen kleinen Umweg) wert!

    Danach ging es retour zum Hotel und ab ins Bett – Am nächsten Tag ging es dann nach Tokyo.
    Oban, Exploris, simesime und 25 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
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    Tag 4&5: Von LA(X) nach Tokyo

    Am Morgen wurden noch ein paar Last-Minute Emails und andere Aufgaben erledigt, bevor es durch den morgendlichen Verkehr zum Flughafen ging. LA ist ja eigentlich (fast) immer ein einziger Stau, und so dauerte es doch recht lange bis zum Mietwagenschalter am Flughafen und von dort aus zum International Terminal.

    Kurz das Gepäck abgegeben und durch die Security – Glücklicherweise nimmt ANA am TSAPre-Programm teil, so konnte die doch recht lange Schlange umgangen werden und knapp 10min später war die Star Alliance Lounge erreicht. Die Wartezeit bis zum Boarding wurde mit einem Frühstück auf der dortigen Terrasse überbrückt, bevor es pünktlich los ging mit

    Flug #3: LAX-NRT, All Nippon Airways, Business, B777-300ER

    Trotz der Buchung wenige Tage vorher waren noch 2 Plätze im Mittelblock in der vorderen, kleinen Kabine (japanisches ‚Stübli‘ ) frei, welche wir gerne genommen haben. Die Sitze bei ANA sind doch recht abgeschirmt und für Alleinreisende sicherlich ideal, für gemeinsam Reisende allerdings doch eher suboptimal – Gespräche waren schwer möglich, Sichtkontakt auch nur mit Verrenkungen. Aber das ist sicherlich Jammern auf hohem Niveau, grundsätzlich ist die Business (und auch der Service) bei ANA sehr gut.

    Kurz nach dem Start wurde ein Mittagessen serviert – ANA bietet hier entweder ein japanisches oder ein westliches/internationales Menü. Wir probierten beide das japanische und waren eher enttäuscht – Dass alle anderen (asiatischen) Mitflieger in der kleinen Kabine das westliche Menü gewählt hatten, hätte uns evtl. eine Warnung sein sollen.

    Der Flug zog sich nach dem Essen, wie eigentlich jeder Flug nach Westen, doch ziemlich, da ich normalerweise nicht schlafe, was mir die Umstellung deutlich erleichtert. Also gab es erst einen Film (Black Panter), danach etwas Arbeit und wieder einen Film (vergessen). Knapp 1.5h vor der Landung gab es noch einmal einen Snack, und während der gesamten Flugdauer waren die Flugbegleiter ständig präsent, um Getränke nach zufüllen etc. Alles in allem ein sehr angenehmer Flug mit ANA, gerne wieder!

    Überpünktlich erfolgte die Landung in Narita und nach knapp 10min war die Einreise nach Japan auch schon erledigt. Das Gepäck drehte dennoch bereits seine Runden auf dem Band, und so ging es kurz danach schon zum Limousine Bus, welcher uns innerhalb einer knappen Stunde direkt zum Hilton Tokyo Odaiba brachte. Dieses liegt zwar etwas außerhalb der (touristischen) Zentren von Tokyo, aber war dafür preislich in Ordnung, mittels einer Bahn gut angebunden und auch etwas ruhiger gelegen als direkt in Shinjuku oder Shibuya.

    Bereits im Vorfeld war beim Online-Check-in das Upgrade auf einen Room mit Rainbow-Bridge View hinterlegt, welches wir dann auch so erhalten haben. Der Raum war (vor allem für Japan) angenehm groß und bot von dem (kleinen) Balkon eine tolle Aussicht auf die Brücke und die Skyline von Tokyo, welche auch der Regen nur bedingt trüben konnte:






    Inzwischen wurden wir doch recht müde, und so gab es nur noch ein kleines Abendessen im Hotel, bevor es ins Bett ging. Am nächsten Tag stand Tokyo auf dem Programm, leider mit einer nicht gerade idealen Wettervorhersage - Spoiler alert: Das wird sich ein wenig durch die Reise ziehen.
    Oban, Exploris, Chaosmax und 34 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  6. #6
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    danke für Bericht und schöne Fotos
    Lese gerne mit

  7. #7
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    Vielen Dank fürs mitnehmen! Das Hilton in Tokyo gefällt mir sehr gut.

  8. #8
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    Tag 6: Tokyo

    Tokyo begrüßte uns wie angekündigt mit recht durchwachsenem Wetter (regnerisch & kalt), so dass es erst einmal zum Frühstück ins Restaurant ging. Dieses war sehr ordentlich, große Auswahl und die bestellbaren Eierspeisen, z.B. Egg Benedict, ebenfalls gut. Allerdings doch recht hektisch und laut, da viele, auch externe, Gäste, so dass wir beschlossen, am nächsten Morgen die Lounge zu testen.

    Nach dem Frühstück fuhren wir dann mit der, direkt vor dem Hotel abfahrenden, Bahn über die Rainbow-Bridge in Richtung Shiodome und von dort weiter nach Ueno – Das Tokio National Museum sollte das erste Ziel sein. Alles ein wenig grau-in-grau bisher…




    …aber dafür hielten sich auch die Menge an Besuchern in Grenzen.




