So weit ich weiß ist auch den USA der rechtliche Rahmen klar: Man schuldet den vertragsgemäßen Preis, kein Trinkgeld ("verpflichtendes Trinkgeld" ist ein Widerspruch in sich, kann daher nicht existieren - sowas wäre dann eine "Service-Gebühr" o.ä. - die aber eben auch entsprechend vorher kommuniziert und ihre Höhe klar festgelegt sein muss).
Daher hat niemand, weder rechtlich noch moralisch, ein Recht auf Trinkgeld - ebenso ist das Konzept "Respekt für geleistete Arbeit" eben genau mit dem vertragsgemäßen Preis erfüllt (mein Arbeitgeber kann von mir schließlich auch volle vertragliche Leistung für meinen vollen vertraglichen Lohn erwarten, ich kann nicht zusätzlichen "Respekt" mit Sonderlohn erwarten oder gar zur Bedingung für volle vertragliche Leistung machen - wenn ich mehr Geld will, muss ich eben eine Lohnerhöhung fordern und ggf. eben woanders arbeiten).
Solche Scheinargumentationen wie "Preise zu hoch, die verdienen zu wenig" usw. sind auch Quatsch: Die USA sind eine Demokratie, in den meisten Staaten gibt es sogar Volksabstimmungen und sie könnten ja einen höheren Mindestlohn festlegen, bessere Arbeitsschutzrechte, Gewerkschaften gründen usw. - wenn sie das nicht tun, ist es nicht die Pflicht des Kunden, sowas auszugleichen.