Diskussionen zu Kernenergie (aus "Elektromobilität")

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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
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Ruhig nochmal informieren, aber das innovative Potential von Palo Verde sind sicher nicht die PVs. Es geht um KKW.
Meinst Du ein innovatives _Potenzial_, was man noch nicht genutzt hat obwohl man 40 Jahre Zeit hatte?

Oder meinst Du, dass man dort mangels Wasserquellen in der Wüste aufbereitetes Wasser aus Kläranlagen in die genannten Wasserreservoirs pumpt, nochmals aufbereitet und dann daraus zur Kühlung des Sekundärkreislaufs entnimmt und dann mittels großer Lüfter in die Umwelt befördert wird?
Ist vermutlich das sinnvollste Design für diese Umgebung, aber ein Ventilatorkühlturm an sich ist per se keine Innovation, die Bündelung von 16 dieser Ventilatoren habe ich allerdings noch nie gesehen.

IMG_0526.jpeg
Viel Landschaft mit KKW Palo Verde
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Ihr habt genug Strom und Wärme im Winter in Deutschland, aus Kernkraftanlagen, äh Gaskraftwerken.

Nun:

Und wer braucht es?? Der Franzose wegen seinen maroden Erneuerbaren, äh Kernkraftwerken.

„Das meiste russische Flüssiggas kaufte Frankreich.“
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Also in den USA wird es ja ganz dramatisch.


Da kann Trump mit seinem Drill Baby Drill wohl nicht mithalten, hinzu kommen eben in den USA auch die maroden Kernkraftwerke und das einsehen, dass der Ausbau seiner Kernkraftwerke zeitlich und vor allem wirtschaftlich keine Alternative ist. Hier wird sich wohl im kalten mittleren Norden, das heizen im kalten Winter 2026/2027 nur noch die obere Einkommensschicht leisten können.


Neue extreme Nachfrager an Energie entstehen in den USA an jeder Ecke, aber so planlos wie der Ami bei der Entwicklung seiner Produktionsmenge vorgeht, ist schon traurig und zeichnet kein gutes Bild für die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Zumal Meta/Oracle/OpenAi/Microsoft/Alphabet mit ihren eigenen Kernspaltungsprojekten nicht vorankommen und diese wohl auch kurzfristig beerdigen werden. Auch sind die Optionen immer weitere marode Keinkraftwerke wieder ans Netz zu bringen, welche bereits aus diversen nachvollziehbaren Gründe bereits vom Netz gegangen sind, ist mehr als endlich und eben mit Risiken verbunden. Für diese oben genannten Großabnehmer, bleiben dann nur wenige zeitgemäße Energieformen und dann wird man schauen, wo in der Welt wird man das günstigste Konzept aus Erneuerbarer Energie plus Speicherung haben, das wird nicht die USA oder Europa sein.

In absoluten Kosten hat 2025/2026 meine Stromrechnung ihr absolutes historisches Minimum erreicht, wobei mein Bedarf stetig gestiegen ist. Mit meiner Stromrechnung ist der Energiebedarf und Wärmebedarf abgedeckt.


Mit der enorm gestiegenen Inflation in den USA und einem Präsidenten der keine Zusammenhänge versteht und welchem der normale Bürger in den USA egal zu sein scheint, kann man recht froh sein, dort nicht wohnen zu müssen, oder?
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
9.199
6.601
Meinst Du ein innovatives _Potenzial_, was man noch nicht genutzt hat obwohl man 40 Jahre Zeit hatte?

Oder meinst Du, dass man dort mangels Wasserquellen in der Wüste aufbereitetes Wasser aus Kläranlagen in die genannten Wasserreservoirs pumpt, nochmals aufbereitet und dann daraus zur Kühlung des Sekundärkreislaufs entnimmt und dann mittels großer Lüfter in die Umwelt befördert wird?
Ist vermutlich das sinnvollste Design für diese Umgebung, aber ein Ventilatorkühlturm an sich ist per se keine Innovation, die Bündelung von 16 dieser Ventilatoren habe ich allerdings noch nie gesehen.
Nun, nicht ganz. Es geht doch um Trockenheit und trockene Wasser Läufe. Die bauen aber ein KKW in die Wüste. Geht gar nich? :unsure:Das innovative ist die Herkunft des Kühlwassers. :idea:
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
Du meinst die Verwendung von (gereinigtem) Abwasser, das über Druckleitungen aus Phoenix dort hin geschafft wird?