    Das Museum gilt meiner Meinung nach nicht zu Unrecht als eines der besten in Tokyo, wenn nicht gar Japan, und so verbrachten wir etwas über 2h mit der Betrachtung japanischer Kunst. Aus meiner Sicht absolut empfehlenswert bei einem Tokyo-Besuch!

    Das Wetter danach war etwas besser, zumindest der Regen hatte aufgehört, und so ging es vom Ueno Onshi-Park aus durch das angrenzende Uenosakuragi-Viertel, welches nicht nur ein nettes, kleines Restaurant für das (späte) Mittagessen bot, sondern auch jede Menge kleinere und größere Tempel.




    Auch Buddha war da




    Weiter ging es durch eine kleinere Einkaufsstraße, vorbei an vielen Läden mit Kitsch – Japaner lieben Katzen




    Von dort aus ging es dann aber erst einmal wieder retour in Richtung Hotel – So richtig einladend war das Wetter einfach nicht und so langsam wurde es kalt und nass. Direkt vor dem Hotel dann noch ein wenig an der Promenade entlang gelaufen – Irgendwo hatte ich die Dame schon einmal getroffen, nur der Hintergrund war damals ein anderer:




    Ein letzter Blick auf die Rainbow-Bridge im trüben Wetter…




    …bevor wir im Hotel ein wenig entspannten und die Tea-Time in der Lounge genossen.

    Abends ging es dann zum Abendessen ins ‚Shunja Tsugihagi‘ – Recht kurzfristig, da wir eigentlich ein anderes Restaurant geplant hatten, aber uns dann doch anders entschieden hatten. Essen war sehr ordentlich, wenn auch die Verständigung ein wenig schwer fiel – Englischkenntnisse sind doch häufig recht rudimentär in Japan.

    Danach ging es noch um die Ecke in die Rooftop-Bar des Andaz-Hotels, welches uns empfohlen wurde. War in der Tat auch ganz nett und bot einen netten Ausblick auf das nächtliche Tokyo, wenn auch nur mit Glasscheibe, welche zwar gegen die Temperaturen und den Wind hilfreich war, aber leider nicht dem Fotos (daher leider die Reflektion, mea culpa):




    Suchbild: Auch die Lichter etlicher, nach Haneda einfliegender, Maschinen waren sichtbar – Aufgereiht wie eine Perlenkette. Ordentlich was los am Abend dort!

    Aber am Ende siegte recht schnell die Müdigkeit und ein Taxi brachte uns zurück ins Hotel.
    Oban, Exploris, mueller und 22 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  9. #9
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    Tag 7: Tokyo

    Auch der nächste Morgen begann mit Regen und trüben Aussichten, und so ging es erst einmal gemütlich zum Frühstück – Diesmal wie erwähnt in der Lounge, in welcher das Angebot fast genauso umfangreich wie im Restaurant (nur keine Speisen auf Bestellung) war, der Geräuschpegel und die Anzahl der Gäste aber deutlich angenehmer.

    Danach ging es bei weiterhin trübem Wetter los in Richtung Tsukiji Fischmarkt, um diesen ein wenig zu erkunden. Der ‚Outer Market‘ war wie immer gut besucht…




    …vor dem Tempel war etwas weniger los.




    Ab 10 Uhr kann auch ein Teil des Whole-Sale-Markets besucht werden – Die Wartezeit bis dahin nutze ich für ein paar japanische Impressionen:




    Pünktlich um 10:00 Uhr wurden die Touristen auf das Gelände gelassen – Leider absolutes und recht resolut durchgesetztes Fotografier-Verbot. Auf jeden Fall durchaus interessant zu sehen, wie es auf dem Markt zugeht, auch wenn natürlich so spät nur noch wenig zu sehen ist. Aber für die Fischaktion um 3:30 morgens anzustehen, dafür war ich dann doch zu faul .

    Vom Fischmarkt aus ging es dann zu unserem ersten ‚Lunch-Termin‘ – Wir hatten vor der Reise geplant, das ein- oder andere Sterne-Restaurant in Japan & Hong Kong zu besuchen. Bei vielen konnten wir nur noch Termine für mittags bekommen, was wir normalerweise sonst so nicht machen, da es den Tag ein wenig zerstört, aber dann doch eine gute Möglichkeit bietet, einen Eindruck des Restaurants zu bekommen.

    In Tokyo hatten wir uns für das ‚Sublime‘ entschieden, ein französisch-japanisches Ein-Sterne Restaurant des jüngsten Sternekochs in Tokyo. Sicherlich kann man die ganze ‚Sterne-Manie‘ sehr kritisch sehen und viele, sehr gute Restaurants haben keinen Stern (und viele Mittelmäßige haben einen), aber wir nutzen dies doch als Orientierung für den ein- oder andern Besuch.

