(Kommt neu:) Bachelorthesis Vielfliegerprogramme - Jede Antwort zählt!

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Monja812

Neues Mitglied
01.10.2013
2
0
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Hallo zusammen,

im Rahmen meiner Bachelorarbeit führe ich eine Umfrage zum Thema 'Vielfliegerprogramme als Kundenbindungsinstrument' durch.

Jede Antwort würde mir sehr weiterhelfen!

Vielen lieben Dank bereits im Voraus!


Update: Danke für die ganzen Anmerkungen. Ich werde die Umfrage nochmals überarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
... hilfe, wenn das eine Bachelorarbeit werden soll.

Naja, wollen wir da mal nicht so kritisch sein. Da geht es um ein erstes Ausprobieren von "wissenschaftlichen Arbeiten" ... und da darf es am Ende auch so sein, dass man erkennt, dass man etwa an der Fragestellung noch schrauben muss. Geht ja nicht um eine Thesis oder Habilschrift ...
 
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Monja812

Neues Mitglied
01.10.2013
2
0
Danke schon mal für die Antworten :)

Natürlich bin ich auch dankbar für jegliche Form von Kritik und Verbesserungsvorschlägen.
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.469
1.769
im Paralleluniversum
Naja, wollen wir da mal nicht so kritisch sein. Da geht es um ein erstes Ausprobieren von "wissenschaftlichen Arbeiten" ... und da darf es am Ende auch so sein, dass man erkennt, dass man etwa an der Fragestellung noch schrauben muss. Geht ja nicht um eine Thesis oder Habilschrift ...

Na ja, aber zu dem Zeitpunkt liegt ein fast gesamtes Studium hinter jemandem. Da finde ich die Fragestellung wenig strukturiert und noch weniger qualifiziert. Das soll doch keine Klassenarbeit der Mittelstufe werden.
 
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west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
8.102
3.478
CGN
Naja, wollen wir da mal nicht so kritisch sein. Da geht es um ein erstes Ausprobieren von "wissenschaftlichen Arbeiten" ... und da darf es am Ende auch so sein, dass man erkennt, dass man etwa an der Fragestellung noch schrauben muss. Geht ja nicht um eine Thesis oder Habilschrift ...

Das heißt im hier einschlägigen Fach (hier wohl BWL) darf ich an die Arbeit für einen wissenschaftlichen Abschluss nichtmal wissenschaftliche Standards anlegen, es reicht, wenn man sich dem in Hambug von CDU und Grünen erhoben Motto "Hat sich ja bemüht" gestellt hat?! Dann wundert mich gar nichts mehr...
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
Na ja, aber zu dem Zeitpunkt liegt ein fast gesamtes Studium hinter jemandem. Da finde ich die Fragestellung wenig strukturiert und noch weniger qualifiziert. Das soll doch keine Klassenarbeit der Mittelstufe werden.

Das heißt im hier einschlägigen Fach (hier wohl BWL) darf ich an die Arbeit für einen wissenschaftlichen Abschluss nichtmal wissenschaftliche Standards anlegen, es reicht, wenn man sich dem in Hambug von CDU und Grünen erhoben Motto "Hat sich ja bemüht" gestellt hat?! Dann wundert mich gar nichts mehr...

Wer von Euch hat den schon nach dem BolognaSchema studiert? Man erwirbt nach im Normalfall drei Jahren Studium einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (das ist, wohlgemerkt, nicht länger als eine normale "Lehrzeit"). Darüber, was man da verlangen darf/kann/soll kann ich gerne mit Euch gesondert disktuieren.

