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Thema: Kompensationszahlung Non-EU Airline bei Abflug ab EU Airport mit Zwischenlandung in Non-EU

  1. #1
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    Standard Kompensationszahlung Non-EU Airline bei Abflug ab EU Airport mit Zwischenlandung in Non-EU

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    Hi, bin mit einer Non-EU Airline ab einem EU Airport abgeflogen. Der Anschlussflug (auf einem Ticket gebucht) hatte 4 Std. Verspätung. Habe die Airline bereits auf das Urteil ECLI:EU:C:2018:361 (31 May 2018) aufmerksam gemacht. Diese weigert sich aber die 600 € zu zahlen, weil der Anschlussflug ab einem Non-EU Airport war. Die bekannten Portale will ich nicht einschalten, da diese 30-50% (in unserem Fall 360-600 €) kassieren. Was wäre der nächste Schritt? Bei einem lokalen Gericht Klage einreichen? Ist der Gerichtsstand egal? Merci

  2. #2
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    Warum alles so mysteriös, nenn doch einfach mal dein Routing und die Airline in Frage...
    planesandstuff sagt Danke für diesen Beitrag.

  3. #3
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    ahso... dachte interessiert sowieso nicht; also AMS - NBO - SEZ; Airline war KQ; Verspätung hatte der NBO-SEZ; gebucht hatte ich AMS-SEZ

  4. #4
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    Was soll den mit "Lokaler" Gerichtsstand gemeint sein?

    Der Gerichtsstand ist natürlich nicht egal dieser ergibt sich aus mehreren Faktoren, wie z.B. durch vertraglicher Vereinbarung, oder dem Erfüllungsort, Sitz des Gegners

    In Betracht kommt in diesem Fall Amsterdam als Abflugort der Reise.

  5. #5
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    also müsste ich in NL die Klage einreichen? Dann doch lieber über die bekannten Portale

  6. #6
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    Moin.

    Evtl noch einmal an KQ wenden? Der EuGH hat in der Sache schon einmal (und klar) pro Passagier entschieden. Siehe hier:

    https://www.spiegel.de/reise/aktuell...a-1210502.html

    Edit: Aktenzeichen Az. C-537/17 (vom 31.05.2018)
    darksideofx sagt Danke für diesen Beitrag.

  7. #7
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    Zitat Zitat von alexd85 Beitrag anzeigen
    also müsste ich in NL die Klage einreichen? Dann doch lieber über die bekannten Portale
    Ja, es ist zumindest kein Grund ersichtlich wie ein deutscher Gerichtsstand begründet werden soll.

    Allerdings könnte man es bei der niederländischen Schlichtungsstelle versuchen, bevor man zu einem Dienstleister rennt, für drei meiner Kollegen die mit TuiFly NL nach BON geflogen sind wurde die Sache vor etwa zwei Jahren gut gelöst hat bestimmt 9 Monate gedauert hat aber funktioniert.

  8. #8
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    Ich würde mir das Geld über die Dienstleister holen.
    Anne sagt Danke für diesen Beitrag.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Rambuster Beitrag anzeigen
    Ich würde mir das Geld über die Dienstleister holen.
    Warum wenn auch die Schlichtung funktioniert?
    Im übrigen ist auch die Wahrscheinlichkeit groß dass der Dienstleister den Fall nicht übernimmt bzw. später aufgibt weil man eben doch etwas dafür tun müsste.

  10. #10
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    Zitat Zitat von alinakl Beitrag anzeigen
    Warum wenn auch die Schlichtung funktioniert?
    Im übrigen ist auch die Wahrscheinlichkeit groß dass der Dienstleister den Fall nicht übernimmt bzw. später aufgibt weil man eben doch etwas dafür tun müsste.

    hast du einen Link zu von dieser Schlichtungsstelle?

  11. #11

  12. #12
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    Das Bundesjustizamt?

  13. #13
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    M. E. steht Dir keine Kompensation zu, weil der in der EU abgehende Flug nicht betroffen war.
    Wäre das erste Leg verspätet und Du hättest deshalb den zweiten Flug verpasst, dann wäre das eine andere Sache.
    umsteiger sagt Danke für diesen Beitrag.

  14. #14
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    Will ja nicht den Spielverderber geben, aber ich fürchte, dass C-537/17 allgemein falsch verstanden wurde.

    Auch von manchen Gerichten. Das ist sicher die Chance des TO.

    Aber Ansprüche aus der EU-VO 261/2004 hat er wohl keine.
    "Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig."

    Campino

  15. #15
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    Zitat Zitat von alexd85 Beitrag anzeigen
    hast du einen Link zu von dieser Schlichtungsstelle?
    Es ist natürlich die niederländische Schlichtungsstelle, einen Link habe im Moment nicht aber ich kann meinen niederländischen Kontakt auf Curacao danach fragen denn mit dem habe ich den Fall abgewickelt.