    Das Mittagsmenü klang sehr ansprechend…




    …und die Atmosphäre dort hat uns ebenfalls sehr gut gefallen – Recht klein (~16 Plätze) mit offener Küche, in der wir der 3-Köpfigen Brigade beim Zubereiten zuschauen konnten.

    Das Essen war durchwegs sehr lecker und perfekt zubereitet, auch wenn vielleicht der ganz herausragende Gang gefehlt hat. Geschmacklich am besten waren der Red Snapper als auch die Shrimp & Avocado, hier im Bild.




    Der sehr freundliche Service war sehr bemüht, uns alle Gänge im Detail zu erklären, allerdings mangelte es doch ein wenig an deren Englisch- und unseren Japanisch-Kenntnissen. Aber alles in allem hat es uns dort gut gefallen und war auch preislich durchaus in einem vertretbaren Rahmen.
    Als nette Geste kam der Chefkoch beim Verlassen des Restaurants noch mit zur Tür und verabschiedete uns persönlich. Sehr freundlich, wie eigentlich fast überall in Japan!

    Danach ging es erst einmal zurück ins Hotel. Inzwischen hatte sich das Wetter tatsächlich ein wenig gebessert, und so fuhren wir noch einmal los nach Shibuya. Dort wurde zuerst das Hachiko-Denkmal besucht...



    bevor wir die Menschenmassen des Shibuya-Crossing bestaunten.





    Von dort aus ging es dann zu Fuß zum Tokyo Photographic Art Museum, welches aus meiner Sicht ebenfalls sehr empfehlenswert ist. Bei unserem Besuch war nur eine, sehr gute, Ausstellung junger & unbekannter Photographen geöffnet (dafür allerdings auch kostenlos), sonst werden dort 2-3 Ausstellungen parallel gezeigt, durchaus auch von namhaften Künstlern.

    Anschließen gab es auf dem Rückweg noch einen kleinen Happen zu essen und dann ging es zurück ins Hotel. Am nächsten Tag hieß es auch schon Abschiednehmen von Tokyo – Wir wären gerne noch ein- bis zwei Tage länger geblieben, zu sehen gibt es ja genug!
    Oban, Exploris, simesime und 27 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  10. #10
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    Zitat Zitat von FRAHAMLON Beitrag anzeigen
    Pünktlich um 10:00 Uhr wurden die Touristen auf das Gelände gelassen – Leider absolutes und recht resolut durchgesetztes Fotografier-Verbot. Auf jeden Fall durchaus interessant zu sehen, wie es auf dem Markt zugeht, auch wenn natürlich so spät nur noch wenig zu sehen ist. Aber für die Fischaktion um 3:30 morgens anzustehen, dafür war ich dann doch zu faul .
    Seid wann gibt es da ein Fotografier-Verbot? Ich konnte 2014 fotografieren wie ich wollte. Und als ich dort war konnte man ab 9 Uhr auf das Gelände.
    "With guns you can kill terrorists, with education you can kill terrorism", Malala Yousafzai

  11. #11
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    Zitat Zitat von MANAL Beitrag anzeigen
    Seid wann gibt es da ein Fotografier-Verbot? Ich konnte 2014 fotografieren wie ich wollte. Und als ich dort war konnte man ab 9 Uhr auf das Gelände.
    Hmm - Seit wann weiß ich nicht. Aber es stand an jeder Ecke jemand mit einem Foto-Verbotsschild und wer es trotzdem versuchte, wurde (für japanische Verhältnisse) recht direkt darauf hingewiesen. Es wurde auch vor dem Einlass mehrmals gesagt. Und Einlass in den Bereich des Whole-Sale war erst 10:00 Uhr, in den anderen Bereich hätte man früher gekonnt.

  12. #12
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    Tag 8: Tokyo & Hakodate

    Am dritten und letzten Tag in Tokyo zeigte sich das Wetter (endlich) einmal von seiner besseren Seite und so begannen wir den Tag mit einem Frühstück auf der Terrasse der Lounge und einem tollen Blick.




    Viel Zeit blieb uns nicht mehr in Tokyo, da es bereits am späten Vormittag weiter gehen sollte. So beschränkten wir uns auf einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang, mit Blick auf das recht imposante Fuji-TV-Gebäude…




    …sowie den ein- oder anderen Bewohner der Lüfte.




    Nach einem letzten Blick auf die Rainbow-Bridge & Skyline…




    …ging es zurück zum Hotel, Gepäck aufsammeln und dann weiter mit dem Limousine Bus zum Haneda Airport.

    Dort angekommen gab es erst einmal ein kleineres Problem mit unserer Buchung, da der Kiosk den Buchungscode nicht akzeptierte – Wie sich später herausstellte, ist der Code bei einer internationalen Buchung ein anderer und man muss via Ticketnummer einchecken. Oder – wie wir – einfach am Schalter, an welchem die Trainee aber auch erst einmal einen Supervisor holen musste. Alles in allem bekamen wir aber unsere Bordkarten, gingen durch die extrem effiziente Security und ab in die Lounge, welche allerdings vom Angebot her eher einem United Club ähnelte, zumindest zum Essen gab es nämlich ausschließlich Nüsse.

