Expedition Nr. 29 oder Thailand, wie ich es schon kenne

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 21 1/2 - Idyllischster Wasserfall

Nach den diversen Problemen am Vortag war ich sehr gespannt, wie das Frühstück sein würde, für das ich uns mit dem Anmeldebogen für 8 Uhr avisiert hatte. Kurz nach 8 Uhr trafen ArFr und ich dann in dem Café vor dem Hotel ein, das dann wohl tatsächlich zum Hotel gehörte. Ein freundlicher älterer Herr begrüßte uns und erklärte uns auf thailändisch, dass es Brot, Suppe und Instantkaffee am Tresen gäbe. Das eigentliche Frühstück würde er nun frisch für uns zubereiten.

Wenig später kamen zwei Teller an unseren Tisch, die ich tatsächlich als das schlechteste Frühstück in Thailand bezeichnen würde, das mir jemals angeboten wurde.

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Wie dem regelmäßigen Leser auffallen dürfte, sind Fleisch und Wurstwaren durchaus Bestandteil meiner Ernährung, aber dies hier ging gar nicht. Der Hähnchenschenkel war kalt und offenbar am Vortag frittiert worden. Die beiden Würstchen hatten eine breiige Konsistenz und dürften allerbilligste Industrieware gewesen sein, ebenso wie der Pressfleischkochschinken, der unnötigerweise gebraten wurde. Dass dann noch die Spiegeleier nicht komplett gar gebraten waren, sondern noch nicht gestocktes Eiklar aufwiesen, schien dann wohl nur konsistent.

Wenigstens gab es noch eine Etagere, wobei auch hier nicht alle Bestandteile überzeugen konnten. Die Sandwiches waren mit undefinierbarer Masse belegt. Das thailändische Dessert daneben war dann das Highlight des Frühstücks neben den thailändischen Mandarinen.

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Nachdem uns dann der Instantkaffee auch nicht so ganz glücklich machte, wir aber eine Siebträgermaschine am Tresen entdeckten, fragten wir nach richtigem Kaffee, der uns freundlicherweise kostenlos wenig später serviert wurde, aber der auch irgendwie nicht so richtig gut schmeckte.

Nein, mit diesem Hotel wurde ich nicht so recht warm, wenngleich der ältere Herr sehr freundlich war. Aufgrund der ansonsten sehr positiven Bewertungen des Hotels vermutete ich, dass hier aktuell Urlaubsvertretungen am Werk waren. In Thailand ist es während der Urlaubszeit nicht unüblich, dass das Stammpersonal sich in seinen wohlverdienten Urlaub verabschiedet und man statt einer Schließung von Hotel, Café oder Restaurant weniger erfahrene Familienmitglieder und/oder Freunde bittet, den Betrieb dennoch aufrecht zu erhalten. Genau dies schien mir hier der Fall zu sein, denn die Rezensionen suggerierten, dass es hier sonst besser wäre.

Nachdem ich in Ermangelung von Handtüchern noch ungeduscht war, hatte ich beim Eintreffen im Café direkt um Handtücher gebeten, die tatsächlich bei Rückkehr zu meinem Bungalow vor diesem auf einem Campingstuhl auf der Terrasse lagen. So gönnte ich mir endlich eine Dusche, bei der ich feststellte, dass das Badezimmer eine Fehlkonstruktion war. Es gab keine Duschabtrennung und die Toilette lag direkt neben Dusche und Waschbecken. Durch das Duschen setzte man somit das gesamte Badezimmer unter Wasser, sodass man nach dem Duschen weder das Waschbacken noch die Toilette trockenen Fußes erreichen konnte.

Der erste Ausflug des Tages sollte uns heute in die Nachbarprovinz Chiang Rai führen. Nach einer längeren Autofahrt ging es kurz nach Überqueren der Provinzgrenze zwischen Phayao und Chiang Rai links ab, um zum Phu Kaeng Wasserfall zu gelangen.

Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang fanden wir den Ort sehr idyllisch.

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Wenig später betraten wir den offiziellen Zugang und konnten uns zwischen dem normalen Weg am Wasserfall entlang oder dem Naturpfad entscheiden, wobei wir Ersteren wählten.

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Es sollte neun Stationen (bzw. im thailändischen Etagen genannt) geben, wobei die Letzte ca. einen Kilometer entfernt sein sollte.

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Auf dem Weg wurden wir nochmal daran erinnert, wo wir waren.

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Es gab noch ein paar Sicherheitsinformationen, bevor es endlich losgehen sollte und wir einen tollen Blick auf den untersten Teil des Wasserfalles erhaschen sollten.

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Wir spazierten weiter und befanden, dass dieser Wasserfall einer der Idyllischsten war.

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Wir erreichten die "4. Etage".

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Der Aufstieg hierher war schon etwas kräftezehrend und es hatte reichlich Insekten, sodass wir Anti-Mücken-Mittel nachlegten. Aber das, was man hier sehen und erleben konnte, war das schon sehr wert.

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Bei der nächsten Etappe haderte ich eine Weile. ArFr kletterte den steilen Weg nach oben. Eigentlich waren hier irgendwann mal Stufen angelegt worden, jedoch hatte der Zahn der Zeit an diesen massiv genagt bzw. Regen diese weggewachen. Leider habe ich aufgrund meiner Anspannung keine Fotos gemacht, aber war es schon etwas abenteuerlich zur nächsten "Etage" aufzusteigen. Nachdem ArFr diese gemeistert hatte, half mir mein Ehrgeiz dabei, es ihm gleich zu tun.

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Der weitere Aufstieg war nun wieder deutlich leichter.

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Leider wurde der Weg abrupt deutlich schlechter, sodass wir die Erkundung nicht bis zur "9. Etage" fortsetzen wollten. Wir drehten um, was ich leider trotz der diversen Herausforderungen auf dem Weg nicht weiter fotografisch dokumentiert hatte.

Als nächstes Ziel stoppten wir am chinesischen Tempel San Phra Jikong Nam Phing Hong.

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So richtig einladend wirkte der Tempel nicht auf uns, sodass wir uns direkt zum nächsten Tempel begaben, der nicht sonderlich weit entfernt auf einem Hügel lag. Aber auch der Wat Phra That Chom Chaeng schien noch im Bau zu sein.

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Auch wenn das Chedi noch eingerüstet war, konnte man in dessen Innerem eine Buddhafigur bewundern.

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Die Aussicht von hier oben war dazu wirklich schön.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 21 2/2 - Wasserfall und ein Abend am Seeufer Phayaos

Wir beschlossen, so langsam wieder zurück in Richtung der Provinzhauptstadt Phayao zu fahren. Etwas hungrig suchten wir nach einem Restaurant auf dem Weg, was sich als gar nicht so leicht herausstellen sollte, denn die Gegend hier war schon ziemlich dünn besiedelt. In einer kleinen Ortschaft fiel die Wahl auf das Aqua Cafe, das bei Google Maps sehr gut bewertet war.

Die Speisekarte war nicht sonderlich umfangreich und bestand eher aus einfachen Gerichten. So wählte ArFr gebratenen Reis und ich Schweinefleisch mit Knoblauch an Reis.

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Wir wurden satt und dazu war die Inhaberin des Cafés äußerst freundlich und bemüht. Anschließend sollte der Champa Thong Wasserfall unser nächstes Ziel sein.

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Wir spazierten bergauf in Erwartung, den Wasserfall sehen zu können, da wiesen uns zwei Schilder darauf hin, nicht laut zu sein, da es giftige Honigbienen gäbe, mit denen wir trotz einiger Unterhaltungen glücklicherweise keine Bekanntschaft machen sollten.

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Uns kam eine Thailänderin entgegen, die erklärte, dass sie den Weg zum Wasserfall nicht geschafft hätte, aber wir wären ja starke Männer. Ich musste innerlich etwas kichern und erwartete schon, dass zumindest ich es auch nicht schaffen würde. Der weitere Weg verlief sich irgendwann und wir fragten uns, wo es denn nun zum Wasserfall gehen sollte.

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Man hätte wohl hier beherzt durch das Wasser auf die andere Seite wechseln und weiter über die Felsen kraxeln sollen.

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Wir entschieden uns Beide, die Erkundung des Wasserfalls an dieser Stelle abzubrechen.

ArFr lenkte uns zurück Richtung Phayao. Ich entdeckte einen angeblichen Strand am Westufer des Sees von Phayao, wo uns Google Maps hin lotsen sollte. Tatsächlich gab es hier nicht viel außer einer riesigen Straßenbaustelle und einem Ausblick auf die Hauptstadt auf der anderen Seeseite.

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So begaben wir uns zurück zum Hotel, um uns dort ein wenig auszuruhen. Gegen Abend spazierten wir zu Fuß vom Hotel zum östlichen Seeufer. Hier konnten wir dann beobachten, wie man zum Neujahr Himmelslaternen aufstiegen ließ.

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Die Himmelslaternen konnten an diesem zentralen Platz für kleines Geld gekauft werden und es war wirklich schön, deren Start mit zu verfolgen, wenngleich dies bei ArFr als aktueller und mir als ehemaligem Einwohner Krefelds für ein wenig Unbehagen sorgte.

Wir spazierten weiter und bewunderten die schön beleuchteten Springbrunnen im See.

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Entlang des Seeufers gab es zahllose Installationen und Attraktionen, unter anderem ein Hasendorf, das ein sehr beliebtes Fotomotiv zu sein schien.

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Ein Stück weiter standen LED-Leucht-Palmen nicht weniger hoch im Kurs.

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Auch diverse Blumenarrangements waren ebenfalls sehr beliebt.

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Zum Abendessen kehrten wir schließlich in einem Restaurant unweit des Seeufers ein. Es sollte u.a. eine klare Suppe mit Hackfleischklößchen und Seetang geben:

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Dazu Rindfleisch mit Gemüse und viel Schärfe:

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Und schließlich hatten wir uns noch für mit Glasnudeln gebackenen Garnelen entschieden:

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Satt aber nicht sonderlich entzückt von der gebotenen Qualität spazierten wir am Seeufer zurück in Richtung Hotel.

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Als wir an einer Bar mit Live-Musik vorbei kamen, konnten wir natürlich nicht anders, als auch hier nochmal einzukehren, zumal uns das Motto "Drink - Music - Friend" ansprach.

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Gegen 23:30 ließen wir Vernunft walten, zahlten und begaben uns zu Fuß zurück zum Hotel.
 

Nitus

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Tag 22 1/2 - Markt am Flussufer von Phayao & Analayothipyaram Tempel

Zum Frühstück wurden wir heute von demselben sehr freundlichen älteren Herrn begrüßt, der jedoch leider wieder das gleiche kaum genießbare Frühstück zubereiten und servieren sollte. Es tat mir so leid, denn eigentlich widerstrebt es mir, Essen zurückgehen zu lassen, aber dieser gebratene billigste Presskochschinken, diese wabbeligen Würstchen und die nicht durchgegarten Spiegeleier gingen erneut gar nicht. Ich kabberte etwas an dem kalten Hähnchenschenkel, der fast noch das Highlight war.

Nicht wirklich satt packten wir unsere Sachen und waren kurz nach 10 Uhr abreisebreit. Ich fotografierte noch die Anlage, die eigentlich schon schön war, und deren Bilder im Internet auch den Ausschlag für die Buchung gegeben hatten.

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Ich hatte übrigens in Bungalow Nr. 4 logiert.

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Nachdem wir die Schlüssel im Café zurückgegeben hatten, lenkte uns ArFr Richtung Zentrum, denn wollten wir vor der Weiterreise noch einen ordentlichen Kaffee trinken und vielleicht sogar ein kleines zweites Frühstück einnnehmen. Zu unserer Überraschung entdeckten wir am Flussufer auch an diesem Samstagmorgen einen Markt, der offenbar Speis und Trank bot. Glücklicherweise konnten wir ein kleines Stück hinter dem Markt einen Parkplatz finden und spazierten bei bestem Wetter am Flussufer entlang zum Markt mit Blick auf die entfernte Bergwelt.

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Am Markt galt unser erster Stopp einem Stand, wo Kaffee mit Muskelkraft aus den gemahlenen Kaffeebohnen extrahiert wurde.

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Für ArFr sollte es ein Eiskaffee und für mich ein Espresso sein, der tatsächlich ziemlich gut schmeckte. Ein Stück weiter sollte es für ArFr ein Schokoladenmuffin sein.

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Ich hingegen wurde an einem Stand mit schwarzem Klebereis und Mais in süßer Kokosnussmilch schwach und gönnte mir eine sehr leckere Portion.

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Gestärkt nahmen wir auf dem Rückweg zum Auto ein Boot war, das Passagiere von der kleinen Insel im See, auf welcher sich ein Tempel befindet, zurück transportierte.

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Auch wenn der Transport per Muskelkraft interessant anmutete und man ja offenbar ausreichend Schwimmwesten hatte, konnte ich mich für einen Tempelbesuch auf der Insel nicht erwärmen, zumal die Fotos bei Google Maps da auch nicht wirklich besondere Eindrücke versprachen.

Mit dem Mietwagen umfuhren wir den See südlich, um am Westufer wieder zum Ufer zu gelangen. Dies war jedoch nur schwer möglich, da hier viele Baustellen waren. Wie wir recherchierten war der See wohl ursprünglich mal künstlich angelegt. Was man nun hier mit schwerem Gerät machte, konnten wir dann jedoch nicht so ganz ergründen.

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So setzten wir unsere Fahrt zum Tempel Wat Analayothipyaram fort. Man hätte an dessen Fuß parken und per Pedes die Treppen nach oben nehmen können, aber wir entschieden uns für die Fahrt bis zum Parkplatz vor dem Hauptzugang.

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Nachdem ArFr unseren Yaris gut eingeparkt hatte, wollten wir den offenbar sehr beliebten Tempel vor den Toren Phayaos erkunden.

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Nachdem wir einige Verkäufer von Schindeln, die man gegen Geld mit seinen persönlichen Widmungen / Wünschen versehen konnte, und Losen hinter uns gelassen hatten, waren ein paar Stufen zu erklimmen.

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Die Tempelanlage schien mit dem umgebenden Wald verwachsen zu sein.

