Luftfahrt in Deutschland im Niedergang

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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
Auch, dass acht der zehn Flugplätze mindestens mehrheitlich in öffentlicher Hand sind und nur einer (Hahn) komplett privat ist, geht in dem Artikel unter.
Nachdem der Hahn die Steuerzahler Hunderte Millionen Euro gekostet hat und Lieferanten durch Insolvenzen um ihre Leistungen gebracht wurden iser den Hahn jetzt in der Tat privat. Das beruhigt immerhin für die Zukunft.
 

Yinan

Aktives Mitglied
20.03.2025
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DUS
"Unser Ziel ist es, die Modernisierung in der Luftfahrtindustrie und des Luftverkehrs in Richtung fairer Wettbewerb und Dekarbonisierung zu gestalten. Die Koalition setzt sich zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums dafür ein, die internationale Konnektivität deutscher Flughäfen zu verbessern. Die über das europarechtlich Notwendige hinausgehende Power To Liquid (PtL)-Quote schaffen wir noch im Jahr 2025 ab. Mit geeigneten Instrumenten wollen wir dafür sorgen, dass europäische Fluggesellschaften bei der Sustainable Aviation Fuel (SAF)-Quote nicht schlechter gestellt werden als außereuropäische. Wir werden bis Ende des Jahres eine Strategie entwickeln, die die Fragen der zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie sowie die Stärkung des Luftverkehrsstandortes zusammendenkt, und werden diese in dieser Legislaturperiode umsetzen."

Aus dem heutigen Koalitionsvertrag.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
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NUE/FMO
www.red-travels.com
"Unser Ziel ist es, die Modernisierung in der Luftfahrtindustrie und des Luftverkehrs in Richtung fairer Wettbewerb und Dekarbonisierung zu gestalten. Die Koalition setzt sich zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums dafür ein, die internationale Konnektivität deutscher Flughäfen zu verbessern. Die über das europarechtlich Notwendige hinausgehende Power To Liquid (PtL)-Quote schaffen wir noch im Jahr 2025 ab. Mit geeigneten Instrumenten wollen wir dafür sorgen, dass europäische Fluggesellschaften bei der Sustainable Aviation Fuel (SAF)-Quote nicht schlechter gestellt werden als außereuropäische. Wir werden bis Ende des Jahres eine Strategie entwickeln, die die Fragen der zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie sowie die Stärkung des Luftverkehrsstandortes zusammendenkt, und werden diese in dieser Legislaturperiode umsetzen."

Aus dem heutigen Koalitionsvertrag.

dann sollten sie die irrsinnigen Zusatzsteuern abschaffen…

typo korrigiert
 
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Stern49

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03.06.2023
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Neben der Abschaffung der Luftverkehrssteuer sollte sich die neue Regierung auch mal den Missbrauch des deutschen Luftverkehrsmarktes durch den Monopolisten Lufthansa anschauen.Darunter leiden sowohl die Kunden durch zu hohe Ticketpreise wie auch die Airports in Deutschland durch fehlendes Wachstum und schlechte Konnektivität.Ein zweiter deutscher Carrier mit wirklich alternativen Flugangeboten täte Deutschland sehr gut.
 

wolfhagen71

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10.02.2015
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Neben der Abschaffung der Luftverkehrssteuer sollte sich die neue Regierung auch mal den Missbrauch des deutschen Luftverkehrsmarktes durch den Monopolisten Lufthansa anschauen.Darunter leiden sowohl die Kunden durch zu hohe Ticketpreise wie auch die Airports in Deutschland durch fehlendes Wachstum und schlechte Konnektivität.Ein zweiter deutscher Carrier mit wirklich alternativen Flugangeboten täte Deutschland sehr gut.
Wünschenswert ja.
Realistisch nein.
Für DBA, AB und Easyjet war es nicht rentabel.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Man benachteiligt den eigenen Standort einseitig. Das ist das Problem. Die Airlines wandern ab und wachsen woanders.
 

