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Flugangst - auch bei Vielfliegern ein Thema?

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Mods, warum merged ihr diesen Thread nicht mit dem anderen Flugangst-Thread?
 
Habe neulich zum ersten mal einen HON mit (latenter) Flugangst kennen gelernt.

Ich dachte mir nur, sollte ich einmal eine Allergie entwickeln, gegen etwas, das zu meiner täglichen Arbeit gehört, dannn würde ich den Job wechseln.

HON ist aber wohl eine Droge, die einen durch manches finsteres Tal trägt ...
 
Sagen wir so, AF447 hat meinen Respekt gegenüber Gewitterwolken auch wieder verstärkt.

Ich gebe zu, gestern über dem Gewitter im Raum LNZ/SZG auch nasse Hände gehabt zu haben, als wir auf FL300 unter Instrumentenflugbedingungen unsere Arabesken geflogen sind, während die Wolkenoberkante weit über uns war.

Der Pilot hat während seiner Ansage aber nicht sehr angespannt gewirkt (habe ich mir zumindest eingeredet ;)).

Das wird sich aber wieder legen. Bin diesen Monat ja bereits 8x geflogen - war dennoch einmal richtig nervös. Zwischen Südamerika und Europa...
 
Ich habe vor sehr vielen Dingen Angst, aber Abstürze zählen nicht dazu.

Was ich mich (vielleicht morbiderweise) oft Frage ist, woran man wohl denkt, wenn man abstürzt.
Ich habe meinen Frieden damit gemacht, dass ich wohl den Ausblick auf die näher kommende Erde genießen werde, in der festen Annahme, dass ich als Einziger den Absturz überlebe.
 
Ich habe vor sehr vielen Dingen Angst, aber Abstürze zählen nicht dazu.

Naja, Angst vor Abstürzen habe ich auch nicht.

Da ich aber einmal in meinem Gewitter "Severe Turbulence" mit allem Pipapo erlebt habe, habe ich seither immer einen höllischen Respekt davor, wenn wir uns einem Cumulonimbus nähern.

Und dass ausgerechnet bei einem kürzlichen Flugzeugabsturz mit extremer Tragweite das Wetter mit im Spiel steht, kann ich momentan einfach nicht ganz ausblenden, wenn ich fliege. Mit Windturbulenz oder bei Schichtwolken habe ich hingegen überhaupt kein Problem. Nie gehabt.

Mein Flug MUC-VIE am Montag habe ich übrigens vollends genossen (dank Exit row, Kaffee und Seat blocking), obwohl das Wetter auch nicht prickelnd war. Es geht also noch :)
 
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Naja, Angst vor Abstürzen habe ich auch nicht.

Da ich aber einmal in meinem Gewitter "Severe Turbulence" mit allem Pipapo erlebt habe, habe ich seither immer einen höllischen Respekt davor, wenn wir uns einem Cumulonimbus nähern.

Und dass ausgerechnet bei einem kürzlichen Flugzeugabsturz mit extremer Tragweite das Wetter mit im Spiel steht, kann ich momentan einfach nicht ganz ausblenden, wenn ich fliege. Mit Windturbulenz oder bei Schichtwolken habe ich hingegen überhaupt kein Problem. Nie gehabt.

Mein Flug MUC-VIE am Montag habe ich übrigens vollends genossen (dank Exit row, Kaffee und Seat blocking), obwohl das Wetter auch nicht prickelnd war. Es geht also noch :)


Sag doch einfach vorne bescheid, die sollen auf FL 510 gehen, da sind sie dann meist drüber und es ist angenehm ruhig.:cool:
 
Seit langer Zeit hab ich mal wieder was zum Thema gefunden, was mir richtig gut gefällt!
Heiraten ist gefährlicher als Fliegen! Alleine in den USA sterben jährlich rund 8.000 Menschen durch die Hand des Ehepartners, während es bei Flugzeugabstürzen weltweit etwa 1.000 sind. :eek:
Hier der ganze Bericht und auch Termine zu Flugangstseminaren:
Psychologe: "Heiraten gefährlicher als Fliegen" | Austrian Wings

Na rorschi? :D
 
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Seite langer Zeit hab ich mal wieder was zum Thema gefunde, was mir richtig gut gefällt!
Heiraten ist gefährlicher als Fliegen! Alleine in den USA sterben jährlich rund 8.000 Menschen durch die Hand des Ehepartners, während es bei Flugzeugabstürzen weltweit etwa 1.000 sind. :eek:
Hier der ganze Bericht und auch Termine zu Flugangstseminaren:
Psychologe: "Heiraten gefährlicher als Fliegen" | Austrian Wings

Na rorschi? :D

Deshalb sage ich ja, never.
 
