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Thema: Tripreport - Spontanes Christmas-Shopping in London mit BA in Club Europe

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied Avatar von f0zzyNUE
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    Standard Tripreport - Spontanes Christmas-Shopping in London mit BA in Club Europe

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    Etwas verspätet ein Tripreport von einem spontanen vorweihnachtlichen Ausflug nach London:

    Samstag morgen kam mir ganz spontan, dass es cool wäre über das Wochenende nach London zu fliegen. Dort ein bisschen shoppen und abends eine West End Show war eindeutig die bessere Alternative zu Projektwohnung aufräumen sowie Wäsche waschen und bügeln :-). Swiss und Lufthansa waren richtig teuer, so dass ich auch bei British Airways reingeschaut habe. Es gab zwar nur noch Club Europe Tickets, aber die waren mit 370€ noch bezahlbar und günstiger als der Rest der üblichen Verdächtigen - und vor allem für alle Flugzeiten zu haben.

    Vor der Ticketbuchung noch schnell die Hotelpreise gecheckt und das Crowne Plaza The City gebucht - mit 99€ Corporate Rate ein guter Deal - auch wenn mir bewusst ist, dass die Blackfriars Tube bis Mitte des Jahres geschlossen ist und ich entweder von The Temple oder St. Pauls zum Hotel laufen muss. Was soll's - 10 Minuten Laufen ist eh' gut für die Figur :-)

    Ticket war ganz schnell gebucht und nebenbei hab' ich mich noch zum BA Executive Club gemeldet und mir fürs nächste Jahr ein Ziel gesetzt: BA Silver oder Gold (je nach Lust, Laune und Budget). Die ersten 80 Tier Points sind ja mit dem Ticket gesichert.

    BA951 MUC-LHR Sa, 19.12.2009 13:15-14:15
    BA956 LHR-MUC So, 20.12.2009 17:25-20:20

    Schnell noch ein paar Sachen in den Koffer geschmissen und los ging es zum Ostbahnhof, wo mir die S8 zum Flughafen vor der Nase davongefahren ist (Auf der Anzeige stand zwar noch 1 Min bis zur Abfahrt, aber die Türen waren schon unwiderruflich geschlossen ) - Super Start. Na ja, letztlich habe ich es 45 Minuten vor dem Abflug noch zum Flughafen geschafft, allerdings ohne gedruckte Bordkarte mit der Erinnerung, dass man 60 Minuten vor Abflug im Besitz einer gedruckten Bordkarte sein muss, da man sonst nicht befördert wird. Zum Glück kein Problem. Die freundliche Dame am Checken hat sie gern für mich ausgedruckt. Meine Kreditkarte, die ich zur Buchung benutzt habe musste sie allerdings sehen und einmal durch ihr Lesegerät ziehen. Interessant der Hinweis, dass ich ihr irgendeine Kreditkarte geben könnte - nicht notwendigerweise die mit der die Buchung getätigt wurde.

    Nächste Hürde - Sicherheitskontrolle. Man ist ja von Terminal 2 gewöhnt, dass es so gut wie keine Warteschlangen gibt (speziell als Statuspassagier). Im Terminal 1 war im Bereich B genau eine Sicherheitskontrolle geöffnet. 10 Leute vor mir bedeutete 10 Minuten Wartezeit. Bordkarten wurden genau geprüft (wohl mit dem Hintergrund, dass immer mal wieder Leute in den falschen Sicherheitsbereich gehen - wie ein Pärchen vor mir, die mit Air Berlin fliegen wollten, der Flieger aber ab Bereich A ging.

