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Thema: dreschen und HighHopes machen den Beer Run

  1. #1
    Erfahrener Killepitscher Avatar von HighHopes
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    Standard dreschen und HighHopes machen den Beer Run

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    Es entbrannt hier jüngst eine Diskussion, dass zu wenig Reiseberichte eingestellt würden und wie diese auszusehen hätten, wenn sie denn eingestellt würden.
    Diese Diskussion war deshalb so vollkommen sinnlos, weil sie am eigentlichen Punkt vorbei geführt wurde.
    Der einzig wichtige Punkt ist doch: Wann soll man einen Reisebericht schreiben?
    Einfache Gemüter (wie sie natürlich nur in anderen Foren anzutreffen sind) würden instinktiv heraus brüllen, dass ein Reisebericht sofort nach einer Reise zu erstellen sei. Dies würde vermutlich mit dem Argument untermauert, dass dann die Eindrücke noch frisch seien.

    Ich denke, dass wir alle wissen, dass dies einfach nur absurd ist.
    Nach einer Reise ist die Erinnerung durch die Realität getrübt. Es fallen einem immer zuerst die Kakerlaken in der Dusche, die Körperhaare des Vorbewohners im Bett, der zu breite Hintern der FB oder die falsche Granularität des Kaviars ein und tauchen so den Reisebericht in ein fades Licht.

    Reiseberichte sollte geschrieben werden, bevor man die Reise antritt!
    Bevor sich man auf die Reise begibt, blühen noch alle Blumen imGarten des Hotels, wie auf den Photos im Hotelprospekt. Vor der Reise bedeutet „zentrale Lage“, dass man alles schnell erreicht und nicht, dass das Zimmer direkt über dem ortstypischen Pendant zum Ballermann befindet.
    Naja, Euch muss ich das nicht sagen, denn Ihr seid ja alle immer unterwegs.

    Ich will nun den Anfang wagen und einen Bericht über eine bevorstehende Reise einstellen, die alles bisher Dagewesene in den Schatte stellen wird.
    Es wird eine Reise sein, die ich mit meinem Seelenverwandten dreschen antreten werde und ich hoffe, wenigstens einer von uns wird zurückkommen und hier berichten, dass alles noch viel besser war.
    dreschen schrieb unlängst an anderer Stelle, dass wir uns einen Lebenstraum damit erfüllen. Böse Zungen könnten behaupten, dass dies gar nicht sein könne, denn dreschen und ich kennen uns erst seit dem Usertreffen in DUS und dass wir doch wohl beide schon vorher eine ganze Zeit gelebt hätten.
    Diesen Zweiflern rufe ich zu:
    Der Traum war immer in uns, wir wissen es nur erst seit Januar 2010!
    (das Datum beschreibt ein fast zufälliges Mini-Forumstreffen in DUS, bei dem die besagte Reise so konkrete Formen annahm, dass weder dreschen noch ich einen Rückzieher machen konnten)
    Nun, die Reise ist (dank an Runabout) gebucht und nun werden die Tage gezählt.
    Eigentlich müssten wir die Reise gar nicht antreten, denn sie kann gar nicht so gut werden, wie wir sie uns ausgemalt haben, aber wir werden sie trotzdem antreten.

    Der geneigt Leser wird sich fragen, wann ich endlich zum Reisebericht komme, aber ich muss Euch bitten, dass Ihr Euch in Geduld übt.
    Die Einleitung hat nun schon so lange gedauert, dass ich mich erstmal hinlegen und von der Reise träumen muss. Glücklicherweise ist dreschen für ein paar Tage auf einem Fortbildungskurs für junge Vorstandsvorsitzende von DAX 30 Unternehmen, so dass ich Zeit habe, hier in Ruhe alles zu beschreiben.

    Ich kenne aber die Ungeduld, die die hier anwesenden Vielflieger treibt und so fürchte ich, dass sich jemand mit unnützen Kommentare hier einbringen will und damit meinen ganzen Redefluss zerstören wird.
    Mir liegt es fern, Euch von der freien Meinungsäußerung (Kommentierung) abzuhalten, daher werde ich mir einfach ein paar Posts reservieren, die ich nach und nach mehr Details zu enthüllen, über die unglaublichste Reise seit Erwin Schlumpkoweit von Gelsenkirchen nach Dortmund fuhr.

    Bald geht es hier weiter, aber jetzt muss ich erst mal ins Bett, mir die Reise ein Stück weiter erträumen….
    flysurfer, rcs, mumielein und 19 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
    Erfahrener Killepitscher Avatar von HighHopes
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    Prollog (Das zweite L ist Programm)
    Ausgangspunkt der Reiseidee war dieser Thread
    http://www.vielfliegertreff.de/spiel...hopes-vor.html
    Der Keim war zwar gepflanzt, aber es bedurfte noch eines weiteren kulturellen Höhepunktes, um die Idee umzusetzen. (um welchen Höhepunkt es sich dabei handelt, wird später enthüllt)
    Schließlich trafen sich einige Forenmitglieder der ersten Stunde (und ich) auf ein paar Bier und wie bei der Organisation des DUS Treffens, lehnte ich mich nach ein paar zig Bieren zu weit aus dem Fenster und von da ab gab es kein Zurück mehr.
    Die Grundidee war klar: sich während einer Reise ordentlich einen zu heben.
    Der Ansatz „In 80 Stunden breit um die Welt“ wurde alsbald wieder verworfen, da ein F-RTW einfach zu teuer für diesen Zweck gewesen wäre. Daher wird es nun ein mehr oder weniger direkter Flug an jenen spirituellen Ort, an dem schon andere Größen der Trinkergemeinde an ihre Grenzen stießen.
    Bevor die Frage aufkommt, warum der Flug denn unbedingt in FIRST stattfinden muss:
    1. weil man das groß schreibt
    2. weil dort die Versorgungslage mit Alkoholika besser ist
    3. man dann den Grundstock der Reise bereits im FCT legen kann
    Bei der Gelegenheit möchte ich rambuster für die Anleitung „How to maximize the F experience“ danken, die uns sehr bei der Reiseplanung geholfen hat.


