Ich finde es schade, dass solche Spielereien dazu führen, dass man nicht mehr zwischen wirklicher "Hilfsbereitschaft" und der Angst, abgezockt zu werden, unterscheiden kann, zumindest dies erheblich erschweren.
Wenn ich in ein mir fremdes Land gehe, möchte soweit wie möglich in die lokale Kultur eintauchen, und mir nicht ständig sorgen machen, abgezockt zu werden. Klar kann ich als grundsätzliche Strategie jegliche Interaktion vermeiden um ja nicht abgezockt zu werden, aber das finde ich einfach nur schade.
Bin leider selbst richtig blöd reingefallen, und zwar nach Ankunft am CDG. Ein deutscher Tourist hatte seinen Rückflug nach DE verpasst und musste sich auf eigene Faust ein Ticket nach Europa kaufen, CDG war die billigste Option, dadurch hat er aber sein Limit überschritten und kommt jetzt nicht mehr nach Hause, Botschaft, Kreditkartenfirma helfen nicht. Daraufhin habe ich ihm 70€ gegeben, die ich selbstverständlich nie wiedergesehen habe. Ich habe mich ab meiner eigenen Dummheit im Nachhinein stark geärgert. Ich würde schon von mir behaupten, Manipulationsversuche durchschauen zu können, ich hatte gezögert, ihm die Kohle dann schlussendlich trotzdem gegeben. Die fehlenden Luggage-tags hätten mich aber stutzig machen sollen. Meine Überlegung war, dass so eine "Notsituation" jedem passieren könnte, und was wäre, wenn es mich treffen würde und mir niemand glauben würde? Wie auch immer, ich bin reingefallen, habs abgeschrieben, aber es hat mich leider auch weitaus skeptischer gegenüber Leuten gemacht. Und genau das, finde ich ziemlich schade.