    Kaum war ich durch die Sicherheitskontrolle fing mein Magen zu knurren an. Klar, ich hatte ja noch gar nix gefrühstückt. Also ab in die BA Galleries Lounge. Dort habe ich einen grossen Cappuccino, zwei kleine Apfelsaft-Fläschchen und ein Sandwich vertilgt, bevor ich bei der superfreundlichen Empfangsdame meine Vielfliegernummer auf die BA-EC Nummer ändern liess. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Nummer sehr einfach merken lässt - Respekt. Jetzt kann ich sie auswendig :-)

    BA Gallery Lounge MUC:








    Auf die Club Europe war ich neugierig (nach meinem LX Business Sauer Run im September). Ähnlich wie bei Lufthansa ist der Mittelsitz für Club Europe Passagiere geblockt und die Armlehnen in Richtung Mittelsitz eingeklappt, so dass man einen breiteren Sitz zur Verfügung hat. Einen kleinen Tisch wie bei LH gibt es allerdings nicht, dafür ist auf den Armlehnen eine Ablagefläche für Getränke vorhanden. Die Ledersitze sehen aber ein bisschen "abgetragen" aus (für mich typisch "shabby" british). Der Sitzabstand in der 2. Reihe ist ausreichend und soweit ich beurteilen kann etwas größer als weiter hinten.

    Der Flieger ging pünktlich raus und ca. 20 Minuten nach dem Start begann der Service. Das "Mittagessen" bestand aus einem Häufchen gemischtem Blattsalat, ein paar Scheiben leckerer Hühnerbrust (kalt), etwas Coolesaw und Cherrytomaten. Dazu Brot aus dem Brotkorb. Auf meinem Tablett fehlte ein Salatdressing, so dass ich mir gut vorstellen konnte ein Kaninchen zu sein - aber gesalzen und gepfeffert habe ich das Grünzeug dann schon :-) Irgendwie hat mir dann aber was Süßes zum Kaffee oder Tee gefehlt - da bietet ja Lufthansa in Economy mehr. Aber ich will ja nicht meckern. Schliesslich fliege ich nach London um dort die Atmosphäre zu genießen und nicht um mich über den Wolken satt zu schlemmen.



    Der verschneite Airport Brüssel:


    Über der Insel bestes Flugwetter - keine Wolke mehr am Himmel. Da wir wohl zu schnell unterwegs waren und zu früh im Londoner Luftraum angekommen sind gab es über Stratford/East Ham noch eine Warteschleife mit bestem Ausblick auf den London City Airport und die Docklands. 10 Minuten früher als geplant hatte uns der Boden wieder und wäre zu dem Zeitpunkt unser Gate frei gewesen, dann wären wir nicht 10 Minuten sinnlos am Taxiway kurz vor dem Terminal 5 herumgestanden.



    In die Stadt ging es mit der U-Bahn - bei einem Preis von 2,20 Pfund die beste und billigste Variante um nach London zu kommen. Der HEX ist nicht nur fast 7 mal so teuer sondern spart mir kaum Zeit durch die südöstliche Lage des Crowne Plaza. Dort angekommen erwartete mich ein Upgrade in ein Deluxe-Zimmer, was sich einerseits durch die Größe des Raumes andererseits durch das Vorhandensein einer Couch bemerkbar macht. Leider wurde die Internetnutzung dadurch nicht kostenlos - es bleibt trotz upgrade immer noch "you get what you pay for".

    Eckzimmer im Crowne Plaza The City


    Den restlichen Tag verbrachte ich mit Bummeln durch die Regent und Carnaby Street. Irgendwie war aber nix dabei wo ich mir gesagt hätte - "ja, das brauch ich" oder "ja, das wird ein tolles Geschenk". Insofern blieb die Kreditkarte stecken und ich habe mir einen Haufen Kohle gespart (die ist ja streng genommen schon für den Flug und das Hotel drauf gegangen ).

