Rettungswagen am Flughafen Frankfurt braucht 47 Minuten - Patientin tot:

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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.023
13.779
irdisch
Das liest sich ja erschütternd. Und die Bundespolizei hat sich voll gekümmert. Ich verstehe nicht, es gibt ja diese Flughafenklinik im Westen von T1 und es gibt Rettungswagen bei der Flughafenfeuerwehr, die auch sofort überall hinkommen. Warum wird da ein Krankenwagen aus der Stadt geschickt und dann noch so Orientierungslose? Das kann ja nur schief gehen.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Das liest sich ja erschütternd. Und die Bundespolizei hat sich voll gekümmert. Ich verstehe nicht, es gibt ja diese Flughafenklinik im Westen von T1 und es gibt Rettungswagen bei der Flughafenfeuerwehr, die auch sofort überall hinkommen. Warum wird da ein Krankenwagen aus der Stadt geschickt und dann noch so Orientierungslose? Das kann ja nur schief gehen.
Selbst wenn es keinen RTW der Flughafenfeuerwehr gegeben hätte, wären ja noch HLFs oder was auch immer da gewesen.

In meiner Stadt / Feuerwehr wird zusätzlich zum RTW/NEF das georeferenzierte nächste sonstige Feuerwehrfahrzeug, in der Regel ein HLF, bei spezifischen Stichworten initial direkt alarmiert. Ein Beispiel wäre hier eine reapflichtige Person.
Bei einer Rea kommt hier zudem grundsätzlich ein HLF dazu, immer.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.023
13.779
irdisch
Hat so eine Besatzung keinerlei Verbindung zu ihrer Zentrale, wenn sie den Ort nicht findet?

In Flughafenterminals gibt es manchmal auch so ne Rucksack-Notärzte, vermutlich von der Flughafenfeuerwehr, die gleich loslegen. Da würde ein verspäteter Krankenwagen nicht so auffallen.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.145
Hat so eine Besatzung keinerlei Verbindung zu ihrer Zentrale, wenn sie den Ort nicht findet?
Die haben eine Zentrale, aber inwiefern deren Zentrale wirklich Ahnung vom Zielort hat ist nochmal ein ganz anderes Thema.
Fahr mal mit einem RTW 200 km in die Uniklinik… das geht eigentlich nur relativ gut, wenn sich der Patient dort bereits gut genug auskennt und die unterschiedlichen Anfahrten für Notaufnahme und für den Weitertransport das eigentliche Klinikgebäude kennt und entsprechend einweisen kann.

In Flughafenterminals gibt es manchmal auch so ne Rucksack-Notärzte, vermutlich von der Flughafenfeuerwehr, die gleich loslegen. Da würde ein verspäteter Krankenwagen nicht so auffallen.
Naja, die spazieren aber nicht den lieben langen Tag mit Rucksack durch die Terminals in der Erwartung, dass in der Nähe jemand umfällt.
Sondern die werden wie jeder Notarzt oder auch Rettungssanitäter alarmiert, fahren den Ort nächstmöglich an und schleppen dann in dem Rucksack (es gibt i.d.R. nicht nur einen bzw. unterschiedliche Koffer je nach Bedarf) halt alles mit, was sie unmittelbar am Patienten gebrauchen können.

Bei einer Rea kommt hier zudem grundsätzlich ein HLF dazu, immer.
Rein interessehalber: Was macht ein HLF bei einer Rea?
Geht wohl kaum um die Technik des Fahrzeugs (max. Verkehrsunfallkoffer) sondern eher um die geschulte Besatzung oder?
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Hat so eine Besatzung keinerlei Verbindung zu ihrer Zentrale, wenn sie den Ort nicht findet?
Es gibt zwei im Digitalfunk quasi zwei Funkgeräte, HRT und MRT. Eins ist "lokal" und das andere die Verbindung zur Leitstelle.
Fraglich ob es in Frankfurt eine gemeinsame gibt, oder der Flighafen ggf. noch eine eigene hat.
Für Fall zwei hätte sich der "externe" RTW aber in der des Flughafens angemeldet.
Das machen auch Helis immer. Gibt im BOS Funk dafür extra die "Anruf" Frequenz. Also für Fall zwei wäre das "Anruf FRA".
Wenn es nicht nur eine LST für Frankfurt gibt, das weiß ich nicht.

Und Rücksprache ist immer möglich. Finde Bahnhöfe schon schwierig, aber gerade wenn die BuPo eh schon da war hätte der Ort ja recht klar sein dürfen.
Ebenfalls fraglich wie oft ein externer RTW zum FRA fährt. Aber eigentlich kennt man "seine" Objekte.