Nun, ich sehe weder in Druckwasserleitungen noch in geklärtem Abwasser nun eine besondere Innovation.

Woanders werden geklärte Abwässer in Flüsse eingeleitet oder in der Landwirtschaft verrieselt. Das ist dort zwar die größte Anwendung, aber im Kraftwerksbereich gibt es das auch in Südafrika oder Spanien. In Deutschland denkt man in Mannheim über sowas nach.

Wenn man dann weiterschaut, so erfolgt die Trinkwasserversorgung von Phoenix über Flüsse, einen Kanal zum Colorado und leider auch aus (Tiefen-)Grundwasser. Insgesamt ist dort aktuell der Wassermangel des Colorado River (planmäßig 40% der Trinkwasserversorgung) ein Problem, daher mehr Tiefengrundwasser, was sich leider nicht so schnell wieder ansammelt wie es verbraucht wird. Und dann fehlt nicht nur dem Kraftwerk Wasser sondern auch der menschlichen Verbraucherstufe davor.
 
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Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
9.199
6.601
Du meinst die Verwendung von (gereinigtem) Abwasser, das über Druckleitungen aus Phoenix dort hin geschafft wird?

Nun, ich sehe weder in Druckwasserleitungen noch in geklärtem Abwasser nun eine besondere Innovation.
Die Innovation ist, dies zu nutzen. Damit ist selbst ein KW in der Wüste möglich.
Wenn man dann weiterschaut, so erfolgt die Trinkwasserversorgung von Phoenix über Flüsse, einen Kanal zum Colorado und leider auch aus (Tiefen-)Grundwasser. Insgesamt ist dort aktuell der Wassermangel des Colorado River (planmäßig 40% der Trinkwasserversorgung) ein Problem, daher mehr Tiefengrundwasser, was sich leider nicht so schnell wieder ansammelt wie es verbraucht wird. Und dann fehlt nicht nur dem Kraftwerk Wasser sondern auch der menschlichen Verbraucherstufe davor.
Abwasser. Das fällt sowieso an.
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Bitte mal berücksichtigen, dass es sich nicht um einen geschlossenen Kreislauf handelt. Einigen scheint noch nicht bewusst zu sein, wie extrem selten bzw. wertvoll gereinigtes Nutzwasser bereits heute in einigen Regionen ist und in anderen „Morgen“ noch wird!
Damit dann durch Dampf Strom zu erzeugen, ist recht fragwürdig! Oder?

Genügend Abwasser gibt es auch in anderen Regionen, hier ist allerdings die Innovation eher, dieses wieder für lebenswichtiger Zwecke, wo es weniger bis keine Alternativen dazu gibt, zu nutzen. Da zählt die Stromversorgung nicht dazu.
Und ja bei der Herstellung von PV Modulen und WKA Anlagen wird auch Wasser benötigt. Allerdings auch beim Abbau von fossilen Brennstoffen, wie Uran, Kohle und Gas. Zum Unterschied, im Betrieb wird bei den fossilen Kraftwerken (wo ja auch KKW zu zählen) eben doch ordentlich Wasser „verbraucht“.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
Die Innovation ist, dies zu nutzen. Damit ist selbst ein KW in der Wüste möglich.
Damit ist erstmal eine technische Frage mit einem Horizont auf Kraftwerksebene beantwortet, kein Stück weiter.

Abwasser. Das fällt sowieso an.
Abwasser braucht als Voraussetzung primär Quell- oder Regenwasser, das als Grund- oder Flusswasser über einen Zwischenschritt zu Trinkwasser aufbereitet wird. Und da hat der Colorado, der einen Großteil Arizonas bewässert, aktuell ein Problem sodass man vom Tiefenwasser lebt. Das CAP läuft langfristig so gut und mit den gleichen Auswirkungen wie der Karakum-Kanal.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
9.199
6.601
Das Thema ist die Abhängigkeit von Flüßen. Nicht der Wasser Verbrauch allgemein. Hiermit weitgehend gelöst. Plus Kühltürme.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.574
4.870
Und wer braucht es?? Der Franzose wegen seinen maroden Erneuerbaren, äh Kernkraftwerken.

