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Thema: Highway #1(01) – Der Norden: Von Portland zur Bay Area

  1. #21
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    Tag 6: Little River – Berkeley

    Am nächsten Morgen trübte sich das Bild des Heritage Resorts leider ein wenig, was wohl der schlechten Performance beim Check-In zu verdanken war. Wir hatten extra eine Bed & Breakfast Rate gebucht und machten uns auf ins Restaurant. Wir wiesen den dortigen Kellner auf das inkludierte Frühstück hin, ernteten aber nur Unverständnis: Er kannte die Rate erst einmal gar nicht. Er blieb aber sehr freundlich und holte direkt den Host, der uns dann – ebenfalls sehr freundlich – erklärte, „dass diese Rate (ausschließlich) ein Frühstück im Zimmer beinhaltet, welches wir am Vorabend hätten bestellen sollen, denn so kurzfristig ginge das dann nicht mehr. Ob uns dies den beim Check-In nicht gesagt wurde?“ Nun ja – Nein, wurde es uns nicht, ich war ja schon froh, dass uns der Drachen einen Schlüssel gegeben hat . Am Ende bot er an, dass wir regulär im Restaurant frühstücken und er würde jeweils $20 von der Endrechnung abziehen. Dreimal dürft ihr raten, was nicht geklappt hat, und auf eine Antwort auf eine E-Mail nach dem Urlaub warte ich noch heute… Was solls, die Qualität des Frühstücks war auf jeden Fall top und der Blick super!

    Danach ging es weiter auf dem #1, mit einer tollen Atmosphäre durch den sich langsam auflösenden Morgennebel sowohl im Wald…




    …als auch auf dem Wasser.






    Wenig später erreichten wir Point Arena und das dortige Lighthouse:






    Gebaut im frühen 20. Jahrhundert, ist auch dieses, wie schon die Leuchttürme in Oregon, weiterhin im vollen Betrieb. Aber natürlich gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten sowie einen Giftshop




    So langsam wurde das Wetter leider wieder schlechter, vor allem in Richtung Süden…




    …sah es doch eher ungemütlich aus, wobei es in Richtung Norden…




    …noch recht schön war. Aber für uns ging es, nach einem letzten Blick…




    …auf das gischt-umtoste Lighthouse weiter in Richtung Bay Area. Die nächsten knapp 2h waren recht unspektakulär, bevor sich der Pazifik in der geschützten ‚Tomales Bay‘ von seiner ruhigeren Seite zeigte.




    Am Ende der Bay legten wir einen kurzen Stop in Point Reyes Station ein, welches hauptsächlich für die dort ansässige ‚Cowgirl Creamery‘ mit deren US-weit verkauften Weichkäsen, bekannt ist. Nach einem kurzen Besuch der lokalen Touri-falle und einem kleinen Lunch entschieden wir, ob des weiterhin schlechter werdenden Wetters die Route ein wenig abzukürzen und direkt nach Berkeley zu fahren, statt weiter dem #1 zu folgen. Damit fehlt mir nun noch die Strecke von Point Reyes nach SFO (und ein paar Meilen in- und um LA), um ‚Completion‘ des Hwy #1 zu vermelden .

    Von Point Reyes ging es also dann direkt nach San Rafael und von dort über den Highway nach Berkeley. Wir hatten uns bei der Planung lange überlegt, ob wir San Francisco mit einbauen, aber dort waren wir nicht lange zuvor und die Hotelpreise waren wieder einmal jenseits von Gut und Böse. Daher wurde es diesmal die andere Seite der Bay, wir hatten uns für die letzten 2 Nächte das Doubletree Berkeley Marina ausgesucht, welches wir auch direkt ansteuerten.