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Wir besuchten eine kleine Hütte.

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Daneben befand sich eine riesige Buddhafigur.

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Ein Stück weiter gab es noch ein Gebäude, das wir jedoch nicht näher erkunden sollten.

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Wir liefen noch etwas weiter und wollten gerade umdrehen, als uns eine Thailänderin ansprach und fragte, warum wir umdrehen würden. Es gäbe noch mehr zu sehen. So folgten wir ihrem Rat und liefen den unspektakulär wirkenden Weg dann doch noch weiter, um so zu u.a. einer schönen Aussicht zu gelangen.

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Es gab dann zwar noch einige weitere Gebäude, aber irgendwie fanden wir diese nicht wirklich so sehenswert wie erwartet. So liefen wir wenig später wieder zurück, wo wir uns dann jedoch noch eine größere Halle mit einem offenbar besonderen Buddha ansehen sollten.

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Wir schauten dem Treiben noch ein wenig zu, bevor wir uns dann langsam zurück zum Auto begaben.

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Nitus

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Tag 22 2/2 - Lost Places und Ankunft in unserem Homestay in den Bergen Nordthailands

ArFr hatte mit Google Maps herausgefunden, dass es in der Nähe noch weitere buddhistische Sehenswürdigkeiten gäbe. Gleiches schien ein anderer weißer Ausländer entdeckt zu haben, der mit seinem Mietwagen und seiner thailändischen Partnerin vor uns denselben Weg fuhr. Als der Weg anspruchsvoller wurde, drehte er jedoch um. Wir waren ein wenig unerschrockener, drehten aber auch wenig später um. ArFr befuhr schließlich eine schmale Auffahrt, die uns zu einer riesigen Buddha-Statue brachte.

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Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es vorgesehen war, dass man hier oben parkte, aber nachdem wir bis auf einen einsamen Fotografen hier die einzigen Besucher waren, sollte sich wohl niemand daran stören.

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So erkundeten wir schließlich die Anlage mit der riesigen Buddha-Figur.

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Bei der Sonnenstrahlung schien sich das Metall, aus dem die Figur gefertigt war, auszudehnen, was man akustisch immer wieder wahrnehmen konnte. Wir waren überrascht, dass dieser Ort so verlassen war.

Unser nächster Stopp sollte mit dem Kuan Im Holy Mother Yok Khao Schrein jedoch ein Ort sein, der noch mehr wie ein "Lost Place" wirkte, wenngleich hier sogar vier asiatische Besucher neben uns anwesend waren.

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Wir waren uns nicht ganz sicher, ob man das Gebäude besuchen durfte, aber wir taten es einfach.

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Es wirkte einerseits wie ein "Lost Place", aber andererseits brannten noch Räucherstäbchen. +1 meinte, nachdem ich ihm die Fotos im Nachgang gezeigt hatte, dass der Tempel wahrscheinlich nicht ausreichend Spenden erhalten hatte und daher mehrheitlich aufgegeben wurde.

Vor der anstehenden Weiterreise wollten ArFr und ich uns noch stärken, fanden aber in der direkten Umgebung kein wirklich gutes Angebot. So entschieden wir uns, erneut in das Stadtzentrum von Phayao zurück zu kehren, um in der Nähe des Seeufers in einem gut bewerteten Restaurant einzukehren.

Wir bestellten ein grünes Curry mit Hähnchenfleisch, das überraschend flüssig an den Tisch kam, was dem Curry aber geschmacklich gar keinen Abbruch tun sollte. Im Gegenteil war das Curry sehr geschmacksintensiv und hatte eine gut spürbare angenehme Schärfe.

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Dazu sollte es mal wieder knusprigen Schweinebauch geben, diesmal in einem mir bis dato unbekannten Gericht mit viel Schalotten, Thai-Auberginen und einigen Kräutern. Superlecker!

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ArFr hatte schnell gelernt und nach einem Omelette gefragt, um damit das im Zweifelsfall zu scharfe Essen im Mund etwas löschen zu können.

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Als Nachzügler wurden uns Enoki-Pilze mit Garnelen serviert, was ein so gar nicht scharfes Gericht sein sollte, und vielleicht auch deswegen in Summe nicht wirklich das Highlight dieses Mittagessen darstellte.

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Gut gesättigt sollte es nun weiter gehen. Für die nächsten zwei Nächte hatten wir uns ein Homestay in den Bergen ein ganzes Stück außerhalb der Provinzhauptstadt ausgesucht, wo wir etwas Ruhe und lokales Leben genießen wollten. Die Fahrt zum gebuchten ภูเราะ โฮมสเตย์ แอนด์ คาเฟ่ (Phu Rao Homestay and Cafe) dauerte eine knappe Stunde und führte das letzte Stück über steile und enge Straßen durch unbewohnten Urwald, bevor wir schließlich in dem kleinen Bergdorf eintrafen. Unsere Unterkunft sollte tatsächlich am Ende der Straße liegen. Zu unserer Überraschung parkten vor der Unterkunft, die laut Facebook-Profil nur drei Bungalows vermieten würde, erstaunlich viele Autos.

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Wir nahmen die steile Treppe nach oben, um herauszufinden, dass es hier auch ein Cafe gab, das sehr gut angenommen wurde, was bei der Aussicht nicht verwunderte.

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Wir wurden direkt für die Übernachtungsgäste gehalten. So viele weiße Ausländer schienen sich nicht hierher zu verirren. Dazu hatte ich die Reservierung selbst Monate zuvor auf thailändisch per Facebook Messenger unter meinem nicht thailändisch klingenden Namen getätigt und dabei auch bereits den Hinweis gegeben, dass wir Ausländer seien, aber ich ein wenig thailändisch sprechen könnte.

Für Letzteres schien die super freundliche Dame des Hauses auch sehr dankbar zu sein, denn schienen ihre Englischkenntnisse sehr überschaubar. Sie erklärte mir Einiges auf thailändisch und wenig später machten ArFr und ich uns auf zu den beiden Bungalows, die für die folgenden beiden Nächte unsere sein sollten.

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Tatsächlich war mein Bungalow sehr einfach eingerichtet, aber hatte ich genau das erwartet und war für zwei Nächte auch absolut fein damit. Dazu gab es (nicht fotografiert) eine ordentliche Toilette und eine gut gemauerte Dusche mit einem funktionierenden Durchlauferhitzer.

Sitzmöglichkeiten und Ausblick von meinem Bungalow waren dafür perfekt.

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Kurz nachdem wir uns auf unseren Zimmern eingerichtet hatten, wollten wir eigentlich ein erstes Bier auf die Unterkunft trinken und fanden uns wieder im Cafe der Anlage ein. Vorsichtig fragte ich die sehr freundliche Dame, die offenbar auch die Inhaberin war, ob sie auch Bier anbieten würde. Sie erklärte, dass sie keinen Alkohol im Angebot hätten, wir aber im Dorfladen, der bis 20 Uhr geöffnet hätte, welchen kaufen und anschließend vor Ort in ihrem Cafe trinken dürften. Gesagt, getan! Wir mussten zwar mehrfach das Dorf auf und ab fahren, um irgendwann das unscheinbare Gebäude als Dorfladen zu erkennen.

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Tatsächlich hatte man aber neben Grundnahrungsmitteln, verschiedenen Snacks und Wasser auch verschiedenste alkoholische Getränke im Angebot. Wir deckten uns ein wenig mit Bier ein. Die ältere Dame und vermeintliche Inhaberin, von der wir später lernen sollten, dass es die Schwiegermutter unserer Gastgeberin war, wollte direkt wissen, wo wir denn untergekommen seien. Ich nannte unsere Unterkunft, was für ein sehr zufriedenens Nicken sorgte, zumal ich erst später erkannte, dass sie unsere Unterkunft vor ihrem Laden sogar ausgeschildert hatte.

Zurück in unserer Unterkunft war der Allgemeinbereich mittlerweile leer geworden. Wir schienen dort nun die einzigen Gäste zu sein und tranken etwas schüchtern das zuvor gekaufte Bier. Unsere freundliche Gastgeberin fragte, ob wir denn Abendessen wünschen würden, was wir bestätigten. Dazu hätten wir auch nicht gewusst, wo man sonst in diesem Bergdorf hätte ein Abendessen bekommen können.

Die Dame kochte in ihrer Küche und servierte uns irgendwann ein mir bis dato unbekanntes Gemüse mit Ei und Schweinefleisch gebraten, dazu obligatorisch Reis und Spiegelei.

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Es schmeckte und wir wurden satt. Die Dame verabschiedete sich irgendwann und erklärte, dass sie die Küche nicht absperren würde, damit wir uns ggf. selbst etwas zubereiten könnte. Einerseits fragten wir uns, mit welchen Zutaten wir dies tun sollten, und andererseits waren wir tatsächlich ziemlich satt.

Wir lernten, dass der große Bungalow unterhalb unserer Bungalows bewohnt war. Dazu hatte eine größere Gruppe Thailänder, die teilweise scheinbar in eben diesem Bungalow übernachten wollte, einige Zelte neben dem Parkplatz aufgeschlagen. Während wir das Cafe mittlerweile für uns hatten, schien die große Gruppe auf dem Platz neben ihren Zelten eine gute Zeit zu haben.

Irgendwann konnten wir dann beobachten, wie die Gruppe Himmelslaternen in den vom Vollmond hell beleuchteten Nachthimmel entließ.

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Nachdem wir dann unsere Biere aufgetrunken hatten, zogen wir uns auf unsere Bungalows zurück. Dort sollte ich feststellen, dass es hier oben in den Bergen Nordthailands schon ziemlich frisch war. Ich zog mir eine lange Hose sowie eine Sweatjacke an und kuschelte mich in die bereitgestellte Decke ein, um es zum Einschlafen nicht zu kalt zu haben.
 

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Tag 23 - Entspannter Tag im Bergdorf

Die Nacht verlief leider etwas unruhig. Noch während des Zubettgehens machte eine (oder mehrere?) Kröte / Kröten enormen Lärm. Dazu waren Decke und gewählte Kleidung für die maximal 14°C in der Nacht fast etwas zu dünn, sodass mir unangenehm kalt war. Und als ich dann irgendwann halbwegs einschlafen konnte, begannen die örtlichen Hähne noch vor dem Sonnenaufgang lautstark und oft zu krähen. Ich drehte mich jedoch immer wieder um, um noch etwas mehr Schlaf zu finden. Gegen 8 Uhr stand ich jedoch auf und genoss den morgendlichen Ausblick von meinem Balkon.

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Den Tag ließen ArFr und ich dennoch sehr ruhig angehen, zumal unsere Gastwirtin gesagt hatte, dass wir Frühstück jederzeit ab 8:30 haben könnten. Wir trafen irgendwann nach 9 Uhr für einen ersten und auch später zweiten Kaffee im Café- und Restaurantbereich ein. Wenig später erhielten wir dann unser Frühstück, welches aus einer Reissuppe mit Hackfleischbällchen bestehen sollte.

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Wir blieben nach dem Essen noch eine ganze Weile sitzen und fühlten uns hier in diesem Bergdorf bereits maximal entschleunigt. Gegen späten Vormittag machten wir uns dann auf die Wanderung / den Spaziergang, den unsere Herbergsmutter uns empfohlen hatte.

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Wir trafen irgendwann auf ein Schild, dass jeweils 300 Meter nach links und 500 Meter nach rechts einen Aussichtspunkt sowie 1,3 Kilometer nach rechts eine Höhle ausschilderte.

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Nachdem der Weg nach links nicht so richtig gut aussah, spazierten wir den breiten Weg in die andere Richtung weiter, wo wir eine Viertelstunde später eine Lichtung erreichten.

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Ein Stückchen weiter gab es einen leider schon etwas verrottenden Unterstand.

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Wir passierten einen in einer Hängematte liegenden Soldaten, der auf unser Grüßen zurück grüßte aber ansonsten die meiste Zeit mit seinem Handy beschäftigt war, und dessen Präsenz wir uns hier nicht so ganz erklären konnten, denn die Grenze zu Myanmar lag weit entfernt.

Etwas weiter konnte man nochmal halbwegs den Ausblick genießen und wir fragten uns, ob dies der zuvor ausgeschilderte Aussichtspunkt sein sollte.

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Wir blickten hinunter auf das Dorf, in welchem wir für zwei Nächte Gäste waren.

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Und nach noch ein paar Schritten änderte sich die Aussicht wieder.

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Anschließend ging der Weg bergab und wir fragten uns, ob wir noch bis zu der Höhle, die wohl nicht betretbar gewesen sein soll, wandern sollten, oder ob es reichte. Nach ein paar Schritten bergab entschieden wir uns tatsächlich für die Umkehr. Zurück an unseren Bungalows stärkten wir uns mit Nüssen, die wir noch während der Anreise hierher gekauft hatten. Dabei schauten wir nicht nur der lokalen Tierwelt sondern auch der Dorfjugend bzw. wohl eher den Dorfkindern zu, die hier offenbar schon in sehr jungen Jahren motorisiert unterwegs sein durften und dies auch erstaunlich gut beherrschten.

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Später sollten wir auch wieder aufbrechen, um uns erneut in dem Dorfladen mit gut gekühlten Kaltgetränken einzudecken, die wir wieder im öffentlichen Bereich unserer Unterkunft bzw. dem Café genossen.

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Heute bereitete unsere Gastgeberin das Abendessen etwas früher zu, was uns mangels Mittagessen heute auch ganz lieb war. Gegen 17 Uhr erhielten wir dann wieder einen Teller mit leckerem Gemüse mit Schweinefleisch an Reis und Spiegelei.

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Anschließend packte die Dame des Hauses den Rest wohl für das eigene Abendessen mit der Familie ein und verabschiedete sich wieder von uns. Ich fragte kurz nach, ob wir heute tatsächlich die einzigen Gäste seien, was sie bestätigte. Wir hatten somit die ganze Anlage für uns allein.

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Bereits gegen 19 Uhr konnten wir dann einen Blutmond beobachten, bevor wir heute nach ein paar Getränken deutlich früher den Weg in unsere Betten fanden.