„Das meiste russische Flüssiggas kaufte Frankreich.“
Ja, um es nach Deutschland zu verkaufen, weil ihr ja direkt kein russisches Gas mehr kauft. "Französisches" Gas ist ja unproblematisch. Problem gelöst.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
Das Thema ist die Abhängigkeit von Flüßen. Nicht der Wasser Verbrauch allgemein. Hiermit weitgehend gelöst. Plus Kühltürme.
Sagen wir so: nicht umsonst leben 50% der Menschheit in max. 200 km von der Küste.
Der Fehler hier liegt hier bereits in der Kombination eines küstenfernen Standorts mit einer expanionsfreudigen Großstadt und der Hoffnung, mit Kanälen Wüsten grün zu bekommen.

Zwei ziemlich aktuelle Beiträge...


 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
9.199
6.601
Sagen wir so: nicht umsonst leben 50% der Menschheit in max. 200 km von der Küste.
Der Fehler hier liegt hier bereits in der Kombination eines küstenfernen Standorts mit einer expanionsfreudigen Großstadt und der Hoffnung, mit Kanälen Wüsten grün zu bekommen.

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Ungarn liegt nunmal nicht am Meer. Und nochmal: Abwasser der Stadt fällt immer an.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
Und? Paks liegt in Ungarn. Und nochmal: Abwasser der Stadt fällt immer an. ;)
Du solltest aber auch mal ansatzweise die Abwassermenge betrachten.

Palo Verde braucht 9,8 Mio m³ pro Jahr bei 3 x 1400 MWe, das ist angeblich 1/4 des Abwassers der Region.
Paks brächte für seine 1889 MWe (4 Reaktoren) bei _angenommen_ gleicher Kühleffizienz (ich weiß, das hinkt!) rund 45% des Wasserbedarfs von Palo Verde.

In Phoenix und umzu leben 4,85 Mio Menschen und erzeugen Abwasser.
In Paks leben 17.000 Menschen und in ganz Ungarn ungefähr 9,5 Mio, also rund das Doppelte von Phoenix.
Ansonsten liegt das Ding mitten in der Puszta, 83,5% der Ungarn sind überhaupt nur an einem Abwassernetz angebunden, es fehlt insbesondere in ländlichen Regionen während in Städten annähernd 100% erreicht wird.

Ein durchschnittlicher US-Haushalt verbraucht 1100-1500 l pro Tag.. In Ungarn sind wir bei 93-100 l pro Tag,

Das heißt, du bräuchtest 4,85 Mio x 1/4 x (1100/93=11,82) bis (1500/110=13,64) = 14,33 - 16,54 Millionen Ungarn um ein KKW wie Palo Verde mit Abwassern zu versorgen (die gibt es nicht).
Für die Leiostung von Paks (45%) bräuchtest Du 6,45 bis 7,44 Mio Ungarn, die ihr gesamtes Abwasser ohne Verdunstung dem KKW Paks zuleiten. Übrig blieben bei einem Anschlussfaktor von 83,5% landesweit die Abwässer von 0,75-2,0 Mio Ungarn. Realistisch? Ich denke nicht im Ansatz.

Wo willst Du da die nötigen Abwassermengen hernehmen?

Was bleibt:
Zugang zu größeren Ressourcen: Der Balaton ist ungefähr 70 km von Paks.

Kann man eigentlich mal einen überschlägigen Plausibilitätscheck machen bevor alles was einem gerade in den Sinn kommt als Lösung verkauft wird?
 
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VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Ja, um es nach Deutschland zu verkaufen, weil ihr ja direkt kein russisches Gas mehr kauft. "Französisches" Gas ist ja unproblematisch. Problem gelöst.
Falsch!
Einfach mal (EU) 2024/1789 und (EU) 2024/1788 studieren. Frankreich kauft gerade zu unregulierten Preisen und darf es dann gemeinschaftlich zu regulierten Preisen teilen, wenn überhaupt…

Zum ganzen Abwasserthema, fällt euch nicht auf wie stupide es ist, das Abwasser für eine Dampfmaschine aufbereitet zu nutzen, also zur Sicherung andere lebensnotwendiger Prozesse, welche nicht recht einfach substituiert werden können?
 

