Lufthansa nach der Rettung - Diskussion zu Zukunft, Sparmaßnahmen und Firmenpolitik

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west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
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CGN
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Aus LH Sicht ist das doch nachvollziehbar. Solange Lettland bezahlt, hat man einen wetlease operator. Ex Baltikum kriegt BT ihre überdimensonierte Flotte eh nicht vernünftig eingesetzt, außer wetlease haben die also keine Option. Wenn BT Pleite geht, kann man sich an der Konkursmasse bedienen und irgendein neues Konstrukt aufsetzen. Warum also eine völlig überschuldete Airline für ein paar 220 wetlease Flüge übernehmen und sich die ganzen Schulden an die Backe binden, für die man in diesem Fall nicht einmal verantwortlich ist?
 

CarlD

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03.04.2022
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1.942
Solange Lettland bezahlt, hat man einen wetlease operator.
zu vermutlich ruinösen Bedingungen... Ja, für LH ist das eine Win-Win Situation und sie können warten.

Was solche Pläne durchkreuzen könnte, wäre höchstens a) eine überraschende Öffnung des russischen Luftraums (die aber z. Zt. sehr unwahrscheinlich wäre) oder b) ein konkurrierender Geier, der auf ähnliche Gedanken verfällt (da fällt mir im Augenblick aber auch kein plausibler Kandidat ein).
 

sehammer

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08.06.2011
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LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
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FRA
Wenn BT an Tag X Pleite geht, hat LH sehr kurzfristig einen Mangel an Subunternehmern - und die Konkurrenz (AF/KL/SK, IAG, LO..) kann sich natürlich auch um Assets bemühen.

Ja, außer es knallt noch im SFP. Dann wirds richtig teuer.

Im Konzernkontext sind das aber sehr viel mehr 074-, 257- und 082-Flüge. Die Flugpläne von LX, OS und SN wären im Sommer ohne die Wetleases nicht annähernd fliegbar.
Amen.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
1.244
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und die Konkurrenz (AF/KL/SK, IAG, LO..) kann sich natürlich auch um Assets bemühen.
Einen abrupten Konkurs wird LH aus diesem Grund vermeiden wollen.

Die Frage ist halt, wie groß der Wet-Lease Bedarf (und sei es als Preisdrücker für DAT, Titan und Co.) bei den genannten konkret ist und wie weit es vom Flugzeugtyp usw passt. SK z.B. ist ja ebenso von der Schließung des russischen Luftraums gebeutelt und bei IAG fehlt mir - ehrlich gesagt - der Überblick, um das fundiert beurteilen zu können.
 

sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
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SK hat ihre Wetlease-Ops langfristig angelegt: einerseits mit SAS Link und 16x E95, zusätzlich noch CityJet mit 13x CRJ.

Ähnliches Spiel bei IB über Air Nostrum (übrigens mit CityJet unter einem Dach) und Iberia Express, BA hält sich auch eine City- (LCY) und Leisturetochter (LGW) abseits der Mainline.

Ich behaupte: von all den großen Airlinekonzernen in Europa hat die LHG die größte Abhängigkeit (und dadurch Interesse) an BT. Dem Rest ist es mehr oder weniger egal.
 

west-crushing

Erfahrenes Mitglied
03.08.2010
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CGN
zu vermutlich ruinösen Bedingungen... Ja, für LH ist das eine Win-Win Situation und sie können warten.

Was solche Pläne durchkreuzen könnte, wäre höchstens a) eine überraschende Öffnung des russischen Luftraums (die aber z. Zt. sehr unwahrscheinlich wäre) oder b) ein konkurrierender Geier, der auf ähnliche Gedanken verfällt (da fällt mir im Augenblick aber auch kein plausibler Kandidat ein).

Öffnung russischer Luftraum (in der Tat kurz und mittelfristig sehr unwahrscheinlich) wäre (die Politik mal außen vor gelassen) aus BT Sicht ja vielleicht gar nicht so schlecht, weil man die Routen nach Osten (TBS&Co) wieder deutlich effizienter fliegen kann.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wenn BT an Tag X Pleite geht, hat LH sehr kurzfristig einen Mangel an Subunternehmern - und die Konkurrenz (AF/KL/SK, IAG, LO..) kann sich natürlich auch um Assets bemühen.


Amen.

So ähnlich wie DE AirBerlin 2.0 Vibes gibt, bekommt man bei LH ein leichtes Swissair 2.0 Gefühl. Es wird in alle möglichen, teils schwächelnden Airlines investiert und die Kosten im Heimatmarkt kriegt man einfach nicht in den Griff. Letztlich rettet LH doch derzeit, dass man einer der wichtigsten Technikanbieter weltweit ist und die Technik Geld ohne Ende scheffelt. Kaum zu glauben, dass man die mal verkaufen wollte.
 

oliver2002

Indernett Flyertalker
09.03.2009
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MUC
www.oliver2002.com
BT hat 56 A223 von denen ca 23-25 bei der LHG im Einsatz sind. Die LHG lässt sich den Wetlease dieser Maschienen von PW und Airbus zahlen, da sie einige A320 neo und A221/3 wegen der PW GTF misere parken muss. Das Geld fliesst wohl in Form von rabatten auf die nächsten A320neo und A223 Bestellungen, die an VL gehen.

