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Thema: Kleine Südasienreise

  1. #1
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    Standard Kleine Südasienreise

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    Nachdem ich mir mal vorgenommen hatte, 100 Länder und Territorien vor meinem 30. Geburtstag zu bereisen, und dieser immer näher kommt, "musste" neben einer Vietnamreise noch etwas Weiteres geplant werden

    In Südasien hatte ich bisher nur Indien gesehen, und da mir diese Länder prinzipiell wegen Kultur, Essen und Landschaft gefallen, stand schon mal eine grobe Richtung fest.


    Anfang des Jahres hat Condor dann den Winterflugplan freigeschaltet mit Spottpreisen für den ersten Rückflug von Male - bei nur 80€ für über 10h Flug konnte ich einfach nicht nein sagen.

    Im Laufe der Monate haben sich dann die weiteren Verbindung ergeben, so dass die Route schlussendlich wie folgt aussah:



    FRA-SOF Wizzair
    SOF-DWC Wizzair
    DXB-MCT SalamAir
    MCT-CGP Biman Bangladesh
    DAC-CMB Sri Lankan
    CMB-MLE Sri Lankan
    MLE-FRA Condor

    Leider konnte ich mir nicht so lange Urlaub nehmen, so dass ich nur 13 Tage unterwegs war - für 5 neue Länder.


    Los ging es bei strahlendem Sonnenschein in Frankfurt von einem der hinteren Plätze - gefühlt in Walldorf


    Bei WizzAir habe ich bei der Sitzplatzlotterie bisher immer Glück gehabt: beides Mal Fensterplätze.


    Sofia


    Anflug auf Sofia

    Dort holte mich dann ein Bekannter ab, den ich letztes Jahr im Nachtzug nach Tiflis getroffen, und wir gingen in die Stadt.
    Er liebt Geschichte, und erklärte mir die letzten 2000 Jahre bulgarischer Vergangenheit im Schnelldurchlauf.


    Alexander Nevski Kathedrale, zur Ehre der Toten im Russisch-Türkischen-Befreiungskrieg gebaut, wie er mir erklärte.
    Überhaupt hatte er es sehr oft vom "Osmanischen Joch"


    Byzantinische Kirche


    Vitoschka-Boulevard. Viele nette Restaurants und Kneipen


    Am nächsten Morgen sollte es dann nach Dubai gehen. WizzAir fliegt DWC an, und war mit Fensterplatz und etwas zu essen durchaus auszuhalten.


    Vansee kurz vor Iran

    Dubai


    Im Sonnenuntergang kamen wir dann in DWC an. Als einziges Flugzeug.

    Einreise ging schnell, etwas schwieriger gestaltete sich der Kauf des Bustickets. Automat wollte erst keinen großen Scheine, also in kleine gewechselt. Gingen auch nicht. Nochmal Münzen gewechselt, immer noch nicht.
    Bus war inzwischen weg, ich gab es auf und holte mir eine Smart-Card für ganz Dubai.

    Nachdem meine gebuchte Unterkunft pleite gegangen war, hatte mich Agoda auf ein Hostel in der Marina umgebucht, was sich als eine sehr schöne Gegend für Hochhaus-Fans wie mich herausstellte.

    War von der U-Bahn auch positiv überrascht: enge Taktung, blitzblank, schön klimatisiert, so dass ich schnell und angenehm ankam.






    Aussicht vom Balkon



    Leider waren die südasiatischen Mitgäste etwas laut, so dass ich erst spät einschlief und morgens nicht aus den Federn kam.

    Ansonsten aber nur positive Erfahrungen - alle sehr freundlich und hilfsbereit.






    Geplant war Burj Khalifa von außen und evtl. noch der Souk
    Habe mich aber in der Dubai Mall ein wenig "verlaufen", so dass keine Zeit mehr blieb vor dem Weiterflug um 10 Uhr.
    Muss ich noch mal hin


    Bling bling Etwas edler als MyZeil.


    Ohne Fixpunkte erschien es gar nicht so groß

    Nach einem vegetarischen Burger bei McD in DXB (nicht empfehlenswert!) ging es mit SalamAir weiter nach Maskat.
    Hatte im Internet viele schlechte Berichte gelesen, aber es ging pünktlichst los, klassische Musik zum Boarding und faire Bordpreise (50ct Wasser, 2,5€ Falafel).


    Außerhalb von Dubai


    Maskat


    Anflug auf Maskat

    Im Internet hatte ich gelesen, dass ein Dubai-Visum auch als Visum für den Oman gilt.
    Bei der Immigration sah man das anders, aber zum Glück bekam ich dennoch ein Visa-on-arrival.

