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ITB 2020 abgesagt

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Die Internationale Handwerksmesse in München (11. bis 15. März) will's (noch) durchziehen. Mit der Begründung, die Messe sei "stark national geprägt". Deshalb heißt sie ja auch Internationale Handwerksmesse. ;)

You can’t spell international without national?
 
Ein sehr guter Freund mit einer Mietmöbel Firma für Messen und Großveranstaltungen hat schon einige Mitarbeiter in Urlaub schicken müssen. Die Absagen und die allgemeine Verunsicherung, was Veranstaltungen in größerem Rahmen betrifft, trifft die Branche gerade massiv. Und gerade ITB und die kommende Hannover Messe sind in dem Bereich Geldmaschinen. Bin mal gespannt wieviele kleinere Firmen in dem Zusammenhang die Grätsche machen.

Ich halte es für möglich, dass es zu einer vorübergehenden Lockerung der Insolvenzantragspflicht kommen wird. Sowas gab es 2016 schon einmal, siehe https://www.buzer.de/gesetz/12140/index.htm.
 
Uns hat es schon vor einiger Zeit mit der ChinaPlas erwischt, und eigentlich warten alle darauf das die Interpack und die Drupa abgesagt werden. Die letzten beiden sind insofern tragisch das sie nicht nur die jeweiligen Leitmessen in der Branche sind, sondern auch nur alle 3 Jahre stattfinden. Aber selbst wenn keine Absage kommt, ohne die Italiener und Chinesen auf einer Maschinenbaumesse wird das sehr, sehr leer.
Die Vorbereitungen zwingen die meisten bald eine Entscheidung zu treffen und dann hat man einen Dominoeffekt wenn die grossen Player nicht dabei sind.
 
Ich glaube nicht, dass Firmen für ihre Mitarbeiter nicht stornierbare Raten buchen, das dürfte auch für Messen gelten.

Bei uns gibt es sowas jedenfalls nicht. Unsere Firmenraten sind immer stornierbar. Sind diese nicht mehr verfügbar müssen wir ausweichen, aber immer stornierbare Übernachtungen buchen.

Bei großen Messen musst Du ein Jahr im Voraus buchen um überhaupt das Kontingent zu bekommen. Oft mit 80% Anzahlung bei Buchung.
Da lässt sich nichts stornieren.
 
So ist es. Größere Firmen bei größeren Messen kommen durchaus mit 40 oder 50 Mitarbeitern. Da ist es völlig egal, ob am Ende Hinz oder Kunz im Hotelzimmer übernachtet.

Bei großen Messen auch mal mit 500 Betten.
Wir sind schon gespannt, was mit der Drupa passiert.

Als Nächstes steht bei uns u.a. die ECR European Congress of Radiology 2020 in Wien an.
Mal sehen wer als erstes zuckt.
 
Uns hat es schon vor einiger Zeit mit der ChinaPlas erwischt, und eigentlich warten alle darauf das die Interpack und die Drupa abgesagt werden. Die letzten beiden sind insofern tragisch das sie nicht nur die jeweiligen Leitmessen in der Branche sind, sondern auch nur alle 3 Jahre stattfinden. ....

Sollten sie abgesagt werden, wird man sicher nicht drei Jahre warten.
 
Um mal die Brücke von der ITB zur (Viel-)Fliegerei zu schlagen: Wird interessant zu sehen, ob Airlines sich unter dem "Druck" der Bahn bei unflexiblen Tickets etwas kulant zeigen werden. Die Bahn erstattet alle Tickets, auch unflexible Sparpreise, wenn der "Reisegrund" aus Corona-Gründen wegfällt, d.h. Messe oder "Event" abgesagt werden. Wenn die Airlines sich ganz stur stellen und keinerlei Flexibilität zulassen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass zukünftig bei uns noch weniger Flüge auf (Kurz-/Mittel-)Strecken gebucht werden dürfen, die auch mit der Bahn gemacht werden können.
 
FRA-TXL bei rechtzeitiger Buchung und günstigstem Tarif <100 EUR bei LH, noch günstiger mit U2. Nach Abzug von S&G bleibt ein einstelliger Betrag. Dafür werden weder die Firmenkunden noch die Airlines ein Faß aufmachen.