Der Dame ist aber sicherlich nicht geholfen, wenn man hier kritische Vier-Wort-Sätze und abwertende Smileys postet. Außer, dass sie eines daraus schleißen kann > Vielflieger sind in den meisten Fällen doch ein bißchen herablassend (was ihr dann auch im Tiefeninterview mit einer Flugbegleiterin bestätigt werden wird)

Daher Monja vielleicht ein Tipp: Überlege Dir, welche Zielgruppe Du wirklich befragen willst.
Vielflieger > dann bringt es nichts zu Fragen, ob sie schon einen oder drei Flüge gemacht haben. Eher ob 10, 20, 40, 60 oder 100

Und ich nehme an unser Forumskater und vielleicht auch Kollege west-crushing helfen Dir sicher gerne bei weiteren Fragestellungen, die deren hohen wissenschaftlichen Ansätzen gerecht werden!

;)
 
Zuletzt bearbeitet:

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.469
1.769
im Paralleluniversum
Man erwirbt nach im Normalfall drei Jahren Studium einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss

Nach welchem Schema auch immer ich studiert habe, sei dahin gestellt.
Für mich ist einfach relevant, dass zum Ende eines Studiums (und noch einmal, wir reden von einem Studium!) eine qualifizierende Arbeit erstellt werden soll. Da darf ich eine gewisse Tiefe und Qualität erwarten. Das ist keine Arbeit am Ende einer Ausbildung, die nur 40 Stunden (oder was auch immer) in Anspruch nehmen darf. Hier reden wir von einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit.

In diesem Zusammenhang sollte man sich vor Beginn einer Umfrage mit grundlegenden Dingen vertraut machen über die ich frage.
Nun darf und man von keinem Studenten verlangen (obwohl es ja sogar in diesem Forum Jünglinge gibt, die ihren Lebensmittelpunkt darin sehen, sich zum Spass verstrahlen zu lassen), intensiv mit der Fliegerei und der Vielfliegerei vertraut zu sein. Aber man kann sich reinlesen.
Daraus resultierend kann man eine Umfrage erstellen, die sinnbehaftet ist. Das fehlt hier.

Alleine die Frage nach "9 oder mehr Flügen" zeigt das anschaulich. Viele von uns schaffen 9 oder mehr Flüge in einer Woche, nicht in einem Jahr.

Die Fragestellung in der Umfrage und die darin gezeigte Inkonsistenz der Fragen disqualifiziert.
Die Bereitschaft, die schützende Hand über eine erwachsene Person (!) zu legen und tätschelnd sinnbildlich zu sagen "och komm, ist doch erst die Bachelorarbeit, woher soll sie es denn wissen", disqualifiziert Dich.

Kein Wunder nimmt die Qualität unseres Nachwuchs immer mehr ab. :cry:
 
Zuletzt bearbeitet:

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
Nach welchem Schema auch immer ich studiert habe, sei dahin gestellt.
Für mich ist einfach relevant, dass zum Ende eines Studiums (und noch einmal, wir reden von einem Studium!) eine qualifizierende Arbeit erstellt werden soll. ...

Das sehe ich anders. Ich denke, dass am Ende einer wissenschaftlichen Ausbildung sehr wohl eine wissenschaftliche Arbeit erstellt werden soll. Nur ich sehe ein Bakkalaureatsstudium eben nicht als wissenschaftliche Ausbildung. Sondern als Berufsvorbildung, dass zufälligerweise an einer Uni oder FH angeboten wird. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Meiner Ansicht nach sollte ein Bakkalaureatsstudium mit einer Abschlussprüfung enden. Ohne Versuch, hier noch einen "wissenschaftlichen Touch" mit einer Arbeit, die augrund der Aufgabenstellung, der nicht vorhandenen Betreuung und der zu Verfügung stehenden Zeit (brauchst Dir nur anzuschauen, wie viele ECTS für die vorgesehen sind) einfach nicht einer wissenschaftlichen Arbeit entsprechen kann, am Ende drannzumachen. Ist auch in vielen (Deutschland und Österreich in Sachen Bildung leider überlegenen) Ländern so. Nur bei uns versucht man mit so Pimpifax-Geschichten einen Schein zu erzeugen, der das Sein einfach nicht trifft.