    Der neue Flughafen hat mir sehr gefallen. Normalerweise bin ich gegen künstliche Duftstoffe, aber es roch dort wirklich angenehm.


    Auch die Gestaltung war nett

    Nach etwas hin&her hatte ich den richtigen Bus erwischt, und fuhr in die Stadt. Ganz anders als Dubai, kaum Hochhäuser, etwas dreckiger und auch ärmer.

    Ziel des Tages war die "Altstadt" und Mutrah:











    War eine schöne, entspannte Atmosphäre, wenn auch ohne wirkliche "Must-Sees".
    Wenn man aber sowieso in der Gegend ist definitiv einen Abstecher wert.


    Bei Ankunft am Flughafen ein kleiner Schock: Checkmytrip schrieb mir, dass mein Flug einiges verspätet sei, neuer Abflug 4:10 Uhr morgens.
    Eine EU-Verordnung, die eine Verpflegung vorsah, kennt man hier leider nicht...
    Auf den Abflugtafeln aber bis kurz vor Abflug alles pünktlich.

    Schlange zum Check-in war riesig, und jeder hatte mindestens einen Gepäckwagen mit Kartons oder Elektrogeräten dabei.
    Aus irgendeinem Grund wurde ich aber direkt rausgefischt und zum Schalter vorgelotst.
    Fensterplätze schon alle belegt, aber mein "Lotse" wies an, dass die ersten beiden Eco-Reihen freigeschaltet werden sollen. Hatte sich dann mehrmals entschuldigt, dass ich leider doch nicht in die erste Reihe könne, sondern nur die zweite.
    Schrecklich

    Auch bei der Ticketkontrolle am Gate wurde ich wieder direkt aus der Schlange genommen, und in die Lounge (einem kleinen Raum mit Sesseln) gesetzt, von wo ich als fast letzter persönlich abgeholt wurde.

    Beim Boarden das gleiche: durfte durch die Business Class zu meinem Sitz.

    White privilege, much? Wäre ich nicht so müde gewesen (und hätte die Prio-Behandlung insgeheim genoßen) wäre es mir fast peinlich gewesen; muss unangenehm für die Bangladeschis gewesen sein, während ich als einziger Westler auf dem Flug nie warten musste...


    777-300

    Abgesehen von der Verspätung war der Flug angenehm, und auch nicht schlechter als bei sonstigen, einfachen Airlines.
    meilenfreund, waveland, Agent Smith und 31 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.
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  2. #2
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    Standard

    Bangladesch

    Ich wollte schon länger hierher, irgendetwas hat mich gereizt. Und wurde auch nicht enttäuscht, "Hölle auf Erden" ist eher Port-au-Prince oder teils Afrika.


    Anflug Chittagong





    Ankunft in Chittagong, da ich gerne Bahn fahre, und wenigstens etwas vom Land sehen wollte außer Dhaka wenn ich schon so kurz dort bin.
    Hatte erst etwas Sorgen wegen Visa-on-arrival, da es das laut Botschaft nur in Dhaka geben sollte, aber einfach 50€ bezahlt, kleinen Stempel bekommen und gut war.

    Mit dem CNG-Tuk-tuk (die irritierenderweise vergittert sind) ging es dann direkt zum Bahnhof, kleine Stadtbesichtigung musste wegen der Verspätung leider ausfallen.
    War froh, kein Taxi genommen zu haben. Die Straßen in miserablem Zustand voller Staub und von großen LKWs besetzt, aber mein Fahrer manövrierte sich astrein durch das Chaos.
    Dennoch für 17km über eine Stunde gebraucht.

    Geplant war eigentlich, in der zweiten Klasse nach Dhaka zu fahren (wegen der offenen Fenster), aber entweder wurde ich nicht richtig verstanden, es war nichts mehr frei oder man ignorierte meinen Wunsch mich einfach, so dass im Endeffekt die erste "erste" Klasse mit AC rauskam.


    Bahnhof sehr sauber, ohne Exkremente auf den Gleisen wie in Indien.

    Die Fahrt war etwa kalt, und aus den dreckigen Scheiben konnte man fast nichts sehen. Aber ich hatte sehr nette Sitznachbarn bis kurz vor Dhaka und die Zeit verging wie im Fluge.
    Einer war Second Officer (?) auf einem Containerschiff, und nach über 6 Monaten auf See auf dem Weg nach Hause zu seiner Familie. Auch er mit vielen Kartons unterwegs, manche Pflegeprodukte gibt es dort wohl nicht.