Allerdings Besonderheit Flughafen: Die Flughafenfeuerwehr ist de facto immer eine Werkfeuerwehr. Das heißt die hat mit der Feuerwehr der jeweiligen Stadt erstmal nichts zu tun. Ausnahme Dortmund, hier ist die BF Dortmund auch am Flughafen.
Unabhängig davon gibt es natürlich Konzepte zur Zusammenarbeit, in beide Richtungen.
In Flughafenterminals gibt es manchmal auch so ne Rucksack-Notärzte, vermutlich von der Flughafenfeuerwehr, die gleich loslegen. Da würde ein verspäteter Krankenwagen nicht so auffallen.
Kenne nur AEDs die auch so an öffentlichen Orten hängen.
Notfallrucksäcke, oft ebenfalls mit AEDs, sind wahrscheinlich sogar Normbeladung auf allen LFs / HLFs. Kenne mich da in Hessen nicht aus, würde mich aber wundern wenn es nicht so wäre.
Auch hier Beispiel von uns: Auf jedem (H)LF ist ein Notfallrucksack und auch der meist mit AED.
 
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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Rein interessehalber: Was macht ein HLF bei einer Rea?
Geht wohl kaum um die Technik des Fahrzeugs (max. Verkehrsunfallkoffer) sondern eher um die geschulte Besatzung oder?
Also im Zweifel "nur" drücken. Wenn man das mal gemacht hat merkt man schnell dass es anstrengend ist.
Und da will man den RTW und das NEF, die dann auch nicht selten noch was anderes zu tun haben, nicht alleine drücken lassen.
Zudem haben die HLFs auch alle nen Notfallrucksack mit AED. Und es kann halt vorkommen, dass die vor dem RTW/NEF da sind. Gibt auch immer wieder dumme Zufälle.
HLF sind hier aber auch nur vier Funktionen. Das sind woanders auch mal sechs. Kommt aufs Konzept an.
Die haben eine Zentrale, aber inwiefern deren Zentrale wirklich Ahnung vom Zielort hat ist nochmal ein ganz anderes Thema.
Fahr mal mit einem RTW 200 km in die Uniklinik… das geht eigentlich nur relativ gut, wenn sich der Patient dort bereits gut genug auskennt und die unterschiedlichen Anfahrten für Notaufnahme und für den Weitertransport das eigentliche Klinikgebäude kennt und entsprechend einweisen kann.
Auch da keine Ahnung wie es in Hessen ist.
In NRW ist jeder in der LST eigentlich Gruppenführer. Das heißt gleichzeitig leider trotzdem nicht, dass dort immer kluge Entscheidungen getroffen werden. Erst recht wenn es an lokaler Kenntnis mangelt. Gab hier nen Fall mit zwei ähnlich klingenden Straßen. Allerdings einmal im Westen und einmal im Osten der Stadt.
Da die Anrufenden geortet werden hätte klar sein müssen zu welcher es geht. Initial zur falschen disponiert. Ist nix gewesen, aber da fragt man sich schon warum man da nicht mal mitdenken kann.

Bezüglich Anfahrten: Rescuetrack (quasi ein spezielles Navi) hat das alles hinterlegt. Auch das ist nicht perfekt, hilft aber schonmal.
Aber auch hier: Finde Bahnhöfe schon immer unklar und kann mir vorstellen wie unklar Flughafen dann initial ist.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.911
19.016
Warum wird da ein Krankenwagen aus der Stadt geschickt

"Zugleich teilte Fraport mit, dass die 'Rettungskräfte des Flughafens Frankfurt zwischen 05:14 und 07:03 Uhr in einem anderen Notfalleinsatz (mit Lebensgefahr) gebunden' gewesen seien. Deshalb sei die notärztliche Versorgung durch außerhalb des Flughafens stationierte Rettungskräfte entsprechend eines etablierten Standardprozesses erfolgt."
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.890
3.171
Ich vermute die Alarmierung von nicht Flughafen RTWs ist der logische Standardprozess.
Auch das sollte in der AAO entsprechend geregelt sein.

Wie die Umsetzung dann aussieht ist ja offenbar fraglich.
Verstehe aber nicht, weshalb man dann nicht entweder von der Werksfeuerwehr nen HLF (oder irgendwas) schickt da dort ja vermutlich auch ne medizinische Qualifikation vorliegen dürfte. Hat die Wache Gateway Gardens nicht auch nen HLF und nen RTW stehen? - Zumindest die Menschen auf der Wache Gatway Gardens dürften am Flughafen mehr oder weniger halbwegs ortskundig sein. Bzw. werden die überhaupt an den finalen Einsatzort alarmiert und nicht an nen Rendezvous Punkt wo sie dann nen Airport Duty Manager einsammelt und lotst?

Oder nutzt man in Deutschland noch kein CAD/AVL-System mit live Location-Tracking und weiß daher u.U. nicht, dass ne Anfahrt von irgendwas länger dauert.

