Das geht davon aus, dass dieselben MA für dieselbe Leistung einfach nur mehr Geld bekommen. Anders gesagt: Der Lohn steigt, aber es wird nicht mehr geleistet. Dann müssen bei höheren Lohnkosten die Preise erhöht werden.
Die Realität ist allerdings dynamisch. Da können höhere Löhne z.B. zu höher motivierten oder auch besser qualifizierten Mitarbeiter führen. Dann können höhere Löhne z.B. durch optimierten Personaleinsatz (weniger Mitarbeiter pro Schicht) oder durch effizientere Abläufe (höherer Output pro Arbeitsstunde) kompensiert werden.
Das hat natürlich auch Nachteile, wie weniger Arbeitsplätze und weniger Jobs für nicht-/niedrig Qualifizierte. Das kann beides durch Ausstrahlungseffekte auf andere Branchen aufgrund des höheren Konsums der besser Bezahlten kompensiert werden.
Mir fällt in den USA regelmäßig auf, wie unterschiedlich gut die Unternehmen im Mindestlohnsektor organisiert sind. Da gibt es eine Reihe, bei denen offensichtlich einiges an Potential brach liegt, weil man meint, dass sich bei den niedrigen Löhnen eine Optimierung nicht lohnt und dann wird nicht optimiert.