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Ich hatte dann auch noch herausgefunden, dass ich die letzte Nacht bei offenem Fenster geschlafen hatte. Dieses hatte ich bereits geschlossen und ArFr empfohl dazu, sich mit zwei Decken übereinander zuzudecken. So war es tatsächlich ein wenig ruhiger und ein bisschen wärmer als die letzte Nacht, sodass ich ganz gut einschlafen sollte.
 

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Tag 24 1/2 - Aus den Bergen Phayaos in den Südzipfel von Chiang Rai

Nachdem es einerseits am Vortag früher zu Bett ging und ich andererseits mit geschlossenem Fenster und zwei Decken übereinander deutlich besser schlafen sollte, war ich gegen 8 Uhr morgens schon putzmunter und genoss die morgendliche Aussicht auf die Umgebung und das Café, wo ich wenig später wieder einen sehr guten Kaffee erhalten sollte.

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Kaffee ist das richtige Stichwort, denn im Dorf wurden am Morgen wieder Kaffeebohnen zum Trocknen ausgebracht, die noch am Vorabend offenbar vor der nächtlichen Kälte und der sich dadurch ergebenden kondensierenden Feuchtigkeit geschützt worden waren.

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Uns wurde wieder eine Reissuppe gekocht, die heute neben Hackfleischbällchen auch getrockneten Tintenfisch beinhalten sollte. Damit wollte uns unsere Herbergsmutter wohl etwas Gutes tun, aber bleibt zumindest für mich Tintenfisch etwas, mit dem ich auch nach zwei Jahrzehnten Thailandreisen nicht warm werde.

Nach einem entspannten Frühstück und noch weiterem Kaffee kehrten ArFr und ich auf unsere Zimmer zurück, um unsere Sachen zu packen. Der Check-Out verlief sehr unkompliziert. Die Dame fragte uns, ob es uns in ihrer Unterkunft gefallen hätte, was wir eindeutig bejahten. Ich fragte, ob hier öfter Ausländer übernachten würden. Sie antwortete, dass es nicht viele aber durchaus einige Ausländer gäbe, die sogar manchmal eine ganze Woche hier zum Abschalten übernachten würden. Sie dankte uns nochmals für unseren Besuch und sagte, dass wir unseren Freunden doch ihre Unterkunft empfehlen sollten, was ich auch tatsächlich nur kann.

Statt den schnelleren Weg über die Schnellstraße Nr. 1 zurück in Richtung Provinzhauptstadt Phayao zu nehmen, wählten wir die Provinzstraße 1193. Eigentlich wollten wir noch einen Wasserfall besuchen, dessen Ausschilderung wir schon zwei Tage zuvor entdeckt hatten.

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Trotz intensiver Bemühungen und Suche bei Google Maps konnten wir den Khun Tom Wasserfall jedoch nicht lokalisieren und entsprechend nicht besuchen. So setzten wir unsere Fahrt zur nächsten Sehenswürdigkeit fort, einem etwas abgelegenen See.

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Tatsächlich schienen wir hier die einzigen Menschen zu sein, sodass wir uns nach einer kleinen Pause und zahlreichen Fotos dafür entschieden, den Ort auch wieder zu verlassen. Der nahe gelegene Tempel schien nach kurzer Inspektion auch eher unspektakulär zu sein, sodass ArFr erstmal ordentlich weitere Kilometer auf den Tachometer des angemieteten Yaris brachte.

Der nächste Halt sollte der Dinosaurier-Aussichtpunkt auf dem Weg von Phayao über die Straße 120 durch die Provinz Lampang in Richtung der Provinz Chiang Rai und dem eigentlichen Ziel Chiang Mai sein. Wir parkten ein und passierten die zahlreichen Verkaufsstände, um herauszufinden, dass der eigentliche Dinosaurier-Aussichtpunkt geschlossen war. Zum Glück konnte man jedoch ohne große Anstrengungen über die Absperrungen klettern, was hier offenbar mehrere Besucher taten, um so die Aussicht genießen zu können.

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In der Ferne konnten wir den Phayao-See und die gleichnamige Provinzhauptstadt erkennen.

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Nach weiterer Fahrt hatten wir langsam etwas Appetit auf Backwaren. Mittels Google Maps suchte ich nach einem Café und fand schließlich eine sehr gut bewertete Bäckerei in einem beschaulichen Ort, der etwas Abwechslung zu der sonst eher monotonen Waldlandschaft auf der Fahrt darstellte. Die Mitarbeiterin oder vermutlich Tochter der Inhaberin war sichtlich irritiert ob eines Besuchs von gleich zwei weißen Ausländern. Wir wählten jeder ein Stück Kuchen sowie einen Crêpe. Ich fragte, ob man diese hier verspeisen könnte, was zwar bestätigt wurde, aber aufgrund der Reaktion der Verkäuferin wohl ein seltener Wunsch zu sein schien. Sie servierte uns die gewünschten Stücke an den Tisch, an den wir uns einfach gesessen hatten, und fragte, ob wir Wasser wünschten, was wir bestätigten.

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Die Backwaren schmeckten sehr gut und die Freundlichkeit der Leute hier tat sein Übriges dafür, dass wir es hier genossen.

Ganz kurz hinter der Provinzgrenze zwischen Lampang und Chiang Rai sollte unser nächster Stopp der Tempel Wat Wiang Ka Long sein. Nachdem ArFr eingeparkt hatte, erkundeten wir erst eine Halle und dann die Freiluftinstallationen.

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Der nächste angesteuerte Tempel schien noch im Bau bzw. Entwicklung zu sein. Leider hatten wir jedoch keinerlei Fotos von unserem Besuch dieser merkwürdigen Anlage gemacht.

Wir setzten unsere Fahrt fort, mussten jedoch aufgrund eines lokalen Festes, das gerade vorbereitet wurde, einen Umweg nehmen. Dennoch erreichten wir irgendwann mit dem Wat Phrathat Mon Phrachao Lai den nächsten Tempel.

Bereits vom Parkplatz konnten wir den Chedi des Tempel aus nächster Nähe begutachten, den wir schon aus der Ferne gesehen hatten.

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Wir nahmen die Treppen nach oben.

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Überraschend war auch hier, was es für eine enorme Sammlung an Buddhafiguren hier gab.

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Aber auch die Aussicht von hier gefiel uns.

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Dazu blickten wir auf den zuvor besuchten noch im Bau befindlichen Tempel.

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Und auch der davor besuchte und hier mit Fotos erwähnte Tempel konnte erkannt werden.

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In Summe eine wirklich tolle Aussicht von hier.

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In die andere Richtung war die Aussicht nicht weniger idyllisch.

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Dazu befand sich dort noch eine riesige Buddhafigur, die zum besuchten Tempel gehörte.

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Wir schauten uns noch etwas am Tempel um, zu dem u.a. ein Kakteengarten gehörte.

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Dazu gab es eine Umgebungskarte, die suggerierte, dass man zu dem riesigen Buddha mit dem Auto fahren könnte.

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Wir versuchten dies, sollten jedoch umkehren, als der Weg immer enger und schlecher wurde. Dazu wirken riesige Buddhafiguren aus der Entfernung ja eigentlich auch netter anzusehen als aus der direkten Nähe.
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 24 2/2 - Weiter nach Mae Chedi in Wiang Pa Pao

Eigentlich hatten wir uns schon ziemlich dem Hotel für die anstehende Übernachtung genähert, aber war es erst gegen 15 Uhr. Wir prüften daher bei Google Maps, welche weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wir für einen Besuch vorgemerkt hatten. So entschieden wir uns für eine Autofahrt zum Tempel Wat Phra That Mae Chedi, welche uns etwas aus dem Zentrum des kleinen Ortes Mae Chedi im Bezirk Wiang Pa Pao hinaus führte.

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Am Tempel schienen wir die einzigen Besucher zu sein. Wir schauten uns ein wenig um.

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Ein Mönch nahm von uns Notiz und kam auf uns zu. Er begrüßte uns freundlichst und erklärte, dass der Tempel ein Museum beherbergen würde und wir ihm folgen sollten. Hinter einem Gebets- und Versammlungsraum taten sich tatsächlich noch zahllose Räume mit unzähligen buddhistischen Exponaten auf, die wir alleine erkunden durften.

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Dazu gab es von hier einen tollen Ausblick auf die idyllische Umgebung.

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Wir waren wirklich sehr erstaunt, wie weitläufig die Ausstellungen hier waren, die wir offenbar für uns alleine hatten.

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Irgendwann trafen wir auf eine Gruppe von drei weißen Ausländern. Natürlich kamen wir ins Gespräch, sodass wir lernen sollten, dass Alle aus Frankreich kämen und ein Herr mit einer Thailänderin aus Mae Chedi liiert sei und seinen Besuch aus der Heimat zur wichtigsten Sehenswürdigkeit des Ortes gebracht hätte. Nach einer Unterhaltung und nachdem wir alle Räume des Museums besucht hatten, begaben uns ArFr wieder in den Außenbereich der Tempelanlage.

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Nachdem für den Besuch des Tempels kein Eintritt fällig wurde und der Mönch super freundlich war, hinterließ ich in der Spendenbox unter einer Buddhafigur einen Geldschein.

Anschließend lenkte ArFr uns zur nächsten ausgeschilderten Sehenswürdigkeit, bei der wir uns gar nicht so sicher waren, worum es sich dabei handeln würde. An der Zufahrt zu Wang Macha wurde ein kleines Eintrittsgeld fällig.

Nachdem der Wagen im Schatten gepart war, fanden wir heraus, dass es sich hier um riesigen Fischteich handelte und am Ufer Fischfutter verkauft wurde.

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Wir wählten einen großen Beutel für 40 THB und fühlten uns damit gut ausgestattet. ArFr wusste offenbar, warum er es mir überließ, mit meinen Händen mehr oder weniger Fischfutter in den Teich zu werfen, wonach direkt unzählige Fisch auftauchten, um sich dieses zu sichern. Als ich zwischendurch mal an meinen Händen roch, erkannte ich, warum ArFr mir das Fischfutterwerfen überlassen hatte.

In der Zwischenzeit trafen die drei Franzosen ein, die wir zuvor bereits im Tempelmuseum getroffen hatten. Anders als wir ließ man sich das Fischfüttern hier richtig was kosten und hatte gleich einen ganzen Sack Fischfutter für 2.000 THB gekauft, das man nun mit großen Kellen großzügig im Teich verteilte.

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Beim Einkaufen des Fischfutters hatte ich bereits gesehen, dass auch Wildschweinfutter verkauft wurde, was ich nach dem Lesen der entsprechenden thailändischen Lettern ArFr erklärt hatte. So wollte er nochmal zurück und auch davon einen Beutel kaufen. Mit diesem ausgerüstet folgten wir dann der Beschilderung zu den Wildschweinen, womit wir irgendwann ein ziemlich stark riechendes Gehege erreichen sollten. Die Wildschweine waren erwartungsgemäßg deutlich träger dabei, das hingeworfene Futter aufzunehmen.

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Anschließend fuhren wir zum gebuchten Hotel, dem Me Vadsana Hotel, das mit seiner äußeren Erscheinung ein wenig betonlastig wirkte.

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Der Check-in war jedoch super freundlich, wenngleich wir irgendwie das Gefühl bekamen, für diese Nacht die einzigen Gäste des Hotels zu sein. Je Näher wir unseren Zimmern kamen, desto hübscher wirkte Betonkasten auch.

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Mit meinem Zimmer war ich ziemlich zufrieden.

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Nachdem ich mich kurz etwas frisch gemacht hatte, brachen wir direkt wieder auf. Bereits im Vorfeld unserer Reise hatten wir herausgefunden, dass es in der Nähe dieses etwas abseits gelegenen Hotels mit dem "หัวมุม แม่ขะจาน" ("die Ecke von Mutter Khachan") einen netten Biergarten geben sollte. Bereits während des Spazierganges dorthin durch ein Wohngebiet war ich etwas skeptisch, ob wir hier wirklich einen Biergarten finden würden. Bei unserem Eintreffen gegen 17:30 wirkte die Lokalität auch nicht wirklich geöffnet, wenngleich Google Maps behauptete, dass man um 17 Uhr öffnen würde.

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Eine Mitarbeiterin kam auf uns zu und erklärte auf Nachfrage, dass man sehr wohl geöffnet hätte. So wählten wir bequeme Plätze in diesem Biergarten, der sich im Vorgarten eines Wohnhauses befand. Dazu wählte ich nach längerem Studieren der rein thailändischsprachigen Karte einige Gerichte, von denen knuspriger Schweinebauch mal wieder den Anfang machte.

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Darauf folgte eine Tom Yam Gung, wobei "Gung" hier relativ große frische Flußgarnelen bedeutete.

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Große Garnelen sollten auch der Hauptbestandteil des nächsten Gerichtes sein.

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Als Letztes erreichte uns mit "Muh Manao" (Zitronenschweinefleisch) ein Gericht, das sehr zu ArFrs Freude nicht wie üblich aus bereits mit scharfer Sauce übergossenem Schweinefleisch bestand, denn hier konnte man selbst die Saucenmenge zu seinem Stück Schweinefleisch wählen.

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Bei kühlem Wetter und Bier wurden die weiteren Gäste nach und nach mehr und auch Live-Musik wurde geboten.

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Dazu konnten wir beobachten, wie bei der größeren Gruppe vor uns immer wieder eine andere Person eine große mitgebrachte Tüte hervorholte, um den Inhalt auf den Tisch zu kippen, worauf alle anderen Personen dieser Gruppe unter lautem Gekreische nach den Sachen griffen, die auf den Tisch fielen. Es schien uns eine thailändische Variante des Schrottwichtelns zu sein.

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Dem Sänger wurde entsprechend wenig Aufmerksamkeit geschenkt, sodass zumindest wir immer wieder Beifall klatschten.

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Nach einigen Bieren sollten wir dann gegen 23 Uhr zurück im Hotel eintreffen, zumal es mittlerweile doch etwas frisch geworden war. Die Klimaanlage konnte daher ausgeschaltet bleiben, was entsprechend eine ruhige Nacht versprach.
 