Für mich beginnt die Wissenschaft frühestens im Magisterstudium.

...disqualifiziert Dich. ...

Klassiker hier. Wenn man sich nicht mit jemanden anderen auseinandersetzen will, dann abwerten. Was uns wieder zum Thema "Arroganz bei Vielfliegern" führt. Aber ich diskutiere gerne bildungspolitische Themen mit Dir. Wie viel Aufwand soll denn Deiner Meinung nach in so eine Bakkalauratsarbeit fließen. Angaben am besten in ECTS.
 
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MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
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6
Wien
... Kein Wunder nimmt die Qualität unseres Nachwuchs immer mehr ab ...

Noch so ein Stehsatz. Wer ist den Schuld daran? Der Nachwuchs. Oder jene Eliten, die etwa nicht genug Geld für Bildung zu Verfügung stellen. Die ein schlechtes Betreuungsverhältnis an Unis zu verantworten haben. Die an einem Schulsystem festhalten, das noch aus der Kaiserzeit stammt. Wo man einfach wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten 100 Jahre nicht umsetzt. Frontalunterricht, 9-Stunden-Tage. Keine Pausen. Whatever.

An meiner Stammuniversität gibt es in gewissen Richtungen Lehrveranstaltungen mit immanenten Prüfungscharakter, wo 200 Studierende von einem Lehrenden betreut werden. Und da sind aber nicht die 200 Schuld, dass das so ist ... oder?
 
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nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.469
1.769
im Paralleluniversum
Das sehe ich anders.
Dein gutes Rrecht.


Für mich beginnt die Wissenschaft frühestens im Magisterstudium.
Himmel hilf...



Wenn man sich nicht mit jemanden anderen auseinandersetzen will, dann abwerten. Was uns wieder zum Thema "Arroganz bei Vielfliegern" führt. Aber ich diskutiere gerne bildungspolitische Themen mit Dir. Wie viel Aufwand soll denn Deiner Meinung nach in so eine Bakkalauratsarbeit fließen. Angaben am besten in ECTS.
Welch ein Blödsinn.

Wenn ich nicht mit dem Thema oder Dir auseinandersetzen wollte, würde ich anstatt hier zu posten den Ignore Butten drücken, oder?
Ich gebe hier genau das von mir, was Du von mir einforderst. Das Recht auf die eigene Meinung. Denk mal drüber nach.

In letzter Konsequenz geht es hier um eine Abschlussarbeit einer Studentin. Irgendjemand muss diese Arbeit begleiten. Diese begleitende Person sollte als Mentor zur Verfügung stehen. Da sehe ich Nachholbedarf. Und ich sehe Nachholbedarf dabei, dass die Studentin sich mit der Materie vertraut macht. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, diese Möglichkeiten vorzukauen (selbst dann nicht, wenn ich Mentor bin. Dann ist es meine Aufgabe Denkanstösse zu geben, die besagte Studentin in die richtige Richtung bringt).

Motiviert scheint sie zu sein, das zeigt diese erste Umfrage.
Wenn sie Kritik in ihrem ursprünglichen Sinn aufnimmt als Hinweis besser werden zu sollen (und nicht als Möglichkeit jemand plattzuwalzen!), wird da sicher noch was draus ;)
 

west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
8.102
3.478
CGN
Das sehe ich anders. Ich denke, dass am Ende einer wissenschaftlichen Ausbildung sehr wohl eine wissenschaftliche Arbeit erstellt werden soll. Nur ich sehe ein Bakkalaureatsstudium eben nicht als wissenschaftliche Ausbildung. Sondern als Berufsvorbildung, dass zufälligerweise an einer Uni oder FH angeboten wird. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Das Bachelorstudium ersetzt nun mal in Deutschland ein Teil der bisherigen wissenschaftlichen Bildung. Nach den Studienordnungen handelt es sich auch tatsächlich um ein wissenschaftliches Studium und nicht um eine Ausbildung. Dann sind an den wissenschaftlichen Abschluss auch wissenschaftliche Anforderungen zu stellen.
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
... Dann sind an den wissenschaftlichen Abschluss auch wissenschaftliche Anforderungen zu stellen.