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Falsch!

Frankreich kauft billig in Russland und verkauft teuer an euch.
Falsch!

Bei euch entwickeln sich die Preise ja dramatisch. Vor allem im Stromsektor. Wobei Deutschland aktuell wieder auf dem Niveau vor 2022 ist, ist in den USA der Preis von 2022-2026 um 40% gestiegen.
Im Schnitt scheint man in den USA jetzt bei 19/20 Cent angekommen zu sein. Und kein Ende in Sicht! Zum Vergleich eine durchschnittliche deutsche Familie benötigt ca. 3.500kwh p.a. und eine amerikanisch 10.600kwh. Da kann die deutsche ja noch ordentlich was fürs heizen zusätzlich ausgeben… da will man aktuell lieber nicht tauschen, oder?

 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.574
4.870
Falsch!


Falsch!

Bei euch entwickeln sich die Preise ja dramatisch.
Nope. Nícht ablenken von euren Strompreisen.
Vor allem im Stromsektor. Wobei Deutschland aktuell wieder auf dem Niveau vor 2022 ist, ist in den USA der Preis von 2022-2026 um 40% gestiegen.
Im Schnitt scheint man in den USA jetzt bei 19/20 Cent angekommen zu sein.

Nope. ich zahle aktuell 13 Dollarcent kWh. Und ihr so? Und selbst wenn es 20 Dollarcent wären, liegen die Preise weit untern euren, sehr weit. Zudem verdient man hier auch viel mehr. ;)
Und kein Ende in Sicht! Zum Vergleich eine durchschnittliche deutsche Familie benötigt ca. 3.500kwh p.a. und eine amerikanisch 10.600kwh.

Dafür haben wir Wärme im Winter und schwitzen nicht im Sommer. Auch unsere Alten, Kranken und Gebrechlichen nicht. Die betreuenden Kräfte übrigens auch nicht.
Da kann die deutsche ja noch ordentlich was fürs heizen zusätzlich ausgeben… da will man aktuell lieber nicht tauschen, oder?

Dir ist schon klar, dass der Author oder diese Seite exakt eure (!) Situation anhand der USA zu Beschreiben versucht? Wie hoch ist euer Wirschaftswachstum nochmal? Eure Energiepreise? Eure Löhne? Euer Medianeinkommen? Euer Medianvermögen? Eure Renten und Altersversorgung? Euer Immobilenvermögen?

Sorry, da muss von hier aus laut lachen.

Im Übrigen:


Huch!

Ein Glück habt ihr eure Kühltürme gesprengt, sowie die fortschrittlichsten (auch in Sachen Kühlung) KKW der Welt abgestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.125
981
Nope. Nícht ablenken von euren Strompreisen.


Nope. ich zahle aktuell 13 Dollarcent kWh. Und ihr so? Und selbst wenn es 20 Dollarcent wären, liegen die Preise weit untern euren, sehr weit. Zudem verdient man hier auch viel mehr. ;)


Dafür haben wir Wärme im Winter und schwitzen nicht im Sommer. Auch unsere Alten, Kranken und Gebrechlichen nicht. Die betreuenden Kräfte übrigens auch nicht.

Dir ist schon klar, dass der Author oder diese Seite exakt eure (!) Situation anhand der USA zu Beschreiben versucht? Wie hoch ist euer Wirschaftswachstum nochmal? Eure Energiepreise? Eure Löhne? Euer Medianeinkommen? Euer Medianvermögen? Eure Renten und Altersversorgung? Euer Immobilenvermögen?

Sorry, da muss von hier aus laut lachen.

Im Übrigen:


Huch!

Ein Glück habt ihr eure Kühltürme gesprengt, sowie die fortschrittlichsten (auch in Sachen Kühlung) KKW der Welt abgestellt.