    Und so geht es los (wir springen nun in der Zeit)

    Kapitel 1 - Ich lass einen fahren (also ich meine mich nach DUS)
    Es ist ein kühler, aber sonniger Herbstmorgen, an dem ich im Feinripp Unterhemd auf unsere kleine Terrasse trete. Mein Blick schweift umher und grüßt die Nachbarn in unserer schönen Zechensiedlung und für einen Moment frage ich mich, ob ich wirklich diesen schönsten Ort der Welt verlassen sollte, nur um einen trinken zu gehen. Das könnte ich auch hier, beweist mir mein Nachbar Günther Kowalski, der mit der einen Hand seine Brieftauben füttert und in der anderen Hand eine Flasche Export hält. Der Mann weiß, wie man einen guten Tag beginnt.
    Aber es hilft das Zweifeln nicht, ich habe ja dreschen versprochen, dass wir das durchziehen und so packe ich meine sieben Sachen und fahre zum Flughafen DUS.
    Auf halbem Weg fällt mir ein, dass es keine gute Idee ist, dass ich selbst fahre, denn bei meiner Rückkehr werde ich tagelang nicht fahrtüchtig sein. So drehe ich um, bestelle ein Taxi und lasse mich von einem freundlichen Herrn namens Hassan irgendwas zum Flughafen kutschieren. Für einen Moment überlege ich, Hassan von meiner bevorstehenden Reise zu erzählen, nehme dann aber Abstand davon, da ich fürchte, dass die Glorifizierung des Alkoholkonsums seine religiösen Gefühle verletzen könnte. Ich mache mir eine kleine Notiz, dass ich vor einer möglichen Konversion zuerst prüfen sollte, mit welchen Einschränkungen mögliche Heilversprechungen verbunden sind, aber das ist ein anderes Thema.

    Kapitel 2 - Aufwärmtraining - Von Dus nach FRA
    Am Flughafen angekommen begebe ich mich direkt zum FIRST Schalter. Ich habe dort eigentlich nichts zu suchen, denn ich bin ja schon eingecheckt, aber ich möchte ja nichts verpassen. Selbstbewusst trete ich an den Schalter und sage: „Ich fliege FIRST (Betonung mit leicht angehobener Stimme) und möchte gerne einchecken.“
    Die freundlich routinierte Mimik der LH Mitarbeiterin wirkt leicht irritiert, als ich sofort hinterher schiebe: „und ich habe Durst“.
    Entgegen meiner Erwartung fragt sie mich nicht, was ich trinken möchte.
    Schlagartig reihe ich mich in die Gruppe derer ein, die darüber klagen, dass das Servicekonzept der LH nicht mehr als erstklassig zu bezeichnen ist.
    Die nächste üble Überraschung lauert dann auch schon um die Ecke. Entgegen meiner Erwartung, öffnet sich für mich nicht eine Geheimtür, welche mich ohne die nervige Sicherheitskontrolle in den Gatebereich bringt. Stattdessen muss ich mich mit gewöhnlichen SENs, HONs und C Passagieren in eine Schlange stellen.
    Die Mängelliste, die ich Herrn Meierhofer nach der Reise schicken werde, ist schon nach den ersten 5 Minuten erschrecken lang.
    Aber damit will ich mich nun nicht weiter belasten und betrete wie üblich die SEN Lounge, nur dass ich diesmal herein stolziere.
    Ich halte alle anderen Gäste am Eingang auf, weil ich den Damen am Empfang mein Leid klage, dass ich zunächst in C nach FRA fliegen muss, bevor ich dann endlich in FIRST weiterfliegen kann.
    Für einen Moment überlege ich, mir sämtlichen Zeitschriftentitel aushändigen zu lassen, die die Damen unter dem Tresen bereithalten, aber dann fällt mir wieder die Mission der Reise ein und ich verwerfe den Gedanken und begebe mich direkt an die Getränke Theke.
    Eigentlich ist mir so früh am Morgen gar nicht nach Bier, aber es hilft ja nichts, denn in eine Stunde werde ich dreschen treffen und dann habe ich eh keine Wahl mehr. Besser, ich mache mich schon mal war und so zapfe ich mir ein frisches Altbier.
    Ich positioniere mich in der Mitte des Buffetbereichs, so dass ich möglichst viele eilige Loungegäste behindere, trinke das Bier in einem langen Zug und stoße ein lautes „Aaaah, das tat guuuut“ aus. Ich lächele in die umstehenden, entsetzt dreinblickenden Gesichter und tue Kund, dass ich gleich noch eins brauche, damit das Zittern aufhört.
    An dieser Stelle zeichnet sich bereits ab, dass durch kulturelle Unterschiede eine gemeinsame Heiterkeit zwischen mir und den anderen Loungebesuchern ausgeschlossen werden kann, so dass es mich nun sehr nach FRA zu dreschen drängt. Im fünf Minutentakt frage ich die Damen am Loungeeingang, wann der Flieger denn nun endlich bereitstünde, um mich ins das FIRST Class Terminal nach Frankfurt zu bringen, wobei ich mich natürlich stets an den um Einlass begehrenden Wartenden vorbei dränge.
    Als es endlich sowie ist, werde ich wieder enttäuscht, da ich nicht namentlich als FIRST Flieger ausgerufen und gebeten werde, als Erster zu boarden. Um weiteren Rückschlägen vorzubeugen, stelle ich mich selbst bei der Crew als FIRST Flieger vor und bitte darum, dass alle Biervorräte für mich reserviert werden. Ich verstehe den Hinweis nicht, dass es zu Frühstückszeiten nie zu Engpässen käme nicht und lass mir vorsichtshalber direkt drei Bier bringen. Widerwillig zwänge ich mir das furchtbare Warsteiner herunter und mache wieder eine Notiz für meinen Brief an Herrn Meierhofer.
    Bereits leicht angeschlagen treffe ich endlich in FRA ein.
    Aus der Masse hebt sich dreschen hervor, der verabredungsgemäß einen pink-grün-schwarzen Trainingsanzug aus Ballonseide trägt, genau das selbe Modell wie ich.
    Großen Schrittes nähern wir uns dem FCT, wobei wir jede halbwegs gutaussehende Frau unterwegs fragen, ob dies der richtige Weg zum FIRST Class Terminal sei. Das Kopfschütteln der Angesprochenen ignorieren wir und führen es auf Sozialneid zurück.