    Der Check-In verlief eher enttäuschend – Die Dame hatte sichtlich kein Interesse an uns und gab es uns mehr- oder weniger kommentarlos unsere Zimmerkarte. Die freundliche Anfrage nach einem Upgrade (gebucht war zugegebenermassen Besenkammer) wurde barsch mit ‚we don’t do upgrades‘ beschieden. Nun gut, auch ok – You get what you pay for. Aber das Zimmer war eine Frechheit: Erdgeschoss, nach hinten mit direktem ‚Blick‘ auf den Valetparkplatz und den Aufenthaltsbereich der MA, welcher ‚dank‘ des Raucherbereichs trotz geschlossenen Fensters nicht nur hör-, sondern auch deutlich riechbar war. Das war mir am Ende doch zu viel, also retour zum Frontdesk. Dort (glücklicherweise) zufällig den Front Desk Manager erwischt und ihm die Situation geschildert. Er war sehr überrascht, dass wir dieses Zimmer hatten („this one of our worst rooms and why did she gave it to a Diamond member?”) und upgradete uns direkt auf ein deutlich größeres Zimmer mit Blick auf die Marina. Am Ende ok, aber der Prozess war doch mühsam.

    Das Wetter wurde zwar etwas, aber nicht viel, besser, und so beließen wir es bei einem kleinen Spaziergang am Nachmittag durch die Marina. Sowohl Downtown San Francisco…




    …als auch die Golden Gate…




    …waren durch den Dunst nur schemenhaft zu erkennen.

    Abends ging es dann zu einem weiteren Grund unseres Aufenthaltes in Berkeley – Alice Waters. Die Pionierin der ‚Farm-to-table‘ cuisine betreibt seit vielen (50!) Jahren in Berkeley Chez Panisse, vermutlich eines der bekanntesten Restaurants in den USA. Für das Fine Dining hatten wir leider keine Reservierung mehr bekommen, aber für das Cafe/Bistro im Obergeschoss. Was soll ich sagen – Das Essen war der Hammer, einfache & wenige (lokale) Zutaten perfekt zubereitet. Gerne (und auf jeden Fall) wieder!

    Danach ging es wieder retour zum Hotel auf einen letzten Drink in die (erstaunlich gut sortierte) Hotelbar, und dann ab ins Bett. Am nächsten Tag standen Napa & Sonoma Valley auf dem Programm...
    meilenfreund, simesime, Travel_Lurch und 23 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #22
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    Tag 7&8: Napa-/Sonoma-Valley und Rueckreise

    Die beiden letzten Tage waren doch weniger fotogen als die vorherigen, und daher fasse ich diese in einem letzten Beitrag zusammen.

    Wir hatten uns entschieden, San Francisco diesmal komplett zu ‚ignorieren‘ und machten uns daher am nächsten Tag auf in die Weinregion Kaliforniens, nach Napa und Sonoma Valley. Diese Region kannten wir beide (noch) nicht und es bot sich auch die Gelegenheit eines weiteren kulinarischen Höhepunktes. Aber als erstes steuerten wir das namensgebende Napa an, welches uns aber nicht wirklich überzeugte, so dass wir uns direkt weiter auf den Weg Yountville machten.

    Yountville in Napa Valley ist nicht nur ein erstaunlich nettes kleines Städtchen mit (sehr) teuren Hotels und vielen Weinlaeden, sondern (u.a.) auch Heimat von Thomas Keller‘s ‚The French Laundry‘, eines der bekanntesten (und vermutlich auch besten) Restaurants in den USA.

    Kleiner kulinarischer Exkurs: Thomas Keller, wie bereits Alice Water am Vorabend, ist einer der bekanntesten und meist-ausgezeichneten Köche in den USA. ‚French Laundry‘ wurde mehrfach als ‚bestes Restaurant weltweit‘ ausgezeichnet und hält, genauso wie Keller’s NYC Restaurant Per Se, 3 Michelin Sterne. Natürlich steht er inzwischen nicht mehr selbst in der Küche, sondern managed seine insgesamt 12 Restaurants in Kalifornien, NYC, Miami und Las Vegas. Wir hatten uns lange überlegt, uns dort ein Abendessen zu gönnen, aber wir hätten dann entweder in Yountville übernachten müssen oder am Ende des Abends noch einmal 1h fahren – Wollten wir beides nicht. Und der Preis – Inkl. Wein, Tax & Gratuity ist man bei 2 Personen doch schnell (fast) 4-stellig, war durchaus auch ein Punkt.