Um sich die Verfügbarkeit von A223 von der BT zu sichern, hat LHG sich mit ca 10% an der BT beteiligt.


Ansonsten wetleast nur Air Serbia von BT. BT ans sich wird einen hohen wert haben, allein wegen der bestehenden und bestellten A223 Flotte. Castlelake z.B. versucht verzweifelt Easyjet wegen seinem A320 Bestand und Orderbuch zu kaufen... obwohl 100+ Spirit A320 vor kurzem auf den Leasingmarkt gespült wurden.
 

juliuscaesar

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eldiablo

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15.04.2019
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Europa
Wunderschön:

Die Lufthansa stärkt ihre Langstreckenflotte mit dem großen A350-1000:

Wann kommt er und geht nach MUC oder FRA?
 

DerSenator

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08.01.2017
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MUC/INN
Ist halt immer noch Deutschland und die Deutsche Lufthansa.

Ein Land, in dem nicht nur ein erfolgloser Kinderbuchautor Wirtschaftsminister, ein Nur-Student-gewesen-sonst-gar-nix Finanzminister, sondern sogar der Mr Burns Kanzler werden kann, die ohnehin nicht funktionierende Bahn keine Pommes mehr anbietet, ein nagelneuer riesengroßer Bahnhof mit extrem gut überbezahlten Bauleitern ohne notwendige Kabel für die Zugkommunikation ausgestattet wird, weil es erst später auffällt, da darf man dann auch ein Klo sperren, weil man mehr Platz braucht um zu kochen.

In jedem anderen Land.. naja egal, ich würde die Damen mal eine Woche auf Praktikum nach BKK schicken, was Thais in kleinsten Küchen alles fabrizieren können.

Aber die A350 Crews bekommen bei Sperrung von Klos bereits feuchte Träume. Machen wir es doch systematisch-deutsch. Jeder bekommt einen Katheter und hälts Maul.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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14.053
irdisch
Generell finde ich es schon erstaunlich, wenn neue Flugzeuge mit neuen Grundrissen und einer neu dafür konzipierten Kabine als Nutzung nur entweder oder erlauben. Da nützt einem der freie Zugang zum Gang ja gar nichts. Das ist meiner Meinung nach falsch konzipiert. So wie zu wenig Bin-Volumen bei verdichteten Standardrumpf-Bestuhlungen. Klos mit Küchen zu mischen ist aber heutzutage die neueste Mode der Kabinengrundrißoptimierung.
 

MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Man presst halt möglichst viele Sitze rein um maximal Geld zu verdienen. Der Rest ist denen doch egal. Aber passt gut zum Allegris-Konzept.
Premium! Premium!! Premium!!!
 
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bonkers

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19.03.2011
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Ist halt immer noch Deutschland und die Deutsche Lufthansa.

ein nagelneuer riesengroßer Bahnhof mit extrem gut überbezahlten Bauleitern ohne notwendige Kabel für die Zugkommunikation ausgestattet
Das muss ich korrigieren, den von der DB kann LH lernen. Für manche Gewerke:
Die Planung macht ein prequalifiziertes Planungsunternehmen mit entsprechendem Planer (so hat man deutschlandweit jedenfalls ein sehr begrenzte Anzahl Wettbewerber), die Basis der Planung sind DB-eigene Richtlinien, die Vorrang vor den DIN-Normen haben
Der DB-Fachspezialist schaut sich die Planung an, bevor diese zu einem Planprüfer geht, der die Planung freigibt.
Das ausführende (je nach Gewerk) präqualifizierte Unternehmen hat dann zwar interne Bauleiter oder Fachbauleiter, die aber nicht wirklich gut bezahlt werden, ob da alles richtig läuft kontrolliert der (präqualifizierte) Bauüberwacher Bahn BÜB und zum Schluß kommt nach den ganzen (Prüf-)Sachverständigen-Abnahmen noch der Abnahmeprüfer damit das Eisenbahnbundesamt..

Das ist genauso deutsch, wie das unsere Normen durch einen Verein entstehen, in dem im wesentlichen die Vertreter von in Deutschland ansässigen Unternehmen sitzen und deren Limitierungen verhindern unsere Möglichkeiten.