    Kapitel 3 - Die Partymuffel im FCT
    Die Dame am Eingang scheint geblendet von unserer eleganten Erscheinung. Zumindest steht ihr ein paar Sekunden lang der Mund offen. Ich beuge mich vor und flüstere ihr ins Ohr „Schauen Sie mal bei KIK, da gibt es solche Anzüge schon für wenig Geld“, lehne mich zurück und zwinkere ihr noch mal zu. Das hat ihr offensichtlich die Scheu genommen und sie lässt uns kopfschüttelnd passieren. Wahrscheinlich ärgerte sie sich, dass sich nicht selbst schon früher darauf gekommen ist.

    Ich bin ja nicht leicht zu beeindrucken, aber das FCT macht mächtig was her.
    Das Speisenangebot interessiert mich aber nicht und so begebe ich mich direkt zur Theke. Ein junger Mann dort springt auf und ruft erfreut „Ich bin HON des Tages“. „Naja“ entgegne ich, „einer ist immer der Arsch“ und habe fortan meine Ruhe vor dem Kerl.
    Die junge Damen hinter dem Tresen fragt mich, was ich haben möchte und ich sage „Bier und zwar viel“. Wieso weiß die das nicht, frage ich mich, denn ich hatte extra bei LH angerufen und das als „Special Meal“ in mein Profil eintragen lassen. Jaja, die LH IT denke ich mir und beobachte bei Biertrinken, wie dreschen irgendwas mit Schnitzeln macht. Der Looser wird noch nüchtern in den Flieger steigen, wenn der so weiter macht, denke ich mir und beschließen, mich nur noch um meinen Pegel zu kümmern. Nach einigen Bieren fordere ich die junge Dame auf, die Musik lauter zu machen, was sie aber nicht möchte. Da ich gerade dreschens Boombox nicht finden kann, fange ich selbst an zu singen. Dann entdecke ich den Rimowa Koffer eines Herrn mit Anzug und leihe ihn mir nur kurz als Trommel aus. Als der Mann seinen Koffer zurück haben will, zerren wir solange daran herum, bis er aufspringt. Seine Papiere fliegen durch die Luft und ich fange laut an zu lachen. Da keiner mitlacht, trinke ich noch ein paar Biere und lasse mich dann in einem Sessel nieder.


    Kapitel 4: dreschen, fahr schon mal den Wagen vor

    Ich muss eingenickt sein, was ja auch in Anbetracht des bisher schon konsumierten Alkohols keine Schande ist. Auf jeden Fall werde ich wach, weil jemand erst an meinem Ärmel zupft, dann rupft und dann reißt. „Spinnst Du, hör auf an mir zu reißen, das ist echte Ballonseide“ fahr ich hoch. Mein Blick ist noch sehr getrübt, doch ich erkenne, dass dreschen irgendwie anders aussieht. „Hast Du gerade abgenommen?“ frage ich ihn. „Und warum hast Du Dich umgezogen?“. Da dämmert es mir, dass das gar nicht dreschen, sondern eine junge Dame in einer Art Uniform ist. Ich blicke mich um und entsinne mich, wo ich bin. Ich mache dreschen an der Theke aus, wie er sich hektisch noch ein paar Becher hineinkippt, da werde ich schon sanft in Richtung Ausgang gedrängt.
    Nervös tippel ich von einem Bein zum anderen und rufe dreschen laut zu „Mach hinne, wir müssen los“. Plötzlich vernehme ich ein leises Klatschen. Die anderen Lounge Gäste sehen mich sehr glücklich an. Eine nette Geste, uns so zu verabschieden und verbeuge mich theatralisch, bevor ich hinaus ins gleißende Licht trete. Geblendet von der Sonne erkenne ich ihn zunächst nur schemenhaft, dann steht er in voller Größe - mein Porsche.
    Geiles Teil denke ich mir, wobei ich den Verdacht habe, dass das gar kein echter Porsche ist, denn er hat vier Türen. Egal denke ich mir, denn ich habe an meinen Fiat ja auch ein Ferrari Schild geklebt, dass ich eines Morgens, nach einer Nacht mit sehr viel Bier, in meiner Jackentasche fand.
    Aufgeregt laufe ich um den Wagen und will gerade einsteigen, als mir etwas auffällt.
    „Wo ist denn Deiner?“ frage ich dreschen, „Oder sollen wir uns abwechseln?“
    Ein junger Mann räuspert sich und zeigt auf die hintere Tür. „Ist OK, Du kannst mitfahren, aber dreschen und ich fahren“ sage ich. Nach einer längeren Diskussion, die beinahe zu einem Handgemenge geführt hätte, steigen dreschen und ich hinten ein. „Der Meierhofer kann sich auf was gefasst machen“ sage ich zu dreschen, doch der hört mir nicht zu, da er die Schnitzel sortiert, die er gerade in der Lounge eingepackt hatte.