Ich habe eigentlich keine Angst beim fliegen, ich fliege sogar sehr gerne.
Allerdings habe ich trotzdem manchmal ein komisches Gefühl.
Z.b. fällt mir auf dass in einem Airbus noch im Steigflug deutlich Schub rausgenommen wird, was mir bei einer 737 z.b. noch nie derart aufgefallen ist.
Vor allem im A300 hab ich echt kurz eine Schreck bekommen, weil es sich angefühlt hat als wenn jemand auf die Bremse gestiegen sei :confused:
 
Ich habe eigentlich keine Angst beim fliegen, ich fliege sogar sehr gerne.
Allerdings habe ich trotzdem manchmal ein komisches Gefühl.
Z.b. fällt mir auf dass in einem Airbus noch im Steigflug deutlich Schub rausgenommen wird, was mir bei einer 737 z.b. noch nie derart aufgefallen ist.
Vor allem im A300 hab ich echt kurz eine Schreck bekommen, weil es sich angefühlt hat als wenn jemand auf die Bremse gestiegen sei :confused:

Passiert Dir in jedem großen 2-Strahler. Würdest Du auch nach Erreichen der TRA FLEX stehen lassen, würdest Du bedingt durch den enormen Excess Thrust in kürzester Zeit ein Overspeed Warning bekommen.

Die großen Twins (i.e. Triple7 und Triple3) haben im Falle von all engines operating ein für Viele kaum vorstellbares Maß an Überschußleistung.
 
Kannst du mir noch sagen was TRA und FLEX ist, Danke :idea:

Thrust Reduction Altitude. Typischerweise 1.500 ft AGL. Auf der Höhe reduzierst Du von TOGA / FLEX auf (max) Climb bzw. auf derated Climb.

FLEX ist die Leistungseinstellung zum Start unterhalb von max. Leistung. FLEX wird - salopp gesagt - ausgerechnet ausgehend vom aktuellen Gewicht, Rwy.bedingungen, etc. Gab hier schonmal einen Thread zu diesem Thema, kannst Du mal suchen gehen.
 
Was ich immer komisch finde ist das die DHC-8-400 Dash 8/8Q beim sinkflug immer nochmal irgendwie so nen Schub bekommt. Also erst wird es langsamer und dann kommt so nen schub als wenn es nicht mehr reicht und man doch nochmal Gas geben muss. Da dachte ich erst Upps was ist jetzt los, aber man gewöhnt sich dran. Meine Freundin hat aber Flugangst, deswegen fliegt sie auch nicht mit mir, mit Propeller Maschinen fliegt sie nämlich nicht. :(
 
Den "Schub" gibt es öfters auch bei Jets. Man kann das schön beobachten, wenn man weiter vorne in der Kabine sitzt (bei Fluggerät kleinergleich A321), und im Endanflug der Autopilot bzw. die Autothrottles disconnected werden. Das "chirp-chirp-chirp" hört man durch die dickste Cockpittür, danach werden halt die Throttles händisch bedient, und das erscheint dann manchmal (Gegenwind, Seitenwind) etwas "grobmechanisch", die Maschine entsprechend auf dem Gleitpfad und bei entsprechendem Speed +/- 5kt zu halten, also Schub, Leerlauf, Schub usw.

Mein "Trick" gegen Anfälle von Fluganst bei Turbulenzen (bzw. bei Mitreisenden) ist die Vorstellung (bzw. die Erläuterung), dass man in einem Auto bzw. einem anderen vierrädrigem Gefährt bei vollkommen normaler Fahrt wesentlich mehr durchgeschüttelt wird, als bei den üblichen Turbulenzen. Natürlich fehlt im zweidimensionalen Autoverkehr das dreidimensionale Drücken oder Ziehen in der Magengegend, aber wenn unbedarfte Flugreisende Furcht vor abbrechenden Flügeln, Motoren oder dergleichen haben, weil ja alles so wackelt, sollte man sich mal die letzte Autofahrt über Kopfsteinpflaster vor Augen führen....

Ansonsten wird eine Valium aus mc's Bordapotheke angeboten. Dann ist Ruhe. Musste ich aber bisher nur einmal anwenden bei einer hysterischen jungen Frau.
 