Und das im einem Land, wo die halbe politische und wirtschaftliche Elite bisher eher die Ergebnisse der anderen, sagen wir mal, "zusammengefasst" hat.

Und nochmals: ein wissenschaftliches Studium ist nicht zwingend eine "wissenschaftliche Ausbildung". Auch keine "Ausbildung", sondern eine "Berufsvorbildung".
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.469
1.769
im Paralleluniversum
Noch so ein Stehsatz. Wer ist den Schuld daran? Der Nachwuchs. Oder jene Eliten, die etwa nicht genug Geld für Bildung zu Verfügung stellen. Die ein schlechtes Betreuungsverhältnis an Unis zu verantworten haben. Die an einem Schulsystem festhalten, das noch aus der Kaiserzeit stammt. Wo man einfach wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten 100 Jahre nicht umsetzt. Frontalunterricht, 9-Stunden-Tage. Keine Pausen. Whatever.

An meiner Stammuniversität gibt es in gewissen Richtungen Lehrveranstaltungen mit immanenten Prüfungscharakter, wo 200 Studierende von einem Lehrenden betreut werden. Und da sind aber nicht die 200 Schuld, dass das so ist ... oder?

Du zeigst eine massive Bereitschaft darin, die Mittelmäßigkeit von Studenten durch Drittumstände zu begründen.
Das ist ein Verhalten, das mir bei vielen Berufseinsteigern in den letzten Jahren vermehrt auffällt: Immer ist das Wohl und Wehe dieser Welt an den individuellen Mängeln schuld. Man selber ist es nie.

Ich habe noch so einen platten Satz für Dich: "Jeder ist seines Glückes Schmied".
Sich Wissen anzueignen bedarf einer persönlichen Motivation und Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln. Nicht mehr und nicht weniger.
Noch nie war es in dieser Welt möglich, sich so einfach, schnell und vor allen Dingen kostengünstig Informationen zu beschaffen.
Man muss das aber auch wollen.

Ich lerne nicht dadurch, dass ich mir ein Buch kaufe. Ich lerne dadurch, dass ich dieses Buch auch lese, verstehe und für mich nutze.

Wir leben in einem Land, in dem (zumindest aus Sicht von mindestens 2/3 unseres Globus) Milch und Honig fliesst.
Wir jammern auf einem extrem hohen Niveau, das für viele Menschen dieser Welt unverständlich ist.

Wenn das alles, was Du sagst, die unendliche und finale Wahrheit ist, dann gnade uns Gott... :censored:
 
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west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
8.102
3.478
CGN
Und nochmals: ein wissenschaftliches Studium ist nicht zwingend eine "wissenschaftliche Ausbildung". Auch keine "Ausbildung", sondern eine "Berufsvorbildung".

Du kannst es ja nennen wie du willst. Wenn ein Studium nach der Studienordnung eines Faches an einer Universität zu einem wissenschaftlichen Abschluss führen soll dürfen und müssen (auch) an eine Abschlussarbeit wissenschaftliche Anforderungen gestellt werden. Dass dies in anderen Fächern offenbar nicht gemacht wird finde ich erschreckend.

Dass man motiviert ist, wie du in einem anderen Post ausführst ist ja gut. Ausreichend ist es aber noch lange nicht, wer die wissenschaftlichen Anfoderungen nicht erfüllen kann, sollte den Abschluss eben auch nicht erhalten können, nicht jeder braucht ein abgeschlossenes Hochschulstudium und man wird auch kein besserer Mensch dadurch.
 
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MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
... Ich gebe hier genau das von mir, was Du von mir einforderst. Das Recht auf die eigene Meinung. Denk mal drüber nach. ...

100% Zustimmung.