Also ich zahle in Deutschland aktuell im Schnitt 7 Eurocent. Dank Eigenproduktion und vernünftiger Überschussvergütung über das Jahr verteilt. Damit ist Klima, Heizen, Mobilität und Haushaltsstrom abgedeckt. (THG Subventionen habe ich der einfachhalber nicht mit berücksichtigt, da diese zwischen 2022 und 2026 enorm geschwankt ist, ansonsten wäre es noch weniger geworden). Die persönliche Situation (bereits 1 amortisierte PV aus 2009 mit Restlaufzeit an Vergütung und einer zweiten aus 2019) ist kaum aussagekräftig für den Schnitt der jeweiligen Bevölkerung…

Hmm ich hoffe du lachst nicht so laut und so lange….

Das Medianeinkommen pro Person in den USA beträgt 1204$ die Woche oder eben 62.600$. In den USA wird gern das Haushaltseinkommen angegeben, das verwässert allerdings, hier muss man schon das pro Kopf Einkommen berücksichtigen.

In Deutschland liegt das Medianeinkommen bei 54.066€ pro Person.

Rechnen wir jetzt Euro in Dollar oder Dollar in Euro um. Erhalten wir DE/USA 54.066€/55.250€ oder 62.397$/62.600$.

In den USA hat man weit weniger Steuern und Sozialabgaben. Dadurch ein höheres Netto, dafür natürlich viel weniger Leistungen und soziale Absicherungen. Dafür die die Lebenshaltungskosten in den USA auch enorm höher, diese steigen ja auch in den usa aktuell weit deutlicher als in der EU/DE.
🇩🇪 . 🇺🇸

Nettoeinkommen. 2.830 €. 3.425 €

Wohnen + Energie −820 −1.430 €

Lebensmittel. −300 −400 €

Auto/Mobilität. −420 €. −520 €

Gesundheit zusätzlich −50 €. −300 €

Internet + Handy. −65€. −115 €

Versicherungen. −25 €. −40 €

Medien/Streaming/GEZ −45 €. −35 €

Kleidung/Körperpflege/Haushalt
−150 €. −170 €

Freizeit/Restaurant/Urlaub
−300 −350 €

Gesamtausgaben. ≈ 2.175 €. ≈ 3.360 €

übrig 🟢 ≈ 655 € 🟡 ≈ 65 €



Keine Zahlen welche ich mir ausgedacht habe, zahlen die ein in dem jeweiligen Land ansässiges statistisches Institut erhoben hat und kontinuierlich fortführt.

Sicherlich gibt es in den USA und Deutschland enorme Unterschiede von Region zu Region, aber man wollte es mit dem Medianeinkommen ja auch vergleichbar machen.
Da steht der deutsche Michel ja gar nicht schlecht da, oder?

Wollen wir noch kurz die unterschiedliche der einzelnen Sozialsysteme durchgehen, welche Absicherung ein Geringverdiener in den USA hat oder in Deutschland?

Schauen wir uns mal kurz die Renten an. Ja der Ami hat eine höhere Medianrente, dafür auch die weit höheren Lebenshaltungskosten.

🇩🇪 . 🇺🇸

Median-Staatsrente, auf 2026 fortgeschrieben
≈ 1.224 €. ≈ 1.775 €

Einkommensteuer*. ≈ 0 €. ≈ 0 €

Medicare Part B. –. −176 verfügbar nach Pflichtabgaben
≈ 1.224 €. ≈ 1.599 €

Wohnen inkl. Nebenkosten
−650 €. −850 €

Lebensmittel. −250 €. −310 €

Gesundheit/Medikamente zusätzlich
−35 €. −100 €

Auto/ÖPNV. −100 €. −200 €

Telefon + Internet. −50 €. −80 €

Kleidung/Körperpflege/Haushalt
−80 €. −100 €

Freizeit/Streaming etc.
−80 €. −100 €

Gesamtausgaben ≈ 1.245 €. ≈ 1.740 €

Saldo 🔴 −21 € 🔴 −141 €

Private Rentenvorsorge ist hier nicht berücksichtigt. Die Zahlen habe ich mir wieder nicht ausgedacht, siehe Quellen oben.

Schauen wir uns das Bruttoimmobilienvermögen pro Bürger an.


🇩🇪 . 🇺🇸

Bevölkerung 2024. 83,6 Mio. ≈ 340 Mio.

