Leg 5 HER-SKG & Leg 6 SKG-MUC
Im Zimmer war es angenehm ruhig und auch vom Fenster drang dank der Rolläden kein Licht in den Raum. Allerdings schien unter dem Türspalt, der ein ordentliches Spaltmaß aufwies, unangenehm viel helles Licht aus dem Flur in mein Zimmer. So legte ich irgendwann einen der dekorativen Bettschals vor die Tür, sodass es endlich richtig dunkel war. Nichtsdestotrotz schlief ich eher unruhig und wältzte mich immer wieder im Bett. Den Handywecker stellte ich daher irgendwann auf kurz nach 10 Uhr Ortszeit in der Hoffnung, nach dem irgendwann erreichten Tiefschlaf nicht zu früh wieder aus diesem gerissen zu werden. Der Plan ging halbwegs auf. So stand ich erst gegen 10:30 unter der Dusche und checkte erst ziemlich genau zur angegebenen Check-Out-Zeit von 11 Uhr aus.
Das Hotelfrühstück hatte ich ohnehin nicht mitgebucht, da es mich (und +1) beim letzten Aufenthalt hier so gar nicht überzeugt hatte. Da sich jedoch ein Hüngerchen eingestellt hatte, führte mich mein erster Weg vom Hotel zu
einer sehr gut bewerteten Bäckerei in der Nähe des Hotels.
Die Bäckerei war voller Kunden und nachdem ich das umfangreiche und sehr ansprechende Angebot begutachtet hatte, versuchte ich herauszufinden, wie es hier funktionierte. Eine sehr gut englischsprachige Mitarbeiterin wurde auf mich aufmerksam und half mir, sodass ich wenig später ein super knuspriges Brot, das mit Hähnchenfleisch, Käse und Schinken belegt war, zusammen mit einem schwarzen Kaffee erhalten konnte.
Da ich noch reichlich Zeit bis zum Abflug nach Thessaloniki hatte, spazierte ich von der Bäckerei in Richtung Meer. Dabei passierte ich
u.a. eine Kirche.
In Küstennähe fiel mir zuerst ein Kreuzfahrtschiff (die Celebrity Infinity) auf, das hier festgemacht hatte.
Anschließend spazierte ich am Ufer entlang und genoss die Aussicht u.a. auf die vorgelagerte Insel Dia.
Nach einer Weile lief ich den Weg zum Flughafen. Da ich noch viel Zeit hatte und das warme sonnige Wetter sehr genoss, spazierte ich noch etwas rund um den Flughafen umher. So konnte ich die Landung eines 4Y-Fliegers aus München beobachten, der deutlich verspätet in Heraklion eintraf. Einige deutschsprechende Passagiere, die sehr wahrscheinlich auf diesen Flug gebucht waren, hielten sich ebenfalls noch vor dem Terminalgebäude auf, um offenbar ebenso wie ich das sehr angenehme Klima zu genießen. Eine Dame meinte, dass man ja wahrscheinlich noch durch die Sicherheitskontrolle müsste und vielleicht aufbrechen sollte. So war ich nun neben zwei Flughafenmitarbeitern der einzige Passagier, der auf den Bänken vor dem Terminalgebäude den Sonnenschein genoss.
Irgendwann passierte dann aber auch ich die Sicherheitskontrolle und traf wenig später wieder dank Amex Platinum Priority Pass in der Filoxenia-Lounge ein. Hier waren alle Sitzplätze am Fenster durch deutschsprachige Passagiere belegt, die jedoch wenig später zum Boarding der Discover-Maschine aufbrachen. Anschließend sollte ich als einziger Gast in der Lounge verbleiben und konnte so den Start der A320 der 4Y nach München verfolgen.
