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Thema: Ein nicht ganz alltäglicher Tagesausflug - mit Wizz Air

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied Avatar von travellersolo
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    Standard Ein nicht ganz alltäglicher Tagesausflug - mit Wizz Air

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    Vorwort

    Im September hatte ich einige Reisen gebucht, ich weiß auch nicht wie ich darauf gekommen war, aber der Wizz Air Discount Club zog mich magisch an, während ein Sale dem nächsten folgte. Ich buchte zunächst Stettin - Bergen, später wurde daraus dieser Flighttrip zur Embraer E190-E2 mit Widerøe.
    Nun bin ich immer noch nicht zum heutigen Ausflug gekommen, auch ein Katowice - Dortmund war gefunden, daraus wurde dann letztlich dieser kurze Tagesausflug.
    Allerdings wollte ich schon immer die ganzen alten „Russenkisten“ sehen, so kam auch das heutige Ziel aus einem Sale. Ich buchte also Schönefeld - Kiew IEV - Hannover, morgens hin & abends zurück nach Hause, passte gut, schnell war auch ein Nachtbus nach Berlin gefunden und der Tag rückte näher.
    Eine starke Erkältung holte mich noch ab, war der Trip zum scheitern verurteilt? Sollte ich besser krank zuhause bleiben? Wer fliegen kann, kann auch arbeiten, zumindest einen halben Tag, bevor ich heim ging kam die Frage auf, fliegst du? Du hast dich ja doch schon drauf gefreut. Ich wusste keine Antwort.

    Spontan. Mehr als spontan heute Nacht entscheiden fiel mir nicht ein. Es tat dann doch ganz gut, sich den Rest des Tages auszuruhen, ein langes Bad zunehmen und zu schlafen. Nein, das war’s dann zum Glück nicht. Ich rappelte mich auf und nahm eine späte U-Bahn zum ZOB, ach wie ich diese Ecke nachts liebe… Mit dem Flixbus ging es dann durch die Nacht, knappe 4 Stunden konnte ich dann vor mich hin dösen. Es gab einen Doppelstockbus mit ausreichendem Abstand.

    In Berlin waren wir dann gegen kurz vor 5 angekommen, mein Flug sollte in knapp 3 Stunden gehen, die Lounge in einer öffnen. Die Nacht war noch eisig spürbar, nach der sehr schnellen Sicherheitskontrolle von doch sehr freundlichen Menschen suchte ich mir einen Fensterplatz, sogar mit Heizung und genoss die Aussicht auf den Apron und die Wärme. Nachdem die Lounge nun öffnete ging’s für ein Frühstück nach oben, die Auswahl war unterirdisch. Leider haben viele der Airporteigenen Lounges keine tolle Auswahl. Es gab Fertigkuchen, Müsli mit Milch und Obst. Dazu Heiß und Kaltgetränke, aber so ein richtiges Frühstück mit ordentlichem Brot vermisste man hier doch.

    Nachdem dann auch bald das Gate feststand, es war irgendwas über 60. Wo soll das denn sein? In Tegel, denn so groß ist der Flughafen nicht. Falsch gedacht, im Keller am anderen Ende. Gefühlt irgendwo ganz weit weg. Die Passkontrolle fand direkt am Gate statt. Herr Grenzbeamter musste zweimal schauen, bevor er mir keinen deutschen Ausreisestempel in den Pass drückte. Ich war gefühlt der einzige deutsche in der Schlage. Einen guten Flug wünschte er mir noch und schon ging’s den Boarding Pass scannen, zweimal ein guter Flug, so freundlich heute morgen in Berlin?

    Die Maschine landete pünktlich und so begann auch das Einsteigen, Priority zuerst, was 70% der Menschen hinter dem Trennband nicht verstehen wollten und sich selbst Priority ernannten. Da war die Berliner Freundlichkeit verflogen. Irgendwo war noch ein „Loch im Zaun“, sodass das Trennen nun auch keinen Sinn mehr machte.

    Ich checkte wirklich spät für diesen Flug ein, keine zehn Stunden vor Abflug und bekam aus der Lostrommel 3A. Der Flieger war ausgebucht, die Beinfreiheit war dann doch etwas größer als beim letzten Flug weiter hinten. Es lies sich aushalten und ich schlief direkt nach dem Start ein. Kurz vor Kiew war die Nacht dann endgültig vorbei.