    Kleiner Bahnhof. Kühe sind zwar nicht heilig, aber laufen dennoch fast überall rum





    Kurz vor Ankunft verabschiedete er sich, und konservativ gekleidete Imame (?) verscheuchten mich von meinem Platz. Reservierung war wohl nicht durchgängig...
    Anderer Sitznachbar hat dann wild gestikulierend mit ihnen diskutiert, und ich durfte doch noch die letzten Kilometer sitzen bleiben.



    Kamalapur Station. Nette, geschwungene Architektur.

    Nun war ich also in Dhaka!

    Hotel in Laufweite war einfach, aber "sauber" und sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter. Gab einen Fehler mit der Reservierung, aber bekam dann ein Upgrade mit leckerem Frühstück.


    Am nächsten Morgen meinen Rucksack an einem Straßenstand reparieren lassen, und mit einer E-Rikscha los Richtung Hafen, meinem Tagesziel. Geplant war nichts weiter, wollte nur die Atmosphäre auf mich wirken lasst.
    Wirkliche Attraktionen gibt es aber auch nicht.




    So viele Stromkabel...




    Da es etwas später war, gab es fast keinen Stau.

    Zustand der Busse war etwas gewöhnungsbedürftig. Fast alles indische Importe, wie dieser hübsche Doppeldecker.





    Aussicht vom Hafen. Diese hübschen Seelenverkäufer fahren in alle Teile des Landes, und sind während der Feiertage wohl mit bis zu 1000 Passagieren besetzt (laut meinem Guide).
    Das Horn beim Ablegen klingt wie eine Fliegeralarm aus dem zweiten Weltkrieg...

    Mit einem kleinen Boot und (nicht ganz so freiwillig) aufgegabeltem Guide ging es dann über den Fluß ins südliche Dhaka.






    Noch mehr Tiefgang?



    Der Guide stellte sich nun aber als sehr hilfreich und nett heraus, ohne ihn hätte ich mich eher nicht so tief in die Werften getraut.
    Leute waren aber alle super nett, wollten Selfies machen und fragten immer woher ich kam. Deutschland hat hier einen sehr guten Ruf







    Für mich ein extrem spannender Ort. War Schiffen nur selten so nah, und hier wird noch alles von Hand gemacht.
    Nur das Hämmern war ohrenbetäubend. Mit kleinem Werkzeug, das man hier vielleicht für einen Nagel nimmt, wird monoton auf die immerselbe Stelle geklopft.
    Anscheinend zur Vorbereitung für die Lackierung?


    Als nächstes ging es zu den Gießereien für Schiffsschrauben.

    Bild "20190924_144559qsk2p.jpg" anzeigen.
    Auf jedem Mittelaltermarkt geht es sicherer zu :/




    Arbeiter erschütternd jung. Verdienen mit um die 25€ pro Tag aber wohl ein kleines Vermögen.

    Um meine Sinne wieder ein wenig zu entlasten kletterten wir auf ein Boot:





    Bei dem Lärm und "exotischem" Anblick aber nicht sonderlich hilfreich

    Nach einem kurzen Abstecher bei meinem Guide zu Hause mit leckerem, aber scharfem Essen ging es weiter.
    Etwas traurig war, dass er seine Frau nach eigenen Worten zu Hause "einsperrt", und ihr verbietet zu arbeiten. Falls doch mal raus nur mit Burka.
    Eigentlich hat er sogar Tourism studiert aber nun ja, andere Länder, andere Sitten.

    Da es so langsam spät wurde verabschiedete ich mich, und fuhr wieder auf die andere Seite des Flußes.


    Am Hafen


    Übrigens der einzige von mir besuchte Ort, an dem es unangenehm stank. Ansonsten viel sauberer als meine Messlatte Indien.




    Um einen weiteren Stadtteil mit Fort und anderen älteren Gebäuden zu besichtigen war es schon zu spät, aber zumindest das pinke Ahsan Manzil konnte ich noch sehen.


    Eingang zum indischen Viertel


    Feierabendverkehr, zu Fuß war ich schneller


    Am nächsten Morgen musste ich dann leider schon los, wäre gerne noch einen Tag geblieben.

    Mit dem Zug ging es zum Flughafen, war einiges schneller als ein Taxi.







    Arrivals in DAC, von einem Mitforisten liebevoll (und passend?) "Zoo" genannt

    Flughafen auch nicht besser oder schlechter als z.B. DMK oder CMB.
    Durfte der Security noch versprechen, unbedingt wieder zu kommen.
    Lust hätte ich, aber gibt noch so viele spannende Orte zu erkunden.

    Wie etwa Sri Lanka im nächsten Teil!
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  3. #3
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  4. #4
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  5. #5
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    Schöner Bericht, Danke. Ich wünsche weiterhin eine schöne Reise. Die Bilder zeigen, welche Vorteile das Leben in Deutschland mit sich bringt.

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