Ich habe mal gehört, dass es Privatpiloten gibt, die ganz gern jemanden für Benzingeld + kleinen Aufpreis mitnehmen, um so auf ihre Flugstunden zu kommen.
Stimmt das?
Das gibt es ebenso, wie der eine oder andere mal innerorts schneller als 50 faehrt

Es ist halt so in der Form nicht zulaessig. Such Dir mal den "Leitfaden 'Fliegen gegen Entgelt'" raus. Alles verboten, was ansatzweise Spass macht. Aber halt auch aus Sicherheitsgruenden s.u.
Wie geht man da am besten vor (ich würde eine bestimmte Route benötigen)?
Langsam Vertrauen aufbauen zu einem Piloten. Er muss Dich kennen und Dir abnehmen, dass Du kein "Mystery Customer" des LBA bist. Dann macht er vielleicht irgendwann mal halblegale Schweinereien mit Dir.
Wie hoch wäre ein angemessener Kostenbeitrag für ca. 2x180nm Distanz (hin und retour, über die Alpen drüber), in einer einmotorigen Maschine, mit einer Flugzeit von ca. 2x1h20min?
Route wäre LSZA-EDMM
Rechne mal pro Strecke mit zwei Stunden. 150 Euro pro Stunde, bist Du bei 600, plus 250 Euro Gebuehren in MUC, plus 100 Euro Gebuehren in LUG.
Also ein Tausender, wenn der Pilot Dich (illegalerweise) voll zahlen laesst, 500 Euro pro Nase, wenn es "by the book" ablaeuft. Sprich, der Ausflug kostet den Piloten selber 500 Euro.
Bei so einer Strecke (Alpenueberquerung, ziemlich komplexer Zielflughafen) wuerde ich es mir aber dreimal ueberlegen, da bei irgendjemandem einzusteigen, der Stunden schrubben will (muss) und dafuer bereit ist, Zwinker-zwinker-Kompromisse zu machen. Bei einem solchen Flug (ueber eine der Mitflugboersen gebucht) bin ich mal an einen Piloten geraten, der so sehr geflogen ist wie ein Schwein, dass ich ueberlegt habe ihn zu bitten, zu landen und mich abzusetzen. Seitdem gucke ich sehr genau, bei wem ich da einsteige.