Ich stelle mir lieber vor, eine EU Verordnung ist vor allem für Europa geschrieben, und hier gibt es auf den kurzen Routen praktisch keine Herabstufungen (da wird einfach der Divider umgehangen), hier passiert es nur auf den Langstreckenlegs z.B. über den Atlantik.
Stell dir umgekehrt mal vor, Lufthansa nach Shanghai. Ich habe dort ein zweiwöchiges Meeting, dann liegt der Business Class Flug meistens bei €2100.
Gleichzeitig möchte ein anderer Fluggast für eine Woche nach Shanghai, dann liegt der Business Class Flug meistens bei €7200. (Beides dutzende male gecheckt / mehrfach geflogen)
Jetzt werde ich auf dem Nachtflug auf dem ich mich auf ein Bett gefreut habe für 12.5 Stunden (OK, jetzt um Russland rum vermutlich nochmal mehr) auf einen engen A350 Y Sitz gezwungen, und bekomme dafür nicht mal €500 zurück, und Lufthansa verkauft meinen Business Class Sitz für €5100 mehr an einen anderen, und muss nicht mal 10% davon an mich abgeben.
Erfüllt das den Sinn der VO laut Präambel, dass es für Airlines unattraktiv sein soll, Kunden herabzustufen? Es ist doch ganz im Gegenteil eine Anleitung wie man es machen muss, schützt die Airlines vor realistischen Ansprüchen durch die Kunden.
Du hast auf praktisch jedem Flug jemanden der sehr billig in einer hohen Klasse fliegt, und last Minute Kundschaft die bereit ist Phantasiepreise zu bezahlen. Gleichzeitig ist die C meist gut gebucht, die Y weniger. Das EuGH hat jetzt eine ganz einfache Lösung für diese Fälle gefunden... Einfach den billigsten Kunden herabstufen und richtig Kohle machen.
Und sie dürfen dich sogar von der C gleich in die Y herabstufen, es gibt keine gestaffelten Zahlungen pro Schritt.
Sind die Segmente einzeln bepreist, gilt der entsprechende Segmentpreis.
Wann hast du das letzte mal ein Ticket gehabt auf dem die Segmente einzeln bepreist waren? Bei mir war das zu Zeiten von Papiertickets mit Durchschlag, vor 30 Jahren oder so.
Für die Rechtswirklichkeit ist entscheidend, wie der EuGH es betrachtet,
Der nette Forist hat aber nicht von der Rechtswirklichkeit gesprochen, sondern davon was in der VO steht. Und da habe ich ihm widersprochen, in der VO steht etwas anderes, das vor dem EuGH Urteil auch einige so wörtlich interpretiert haben, z.B. die ja sicher auch mit einer Rechtsabteilung ausgestattete CAA UK.