Winterreifen bei Mietwagen / Winterreifen im Sommer

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flysurfer

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06.03.2009
26.001
43
www.vielfliegertreff.de
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Bislang hatte ich eigentlich eher positive Erfahrungen mit Sixt gemacht. Dies hat sich gestern nun schlagartig geändert. Habe einen Mercedes E220 bekommen und mich gewundert, dass dieser bei 210 KMH abriegelte, bis ich beim betrachten der Reifen feststellte, dass es sich wirklich um Winterreifen (im AUGUST) handelt. Ist das nun die Reaktion von Sixt auf die Winterreifenpflicht, dass man diese nun ganzjährig verwendet???

Das ist doch ganz normal, Europcar hat auf fast allen Autos immer Winterreifen drauf. Es wird ja auch bald wieder Winter, die Reifen wechselt kein Vermieter. In 3 Monaten bis du dankbar, wenn auf dieser E Klasse Winterreifen drauf sind.

Das Abregeln kann man übrigens ausschalten.

//Moderationshinweis von MichaelFFM
Habe zur besseren Verständlichkeit das Zitat eingefügt und die Diskussion zu Winterreifen in einen neuen Thread ausgelagert. //
 
Moderiert:

HHChristian

Erfahrenes Mitglied
Das ist doch ganz normal, Europcar hat auf fast allen Autos immer Winterreifen drauf. Es wird ja auch bald wieder Winter, die Reifen wechselt kein Vermieter. In 3 Monaten bis du dankbar, wenn auf dieser E Klasse Winterreifen drauf sind.

Das Abregeln kann man übrigens ausschalten.

Naja, natürlich bin ich im Winter dankbar, aber im Sommer eben nicht. Auch wenn ich das aus Vermietersicht mit Wohlwollen z.T. nachvollziehen könnte, finde ich es aus Sicherheitsgesichtspunkten schon etwas fahrlässig - das Ausschlaten der Limits übrigens noch viel mehr. ;-)
 

flysurfer

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06.03.2009
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Winterreifen sind nicht unsicher, das Limit kann man auch locker überschreiten, das bringt dann nur mehr Abnutzung, deshakb gibt es das Limit. Aber die Abnutzung kann dir ja egal sein. Ein 210er Reifen packt auch 250. Ob das allerdings auch eine kleine E Klasse packt, ist die eigentliche Frage.
 

Timberwolf

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08.06.2009
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AMS/RTM
Der ADAC schreibt natürlich gerne, was die Reifenindustrie lesen möchte - irgendwie muss man ja den Leuten eintrichtern, dass Winterreifen im Sommer eine Katastrophe sind...
 
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MichaelFFM

Hertz-loses Mitglied
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Eigentlich funktioniert das mit der Winterreifenlüge genau anders herum.

Irgendwann hat ein schlauer und von der Reifenindustrie gut 'gebriefter' Redakteur vom ADAC behauptet, dass man ab +7.0 Celcius nur noch mit Winterreifen fahren sollte.
Ein anderes Fachblatt (war es AutoBild oder Auto Motor Sport) widerlegte diese Aussage mit einigen Tests und Messungen.
Tatsächlich weisen WR oft einen längeren Bremsweg auf Näasse aus als Sommerreifen.
Deshalb kann die 7,0 Grad Empfehlung nicht richtig sein. Gerade in der Übergangszeit regnet es oft, da ist man mit Sommerreifen besser 'dran.

Sixt und die anderen flotten jetzt Autos mit WR ein, da sich diese nach der geplanten Laufzeit bzw. nach Ausflottung im November oder Dezember besser vermarkten lassen.
Die Käufer dieser Autos sind dabei allerdings nicht gut beraten (Wer kauft schon einen Mietwagen), da hohe Temperaturen und trockene Luft den Pneus überhaupt nicht gut bekommen.
Die weichere Gummimischung trocknet im Sommer schneller aus.
 