In der Zwischenzeit traf die Lounge-Mitarbeiterin für ihre Spätschicht ein, mit der ich mich am Vorabend so gut unterhalten hatte. Ihre Kollegin der Frühschicht wunderte sich, dass wir bereits bekannt waren. Tatsächlich knüpften wir direkt an unsere Unterhaltung vom Vorabend an, sodass die weitere Wartezeit wie im Flug verging.
Gegen kurz nach 14 Uhr traf sehr pünktlich dann die A320 der Aegean aus Thessaloniki ein, mit der es für mich dorthin gehen sollte.
Eine Weile später verabschiedete ich mich von der so sympathischen Lounge-Mitarbeiterin, um pünktlich zum angegebenen Boarding-Beginn am Gate zu sein. Tatsächlich sollte auch wenige Momente nach meinem Eintreffen am Gate das Boarding für die Gruppen 1+2 starten. Man musste zwar wieder in einem kleinen Wartebereich etwas ausharren, bis man endlich den Bus betreten durfte, aber dann ging es zügig.
Während der A321 mit Registrierung SX-NAC, mit dem ich am Vortag 2x ATH-HER geflogen war, gerade aus Athen kommend noch deboardet wurde, konnten wir direkt nach Ankunft am sich dahinter befindlichen A320 vom Bus in das Flugzeug wechseln.
Sehr pünktlich erhob sich der A320 in den Himmel und keine zehn Minuten später konnte ich in der Ferne Santorini erkennen.
Kurz darauf wurde der kostenlose Snack in der Business Class serviert, der wieder aus der bereits bestens bekannten Semmel mit Frischkäse und Gurke bestehen sollte, wenngleich es diesmal zwei Scheiben Hartkäse sein sollten und der Schimmelkäse nicht als Stück sondern als Creme daherkommen sollte.
Ich schaute nach dem Essen wieder aus dem Fenster und erfreute mich weiter an der griechischen Inselwelt.
Kurz darauf blickte ich auf die drei "Finger", die südöstlich von Thessaloniki als Halbinseln ins Meer ragten, und von der offenbar die Östlichste mit dem Berg Athos nur von Personen des männlichen Geschlechts betreten werden darf, wie mir ein Arbeitskollege, der in der Region seinen Urlaub verbracht hatte, berichtet hatte.
Wenige Minuten später blickte ich auf den
Strand von Epanomi.
Nach weiteren acht Minuten konnte ich in der Ferne auf die Stadt Thessaloniki blicken.
Kurz darauf drehten wir und ich konnte einen Blick auf den Flughafen SKG erhaschen.
Der Ausblick kurz vor der Landung wurde nicht schlechter.
Die Landung erfolgte zwar ca. zwanzig Minuten vor der geplanten Zeit, jedoch verloren wir einige Zeit, da wir beim Taxiing länger auf das passieren einer abfliegender Maschinen warten musste.
Wie üblich bei Aegean gab es einen dedizierten Bus für Business-Class-Passagiere, der uns den kurzen Weg vom Flugzeug zur Schengen-Ankunft fuhr.
Nachdem man den Durchgang für Tansitpassagiere nach dem Scannen der Bordkarte für den Folgeflug durchschritten hatte, stand man direkt vor der Aegean-Lounge. Auch wenn es sehr voll war, konnte ich noch einen freien Platz ergattern. Das Speisenangebot war hier im Vergleich zur Aegean-Lounge in Athen jedoch deutlich eingeschränkter.
Ein Fix und ein Ouzo sorgten jedoch dafür, dass ich darüber hinweg blicken konnte.
Nachdem der Lounge das Fix irgendwann ausging, stieg ich auf Mythos um und gönnte mir überraschend leckere Backwaren.
Am Vorabend hatte ich im WhatsApp-Status von
@Foxfire , der mir vom Münchener Vielfliegerstammtisch bestens bekannt ist, gesehen, dass er und seine +1 auf Mykonos waren. Nachdem ich da diverse Male mit dem Pendeln zwischen ATH und HER vorbei geflogen war, hatte ich ihm geschrieben. Dabei stellte sich heraus, dass wir auf demselben Flug SKG-MUC für unsere Heimreisen sein würden. Nachdem die Beiden jedoch JMK-ATH-SKG-MUC mit sehr knappen Umstiegszeiten gebucht hatten, blieb es erst ungewiss, ob wir uns wirklich in Thessaloniki treffen würden.