EDIT: ich kann wegen nem Adblocker nicht den ganzen Artikel lesen, aber für mich sieht es erstmal so aus als ob die Zeit von den Angehörigen kam. - Wäre spannend zu erfahren was denn das Einsatzleitsystem zu diesem Einsatz so weiß und wie genau die Örtlichkeit von den Angehörigen angegeben wurde.
 
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Rennip

Erfahrenes Mitglied
28.02.2016
1.528
481

Frankfurter Flughafen: Tragisches Versagen bei Notfallversorgung – Ein System auf dem Prüfstand​

Mit eingeschaltetem Blaulicht fÃ_hrt ein Notarzteinsatzfahrzeug des DRK Kreisverbandes Heidenheim zum Einsatz. (Aufnahme mit langer Belichtungszeit)

Quelle: picture alliance/onw-images/Markus Brandhuber
Es war der erste Flieger, der am 3. Juni 2025 am Frankfurter Flughafen landete. Die Nummer des Condor-Fluges: DE 2315. Zeit der Ankunft: 5:03 Uhr. An Bord waren das Ehepaar Stephanie und Volker Weintritt, ihre erwachsene Tochter und der Bruder der Frau. Zusammen hatten sie mehrere Tage auf Mauritius verbracht. Ein Wunsch, den sich das Ehepaar seit Langem erfüllen wollte. Alles schien perfekt.
Um 5:10 Uhr, als die Familie auf Gate C zusteuerte, sollte die Stimmung kippen. „Ich fühle mich irgendwie komisch“, hörte Volker Weintritt seine Frau sagen. Wenige Sekunden später rang die 64-Jährige um Luft. Der Bruder der Frau, ein Arzt, erkannte den Ernst der Lage. „Er sagte zu einem der anwesenden Polizisten, dass wir sofort einen Rettungswagen brauchen“, erinnert sich Volker Weintritt. Um 5:23 Uhr wählte der Polizist den Notruf.
Er berichtete von einer Dame, die „kurzzeitig das Bewusstsein verloren“ habe. Ihre Lippen seien bläulich. Dem Notruf sollten zahlreiche weitere folgen. Denn der Zustand von Stephanie Weintritt verschlechterte sich rapide. Innerhalb von zehn Minuten müssen Rettungskräfte laut hessischem Rettungsgesetz bei Notfällen eintreffen. Doch an diesem Morgen dauerte es 47 Minuten, bis die Retter in Gate C liefen.
Stephanie Weintritt konnte zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr selbstständig atmen. Um 7:04 Uhr wurde sie in das Universitätsklinikum Frankfurt eingeliefert und in ein künstliches Koma versetzt. Zehn Tage später starb sie. „Ein Arzt im Krankenhaus sagte mir, dass meine Frau wahrscheinlich noch leben würde, wenn der Rettungswagen früher gekommen wäre“, sagt Volker Weintritt.
Der Flughafen Frankfurt ist einer der größten Flughäfen Europas. Und einer der sichersten. Das legt zumindest die Eigenwerbung des Betreibers Fraport nahe. Er wirbt in einer Unterlage von 2024 mit einem flughafeneigenen Fuhrpark von 23 Rettungsfahrzeugen. 50 medizinische Fachangestellte beschäftigt Fraport.

