Trip report CPT, Teil 2
Am Sonntag Nachmittag hab ich im Hotel eingecheckt, dem Protea Hotel Breakwater Lodge. Über Tourico hatte ich eine gute Rate bekommen, und durch freundliches Anfragen vorab ein upgrade in eine "business suite". Das Hotel selbst ist "nothing to write home about", solider 3 Sterne Standard, untergebracht in einem alten Gefängnis. Die Lage direkt an der Waterfront ist sehr gut. Das Hotel gehört zum UCT Campus Breakwater Lodge, wo auch mein Kurs stattfand - daher habe ich es ausgewählt. Am 2. morgen war das ganze Viertel ohne fliessend Wasser aufgrund eines Wasserrohrbruchs - also nix mit Duschen. This is Africa, ich denke mir: "Wenn das das schlimmste ist, was Dir heute passiert, wird es ein guter Tag" und betreibe "Katzenwäsche" mit einer Flasche Mineralwasser, die ich noch habe. Ich hoffe, dass ich am Abend am Flughafen in einer Lounge duschen kann.
Am Nachmittag kommt mein Fahrer pünktlich um 15h45 mich abuzuholen (drei Stunden vor Abflug). Etwa eine halbe Stunde später sind wir am Flughafen und ich gehe zum check-in Schalter. Ich hatte zwar Sitz 5A reserviert (sonst war kein Einzelsitz mehr frei), beim check-in bekomme ich dann 1A - auch nicht schlecht. Anstelle einer Lounge bekomme ich eine Einladung (Gutschein) zu Cafe Dulce, weitere Informationen sind darauf nicht vermerkt. Edelweiss wirbt auf der homepage noch mit der Premier Lounge, ich nehme an, dass man sich da erst kurzfristig von getrennt hat.
Im Cafe Dulce ist viel los, und es dauert eine Weile, bis eine Kellnerin mich auf das "kleinere" Cafe Dulce outlet aufmerksam macht, in dem auch die Lounge untergebracht sei. Improvisiert hat man da, mit Stühlen behelfsweise abgetrennt, eine Lounge erxklusiv für Edelweiss Business Passagiere eingerichtet. Signage gibt es nicht, und dementsprechend "verirren" sich auch andere dahin. Es gibt bedienten Service, typische Getränkeauswahl und eine kleine Snack-Karte. Sandwiches werden frisch zubereitet. Insgesamt gut und freundlich bedient, lediglich das signage-Thema könnte man sehr viel besser lösen. Nachdem es keine "richtige" Lounge gibt, wird es auch nichts mit meiner Dusche heute Abend.
Das Boarding beginnt ca 20 Minuten verspätet, Business Passagiere steigen zuerst ein. Am Gate sehe ich noch die Emirates Maschine, auf die ich ursprünglich gebucht war. Bin sehr froh, dass ich mir den Umweg über Dubai sparen kann - alles in allem spart mir das ca. 7 Stunden, überschlage ich kurz. Die Crew begrüsst die Passagiere sehr freundlich, ich finde 1A und mache es mir bequem. Der Sitz ähnelt stark (bis auf Farbe und Bildschirm, nehme ich an) dem LX C Sitz. 1A ist ein "Thron" mit schön viel Platz links und rechts. Es gibt pre-departure drinks und Käsestängeli. Das Entertainment-System ist gut sortiert und wir fliegen mit einer kleinen Verspätung los.
Das Essen ist fein, es gibt Rindsfilet. Das ist allerdings ziemlich durchgebraten. Bis der Service beginnt, dauert es recht lange. Das ist vermutlich auch der einzige Kritikpunkt; nach dem Start passiert einfach sehr lange gar nichts, bis es zum ersten Getränkeservice kommt. Die Crew ist sehr herzlich und freundlich, ich fühle mich wohl. Nach den Essen und einem Film lege ich mich schlafen. Der Sitz verwandelt sich in ein flaches Bett mit ausreichender Länge, und die Füsse passen gut in den Fussraum hinein. Am Morgen, etwa 90 Minuten vor der Landung gibt es Frühstück, inklusive dem obligatorischen Birchermüsli, und wir landen mit ca 20 Minuten Verspätung in Zürich. Da wir allerdings an den B Gates andocken, wird mir die Fahrt mit dem Heidi-Express erspart und es ist faktisch keine Netto-Verspätung. Das Gepäck kommt zügig, priority zuerst, und ich besuche im Anschluss die LX Arrivals Lounge, um endlich zu meiner Dusche zu kommen.
Edelweiss hat absolut überzeugt. Hardware auf Swiss Niveau und Service (Freundlichkeit, Herzlichkeit) empfunden sogar darüber für mich in dieser einen Erfahrung. Edelweiss spielt somit auch in einer anderen Liga als Condor - dies allerdings auch preislich. Der C Flug mit Edelweiss als Kaufticket ist in etwa auf dem Niveau eines Emirates F Kauftickets (jeweils one-way). Hätte ich nicht den Award bekommen, wäre ich wohl nicht Edelweiss geflogen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, konnte ich die beiden "Ferienflieger" im direkten Vergleich ausprobieren.