    Aber egal, nach recht kurzer Wartezeit ging es für uns dann weiter mit

    Flug #4: HND-HDA, All Nippon Airways, Economy, B767-300

    In Japan bin ich immer wieder erstaunt, das viele Strecken mehrmals am Tag mit großen Maschinen geflogen werden und diese auch immer gut gefüllt sind. Nach Hakodate fliegt allein ANA mehrmals täglich mit 767 & 787 und auch JAL fliegt regelmäßig. Dennoch war die Maschine bestimmt zu 80-90% ausgelastet – Wahnsinn.

    Der Flug mit knapp 55min Flugzeit recht kurz, vor allem da ANA inzwischen, ähnlich wie United oder teilweise auch LH, Entertainment via WLAN & APP anbietet – Es waren sogar einige englisch-sprachige Filme dabei.

    Nach der Landung war das Gepäck dank Prio-Sticker dann auch als erstes auf dem Band und mit dem Taxi ging es zum Hotel. Wir hatten uns für das ‚Hakodate Uminokaze‘ entschieden, da dieses Zimmer mit privatem Onsen anbot. War zwar nicht gerade günstig, aber immerhin beinhaltete die Rate Frühstück und Abendessen und das Erlebnis des eigenen Onsen mit Blick auf das Meer war schon toll.




    Aber das Onsen sollte noch ein wenig warten, erst einmal wollten wir den restlichen Tag nutzen, ein wenig von Hakodate zu sehen. Also auf in die Tram und ab ins ‚Zentrum‘ von Hakodate. Die ehemaligen Speicherhallten sind inzwischen als Einkaufszentrum umgebaut, mit Unmengen chinesischer Touristen:




    Weiter ging es in Richtung Mt. Hakodate, vorbei an netten, restaurierten Häusern…




    …zur Hakodate Orthodox Church.




    Diese ist wirklich nett (zumindest von außen, leider war die Kirche schon geschlossen)…




    …und ein Blüten waren auch noch zu sehen:






    Um die Ecke der Kirche liegt die Talstation der Seilbahn, welche auf den Gipfel des Mt. Hakodate führte. Aufgrund des recht diesigen Wetters überlegten wir erst, ob es sich wirklich lohnt, aber am Ende fuhren wir nach oben. Von dort bot sich ein netter Ausblick auf Hakodate…




    …sowie den Hafen.




    Langsam aber sicher ging es in Richtung Sonnenuntergang…




    …welchen wir aber nicht am Gipfel abwarteten, da wir für etwas später einen Tisch im Hotel zum Abendessen reserviert hatten. Daher ging es wieder hinab nach Hakodate, inzwischen im Licht des Sonnenuntergangs…




    …und von dort aus mit der Tram retour ins Hotel.

    Das Abendessen war, wie bereits erwähnt, in der Rate inklusive. Normalerweise nicht gerade eine Garantie für gutes Essen, war es hier wirklich sehr ordentlich und wurde auch von externen rege in Anspruch genommen. Das sehr reichhaltige Angebot war eine Kombination aus Buffet und mehreren Kochstationen, an welchem diverse (vor allem Fisch-)Gerichte frisch zubereitet wurden.

    Danach genossen wir unser privates Onsen mit Blick aufs Meer und überlegten, was wir am nächsten Morgen in Hakodate noch anschauen wollten, bevor der zweite Lunch-Termin und dann der Weiterflug nach Sapporo auf dem Programm stehen.
    Exploris, simesime, ChrischMue und 23 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  13. #13
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    Tag 9: Hakodate & Flug nach Sapporo

    Nach einem wiederum sehr ordentlichen Frühstück checkten wir aus und deponierten das Gepäck im Hotel, bevor es mit der Tram wieder in Richtung Zentrum ging. Wirklich viel mehr zu sehen gibt es in Hakodate eigentlich nicht, und so beschlossen wir, dem Goryokaku-Tower noch einen Besuch abzustatten.




    Von dort aus bietet sich ein toller Blick auf den Goryokaku-Park…




    …auf Hakodate und den Mt. Hakodate…




    …sowie den Hafen.




    Im Turm selber befindet sich auch noch eine sehr informative Ausstellung zur Geschichte Hakodate’s und der Entwicklung während bzw. nach der Öffnung Japans zum Westen. Sehr nett gemacht mit kleinen Dioramen & sehr interessant.

    Danach war es aber Zeit für unseren zweiten ‚Sterne-Lunch‘ – Wir hatten uns in Hakodate für das L’Oiseau par Matsunage entschieden, ebenfalls ein französisch-japanischen Ein-Sterne-Restaurant. Zeitlich ging sich hier wieder nur ein Mittagessen aus, und so entschieden wir uns für das Terroir-Menü, welches einen Eindruck der Abend (Dinner) -Küche geben soll.




    Das Restaurant liegt etwas versteckt in einem reinen Wohngebiet und hat eine ganz andere Atmosphäre als das Sublime: Keine offene Küche, deutlich ‚steifer‘, alle Kellner mit Handschuhen - Man merkte den französischen Einfluss (Sowohl Chefkoch als auch seine Frau als Restaurant-Chefin haben in Frankreich gelernt) deutlich mehr.