Die Anzahl der Rettungseinsätze am Flughafen hat deutlich zugenommen​

Der Fall von Stephanie Weintritt wirft jedoch die Frage auf, ob das beworbene Sicherheitskonzept möglicherweise Lücken hat. Fakt ist, dass die Anzahl der Rettungseinsätze am Flughafen Frankfurt zugenommen hat. Gab es 2021 noch rund 4500 Einsätze, waren es 2022 rund 5400 und 2023 circa 5800.
Laut einer Fraport-Auswertung von 2024 wurde die Hilfsfrist von zehn Minuten in 92,8 Prozent der Fälle eingehalten. Allerdings berücksichtigt diese Auswertung nur innerhalb des Flughafens stationierte Rettungskräfte, keine aus der Stadt kommenden Rettungswagen.
Antworten zum Sicherheitskonzept könnte der Prozess liefern, den die Hinterbliebenen von Stephanie Weintritt gerade vor dem Landgericht Frankfurt am Main führen. Verhandelt wird dabei nicht nur die Frage, ob sie noch leben würde, wenn die Helfer den Einsatzort früher gefunden hätten. Es geht auch um eine übergeordnete Frage: War das Unglück am Flughafen Frankfurt ein tragischer Einzelfall oder könnte sich Ähnliches wiederholen?
Nach dem Tod seiner Frau schrieb Volker Weintritt an Fraport, Ministerien, das Land Hessen, und die Stadt Frankfurt am Main. Er hoffte auf Unterlagen zu dem Fall. Antworten bekam der frühere Geschäftsführer eines Chemieunternehmens nur zögerlich. Schließlich engagierte er die versierte Medizinfachanwältin Michaela Bürgle.
Sie verklagte die Stadt Frankfurt, weil diese die rechtliche Verantwortung für den Rettungsdienst auch am Flughafen hat. Die Stadt bestritt im Prozess bislang jegliches Fehlverhalten und wies zurück, dass die Patientin bei einem früheren Eintreffen der Rettungsmannschaft noch leben würde – mit dieser Frage sind nun Gutachter beschäftigt. Weintritt hatte laut Klage eine Lungenembolie und einen Hirnschaden infolge einer unversorgten Atem- und Kreislaufsituation erlitten.
Die Telefonprotokolle der Feuerwehrleitstelle, die Anwältin Bürgle erstritten hat, stellen dabei genau dar, was in den Minuten vom ersten Notruf bis zum Eintreffen des Notarztes geschah. Darin lässt sich detailliert nachsehen, was zwischen dem Polizisten vor Ort, der Leitstelle und der Rettungswagenbesatzung besprochen wurde. Es ist schwer, dieses Protokoll nicht als Zeugnis eines Versagens zu lesen.
Um 5:29 Uhr ging demnach der zweite Anruf des Polizisten von Gate C in der Leitstelle ein. „Der RTW (Rettungswagen, d. Red.) rollt wahrscheinlich, richtig?“, fragte der Polizist. „Richtig“, antwortete der Leitstellenmitarbeiter. Um 5:38 Uhr wählte der Polizist erneut den Notruf.
„Wo bleibt denn der RTW? Die Dame ist fast weg“, so der Polizist. „Ja, der RTW kommt aus der Stadt und der steht vor der Tür und sucht jetzt schon, wo ihr seid“, so der Leitstellenmitarbeiter. Dann fügte er hinzu, dass die Rettungswagenbesatzung „sich net so gut“ auskenne, „weil das ist ein RTW aus der Stadt, nicht vom Flughafen“.

„Der Polizist bei dem Rettungswagen muss auch noch beruhigt werden“​

Weil Stephanie Weintritt unterdessen nicht mehr ansprechbar und der Kreislauf kollabiert war, begann der Bruder mit Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Einer der Polizisten vor Ort begab sich unterdessen auf die Suche nach dem Rettungswagen. Um 5:46 Uhr rief er die Leitstelle an. „RTW steht draußen bei uns Ankunftsfeld, aber der RTW ist leer“, so der Polizist. „Ah ja klar, weil die irgendwo im Gebäude sind und euch suchen“, antwortete die Leitstelle. Um 5:47 Uhr sagte ein Leitstellenmitarbeiter in einem internen Telefonat: „Der Bundespolizist, der bei dem RTW steht, muss dann auch noch beruhigt werden.“
Jener Polizist hatte sich um 5:48 Uhr zur Besatzung des Rettungswagens durchtelefoniert. „Hallo ja, wo sind Sie jetzt?“, fragte er. „Also wir gehen noch zum Fahrzeug, also wir laufen gerade zu unserem Fahrzeug“, war die Antwort. „Nein! Sie laufen jetzt nicht zu Ihrem Fahrzeug, Sie gehen jetzt zur Bundespolizeiwache im Bereich C, neben der Ausreise, die Kollegin holt sie ab“, insistierte der Polizist.
Doch die Rettungsmannschaft erschien auch danach nicht am Gate. Der Polizist rief erneut den Notruf. „Ich habe den aufgeregten Bundespolizisten nochmal in der Leitung“, sagte die Leitstelle daraufhin in einem Telefonat mit dem Krankenwagen. Sie schickte einen zweiten Rettungswagen los, der um 6:10 Uhr eintraf.

