Luftfahrt in Deutschland im Niedergang

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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
944
1.424
Es bewegt sich was:
Wenn er mit CS spricht, sollte der Bremer Bürgermeister aber den Nelson in der Schublade verstecken, nicht dass irgendjemand dem Spohrkönig mit bedeutender Mine erklärt, dass man lieber Bahn fahren sollte und Inlandsflüge verboten gehören.
 
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thorfdbg

Erfahrenes Mitglied
14.10.2010
3.537
918
Die Bahn ist ein elender Wucherladen geworden. Gruß aus ICE 945.
Ist wie immer.Ist die Frage, wann man bucht. Ich bekomme regelmäßig Superspar NUE-BER mit der Bahn 1.Klasse mit BC25 so für 55€. Das ist weniger als eine Stadtfahrt mit dem Taxi zum BER. Die Bahnpreise sind "auf Firmenkunden" optimiert. Wenn ich hier über unsere Reisekostenstelle buche, werden aus den 55€ 1.Klasse auch gerne mal 150€ zweite Klasse. Weil man ja sparen muss. Äh...
 

Luftikus

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08.01.2010
27.410
13.278
irdisch
Ist halt ungerecht. Nicht jeder kann lange vorausplanen. So ne Kissenpupser sparen sich reich und die normalen werden gemolken. Die Bahner selbst fahren ja 1. Klasse, wenn sie nicht streiken.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
93
150
@juliuscaesar Du zeichnest die LCC ja gerne als Gewinner von Krisen in der Industrie.

Der heutige "Big Read" zeichnet ein differenzierteres Bild. W6 ist ein Wickelkandidat, wenn sich der Kerosinpreisschock in die Länge zieht. Sie haben zu viele Flugzeuge on order, sowohl Narrow- als aucb Widebodies - und W6's erster Versuch auf der Langstrecke ist gescheitert. FR etwa hat die deutlich leanere Kostenstruktur und ist besser positioniert.

Die drei großen Netzwerker IAG, AFKL und DLH müssten auf der Kurzstrecke deutlich reduzieren wegen unvorteilhafterer Kostenstruktur; auch hier wird es deutlich schwieriger , wenn die Krise sich zieht und die Hedges auslaufen. Sie haben temporär aber Chancen auf der Langstrecke nach Asien - die brummt momentan, wobei die ME3 sicherlich in Bälde attackieren werden, um Marktanteile zurückzuholen.

In den USA wird kein fuel hedging seitens der großen Carrier betrieben. DL und UA sind dennoch gut geschützt dank starken Premium-Geschäft. Aber nach dem Kollaps von Spirit könnten als nächstes Frontier und B6 umfallen.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
25.277
23.454
FRA
@juliuscaesar Du zeichnest die LCC ja gerne als Gewinner von Krisen in der Industrie.
Ja.
Der heutige "Big Read" zeichnet ein differenzierteres Bild. W6 ist ein Wickelkandidat, wenn sich der Kerosinpreisschock in die Länge zieht. Sie haben zu viele Flugzeuge on order, sowohl Narrow- als aucb Widebodies - und W6's erster Versuch auf der Langstrecke ist gescheitert. FR etwa hat die deutlich leanere Kostenstruktur und ist besser positioniert.
Wizz ist bereits 22 Jahre alt, Wickeln ist da nicht mehr notwendig.

Welche Widebodies sind bei Wizz on Order?

FR und W6 sind beide sehr lean und gut positioniert.
Die drei großen Netzwerker IAG, AFKL und DLH müssten auf der Kurzstrecke deutlich reduzieren wegen unvorteilhafterer Kostenstruktur; auch hier wird es deutlich schwieriger , wenn die Krise sich zieht und die Hedges auslaufen.
Richtig.
Sie haben temporär aber Chancen auf der Langstrecke nach Asien - die brummt momentan, wobei die ME3 sicherlich in Bälde attackieren werden, um Marktanteile zurückzuholen.
Richtig.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.467
2.016
Ist wie immer.Ist die Frage, wann man bucht. Ich bekomme regelmäßig Superspar NUE-BER mit der Bahn 1.Klasse mit BC25 so für 55€. Das ist weniger als eine Stadtfahrt mit dem Taxi zum BER. Die Bahnpreise sind "auf Firmenkunden" optimiert. Wenn ich hier über unsere Reisekostenstelle buche, werden aus den 55€ 1.Klasse auch gerne mal 150€ zweite Klasse. Weil man ja sparen muss. Äh...
Nein, nur wenn man sich auf diesen Blödsinn einlässt.
Ich nehme einen Haufen e-rewards-Punkte, tausche die bei einer Aktion wie letztes Jahr nach Accor und dann weiter nach Bahn.Bonus und fahr auch ohne BC25 (die ich trotzdem für Regionalverkehr habe) für 40 Euro (das wäre der Wert, wenn ich dafür Accor-Hotels gebucht hätte) Bahn 1. Klasse wohin auch immer ich will durch die ganze Republik, was ungefähr dem Durchschnittserlös pro Ticket bei der Bahn entspricht. Das Doppelte für Flex. Aktuell müsstest Du außerhalb Aktion 1,5fach soviel Accor/e-Rewards-Punkte aufwenden, aber na gut.
Das aber immer bei niedriger Verfügbarkeit und unabhängig von der Vorausbuchungsfrist, solange ein Fernverkehrszug im Spiel ist.