    Kapitel 5 - Endlich FIRST (und alle anderen haben auch was davon)
    dreschen und ich drängeln uns in das Flugzeug. Den Stewardessen höre ich nicht zu, sondern besorge mir den besten Platz, den ich gleich wieder räumen muss, da dort eine fette Frau sitzen will. „Wenn die wüsste, dass dreschen Schnitzel hat“ denke ich mir, während ich mich auf meinen Platz setze. „Warum sitzen wir hier hinten?“ frage ich dreschen. „Weil man von hier aus die Anderen bewerfen kann“ sagt dreschen und ich freue mich mal wieder, dass ich einen so guten Kumpel gefunden habe, der an alles denkt.
    FIRST fliegen ist eigentlich ziemlich langweilig, denn egal was wir machen, es kommt immer recht schnell der Kapitän und verbietet es uns.
    Erst hatte dreschen die Boombox aufgebaut und richtig laut mit vielen Bässen die CD gespielt, die wir uns extra für diese Reise aufgenommen hatte. Schon nach den ersten Takten Scooter kam der Kapitän angeschossen. Ich sagte ihm, dass er sich doch mal ums Fliegen kümmern solle, aber er fuchtelte dann mit der Comic Karte rum, auf der steht, was man nicht darf und meinte, er würde uns rausschmeißen.
    Wir haben dann doch die Boombox abgegeben und die Würfelbecher rausgeholt.
    Ich hatte meinen Kniffelzettel noch nicht voll, da kam schon wieder Käptn Nervsack und bat uns, dass wir uns leiser verhalten sollten, die Dicke hätte sich beschwert. Ich wollte mich gerade aufregen und dem Kapitän von meinem Brief an Herrn Meierhofer erzählen, da hatte dreschen die gute Idee, unsere eigene Flaschen Vodka rauszuhandeln. Die bekamen wir prompt und dann war erstmal Ruhe im Karton.
    Ich trinke noch ein paar Bier und schlafe ein.
    Als ich wieder erwache, untersuche ich den Sitz. Der hatte viele Köpfe, die mir bisher noch nicht aufgefallen waren. Ich drücke solange auf den Knöpfen herum, bis ein leichter Schmorgeruch in der Luft liegt und mein Sitz in einer Schocklagen-Position verharrt. Ich rufe sofort nach dem Personal und beschwere mich, das Lufthansa wohl neuerdings Billigsitze aus China einbaue und stelle hohe Kompensations-Forderungen. Irgendwie kann ich meine Forderungen nicht durchsetzen und werde mit ein paar Pralinen abgespeist. Meine einzige Genugtuung ist, dass das gesamte Kabinenpersonal an meinem Sitz rumschrauben muss und sich so nicht um die anderen Passagiere kümmern kann. Zu Hause stehe ich gerne an Straßenbaustellen herum und gebe Tipps, aber das hier macht noch mehr Spaß.
    Dann wird mir wieder langweilig und ich gehe rastlos den Gang auf und ab, bis mich die Dicke auffordert, endlich still zu stehen. Meinen Hinweis, dass jeder Gang schlank mache, findet sie nicht witzig. Ich stelle mich dann vor zwei Herren im Anzug, die ganz beschäftigt tun und frage sie, was sie denn so abgeschlossen hätten für den Flug. Offensichtlich sind die beiden nicht besonders helle, denn ich muss ihnen erst vorrechnen, dass ich für diesen FIRST Flug nur 8 mal die Welt und 7 mal den Focus bestellt hatte. Da sagt doch der eine, ihre Firma hätte für den Flug bezahlt. Schön blöd sage ich und will mir gerade den Namen der Firma von den ausgebreiteten Papieren notieren, um dann an fallenden Kursen zu verdienen, denn die Firma muss ja bald pleite sein, aber da räumen die Spießer ihre Sachen zusammen und bitten mich zu gehen. Da fällt mir ein lustiger Spaß ein und ich gehe durch, bis zur Schweineklasse und stecke meinen Kopf durch den Vorhang und brülle laut „Määähhh, Määähhh“. Sofort fangen ich Babies an zu schreien, die ich wohl geweckt habe. Eine aufgeregte Stewardess fragt mich, was das solle und ich sage ihr, dass ich mich mit den Schafen im Tiertransporter unterhalte. Es folgt die übliche Drohung, den Kapitän zu rufen und so trete ich meinen Rückweg durch die Business an. Dort spreche ich noch ein paar Leute an, dass sie es schon richtig gemacht hätten, denn die FIRST sei es wirklich nicht wert, 3 Welt Abos mehr abzuschließen
    Zurück in der FIRST stelle ich fest, dass mein Sitz wieder funktioniert. Da mir nun endgültig langweilig ist, rolle ich das Bord Magazin zu einer Rolle und schlage es hart, dem schlafenden dreschen auf den Kopf, so wie es Flysurfer empfohlen hatte. dreschen, der anscheinend an diese Behandlung gewohnt ist hebt den Kopf und sagt „Ein Bier bitte“. Gute Idee, denke ich und besorg uns ein Tablett voll.
    Ich schaue auf die Uhr und stelle mit Entsetzen fest, dass wir erst 45 Minuten geflogen sind. Das dauert mir zu lange und so verzehre ich meine Hälfte der Vodka Flasche und verschlafe den restlichen Flug.

    Kapitel 6 - Zwischenstopp ohne Getränkeservice
    Bei der Einreise in das Zielland ist es dreschen, der uns aufhält. Seine schokoladenverschmierten Finger (er hatte mir die Pralinen geklaut, als ich schlief) haben den Fingerscanner verschmiert, so dass er nicht mehr funktioniert. Beim Versuch ihn sauber zu machen, schmeißt dreschen ihn herunter. Als er sich danach bückt fallen die restlichen Schnitzel zu Boden, was ein großes Hallo auslöst. Ein Wachmann mit Hund kommt an und schimpft etwas, das ich nicht verstehe. Der Mann spricht leider kein Deutsch, was ich wohl ausnahmsweise nicht Herrn Meierhofer anlasten kann. Ich versuche die Situation zu entspannen, in dem ich dem Hund als nette Geste eins von dreschens Schnitzel zuwerfe, was aber die Situation leider eskalieren lässt.
    Wir verbringen die nächsten zwei Stunden in einem blöden Dienstzimmer und müssen irgendwas ausfüllen, anstatt in der Lounge den Pegel zu halten. Mir kommen erste Zweifel, ob dreschen doch so eine gute Wahl war.
    Wir werden schließlich direkt zum Gate gebracht und der Fluglinie übergeben.