    Wir bekamen eine sehr schöne Anflugroute und so entstand auch ein Bild vom Airport von oben.

    Untitled by Traveller Solo, on Flickr

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    Mit dem Bus ging’s ins Terminal A. Direkt zur Einreise, auch ein direkter Transit wäre möglich gewesen. Die Schlage der Ausländer war doch recht lang, sodass ein Soldat die Anweisung erteilte sich auch auf die anderen Schalter zuverteilen. Nach guten 30 Minuten und einer Nachfrage ob ich wirklich auf meinen Namen hörte, gab’s den Stempel der Ukraine.

    Noch schnell den Automaten um ein paar Scheine erleichtert und den Weg bei Maps rausgesucht, schon ging es raus. Vorbei an der Taximafia zur ersten Maschine. Von Bravo Airways steht eine alte Antonov An 24 vor dem Terminal mit einer sehr schönen Livery. Noch das Kiew-Zeichen, da ich heute ganz der Fliegerei widme, werde ich nicht mehr von der Stadt sehen.

    Einen befestigten Bürgersteig ohne gefährliche Löcher sucht man hier vergebens. Es ist wenig los, so laufe ich auf der Straße. Nach einer guten Viertelstunde erreiche ich mein Ziel. Zwischendurch kam ich noch am Regierungsterminal, vor dem 5 An-74 geparkt sind, vorbei.

    Untitled by Traveller Solo, on Flickr

    Am Eingang des Museum spricht keiner englisch, ich kann lediglich auf die Maschinen zeigen, die ich von innen sehen möchte. Die Helikopter interessieren mich nicht wirklich. Es gibt „Marken“, in rot mit Werten von 5 und 10 UAH bedruckt für die Maschinen, in blau für den Eintritt. Letzterer wird zuerst wieder abgenommen. Der Herr am Eingang versucht mir noch die Lagen der Maschinen zu erklären, ich nickte und lächle und hoffe, er stellt keine Fragen. Es gäbe auch eine Tour auf Englisch, aber das brauche ich eigentlich nicht. Ich habe ca. 80 UAH für Eintritt und die vier Maschinen bezahlt. Weniger als 2,50€.

    Als worauf warten wir nun? Los geht’s mit den diversen Maschinen, von außen, innen, unten aber leider nicht von oben!


    P1310524 by Traveller Solo, on Flickr

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    Tu-104 CCCP-L5415 Aeroflot (Bj. 1956)


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    Tu-134A-3 UR-65782 Ukraine Government (Bj. 1979), die Maschine konnte besichtigt werden, die Wärme und dicke Luft stand hier so richtig.


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    Das Cockpit war leider durch eine Scheibe versperrt

    P1310843 by Traveller Solo, on Flickr

    Direkt daneben steht dann die Tu-134A der Aeroflot CCCP-65743 (Bj. 1972)

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    wieder eine Position weiter steht das nächste besuchbare Objekt, die Aeroflot Tu-154 CCCP-85020 (Bj. 1971)


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    P1310794 by Traveller Solo, on Flickr

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    P1310800 by Traveller Solo, on Flickr

    Das Areal ist unfassbar groß, sodass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht

    Aeroflot Ilyushin IL-18A CCCP-75634 (Bj. 1957)


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    Polyarnaya Aviatsiya Ilyushin IL-14P


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    Antonov An-24B UR-46801 (Erstflug 30. Oktober 1968)

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    Antonov An-30 CCCP-30005 Aeroflot Luftbildflugzeug

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    Antonov An-24T UR-49256

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    Antonov An-2R UR-54812 (evtl. ARP 410 Airlines, Livery passt aber nicht)

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    Yakovlev Yak-40 UR-XYZ Constanta Airlines

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    Antonov An-71 CCCP-780361 Aeroflot

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    Antonov An-26 "22" Ukrainische Streitkräfte

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    Ilyushin IL-62 CCCP-86696 1972 an Aeroflot und auch diese Schönheit kann besichtigt werden

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  2. #2
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    Standard Teil 2


    P1310913 by Traveller Solo, on Flickr

    Leider nicht besuchbar, aber trotzdem sehenswert ist die Ilyushin IL-86 CCCP-86000, der Prototyp soll teilweise noch funktionsfähig sein.