Nitus

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Tag 25 - Von Mae Chedi Mai nach Chiang Mai oder vom Slow Life zurück in die Touristenhölle

Nach einem erholsamen Schlaf machten wir uns gegen 8:30 auf zur Rezeption, um herauszufinden, wo das Frühstück serviert würde. Vorher hielt ich aber noch die Aussicht an diesem wieder wundervoll sonnigen Tag mit klarem Himmel fest.

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An der Rezeption zeigte die nicht Englisch sprechende Dame auf den Außenbereich, wo sich quasi unterhalb unserer Zimmer Sitzgelegenheiten befanden. Wenig später trafen die bereits am Vortag beim Check-in gewählten Speisen ein. Für mich sollte es mal wieder eine Reissuppe sein.

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Dazu gab es leider nur Instantkaffee und einen ziemlich süßen Tee. Dabei stellten wir fest, dass wir wohl die einzigen Übernachtungsgäste geblieben waren.

Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Chiang Mai. Wir hielten jedoch bereits schon nach wenigen Kilometern wieder, um heiße Quellen zu besuchen. Wir parkten neben der Thaweesin Hotspring.

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Hier konnten wir uns dann bereits wieder daran gewöhnen, nicht mehr die (fast) einzigen weißen Ausländer bzw. Touristen zu sein, denn parkten hier diverse Reise- und Minibusse, die offenbar größere Mengen Touristen hier auf der Reise zwischen Chiang Mai und Chiang Rai oder auf einem Tagesausflug u.a. hier stoppen ließen. Es gab eine Möglichkeit, seine Füße kostenlos im heißen Thermalwasser zu baden. Nicht nur weil die Sitzplätze schon gut mit zahllosen Touristen gefüllt waren und Russisch die vorherrschende Sprache zu sein schien, ließen wir dies aus und spazierten weiter.

Vorbei an diversen Hütten, die man hätte wohl für ein privates Thermalbad mieten können, gingen wir zurück zur Hauptstraße, denn nebenan gab es eine Tempelreplik, die jedoch verlassen und dem Verfall geweiht war.

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Da die Anlage nicht richtig abgesperrt war, wollte ich diese näher erkunden, aber ArFr meinte, dass das keine gute Idee sei. So liefen wir zurück und beobachteten noch eine Weile die immer wieder aufsteigende Fontäne heißen Thermalwassers.

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In der Umgebung gab es ähnliche Becken mit heißem Thermalwasser, die jedoch allesamt nicht so imposant wirkten wie eben dieses.

Unser nächster Halt sollte nach etwas Fahrt der Khun Chae Nationalpark sein. An der Zufahrt erklärte mir die Mitarbeiterin, dass wir den Wanderweg begehen könnten, dieser aber im Bereich des Wasserfalles aufgrund von Unwetterschäden gesperrt sei. So könnten wir den Weg nicht, wie eigentlich vorgesehen, als Rundweg wandern, sondern müssten am Wasserfall umdrehen. Ich willigte ein und zahlte pro Person 100 THB Eintrittsgeld für Ausländer und 30 THB für unseren Mietwagen. Da sie jedoch keine Eintrittskarten mehr für ausländische Erwachsene hätte, gab sie mir pro Person 10 Tickets für thailändische Kinder, die jeweils 10 THB kosteten. Mit einem Bündel Eintrittstickets kehrte ich so zu ArFr zurück in den Yaris.

Nach einem kleinen Stück Autofahrt parkten wir neben der Nationalparkverwaltung ein, um von hier zum "Gurgling Trail" aufzubrechen.

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Der Weg ging relativ steil bergauf. Dazu war der Weg teilweise von ziemlich viel Laub bedeckt. So richtig gut in Schuss wirkte der Trail nicht, sodass wir nach einer Weile entschieden, die weitere Erkundung abzubrechen und zum Auto zurückzukehren.

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Nachdem wir ein ganzes Stück weiter in Richtung Chiang Mai zurückgelegt hatten, bogen wir irgendwann links von der Hauptstraße ab, um nach noch einem kleinen Stückchen zur Doi Saket Hot Spring zu gelangen.

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Wir schauten uns ein wenig auf dem Gelände um, das teilweise eher funktional und nicht ganz perfekt in Schuss wirkte. Auch hier konnte man seine Füße in Thermalwasser baden, wofür man um eine Spende gebeten wurde.

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Auch hier konnten wir uns dazu nicht durchringen und spazierter weiter umher. Auch hier hätte es gegen überschaubare Mietpreise kleine Hütten gegeben, wo man privat in Thermalwasser hätte baden können. Uns war aber auch so schon warm genug, sodass wir uns auch hier dafür nicht so recht begeistern konnten.

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Ein paar Schritte vom Thermalbad entfernt gab es eine einfache Garküche, die bei Google Maps erstaunlicherweise mit 4,9 Sternen bewertet war, sodass wir einkehrten, und uns mal wieder jeder eine Portion Khao Soi gönnen sollten, die von einer freundlichen älteren Dame zubereitet wurde und wirklich sehr gut schmeckte.

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Gestärkt fuhren wir zurück zur Hauptstraße in Richtung Chiang Mai, um einige Kilometer zurück in Richtung der Provinzhauptstadt zu fahren. Allerdings sollte es noch ein letzter Stopp vor Erreichen unseres Tagesziels sein. Die Tweechol botanischen Gärten wollten wir besuchen. Google Maps half zwar bei der Navigation, aber vor Ort konnten wir keinerlei Schilder wahrnehmen, die erklärten, wie man von der Hauptstraße zu den Gärten gelangen würde. Wir fragten daher einen Wachmann des Resorts, das sich an der Stelle befand, die Google Maps eigentlich als Ziel genannt hatte. Er bestätigte, dass wir hier richtig seien und erläuterte uns den Weg zum Parkplatz der botanischen Gärten.

Beim Lösen der Eintrittskarten fragten wir uns kurz, ob wir kostenpflichtig Fahrräder oder einen Golfwagen dazu mieten oder den kostenlosen Bus durch die Anlage nutzen sollten. Im Endeffekt entschieden wir uns gegen all diese Optionen und liefen einfach zu Fuß, was sich aufgrund der deutlich geringeren als anfangs überschätzten Weitläufigkeit der Anlage dann auch als beste Option für uns herausstellen sollte.

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Neben den schön gestalteten Außenbereichen konnten wir auch ein paar Gewächshäuser besuchen.

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Gegen Nachmittag sollte es dann endgültig zurück in die Zivilisation der Provinzhauptstadt Chiang Mai gehen. Nachdem ArFr uns gut durch den immer stauiger werdenden Verkehr gelenkt hatte, setzte er mich irgendwann am Marriott Chiang Mai ab und fuhr selbst zum schräg gegenüber liegenden Mövenpick Hotel.

Bereits Tage vor meiner Ankunft hatte ich eine E-Mail vom Marriott erhalten, dass man aufgrund guter Buchungslage und geringer Anzahl an Suiten mir als Bonvoy Titanium sehr wahrscheinlich kein Suite-Upgrade anbieten könnte. Als Entschädigung könnte ich bereits aus zusätzlichen 2.500 Bonvoy-Punkten, einem F&B-Guthaben i.H.v. 500 THB, einer Flasche Hauswein oder vier Flaschen lokalem Bier wählen. Wie bei meinem letzten Aufenhalt, hatte ich die 2.500 Punkte gewählt, die ich dann jedoch gar nicht erhalten sollte, da es seinerzeit beim Eintreffen dennoch eine Suite geworden war, über die ich mich im Endeffekt auch mehr gefreut hatte.

So war ich hoffnungsfroh, als ich an der Rezeption zum Check-in eintraf. Leider sollte es tatsächlich nur ein normales Zimmer geben, wenngleich mit Bergblick und auf einer hohen Etage.

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Da die Luft erfreulich klar war, war der Blick auf Chiang Mais Hausberg Doi Suthep ungetrübt.

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Nachdem ich mich etwas frisch gemacht hatte, traf in im "M Club" ein, wo ich mich am Angebot des Afternoon Tea bediente.

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Zurück auf meinem Zimmer war mittlerweile ein Begrüßungspräsent (zusätzlich zu den 1.000 Punkten) eingetroffen.

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Eigentlich wollte ich etwas am und im Hotelpool relaxen, aber war es hier äußerst voll und alle Liegen belegt. Ich lümmelte mich etwas in einen Sessel der Poolbar, wo ich dennoch etwas relaxen sollte.

Kurz vor der Happy Hour traf ich wieder im "M Club" ein und konnte den Sonnenuntergang beobachten.

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Wenig später traf ArFr ein, dem ich zwischenzeitlich meine zweite Zimmerkarte übergeben und den ich als zweiten Gast auf meinem Zimmer gemeldet hatte. So bedienten wir uns am Abendbüffet und den Getränken.

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Nach dem Ende der Happy Hour spazierten wir durch Chiang Mai für noch ein paar weitere Getränke. Hier fiel uns erneut auf, wie extrem viele Touristen sich im Zentrum von Chiang Mai befanden. Entsprechend schien hier Alles rein auf Touristen ausgerichtet zu sein. Wir waren zwar ja auch Touristen, aber hatte ich Chiang Mai nicht so extrem touristisch in Erinnerung.
 

danschn

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13.10.2021
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DUS
Der Bericht inspiriert mich echt auch einmal in den Norden von Thailand zu reisen....Thx.
 
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Reaktionen: Nitus

DerSenator

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08.01.2017
7.912
6.548
MUC/INN
@Nitus Ich liebe deine Thailand Reiseberichte. Sorry wenn ich den Thread kurz kapere… ich suche eine Restaurantempfehlung für ein nettes Lokal zum Abendessen.

Eben, es gibt 1000de. Aber eines, wo auch eine Frau ohne Ekel gern reingeht, wo ihr sagen würdet, da muss man in BKK unbedingt hin. Lokal, frisches Essen (wie überall), nicht zu sehr currylastig…

Sind im MO Bangkok.

Danke!
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.564
39.570
MUC
@Nitus Ich liebe deine Thailand Reiseberichte. Sorry wenn ich den Thread kurz kapere… ich suche eine Restaurantempfehlung für ein nettes Lokal zum Abendessen.

Eben, es gibt 1000de. Aber eines, wo auch eine Frau ohne Ekel gern reingeht, wo ihr sagen würdet, da muss man in BKK unbedingt hin. Lokal, frisches Essen (wie überall), nicht zu sehr currylastig…

Sind im MO Bangkok.

Danke!

Eine Empfehlung für ein Abendessen, das Euch Beiden in Erinnerung bleiben könnte, wäre "Steve Cafe & Cuisine". Das Restaurant liegt einerseits direkt am Fluss und andererseits ist das Personal und die Speisekarte mit vielen sehr lokalen Gerichten dennoch auf internationales Publikum eingestellt:


Deutlich lokaler von den Gerichten und Seafood-lastiger wäre das "Am Dang Typhoon by the River" ebenfalls am Fluss, wenngleich in einer ganz anderen Ecke aber dennoch sehr gepflegt und hochwertig:


Darüber hinaus gibt es in Bangkok unendlich viele Möglichkeiten zum Abendessen für wirklich jeden Geschmack und Geldbeutel. Schreib mir ggf. gerne per PM was Du Dir genau vorstellst. Vielleicht kann ich helfen.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.514
6.093
Kommt mir das nur so vor, oder ist es in der Ecke von Thailand deutlich "aufgeräumter" als in den klassischen Touristengegenden?
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.564
39.570
MUC
Tag 26 - Tempel in Chiang Mai oder doch schon sehr viele Touristen hier

Nachdem es am Vorabend doch deutlich später geworden war, sollte der Tag heute etwas später starten. So war es bereits gegen 9:30, als ich die Vorhänge aufzog.

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ArFr schlug vor, Wat Sri Suphan, den silbernen Tempel, zu besuchen. So spazierten wir quer durch die südliche Innenstadt von Chiang Mai, vorbei an den Überresten der einstigen Stadtmauer.

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Am silbernen Tempel eingetroffen erkannten wir schnell, dass wir hier nicht die einzigen Besucher waren.

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Tatsächlich sollte dies einer der wenigen Tempel sein, die ich in meinem Leben besucht habe, der von ausländischen Touristen ein Eintrittsgeld verlangte. Thailänder lassen im Regelfall bei einem Tempelbesuch (mitunter signifikante) Spenden da, wohingegen Ausländer dies wohl üblicherweise nicht tun. Dass ein Tempel, der von ausländischen Touristen sehr stark frequentiert wird, daher Eintrittsgeld erhebt, finde ich dementsprechend in Ordnung, zumal der Eintritt hier mit 50 THB in meinen Augen fair bepreist war. Allerdings suggerierte mir, dass die Besuchsgebühr für Ausländer wohl sicher auch mit einem hohen Anteil an ebensolchen Touristen einhergehen würde. Und tatsächlich gab es hier deutlich mehr Touristen als Einheimische, zumal sich viele Chinesinnen hier traditionelle thailändische Kleidung ausliehen, um damit vor dem Tempel zu posieren.

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Frauen durften das eigentliche Tempelgebäude jedoch nicht betreten. ArFr und ich hingegen durften dieses, nachdem wir mal wieder unsere Schuhe ausgezogen hatten, tun. Es bedurfte ein wenig Wartezeit, um Fotos machen zu können, bei denen keine anderen Personen im Bild standen.

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Sonderlich viel mehr gab es hier am Tempel dann auch nicht wirklich zu sehen, zumal es aufgrund der vielen Besucher auch ziemlich wuselig war. So spazierten wir wieder zurück in Richtung des Stadtkerns, wo wir am Tempel Wat Phuak Hong kurz stoppten.

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Anschließend gönnten wir uns bei einem erfrischenden Eiskaffee eine Pause. ArFr äußerte, dass er gerne zum Tempel Wat Phra Singh wollte, was somit unser nächstes Ziel sein sollte.