Feuerwehrleitstelle verweist auf „unterschiedliche Begleitumstände“​

Fraport wollte Fragen zu den Protokollen mit Hinweis auf das laufende Gerichtsverfahren nicht beantworten. Zugleich teilte Fraport mit, dass die „Rettungskräfte des Flughafens Frankfurt zwischen 05:14 und 07:03 Uhr in einem anderen Notfalleinsatz (mit Lebensgefahr) gebunden“ gewesen seien. Deshalb sei die notärztliche Versorgung durch außerhalb des Flughafens stationierte Rettungskräfte entsprechend eines etablierten Standardprozesses erfolgt.
Die Feuerwehrleitstelle der Stadt Frankfurt am Main erklärte, dass die genauen Einsatzzeiten im Rahmen des anhängigen Klageverfahrens aufgearbeitet würden. „Ungeachtet dessen ist einzuräumen, dass es aufgrund unterschiedlicher Begleitumstände zu Verzögerungen kam. Diese wurden/werden aufgearbeitet, um künftig auf ähnliche Situationen besser reagieren zu können“, so die Leitstelle.
Anwältin Bürgle will nun Aufklärung vor Gericht. „Es geht bei dem Gerichtsprozess um die grundsätzliche Frage, ob die notfallmedizinische Versorgung auf Deutschlands größtem Flughafen organisatorisch so aufgestellt ist, dass Menschen in akuter Lebensgefahr rechtzeitig Hilfe erhalten“, so Bürgle.
Sie betont, wie wichtig die Klärung dieser Frage sei. „Wenn es bereits bei einer einzigen Notfall-Patientin und leerem Flughafen zu solchen Verzögerungen kommt, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie das System in einer größeren Schadenslage wie einem Anschlag oder einer Explosion funktionieren soll“, so die Anwältin.
Für Volker Weintritt werfen die Protokolle vor allem zwei Fragen auf. Warum war offenbar kein Rettungswagen am Flughafen verfügbar? Und warum wurde der Rettungswagen aus der Stadt anscheinend nicht korrekt gelotst? Weintritt sagt: „Ich möchte mit der Klage verhindern, dass solch eine lange Wartezeit bei einem Notfall am Frankfurter Flughafen sich wiederholen kann.“
Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und „Business Insider Deutschland“ erstellt.
Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter.
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
893
1.678
In München wird für viele Fälle auch ein Krankenwagen aus Freising involviert. Dieser wird allerdings immer von einem Fahrzeug der FM Sicherheit am Tor abgeholt und dann bis zum Einsatz Ort begleitet. In dem Frankfurt Fall wäre es schon interessant zu wissen, wie die externen Rettungskräfte auf dem Flughafengelände unterstützt werden.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.145
EDIT: ich kann wegen nem Adblocker nicht den ganzen Artikel lesen, aber für mich sieht es erstmal so aus als ob die Zeit von den Angehörigen kam. - Wäre spannend zu erfahren was denn das Einsatzleitsystem zu diesem Einsatz so weiß und wie genau die Örtlichkeit von den Angehörigen angegeben wurde.
Ich finde solche Prognoseaussagen wie „Meine Frau könnte noch leben“ aus Angehörigensicht grundsätzlich schwierig - unabhängig davon, wann nun der Rettungswagen kam. Zum Einen ist es Hörensagen, zum Anderen darf niemand etwas zu medizinischen Aspekten sagen.
In der Überschrift ist das purer Clickbait. Aber die Welt ist eine Produkt der Springer-Presse und daher prinzipiell mit Vorsicht zu betrachten.

Hier lese ich im Kern folgende Zeitschiene:
05:03 Uhr Landung (für die zeitliche Kette eigentlich irrelevant)
05:10 Uhr Notfall erkannt
05:23 Uhr 1. Anfruf (was ist in den 13 Minuten passiert?)
05:29 Uhr 2. Anruf weil RTW noch nicht da
05:38 Uhr 3. Anruf (RTW da und auf der Suche)
05:46 Uhr Polizist findet RTW vor Ort, allerdings leer
06:10 Uhr 2. RTW vor Ort

Die Frage, wann der 2. RTW nun mit der Frau in einer geeigneten Notaufnahme gelandet ist bleibt unbantwortet (aber darauf bezieht sich die angebliche Aussage des Arztes), wieviel Notaufnahmen abgemeldet waren bzw. wo es hinging. Wäre nicht der erste RTW der 4 verschiedene Notaufnahmen anfährt und dabei noch wesentlich länger unterwegs als bei der Anfahrt von der Rettungswache.

Die Erwartung, dass 6 Minuten später ein RTW / Notarzt vor Ort ist ordne ich unter menschlichem Stress ein (Anruf 5:29), ist aber verständlich und geht auch in Ordnung,
Der RTW aus der Stadt war offenbar unter 15 Minuten vor Ort (und da offenbar schon im Gebäude am Suchen).

Ich finde, da fehlt nicht medizinisches Personal oder die eigentliche Rettungskette.

Problem Nr. 1:
Da hat die Alarmierung 13 Minuten ab erkannten Notfall gedauert.
Fakt ist sicherlich auch: Hätte man vor 5:14 den Notruf getätigt wäre die Priorität vermutlich bei diesem Fall gelandet, das kann aber niemand ahnen. Rettungsdienst hat insbesondere örtlich keine unbegrenzten Kapazitäten, das ist die mitunter grausame Realität. Das würde übrigens auch bei Verdopplung der Kapazitäten für 2 Notfälle gleichzeitig passieren…

Problem Nr. 2:
Gate C ist ein Gatebereich und kein konkreter Ort. Zudem gibt es airside, landside - das Gebäude ist groß. Stellt Euch mal vor, jemand sagt „Bei A“. Da laufe ich allein innerhalb airside ne halbe Stunde von einem zum anderen Ende (A40 zu A69). Ohne Rucksack.
Bei C kann ich bei C12 sein oder C16 sein oder in der Gepäckhalle - das sind im Grunde unterschiedliche Gebäude und zumindest jede Menge Strecke.
Bei 7 Minuten nach Landung, als der Notfall erkannt wurde, kann ich mir durchaus noch airside oder Passkontrolle vorstellen. Und ich glaube auch nicht, dass BuPo am Flughafen „zufällig“ anwesend ist sondern die haben dort eine Aufgabe.