Ich würde mich nicht als Vielflieger betrachten aber 10 Flüge pro Jahr sinds bei mir schon. Aber Flugangst hatte ich wirklich noch nie, klar hat man manchmal ein mulmiges Gefühl, aber ich sehe die Sache dann einfach so wie sie ist. Man macht jeden Tag viel gefährlichere Dinge und zwar wirklich jeden Tag.
Selbst eine normale Impfung beim Arzt ist um einiges gefährlicher (statistisch gesehen als zu fliegen)

Also von daher einfach Beine still halten und den Flug genießen würd ich sagen :)
 
Also von daher einfach Beine still halten und den Flug genießen würd ich sagen :)

Ja, naja, gut, Gefahr ist Gefahr, und Statistik ist Statistik, - hier nicht weiterlesen, wenn man wirklich Flugangst hat! :stop: -

aber ich liege lieber in einem Krankenhaus mit einem anaphylaktischen Schock bzw. mit einer anderen potentiell lebensbedrohlichen Krankheit und kriege entsprechende - Stichwort Palliativmedizin - Hilfe, als mit gebrochenem Rückgrad in einem Melange aus siedendem Plastik, brennendem Kerosin und toxischen Gasen zu liegen. Diese Vorstellung ist einfach etwas spezieller, daher meiner Meinung nach auch phobieanfälliger, zudem der Kontrollverlust und der röhrenhafte, klaustrophobische Eindruck kleinerer Kabinen. Ich kann Flugängstliche schon verstehen, das wollte ich damit sagen :cool:

Natürlich ist Fliegen - gähn - sicherer als die Autofahrt zum Flughafen, aber wenn das Schicksal dann mal zuschlägt, ist es halt ein sehr unangenehmer Abgang. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Angst ist meistens irrational. Ein übler Autounfall könnte ein ähnliches Szenario hervorrufen wie oben beschrieben, aber da sitzt man ja selbst am Steuer...
 
Mein "Trick" gegen Anfälle von Fluganst bei Turbulenzen (bzw. bei Mitreisenden) ist die Vorstellung (bzw. die Erläuterung), dass man in einem Auto bzw. einem anderen vierrädrigem Gefährt bei vollkommen normaler Fahrt wesentlich mehr durchgeschüttelt wird, als bei den üblichen Turbulenzen.

Im Prinzip reicht es, wenn man im Speisewagen mal die Kaffeeoberfläche betrachtet, während dem der Zug über eine Weichenverbindung fährt. Im Flieger wäre das schon "moderate turbulence".

Trotzdem merke ich, dass mir Turbulenzen im Flugzeug trotz tausenden, nicht wirklich ganz zwischenfallfreien, Flugstunden als Pax immer noch am wenigsten gefallen - zumal ich auf Nachtflügen immer wieder bei kleinen Erschütterungen aufwache. Auch hier kann man den Vergleich zum Schlafwagen anstellen - aber wenn es auf dem Breitengrad ist, wo der heute noch misteriöse Absturz von AF447 stattfand, ist es eher :eek: statt :) ...
 
- aber wenn es auf dem Breitengrad ist, wo der heute noch misteriöse Absturz von AF447 stattfand, ist es eher :eek: statt :) ...

Genau daher rührt meine latente, kaum mehr spürbare Flugangst: 2002 ein IB-Flug auf alter 744 über GRU nach MAD, Flugzeug voll, ich in der Exitrow in Y, neben mir Mütter mit Kindern, die vor dem Bulkhead im Fußraum auf dem Boden pennen. Irgendwann über dem Atlantik, ätzenderweise nahe der Stelle von AF447's Abgang, Gewitter und heftige Turbulenz. Es knackt und knirscht im Gebälk, das hab ich noch nie erlebt. Dann irgendwann Sturzflug, und die pennenden Kinder rutschen am Bulkhead hoch, die Mütter drücken sie wieder runter. Natürlich Geschrei und so weiter, Erbrechen, ziemlich übel alles. Durch die Wolken runter, Blitze und Regen... Flightdeck meldet sich und sagt (beruhigenderweise... :eek: ) dass sie eine Lücke im Wetterradar hatten, die sich aber geschlossen hat, und jetzt fürchten, dass die g-Belastungsgrenzen der Maschine erreicht sind und sie daher umkehren. Flug auf ~10.000ft,Sicherheitslandung" in Recife. Das will ich nicht nochmal erleben... und dann kam AF447.. :(
 
Also in der Hinsicht ist mein unangenehmstes Flugerlebnis der Anflug auf den Flughafen ZRH am 28.11.2001.

Der Pilot brauchte nicht weniger als 3 Versuche die Maschine (CRJ100) halbwegs gerade auf die Piste zu bringen.
Neben der sowieso unangenehmen Situation "3 Landeversuche zum Preis von einem" zu bekommen, sind wir auch 3 mal über Bassersdorf geflogen.
Zur Erinnerung, da ist am 24.11.2001 Crossair 3597 beim Landeanflug in den Wald gekracht. Und das sah auch 4 Tage später nicht wirklich schön aus!

Ich war froh, als ich endlich in den Bus steigen konnte. Da hatte ich (Flug-)Angst.

Sonst zum Glück ehr nicht.
 
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