Ich würde Monja auch empfehlen, den Fragebogen zu überarbeiten. Aber ich hätte es nicht gleich so drastisch formuliert. Wenn Du den Thread nochmals durchlesen, war ich sogar noch schneller als Du. Aber halt eher ironisch und weniger kritisch ...

Nach einigem hin und her denke ich, wir könnten hier wirklich lange diskutieren. Der grundlegende Unterschied ist halt, was Du und ich an Anforderungen an ein Bakkalauratsstudium bzw. einem Absolventen des selben haben.
 
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wurstpeter

Erfahrenes Mitglied
25.10.2009
1.561
14
TPE/TXL
In letzter Konsequenz geht es hier um eine Abschlussarbeit einer Studentin. Irgendjemand muss diese Arbeit begleiten. Diese begleitende Person sollte als Mentor zur Verfügung stehen. Da sehe ich Nachholbedarf. ...

Wenn man einmal sieht wie viele Abschlussarbeiten ein Professor betreut kann das garnicht funktionieren. Bei mir an der Uni gibt es Kommilitonen die sehen den Herrn Professor oder ihren Betreuer für die Abschlussarbeit genau 3x: 1x bei der Themenausgabe, 1x bei einer Zwischenpräsentation, 1x bei der Verteidigung der Arbeit. Wie soll es auch anders gehen bei einem Studiengang der regelmäßig 400 Studierende neu aufnimmt.

Viele der Kommilitonen sehen auch in der BA das erste mal eine andere Prüfungsleistung als eine Klausur, weil kein Dozent sich gerne die Mehrarbeit von 200 Hausarbeiten übernimmt. Und selbst wenn, eine konstruktive Kritik gibt es eh nie.
 

nhobalu

Forumskater
18.10.2010
11.469
1.769
im Paralleluniversum
Wenn man einmal sieht wie viele Abschlussarbeiten ein Professor betreut kann das garnicht funktionieren. Bei mir an der Uni gibt es Kommilitonen die sehen den Herrn Professor oder ihren Betreuer für die Abschlussarbeit genau 3x: 1x bei der Themenausgabe, 1x bei einer Zwischenpräsentation, 1x bei der Verteidigung der Arbeit. Wie soll es auch anders gehen bei einem Studiengang der regelmäßig 400 Studierende neu aufnimmt.

Viele der Kommilitonen sehen auch in der BA das erste mal eine andere Prüfungsleistung als eine Klausur, weil kein Dozent sich gerne die Mehrarbeit von 200 Hausarbeiten übernimmt. Und selbst wenn, eine konstruktive Kritik gibt es eh nie.

Hat sich das seit meiner Studienzeit so drastisch verändert?

Man hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1. Man kann warten, dass der Prof vorbeikommt und fragt, was man helfen kann.
2. Man kann aktiv auf den Prof zugehen und ihn um einen Termin bitten. Man kann sich auf diesen Termin mit einem (qualifizierten) Fragenkatalog vorbereiten.

Ich fand in meinem Studium den zweiten Weg besser...

Abgesehen davon gibt es gefühlt 200 andere Möglichkeiten, sich Informationen zu beschaffen.
Man kann z.B. Leute ansprechen, die sich mit der Materie auskennen und um ein Gespräch / Interview bitten.
Ein Prof kann bei strukturellen Dingen helfen.

Mein alter Leitspruch im Studium war immer: Wenn der Prof wirklich gut wäre, würde er in der Wirtschaft arbeiten, nicht an der FH/Uni. ;)
Deswegen habe ich mir mein Wissen lieber immer von den Leuten geholt, die gut waren. Vom Mittelmaß wollte ich nicht lernen ;)
 
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Weltenbummlerin

QE-Sittenpolizei
08.12.2011
3.688
-60
FRA/SXF/MUC
MisterG, es ehrt Dich, Monja so in die Bresche springen zu wollen- und Du hast mit vielen Deiner Ausführungen auch recht.