    Das Essen war wiederum sehr gut, alle Gänge perfekt zubereitet, aber am Ende doch auch ein wenig langweilig, wenig Innovatives. Sehr gut hat uns (wiederum) der Fisch geschmeckt, aber auch die Ente…




    …war perfekt, zart und auf den Punkt, genau wie das Gemüse.

    Das Dessert war als kleine Burg gestaltet und ebenfalls sehr lecker, aber doch auch etwas einfallslos:




    Alles in allem wiederum ein sehr leckeres Essen, ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis am Mittag, wenn auch insgesamt doch sehr klassisch – Wir mögen gerne auch einmal überrascht werden, unerreichter Spitzenreiter ist für uns hier Thörnströms Kök in Göteborg, welches zwar auch ‚nur‘ einen Stern hat, aber irgendwie doch spannender ist. Aber insgesamt war das Essen sehr gut und das Restaurant ist definitiv eine Empfehlung wert.

    Nach dem Mittagessen ging es dann retour ins Hotel und von dort aus zum Flughafen – Der kurze Hüpfer nach Sapporo steht an. Hakodate Airport ist doch recht übersichtlich, und so ging es nach dem Check-in recht fix durch die Security und ans Gate, von wo aus es weiterging mit

    Flug #5: HDA-CTS, All Nippon Airways, Economy, Dash 8-300

    Nothing to write home about, der Flug mit knapp 25min kurz und schmerzlos. Nach dem Start ging es noch einmal am Airport vorbei…

    EDIT & TOSC sagen, dass dies die Bilder vom Bobby-Flug ein paar Tage spaeter sind... Mea culpa!





    …und langsam aber sicher senkte sich die Dämmerung über Hokkaido.




    Leider waren die Scheiben recht schmutzig und reflektierten stark, daher entschuldigt die recht schlechte Bildqualität.

    Ab hier stimmts dann wieder

    Bei der Landung in Chitose war es dann auch schon dunkel und daher ging es mit dem Airport-Train auch direkt nach Sapporo und ins Hotel. Da +1 hier auf einer Konferenz war, ging es ins Royton Sapporo als Konferenzhotel – Naja, aber soo viel Auswahl gibt es in Sapporo auch nicht.

    Noch einmal eine kurze Runde um den Block gedreht und eine Portion Curry gegessen, und dann war der Tag auch vorbei.

    Die nächsten Tage war +1 auf der Konferenz und ich in Sapporo unterwegs, ggf. fasse ich einige Tage etwas mehr zusammen, da es doch nicht so viel zu sehen gab in Sapporo.
    Geändert von FRAHAMLON (18.07.2018 um 20:47 Uhr)
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  14. #14
    Erfahrenes Mitglied Avatar von tosc
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    Komische Bilder für eine Dash 8 Das schaut mir mehr nach Bobby aus
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  15. #15
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    Zitat Zitat von tosc Beitrag anzeigen
    Komische Bilder für eine Dash 8 Das schaut mir mehr nach Bobby aus
    Das ist sehr richtig, mea culpa! Die Bilder sind vom falschen Tag, das war der Flug ein paar Tage später von CTS nach HIJ! Hatte mich gestern beim upload noch gewundert, dass ich den Flughafen in Hakodate viel kleiner in Erinnerung hatte...
    tosc sagt Danke für diesen Beitrag.

  16. #16
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    Tag 10: Sapporo


    Der erste Morgen in Sapporo begann leider (wieder) mit Regen, und somit besorgten wir uns erst einmal etwas zu essen und zogen uns noch einmal auf das Zimmer zurück.

    Dieses war auch eher mau – Nicht nur (selbst für Japan) recht klein, sondern auch noch, obwohl als Nichtraucher-Zimmer deklariert, sehr stark nach Rauch riechend. Leider sind in Japan, vor allem abseits von Tokyo & Osaka, komplette Nichtraucherhotels doch sehr selten, und so zog sich der Dunst durch alle Etagen & Zimmer. Sehr unangenehm! Auf Nachfrage installierte das Hotel immerhin einen Luftreiniger, welcher sogar nicht nur Lärm machte, sondern auch den starken Geruch minimieren konnte.


    Später ging es dann erst einmal in eines der nahe gelegenen Kaufhäuser, um uns ein wenig die Zeit zu vertreiben. Dort aßen wir, in einem erstaunlich guten, Sushi-Restaurant zu Mittag. Danach, bei weiterhin strömenden Regen, machten wir uns noch auf den Weg ins ‚Hokkaido Museum of Modern Art‘.
    Dieses hatte zu dieser Zeit eine sehr interessante Sonderausstellung ‚Masterpieces from the Bridgestone Museum of Art‘ mit diversen Bildern von Picasso, Chagall etc., welche auch sehr gut besucht war. Die reguläre Ausstellung(en) war(en) dann deutlich leerer, aber eigentlich nicht minder interessant. Das einzige, leicht störende, war die fehlende englische Beschriftung – Ich lese auch gerne mal ein paar Hintergrundinformationen zu den Exponaten. Aber gut, sind ja auch in Japan, kann nicht überall Zweisprachigkeit erwarten.