    P1310984 by Traveller Solo, on Flickr

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    P1310883 by Traveller Solo, on Flickr

    daneben steht die Ilyushin IL-76MD CCCP-76511 (ex UR-UCI Ukrainian Cargo Airlines)

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    um die Mil Mi26 war immer viel Trubel

    P1310816 by Traveller Solo, on Flickr

    Beriev ist auch vertreten mit der Be-12PL

    P1310718 by Traveller Solo, on Flickr

    und der Be-6

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    eine Let L-410UVP von Aeroflot finden wir hier auch CCCP-67357

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    im Hintergrund bereits sichtbar ist die Mil Mi-8T CCCP-22186 ebenfalls von Aeroflot

    P1310765 by Traveller Solo, on Flickr

    in dieser Ecke vom Museum stehen auch die großen Bomber von Tupolev Tu-22M0 Prototype (156), Tu-22M2 (07), Tu-22M3 (57), sowie die Tu-142MZ (85) und der Tu-22M/Tu-160 Trainer auf Basis der Tu-134A, die Tu-134UB-L (34)


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    Die Tu-134UB-L kann auch von innen besichtigt werden
    Wikipedia: Version auf der Basis der Tu-134A zur Schulung von Besatzungen der Tu-22M-3 und Tu-160 mit einer geänderten Bugnase zur Aufnahme des entsprechenden Radars; Erstflug 1981, anschließend bis 1983 Produktion von etwa 77 bis 90 Stück im Flugzeugwerk Charkow



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    Es werden immer noch max. 5 Personen gleichzeitig hineingelassen, dann wird die Tür für etwa 10 Minuten geschlossen.

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    Antonov An-2 UR-ANC

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    Tupolev Tu-142MZ (85)

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    Ein paar Bilder aus der Entfernung

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    Am Rande (abgesperrt) stehen noch eine Tu-134 und die Yak-40 UR-MHG

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    sowie alte Flughafen-Fahrzeuge

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    In dem ehemaligen Tower ist auch noch ein kleines Museum untergebracht

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    Helikopter kommen hier auch nicht zu kurz...

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    Am Rande der Runway stehen noch ein paar Jets rum, zum einen die Transaero B737-500 VP-BYO, sie wurde am 6. Oktober 2015 "beschlagnahmt" wegen unbezahlter Flughafengebühren

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    sowie die erst wenige Monate vorher verunglückte MD-83 UR-CPR der Bravo Airways

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    Nach einem langen Tag im Museum ging ich wieder zum Airport zurück, beim Regierungsterminal mache ich noch durch ein Loch in der Mauer ein Bild der An-74 „01“ und wartete in der Lounge auf meinen Heimflug nach Hannover.


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    Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn die Anreise etwas stressig war.

  3. #3
    Erfahrenes Mitglied Avatar von juliuscaesar
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    Vielen Dank für die tollen Bilder! Noch ein Grund, mal wieder nach Kiew zu fliegen !
    Je nördlicher(bzw. südlicher) die Flugroute, desto höher die Dosis an krebserregender Höhenstrahlung.

    AGP AKL AMS ATH AUH AYT BCN BEG BGY BKK BLB/HOW BLR BNE BOG BOS BRU BUD CAN CDG CGN CHC CIA COK CPH CUN CSX CVG DOH DXB FCO FKB FRA GDN GSE HAJ HAV HEL HER HHN HKT IEV IST KBP KIR KIV LAX LCY LDE LED LGW LHR LPQ LUX LUZ LWO MAA MAD MAH MCO MCT MDE MEL MEX MKY MPL MRS MUC MXP NRT OKA OTP PEK PMI PRG PTY PVG REU RUH RZE SIN SKG SMR STR SXF SYD TFS TGM TLL TLS TLV TRV TSF TSV TXL UBP UTP VIE VKO VNO VRA WAW WLG XRY ZQN ZRH Gebucht:
    BRI LIN LIS NUE PTP

  4. #4
    Erfahrenes Mitglied Avatar von travellersolo
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    Zitat Zitat von juliuscaesar Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die tollen Bilder! Noch ein Grund, mal wieder nach Kiew zu fliegen !
    Danke und Viel Spaß!

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