    Kapitel 7 - dreschen bekommt, was er verdient
    Ich bin wirklich sauer auf dreschen, weil er mir den Loungebesuch versaut hat, aber meine Laune hellt sich schlagartig auf, als ich mich daran erinnere, dass ich auf dieser Strecke weiterhin FIRST fliege, während dreschen hinten bei den Schafen sitzen muss. Die Umstände, die dazu führten, sollen hier nicht weiter erläutert werden, aber man kann von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen.
    Dreschen und ich haben zum Glück beide Gangplätze, so dass ich mich bei jedem Bier nach hinten umdrehen und ihm zuprosten kann.
    Dreschen sitzt auf dem Trockenen, was mir große Freude bereitet. Die beleidigte Leberwurst weigert sich sogar, die Salznüsse zu fangen, die ich ihm quer durch das Flugzeug zuwerfe. Als ich eine junge Frau am Auge treffe, werde ich ungewöhnlich scharf angewiesen, mit dem Werfen aufzuhören. Ebenso werden mir mit dem Hinweis auf irgendwelche Regeln, weitere Biere verweigert. Als die Stewardess mal nicht schaut, trinke ich schnell den Gin Tonic meines schlafenden Nachbarn aus.
    Danach gibt es nichts mehr für mich zu tun und so schlafe ich auch.
    Geändert von HighHopes (01.04.2010 um 08:32 Uhr)
    skywalkerLAX, rorschi, trichter und 21 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #3
    Erfahrener Killepitscher Avatar von HighHopes
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    Kapitel 8 - dreschen im Glück und dann doch wieder nicht

    Ich werde wieder wach, als der Kapitän die Maschine sehr unsanft landet. Das Fluggerät ist in einem erbärmlichen Zustand, was ich aber wohl nicht in meinem Brief an Herrn Meierhofer erwähnen kann, denn es ist ja gar kein Lufthansa Flugzeug. Dafür gibt es dann halt keine hohe Meilen-Kompensation.
    dreschen und ich sind anscheinend die einzigen Vielflieger an Bord, denn außer uns klatsch niemand bei der Landung - Anfänger halt .
    dreschen und ich drängeln uns nach Leibeskräften aus dem Flugzeug und schaffen es tatsächlich noch vor den Gehbehinderten und den Familien mit kleinen Kindern aus dem Flugzeug raus. Ich schlage dreschen vor, dass wir uns abwechselnd in den bereitstehenden Rollstühlen schieben sollen, jedoch hat jeder Rollstuhl einen Bewacher, so dass wir auf diesen Spaß verzichten müssen.
    Wir sind noch nicht aus dem Flughafengebäude raus, als dreschen plötzlich etwas erspäht. Er lässt seinen Koffer fallen und rennt los. Ich bin ja nicht blöd und schleppe seinen Koffer mit und lasse ihn daher einfach liegen und freue mich schon insgeheim, dass dreschen drei Tage lang die gleichen Klammoten tragen muss, wenn ihm jemand den Koffer klaut.
    Langsam folge ich dreschen, der wildgestikuleirend vor einem Spielautomaten steht. Er hat nur zwei Münzen und benötigt noch zwei, um spielen zu können. Ich handel schnell aus, dass ich die beiden Münzen auf jeden Fall zurück bekomme und im Gewinnfall mit 60% beteiligt werde. Da dreschen nicht der schnellste Kopfrechner ist, schlägt er begeistert ein und wirft die noch fehlenden Münzen in das Gerät. Ich wende mich schon ab, um sein enttäuschtes Gesicht nicht ertragen zu müssen, als plötzlich hinter mir eine Sirene laut erklingt. Ich drehe mich um und da steht dreschen vor dem Automaten, der blinkt und einen Höllenlärm macht. Ich will gerade mit ihm schimpfen, als ihm plötzlich drei junge Schönheiten um den Hals fallen und ihn beglückwünschen.
    Ich schaue mir den Spielautomaten an (siehe Anhang) und plötzlich fange ich an zu begreifen.
    dreschen hat also den Jackpot geknackt und ein Herr mit schlecht sitzenden Toupet tritt auf und fragt dreschen, welchen Hauptpreis er haben möchte:
    a) Eine Platinum Karte, mit der zwei Personen in jedem Club Einlass finden du dort unbegrenzt trinken können, oder
    b) …
    Noch bevor der Mann weiterreden kann, schreien dreschen und ich „Aaaaaaaa“, reißen ihm die Karte aus der Hand, drehen uns um und verschwinden. Im Weggehen sehe ich noch einen fassungslosen Toupetträger, der in der anderen Hand einen Autoschlüssel hält. Hinter ihm steht eine Corvette Cabrio.
    Ich beschließe, dreschen nichts davon zu sagen, da ich ihm ersparen möchte, sich nochmal umzuentscheiden.
    Glücklich ziehen dreschen und ich in Richtung der Stelle davon, an der dreschen seinen Koffer hatte stehen lassen. Wir kommen an eine Absperrung, die vorher noch nicht da war und drängeln uns nach vorne durch. Am Flughafen wurde eine große Fläche abgesperrt, in deren Mitte einsam dreschens Koffer steht. Wir sehen gerade noch, wie ein Mann mit einem riesigen Helm und komischer Kleidung ein paar Decken über den Koffer legt und noch ein paar Sandsäcke darauf stapelt. Dann entfernt er sich schnell und geht zu einem kleinen Kasten. Dort angekommen kniet er nieder, betätigt eine kleine Kurbel an dem Kasten und drückt einen Knopf. Es folgt eine mittelschwere Explosion und dreschens knappen roten Unterhosen und die anderen Klamotten fliegen in Fetzen durch die Luft.
    Ein Mann neben uns spricht von einer kontrollierten Explosion, wobei mir nicht klar ist, was daran kontrolliert sein soll, denn nun sieht es aus, wie bei dreschen zu Hause.
    Dreschen fängt an zu schluchzen und stammelt etwas von seiner Bierflaschenetikettensammlung, welche auch in dem Koffer gewesen sein muss, aber da halten ich ihm die Platinum Karte vor die Nase und alles ist vergessen. Auf dem Weg ins Hotel halten bei einem Walmart und dreschen deckt sich in kürzester Zeit mit praktischen, weil abwischbaren Polyester Klamotten ein.
    Dann geht es weiter ins Hotel.