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Der Tempel war wirklich richtig schön. Tatsächlich bietet die Stadt Chiang Mai eine enorme Anzahl an Tempeln, von denen sehr viele auch wirklich wunderschön sind. Mich störten aber die Touristenmengen und das damit einhergehende laute Geschnatter und die vielen Reiseführer, die relativ laut mit ihrem Wissen auf u.a. Englisch, Chinesisch und sogar Deutsch um sich warfen. Die Einheimischen müssen viele ihrer Tempel als religiöse Stätte (zumindest in der touristischen Hauptsaison) abgeschrieben haben, so extrem diese zu Touristenattraktionen geworden waren.

Ich sehnte mich nach den ruhigen Tempeln weit außerhalb von Chiang Mai, wo man die Schönheit der Tempel mit Ruhe für sich genießen konnte. Glücklicherweise war ich in den nun über 20 Jahren meiner Thailandreisen schon mehrfach in Chiang Mai und hatte hier bereits viele Tempel besucht, als diese noch nicht so überlaufen waren. Generell hatte ich den Eindruck, dass Chiang Mai immer mehr zu einer massiven Touristenattraktion geworden war.

ArFr hatte sich wieder die Schuhe ausgezogen und sich mit den Menschmassen durch das Hauptgebäude geschoben. Ich hingegen, versuchte den Touristenmassen auszuweichen und wartete auf ihn, bevor wir irgendwann weiterzogen.

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Wir wählten mit dem Tempel Wat Suan Dok einen, der etwas außerhalb des Zentrums lag. Auf dem Weg dorthin wurden die Backpacker-Hotels und Touristen-Bars & -Restaurants immer weniger und tatsächlich wirkte das Leben rund um das Universitätskrankenhaus deutlich lokaler. So fanden wir eine mit Einheimischen gut gefüllte Garküche, wo wir für Nudelsuppen einkehrten.

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Auf dem weiteren Fußweg zum Tempel kauften wir von einem Straßenhändler jeder eine Portion Ananasstücke, die saftig-süß ein schönes Dessert waren. Schließlich trafen wir am Wat Suan Dok ein, der erfreulicherweise wenig besucht war.

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Wir nahmen jedoch (dem Akzent nach) ein US-amerikanisches Paar war, denen ein thailändischer Reiseführer auf Englisch zahlreiche Details zur Geschichte des Tempels erläuterte. Die Rückfrage des US-Amerikaniers, wie kalt es in Chiang Mai eigentlich werden würde und ob es im Winter Schnee gäbe, irritierte mich fast noch mehr als den Reiseführer, der wohl merken musste, dass seine Kunden seine Ausführungen wohl nicht wirklich interessierten.

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Da uns bei prallem Sonnenschein recht warm war und vor allem ich heute ein wenig schlapp war, entschieden wir, vom Tempel mit einem Uber zurück zu unseren Hotels zu fahren. ArFr machte sich alleine noch etwas auf, die Umgebung zu erkunden. Ich hingegen gönnte mir einen Snack in der Lounge.

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Anschließend wollte ich eigentlich etwas am Pool relaxen, aber wieder waren wirklich alle Liegen belegt. Ich war etwas enttäuscht und entschied mich, etwas auf meinem Zimmer auszuruhen.

Gegen Abend trafen ArFr und ich uns wieder in der Lounge, um die Happy Hour zu maximieren. An der Live Cooking Station sollten es heute meine Lieblingsnudelsuppe Khao Soi sowie Spaghetti mit einer cremigen Sauce geben.

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Auch sonst konnte man sich hier satt essen.

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Nach dem Ende der Happy Hour spazierten wir etwas umher. Der Nachtmarkt, der sich direkt neben dem Marriott befand, bot hauptsächlich Touristennippes an.

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Nach einer Weile fanden wir dann mit dem "Chef's Together by Aod & Dan" ein Restaurant mit Live-Musik direkt am Fluss Ping. Gegen 21 Uhr hatten wir auf der weitläufigen Terrasse fast freie Platzwahl.

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Die Live-Musik gefiel mir direkt, zumal auch Stücke meiner thailändischen Lieblingsband um Sek Loso gespielt wurden.

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Dazu hatten wir direkten Flussblick.

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Obwohl es schon ein paar Biere in der Lounge zu Happy Hour geworden waren, fühlten wir uns hier so wohl, dass wir direkt einen 3-Liter-Tower bestellten.

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Die Speisekarte war extrem umfangreich, aber waren wir nicht wirklich hungrig. Die gesamte Reise durch Nordthailand hatte ich diesmal jedoch noch keine Sai Uah, jene für Chiang Mai und Nordthailand typische sehr würzige Wurst, gegessen. So fragte ich die Bedienung auf thailändisch, ob man Sai Uah im Angebot hätte, was er sichtlich überrascht und in Folge mit breitem Lächeln bejahte. So bestellte ich eine Portio, die ein perfekter Begleiter zum Bier sein sollte.

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Nachdem wir den Tower dann geleert hatten, spazierten wir gemütlich zurück zu unseren Hotels, wo wir den Abend heute etwas früher beendeten als am Vortag.
 

Alex6

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03.01.2016
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Gegen Abend trafen ArFr und ich uns wieder in der Lounge, um die Happy Hour zu maximieren
Ich hoffe doch ihr habt auch das Frühstück maximiert? :D
nachdem du ArFr bei dir als zweiten Gast angegeben hast, hätte er dich auch angeben können. Dann gemeinsam bei einem im Hotel mit frühstücken beginnen und dann ins andere wechseln:ROFLMAO::ROFLMAO:
 

Nitus

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04.04.2013
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MUC
Ich hoffe doch ihr habt auch das Frühstück maximiert? :D
nachdem du ArFr bei dir als zweiten Gast angegeben hast, hätte er dich auch angeben können. Dann gemeinsam bei einem im Hotel mit frühstücken beginnen und dann ins andere wechseln:ROFLMAO::ROFLMAO:

Nachdem ArFr bei Accor mittlerweile keinen Status mehr hat und das Mövenpick mit Frühstück deutlich teurer gewesen wäre, haben wir nur im Marriott maximiert. Da fällt mir ein, dass ArFr sich für Frühstück und Happy Hour im Marriott eigentlich noch revanchieren könnte. 🤣
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 27 - Rückkehr nach Bangkok oder nun Grillen mit +1 und ArFr

Nachdem einerseits bei unserem letzten gemeinsamen Flug von Chiang Mai nach Bangkok wir lange Wartezeiten am Check-in-Schalter und vor allem der Sicherheitskontrolle in Kauf nehmen mussten und andererseits ArFr und ich gerne mit reichlich Puffer unterwegs sind, trafen wir uns bereits gegen 7:30 im Frühstücksrestaurant des Marriott.

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Nach ausreichender Stärkung packten wir jeweils unsere Sachen und checkten aus unseren Hotelzimmern aus. Gegen 9 Uhr konnte ich dann zu ArFr in den Mietwagen steigen, mit dem er mich vor dem Marriott abholte.

Entgegen aller Befürchtungen und ArFrs Erfahrungen bei meiner Abholung vom Flughafen 1,5 Wochen zuvor kamen wir ohne Stau durch, sodass wir wenig später den Mietwagen mit Gasohol 91 volltanken ließen.

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Nachdem ArFr sich bei meiner Abholung am Flughafen 1,5 Wochen zuvor leicht verfahren hatte und auch ich schon mal bei einer meiner Chiang-Mai-Reisen länger die Mietwagenrückgabe am Flughafen gesucht hatte, hatte ich bereits während der Fahrt mit Google Maps den korrekten Rückgabeort und Weg dorthin recherchiert. So war es fast Punkt 9:30, als wir den Mietwagen, mit dem ArFr deutlich über 2.000 Kilometer zurückgelegt hatte, an einen Hertz-Mitarbeiter übergaben.

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Auch wenn es noch fast 3,5 Stunden bis zu unserem Abflug um 13 Uhr nach Bangkok waren, machten wir uns bereits auf zum Check-in-Schalter von AirAsia. Eigentlich bevorzuge ich für innerthailändische Flüge Thai Airways, um die Statusvorteile als *G nutzen und Meilen bei LH oder A3 sammeln zu können. Für einen Rückflug nach Bangkok an diesem Tag waren Flüge mit Thai Airways jedoch ziemlich teuer. AirAsia hingegen bot erfreulich günstige Flüge an. Aufgrund der leider sehr engen Bestuhlung von AirAsia war für mich die kostenpflichtige Vorabbuchung eines Sitzplatzes am Notausgang nicht verhandelbar. Da ich auch noch 20kg Aufgabegepäck für meinen Koffer dazu buchen musste, schien mir das "Value Pack Premium Flex" (Flex-Buchung, freie Sitzplatzwahl inkl. Notausgangsplätze, Versicherung, kostenloses Wasser & warmes Essen, 20kg Aufgabegepäck und Priority-Services beim Check-in, Boarding und Gepäck) die beste Wahl zu sein. Nachdem selbst mit diesem Paket der Flug deutlich günstiger als bei Thai oder Bangkok Airways war, konnte ich auch ArFr davon überzeugen.

So reihten wir uns am Premium-Schalter von AirAsia ein, wo wir nur eine Passagierin vor uns hatten, im Gegensatz zu einer wirklich langen Schlange am regulären Check-in.

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Meine gut 2kg Übergepäck (jenseits der 20kg Freigepäck, die ich über das Value-Pack gebucht hatte) fielen der Mitarbeiterin entweder nicht auf, wurden toleriert oder vielleicht sogar mit den 6kg nicht genutzten Freigepäck von ArFr verrechnet, obwohl er eigentlich auf einer getrennten Buchung unterwegs war.

Froh, dass wir bereits so früh unser Aufgabegepäck abgeben konnten, begaben wir uns zur Sicherheitskontrolle, die wir diesmal ohne längere Wartezeit betreten und passieren konnten. So erreichten wir über drei Stunden vor Abflug die sehr kleine und enge Coral Lounge (Zugang über Amex PriorityPass) am Ende des Abflugbereiches für Inlandsflüge, wo es bei unserem Eintreffen noch angenehm leer war und wir so bequeme Plätze einehmen konnten.

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Das Speisenangebot war hier kein Highlight, aber waren wir auch noch vom vielfältigen Frühstücksbüffet des Marriotts satt.

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Eine Stunde später wurde es deutlich voller, wenngleich zahlreiche potenzielle Gäste, die sich am Empfang anstellten, entweder nach Inspizieren der Lounge durch sie oder nach Überprüfen deren Zugangsberechtigung durch die Mitarbeiterin wieder nach draußen begaben. Ein offenbar indischer Gast fiel uns auf, da er sich immer und immer wieder am Büffet bediente. Dazu versuchte er, Waffeln zu toasten, was ihm überraschenderweise gelang, da er zuvor glücklicherweise die Frischhaltefolie, in die diese eingewickelt waren, entfernt hatte und mit einer Zange die angebrannten Exemplare aus dem Toaster bekam. Es war aber schon sehr überraschend, wie viele Scheiben billigsten Industrietoasts er vertilgen konnte.

Ich hingegen entdeckte irgendwann ein dezentes Schild, das erklärte, dass man sich auch warme Gerichte bestellen könnte. Ich bestellte mir die Bandnudeln, die mir nach einiger Wartezeit als relativ traurige und geschmacklose Portion überreicht wurden.

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Nachdem wir über 2,5 Stunden in der Lounge überstanden hatten, begaben wir uns pünktlich zur angegebenen Boardingzeit zum Gate, auch wenn unser Flugzeug gerade erst aus Bangkok gelandet war.

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Tatsächlich sollte das Boarding dennoch nahezu pünktlich starten. Als Priority-Boarding-Gruppe konnten wir somit kurz nach unserem Eintreffen direkt nach einem Mönch das Boardinggate durchschreiten. Wir sollten der gelben Linie folgen.

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In diesem Zwischengang sollten wir dann noch warten. Dabei konnten wir beobachten, wie am Nachbargate ebenfalls geboardet wurde.

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Tatsächlich waren ja auch die Passagiere aus Bangkok noch gar nicht komplett aus unserer Maschine ausgestiegen.

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Sieben Minuten später konnten wir dann aber tatsächlich bereits unsere Plätze in der hinteren Notausgangsreihe einnehmen.

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Ich hatte erfreulicherweise den Fensterplatz gebucht.

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Fast pünktlich ging es los. Ca. zwanzig Minuten nach dem Take-Off erhielten wir unser vorbestelltes Essen. Als Maximierer hatte ich bereits bei der Buchung das teuerste Gericht als kostenloses Essen im Rahmen des Value-Packs gewählt. Beim Erhalt meines Essens fragte ich mich, warum ich das getan hatte, denn das gewählte südthailändische gelbe Curry ist normalerweise nicht nur sehr scharf sondern bietet auch eher ziemlich strenge Aromen. Ich schaute etwas neidisch auf das mit Thai-Basilikum gebratene Hackfleisch, das ArFr gewählt hatte, versuchte mich aber mit meiner Wahl anzufreunden.

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Wohlwollend stellte ich fest, dass Seafood hier nur aus Seebarschstücken und einer Garnele bestand und mir vor allem Tintenfisch oder gar Krebsfleisch erspart blieb, wobei das wohl auch für ein Flugzeugessen einer Billigairline zu teuer gewesen wäre.

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Das Curry war zwar scharf und bot die erwarteten fermentierten strengen Aromen, war aber insbesondere zusammen mit dem Reis und dem Omelette durchaus gut essbar. Ein ganz bisschen gewöhne ich mich ja auch so langsam an diese strengen Geschmäcker.

Obwohl wir über Ang Thong zwei Warteschleifen gedreht hatten, landeten wir nahezu pünktlich gegen 14:15 am Flughafen Don Mueang in Bangkok.

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Wie schon bei meiner allerersten Thailandreise war ich weiterhin fasziniert, dass sich hier zwischen den Landebahnen ein Golfplatz befand.

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Die Ankunft erfolgte leider nicht an einer Fluggastbrücke, sodass trotz der ganz leichten Verspätung nun auch noch eine Busfahrt notwendig wurde.

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Nachdem wir unser Aufgabegepäck vom Gepäckband genommen hatten, schlug ich ArFr vor, zur Abflugebene zu gehen, um dort ein Taxi zu nehmen, das dort Gäste abgeladen hätte. Somit könnte man sich die 50 THB "Service"-Gebühr und die Taxiwarteschlange sparen. Zu meiner Überraschung hatte sich aber etwas geändert, denn Taxen durften offenbar gar nicht mehr die Vorfahrt vor dem Abflugbereich nutzen, denn bogen wirklich alle Taxen vorher ab. Anscheinend hatte der Flughafen der von mir verfolgten Praxis einen Riegel vorgeschoben.