    Von dort aus ging es wieder ins Hotel, welches wir erst abends für ein kleines Abendessen wieder verließen. Alles in allem ein sehr nasser Tag, an welchem die Kamera auch im Hotel blieb. Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war wieder recht durchwachsen, irgendwie noch nicht so wirklich Glück mit dem Wetter!


    Tag 11: Sapporo


    Auch der zweite Morgen in Sapporo begann wieder mit Regen, und so besorgte ich mir erst einmal ein kleines Frühstück und zog mich noch einmal auf das Zimmer zurück. Etwas später hörte es dann glücklicherweise auf zu regnen, wenn auch der Tag grau-in-grau weiterging. Egal, los ging‘s. Das Hotel liegt einen Block nördlich des Odori-Parks, welcher sich durch das Zentrum von Sapporo zieht und in der Tat recht nett ist, vor allem bei schönem Wetter (ja – auch das gab es noch).


    Im Park dann direkt einen Repräsentanten Deutschen Brauchtums gefunden - Warum auch immer gibt es auch in Sapporo einen Maibaum:






    Wie man sieht, sah man wenigJ. Blick vom einen Ende des Odori-Parks in Richtung Fernsehturm – So doch irgendwie trostlos und grau:




    Auch dieser steinerne Freund fühlt sich bei schönem Wetter sicherlich wohler:






    Nachdem die Innenstadt von Sapporo doch eher uninteressant ist – vor allem wenn man gerade aus Tokyo kommt – machte ich mich auf den Weg zum ‚Sapporo Art Park Center‘, ein etwas außerhalb gelegener Park mit Skulpturen und anderer Kunst. Mittels Subway und Bus dauerte es rund 45min, aber am Ende hat es sich, fand ich zumindest, gelohnt.


    Noch vor dem eigentlichen Eingang fanden sich ein paar schwimmende ‚Eisblöcke‘…







    …bevor es in den eigentlichen Park ging.







    Irgendjemand hat seine Zipfelmütze vergessen!






    Durch diese hohle Gasse muss er kommen – oder so ähnlich:






    Nochmal die Zipfelmütze aus anderer Perspektive:






    Viel los war nicht im Park, was wohl dem Wetter geschuldet war. Weiter ging’s – Vorbei am ‚fliegender‘ Stein…





    …zur neuen Spirit/Ryanair-Bestuhlung: Sitzen beim Hintermann auf dem Schoss .






    Dafür sahen die eigentlich recht entspannt aus, machen sogar La-Ola:





    Die Eulen von Sapporo…






    …sahen nicht wirklich freundlich aus.






    Vorbei an dem lustigen Gesellen…






    …ging es erst einmal ins Park-Café, da der Hunger sich langsam meldete. Essen in Buffet-Form ist in Asien ja immer gerne gesehen, so gab es dann ein (eher durchwachsenes) Mittagsbuffet, aber viel Auswahl war drum herum eh nicht. Danach ging es via Bus und Bahn wieder retour ins Zentrum vom Sapporo und erst einmal zurück ins Hotel.


    Am frühen Abend fuhren +1 und ich dann noch zum Abendessen ins Susukino-Viertel, eine Gegend mit vielen Restaurants & Bars, Leuchtreklamen und jeder Menge Menschen. Am Ende wurde es wieder Sushi, und dann war der Tag auch schon zu Ende.
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  17. #17
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    Tag 12: Sapporo & Otaru


    Am nächsten Morgen präsentierte sich Sapporo doch deutlich freundlicher, und so ging es erst noch einmal durch den Odori-Park, welcher bei schönem Wetter doch deutlich attraktiver ist.
    Der Maibaum, flankiert von zwei steinernen Gestalten…







    …auf der anderen Seite der älteste Fernsehturm Japans.






    Brunnen und Blumen…







    …und Blick auf Zelte des am nächsten Tag startenden Ramen-Festivals.







    Vom Odori-Park aus ging es zum, mehr oder weniger direkt neben dem Hotel liegenden, Botanischen Garten der Hokkaido-University. Bei inzwischen strahlendem Sonnenschein auf jeden Fall sehr nett anzusehen.
    Blüten - Mal viele…






    …und mal einzeln.







    Ich schätze ja Parks sehr, welche einem eine Erholung von der umgebenen Stadt bieten, aber doch noch Ausblicke bieten. Ist jetzt nicht gerade der Central Park in New York, aber dennoch nett:






    Weiter ging es durch den Park, welcher, trotz überschaubaren Größe, viele verschiedene Bereiche bot.






    Der Frühling lässt sich nicht verleugnen (auch wenn es zeitweise doch noch recht frisch war):






    Häuser – Hoch…





    …und nicht ganz so hoch…






    …umgaben den Park bzw. befanden sich in diesem.