    Kapitel 9 - Der Trick mit den $ 20
    In Vorbereitung auf unsere Reise habe ich mich mit den lokalen Gepflogenheiten vertraut gemacht und gelesen, dass die hiesigen Rezeptionisten korrupter sind, als Kölner Politiker und dass man in der Besenkammer landet, wenn man beim Einchecken nicht ordentlich schmiert. Da mir solch ein Verhalten völlig fremd ist, habe ich dreschen erklärt, dass nur er gewieft genug sei, um das für uns zu erledigen. dreschen hält aber nichts davon, eine solch edle Tat mit schnödem Mammon zu erlangen, sondern meint, man müsse dem Gegenüber ein Geschenk machen, dass auch sein respektive ihr Leben nachhaltig verbessert. Als dreschen hinzufügt, dass man ihn an seinem Freundetreff an der örtlichen Tankstelle auch den Womanizer nennt, schwant mir böses und ich schlage dreschen vor, dass es jeder auf seine Weise versuchen solle.
    Wir treten gleichzeitig an zwei benachbarte, freie Schalter, wo uns jeweils eine bezaubernde Rezeptionistin begrüßt.
    Ich schiebe meine Kreditkarte mit einem darunter gefalteten $50 Dollar Schein über den Tresen. Das ist zwar etwas mehr als $ 20, aber das ist es mir wert, gegen dreschen zu gewinnen. Die junge Dame lächelt und sagt, dass es ihr sehr leid täte, dass der von mir gewünschte Zimmertyp nicht verfügbar wäre und ob es mir etwas ausmachen würde, in einen etwas größeren Zimmertyp zu ziehen.
    Ich nehme das Angebot großzügig an und bedanke mich.
    Die ganze Aktion ging so schnell, dass ich nun dreschens Ansatz in voller Länge mitverfolgen kann.
    dreschen lehnt sich über den Tresen und haucht der jungen Dame für mich gut hörbar ins Ohr „Ich wusste nicht, dass man im Himmel einchecken muss, aber es kann ja wohl nicht sein, das Gott seinen schönsten Engel auf Erden schickt, um in einem Hotel zu arbeiten“. Er hat die Worte noch nicht ausgesprochen, da dreht er sich schon zu mir und zwinkert so offensichtlich mit dem Auge, dass ich Sorge um seine Sehkraft bekomme. Ich hätte das auch so verstanden, da bedurfte es nicht noch des Daumen-nach-Oben Zeichens, dass er mir ca. 1 Minuten zuwinkt.
    Derart mit dem Triumph der eigenen Genialität beschäftigt bemerkt dreschen nicht, dass die junge Dame von einem jungen Herrn verdrängt wurde, der dem Namensschild nach irgendwie mit ihr verwandt sein muss - ich tippe auf den Ehemann.
    dreschen im Poesierausch schließt die Augen und dreht sich zurück zum Tresen und fragt, ob es denn sein Engel ein Zimmer für ihn hätte, das ein wenig mehr Platz bietet.
    dreschen reißt die Augen verwundert auf, als die Bassbariton Stimme sagt, dass Hotel total überbucht sei und er nur Zimmer 00001 haben könne.
    Ich warte noch, bis ich meinen Triumph auskoste und schlage dreschen vor, dass wir zuerst in sein Zimmer gehen. Das „Zimmer“ ist der gelungene Versuch, ein Bett und ein Badezimmer auf weniger als 8 m² unterzubringen. Das Zimmer liegt gegenüber vom Aufzug und der Eismaschine und dem Geruch nach über einer Friteuse.
    „Tolles Zimmer“ sage ich zu dreschen und verabschiede mich vorerst, um mein Zimmer zu begutachten. Mein Zimmer ist der falsche Ausdruck, Meine Etage wäre wohl treffender. Ich lese an der Tür, dass es sich um die Präsidenten Suite handelt und zähle drei Schlafzimmer und 4 Badezimmer - auf der unteren Etage.
    Hier wäre mehr als reichlich Platz für dreschen, aber ich möchte ihm den Umzugsstress ersparen und lade ihn erstmal nicht zu mir ein. Als wir uns in der Lobby treffen, beantworte ich seine Frage nach meinem Zimmer mit „OK“ und freue mich jetzt schon auf seinen Gesichtsausdruck, wenn ich ihm am letzten Tag mein „Zimmer“ zeigen werde. Für den Moment ist es mir aber wichtiger, dass wir endlich mal etwas zu trinken bekommen.