CarstenS

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08.09.2012
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Bei spiegel.de (erfordert spiegel plus) gibt es heute einen Artikel bzgl. Direktflügen ab Deutschland und deren Veränderung seit der Corona Epidemie.


Der Artikel beleuchtet einige Aspekte. Darunter gibt es eine interaktive Statistik über die Abflüge je Flughafen der letzten 20 Jahre (seit 2005).
Und da ist deutlich zu sehen, dass die großen Flughäfen immer noch 20 bis 30% unter dem Niveau von 2019 liegen.

Interessant ist meiner Meinung, das Frankfurt noch relativ gut unter den Großen 7 dasteht:
Zwar liegt es immer noch 11% unter den Abflügen von 2019, aber letztlich hat FRA wieder das Level von 2005 bis 2017 erreicht.
Im Gegensatz zu MUC - liegt immer noch 20% unter 2019
DUS fast 30%, STR hat über 30% eingebüßt
BER ist schwierig zu vergleichen mit den Vorgängern SFX und TXL.

Auch die Gesamtpassagierzahlen korrelieren bei FRA: 2024 waren es 61,6 Millionen Passagiere, 2019 noch 70,6 Millionen, also 13,7 % Rückgang.

Mir war nicht bewusst, dass Frankfurt sich bereits so stark erholt hat.


Im Bereich der kleineren Flughäfen, die von LCC angeflogen werden, gibt es dagegen deutliche Zuwächse in Sachen jährliche Abflüge (natürlich auf weit geringerem Niveau) - im Vergleich zu 2019.
Auf 20 Jahre gesehen hängen diese Flughäfen natürlich immer noch dem initialen Ryanair Boom hinterher - insbesondere Hahn under Niederrhein. Liegen immer noch unter dem Niveau von 2005.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Innerdeutsch fehlt auffällig und innereuropäisch sind wichtige Flugzeiten weg, auch wo es immer voll war, und es wird dort mit Rentnern und Studenten aufgefüllt. Ich brauche mehr Hotelnächte.
 

mbraun

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09.07.2011
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Im Bereich der kleineren Flughäfen, die von LCC angeflogen werden, gibt es dagegen deutliche Zuwächse in Sachen jährliche Abflüge (natürlich auf weit geringerem Niveau) - im Vergleich zu 2019.
Auf 20 Jahre gesehen hängen diese Flughäfen natürlich immer noch dem initialen Ryanair Boom hinterher - insbesondere Hahn under Niederrhein. Liegen immer noch unter dem Niveau von 2005.
Die Frage ist, fehlt das Angebot (lies: ausgelieferte Flugzeuge, v.a. an die LCCs), oder fehlt die Nachfrage? Ich würde behaupten, im Privat-/LCC-Bereich fehlen die Flieger (die vorhandenen werden dann im günstigeren=profitableren Ausland eingesetzt), und im Business-Bereich die Nachfrage.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Ryanair wartet definitiv noch mit einem größeren Wachstumsschub in Deutschland, bis die überhöhten Kosten hier wieder etwas EU-gemäßer werden. So lange wachsen die woanders. Aber mit der 737-10 dürfte es dann nachgeholt werden.
 
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Alfalfa

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23.01.2022
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Der Michl ist heut gut drauf, hat wohl einer mit dem Gepäck nen 'Männerkoffer' aufgegeben. :LOL:
 

geos

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23.02.2013
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7.484
BER ist schwierig zu vergleichen mit den Vorgängern SFX und TXL.

Die Addition von zwei Zahlen sollte durchaus machbar sein.

Auch die Gesamtpassagierzahlen korrelieren bei FRA: 2024 waren es 61,6 Millionen Passagiere, 2019 noch 70,6 Millionen, also 13,7 % Rückgang.

Mir war nicht bewusst, dass Frankfurt sich bereits so stark erholt hat.

Im Vergleich zum europäischen Ausland ist das allerdings nicht "stark erholt".