    Auch der ein- oder andere tierische Besucher fand sich - War wohl ein Halbstarker! Erst große Klappe…






    …und sich dann einfach aus dem Staub machen, so was!






    Alles in allem ein sehr schöner Park und die umgerechnet $5 Eintritt absolut wert!


    Vorbei an jeder Menge Tulpen…






    …ging es erst einmal kurz zurück ins Hotel und dann in die (angeblich) #1-Attraktion von Sapporo – Das Brauerei-Museum.






    Von außen nett anzuschauen…






    …hielt es aus meiner Sicht doch nicht, was versprochen wurde.
    Wir hatten nur die kurze, self-guided Tour unternommen und außer einem Braukessel gab es wenig zu sehen. Die Informationen zum Brauwesen in Japan und den deutschen Einfluss darauf (Der 1. Braumeister studierte in D, der 2. war sogar Deutscher) war zwar ganz nett, aber jetzt nicht unbedingt spannend aufbereitet.


    Egal, wenn wir schon einmal dort waren ging es noch in ein der Brauerei-Restaurants zum traditionellen ‚Jinghis Khan‘ BBQ. Recht gut, aber haute mich jetzt auch nicht vom Hocker.


    Am Nachmittag folgten wir einer Empfehlung und fuhren mit der Bahn nach Otaru, eine ca. 30min entfernt gelegene Hafenstadt. Diese war aber recht enttäuschend und bestand, zumindest unter touristischen Gesichtspunkten, eigentlich nur aus einem nett anzuschauenden Kanal.







    30-min Rundfahrten wurden angeboten, haben wir aber dankend abgelehnt.






    Auf dem Weg zurück zum Bahnhof gab es noch ein paar alte Gebäude zu sehen…






    …und eine aufgegebene, inzwischen als Spazierweg genutzte, Bahnstrecke.






    Danach ging es wieder zurück nach Sapporo – Otaru kann man sich meiner (unserer) Meinung nach getrost sparen.
    Oban, Exploris, ChrischMue und 20 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  18. #18
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    Tag 13: Sapporo (schon wieder)


    Aufgrund der Konferenz von +1 war der Aufenthalt in Sapporo doch recht lang – So richtig viel zu sehen gab es hier dann doch nicht.
    Somit ging es am Morgen erst einmal, ihr ahnt es, in den Odori-Park. Jede Menge Blumen, fühlte mich irgendwann an die Mainau erinnert .









    Von dort aus ist es nur ein kurzer Weg zum Uhrturm, einer der Wahrzeichen von Sapporo.








    Es galt, noch mehr Zeit totzuschlagen, daher ging es weiter in den Nakajima-Park, welcher eine kurze Fahrt vom Zentrum entfernt liegt. Bei schönem Wetter sicherlich attraktiver und besser besucht – So dennoch recht nett und fast menschenleer.

    An den Booten hatte keiner Interesse, weder in gelb-türkis…






    …noch in Blau.






    Etwas vereinsamt, so an der Insel ohne Zugang!






    Und wie so häufig in Japan – An jeder Ecke ein Tempel:






    Etwas später klarte das Wetter dann ein wenig auf und so beschlossen wir, doch noch zum Mt. Moiwa zu fahren. Erst mit der Strassenbahn zur Talstation, welche von dieser lustigen Gestalt…




    [BILD]
    …bewacht wurde. Diese hatte aber keine Einwände gegenüber unseres Besuches, und so ging es in Richtung Gipfel. Erst mit der Seilbahn, vorbei an einem Tempel…






    …und dann die letzten Meter mit einer Zahnradbahn.






    Von oben bot sich ein beeindruckender Blick auf Sapporo…




    …auch wenn es doch recht diesig war. In die andere Richtung mehr Natur…






    Das Läuten der Glocke bringt wohl Glück und wurde auch eifrig durchgeführt…






    …aber nicht von uns, denn es ging retour ins Hotel, an dem am Abend noch das Konferenz-Dinner anstand. Am nächsten Tag hieß es noch einmal einen halben Tag in Sapporo, bevor es (endlich) weiter ging nach Hiroshima.
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  19. #19
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    Tag 14: Sapporo (immer noch) & Flug nach Hiroshima


    So langsam hatte ich wirklich das Gefühl, in Sapporo (fast) jede Blume gesehen zu haben. Daher verbrachte ich den Vormittag mit Emails, bevor wir gegen Mittag auscheckten und noch einmal zur Sapporo Factory fuhren.




    Diese hat nicht nur einen Turm…




    …sondern vor allem eine Menge Geschäfte, und so verbrachten wir noch ein wenig Zeit, bevor es zurück zum Hotel und von dort aus zum Flughafen ging.

    Dort angekommen erst einmal Koffer abwerfen - In Sapporo-CTS gibt es nicht nur ein Premium Checkin, sondern von dort aus auch direkt eine (dezidierte) Security, hinter der man in der Lounge herauskam. Sehr nett und unglaublich effektiv, leider war die Lounge wieder eher naja, aber was soll es.