    Kapitel 10 - Die erste Nacht

    Als ich wieder zu mir komme, weiß ich weder, wer ich bin, noch wo ich bin.
    Ich fühle mich wie ein PC, der sehr langsam bootet und nehme die Reize meiner Umwelt nur sehr schwach war, so als wäre ich mit einer dicken Wachsschicht überzogen. Meine Augen sind verklebt und ich wage es nicht sie zu öffnen, denn ich fürchte, dass ich feststellen könnte, dass ich im Bett zwischen Siegfried und Roy liegen könnte.
    Gleichzeitig konkurrieren meine Kopfschmerzen und mein Sodbrennen um meine Aufmerksamkeit und ich atme flach, um meinen Kreislauf nicht zu sehr zu belasten.
    Bei jedem Ausatmen brennen mir die noch immer geschlossenen Augen von den Schwaden reinen Alkohols.
    Ich rechne mit dem Schlimmsten, als ich schließlich die Augen öffne. Es dauert einige Zeit, bis ich die Schatten im dunklen Zimmer erkenne. Alles scheint aufgeräumt zu sein und wider meinen Befürchtungen bin ich allein - kein Siegfried, kein Roy und auch keine Tiger.
    Ich brauche ca. 2 Stunde, um mich frisch zu machen und mir Jeans und T-Shirt anzuziehen, dann mache ich mich auf, um dreschen zu suchen. Ich bin mehr als überrascht, als er mir frisch und fröhlich die Tür seiner Kammer öffnet. dreschen sieht aus, als hätte er gerade 4 Wochen auf der Beauty Farm verbracht und er spricht sehr, sehr laut. Ich schaffe es nicht, ihm eine Frage bezüglich letzter Nacht zu stellen, denn er zerrt mich hektisch aus dem Hotel in die pralle Sonne. Ich bin mir sicher, dass Rauch von meiner Haut aufsteigt, komme aber nicht dazu, mich vom Leben zu verabschieden, denn schon sitze ich mit dreschen in einer Mischung aus Diner und Spielcasino und eine sehr sehr blonde Kellnerin fragt irgendetwas und dreschen antwortet. Er redet sehr viel und ich nehme nur Wortfetzen war. Er erzählt mir, dass ich schon nach den ersten 10 Tequilla und 20 Bieren blau gewesen sei, wohingegen er dann erst so richtig aufgedreht habe. Ich widerspreche nicht, denn ich habe überhaupt keine Erinnerung an die vergangene Nacht. dreschen erzählt mir, wie der ganze Club (welcher Club?) unsere Freunde geworden seien, da wir sie ja alle eingeladen hatten. Eingeladen?
    Jaja, sagt dreschen, die Karte habe sich schon ausgezahlt. Uff!
    In dem Moment flackert ein Bild durch meinen Kopf. Ich sehe dreschen, wie er auf die Bühne geht, die Burleske Tänzerin aus dem mannshohen Champagner-Glas vertreibt und eine Armee von Kellnern mit Roederer Cristal Flaschen folgt und ihm sein Bad bereitet. Als nächstes erscheint das Bild, wie hunderte von Leuten in dem Club auf dreschens Kommando einen Schnapps trinken und „Prost“ rufen. Ich will gerade nach einer genauen Chronologie fragen, als plötzlich der Herr mit dem Toupet vom Flughafen neben uns steht und bittet, Platz nehmen zu dürfen.
    dreschen ist offensichtlich begeister davon, einen weiteren Zuhörer für seine Abenteuer und meine Niederlagen zu haben und lädt den Herrn ein, sich zu setzen. Der Mann räusper sich und sagt, dass er mit uns über den Gewinn sprechen müsse. Die Karte sei eigentlich nur ein symbolischer Gewinn gewesen und sie hätten nie damit gerechnet, dass jemand die Karte und nicht die Corvette nimmt. „Welche Corvette“ fragt dreschen, aber ich bestelle schnell zwei Bier, um ihn abzulenken, was selbstverständlich gelingt. Der Toupetträger sagt weiter, dass wir gestern den Gegenwert eines Aston Martin in diesem Club auf die Karte haben buchen lassen und dass sie sich gezwungen sähen, die Bedingungen zu ändern (woher kommt mir das bloß bekannt vor?) und dass wir nun die letzte Möglichkeit hätten, die Corvette zu nehmen und die Karte zurück zu geben, oder wir würden gar nichts bekommen.
    dreschen will sich gerade weigern, sein bestes Stück auszuhändigen, als ich ihm zuflüstere, dass die Mädels hier alle auf Corvette abfahren. dreschen bekommt einen verträumten Blick und ich nutze die Gelegenheit, um die Karte gegen den Autoschlüssel einzutauschen. Als dreschen wieder aus seinem Tagtraum erwacht ist der Mann zusammen mit der Karte bereits verschwunden. dreschens Augen füllen sich mit Wasser, als er begreift, was ich gerade gemacht habe, aber bevor die Verzweiflung aus ihm herausbrechen kann, stellt die Kellnerin die beiden Biere auf den Tisch und dreschens Miene hellt sich auf und er prostet mir begeistert zu.
    Ich stecke dreschen den Schlüssel in die Hemdtasche und schlage vor, dass wir endlich mal ein Casino besuchen sollten, wozu dreschen bereit ist, nachdem ich ihm erzähle, dass es dort kostenlose Drinks gibt.
    Let’s roll the dice!


    Anmerkung:
    Das von Maria am 07.03.2010 abgegebene "Danke" bezog sich auf diesen Text:
    die Reise beginnt
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von HighHopes (20.03.2010 um 23:06 Uhr)
    dreschen, hlewen, Robstar und 7 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  4. #4
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    unerwartete Hindernisse
    dreschen, Robstar, Mantegna und 1 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
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    nochmal gut gegangen


    wirklich?
    dreschen sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #6
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    Nein Officer, diesen dreschen kenne ich nicht und ich weiß wirklich nicht, wo der Tiger ist
    NCC1701DATA, skywalkerLAX, EVITA und 1 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  7. #7
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    Ok, ich unterschreibe hier, dass ich nie wieder versuche werde, in ihr Land einzureisen, aber nur, wenn ich mein dreschen zurück bekommen - in eiem Stück!

    Dank der lieben Krypta muss ich das nun hierhin verschieben:

    Was sol das heißen, Sie ziehen meinen Pass ein.
    Was für diplomatische Komplikationen?
    Nein, ich habe nichts zu verzollen.
    Das ist dreschen, der Alkohol ist fest mit ihm verbunden, den muss ich nicht versteuern.
    Nein, ich weiß nicht, was in dem Koffer ist, den hat mir eine junge Frau mitgegeben.
    Nein, ich möchte nicht meinen Anwalt anrufen, aber ich möchte eben noch dem Forum mitteilen, wie es ausgegangen ....
    Geändert von HighHopes (06.03.2010 um 23:29 Uhr)

  8. #8
    Erfahrenes Mitglied Avatar von krypta
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    Nur um die Vorfreude mit Euch zu teilen, darf man erfahren wohin des Weges?

    If less is more I prefer nothing!

  9. #9
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    Arrrgh, kannst Du denn nicht warten Weib
    Maria sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #10
    El_Duderito
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    Sehr schoene Idee! Bisher trifft die Beschreibung auf den Besuch einer Brauerei. Koennt Ihr vielleicht ein Urlaubsphoto vorab posten, so dass wir uns ein Bild vom Ziel machen koennen?

  11. #11
    Erfahrenes Mitglied Avatar von krypta
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    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    Arrrgh, kannst Du denn nicht warten Weib
    Nöööö, mein Männeken!

    If less is more I prefer nothing!

  12. #12
    Gründungsmitglied Avatar von mumielein
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    Reisekumpel dreschen hat mich eben angerufen, nur um mir für teures Geld mitzuteilen, wie sehr er sich auf diese Reise freut.

  13. #13
    Erfahrener Killepitscher Avatar von HighHopes
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    Zitat Zitat von mumielein Beitrag anzeigen
    Reisekumpel dreschen hat mich eben angerufen, nur um mir für teures Geld mitzuteilen, wie sehr er sich auf diese Reise freut.
    Könnte sein, dass sich das mit dem Reisekumpel erledigt hat.
    Ich lasse gerade überprüfen, ob kitty1110 wirklich diese 10 Schwestern hat und ob sie bereit wären, sich allesamt auf den dann frei werdenden Sitz von dreschen (neben mir) zu zwängen.