Da hat schlicht die Einweisung gefehlt, also jemand Ortskundiges, der den RTW in Empfang nimmt und auf dem kürzesten Weg zur Einsatzstelle bringt. Wo dann auch ggf. Sicherheitstüren aufgehen. Die Option, irgendwann nach dem RTW zu suchen ist bei komplexen Betriebsgeländen eigentlich nie hinreichend.

Also sowas wie Treffpunkt Schranke Vorfahrt Ankunft oder übers Vorfeld mit Begleitung - auch dort ab Schranke Tor XX.
Den Begriff „Ankunftsfeld“ kann ich allerdings nicht genau zuordnen. Tür xxx wäre zumindest mit einem Gebäudeplan klar zuzordnen gewesen.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.890
3.171
Gate C ist ein Gatebereich und kein konkreter Ort. Zudem gibt es airside, landside - das Gebäude ist groß. Stellt Euch mal vor, jemand sagt „Bei A“. Da laufe ich allein innerhalb airside ne halbe Stunde von einem zum anderen Ende (A40 zu A69). Ohne Rucksack.
Bei C kann ich bei C12 sein oder C16 sein oder in der Gepäckhalle - das sind im Grunde unterschiedliche Gebäude und zumindest jede Menge Strecke.
Das ist exakt der Punkt den ich vorhin gemeint hatte. - Alle diese Angaben zur Zeitschiene taugen nichts solange nicht bekannt ist, wie die Örtlichkeit genau an die Leitstelle kommuniziert wurde.
Die Erwartung, dass 6 Minuten später ein RTW / Notarzt vor Ort ist ordne ich unter menschlichem Stress ein (Anruf 5:29), ist aber verständlich und geht auch in Ordnung,
Der RTW aus der Stadt war offenbar unter 15 Minuten vor Ort (und da offenbar schon im Gebäude am Suchen).
Grundsätzlich wäre aber meine Erwartungshaltung, dass, wenn der RTW vom Flughafen schon unterwegs ist, mindestens ein Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr als First Responder dazu alarmiert wird. - Ist jetzt aber halt wieder die Frage wie genau der Notruf von statten ging und was da genau kommuniziert wurde.
Theoretisch sollte die Rettungsleitstelle der Stadt auch entsprechend an den Flughafen herantreten und nen First Responder der Flughafenfeuerwehr anfordern können. - Müsste man aber die AAO im Detail kennen und wie die Rettungsleitstelle und die Werksfeuerwehr da miteinander verzahnt sind.
Da hat schlicht die Einweisung gefehlt, also jemand Ortskundiges, der den RTW in Empfang nimmt und auf dem kürzesten Weg zur Einsatzstelle bringt.
Ist bei anderen Firmen / Institutionen durchaus üblich. - Bei der Rettungsleitstelle geht der Notruf ein, die alarmiert ihre Rettungsmittel und der Einsatzleitrechner gibt gleichzeitig ne Alarmierung an die entsprechende Sicherheitsleitstelle / autorisierte Stelle weiter. Treffpunkt ist dann dementsprechend der Rendezvous Punkt wo dann der örtliche Sicherheitsdienst / ... als Lotse fungiert. - Gerade bei größeren Industriekomplexen gibt's auch nicht unbedingt nen Feuerwehrschlüsseltresor, sondern diese Aufgabe wird dann vom jeweiligen Sicherheitsdienst wahrgenommen.
Steht und fällt hier halt damit, was da genau beim ersten Notruf kommuniziert wurde und ob die Rettungsleitstelle die Dringlichkeit dementsprechend erfassen konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Verstehe aber nicht, weshalb man dann nicht entweder von der Werksfeuerwehr nen HLF (oder irgendwas) schickt da dort ja vermutlich auch ne medizinische Qualifikation vorliegen dürfte.
Das verstehe ich eben auch nicht. Und ja denke, dass auch in Hessen mindestens RS drauf sein sollten.
Oder nutzt man in Deutschland noch kein CAD/AVL-System mit live Location-Tracking und weiß daher u.U. nicht, dass ne Anfahrt von irgendwas länger dauert.
Beim rescue track kann die Position jederzeit ermittelt werden. Entsprechendes ist für die georeferenzierte Alarmierung ja auch zwingend notwendig. Aber auch hier: Keine Ahnung wie das in Hessen ist.