Trotzdem komme ich nicht umhin, dem Kater zuzustimmen ( :eek:;) ) , daß schon der Ansatz problematisch ist, wenn man Vielfliegern nur die Option 9 oder mehr Flüge zubilligt.

Natürlich sind 200 Flüge im Jahr auch mehr als 9,
also ist die Frage beantwortet-
zu einer tieferen Einsicht wird die Antwort Monja dann aber nicht verhelfen.

Und darin sehe ich die Schwachstelle in Deiner "Verteidigung",
denn ich würde das Nachdenken über die "Bandbreite an Antwortmöglichkeiten" schon einem Abiturienten abverlangen wollen.

Das ist doch per se nichts Fachspezifisches,
sondern einfachstes "sich mit der Materie auseinandersetzen"-
und damit nicht etwas, was ein Student erst zum Abschluß seines wie auch immer gearteten Studiums gelernt haben sollte,
sondern schon während der Schulzeit.
 
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MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
6
Wien
Du zeigst eine massive Bereitschaft darin, die Mittelmäßigkeit von Studenten durch Drittumstände zu begründen.
Das ist ein Verhalten, das mir bei vielen Berufseinsteigern in den letzten Jahren vermehrt auffällt: Immer ist das Wohl und Wehe dieser Welt an den individuellen Mängeln schuld. Man selber ist es nie.

Ich habe noch so einen platten Satz für Dich: "Jeder ist seines Glückes Schmied".
Sich Wissen anzueignen bedarf einer persönlichen Motivation und Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln. Nicht mehr und nicht weniger.
Noch nie war es in dieser Welt möglich, sich so einfach, schnell und vor allen Dingen kostengünstig Informationen zu beschaffen.
Man muss das aber auch wollen.

Ich lerne nicht dadurch, dass ich mir ein Buch kaufe. Ich lerne dadurch, dass ich dieses Buch auch lese, verstehe und für mich nutze.

Wir leben in einem Land, in dem (zumindest aus Sicht von mindestens 2/3 unseres Globus) Milch und Honig fliesst.
Wir jammern auf einem extrem hohen Niveau, das für viele Menschen dieser Welt unverständlich ist.

Wenn das alles, was Du sagst, die unendliche und finale Wahrheit ist, dann gnade uns Gott... :censored:

Viel Stoff. Zu 99% Zustimmung. Auch beim Schlusssatz!
;)

Ich bin halt ein Anhänger des Leistungsprinzips. Auch des "jeder ist seines Glückes Schmied". Ich finde, es soll eben die Möglichkeit geben, sich mit Fleiß, Engagement, Wissen, Erfolg, whatever, von anderen zu differenzieren. Aber ich sehe Bildungseinrichtungen nicht als das allein selig machende. Für mich ist das Studium vielleicht am Ende 10% dessen, was jemand "in einen Job einbringt". Möglicherweise habe ich da eine andere Sichtweise, weil ich halt nicht dort arbeite "wo mein Studium hingeführt hätte". Und der Rest sind Zusatzausbildungen, persönliches Engagement, Wille zum Lernen aus Fehlern, persönlicher Antrieb, Interesse, etc.

Wir neigen dazu, dass wir erwarten, dass am Ende einer Ausbildung, eines Studiums alle "gleich gut sein müssen". Nein, die Wissen, Kompetenz, Fähigkeiten, whatever sind gaußverteilt. Und genauso sind die potenziellen Arbeitgeber und deren Angebote and die Berufseinsteiger gausverteilt. Sprich es muss auch für jene Arbeitgeber, die nicht bereit sind, tief in die Taschen zu greifen bzw. die keinen besonders attraktiven Job bieten können, Absolventen geben. Nicht jeder Absolvent eines BWL Studiums hat das Zeug zum CFO. Aber es gibt auch nicht genug CFO Positionen auf der Welt - selbst wenn alle das Zeug dazu hätten.



Ich denke, es muss halt jeder aus seinen Talenten das beste machen.
 
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