  16. #16
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    Zitat Zitat von umsteiger Beitrag anzeigen
    Will ja nicht den Spielverderber geben, aber ich fürchte, dass C-537/17 allgemein falsch verstanden wurde.

    Auch von manchen Gerichten. Das ist sicher die Chance des TO.

    Aber Ansprüche aus der EU-VO 261/2004 hat er wohl keine.
    Aber die VO sieht doch immer alle Segmente einer Buchung als einen gesamten Flug?

    Eine solche Gesamtheit liegt vor, wenn zwei oder mehrere Flüge Gegenstand einer einzigen Buchung waren, so wie in der Rechtssache Folkerts (Urteil vom 26. Februar 2013, C‑11/11, EU:C:2013:106, Rn. 16).

    Wenn man dieser Sicht folgt kommt man zu Ergebnis, das eben entscheidend ist ob die grundsätzliche Anwendbarkeit der EU VO gegeben ist, was hier aber eindeutig der Fall ist.

    Der Pax ist in A gestartet und am Ende in Z mit erheblicher Verspätung angekommen, dabei ist es doch egal ob er noch in B, K oder auch Y zwischen gelandet ist, zumindest wenn es sich in allen Fällen um die selbe Fluggesellschaft handelt.



  17. #17
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    Fürchte, man muss tatsächlich bei jedem Segment schauen, ob die EU-VO zur Anwendung kommt.

    Dann kam C-537/17, das aus irgendeinem Grund so aufgefasst wurde, als sei die VO auch außerhalb des eigentlichen Geltungsbereichs anwendbar, wenn das ursprüngliche Segment denn Ex-EU ist.

    Dabei gibt der Fall das gar nicht her. Dort war, wenn ich nicht irre, das erste Segment verspätet. Verpasst wurde dann der Anschlussflug außerhalb der Gemeinschaft. Im Grunde hatte der EuGH die Rechtslage also schon geklärt, was vermutlich auch der Grund ist, warum C-537/17 dermaßen knapp abgefasst ist.

    Hier liegt der Fall aber anders, weil ja der Zubringer ex EU pünktlich war, jedenfalls nichts mit dem Zeitverlust am Endziel zu tun hat.
    darksideofx sagt Danke für diesen Beitrag.
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    Campino

  18. #18
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    Natürlich wäre der Fall klarer, wenn die Ursache für die Verspätung im ersten Segment liegen würde.
    Aber dieser Sachverhalt ist durchaus ebenfall eine Klärung wert.

    Aber wenn man eben wirklich von der Gesamtheit ausgeht kommt es darauf an ob die VO grundsätzlich anwendbar ist.

    Zur Theorie der Gesamtheit passt aber eben auch, dass es irrelevant ist wenn die Flüge mit Zwischenlandungen anulliert wurden, solange das Endziel noch rechtzeitig erreicht wird.
    alexd85 sagt Danke für diesen Beitrag.

  19. #19
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    Nur sind die relevanten Fragen, insbesondere auch der Flug-Begriff, aus meiner Sicht schon abschließend geklärt.

    Deswegen war die v. TO genannte Entscheidung auch so überraschend. Lies die mal unter der Prämisse, dass es um den Anwendungsbereich der VO bei Segementen außerhalb der EU-VO gar nicht geht!

    Und mal ehrlich: Es macht doch auch gar kein Sinn, davon auszugehen, dass die EU-VO 261/2004 auf NBO-SEZ anwendbar sein könnte. Soll man denn wirklich annehmen, dass eine Fluggesellschaft wie KQ auf dieser Segmente Zettel austeilt, auf denen die Rechtslage in der EU erklärt wird...?
    berlinet sagt Danke für diesen Beitrag.
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    Campino

  20. #20
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    Zitat Zitat von umsteiger Beitrag anzeigen
    Und mal ehrlich: Es macht doch auch gar kein Sinn, davon auszugehen, dass die EU-VO 261/2004 auf NBO-SEZ anwendbar sein könnte. Soll man denn wirklich annehmen, dass eine Fluggesellschaft wie KQ auf dieser Segmente Zettel austeilt, auf denen die Rechtslage in der EU erklärt wird...?
    Es macht eben nur dann Sinn wenn KQ vorher auch den Flug aus AMS verkauft hat.

    Aber wenn man jedes Segment einzeln betrachtet, warum ist es dann egal wie der Fluggast von Start zum Endziel kommt, denn es herscht ja die Meinung dass es keinen Anspruch auslöst wenn die Zwischenlandung in C geändert oder ganz ausfällt, weil es ja nur auf die Beförderung vom Start zum Endziel ankommt.

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