Und die teuren Tickets sind ja sowieso flex.
 
FRA-TXL bei rechtzeitiger Buchung und günstigstem Tarif <100 EUR bei LH, noch günstiger mit U2. Nach Abzug von S&G bleibt ein einstelliger Betrag. Dafür werden weder die Firmenkunden noch die Airlines ein Faß aufmachen.
Die wenigsten werden nur FRA-TXL fliegen, ich denke z.B. gerade an Aussteller und Teilnehmer aus den USA oder Asien. Zudem sind auch noch weitere Messen und Konferenzen betroffen bzw. werden es noch sein.

Und die teuren Tickets sind ja sowieso flex.
Nicht notwendigerweise, einerseits hast Du solche Späße wie Y Light (als Extrembeispiel), andererseits aber auch diverse nicht flexible bzw. stornierbare Langstreckentickets.
 
Der User Loungepotato sprach von der direkten Konkurrenz durch die Bahn. Das ist bei USA oder Asien eher nicht gegeben... ;)

Das mit Asien und USA ist unbestritten, hätte ich übrigens auch nicht behauptet.

Aber auch nicht alle fliegen FRA-TXL für 99 Euro, v. a. wenn es nur um Termine (z. B. auf der ITB) geht, die lediglich eine Anwesenheit an einem Wochentag erfordern.
 
Es gibt aber auch kleine Firmen und kleine Mittelständler.


Aber auch da ist es egal wer letztlich im Zimmer schläft, und gerade kleine Firmen wissen doch genau wer (welche Positionen) zu einer Messe geschickt wird. Daher wird es da noch unwahrscheinlicher das man den hohen Zuschlag für eine voll flexible Rate bei einer Messe zahlt.
 
Also das Unternehmen, für dass ich tätig bin schickt rund 50-60 Personen auf die ProWein und blockt Kontingente für unsere Kunden. Diese Rate ist nicht so einfach stornierbar, da es sich hier um einen speziell verhandelten Tarif handelt. Prinzipiell ist das aber auch kein Problem - seit Firmengeschichte ist das der erste Fall einer ausgefallenen ProWein. Eine vielleicht 30 % teurere Rate jährlich hinnehmen, wegen einem solch minimalen Risiko? Schwachsinn.
 
Sollten sie abgesagt werden, wird man sicher nicht drei Jahre warten.

Das ist die Gretchenfrage am Ende. Der Messekalender gilt nicht als wirklich flexibel, zudem buchen wir unsere Unterkunft drei Jahre im Voraus. Wenn es auf einmal heisst das im naechsten Jahr eine Ersatz-Interpack stattfindet geht das Geschacher los.
 
Wit stellen auf der Fibo aus, diese wird nun verschoben auf das zweite Halbjahr. Ich bin gespannt wie es sich mit den Kosten der Messedurchführung verhält. Bis dato sprechen wir hier oftmals von Kosten für die Unterkunft bzw. Anreise.

Ich bin gespannt wie es sich verhalten wird mit Kosten für Marketingleistungen zur Messe, Kapazität des Hotels und des Messebauers zum neuen Termin, u.u. kollidiert der neue Termin dann mit einer anderen Messe.

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen werden uns m.E. noch einige Zeit massiv beschäftigen.
 
Ist es nicht vielleicht sowieso an der Zeit, das Marketing mehr auf Online-Angebote umzustellen, z.B. Produktvideos die der Kunde rund um die Uhr abrufen kann, anstatt das Geld in überteuerte Hotelzimmer und temporäre Messestände zu investieren? Man liest doch häufig, dass Besucherzahlen auf Messen rückläufig sind, auch Sicherheitsmaßnahmen werden immer kostspieliger. Ich kann mir schon vorstellen, daß jemand, der hauptsächlich als Aussteller arbeitet, einer solchen Entwicklung nicht unbedingt positiv gegenübersteht, doch ich denke wir werden früher oder später alle die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren bekommen. Ich selbst bin früher auch immer häufig zu Konferenzen oder Fachausstellungen gereist, habe jetzt aber zunehmend auf Webcasts, Firmenwebseiten und Lektüre von Fachliteratur umgestellt, ohne daß ich wirklich etwas vermisse. Im Gegenteil, ich habe die Information zum gewünschten Zeitpunkt und ich knüpfe nur die Kontakte, die ich wirklich möchte. Reisen unternehme ich nun lieber privat, das ist viel entspannter :)
 