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Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
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MUC
Bislang hatte ich eigentlich eher positive Erfahrungen mit Sixt gemacht. Dies hat sich gestern nun schlagartig geändert. Habe einen Mercedes E220 bekommen und mich gewundert, dass dieser bei 210 KMH abriegelte, bis ich beim betrachten der Reifen feststellte, dass es sich wirklich um Winterreifen (im AUGUST) handelt. Ist das nun die Reaktion von Sixt auf die Winterreifenpflicht, dass man diese nun ganzjährig verwendet???

Das ist inzwischen ganz normal. Ganzjahresreifen sind auch üblich.

Sixt kauft die Karren und verschachert sie nach einiger Zeit wieder. Da wird keine Inspektion gemacht, kein Ölwechsel, keine anderen Reifen, denn das alles kostet.
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
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MUC
Winterreifen sind nicht unsicher, das Limit kann man auch locker überschreiten, das bringt dann nur mehr Abnutzung, deshakb gibt es das Limit. Aber die Abnutzung kann dir ja egal sein. Ein 210er Reifen packt auch 250. Ob das allerdings auch eine kleine E Klasse packt, ist die eigentliche Frage.

Das ist nicht richtig. Die Geschwindigkeitsklassen gibt es nicht zum Spaß, denke an Reibungshitze und so weiter. Aber fahr gerne ständig deinen 210er-Reifen mit 250, und denk an meine Worte, wenn er sich im unpassendsten aller Momente zerlegt.
 

flysurfer

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06.03.2009
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Das ist nicht richtig. Die Geschwindigkeitsklassen gibt es nicht zum Spaß, denke an Reibungshitze und so weiter. Aber fahr gerne ständig deinen 210er-Reifen mit 250, und denk an meine Worte, wenn er sich im unpassendsten aller Momente zerlegt.

OMG, think of the children!

So haben sie nach 9/11 auch auf FT rumgeredet, wenn es einer wagte, vorzuschlagen, doch vielleicht wieder Metallbesteck an Bord zu erlauben.

Und man liest ja auch immer wieder von brennenden oder sich bei hohem Tempo zerlegenden Winterreifen, gerade an Mietwagen im Sommer. Das kommt ständig vor, das ist ein ernsthaftes Problem! Wir brauchen dringend fest einprogrammierte Tempolimits in Mietwagen, better safe than sorry! :)
 
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nhobalu

Forumskater
18.10.2010
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im Paralleluniversum
OMG, think of the children!

So haben sie nach 9/11 auch auf FT rumgeredet, wenn es einer wagte, vorzuschlagen, doch vielleicht wieder Metallbesteck an Bord zu erlauben.

Und man liest ja auch immer wieder von brennenden oder sich bei hohem Tempo zerlegenden Winterreifen, gerade an Mietwagen im Sommer. Das kommt ständig vor, das ist ein ernsthaftes Problem! Wir brauchen dringend fest einprogrammierte Tempolimits in Mietwagen, better safe than sorry! :)


ich denke, niemand will Dich bekehren, mit einem Auto - egal ob Mietwagen oder sonst ein Auto - in einem Umfeld, in dem es motoren- und fahrtechnisch möglich ist, so schnell zu fahren, wie Du es für Dich für richtig hältst.

Sollte aber etwas passieren und sollte eine Versicherung auch nur ansatzweise die Ursache darin begründen können, dass Du mit Reifen (ob nun Winter oder Sommer) schneller gefahren bist als es die Zulassung der Reifen vorsieht, dann bist Du der Dumme. Denn dann freut sich die Versicherung den Schaden (zumindest teilweise) wieder von Dir zurückzuholen (bei Haftpflicht) oder erst gar nicht zu zahlen (bei Kasko).