    Daher hatten wir uns für die Mittags-Alternative entschieden. French Laundry bietet zwar keinen Lunch, dafür aber das (ebenfalls mit einem Stern ausgezeichnete) Schwesterrestaurant Bouchon. Dieses ist eher im Stil eines französischen Bistro’s gehalten und bietet eine Karte mit Klassikern wie Steak Frites, Escargot oder Tartar. Alles in allem waren wir durchaus angetan, das Essen war gut und die Preis-/Leistung stimmte ebenfalls. Aber irgendwie verließen wir das Restaurant doch ein wenig enttäuscht: Es war gut, aber nicht (viel) besser als andere und irgendwie war kein ‚Thomas Keller‘ Flair zu spüren. Wir werden wohl doch irgendwann einmal für French Laundry zurückkommen müssen!

    Von Yountville aus fuhren wir dann erst weiter in Richtung Norden, bevor wir bei Oakville Napa-Valley verließen und ins Nachbartal, nach Sonoma-Valley, fuhren. So richtig begeistert hat uns weder das eine noch das andere, und so machten wir uns auf den Weg zurück, nicht ohne in der Stadt Sonoma noch einen kleinen Spaziergang einzulegen – Sehr nett! Sonoma ist eine kleine Stadt mit vielen kleinen Geschäften und einem netten Town Square, hat uns deutlich besser gefallen als Napa. Aber nach einiger Zeit machten wir uns dann doch auf den Rückweg nach Berkeley und ließen am Ende den Tag gemütlich in einem japanischen Pub ausklingen.

    Am letzten Tag verließen wir bereits früh das ungastliche Doubletree (muss nicht noch einmal sein) und machten uns, nach einem Frühstück irgendwo in Berkeley, langsam auf den Weg in Richtung San Jose. Aber nicht ohne einen letzten Blick von der Marina in Richtung SF, bei etwas weniger diesigem Wetter als die Tage zuvor…








    …aus meiner Sicht ist diese Lage das einzige Argument für das Hotel.

    Wir hatten bis zum Rückflug noch viel Zeit, und so entschieden wir uns, statt entlang des wenig ansprechenden Ostens der Bay, noch einmal die Pazifikküste entlang zu fahren und fuhren von Berkeley via SF nach Pacifica, wo wir auch den #1 ein letztes Mal wieder ‚trafen‘. Diesen folgten wir noch einige Meilen bis nach San Gregorio, um dann die Küste in Richtung Mountain View zu verlassen. Hier hatten wir uns noch das Computer History Museum als letztes Ziel vor der Heimreise ausgesucht, welches ich sehr empfehlen kann – Eine klasse Übersicht über die Entwicklung des Computers in den letzten Jahrzehnten, sehr informativ und toll aufbereitet.

    Nach einem kurzen Lunch im dortigen Cafe machten wir uns dann auf in Richtung SJC: Wie schon am Anfang erwähnt verlangte United für den One-Way SFO-TUS irgendwas um die $500 in Eco, der Flug SJC-TUS mit Alaska war bereits für $175 in First zu haben, da fiel die Entscheidung leicht. Und SJC war als Flughafen doch deutlich effizienter als SFO…

    Der Rest ist schnell erzählt: Rückgabe des Mietwagens und Check-In des Aufgabegepäcks waren innerhalb weniger Minuten erledigt und auch die Security war mit TSAPre kein Problem. In SJC gibt es eine (verhältnismäßig) gute ‚The Club‘-Lounge, in welcher wir uns die Zeit bis zum Abflug problemlos vertreiben konnten. Und dann ging es auch pünktlich weiter mit

    Flug #3: SJC-TUS, Alaska Airlines, (Dom) First, E175

    Der Flug selbst war unspektakulär, es gab einen (vor Corona ueblichen) Snack-Korb und nach überpünktlicher Landung und Aufsammeln des Gepäcks ging es dann zügig nach Hause.