Ebenso wie zuvor schon erläutert: Unpräzise Angaben der Örtlichkeit sind ja auch nicht hilfreich.
 

Spinnacker

Erfahrenes Mitglied
17.03.2015
385
319
Mir stellen sich noch ein paar (zusätzliche) Fragen:

warum hat niemand, schon von Bord des Flugzeugs aus, die Rettung angefordert?

wo ist die Besatzung des ersten, von der Polizei leer vorgefundenen RTW verblieben: sucht die immer noch? Hat die keine Funkmöglichkeit?

Die ungehörigen Bemerkungen der Leitstelle, der anrufende Polizist muss wohl auch beruhigt werden, zeigt ja daß dieser die Notlage ziemlich deutlich ausgedrückt hat. Was soll dann der Spruch, der müsse auch noch beruhigt werden?

Warum hat der Flughafen keinen Plan dafür, daß ein Rettungsdienst "vor der Tür" steht (vor welcher?) und dann zu dem Punkt geleitet wird, wo er gebraucht wird? Das ist doch Sache des Flughafens!

Kann der Flughafen ernsthaft nur jeweils einen Notfall gleichzeitig bearbeiten? Bei zwei "weit" von einander entfernten Terminals?

warum berichten die anderen, FRANKFURTER, Medien bisher nichts?
 

bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
1.812
3.144
In meiner Stadt / Feuerwehr wird zusätzlich zum RTW/NEF das georeferenzierte nächste sonstige Feuerwehrfahrzeug, in der Regel ein HLF, bei spezifischen Stichworten initial direkt alarmiert. Ein Beispiel wäre hier eine reapflichtige Person.
Bei einer Rea kommt hier zudem grundsätzlich ein HLF dazu, immer.
Ist dieser Satz von KI geschrieben und gibt es den auch auf deutsch?
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Mir stellen sich noch ein paar (zusätzliche) Fragen:

warum hat niemand, schon von Bord des Flugzeugs aus, die Rettung angefordert?
Vielleicht war es nicht dramatisch?
Könnte mir vorstellen dass man selbst auch sowas denkt wie:
Ach landside mit etwas Wasser geht es dann schon wieder.
wo ist die Besatzung des ersten, von der Polizei leer vorgefundenen RTW verblieben: sucht die immer noch? Hat die keine Funkmöglichkeit?
Polizei und Feuerwehr sind getrennt. Also zumindest eine direkte Kommunikation dazwischen ist nicht möglich.
Ob Feuerwehr und RTW getrennt sind kommt aufs Konzept an.
Bei uns ist es so: Es gibt Stadt X - Feuerwehr und Stadt X - Rettungsdienst. RTW schaltet auf FW um, wenn die dazu kommen.
Warum hat der Flughafen keinen Plan dafür, daß ein Rettungsdienst "vor der Tür" steht (vor welcher?) und dann zu dem Punkt geleitet wird, wo er gebraucht wird? Das ist doch Sache des Flughafens!
Wenn es so ist wundert es mich auch. Es wird ja auch nicht der erste externe RTW gewesen sein.
Kann der Flughafen ernsthaft nur jeweils einen Notfall gleichzeitig bearbeiten? Bei zwei "weit" von einander entfernten Terminals?
Hab gerade kurz recherchiert. Es gibt drei Wachen, da sind allerdings überall keine RTWs gelistet.
Gleichwohl sollte ja trotzdem irgendwer gefunden werden, der als first responder hinfahren kann.


Mal als Referenz bei uns:
Die Hilfsfrist (RTW) wird mit 10 Minuten angesetzt und beinhaltetet 1,5 Minuten Leitstellenzeit sowie eine Ausrückzeit von ebenfalls 1,5 Minuten.
Der Zielerreichungsgrad soll 90 Prozent betragen.
NEF hat bis zu 13 Minuten Zeit.

In der Praxis kommt es aber auch vor dass das NEF zuerst da ist.
Ebenfalls kommt es vor, dass kein RTW oder NEF zur Verfügung steht und es aus einer der direkt angrenzenden Städte kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
7.844
3.315
LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
Hier stimmt irgendetwas nicht und/oder stinkt zum Himmel. Wenn man den Ausführungen glaubt, war man um 0538 in einer für den Calltaker potentiellen Reanimationssituation ("die Dame ist fast weg"). Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre zusätzlich zum RTW ein NEF oder übergeordnetes Rettungsmittel (NAH, weiß aber nicht ob es um Frankfurt einen mit 24h-Betrieb gibt, die "normalen" starten ja erst ab 0700) indziert gewesen. Ich weiß nicht, wie man derlei Einsätze am FRA handhabt, in VIE gibt es Prozeduren für Landungen des NAH auf bestimmten Positionen und Geleit an jeden Punkt des Flughafens.