Soweit ist die deutsche Luftfahrt und LH dann noch nicht.
 

thorfdbg

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14.10.2010
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Das ist genauso deutsch, wie das unsere Normen durch einen Verein entstehen, in dem im wesentlichen die Vertreter von in Deutschland ansässigen Unternehmen sitzen und deren Limitierungen verhindern unsere Möglichkeiten.
Äh, was? DIN Mitglieder sind Firmen, aber auch Universitäten (die sogar keine Mitgliedsbeiträge zahlen müssen) und Forschungseinrichtungen. DIN ist keine Organisation der Regierung, sondern von ihr unabhängig, und Teil der ISO, der internationalen Dachorganisation der nationalen Standardisierungsorganisationen. Daran ist überhaupt nichts "typisch deutsch", sondern das ist weltweit ziemlich ähnlich organisiert. Gucke Dir etwa an, wie ANSI funktioniert.
Wer sollte sonst auch Normen machen? Irgendwelche Teilnehmer des Bundestages (Lehrer, Rechtsanwälte?) die von der Materie keine Ahnung haben? Das würde bestimmt ganz super funktionieren...
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
Äh, was? DIN Mitglieder sind Firmen, aber auch Universitäten (die sogar keine Mitgliedsbeiträge zahlen müssen) und Forschungseinrichtungen. DIN ist keine Organisation der Regierung, sondern von ihr unabhängig, und Teil der ISO, der internationalen Dachorganisation der nationalen Standardisierungsorganisationen. Daran ist überhaupt nichts "typisch deutsch", sondern das ist weltweit ziemlich ähnlich organisiert. Gucke Dir etwa an, wie ANSI funktioniert.
Wer sollte sonst auch Normen machen? Irgendwelche Teilnehmer des Bundestages (Lehrer, Rechtsanwälte?) die von der Materie keine Ahnung haben? Das würde bestimmt ganz super funktionieren...
DIN Der Beginn war 1917 als Normen Ausschuss der deutschen Industrie, der ISO Start / Gründung war 1946.
Von daher kann man behaupten, die DIN ist eine deutsche "Eigenschaft".
Klugscheissmodus Ende😉
 

thorfdbg

Erfahrenes Mitglied
14.10.2010
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Ja, und? Was hat das mit "typisch deutsch" zu tun? Wenn Du internationale Warenströme von Geräten hast, die irgendwie weltweit zusammenarbeiten sollen, brauchst Du halt internationale Standards. ANSI (bzw. die Vorgängerorganisation) ist von 1918? Ich weiß wirklich nicht, was Du jetzt sagen willst...
 

bonkers

Erfahrenes Mitglied
19.03.2011
1.771
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Äh, was? DIN Mitglieder sind Firmen, aber auch Universitäten (die sogar keine Mitgliedsbeiträge zahlen müssen) und Forschungseinrichtungen. DIN ist keine Organisation der Regierung, sondern von ihr unabhängig, und Teil der ISO, der internationalen Dachorganisation der nationalen Standardisierungsorganisationen. Daran ist überhaupt nichts "typisch deutsch", sondern das ist weltweit ziemlich ähnlich organisiert. Gucke Dir etwa an, wie ANSI funktioniert.
Wer sollte sonst auch Normen machen? Irgendwelche Teilnehmer des Bundestages (Lehrer, Rechtsanwälte?) die von der Materie keine Ahnung haben? Das würde bestimmt ganz super funktionieren...
Der Normungsausschuss darf dem Verein keine Kosten verursachen, daher finanzieren die Gremienmitglieder ihre Teilnahme selbst, die Unternehmen müssen zudem einen Basisbeitrag für ihre Mitarbeit im Normungsausschuss zahlen... Und das ist dann der Grund warum eine bessere z.B. englische Lösung nur schwer den anerkannten Regeln der Technik entspricht und man sie in Deutschland kaum umgesetzt bekommt. Insofern dominieren durch Einflussnahme aus wirtschaftlichen Gründe die Produkte und Fähigkeiten der Ausschussmitglieder, was man dann hier im weitestens Sinne einsetzen darf und das sind nicht immer die für den Anwender besten (u.a. Nutzen, Preis) Lösung. Aber gut da gibt es ja noch weitere Regelwerke, die als anerkannte Regeln der Technik gelten: z.B. jene der Verbände, Versicherungen und Unternehmen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Was hat das alles mit der Rettung und diskussion der Zukunft der LH zu tun? :unsure:
Es fehlen die LH eigene Vorgaben, ich meine als internationaler konzern benötigt man doch dringend eigene unternehms- und länderübergreifende Unternehmensvorgaben
 
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Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
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300x250
Ja, und? Was hat das mit "typisch deutsch" zu tun? Wenn Du internationale Warenströme von Geräten hast, die irgendwie weltweit zusammenarbeiten sollen, brauchst Du halt internationale Standards. ANSI (bzw. die Vorgängerorganisation) ist von 1918? Ich weiß wirklich nicht, was Du jetzt sagen willst...
Es ist eine Frage der Entwicklung. Wenn alles normiert wird, kommt das Unbehagen, siehe Bürokratie in D oder der EU.
Und ja, ich sehe die EU als Fortsetzung des deutschen Regulierungs und Normierungswahns.