    Regent Street vom Picadilly Circus:


    Carnaby Street:


    Hot Peri Peri Chicken @ Nando's:


    Nach einem "Hot Peri Peri Chicken" bei Nando's in Soho war ich in "Change" - der Show von Arturo Brachetti, seines Zeichens der beste Quick-Change-Künstler der Welt. Wahnsinn, dass man einen ganzen Abend kurzweiliges Entertainment mit Kostümwechseln gestalten kann :-)

    Am nächsten morgen war erst mal Ausschlafen angesagt - schliesslich ist Wochenende und Sonntag. Über die Phase mit Urlaubsstress und von früh bis spät geplantem Aktionsprogramm bin ich glücklicherweise schon längst raus. So gegen 10:30 bin ich dann zum Auschecken, habe mir im nächsten Costa Coffeeshop einen Riesen-Cappuccino und einen Carrot Cake genehmigt bevor ich in Richtung Naturhistorisches Museum losgezogen bin. Dort gibt es jedes Jahr die Fotoausstellung "Wildlife Photographer of the Lear". Letztes Jahr war ich schon dermassen begeistert von der Sonderausstellung so dass ich mir die diesjährigen Gewinnerfotos anschauen musste.

    Kaum zu glauben, aber ich habe fast zwei Stunden in der Ausstellung verbracht. Anschließend noch zwei Fotobände mit den diesjährigen Gewinnern gekauft - die geben sicher gute Weihnachtsgeschenke :-) BTW, mein Lieblingsbild ist das Pinguinbaby, das auf einer antarktischen Insel verwundert versucht die Fussabdrücke des Fotografen einzuordnen (Kategorie One Earth Ward "conservation issues or actions and the interaction between humans and the natural world") - :-) Hintergrundbericht hier.

    Da ich die BA F Lounge mal ausprobieren wollte (dank neu erreichtem Emerald Status) machte ich mich auch früh wieder auf nach Heathrow. Vorher noch meinen Koffer aus dem Hotel abgeholt und wieder ab mit der Tube nach Heathrow. Die Bordkarte war an einem der unzähligen Self Service Terminals schnell gezogen und die Sicherheitskontrolle mit nur kurzer Wartezeit passiert. Um zur F-Lounge zu kommen muss man erst mal ein paar Meter laufen. Es gibt Lounges am nördlichen Ende des Terminals und Lounges am südlichen Ende. Ich bin zu den SouthSide Lounges gewandert, Rolltreppe rauf hin zum Dragon und schwupp wollte mich der doch in die "normale" Gallery Lounge schicken. Erst durch Auspacken meiner LAN Comodoro Karte liess sie mich passieren. Und dann stand ich schon mittendrin in der Lounge. "Wow! Ist die riesig" war mein erster Gedanke. Gleich hinter dem Eingang gibt es einen Luggage-Drop Service, bei dem man sein Gepäck abgeben kann.

    Die Lounge ist sehr hell und bietet dank langer Glasfensterfront einen perfekten Blick auf die südliche Runway. Im Loungebereich gibt es drei Champagner-Bars (angeboten wurde Bruno Paillard Rose und 2000 Bollinger Brut), einen Arbeitsbereich mit Computerterminals, Druckern, Fax, einen Gastronomiebereich, sowie einen Guest Relation Manager, der an diesem Abend viel zu tun hatte. Zudem unzählige Sitzmöglichkeiten von denen man in überfüllten SEN-Lounges nicht mal zu träumen wagt.
    Ich habe es mir erst mal im Restaurantbereich bequem gemacht und mich durchs Buffet durchgefuttert. (u.a. diverse Salatsorten, Hummus, Tabuleh, Würstchen auf Kartoffelbrei, Pizza, gebackener Fisch, Fischburger, Quiche, asiatische Nudeln, ...) Es gibt auch ein a la Carte Gerichte, doch das Loungepersonal ist da nicht proaktiv genug. Man muss aktiv auf die Damen zugehen, um bedient zu werden.