So begaben wir uns zurück zur Ankunftsebene und riefen uns ein "Grab". Dies sollte angeblich noch 20 Minuten bis zu unserer Abholung benötigen. Dazu waren die Menschenmengen im "Grab"-Abholbereich latent unangenehm.

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Die Wartezeit wurde nicht weniger und offenbar schien sich unser Fahrer kaum zu bewegen, sodass die Wartezeit in Summe auf über 30 Minuten anstieg. Glücklicherweise hatte die App sich jedoch verschätzt, denn kam diese augenscheinlich mit den verschiedenen Ebenen, auf denen hier Autos unterwegs sein konnten, durcheinander. Nach ca. einer Viertelstunde Wartezeit saßen wir somit im bequemen Wagen. Der Fahrer fragte auf thailändisch, ob er die Mautstraße nutzen sollte, was ich bejahte. Merkwürdigerweise fuhr er dennoch den Großteil der Strecke unterhalb der Mautstraße auf öffentlichen Wegen. Da der Verkehr gut floss, sollte mir dies recht sein.

Nachdem unser Fahrer die Mautstraße dann doch noch ein Stück nutzen sollte, trafen wir eine knappe Stunde nach Verlassen des Flughafengebäudes am W Hotel ein. ArFr machte sich von dort auf den kurzen Fußweg zu dem von ihm gebuchten Hotel. Ich hingegen begab mich zur Rezeption des W.

+1 war bereits Stunden zuvor aus seiner Heimatstadt Ubon Ratchathani mit Thai Airways nach Bangkok geflogen und hatte unser Zimmer bereits beziehen können, nachdem ich im Chat in der Bonvoy-App seinen Namen bestätigt hatte. Ich erhielt nun meine Zimmerkarte und machte mich auf zum Zimmer in der 25. Etage.

Den Fahrstuhl teilte ich mir mit einer Hotelangestellten sowie einem männlichen Gast, dessen Herkunft ich aus dem Nahen Osten vermutete. Nachdem die Mitarbeiterin auf der Etage mit den Konferenzräumen ausgestiegen war, meinte der Herr zu mir, dass dies doch ein Ladyboy gewesen sei. Ich stutzte, denn wirkte die Mitarbeiterin auf mich so gar nicht wie ein Ladyboy, wenngleich mir dies ohnehin egal gewesen wäre. Dazu fand ich es arg befremdlich, dass ein Fremder so etwas mir gegenüber thematisierte. Ich versuchte möglichst gleichgültig zu klingen, als ich sagte, dass es in Bangkok durchaus viele Ladyboys gäbe. Er erwiderte, dass man da sehr aufpassen müsste. Ich überlegte kurz, ob ich ihm sagen sollte, dass seine Hotelwahl mit dem W in Silom auf einen absoluten Hotspot der LGBTIQ-Community gefallen war, und dass er dazu paranoid schien, eine in meinen Augen sehr unauffällige Hotelmitarbeiterin für einen Ladyboy zu halten. Ich entschied mich jedoch dafür, einfach nur leicht betreten zu lächeln. Glücklicherweise stieg er dann auch kurz darauf aus.

Wenig später betrat ich den "Deluxe Room", in welchem +1 schon viel Gepäck verstaut hatte, und der tatsächlich etwas größer wirkte als die durchschnittliche Besenkammer des W.

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Ich prüfte die Aussicht.

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Man konnte dazu auf den Pool des Hotels blicken.

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In der Ferne erkannte ich dann auch den Chao Phraya Fluss.

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Dazu fiel mir die BTS der Silom-Linie auf, die direkt vor dem Hotel verkehrte und deren Kurvenfahrt leider mit ziemlich viel Lärm einherging, welchen man auch sehr deutlich auf dem Zimmer hören konnte.

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Zum gemeinsamen Abendessen mit +1 und ArFr hatte ich mal wieder ein Grillrestaurant vorgeschlagen, das bei Google Maps erstaunlich gut bewertet war und eine halbe Stunde zu Fuß entfernt lag. Beide waren einverstanden, sodass wir den Fußweg auf uns nahmen, mit dem wir interessanterweise aus der sehr internationalen Gegend rund um das W relativ schnell in authentisches und rein thailändisches Bangkok wechselten.

Das Grillen in dem Restaurant erfolgte leider nicht auf Kohlen sondern elektrisch. Dafür war die Qualität vom Fleisch in Ordnung und sowohl der Nachschub an Fleisch als auch an Bier lief gut.

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Satt ließen wir den Abend noch in einer einfachen Bar unter Thailändern ausklingen und merkten uns, dass man mit bereits etwas Fußweg gen Süden von Silom aus den Touristenmassen entkommen und ins authentische Bangkok eintauchen konnte.

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Als u.a. ein Roti-Händler auftauchte, bestellte ArFr eine Portion, die wir uns teilten.

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Gegen 23:30 nahmen wir dann ein Taxi zurück zu unseren Hotels. Zu dieser Uhrzeit wurde wie selbstverständlich nach Taxameter gefahren.

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Am W verabschiedeten wir uns dann von ArFr, der sich wieder auf den kurzen Fußweg zu seinem Hotel begab.

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Nitus

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Tag 28 - Hotelpool und Fleischvöllerei bei +1s Schulfreund

Gegen 9 Uhr zog ich die Vorhänge auf und blickte auf u.a. die BTS-Gleise, auf denen in der Kurve die Züge besonders laut fuhren, was uns glücklicherweise nicht wirklich vom Schlaf abgehalten hatte.

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Als wir wenig später im Frühstücksrestaurant des W Bangkok eintrafen, konnten wir zu unserer Freude einen Platz auf dem Außenbalkon erhalten, was im Schatten beim aktuellen Wetter wirklich super angenehem war.

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Dazu konnte man von hier u.a. auf das Mahanakorn-Gebäude blicken.

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Neben Kaffee konnte man hier auch von einer Spezialitätenkarte verschiedene Gerichte bestellen. Nachdem ich schwarzen Kaffee und eine "Guay Jab"-Nudelsuppe bestellt hatte, bediente ich mich am Büffet, an welchem einige wirklich gute Gerichte angeboten wurden. Insbesondere der scharfe Pomelosalat erfreute mich.

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Insbesondere die von der Spezialitätenkarte bestellte Nudelsuppe überraschte mich sehr, denn war dies eine Nudelsuppe, wie man diese in Thailand normalerweise nur in der Heimatregion von +1 finden würde. Elastische Klebereismehlnudeln und Stücke der vietnamesischen Weißwurst findet man außerhalb von Ubon Ratchathani nur selten in thailändischen Nudelsuppen. Ich war begeistert.

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Nach dem Frühstück hatte +1 mal wieder Termine zu erledigen, sodass ich längere Zeit am und im Hotelpool verweilte, zumal ich ein schönes schattiges Plätzchen erhaschen konnte.

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Gegen Nachmittag brach auch ich auf und hielt an der BTS-Umsteige-Station "Siam" die aktuelle Lufttemperatur fest.

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Ein ganzes Stück weiter nördlich sollte es für mich in einer unscheinbaren schmalen Seitengasse bei "Khun Jaew Rolled Rice Noodles" erneut eine Portion "Guay Jab" sein, wobei es hier nicht die beim Frühstück servierte Variante aus Ubon sondern die in Bangkok unter diesem Namen typische Variante mit gerollten Reisnudeln und einer sehr würzigen Brühe werden sollte, die mir nicht minder gefiel.

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Anschließend besuchte ich einen lokalen Friseur, der hier in dieser sehr untouristischen Gegend für sehr realpreisige 120 THB meine mittlerweile zu lang gewordene Haarpracht wieder in Form brachte.

Später fragte ich ArFr, ob wir uns nicht für das ein oder andere gemeinsame Bier treffen wollten, sodass wir gemeinsam die untouristische Gegend rund um die BTS-Haltestelle Saphan Kwai erkunden sollten. Ich traf zuerst in der ausgewählten "Glur Bar" ein, bevor mir ArFr wenig später helfen sollte, das bestellte Bier zu vertilgen.

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Während ich mit ArFr der Live-Musik entgegen fieberte, meldete sich +1. Gemeinsam entschieden wir, zum Abendessen zu Dritt in die nahe gelegene Filliale von "In the Middle by Kaizen" zu wechseln, wobei es sich um ein Restaurant eines Schulfreundes von +1 handelte. Nachdem wir bei den letzten Besuchen in den Fillialen dieser Kette von +1s Schulfreund immer hochwertigstes Fleisch gratis erhalten hatten, entschieden wir diesmal, ohne jenem Schulfreund Bescheid zu geben einfach die mit 1.159++ THB p.P. teuerste Variante zu bestellen, bei der im Gegenzug die Bier-Flatrate mit 100++ THB p.P. angenehm günstig war.

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Nach der Bestellung, bei der +1 dem bemühten Kellner erklärte, dass er ein Schulfreund seines Chefs sei, war der Service makellos und die ersten Biere, die den ganzen Abend über stetig nachgefüllt werden sollten, erreichten uns zügig.

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Wenig später wurden die perfekt glühenden Kohlen in der Vertiefung unseres Tisches platziert.

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Vor der eigentlichen Fleisch-Grill-Völlerei erreichten uns dann noch die bestellten Sashimi- und Sushi-Variationen.

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Wenig später konnte dann aber das Grillen des hochwertigen Rindfleischs beginnen.

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Wir hatten reichlich bestellt.

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Wir wurden mehr als satt und bereuten fast die letzte Runde Rindfleich.

Ebenso satt wie angeschickert wollten wir jedoch noch nicht zurück zu unseren Hotels und kehrten so in der Y2K Bar gegenüber ein, wo wir direkt freundlichst begrüßt wurden und einen Tisch erhielten. Hier sollte es Live-Musik und eine sehr bemühte Chefin geben, die uns dazu auch Getränke ausgab.

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So hielten wir es hier bis weit nach Mitternacht bei unterschiedlichen Live-Bands aus, bevor wir es dann doch irgendwie zurück zu unseren Hotels schaffen sollten.
 

Nitus

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Tag 29 - Krankenhaus, Familie und erneutes Abendessen am Fluss

Nachdem es am Vorabend wieder mal etwas später geworden war, trafen wir heute erst nach 10 Uhr im Frühstücksrestaurant des W Bangkok ein. Da wir allerdings offenbar nicht die einzigen Gäste waren, die heute ein spätes Frühstück wünschten, waren heute keine Plätze auf dem Balkon drin. Dafür sollten mir die Eggs Benedict, die ich von der Spezialitätenkarte bestellt hatte, sehr gefallen.

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Nachdem wir ausreichend gestärkt waren, konnte ich auf dem Weg zurück zum Fahrstuhl den Anblick eines Tisches nicht ausblenden. Die Gäste, die diesen Tisch bereits verlassen hatten, hatten diesen in einem in meinen Augen unmöglichen Zustand zurück gelassen. Auf dem Tisch standen so ziemlich alle Speisen, die man sich entweder selbst vom Büffet holen oder von der Spezialitätenkarte bestellen konnte. Die Speisen keines Tellers und keiner Schüssel wurden aufgegessen sondern wohl nur probiert, wenn überhaupt. Es waren Mengen an zurückgebliebenem Essen und angebissenen Backwaren, die eine mehrköpfige Familie wohl mehr als gesättigt hätten. Ich schüttelte den Kopf über diese offenkundig rücksichtslose Lebensmittelverschwendung.

Weiterhin leicht verkatert machten wir uns zurück auf dem Zimmer bereit für den Tag. Gegen Mittag brachen wir auf. Als wir auf einen Fahrstuhl warteten, gesellten sich ein älterer schlanker Herr im feinen Anzug, der einen Ausweis einer internationalen Organisation umgehangen hatte, zusammen mit einem deutlich jüngeren Thailänder in sehr legerer Kleidung aus dem Nachbarzimmer kommend dazu. Mir fiel auf, dass der ältere Herr anders als der Junge einen Ehering trug. Dazu wirkten die Beiden nicht wirklich vertraut miteinander. Ich dachte mir meinen Teil und war überrascht, dass der ältere Herr uns bei Ankunft im Erdgeschoss recht offensiv mit britischem Akzent einen schönen Tag wünschte. Wir bedankten uns und erwiderten das "Have a good day!".

Vor dem Hotel versuchte +1, ein Taxi zu bekommen. Tatsächlich kamen hier nur sehr wenige freie Taxen vorbei und keines davon war bereit, uns nach Taxameter zum Ziel zu fahren. So bestellten wir schließlich über die "Grab"-App einen Wagen, der deutlich länger als initial angezeigt brauchen sollte und erst nach fast 30 Minuten Wartezeit vor dem W eintraf, um uns aufzulesen.

Dazu roch es in dem Wagen nach kaltem Rauch und zu allem Überfluss telefonierte der Fahrer mittels Freisprechfunktion lautstark mit einem Kumpel. Nachdem der stauige Stop-and-go-Verkehr sein Übriges dazu tat, dass dieses Gesamtkunstwerk uns Kopfschmerzen bescherrte, bat +1 den Fahrer doch bitte etwas leiser zu telefonieren bzw. dafür nicht die Freisprechfunktion zu nutzen, zumal es uns Beiden peinlich war, die privaten Unterhaltungen mithören zu müssen. Erfreulicherweise beendete der Fahrer das Telefonat direkt, sodass Ruhe einkehrte.

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Eine gute Stunde nachdem wir unser Hotelzimmer verlassen hatten, trafen wir schließlich im Praram-9-Krankenhaus ein, welches eigentlich gar nicht so weit enfernt vom W lag.