Man will sich gar nicht vorstellen, sollte im Terminal einmal nur eine MANV-nahe Situation eintreten - laufen die Kräfte "von draußen" dann wie blinde Hühner herum oder stehen im Stau vor der Pforte?
 
Zuletzt bearbeitet:

Okin

Aktives Mitglied
02.12.2012
112
201
Hier sind ja doch viele mit Fachwissen. Wundert sich hier niemand, warum kein NEF in der Alarmierung vorkommt?
Warum ein lebensbedrohlicher Einsatz dafür sorgt, dass 10 Flughafen-RTWs über 1h nicht verfügbar sind?
Ich vermute dass die Schnittstelle BF/ FRA WFW nicht funktioniert.
Dazu scheint es in der Tat kein Konzept zu geben, wie externe Rettungsmittel bei Einsätzen aufgenommen werden, wenn es kein Großschadenslage ist.
Da der Einsatz im Terminal statt fand, hilft kein Einweiser am Tor fürs Vorfeld.
Es braucht, wenn man eben kein Vielflieger ist, Ortskenntnis im Gebäude oder einen Einweiser an der Straße. Hier gibt es für Betriebe übrigens eine Verpflichtung durch den Arbeitsschutz, sowas sicherzustellen bei Unternehmen mit x qm2 Größe. Daher wird das Urteil sehr spannend werden.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Hier stimmt irgendetwas nicht und/oder stinkt zum Himmel. Wenn man den Ausführungen glaubt, war man um 0538 in einer für den Calltaker potentiellen Reanimationssituation ("die Dame ist fast weg").
Auch hier Beispiel von uns: Laienrea wird direkt durch die LST angeleitet. Also da müsste dann ja wirklich maximal viel schief gelaufen sein.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre zusätzlich zum RTW ein NEF oder übergeordnetes Rettungsmittel (NAH, weiß aber nicht ob es um Frankfurt einen mit 24h-Betrieb gibt, die "normalen" starten ja erst ab 0700) indziert gewesen. Ich weiß nicht, wie man derlei Einsätze am FRA handhabt, in VIE gibt es Prozeduren für Landungen des NAH auf bestimmten Positionen und Geleit an jeden Punkt des Flughafens.
Gießen wäre 24/7 und ist dual use. Natürlich auch fraglich, ob der zur Verfügung stand.
Man will sich gar nicht vorstellen, sollte im Terminal einmal nur eine MANV-nahe Situation eintreten - laufen die Kräfte "von draußen" dann wie blinde Hühner herum oder stehen im Stau vor der Pforte?
Es sollte ja definierte Bereitstellungszonen geben.

Gestern kam es in Gelsenkirchen zu einen Brandereignis bei BP.
Da war die BF GE neben der WF BP auch aktiv. Normales Vorgehen wäre da, dass die BF zur Bereitstellungszone fährt oder direkt zu vorher bestimmten Bereichen.
Vermute dass es da direkt auf Anfahrt bestätigt wurde und die ggf. direkt reingezogen wurden.
Aber analog dazu wird es Konzepte geben.
 

Uncle Sam

Erfahrenes Mitglied
03.10.2020
4.350
8.656
warum hat niemand, schon von Bord des Flugzeugs aus, die Rettung angefordert?
Ist die Dame nicht erst im Terminal kollabiert?

Keine Ahnung, wie die Fraport-Abläufe für so einen Fall sind. Ich hätte erwartet, dass es für auswärtige RTW einen Anlaufpunkt gibt, wo ein Ortskundiger wartet und die Rettungskräfte lotst. Notfall in Terminal C, damit kann doch niemand was anfangen, der den Flughafen nur aus dem Urlaub kennt
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.202
10.012
DUS
Hier sind ja doch viele mit Fachwissen. Wundert sich hier niemand, warum kein NEF in der Alarmierung vorkommt?
Das ist in der Tat fraglich. Zumal die Programme eigentlich so funktionieren, dass bei gewissen Stichworten gewisse Einsatzmittel automatisch kommen.
Das führt dann auch dazu, dass die Leute in der LST einen RTW schicken müssen, weil Anrufende selber wissen was sie sagen müssen. Auch wenn es an sich ne Bagatelle ist.

Und sonst noch ganz banal.
Es ist einer der größten Flughäfen der Welt. Da hätte es auch ein Ausruf getan ob medizinisches Personal zu Gate X kommen kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass da jemand rumläuft als PAX ist ja schon nicht gerade klein.
Aber vielleicht bin ich da zu pragmatisch.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Es geht ja um schnell sachkundige Leute am Ort. Die kamen nicht. In FRA muss es doch ständig dutzende gute und extrem ortskundige Rettungssanitäter geben? Der Krankenwagen ist fast schon nachrangig.