Enjoy Driving! Especially in a E63... :)
 

MichaelFFM

Hertz-loses Mitglied
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Ganz umsonst gibt es den Geschwindigkeitsindex nicht. Irgendwann ist bestimmt Schluss.
Allerdings gibt es bei Reifen ja noch eine andere wichtige Grösse, den Tragfähigkeitsindex.
Um also tatsächlich an die Grenze eines 210 km/h Reifens zu kommen, müsste man die oben genannte E-Klasse bis unter das Dach und über das zulässige Gesamtgewicht hinaus beladen.
Bis halt die Traglastgrenze der Reifen erreicht ist - das wären mindestens 2,5 Tonnen. ( Im Regelfall zwischen 690 und 770 kg pro Rad bei einer E-Klasse).
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
3.770
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MUC
Sollte aber etwas passieren und sollte eine Versicherung auch nur ansatzweise die Ursache darin begründen können, dass Du mit Reifen (ob nun Winter oder Sommer) schneller gefahren bist als es die Zulassung der Reifen vorsieht, dann bist Du der Dumme. Denn dann freut sich die Versicherung den Schaden (zumindest teilweise) wieder von Dir zurückzuholen (bei Haftpflicht) oder erst gar nicht zu zahlen (bei Kasko).

Wenn sich bei 250 Sachen die Lauffläche des nicht für die Geschwindigkeit ausgelegten Reifens verabschiedet, braucht sich flysurfer um irgendwelche Versicherungen vermutlich keine Gedanken mehr machen.

Das ist dann natürlich ganz allein sein Problem (unter der Annahme, dass der folgende filmreife Crash unbeteiligte Dritte unter den Verkehrsteilnehmern unversehrt lässt); hier im Forum jedoch einen derart schwachsinnigen, auf selber ausgedachtem Unwissen basierenden Ratschlag von sich zu geben ("210er-Winterreifen kannst du unbesorgt auf dein schnelleres Fahrzeug ziehen und dann 250 fahren, die nutzen sich nur stärker ab") ist einfach nur grober Unfug und wird hoffentlich von niemandem, der das entsprechende Posting liest, befolgt.
 

flysurfer

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Ganz umsonst gibt es den Geschwindigkeitsindex nicht. Irgendwann ist bestimmt Schluss.

Bei 250 wird ohnehin abgeregelt. Der Verschleiß ist bei weicheren Winterreifen bei hohen Geschwindigkeiten überproportional hoch, deshalb setzen die Hersteller hier im eigenen Interesse Limits, um Beschwerden vorzubeugen. Dass nicht grundsätzlich härtere Reifen eingesetzt werden, liegt wiederum daran, dass weichere auf Schnee besser halten. Härtere sind so gesehen also unsicherer als weichere. Mit modernen Winterreifen auf ein Tempo zu kommen, bei dem die reale Gefahr besteht, dass sich der Reifen zerlegt, ist nahezu unmöglich. Insbesondere nicht mit einem Reifen, der ohnehin schon hart, nämlich bis 210 km/h zugelassen ist. Wir reden ja nicht davon, einen 160 km/h Reifen dauerhaft im Sommer mit 250 km/h zu fahren. Aber selbst das wäre wohl möglich, ohne dass es zu Schäden kommen würde – das Profil wäre dann allerdings schnell abgefahren, und das wiederum wäre im Winter (wo der Mietwagen ja auch noch gefahren werden soll) ausgesprochen unsicher.
 

flysurfer

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Das ist dann natürlich ganz allein sein Problem (unter der Annahme, dass der folgende filmreife Crash unbeteiligte Dritte unter den Verkehrsteilnehmern unversehrt lässt); hier im Forum jedoch einen derart schwachsinnigen, auf selber ausgedachtem Unwissen basierenden Ratschlag von sich zu geben ("210er-Winterreifen kannst du unbesorgt auf dein schnelleres Fahrzeug ziehen und dann 250 fahren, die nutzen sich nur stärker ab") ist einfach nur grober Unfug und wird hoffentlich von niemandem, der das entsprechende Posting liest, befolgt.

Dieser "grobe Unfug" wurde mir übrigens von Reifenhändlern erzählt, die ich explizit auf das Thema Tempolimit angesprochen habe – eben weil ich wissen wollte, auf was sich das angegebene Tempolimit tatsächlich bezieht: auf die Sicherheit (sich zerlegender Reifen) oder auf den Verschleiß. Ich wollte damals nämlich gerne weichere Reifen haben, die im Winter besser halten, trotzdem aber vielleicht auch mal schneller damit fahren. Die Auskunft war eindeutig: Auch mit den weichen Reifen, die mit 160 km/h angegeben waren, kann ich problemlos 190 oder schneller fahren, brauche dann aber deutlich früher neue. Also eine Frage des Geldes, und ob man sich diesen Luxus leisten will.