Immobilienvermögen privater Haushalte
≈ 10–11 Bio. €. 52,2 Bio. $

Immobilienvermögen pro Einwohner
≈ 120.000–130.000 €. ≈ 154.000 $

Größenordnung. ≈ 125.000 €. ≈ 133.000 €

In den USA gibt es selbstverständlich eine weitaus höhere Eigentumsquote als in Deutschland. 65% vs. 47%.

Gern kann man mal noch die Verschuldungsquote je Bürger und Land anschauen. Kleiner Spoiler, der marginale Vorsprung der USA beim Immobilienvermögen wird hier nun ordentlich geschmälert, so dass das Nettovermögen (Immobilien und Darlehensverbindlichkeiten aller Art) des deutschen Bürgers im Schnitt weit höher ist, als der Amerikaner. Liegt aber wohl eher am unterschiedlichen Konsumverhalten und der unterschiedlichen Beziehung zur Aufnahme von Verbindlichkeiten, das soll gar nicht wertend klingen.

Wo die Amis weit vorne sind, ist natürlich die Aktienquote, das liegt wohl auch daran, dass der Deutsche hier eine viel zu vorsichtige Anlagestrategie fährt.

Bei der Zusammenstellung und Auswertung hat ChatGPT geholfen!

Zusammenfassend kann man sagen, das Medianeinkommen liegt gar nicht so weit auseinander. Die Steuern und Abgaben sind in den USA weit geringer. Die Lebenshaltungskosten sind in Deutschland geringer. Am Ende, wenn man einen vergleichbaren „Warenkorb“ unterstellt und die unterschiedlichen Regionen innerhalb des Landes unberücksichtigt lässt, bleibt beim Ami vom höheren Netto nicht automatisch viel mehr zum Leben übrig! Einzelne persönliche Erfahrungen werden sowohl in Deutschland als auch in den USA vom „Median Bürger“ abweichen, ist aber dann auch nicht vergleichbar.

Zu den Kühltürmen. Wozu sollte man diese stehen lassen, wenn der Atomausstieg gesetzlich beschlossen ist für Deutschland und der Rückbau der Anlagen bereits begonnen hat. Oder meint ihr wirklich, das in Deutschland noch einmal irgendwann ein neues AKW jemals gebaut werden wird und man hier dann den 60 Jahren (30-40 Jahre als Plus 20-30 Jahre Planungs- und Bauzeit) alten Kühlturm des zurückgebauten AKW noch einmal wieder nutzt? Dann doch lieber Platz machen fur einen PV Park, WKA oder Großspeicher.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.618
2.183
Aus Capital, zur Situation der Kernkraft in den USA

Fazit:
Neubau in den USA aus Kostengründen mausetot.
Wiederinbetriebnahme von Palisades selbst mit 1,5 Mrd USD Subvention noch/nur in Prüfung,
An 2 laufenden Blöcken findet Aufrüstung mit neuen, effizienteren Turbinen (aka KKW Gösgen) statt.
Übrigens sind für sämtliche US-KKW in den letzten 10 Jahren genau 18 Nachrüstungen genehmigt worden, in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um neue Messgeräte. In den letzten 2 Jahren gab es nichtmal einen Antrag - auch nicht von Three Mile Island (was ja wieder in Betrieb gehens soll - d.h. man glaubt dort, das durch simples Prüfen&Instandsetzen, Beladen und Anfahren zu lösen oder ist noch nicht soweit.

Und außerhalb der USA:
Tschechien möchte in Dukuvany durch CEZ (70% staatlich) einen 1200 MWe-Block bauen lassen. Es gibt - oh Wunder - keine wettbewerbsfähige Finanzierung und man schätzt, dass der Staat 90% zuschießen muss. Das klingt für mich nicht nach „bankable“ sondern wie bauen ohne Finanzierung (d.h. nur Zuschuss und 10% Eigenanteil aus Eigenkapital/Cashflow CEZ) - und da ist - auch wenn man bei der strukturierten Finanzierung eines solchen Großprojektes auch reichlich Reserven einbaut, dennoch ein Baurisiko aus Verzögerungen und Preissteigerungen.