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Thema: Andalusien in den Winterferien

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied
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    Standard Andalusien in den Winterferien

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    Alljährlich um Weihnachten stellt sich für den nicht skifahrenden Teil der Alpenbevölkerung die Frage wie er denn am Besten die zwei Wochen Urlaub und Kindergarten Auszeit um Weihnachten und den Jahreswechsel verbringen soll, während um ihn herum die Winterurlauber Pisten und Straßen verstopfen.
    Da wir drei in der Formel 1+1+0,50 immer ein gesteigertes Bedürfnis nach Wärme haben, fiel dieses Mal die Wahl auf Andalusien, zwar nicht wirklich warm, aber wärmer als Zuhause und bisher unbekannt.
    Die Anforderungen an den Kurztrip waren zwingend eine Abreise nach Weihnachten und eine Rückkehr vor Dreikönig, um trotzdem alle Familienverpflichtungen wahrnehmen zu können und damit nicht bei den Liebsten in Ungnade zu fallen.
    Durch den Abflug ex Verona kann die erforderliche Anreise am 28.12.2018 erfreulich kurz gehalten werden und der Direktflug von Ryanair FR1204 führt uns drei für vergleichsweise wenig Geld direkt nach Sevilla. Beim Start gibt es in Folge von Enteisung und hartnäckigem Nebel einiges an Verspätung oben drauf, der folgende Flug ist aber völlig ereignislos.



    Das Deboarding in Sevilla erfolgt in bester Ryanair Manier zu Fuß bis zum Kofferband, wo die spanischen Jungs leider bereits in Siesta sind und es daher gefühlt ewig dauert bis beide Koffer ans Licht kommen. In die Stadt führt ein Bus für den schmalen Taler, oder aber das Taxi zum Fixpreis vom 25 Euro. Bei drei Personen und der gegebenen Lage des Hotels mittem im Zentrum war das Taxi das Verkehrsmittel der Wahl.
    Wir beziehen unser Zimmer für die drei folgenden Nächte im Las Casas de los Mercaderes und machen uns auf die Socken durch die Stadt auf die Suche nach Tinto und Tapas. Die Lage des Hotels (aber auch nur die Lage…) entpuppt sich als nahezu genial, zu Fuß in fünf Minuten zur Kathedrale und auch sonst viele interessante Bauten in nächster Nähe.



    Die Sehenswürdigkeiten der Stadt werden großteils zu Fuß und per Kutsche (45 Euro für etwa 45 Minuten) erkundet, das Wetter ist hervorragend, wenngleich auch nicht ganz so warm wie erhofft. Nichtsdestotrotz zeigt sich an jedem Tag ein strahlend blauer Himmel, aus dem ungehindert die Sonne scheint.
    Kathedrale von Sevilla:


    Grab von Christoph Kolumbus in der Kathedrale

    Kleiner Tip um das ewige Anstehen an der Kathedrale zu vermeiden: Kauft euch in der nahegelegenen Kirche El Divino Salvador, an der Plaza del Salvador das Kombiticket. Dort bekommt ihr das Ticket nahezu ohne Wartezeit, schaut euch die Kirche an und geht mit dem Kassenbon ähnlichen Ticket zur Kathedrale, wo ihr die wartende Menge links am Extraeingang überholen könnt.

    Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen wir abends zum Metropol Parasol, wo passend zur Jahreszeit ein Eislaufplatz aufgebaut wurde, der sich großer Beliebtheit erfreut.



    Am nächsten Tag geht es per Taxi zur Puente del Alamillo über den Guadalquivir, zu Fuß über die Brücke und von da durch das ehemalige Gelände der Weltausstellung 1992 flussabwärts.



    Etwas skurril, beinahe wie ein “lost place“ mutet der Park „Jardines del Guadalquivir“ an. Man sieht deutlich, dass die Stadt den Park, der auch für die Weltausstellung angelegt wurde, nicht erhalten kann, überall finden sich Brunnen und Bauwerke im Ursprungszustand, an denen der Zahn der Zeit gnadenlos nagt und diese in einen trostlosen Zustand versetzt. Eine ehemals schmucke Pergola und andere Gründächer sind durch Flatterbänder abgesperrt, da Einsturzgefahr besteht. Insgesamt wirkt das gesamte Gelände an diesem Vormittag absolut ausgestorben, lediglich einige wenige Jogger begegnen uns.


    Einige Teile des ehemaligen Expo Geländes werden aber anscheinend noch genutzt und sind auch massiv gesichert.