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Hier sollten wir den Vater von +1s Tante besuchen, mit dem wir bereits mehrere gemeinsame Reisen in Thailand und Europa unternommen hatten, und der hier heute seine letzte Chemotherapie erhalten sollte. Diese wurde ihm auf einem Patientenzimmer einer regulären Station verabreicht. +1s Tante war ebenso anwesend und sie erklärte uns die durchaus dramatische Geschichte, wie ihr Vater beinahe an einer Blutvergiftung verstorben wäre, nachdem seine Gedärme aufgrund eines akuten durch Krebs verursachten Darmverschlusses gerissen waren. "Opa" schien davon unbeeindruckt und spielte die Dramatik herunter. Er zeigte uns den künstlichen Ausgang bzw. den mit diesem verbundenen Beutel, den er im Rahmen der Not-OP erhalten hatte. Dies tat er maximal unaufgeregt und mit der Ruhe und Selbstverständlichkeit, für die ich ihn schätzen gelernt habe.

Kurz darauf traf auch +1s in Bangkok lebender Bruder ein, sodass wir gemeinsam mit "Opa" in vielen Reiseerinnerungen schwelgten. Dazu war die Aussicht aus dem Zimmer gut, zumal ich zwischen den Hochhäusern das Avani erkennen konnte, in welchem +1 und ich zwei Wochen zuvor übernachtet hatten.

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Irgendwann piepte ein Gerät, das eine Infusion kontrollierte, welche offenbar leer gelaufen war. Die Tante dürckte auf den Rufknopf, welcher mit einer Gegensprechanlage verbunden war. Nachdem sie erklärt hatte, dass die Infusion durchgelaufen sei, kam eine Krankenschwester in das Zimmer, um "Opa" von den Schläuchen zu befreien. Nach einer kleinen Ruhepause rappelte sich "Opa" auf und wir machten uns gemeinsam auf den Weg, das Krankenhaus zu verlassen. Davor musste seine Tochter jedoch noch die Behandlung bezahlen.

Im Parkhaus brachten wir "Opa" zum Auto der Tante, wünschten ihm alles Gute und verabschiedeten die Beiden. Mein Schwager fuhr +1 und mich anschließend zum "Central Rama 9" Einkaufszentrum, wo wir uns Beide von ihm verabschiedeten. +1 wollte hier einen Bekannten treffen. Als Treffpunkt hatte dieser die lokale Filiale der chinesischen Tee-Kette Naisnow vorgeschlagen.

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Das Angebot wirkte ungewohnt und vor allem die Kombination von Tee und Fruchtsäften mit Frischkäse verwunderte mich genauso, wie es mich neugierig machte. So wählte ich einen "Cheese Cream Super Grape".

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Obwohl ich nur 50% Süße gewählt hatte, schien das wohlschmeckende Getränk ziemlich nahrhaft. Der stabile dickwandige Einwegbecher wirkte ebenso wertig wie der sehr stabile Plastiktrinkhalm, sodass ich befand, dass der Einwegmüll hier unangenehm viel war.

Nach einer angeregten Unterhaltung verabschiedeten wir uns von jenem Bekannten und machten uns zurück auf zum W Bangkok.

Etwas später brachen wir erneut auf, um uns mit ArFr zum Abendessen zu treffen. Gemeinsam hatten wir beschlossen, im Baan Klang Nam 1 zu Abend zu essen, wo ich ein gutes Jahr zuvor bereits mit ArFr und gemeinsamen Freunden zu Abend gegessen hatte. +1 schlug vor, mit der BRT dorthin zu fahren, wobei es sich um einen Expressbus mit teilweise eigener Spur und speziellen U-Bahn-ähnlichen Haltestellen handeln sollte.

An der BRT-Haltestelle Sathorn waren sowohl die Ticketautomaten als auch die Zugangsdrehkreuze außer Betrieb. +1 fragte eine Mitarbeiterin, wie man für die Fahrt bezahlen könne. Diese antwortete, dass man im Bus seine Rabbit-Card an den Kartenleser halten sollte. +1 erwiderte, dass wir keine Rabbit-Card besitzen würden. Sie erklärte darauf, dass die regulären Ticketautomaten wegen IT-Problemen nicht einsatzfähig seien und daher die Rabbit-Card die einzige Zahlungsmöglichkeit sei. Da man aber keine Ticketkontrollen durchführen würde, könnten wir auch gerne schwarz mitfahren. Mir behagte das zwar nicht so ganz, aber war ich durchaus neugierig auf diese noch relativ neue Nahverkehrsoption BRT. So passierten wir die nicht in Betrieb befindlichen Drehkreuze und nahmen den Weg nach unten zur Wartebereich im Kreuzungsbereich.

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Nach kurzer Wartezeit fuhr ein Bus vor.

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Obwohl wir fast als Letzte eingestiegen waren, konnten wir Plätze mit extra Fußraum am Notausgang erhalten.

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ArFr und ich hatten uns gegenseitig per WhatsApp unsere Live-Standorte geteilt, sodass ich beobachten konnte, wie wir kurz vor dem Restaurant mit dem Bus ArFr in seinem Taxi überholen sollten, wohingegen er uns wenig später wieder überholen sollte. Kurz darauf trafen wir uns auf dem Gehsteig der Hauptstraße, von wo es nur noch ein kurzer Weg durch die Seitenstraße zum Baan Klang Nam 1 war.

+1 hatte bei der telefonischen Reservierung darauf hingewiesen, dass wir uns über einen Platz direkt am Fluss sehr freuen würden. Tatsächlich sollten wir daher auch einen solchen erhalten. Ich hielt direkt den Ausblick auf den Fluss, die Rama-IX-Brücke und die Zentrale der Kasikornbank fest.

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Flussaufwärts bzw. gen Osten konnte man noch das Abendrot wahrnehmen.

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Wir bestellten zahlreiche Gerichte und nach einer Weile startete unser Abendessen mit einem frittierten Seebarsch.

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Wenig später kam ein grünes Curry mit Hähnchenfleisch an den Tisch.

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An die genauen Bestandteile des scharfen Salates kann ich mich ebenso wenig erinnern wie an schlechten Geschmack.

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+1 hatte ein etwas ausgefallenes Gemüse empfohlen, das zwar etwas bissfest aber ebenso aromatisch zubereitet war.

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Und schließlich sollten es noch frittierte frische Garnelen sein.

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Während des Essens beobachteten wir dazu Ausflugsschiffe auf dem Fluss, wobei generell die Lage hier toll war.

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Das Restaurant war heute erstaunlich gut besucht. Neben uns saß eine Gruppe chinesischer Geschäftsleute, die von ihrer thailändischen Kontaktperson Empfehlungen bekamen. Ebenso hatte sich eine Gruppe deutscher Touristen hier eingefunden, die offenbar mit einem deutschsprachigen thailändischen Reiseführer unterwegs waren. Wir waren auf jeden Fall satt und sehr zufrieden mit dem Essen.

Nachdem wir gezahlt hatten, spazierten wir zurück zur Hauptstraße, nahmen eine Fußgängerbrücke über die Hauptstraße auf die andere Seite und warteten auf ein freies Taxi. Zu später Stunde außerhalb des Zentrums sollte es auch gar kein Problem darstellen, ein Taxi zu finden, das uns für den günstigen Taxameterpreis zurück zum W Bangkok fahren sollte.
 

Nitus

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Tag 30 - Letzter Tag in Thailand

Unser vorerst letzter Tag in Thailand sollte gegen kurz nach 8 Uhr starten, nachdem ich die Vorhänge aufgezogen hatte.

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Vom Aufzugsvorraum hielt ich die Aussicht in westlicher Richtung fest, wo ich u.a. die BTS-Station Saint Louis und den State Tower erkannte.

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Für unser Frühstück erhielten wir zwar erst wieder einen Tisch auf dem Außenbalkon, jedoch sollte uns hier wenig später die Sonne so blenden, dass wir in den Innenbereich wechselten. Die Frühstücksauswahl im W Bangkok würde ich nicht als die Umfangreichste in Bangkok beschreiben, dafür war jedoch die Qualität der Speisen außerordentlich gut und an den drei Morgen, die wir hier gefrühstückt hatten, gab es jeden Tag andere Spezialitäten. Heute freute ich mich über eine Portion Massaman Curry mit Rotis.

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Da ich die bisherige Thailandreise noch keine Thaimassage genossen hatte und mich nach einer sehnte, hatte ich für den Vormittag einen Termin bei der Health Land Filiale in Sathorn gemacht, welche nur wenige Schritte vom W entfernt lag.

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Obwohl (oder vielleicht weil) es Sonntag war, schien ich gegen 10 Uhr fast der einzige Kunde zu sein. Nachdem ich die 700 THB für die reservierte zweistündige traditionelle Thaimassage bezahlt hatte, wurde ich direkt an eine Masseurin übergeben. Diese führte mich zu einer Sitzbank, wo ich meine Schuhe gegen bereitgestellte Schlappen tauschte. Anschließend führte sie mich in einen Massageraum, übergab mir Massagebekleidung und wartete, bis ich in die weite Hose und das Hemd geschlüpft war. Ich wunderte mich, warum es ein Raum mit drei Matten geworden war. Aber nachdem die Mitarbeiterin zurück war, schob sie zwei zusammen und meinte, ich sollte mich aufgrund meiner Größe diagonal über die beiden Matten hinweg hinlegen, was eine gute Idee war.

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Dazu verstand die Masseurin ihr Handwerk und wandte genau die richtige Menge Druck an. Sie fragte immer wieder nach, ob ich mich wohl fühlen würde, und schien dankbar zu sein, dass ich ein wenig thailändisch sprach. So vergingen die zwei Stunden deutlich schneller, als gedacht.

Nachdem ich die bereitgestellte Massagebekleidung wieder durch meine Jeans und und mein Polo-Shirt ausgetauscht hatte, ging es zurück zur Sitzbank, wo ich meine Schuhe zurück und einen kostenlosen Tee erhielt. Ich bedankte mich mit einem Trinkgeld bei meiner Masseurin für die wirklich gute Massage und spazierte langsam zum W zurück, nachdem ich den Tee aufgetrunken hatte.

Auf dem Fußweg blickte ich auf das Mahanakorn-Gebäude.

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Ich hatte ja mal überlegt, selbst diese Aussichtsplattform zu besuchen, aber waren es mir die aufgerufen 1.000 THB pro Person bislang nicht wert.

Zurück im Hotel ruhte ich mich ein wenig aus, bevor ich mir nach einer Weile ein spätes Mittagessen suchte, bei dem es heute "Khao Man Gai" (mit Öl versetzter Reis mit Hähnchenfleisch und -blutpudding sowie dem Highlight der dickflüssigen Sojasauce mit viel Knoblauch, Ingwer und Chili) sein sollte. Das spezialisierte "Khao Man Gai"-Restaurant war jedoch gut besucht und hatte noch mehr Take-Away-Bestellungen abzuarbeiten, sodass ich eine ganze Weile warten musste, bevor ich meine sehr schmackhafte Portion erhielt.

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Den weiteren Tag vertrödelte ich etwas, bevor +1 und ich abends mit ein wenig zeitlichem Abstand in unserem Hotelzimmer eintrafen. Wir packten unsere vier Koffer und nahmen jeder eine letzte Dusche vor der anstehenden Rückreise.

Auch wenn man uns beim Check-in nur einen Late-Check-Out bis maximal 16 Uhr gewähren wollte, hatten wir morgens nochmal freundlichst nachgefragt, ob nicht aufgrund unseres späten Fluges auch 19 Uhr drin wäre. Zu unserer Freude wurde dies nach einer kurzen Rückbestätigung im Back-office gewährt.

Unser Stammfahrer meldete sich schon um kurz nach 18 Uhr bei +1, dass er bereits vor Ort wäre, wir uns aber ruhig Zeit lassen sollten. Wie üblich plant er immer mit sehr viel Puffer, um bloß nicht zu spät zur Abholung zu erscheinen. Auch ArFr, der auf derselben Maschine ex BKK gen Heimat unterwegs war, traf bereits deutlich vor der ausgemachten Zeit 19 Uhr in der Lobby des W ein.

Gegen 18:40 machte ich daher ein letztes Foto von unserem Zimmer und begab mich mit +1 ebenfalls zur Lobby.

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ArFr wusste zu berichten, dass er keinen Minibus auf dem Vorplatz des W gesichtet hätte. Während ich zur Rezeption ging, um die Zimmerkarten abzugeben und den Aufenthalt zu bezahlen, kontaktierte +1 unseren Fahrer, der tatsächlich etwas abseits geparkt hatte.

Als ich dann die Check-Out-Prozedur erledigt hatte, waren ArFr, +1 und unser Fahrer auch gerade fertig geworden, unser Gepäck zu verladen, sodass wir Alle in dem bequemen Van Platz nehmen konnten.

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Der sonntagabendliche Verkehr war auch auf der Mautstraße nicht so ganz flüssig, sodass es fast 50 Minuten dauern sollte, bis unser Fahrer uns am Flughafen Suvarnabhumi absetzen sollte. +1 hatte noch während der Fahrt per Überweisung für diese bezahlt, sodass wir uns direkt nach dem Aussteigen und Ausladen unseres Gepäcks zum Check-in-Schalter von Lufthansa begeben konnten.

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3 Stunden und 45 Minuten vor planmäßigem Abflug gab es eine lange Schlange am Eco-Check-in, eine mittelgroße Schlange am C-Check-in und einen leeren First-Class-Schalter, an welchem wir uns entsprechend anstellten. Wir erfuhren, dass mein Gebot von unseren Business-Plätzen auf die First-Class weiterhin nicht für +1 und mich bestätigt werden könnten. Man könnte uns einen Platz in F anbieten. Wir haderten zwar kurz, waren uns dann aber einig, dass wir das First-Erlebnis entweder zusammen oder sonst gar nicht erleben wollten. Die Mitarbeiterin sagte, dass es beim Boarding vielleicht dann doch noch ein Upgrade für uns Beide geben könnte, nahm unsere Koffer an und händigte uns gedruckte Bordkarten.

Wir fragten, ob sie den mitreisenden ArFr ebenfalls einchecken würde, der zwar in C unterwegs aber mangels SEN oder *G nebenan hätte einchecken müssen. Sie bejahte dies erwartungsgemäß, sodass wir uns wenig später gemeinsam zur Priority-Sicherheitskontrolle und -Ausreise begaben, die wir ohne Wartezeit passieren konnten.

