Hallo zusammen.

Ich möchte euch heute mal wieder mitnehmen auf eine meiner Bahnreisen. Wer also Flugzeuge erwartet, bitte gleich zum nächsten Thread weiterspringen.

Bereits viermal war ich in Wroclaw, zuletzt im Dezember 2016. Es wurde also mal wieder Zeit. Die Anreise sollte dieses Mal über eine mir bis dahin noch nicht bekannte Strecke erfolgen. Mit ein paar Tricks *hust* wurde die Fahrkarte zurechtoptimiert. Das führte dann zu drei verschiedenen Fahrkarten für die Hinfahrt, gekauft an drei verschiedenen Stellen. Bei Interesse erläutere ich das Prozedere im Abschlußbeitrag, einfach Bescheid sagen.

Als Hotel wurde das Ibis Styles Wroclaw gewählt, daß erst 2015 eröffnet wurde und sich unmittelbar gegenüber des Bahnhofs Wroclaw Glowny befindet. Testbericht dazu gibts hier zum Nachlesen: https://www.torstenmaue.de/designhot...oclaw-centrum/

Also auf gehts, Wroclaw ruft!

27.07.2018 - Tag1:

Pünktlich um kurz nach 6 Uhr setzte sich in Magdeburg der RE nach Frankfurt (Oder) in Bewegung, den ich bis zu seinem Fahrtziel nutzte. Die Doppelstockwagen sind sehr bequem und Steckdosen gibt es dort auch. Mit knapp fünf Minuten Verspätung kamen wir drei Stunden später in der Grenzstadt an.


182 mit RE in Magdeburg Hbf by Torsten Maue, auf Flickr


Angekommen in Frankfurt (Oder) wurde ich von diesem Bubikopf begrüßt: 64 317 heißt das gute Stück.


64 317 in Frankfurt (Oder)
by Torsten Maue, auf Flickr

In der reichlich bemessenen Umsteigezeit von 20 Minuten besorgte ich mir ein paar belegte Brötchen im Bahnhof, die ich zu meinem Erstaunen problemlos mit meiner Mastercard bezahlen konnte. Danach ging es dann auch bald weiter. Ich hatte gehofft auf dem Abschnitt Frankfurt (Oder) - Zielona Gora in einem VT 646 Platz nehmen zu können, doch es kam stattdessen ein alter VT 628.

Damit ging es dann bis nach Zielona Gora, wo wir auch pünktlich ankamen. Die rund 45 Minuten Aufenthalt wurden auch gleich genutzt. Zum einen bedurfte es noch eines Fotos für das Projekt unter https://map.railway-stations.org/, zum anderen wurde im nahegelegenen Zabka gleich der Getränkevorrat aufgefüllt. Natürlich auch hier bargeldlos, denn das liebe ich so an Polen. Einen Blogbeitrag zu dem Thema habe ich übrigens hier verfasst: https://www.torstenmaue.net/01984/ba...gs-in-wroclaw/

Und weil das Wetter passte, gabs gleich noch ein Eis im Bahnhofsgebäude von Zielona Gora. Hat nicht nur gut geschmeckt, sondern war auch hier ohne Bargeld zu bekommen.

Weiter ging es in einem modernisierten "Kibel", ein Triebwagen der Reihe EN57. Das Ding war sehr bequem, es gab auch Steckdosen und, Überraschung(!), eine sehr gut funktionierende Klimaanlage. Nunja, an einer Stelle war ein Lüftungsgitter undicht, was dazu führte, daß der Sitz darunter "etwas" feucht war. Aber sonst war das Fahrzeug wirklich top.


EN57mod in Zielona Gora
by Torsten Maue, auf Flickr

Irgendwo unterwegs zickte er einmal rum, der Triebfahrzeugführer rannte hektisch durch den Zug und dann ging es doch weiter. Das nächste Mal standen wir dann in einem Bahnhof kurz vor Wroclaw. Da kam ein Gewitterguß runter, sowas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. 20 Kilometer weiter war dann alles trocken und so kamen wir mit knapp 10 Minuten Verspätung in Wroclaw Glowny an.