    Nach dem Essen liess ich mich auf einem gemütlichen Sessel nieder und beobachtete das Treiben in der ziemlich leeren Lounge. Dann fiel mein Blick auf den Monitor und ich konnte es kaum glauben - mein Abflug wurde von 17:25 auf 20:20 verschoben. Wenige Minuten später sogar auf 22:20. Mist. Eine Recherche im Internet (kostenlos verfügbares WLAN) ergab, dass in Deutschland Winterchaos ausgebrochen war. DUS und FRA teilweise komplett geschlossen. MUC war zum Glück noch verschont. Die Lounge ist ja ganz nett für eine kurze Zeit, aber so lange wollte ich dann doch nicht hier bleiben. Deshalb entschloss ich mich etwas durchs Terminal zu flanieren und mir die Läden etwas näher anzuschauen. Gegen 18:00 schaute ich zufällig auf einen der zahlreich vorhandenen Abflug-Informations-Monitore und mich traf fast der Schlag. Neue Abflugzeit nach München: 18:30. Also zurück in die Lounge gedüst, Koffer abgeholt und zum Gate A10 gerast. Doch dort wurde noch nicht mal mit dem Boarding begonnen. Nach wenigen Minuten kam die Durchsage, dass der Abflug bis auf weiteres verschoben wird. Man solle sich jedoch im Gatebereich aufhalten.

    Super! Die A10-Busgates sind so trostlos wie die Busgates in MUC oder A1-A10 in ZRH. Da hatte ich keine Lust drauf länger dort zu verweilen. Stattdessen wollte ich mir die Northside Lounge anschauen die in wenigen Minuten zu erreichen war. Eine F-Lounge hab' ich dort nicht gefunden, also bin ich in die "normale" ziemlich volle Galleries Lounge gegangen und habe dort noch ca. 45 Minuten gesessen und das ein oder andere Getränk geschlürft. Schliesslich war es doch soweit und am Gate startete das Boarding für den Flug nach München. (Zwischenzeitlich hatte ich mit LFCorsten auf Facebook kommuniziert, der in LCY festgesteckt war und mittlerweile nach LHR umgebucht wurde - ihn traf es die Tage bekanntlicherweise noch härter :-) ).

    Im Flieger angekommen verzögerte sich der Abflug um eine weitere Stunde, da laut Captain nun auch in MUC der Winter eingebrochen war. Er teilte außerdem mit, dass wir in einer Ersatzmaschine sitzen, da die ursprünglich geplante Maschine nach München in Genf feststeckt (Flughafen geschlossen). Dies erklärte natürlich weshalb die Abflugzeit so schlagartig von 22:20 auf 18:30 vorverlegt werden konnte. Grosses Lob an BA an der Stelle. Gegen 20:35 durften wir dann endlich los und sind Richtung München gestartet.

    Zum Essen gab es eine kleine kalte Platte mit Parmaschinken, Hummus, Antipasti und Salat - dazu warmes Gebäck. Für mich mehr als ausreichend, da ich ja schon in den Lounges ausreichend dinniert hatte :-)



    Kurz vor 23:00 sind wir dann in München gelandet. Auf dem Taxiway ist unser Pilot sehr, sehr, sehr langsam gerollt (war nicht geräumt und wohl sehr rutschig).



    Fünfzehn Minuten später waren wir dann am Gate - doch die Airbridge war nicht zu bewegen. 10 Minuten hektisches Treiben draussen vor dem Flieger. Dann eine Durchsage mit dem typisch britischen Humor im Unterton: "Eine Durchsage an alle Flugpassagiere: Wir haben ein kleines technisches Problem und gleich müssen wir den Strom im Flieger abschalten. Dann ist es stockfinster. Damit sie sich nicht erschrecken bitten wir sie wieder Platz zu nehmen. Ich weiss es klingt seltsam, aber die Fluggastbrücke lässt sich nur an den Flieger heranbewegen wenn wir unseren Strom komplett abschalten - Und sie wollen doch sicher bald das Flugzeug verlassen. Also machen Sie es sich nochmal bequem und entschuldigen die Unannehmlichkeit."

    Tja, so war es dann auch. Strom abgeschaltet, kurze Augenblicke später hat sich die Airbridge am Flieger andocken lassen und der Abend war gerettet :-)
    Geändert von f0zzyNUE (24.02.2010 um 10:57 Uhr) Grund: fluginfo hinzugefügt
    flysurfer, mumielein, Exploris und 20 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.
    Das Schönste an der Ironie ist, dass sie immer von den richtigen Leuten falsch verstanden wird...

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