Dass die Auskunft stimmt, belegt alleine schon die Empirie, denn wie gesagt: Es gibt so gut wie keine Berichte von sich zerlegenden Markenreifen bei hohen Geschwindigkeiten. Wenn man wirklich mal Reifenreste auf der Autobahn sieht, dann stammen sie von Lastern – oder von offensichtlichen Schrottkarren, die durch keinen TÜV gekommen wären. Und da war dann nicht hohe Geschwindigkeit das Problem, sondern die Tatsache, dass man mit uralten, abgefahrenen und wohl mehrfach runderneuerten Reifen unterwegs war.
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
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im Paralleluniversum
Bei 250 wird ohnehin abgeregelt. Der Verschleiß ist bei weicheren Winterreifen bei hohen Geschwindigkeiten überproportional hoch, deshalb setzen die Hersteller hier im eigenen Interesse Limits, um Beschwerden vorzubeugen. Dass nicht grundsätzlich härtere Reifen eingesetzt werden, liegt wiederum daran, dass weichere auf Schnee besser halten. Härtere sind so gesehen also unsicherer als weichere. Mit modernen Winterreifen auf ein Tempo zu kommen, bei dem die reale Gefahr besteht, dass sich der Reifen zerlegt, ist nahezu unmöglich. Insbesondere nicht mit einem Reifen, der ohnehin schon hart, nämlich bis 210 km/h zugelassen ist. Wir reden ja nicht davon, einen 160 km/h Reifen dauerhaft im Sommer mit 250 km/h zu fahren. Aber selbst das wäre wohl möglich, ohne dass es zu Schäden kommen würde – das Profil wäre dann allerdings schnell abgefahren, und das wiederum wäre im Winter (wo der Mietwagen ja auch noch gefahren werden soll) ausgesprochen unsicher.

Nein, es wird nicht immer abgeregelt. Oft greift das erst bei 260 km/h. Ich kann Dir auch mal gerne mein letztes Auto geben, da war erst bei 300 km/h Schluss.

Aber im Endeffekt wäre ich mit einer schriftlich festgehaltenen Äusserung vorsichtig, die anderen Glauben macht, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nur einen vertrieblichen Aspekt haben.

Aber wer bin ich schon....
 
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flysurfer

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06.03.2009
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www.vielfliegertreff.de
Aber im Endeffekt wäre ich mit einer schriftlich festgehaltenen Äusserung vorsichtig, die anderen Glauben macht, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nur einen vertrieblichen Aspekt haben.

Von mir aus schleichen alle mit 160 dahin oder noch besser: Niemand mietet mehr bei Sixt. Dann bleiben dem Rest wieder die schönen Autos. :)

Aber geil ist es ja schon, sich ernsthaft darüber aufzuregen, dass man nicht schneller als 210 fahren "durfte" – und das Ganze dann mit Sicherheitsunterschieden zwischen Sommer- und Winterreifen zu begründen. Als ob Rasen mit 210 nicht grundsätzlich viel unsicherer wäre als mit 130 oder 150 unterwegs zu sein. Wenn kleine Sicherheitsunterschiede (wie der zwischen Sommer- und Winterreifen) also tatsächlich ein relevantes Thema wären, dann wäre man eh nie auf Tempo 210 gekommen.
 