Empfangshalle in Wroclaw Glowny
by Torsten Maue, auf Flickr

Der Weg zum Hotel musste dann aber erstmal unterbrochen werden. Zwar befindet sich das Ibis Styles Wroclaw direkt gegenüber des Bahnhofs, in ca. 70 Meter Entfernung, doch hier kam dann in dem Moment ein genauso heftiger Regenschauer runter. Bei Kaffee und Kuchen in der Costa Coffee-Filiale im Bahnhof überbrückte ich den Regenschauer.

Danach ab ins Hotel, einchecken und frisch machen. Herrlich auch hier das auf 21 Grad runtergekühlte Zimmer!


Ibis Styles Wroclaw Centrum
by Torsten Maue, auf Flickr

Jetzt aber los, endlich in die Stadt! Zuerst aber in die nächste Straßenbahn und eine Station mitgefahren. Dabei gleich die neuen Fahrkartenautomaten genutzt, die vollkommen papierlos sind. Tarif auswählen, NFC-fähige Karte dran halten, piep und fertig. Schöne neue Welt. Der Marc-Oliver hatte das schon im Frühjahr getestet und ausführlich drüber gebloggt: https://nocash.blog/2018/03/17/neu-i...card-und-visa/

Danach gings zum Rynek und dort als erstes in das Amorinio Ice Creme & Grand Café (Testbericht: https://www.torstenmaue.de/amorinio-...fe-in-wroclaw/). Ein Wroclawbesuch ohne ins Amorinio zu gehen ist nicht komplett. Die Terrasse war überdacht und während ich es mir dort kulinarisch gutgehen ließ, kam der nächste Regenschauer, dem ich entspannt zusah.


Crepes im Amorinio Ice Cream & Grand Café
by Torsten Maue, auf Flickr

15 PLN wurden für diesen Traum übrigens aufgerufen und das mitten im touristischen Zentrum der Stadt!

Wer übrigens noch nie in Wroclaw war, hier ein "paar" Fotos von mir: https://photos.google.com/album/AF1Q...Ixmx9VQnMAq8QS

Der Regen hatte zwar aufgehört, es war aber noch bewölkt und so machte ich für das o.g. Projekt erstmal noch paar Bahnhofsfotos, bevor es dann Abendessen ging. Ich hatte Glück und bekam den letzten freien Tisch im "Kurna Chata" ( https://www.torstenmaue.de/restauran...ta-in-wroclaw/ ). Wer polnische Küche zu sehr fairen Preisen genießen möchte, der sollte unbedingt dorthin gehen.

Ich fuhr danach erst nochmal ins Hotel, nicht ohne zuvor im schönen Abendlicht ein Foto der Universität zu machen.


Universität Wroclaw
by Torsten Maue, auf Flickr

Im Hotel konnte ich dann von meinem Zimmer aus noch den Bahnhof im letzten Licht fotografisch festhalten:


Blick nach Wroclaw Glowny
by Torsten Maue, auf Flickr

Danach die Geräte an den Strom gehängt, nochmal frisch gemacht und wieder los. Gegen 21.40 Uhr sollte am Multimediabrunnen hinter der Jahrhunderthalle eine Multimediashow stattfinden. Es waren auch jede Menge Zuschauer dort, doch die Multimediashow fand nicht statt. Ich habe aber dennoch ein Video gemacht, damit man sieht was einen auch ohne Multimediashow dort erwartet.



Auf dem Rückweg an einem Streetfoodstand noch etwas gegessen und dann ab ins Hotel und den Schlaf der Gerechten geschlafen. Weiter gehts im nächsten Teil mit einem Ausflug nach Jaworzyna Slaska.