Köln

Da war er nun, der Auftakt zur dritten Tour in vier Jahren. Erster und zweiter Stop für mich in Köln, eigentlich keinen Reisebericht wert, der Vollständigkeit halber sollen sie aber hier im Thread nicht unerwähnt bleiben.

Die Anfahrt soweit unspektakulär, die Autobahn ist gut ausgelastet, aber kein Stau im Feierabendverkehr gehabt. Beim ersten Getränk vor der Halle läuft uns auch schon eine Forumskollegin über den Weg, kurzes Hallo, weiter zum Würstchenbrater bevor es rein geht. Ein erster Überblick von oben.



Unsere Plätze unterm Hallendach nehmen wir gar nicht erst in Augenschein, wir suchen uns direkt einen Platz im Innenraum an der e-Stage. Ohne Vorgruppe beginnt es gegen 20:30 Uhr, Bonos Stimme ist nichts anzumerken, die Akustik passt, ein Grund, weshalb ich lieber in Hallen unterwegs bin. Vom Geschehen auf dem Screen bekomme ich nicht viel mit, dafür stehe zu weit auf der Stirnseite, da werde ich heute Abend mehr sehen. Von der Band sehen wir im ersten Block nicht viel, da diese auf der Mainstage bleiben, soll aber egal sein. Mit den Songs von der neuen Scheibe bin ich noch nicht so firm, aber das wird schon im Verlauf der Tour kommen. Irgendwie vergeht die Zeit bis zum ersten Break nach "Until the end of the world" ziemlich schnell.







Nun spielt sich das Geschehen im größtenteils vor unserer Nase ab, man ist hier wirklich dicht dran. Insofern verstehe ich auch nicht, warum man sich am Vorabend oder frühen Vormittag vor die Halle legen sollte, um nah an der Bühne zu sein. Natürlich ist durch die Bühnenform die Länge der ersten Reihe um ein Vielfaches höher als an klassischen Bühnen. Der zweite Block gefällt mir persönlich besser, auch wenn echte, persönliche Highlights in der Setlist fehlen. Elevation wird wie in Tomb Raider eingeleitet, auch das Intro von Pride überzeugt, obwohl der Song ganz bestimmt nicht zu meinen Favoriten gehört. New Years Day klingt auch endlich mal aufpoliert, klasse. Klar, bei Acrobat flippen wir alle aus, schließlich erfährt der dieser Song von Achtung Baby auf dieser Tour seine Uraufführung. Bei City Of Blinding Lights wird mir ein wenig schwermütig, war das doch auch die Beleuchtung für das folgende With Or Without You auf der 2015er-Tour, jedoch glänzt 2018 der ganze Joshua Tree durch Abwesenheit, für mich das größte Manko der Tour. Nicht gemacht sind U2 meiner Meinung nach für diese Akustik-Geschichten, das sind für mich immer die Schwachstellen des Konzerts und so muss heute Abend Best Thing dran glauben, deren Interpretation auf der Joshua Tree Tour gerade durch die langsame Steigerung zu gefallen wusste. Die zweite Unterbrechung ist überflüssig, hier wird unnötigerweise die Stimmung runter geholt. One kommt dann ganz klassisch daher, auch ohne Extra-Lyrics am Schluss, den Rausschmeißer bildet Song for Someone im neuen Ballagengewand als 13, hätte man auch besser lösen können.











Hört sich nach viel Kritik, es bleibt aber ein U2-Konzert und ich freue mich auf heute Abend mit einer neuen Perspektive mit hoffentlich gutem Blick auf den Schirm. Die Bühne ist ein großer Pluspunkt, hier kann man durch verschiedene Standorte auf mehreren Konzerten quasi immer etwas neues entdecken, und darum geht es ja auf Reisen.

Nach dem Konzert lassen wir die große Masse schon mal vorfahren und genießen vor der Halle bei lauen Temperaturen noch ein Abschlussgetränk.



Dieser Bericht ist jetzt etwas konzertlastig geraten, bei den folgenden Stationen soll wieder auf den Reiseteil fokussiert werden. Falls mich jemand sieht, grüßt mich ruhig.



Zum Abschluss noch etwas passende Musik, Patti durfte uns, wie auch schon 2015, die letzten Minuten vor dem Konzert begleiten.