    Seit mir dieser herumreisende Heiler die Tinktur gegen Warzen, Blasenschäche und Haaraufall veraufte und ich seither warzenfreien, aber behaarte Fußsohlen habe, bin ich etwas skeptischer gegenüber zu verlockenden Versprechungen geworden.
    Maria und kitty1110 sagen Danke für diesen Beitrag.

  14. #14
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    Zitat Zitat von El_Duderito Beitrag anzeigen
    Sehr schoene Idee! Bisher trifft die Beschreibung auf den Besuch einer Brauerei. Koennt Ihr vielleicht ein Urlaubsphoto vorab posten, so dass wir uns ein Bild vom Ziel machen koennen?
    Naja, hättest Du während des letzten Jahres besser aufgepasst, wüsstes Du, dass dreschen und mein Photo am Eingang einer jeden Brauerei in Deutschland mit dem Hinweis hängen, sollte einer von uns Einlass begehren, nicht der Werkschutz, sondern die GSG 10 (besser als 9) zu rufen und sofort die Produktion zu stoppen sei.

  15. #15
    rcs
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    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    Könnte sein, dass sich das mit dem Reisekumpel erledigt hat.
    Ich lasse gerade überprüfen, ob kitty1110 wirklich diese 10 Schwestern hat und ob sie bereit wären, sich allesamt auf den dann frei werdenden Sitz von dreschen (neben mir) zu zwängen.
    Pass auf, am Ende bleibst Du unfreiwillig stehen, weil alle möglichen HONs kurzfristig noch von Ihrer Buchungsgarantie Gebrauch machen!

  16. #16
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    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    Könnte sein, dass sich das mit dem Reisekumpel erledigt hat.
    Ich lasse gerade überprüfen, ob kitty1110 wirklich diese 10 Schwestern hat und ob sie bereit wären, sich allesamt auf den dann frei werdenden Sitz von dreschen (neben mir) zu zwängen.

    Seit mir dieser herumreisende Heiler die Tinktur gegen Warzen, Blasenschäche und Haaraufall veraufte und ich seither warzenfreien, aber behaarte Fußsohlen habe, bin ich etwas skeptischer gegenüber zu verlockenden Versprechungen geworden.
    Polinnen sind doch alle Schwestern im Geiste
    Dass alle 10 in den Sitz passen (selbst in F), wage ich zu bezweifeln, aber die Damen lassen sich sicherlich gut stapeln. Ansonsten passen bestimmt (gelenkig wie sie sind) mindestens zwei in einen der teuren Rimowa-Vielflieger-Koffer oder - wie eine sehr seriöse "Zeitung" veranschaulicht - in den overhead locker (ein paar Bilder weiterblättern)

    Aber hey, du kannst doch dreschen nicht ausschliessen! Wäre schliesslich genug für euch beide da...Und Vorsicht vor den Stewardessen! Die könnten denken, ihr versucht sie mit Absicht eifersüchtig zu machen/zu beeindrucken...nicht dass es dann wieder einen bösen offenen Brief gibt

    Von wem hast du denn diese ominöse Hobbitfuß-Tinktur erworben? Gandalf? Gollum?? Echt schlimm, man kann heute weder alten Männern mit weißem Bart und langem Stock noch schizophrenen, nicht allzu gesund aussehenden Sumpfgestalten trauen...Grausam diese Welt!
    Nichts ist schlimmer, als dass mich die Normalen für eine von ihnen halten!

  17. #17
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    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    ...
    Die Mängelliste, die ich Herrn Meierhofer nach der Reise schicken werde, ist schon nach den ersten 5 Minuten erschrecken lang.

    ...
    Widerwillig zwänge ich mir das furchtbare Warsteiner herunter und mache wieder eine Notiz für meinen Brief an Herrn Meierhofer.
    ...
    Sieht aus, als müßte die Düsseldorf-Frankfurter Tabelle in großen Teilen neu geschrieben werden muss ...
    Es gibt für alles ein App. Die Meilen sind das Ziel. Wir alle sind Berliner.

  18. #18
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    Zitat Zitat von MLang2 Beitrag anzeigen
    Dürfte ein verkaufter Zwischenstopp sein. SIN-CGK oder so.
    Damit kommst Du aber nicht in die FCL in FRA.....
    Schade, ich sammle doch schon im ganzen Bekanntenkreis die Tupperwareboxen ein....

  19. #19
    tosc
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    Die Geschichte hat zwei Haken, die mich glauben lassen, dass die Reise doch schon vor einiger Zeit stattgefunden hat ...

    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    Das könnte ich auch hier, beweist mir mein Nachbar Günther Kowalski, der mit der einen Hand seine Brieftauben füttert und in der anderen Hand eine Flasche Export hält. Der Mann weiß, wie man einen guten Tag beginnt.
    Punkt 1: Export trinkt doch seit Jahrzehnten selbst im Pott niemand mehr.

    Zitat Zitat von HighHopes Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist mir so früh am Morgen gar nicht nach Bier, aber es hilft ja nichts, denn in eine Stunde werde ich dreschen treffen und dann habe ich eh keine Wahl mehr. Besser, ich mache mich schon mal war und so zapfe ich mir ein frisches Altbier.
    Punkt 2: Exakt das habe ich an gleicher Stelle in DUS erst im Dezember erlebt (gut, war nur die C-Lounge ...) ... morgens ca. null neun hundert, der nette Herr brauchte dann auch seine 2-3 Stück ...

  20. #20
    rcs
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    Zitat Zitat von tosc Beitrag anzeigen
    Die Geschichte hat zwei Haken, die mich glauben lassen, dass die Reise doch schon vor einiger Zeit stattgefunden hat ...
    Mir sind Details bekannt, aber diese unterliegen quasi der berufsständischen Schweigepflicht.

    Aber: die Reise wird erst noch stattfinden (vorausgesetzt, die Jungs schaffen es von Galtür wieder zurück ins Flachland )

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