Da bin ich schon Strecken - hin flex, zurück normal = 120 Euro - für die die Bahn gerne knapp 500 Euro gehabt hätte.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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FRA

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
93
150
dass Wizz völlig stabil und abseits jeglicher Insolvenzgefahr dasteht.
Meine Darstellung war nicht, dass W6 pleite geht. Meine Darstellung war, dass sie zum Wickelkandidaten werden könnten, wenn die Krise länger andauert als aktuell vom Markt erwartet.

Du hast doch eigentlich halbwegs vernünftige Einsichten! Erkennst du nicht, dass FR hochprofitabel und W6 nur marginal profitabel ist? Dass FR die höheren Cash-Polster und in der aktuellen Lage die resilientere Flottenpolitik hat?

Cash in de Täsch ist in Krisenzeiten von Bedeutung
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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23.454
FRA
Meine Darstellung war nicht, dass W6 pleite geht.
Meine auch nicht, aber eine Pleitegefahr besteht.
Meine Darstellung war, dass sie zum Wickelkandidaten werden könnten, wenn die Krise länger andauert als aktuell vom Markt erwartet.
Niemand in der Industrie weiß, wie lange die Krise dauert und wie lange die Kerosinpreise auf einem derartig tödlichen Niveau bleiben.
Du hast doch eigentlich halbwegs vernünftige Einsichten!
Das werte ich als Kompliment.
Erkennst du nicht, dass FR hochprofitabel und W6 nur marginal profitabel ist?
Das stimmt.
Dass FR die höheren Cash-Polster und in der aktuellen Lage die resilientere Flottenpolitik hat?
Beide Airlines haben Cash-Polster,
beide Airlines haben (andersartige) Herausforderungen mit dem Flottenzulauf.
Cash in de Täsch ist in Krisenzeiten von Bedeutung
Richtig.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
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Wenn ich hier über unsere Reisekostenstelle buche, werden aus den 55€ 1.Klasse auch gerne mal 150€ zweite Klasse. Weil man ja sparen muss. Äh...

weil diese in der Regel Business Flex buchen statt Super Sparpreisen… Man könnte die Reise ja stornieren. So eine Tante hatte ich beim letzten AG auch, war dann aber Business Flex First statt SSP
.
Ich nehme einen Haufen e-rewards-Punkte, tausche die bei einer Aktion wie letztes Jahr nach Accor und dann weiter nach Bahn.Bonus und fahr auch ohne BC25 (die ich trotzdem für Regionalverkehr habe) für 40 Euro (das wäre der Wert, wenn ich dafür Accor-Hotels gebucht hätte)

privat oder geschäftlich, dem AG was Gutes tun macht doch kein Angestellter freiwillig…
 
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schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
93
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Niemand in der Industrie weiß, wie lange die Krise dauert und wie lange die Kerosinpreise auf einem derartig tödlichen Niveau bleiben.
Das hält mich nicht davon ab, über mögliche Szenarien zu sprechen.
Das werte ich als Kompliment.
Darfst du gerne.
Beide Airlines haben Cash-Polster,
beide Airlines haben (andersartige) Herausforderungen mit dem Flottenzulauf.
FR hat deutlich größere Cash-Reserven. Und ich meine, auch wenn ich um diese Uhrzeit zu faul bin nachzusehen, dass die Flotte von W6 in Kürze die von FR übersteigen sollte.

Da FR mit so viel höherer Marge fliegt als W6, kann sie mehr Schmerz bei den Kerosinpreisen absorbieren. W6 muss mehr und früher streichen. Und dann haben sie mit ihrem riesigen Equipment Orderbuch ein Problem. Dann musst du Flugzeugbestellungen stornieren, zahlst Strafen und hast Cash Drain.

Ich halte eine Insolvenz der W6 mit Abwicklung für unwahrscheinlich, aber es gibt hier durchaus ernstere Stolpersteine als bei FR. FR hat mit A- deutlich bessere Ratings seines Debts. W6 ist hingegen mit BBB- nur einen Notch von "junk" entfernt. W6 hat das Klumpenrisiko mit den P&W Triebwerken. Wenn da jetzt additiv noch eine längere Schließung der Straße von Hormuz oder gesamtwirtschaftliche Schwäche in Zentral- und Osteuropa hinzukommen sollte, könnte es ungemütlich werden.

Es gibt hier Wenn und Aber, soweit hast du Recht. Aber W6 ist ein fallendes Messer! Eine heftige Restrukturierung mit Basenschließungen Galore, Flugzeugstornierungen oder eine Fusion unter Distress ist durchaus im Rahmen des Möglichen!
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.274
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Ist halt ungerecht. Nicht jeder kann lange vorausplanen.

Was soll daran ungerecht sein? Ob und wie lange man etwas im Voraus planen kann ist direktes Resultat der eigenen Lebensgestaltung (beruflich, familiär etc.). Wie die angelegt ist kann jeder selbst beeinflussen und sollte vorher Wissen, welche Entscheidung diese Konsequenz hat.