... Im Gegenteil, ich habe die Information zum gewünschten Zeitpunkt und ich knüpfe nur die Kontakte, die ich wirklich möchte. Reisen unternehme ich nun lieber privat, das ist viel entspannter :)

Nunja, kommt wohl sehr auf die Branche an. Ich betreue zahlreiche Lieferanten und hier ist eine solche Messe perfekt um mit rund 20-30 Geschäftspartnern sehr günstig die Geschäftsbeziehung zu pflegen. Gleichermaßen nutze ich die Messe um neue Lieferanten ausfindig zu machen - was in einer Industrie mit unzähligen Produzenten und wenigen Nachfragen auf Messen doch sehr gut möglich ist.

Natürlich spreche ich von reinen Fachbesuchermessen. Diese haben definitiv für mich einen Nutzen.
 
Es wird halt sehr stark geprüft woher die Messebesucher kommen. Leipzig hält an der Buchmesse noch fest.

Der Tagesspiegel berichtete heute Nachmittag nochmals, dass an der Leipziger Buchmesse (Stand heute) festgehalten werde. Ist aber mittlerweile eher eine Besucher-/Lesemesse mit lokalem Publikum auf den Veranstaltungen.
 
Die DRUPA findet übrigens nur alle 4 Jahre statt. Nach der letzten gab es die fixe Idee sie auf 3 Jahre umzustellen. Das haben die großen Firmen, die komplette Druckmaschinen aufstellen nicht unterstützt, da Aufwand/Kosten zu hoch. Daher ist man wieder zurück auf 4 Jahre. Zwischen 1990 und 2000 war es sogar ein 5 Jahres Intervall damit man in 2000 auch eine Messe hat. Falls man die wirklich absagt, kann ich mir nicht vorstellen das man die so ohne weiteres im nächsten Jahr machen kann. Bedingt durch Auf-/Abbau der Maschinen braucht man das Messegelände doch einige Zeit. Da fragt sich wieviele Termine da in Frage kommen.
 
Ist es nicht vielleicht sowieso an der Zeit, das Marketing mehr auf Online-Angebote umzustellen, z.B. Produktvideos die der Kunde rund um die Uhr abrufen kann, anstatt das Geld in überteuerte Hotelzimmer und temporäre Messestände zu investieren?
Ich bevorzuge eine Messe bei der ich mich mit meinen alten und möglichen neuen Partnern in Ruhe austauschen kann. Ich konnte bei Lieferanten auch immer wieder neu, spannende Kontakte knüpfen wenn man zum Essen oder Trinken beisammen gesessen ist und ein Dritter dazu kam. Die Onlinegeschichten gehen bei mir immer unter. Die wecken auch nicht so sehr mein Interesse.
 
Die DRUPA findet übrigens nur alle 4 Jahre statt. Nach der letzten gab es die fixe Idee sie auf 3 Jahre umzustellen. Das haben die großen Firmen, die komplette Druckmaschinen aufstellen nicht unterstützt, da Aufwand/Kosten zu hoch. Daher ist man wieder zurück auf 4 Jahre. Zwischen 1990 und 2000 war es sogar ein 5 Jahres Intervall damit man in 2000 auch eine Messe hat. Falls man die wirklich absagt, kann ich mir nicht vorstellen das man die so ohne weiteres im nächsten Jahr machen kann. Bedingt durch Auf-/Abbau der Maschinen braucht man das Messegelände doch einige Zeit. Da fragt sich wieviele Termine da in Frage kommen.

Die DRUPA muss stattfinden, sonst könnte es das Ende für manche Hersteller bedeuten, wenn die Aufträge nicht reinkommen. Zum Glück findet ein Teil der DRUPA auch in Wiesloch statt. Da ist man flexibel und stellt die Maschinen nicht in Düsseldorf auf und holt alle neuen/potentiellen oder alten Kunden nach Wiesloch. Das hat bei der letzten DRUPA schon funktioniert.

Mal sehen, es wird auf jeden Fall spannend und entscheidend werden die nächsten Monate.
 
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