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Marc_HH

Erfahrenes Mitglied
08.07.2010
631
2
BER (TXL)
Dieser "grobe Unfug" wurde mir übrigens von Reifenhändlern erzählt, die ich explizit auf das Thema Tempolimit angesprochen habe – eben weil ich wissen wollte, auf was sich das angegebene Tempolimit tatsächlich bezieht: auf die Sicherheit (sich zerlegender Reifen) oder auf den Verschleiß. Ich wollte damals nämlich gerne weichere Reifen haben, die im Winter besser halten, trotzdem aber vielleicht auch mal schneller damit fahren. Die Auskunft war eindeutig: Auch mit den weichen Reifen, die mit 160 km/h angegeben waren, kann ich problemlos 190 oder schneller fahren, brauche dann aber deutlich früher neue. Also eine Frage des Geldes, und ob man sich diesen Luxus leisten will.

Dass die Auskunft stimmt, belegt alleine schon die Empirie, denn wie gesagt: Es gibt so gut wie keine Berichte von sich zerlegenden Markenreifen bei hohen Geschwindigkeiten. Wenn man wirklich mal Reifenreste auf der Autobahn sieht, dann stammen sie von Lastern – oder von offensichtlichen Schrottkarren, die durch keinen TÜV gekommen wären. Und da war dann nicht hohe Geschwindigkeit das Problem, sondern die Tatsache, dass man mit uralten, abgefahrenen und wohl mehrfach runderneuerten Reifen unterwegs war.

Dann kannst Du im Schadensfall ja die Versicherung an den Reifenhändler verweisen, wenn sie sich das Geld von Dir zurückholen möchte.
 

flysurfer

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Sollte aber etwas passieren und sollte eine Versicherung auch nur ansatzweise die Ursache darin begründen können, dass Du mit Reifen (ob nun Winter oder Sommer) schneller gefahren bist als es die Zulassung der Reifen vorsieht, dann bist Du der Dumme. Denn dann freut sich die Versicherung den Schaden (zumindest teilweise) wieder von Dir zurückzuholen (bei Haftpflicht) oder erst gar nicht zu zahlen (bei Kasko).

Dieses Problem hast du bereits bei jedem Unfall, der mit einem höheren Tempo als der "Richtgeschwindigkeit" 130 km/h passiert. Dann musst du nämlich auch als Unschuldiger nachweisen, dass es zu diesem Unfall auch unausweichlich dann gekommen wäre, wenn du nicht schneller als 130 km/h gefahren wärst. Kannst du diesen Nachweis nicht führen, bekommst du eine Teilschuld, typischerweise von 10-20% – wohlgemerkt dann, wenn du rein vom Verlauf her 0% Schuld trägst.
 

flysurfer

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Dann kannst Du im Schadensfall ja die Versicherung an den Reifenhändler verweisen, wenn sie sich das Geld von Dir zurückholen möchte.

Da jeder Winterreifen bis 130 km/h zugelassen ist, ist dieses Problem in der Praxis nicht relevant. Schon wenn du mit 160 km/h einen Unfall hast, musst du Nachweise führen, dass dein Tempo nicht ursächlich am Unfall beteiligt war, sonst gibt's eine Teilschuld. Als jemand, der mit 180 km/h (Sommerreifen, Allrad, kein Tempolimit) auf der Autobahn unschuldig in einen Unfall verwickelt wurde, kenne ich mich da bestens aus.

Und im übrigen steht es jedem frei, dem Reifenhändler seines Vertrauens oder dem Reisebüro seines Vertrauens zu glauben oder nicht. Wir wissen ja aus eigener Erfahrung, dass das Reisebüro unseres Vertrauens keinen blassen Schimmer von nichts hat und eigentlich nur Krampf erzählt, während die Kompetenzteams der Airlines immer alles wissen und fehlerfrei kommunizieren. Das ist bei guten Reifenherstellern und den Kompetenzteams der Reifenhersteller sicher ganz genauso. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

HHChristian

Erfahrenes Mitglied
Aber geil ist es ja schon, sich ernsthaft darüber aufzuregen, dass man nicht schneller als 210 fahren "durfte" – und das Ganze dann mit Sicherheitsunterschieden zwischen Sommer- und Winterreifen zu begründen. Als ob Rasen mit 210 nicht grundsätzlich viel unsicherer wäre als mit 130 oder 150 unterwegs zu sein. Wenn kleine Sicherheitsunterschiede (wie der zwischen Sommer- und Winterreifen) also tatsächlich ein relevantes Thema wären, dann wäre man eh nie auf Tempo 210 gekommen.

