Also, beides ist nicht ist nicht falsch
Der Ursprung der Regelung ist, das die türkische Regierung die Netzbetreiber zwingt Whitelisting zu betreiben. Soll heissen, es dürfen nur registrierte Mobiltelefone im Netz eingebucht sein. Ziel war es damit den Schmuggel von nicht verzollten Endgeräten (in der Türkei gibt es einen Luxuszoll auf Mobiltelefone) grundsätzlich zu unterbinden. Daher ist es auch jedem Bürger nur einmal im Jahr erlaubt ein unverzolltes Gerät zum Eigenbedarf einzuführen und zu registrieren. Dafür muss eine Reise in ein Drittland mit entsprechender Rechnung nachgewiesen werden (ich glaube wurde inzwischen geändert auf alle 2 Jahre). Ausnahme war das Turkcell-Netz in Nordzypern, welches nach außen wie ein lokales Segment arbeitet, aber im Innenverhältnis ein eigenes virtuelles Netz ist. Nicht ansässige Bürger können für ihren Aufenthalt ihre Geräte auf den ausländischen Pass registrieren.
Als Basis zur Identifikation dient die IMEI. Allerdings gibt es auch jede Menge Geräte die keine Sprechfunktion (wie ein IPAD) inne haben und damit nicht als Mobiltelefon gelten (trifft auch auf M2M Module zu), aber eine IMEI besitzen um sich in das Netz einzubuchen.
Es gibt eine international gültige Datenbank wo alle vergebenen IMEIs registriert werden, bzw. wo die Hersteller ihre Blöcke registrieren (die ersten beiden Stellen beschreiben den Hersteller, die nächsten 4 das Modell bzw. den Block, soweit ich mich erinnere). Kingairs Ipad läuft in der Datenbank als Datengerät und nicht als Telefon, ist daher von der 14 Tage Sperre nicht betroffen.
Aus der Sendung mit cirrus der Maus: vor 3-4 Jahren kamen recht günstige AT&T Tarife in den USA auf den Markt. Es gab Datenflats (echte) für kleines Geld, aber beschränkt auf Telefone. Steckte man die Karte in ein Ipad, gab es keine 3G Verbindung und viele User versuchten ihre Bänder mit Telefon IMEIs zu flashen um entsprechend die Flat nutzen zu können.
Ob die steuerliche Situation in der Türkei immer noch ist wie vor 10 Jahren kann ich mangels türkischen Sprachkenntnissen nicht überprüfen, aber man hatte damals schon erkannt das die gewonnenen Daten aus den Registrierungen event. mehr wert sind als die Extraeinnahmen am Zoll. Zudem gilt die Türkei als Topkunde bei zwei in München ansässigen Unternehmen die Produkte zur Kommunikationskontrolle verkaufen (ich sollte Pressesprecher werden...).