    Unsere Runde führt uns immer flussabwärts weiter über den charmanten Mercado de Triana, wo wir etwas Obst und den obligatorischen Cafe Solo und Cafe con Leche konsumieren. Das Viertel um den Markt ist künstlerisch angehaucht, es herrscht weniger hektische Betriebsamkeit als im Zentrum und es finden sich auch etwas weniger Touristen.


    vorbei an etwas in die Zeit passende street art…


    Immer am Fluss entlang mit dem Blick zurück, flussaufwärts zur Torre Sevilla, der Torre del Oro und den Brücken die teilweise ebenfalls für die Weltausstellung 1992 neu errichtet wurden.


    Außer schmackhaften Tapas in der Bar Agustin & Company Bar


    gibt es ab und an auch etwas anderes z.B. mexikanische Küche in der La Cantina Mexicana


    Bei bestem Wetter geht es weiter durch die Stadt, wobei immer mehr als 10km Fußmarsch am Tag zusammenkommen, welchen auch unsere 4-jährige +0,50 (meist) klaglos absolviert. Am letzten Tag sehen wir uns die Plaza de Espanà mit dem anliegenden Parque de Maria Luisa an


    Wir beschließen den Tag mit einem vorab online reservierten Besuch im Royal Alcazar de Sevilla. Auch hier stehen wieder endlose Schlangen an Touristen und harren um Einlass. Das online Ticket hat ein definiertes Zeitfenster und ermöglicht währenddessen den nahezu wartefreien Zugang zum Gebäude. Im Inneren bestaunen wir die verschiedenen Baustile im Laufe der Zeit die beeindruckenden Ornamente, Zier- und Stuckarbeiten.


    Da wir nun endgültig genug Fußmarsch in den Beinen hatten, fahren wir zum Flughafen und wechseln dort auf einen Mietwagen, welchen ich vorab reserviert hatte. Die günstige Rate für den gebuchten Mittelklassewagen von etwa 150 Euro inklusive aller Versicherungen für vier Tage Fahrt relativierte sich durch den vorher nicht einsehbaren Aufpreis für den Kindersitz von gut 50 Euro.

    Zuerst fahren wir über Land und durch zunehmend bergige Landschaft bis nach Ronda. Dort sehen wir uns die drei Brücken an, welche die Stadt mit dem Umland verbinden und überqueren die Ponte Nuevo, welche es bei Microsoft auch in die Bildauswahl des Windows Startbildschirms geschafft hat.


    Unsere Fahrt führt uns weiter durch die Ausläufer der Sierra Nevada nach Marbella ans Meer, wo wir den Silvesterabend verbringen und das Feuerwerk viel kleiner als erwartet ausfällt. Tags darauf fahren wir auf der nahezu leeren Autopista die Costa del Sol entlang in Richtung Gibraltar und werden an einer Mautstation Zeugen des folgenden Problems…


    In Gibraltar geht es dann per Shuttle den Berg hoch, da am 01.01. die Seilbahn nicht fährt, eine abenteuerliche Fahrt.


    Nach einigen Fotostops präsentiert sich der Rock of Gibraltar sich bei bestem Wetter.


    Und das Überqueren der Start- / Landebahn zu Fuß, kurz nach der Ankunft einer BA Maschine, hatte ich so auch noch nicht.


    Die nächsten Tage ging es, von Nuovo Sancti Petri an der Costa del la Luz aus, ins Hinterland und zu diversen Stränden, z.B. nach Bolonia mit einer großen, natürlichen Düne.


    oder nach Vejer de la Frontera


    zum Abschluss der Reise geht es über Cadiz




    nach Arcos de la Frontera




    Und wieder retour nach Sevilla, wo wir die letzte Nacht im Marriott AC Sevilla Hotel verbringen um
    Geändert von Realmeister (18.01.2019 um 13:08 Uhr)
    ChrischMue, maxbluebrosche, martin_ und 21 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
    Erfahrenes Mitglied
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    Standard

    So... und nun die große Frage wieso einige Fotos nicht angezeigt werden, bzw. der Link nicht korrekt aufgelöst wird, obwohl ich bei allen den "Direktlink für Foren" aus Abload verwendet habe. Bin für jedwede Hilfestellung dankbar.

    !! edit… Abload hat nach der Bearbeitung eines Bildes die Pfade von vielen anderen geändert, sodass die Links ins Leere gelaufen sind, sollte nun behoben sein.

    Geändert von Realmeister (18.01.2019 um 13:07 Uhr)

  3. #3
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    Ach wie schön, irgendwie sind mir Andalusien und Gibraltar ans Herz gewachsen...

    Danke für die tollen Fotos!

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