Um hier meinen Standpunkt noch mal kurz klarzustellen. Mir geht es hier nicht um das Rasen sondern um generelle Sicherheitsbedenken. Um noch mal den ungern gesehenen und politisch/lobbyistisch motivierten ADAC zu nennen: "Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 einen zusätzlichen Anhalteweg von bis zu 16 Metern." (ADAC Technik Winterreifen) Die Geschwindigkeit ist da nur ein Aspekt.
 

KaiserPinguin

Erfahrenes Mitglied
20.08.2010
1.442
0
DUS
Ich denke, wieder mal sind die Pauschalaussagen daneben und das differenzierte Denken sollte Einzug halten. ;)

Es sollte Spitzenbelastung und Dauerbelastung getrennt werden. Mal für eine Minute mit einem 210er-Reifen 250 km/h zu fahren ist noch was anderes als ihn eine Stunde ganz überwiegend zwischen 220 km/h und 250+ km/h laufen zu lassen (doch, das geht noch, zumindest auf den Strecken und zu den Zeiten, wo ich unterwegs bin).

Das erstere mache ich auch. Das letztere nicht mehr, seitdem ich sowohl die diversen Dauerlauftests der Autozeitschriften (ich weiß, alles Lobbyisten von irgendwem) bei Übergeschwindigkeiten gesehen und - noch wichtiger - mal länger mit einem Meister aus dem Dauertestbereich des Daimler-Werks Bremen gesprochen habe.

Aber jeder, wie er will...
 
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flysurfer

Gründungsmitglied
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06.03.2009
26.001
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www.vielfliegertreff.de
Um hier meinen Standpunkt noch mal kurz klarzustellen. Mir geht es hier nicht um das Rasen sondern um generelle Sicherheitsbedenken. Um noch mal den ungern gesehenen und politisch/lobbyistisch motivierten ADAC zu nennen: "Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 einen zusätzlichen Anhalteweg von bis zu 16 Metern." (ADAC Technik Winterreifen) Die Geschwindigkeit ist da nur ein Aspekt.

Da solltest du dir beim Bremsweg mal die Unterschiede zwischen einzelnen Automodellen per se angucken, da kommt dir dann das kalte Grausen. Beim Rennen müssen die Reifen ja erstmal auf "Betriebstemperatur" gebracht werden, so gesehen gewinnst du im Sommer womöglich sogar an Sicherheit, wenn du Winterreifen erstmal etwas erhitzt. Die Frage wäre dann auch, ob weichere Winterreifen im Sommer in punkto Bremsweg nicht sogar sicherer sind als harte. Dazu gibt der Artikel leider keine Auskunft.
 

flysurfer

Gründungsmitglied
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06.03.2009
26.001
43
www.vielfliegertreff.de
Ich denke, wieder mal sind die Pauschalaussagen daneben und das differenzierte Denken sollte Einzug halten. ;)

In der Tat, zumal es ja offenbar auch noch auf das Wetter, die Außentemperatur, den Zustand der Fahrbahn und die Härte der Gummimischung ankommt. Hat neben der Geschwindigkeit alles Auswirkungen auf den Bremsweg. Und natürlich auch die Breite der Reifen, der Zustand der Reifen (Restprofil), der Autotyp, der Zustand der Bremsen und die Beladung.
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
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7
MUC
Das erstere mache ich auch. Das letztere nicht mehr, seitdem ich sowohl die diversen Dauerlauftests der Autozeitschriften (ich weiß, alles Lobbyisten von irgendwem) bei Übergeschwindigkeiten gesehen und - noch wichtiger - mal länger mit einem Meister aus dem Dauertestbereich des Daimler-Werks Bremen gesprochen habe.

Ach Quatsch. Mach dir keinen Kopf. Alles Käse, hat der hochkompetente Reifenhändler von flysurfer doch erklärt :rolleyes:
 
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