    Pünktlich ging es dann weiter mit

    Flug #6: CTS-HIJ, All Nippon Airways, Economy, B737-800

    Alles in allem in sehr angenehmer Flug, Prio-Boarding funktioniert in Japan einfach super ohne Gedränge, Neid oder was man sonst in D meistens hat. Im Flug dann eine Runde Getränke und bei der Landung in Hiroshima war das Gepäck auch als erstes auf dem Band.

    Daher bekamen wir noch einen Bus früher als geplant – Da der Flughafen von Hiroshima rund 50km entfernt lag, ging es erst einmal mit dem Bus zum Bahnhof und von dort aus mit dem Taxi zum Hotel. Für die nächsten 3 Tage hatten wir uns für das Grand Prince Hiroshima entschieden, welches etwas außerhalb liegt, dafür aber traumhafte Ausblicke auf das Wasser bieten sollte (und auch nicht enttäuschte). Für knapp $50 mehr pro Nacht entschieden wir uns für den Club-Level, welcher Zugang zur Executive-Lounge und damit freies Frühstück bot. Auch dies eine gute Entscheidung, aber dazu mehr an den nächsten Tagen.

    An diesem Abend ging es einfach nur noch ins Bett.


    Tag 15: Hiroshima

    Der nächste Morgen präsentierte sich wieder einmal grau, aber immerhin trocken. Dennoch ging es erst einmal in die Lounge zum Frühstück – Recht umfangreich, ruhig und leer, sehr angenehm! Dies zog sich eigentlich durch alle Tage, die Lounge war, im Gegensatz zu vielen anderen Hotels, eigentlich immer wenig besucht.

    Nach dem Frühstück ging es dann in die Innenstadt von Hiroshima. Der Stadtbus fuhr direkt vor dem Hotel ab und schaukelte uns innerhalb von knapp 30min (fast) direkt zum ersten Ziel – Das Hiroshima Peace Memorial Museum & der Peace Memorial Park.




    Das Museum selber kostet nur einen symbolischen Eintritt und war sehr interessant, aber extrem überfüllt, auch da aktuell nur eines der beiden Gebäude geöffnet ist. Die Geschichte von Hiroshima und der Atombombe erschreckend, aber auch beeindruckend. Wir waren gerade vor einigen Wochen in Los Alamos im dortigen Museum, in welchem die wissenschaftlichen Fakten deutlich mehr im Vordergrund standen – Hier in Hiroshima sieht man die ganze Wucht der Vernichtung. Bedrückend & Verstoerend!

    Nach einiger Zeit hatte ich genug von den Menschenmassen, welche sich durch das Museum schoben, und drehte eine Runde durch den Park.
    Das Monumentmit dem Atomic Dome im Hintergrund, einmal fern…




    …und dann von nah.




    Die Peace Flamemit dem (aktuell geschlossenen) Hauptgebäude des Museums




    Der Atomic Dome




    Alles in allem ein sehr eindrucksvoller Park, welcher zeigte, zu was Kriege führen - Leid und Schmerz.

    Von dort aus machten wir uns dann entlang des Flusses auf dem Weg zum Hiroshima-Castle.




    Das Gelände selber ist kostenfrei zu besichtigen, der Turm mit einer Ausstellung kostet.




    Die Ausstellung schenkten wir uns aber, uns gingen von dort aus erst einmal auf die Suche nach etwas essbarem, welches wir im benachbarten Einkaufszentrum auch fanden. Von der dortigen Terrasse noch einmal der Blick auf das Schloss:




    So langsam wurde das Wetter aber wieder schlechter und es begann zu regnen – Zeit für ein (weiteres) Museum! Wir gingen ins benachbarte Art-Museum, welches klein, aber doch sehr interessant, war. Die Dauerausstellung durchaus sehr namhaft, mit verschiedenen Gemälden von Picasso, Monet, Cesanne, etc. Auch die damals aktuelle Sonderausstellung über Katzen in der Kunst war gut, und so lohnte sich der Besuch auf jeden Fall.

    Inzwischen begann es stärker zu regnen, daher ging es erst einmal noch ins Museums-Cafe – Auch hier zeigte sich der Einfluss der Katzen




    Und die Dame schaute nass zwischen den Blumen hervor:




    Leider wurde es wettertechnisch nicht besser – ganz im Gegenteil – und so ging es mit dem Bus erst einmal wieder retour ins Hotel.

    Am Abend zeigte sich dann der Nachteil des Hotels – So wirklich Lust, noch einmal mit dem Taxi oder Bus in die Stadt zum Abendessen zu fahren, hatten wir nicht. Daher gab es eine Kleinigkeit in der Bar im obersten Stock – Leider nicht wirklich zu empfehlen, aber was soll‘s.

    Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war, nachdem die letzten Tage doch oft eher mau waren, glücklicherweise deutlich besser, und so stand dem Ausflug nach Miyajima nichts im Wege!
    ChrischMue, retozim, MaBo und 17 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  20. #20
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    Hiroshima hat uns damals auch sehr gut gefallen, und teilweise kann ich deine Route auch noch ganz gut nachvollziehen.

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