    Fazit folgt!
    meilenfreund, simesime, Travel_Lurch und 26 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #23
    Erfahrenes Mitglied Avatar von tarantula
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    Toller Bericht, vielen Dank.
    Da kommt richtig Wehmut und Fernweh bei mir auf, ich liebe Oregon und Nordkalifornien.

    Hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr noch dorthin.

    Wird einfach wieder Zeit.
    mainz2013 und FRAHAMLON sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #24
    Spaßbremse Avatar von Mr. Hard
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    Auch von mir vielen Dank für das Auffrischen der Erinnerungen.
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.
    Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. John Ruskin (1819-1900)
    2020: CGN MUC MXP ARN LIN FRA VCE FCO ATH DUS TXL BER
    2021: HAM CGN STR SKG FRA BER AMS LHR DUS GWT ATH WAW LUX ZRH BRU

  5. #25
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    Vielen Dank für den tollen TR mit schönen Bildern.
    Hat Freude bereitet dir zu folgen!
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #26
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    Fazit

    Das wars, es war auf jeden Fall – auch mit mehr als einem Jahr Abstand – eine großartige Reise, die viel Spaß gemacht hat.

    Flüge waren nichts Besonderes, alles pünktlich und wir kamen immer dort an, wo wir wollten

    Hotels: Schwer, einen wirklichen Favoriten zu finden. Das Porter in Portland war sehr gut, aber halt nicht wirklich besonderes – Stadthotel eben, aber auf hohem Niveau. Das Heritage Resort liegt erstklassig, aber das Thema rund um den Check-In und das Frühstück trübte den Eindruck bei dem Preis doch ein wenig. Sehr, sehr gut hat uns beiden das Redfish-Loft gefallen, aber das ist eben auch ‚nur‘ ein B&B – Ohne jeglichen Service wollte ich dort nicht mehr als 1-2 Nächte verbringen. Am Ende war mit dem Doubletree diesmal aber auch ein Hotel dabei, von dem ich abraten würde.

    Essen: Mein Lieblingsthema . Viele tolle Restaurantbesuche in dem Trip gehabt, unser Favorit war am Ende Cafe Chez Panisse, einfach Wahnsinn, welcher Geschmack und Eleganz dort aus wenigen, aber sehr guten, Zutaten erzeugt wird. Aber auch Beast (RIP), Bouchon, das Ledford House und Beck (in der Reihenfolge) waren wirklich gut und eine klare Empfehlung.

    Das soll es damit gewesen sein, ein Rückblick in die ‚gute alte Zeit‘ Pre-Corona. Irgendwann will ich die Küste noch ‚komplettieren‘, die Strecke von Portland nach Norden in den Olympic NP und dann bis an die kanadische Grenze steht irgendwo auf der Wish-List.

    Mal schauen, wann ich mich an Maui mache, aktuell habe ich doch ein wenig Zeit und das Interesse scheint ja da zu sein. Einen weiteren Trip aus 2019 hatte ich fast vergessen, da dieser ohne +1, aber mit Eltern, stattfand. Eine Rundreise von Tucson via Las Vegas, Zion und Grand Canyon zurück nach Tucson. Viele Bilder gibt es von diesem ebenfalls, vielleicht dann auch bald hier!

    In diesem Sinne - So long, and thanks for all the Fish!
    Travel_Lurch, TorstenMUC, miamifly und 15 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  7. #27
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    Zitat Zitat von Travel_Lurch Beitrag anzeigen
    Interesse an Maui besteht dann auch
    Zitat Zitat von derkulp Beitrag anzeigen
    Bitte auch über Maui berichten :-)
    Euere Wuensche erfuelle ich gerne: Hier gibts ein paar Maui-Geschichten...
    Travel_Lurch sagt Danke für diesen Beitrag.

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