Trotz der langen Wege und einem kleinen Duty-Free-Einkauf trafen wir keine 25 Minuten nach unserer Ankunft am BKK bereits in der Singapore Airlines Lounge ein, die jedoch relativ gut gefüllt war.

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Wie immer enttäuschten Auswahl und Qualität der Speisen hier nicht. Leider habe ich diesmal vergessen, Fotos davon zu machen. Dafür hat es ein Mixgetränk den Weg in mein Fotoalbum geschafft.

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Wir maximierten nur zaghaft, da ArFr gesundheitlich etwas angeschlagen war und auch ich mich etwas schlapp fühlte. Dafür genossen wir die Ruhe, die sich einstellte, nachdem die Passagiere des nächsten SQ-Fluges die Lounge verlassen hatten. Nach gut zwei Stunden in der Lounge brachen auch wir auf. Wir begaben uns zur Rolltreppe zur Kabinenbahn, die wir zum Satellitengebäude nehmen mussten. Am Ende der ersten Rolltreppe und vor dem Zugang zu den langen Rolltreppen nach unten wurden die Bordkarten gescannt. Bei dem großen Passagierandrang zu dieser Uhrzeit dauerte es eine Weile, bis wir an der Reihe waren. Dafür wurde die Abfahrt der nächsten Bahn in nur 2 Minuten avisiert.

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Tatsächlich wurde es sehr eng in der Bahn und zahlreiche Passagiere konnten nicht zusteigen und mussten auf die nächste Bahn warten. Nach einer kurzen Fahrt nahmen wir die Rolltreppen nach oben, um den Abflugbereich des Satellitenterminals zu betreten.

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Wenige Minuten vor der auf der Bordkarte angegebenen Boardingzeit trafen wir am Gate ein und reihten uns in die bereits gebildete kleine Warteschlange vor dem Schild für die Boardinggruppe 1 ein.

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Als dann das Pre-Boarding für mobilitätseingeschränkte Personen und Familien mit kleinen Kindern startete, wurden viele Passagiere um uns herum schon unruhig. Als dann schließlich auch das Boarding für die Business- und Status-Passagiere freigegeben wurde, drückten auf einmal von allen Seiten Passagiere vor uns in die Warteschlange. Ich meinte zu ArFr, dass es nun von allen Seiten drücken würde und ließ etliche Passagiere vor uns boarden, da ich keine Lust auf Nahkampf hatte. Eine Dame, die sich mit ihrem Mann direkt vor uns reingedrückt hatte, meinte dann in einem schnippischen Tonfall zu mir, dass wir wohl alle Sitzplätze bekommen würden. Eigentlich wollte ich erwidern, dass ja dann gerade sie sich nicht vordrängeln müsste, erwiderte aber nur, dass ich deswegen ja auch entspannt sei. Ihr schien die Situation wohl selbst etwas unangenehm und sie versuchte sich mit etwas Konversation mit ihrem Mann abzulenken, bei der sie ihn fragte, ob sie wieder die Plätze ganz hinten in der Business Class hätten. Ich wollte mich schon fast einmischen und sie sarkastisch zu der Platzwahl beglückwünschen, denn öfter auf eine frei werdende Toilette wartende Passagiere neben dem eigenen Platz zu haben ist sicherlich ebenso ärgerlich wie sein Essen als Letzter zu bekommen, wenn die gewünschte Option nicht mehr verfügbar ist. Ich schwieg, grinste jedoch ein wenig.

15 Minuten nach der offiziellen Boardingzeit konnten wir unsere Plätze im Oberdeck des A380 einnehmen.

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Der erste Check war positiv. Die Sitzkissen unserer Sitze hatten ausreichend Luft und schienen intakt. ArFr, der auf der anderen Seite des Ganges saß, konnte selbiges von seinem Platz vermelden. Neben ihm saß ein Herr, dessen Frau und Tochter im Vorschulalter jedoch weiter vorne auf 10A & 10C (oder vielleicht auch 11A & 11C) saßen. Das Mädchen kam bereits am Boden immer wieder angerannt, lief durch ArFrs Fußraum zum Vater, den das weniger irritierte als ArFr. Allerdings schien ArFr das dann auch weniger zu irritieren als mich, denn sollte er selbst nach dem Take-Off nichts sagen, als das Mädchen noch ein paar Mal zwischen Vater und Mutter hin- und herpendelte.

Noch am Boden wurde die Speisekarte verteilt.

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Ca. 20 Minuten nach der ursprünglich geplanten Abflugzeit erhob sich der A380 in den thailändischen Nachthimmel.
 

Nitus

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04.04.2013
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MUC
Tag 31 - Rückflug und Ankunft Dahoam

Eine gute halbe Stunde nach dem Take-Off startete tatsächlich bereits der Service, bei dem ich neben einem Gin & Tonic eine nicht weiter erklärte oder in der Speisekarte erwähnte Sommerrolle erhalten sollte, die jedoch gut schmeckte.

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Ca. 20 Minuten später und nachdem wir das Festland Myanmars in Richtung der indischen Ostküste verlassen hatten, erhielt ich mit Rindfleischscheiben an Papayasalat die gewünschte Vorspeise.

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Tatsächlich hätte es gerne mehr und deutlich authentischeres Dressing an den Fleischscheiben sein dürfen. Auch der Papayasalat war eher für westliche Gaumen entschärft.

Weitere 20 Minuten später erreichte mich die gewählte Hauptspeise: "Knoblauch-Garnele aus der Pfanne, dazu gebratener Reis mit Rührei und Genüse der Saison"

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Optisch eher ein Desaster schmeckten die beiden Garnelen leider so gar nicht nach Knoblauch. Das Gemüse "der Saison" mit auch oder gerade in Thailand ganzjährig verfügbarem Shiitake-Pilz, Karrotten und Spinat war ebenso fad. Und der unter einem Kohlblatt versteckte "gebratene Reis" war auch keine Erfüllung. Spannend, dass die Hansa offenbar auch in Thailand die Sparschraube so anzieht, dass man hier, wo selbst in der Economy das Essen bei Bangkok Airways oder gar Air Asia richtig gut schmeckt, ein Business-Class-Essen catert, das einfach nur ein Totalausfall war.

Beim Dessert wurde ich mit dem erhaltenen Stück "New York Cheesecake" wieder versöhnlicher.

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Dazu sollte auch mein Weinglas noch mal nachgefüllt werden und ich einen Beerenbrand erhalten, welcher mir endgültig die notwendige Bettschwere bescherrte.

Zwei Stunden nach dem Abheben konnte ich nun wirklich satt und leicht beschwingt meinen Sitz in ein Bett verwandeln und mit leiser Lieblingsmusik auf den Ohren tatsächlich erstaunlich gut in den Schlaf finden.

Selten hatte ich so gut geschlafen wie auf diesem Flug. Irgendwann zwischen Bulgarien und Rumänien wurde ich jedoch wach, musste meine Blase auf der glücklicherweise nicht besetzten Toilette entleeren und stellte fest, dass die Landung nicht mehr wirklich fern war. Ich bat in der Galley um ein Glas Wasser und orientierte mich bei weiterer Lieblingsmusik etwas. Tatsächlich hatten wir das Schwarze Meer bereits passiert und flogen auf Bukarest zu. Es sollte dann auch keine Viertelstunde mehr dauern, bis das Kabinenlicht eingeschaltet wurde, was direkt einen Stau vor den Toiletten verursachte.

Ca. 1,5 Stunden vor der Landung erhielten wir dann unser Frühstück, bei dem sowohl +1 als auch ich das pikante Omelette mit "Paprika Kartoffeln" gewählt hatten.

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Wie bei den meisten Flugzeugeierspeisen üblich, schmeckte das Omelette nicht wirklich, was auch die Kartoffeln und der Spinat nicht herauszureißen vermochten.

Gegen 5:09 landeten wir schließlich leicht vor der geplanten Zeit auf der Südbahn des Münchner Flughafens, sodass wir wenig später den A380 vom Satellitenterminalgebäude aus fotografieren konnten.

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Normalerweise hätten wir das "Non-Schengen Unclean"-Abteil der Kabinenbahn vom Satelliten zum Hauptgebäude genommen, um direkt zur Gepäckausgabe zu gelangen. Nachdem wir jedoch einerseits bei unserer letzten Ankunft aus BKK in MUC mit LH773 beim Eintreffen am Gepäckband hatten 45 Minuten auf unsere Koffer warten müssen und andererseits dank des ITA-Matches nun temporär neben unseren A3-*G auch Senatoren geworden waren, wollte ich ein erstes mal das SEN-Lounge-Benefit bei Ankunft nutzen. So folgten wir mit ArFr, der noch einen Weiterflug nach DUS vor sich hatte, den Beschilderungen zu den G-Gates. So mussten wir zuerst eine Transit-Sicherheitskontrolle noch im Satelliten absolvieren, die eine kurze Wartezeit erforderte, da offenbar das Aussteigen der Business Class deutlich nach dem Aussteigen des Unterdecks begonnen hatte. Anschließend wechselten wir an der automatisierten Passkontrolle im Satelliten ohne Wartezeit von L nach K und konnten so nun eines der vorderen beiden Abteile der Kabinenbahn nutzen, um "Intra-Schengen Clean" zum Hauptgebäude des Terminal 2 zu gelangen.

Das Angebot der SEN-Lounge bei G24 war jedoch am frühen Morgen gegen 6 Uhr ziemlich traurig.

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Um mich direkt wieder richtig in Deutschland zu fühlen, gönnte ich mir eine Semmel mit einfachstem Aufschnitt.

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Während wir unsere Kaffees genossen, prüfte +1 immer wieder, von wo sich die AirTags in unseren Koffern melden würden. Nachdem dies eine längere Zeit von der Ankunftsposition der A380 erfolgte, sollte +1 irgendwann meinen, dass sich diese nun vermeintlich an der Gepäckausgaben befänden. Als wir dort eintrafen, schienen wir mit die letzten Fluggäste der LH773 zu sein, die ihr Gepäck vom Band nahmen. Tatsächlich schien die Ausladung diesmal deutlich schneller gegangen zu sein wie bei unserer letzten Reise auf LH773.

Nachdem beim Zoll niemand anwesend war, der sich hätte für unser umfangreiches Reisegepäck interessieren können, trafen wir wenig später auf der untersten Ebene des Parkhauses P20 ein, um dort nach einem Car-Sharing-Auto Ausschau zu halten. Für Fahrten zwischen Flughafen und unserer Wohnung ist mittlerweile Miles mein liebster Car-Sharing-Anbieter, denn einerseits gibt es ex Flughafen einen günstigen Pauschalpreis und andererseits ist Miles der einzige Car-Sharing-Anbieter in München, bei dem auch das Gebiet am Stadtrand, in welchem wir wohnen, zum Geschäftsgebiet gehört.

Ich hatte in der Miles-App einen Audi A4 Avant gefunden, den wir schnell auch in der Tiefgarage lokalisieren konnten. Allerdings stand ein anderer potenzieller Nutzer dieses Wagens bereits hinter der Heckklappe des avisierten Wagens und versuchte offenbar ebenso, mit seinem Handy den Wagen anzumieten und zu öffnen. Da wollte ich mir kein Wettrennen mit ihm liefern und suchte weiter. Nachdem ich einen weiteren A4 Avant mit ausreichendem Tankfüllstand gefunden hatte, reservierte ich diesen. Allerdings meckerte die App, dass sie meiner hinterlegten Kreditkarte keine Garantie belasten könnte. Ich bemerkte, dass ich offenbar nach dem letzten Austausch meiner Amex nach einem Kartenmissbrauch nicht die neueste Kartennummer in der Miles-App hinterlegt hatte. Ohne warme Jacke wurde es uns im Parkhaus bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt langsam kalt, aber dennoch schaffte ich es nach einer Weile, meine aktuelle Kreditkartenummer in der App zu hinterlegen, um schließlich den Kombi zu öffnen, sodass wir unser umfangreiches Gepäck erfolgreich verstauen konnten.

Die morgendliche Fahrt vom Flughafen stadteinwärts über die A92 verlief noch ganz gut, aber auf der A99 staute es sich dann doch sehr. Dennoch sollte es erst ca. 7:20 sein, als ich den Audi unweit unserer Wohnung am Straßenrand abstellte, nachdem ich zuvor +1 mit unserem Gepäck in der Tiefgarage unterhalb unserer Wohnanlage abgesetzt hatte.

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Auch in unserer Wohnung angekommen packte ich etwas aus, duschte und gönnte mir einen weiteren Kaffee. Anschließend klappte ich den Laptop auf und meldete mich zurück auf der Arbeit. Der Urlaub war nun eindeutig vorbei und der Alltag hatte uns zurück.
 
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Bayer59

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18.09.2013
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Früher FRA, jetzt MUC
Ich kann mich nur wieder einmal recht herzlich für den Trip-Report bedanken. Diese Flut an schönen Bildern und der passende Text dazu. Klasse. Vielen Dank. Ich freue mich jedesmal, wenn es wider heißt, "Nitus reist." ;) :) Ich freue mich schon auf die nächsten Berichte. :) Wann geht es wieder "heim" nach Thailand"?
 

Nitus

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Ich kann mich nur wieder einmal recht herzlich für den Trip-Report bedanken. Diese Flut an schönen Bildern und der passende Text dazu. Klasse. Vielen Dank. Ich freue mich jedesmal, wenn es wider heißt, "Nitus reist." ;) :) Ich freue mich schon auf die nächsten Berichte. :) Wann geht es wieder "heim" nach Thailand"?

Tatsächlich ist die nächste Thailandreise nicht fern, denn nachdem uns letztes Jahr Thailand zum thailändischen Neujahrsfest Mitte April so gut gefallen hatte, wird es in gut 5 Wochen schon wieder dorthin gehen.

Nachdem ich mit dem Reiseberichtschreiben diesmal so extrem hinterher gehangen habe, sind ja auch schon über 6 Wochen seit der Rückkehr nach Deutschland vergangen. Insofern schon mehr als die Hälfte der Zeit außerhalb Thailands überstanden. :)