@Foxfire hatte mich auf dem Laufenden gehalten und JMK-ATH war wohl superpünktlich, dafür jedoch ATH-SKG deutlich verspätet. Nachdem jedoch die laut Flightradar24 für unseren Flug SKG-MUC eingeplante Maschine aus Rhodos kommend noch mehr Verspätung hatte, konnte ich noch vor dem Boarding für den Heimflug die Ankunft des Fliegers aus Athen mit den Beiden direkt von der Lounge aus beobachten.
Auch wenn die Lounge zwischenzeitlich mal leerer geworden war, hatte es sich kurz vor dem Abflug nach München (und dem Rückflug der Maschine, mit der die Beiden geflogen waren, zurück nach Athen) wieder ziemlich gefüllt. Glücklicherweise fanden wir einen Tisch, wo wir erst zu Dritt und nach Ankunft eines von den Beiden auf ihrem Hinflug getroffenen weiteren Vielfliegers bzw. Status-Runner auch zu viert gut sitzen und uns unterhalten konnten.
Zwischenzeitlich traf dann auch die Information ein, dass sich unser Abflug nach München um vierzig Minuten verspäten würde. Gegen 18:20 startete dann in der Lounge das Boarding für unseren Flug. Und tatsächlich konnten wir als Business-Class- bzw. A3-Gold-Passagiere als Erste die Maschine betreten.
@Foxfire und seine +1 hatten ihre Upgrade-Voucher kurzfristig bestätigt bekommen, sodass sie zufälligerweise direkt hinter mir saßen. Der sympathische Statusrunner vom Ammersee hatte da mit seinen Gutscheinen leider weniger Glück, sich aber für 17 Euro einen Sitz am Notausgang gebucht und später berichtet, dass sogar der Mittelplatz frei bleiben sollte.
Noch am Boden gab es die Speisekarte, die auf diesem Flug genau das Hähnchengericht listete, das ich auf dem Hinflug MUC-ATH nur durch Vorbestellung erhalten konnte. Dafür fehlte auf dieser Karte das Rindfleischgericht, das ich für diesen Rückflug vorbestellt hatte.
Mit 45 Minuten Verspätung ging es dann endlich los, wobei ich mir die Wartezeit mit interessanten Unterhaltungen mit
@Foxfire und seiner Frau vertrieb. Eine halbe Stunde nach dem Start wurde dann auch das Abendessen serviert.
Dafür, dass ich Couscous nicht wirklich mag, war dieser Couscous-Salat ziemlich lecker. Das Rinderfilet hingegen war zwar eine große Portion, aber relativ zäh, sodass das Schneiden mit dem stumpfen Messer auf dem wackeligen Tischchen schon eien ziemliche Herausforderung war. Der Käse war - wie üblich bei Aegean - ziemlich sättigend. Das Dessert war dann auch nicht so ganz mein Fall, da das Stückchen Mokkatorte überwiegend aus Buttercreme, die ich nicht wirklich mag, bestand.
Wenigstens wurden Getränke unkompliziert nachgefüllt, sodass die Zeit bis zur ca. halbstündig verspäteten Ankunft um kurz vor 20 Uhr gut verging.
Wir drei Business-Class-Gäste warteten noch auf den mitreisenden Status-Runner, um gemeinsam mit der Kabinenbahn vom Satellitenterminal zum Hauptterminal zu fahren, wo sich dann unsere Wege trennten. Letzterer begab sich zu seinem Auto,
@Foxfire und seine +1 wurden abgeholt und ich wartete auf die nächste S1 nach Hause.