Der kürzeste Weg nach Hanoi?

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Oban

Erfahrenes Mitglied
08.03.2009
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Flugschneisse ZRH
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Prolog

Diese Reise fand im April/Mai 2025 statt. Beim Durchsehen einiger Fotos dachte ich, es wäre schön, wieder einmal einen Reisebericht zu schreiben.

Ende 2024 war es für mich an der Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, wo ich im folgenden Jahr meinen Urlaub verbringen wollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits mehr als zehn Jahre im Unternehmen gearbeitet. Bis Ende April 2025 hatte ich noch die Möglichkeit, einen Teil meines Dienstaltersgeschenks zu beziehen: Nach zehn Dienstjahren erhielt ich neben einer Auszahlung in Höhe eines halben Monatslohns zusätzlich zwei Wochen Urlaub.

Das Geld war längst auf meinem Konto eingegangen, den Urlaub musste ich jedoch spätestens Ende April antreten, andernfalls wären die zusätzlichen Urlaubstage verfallen. Eine weitere Bedingung war, dass ich die zwei Wochen mit mindestens ebenso vielen Wochen aus meinem regulären Urlaubskonto ergänzen musste. Dadurch konnte ich sicherstellen, dass ich einen ganzen Monat lang nicht bei der Arbeit erscheinen musste.

+1 hatte allerdings nur fünf Wochen Urlaub pro Jahr. Ich selbst verfügte zu diesem Zeitpunkt noch über sechs Wochen regulären Urlaub sowie die zwei zusätzlichen Wochen aus meinem Dienstaltersgeschenk. Daher mussten wir ein wenig tricksen. Wir wurden kreativ, legten unsere Ferien rund um Feiertage und nutzten ihre freien Tage so geschickt, dass wir auf etwa drei gemeinsame Wochen kamen.

Nachdem unser Urlaubskonstrukt stand, reichten wir beide unsere Ferien ein und begannen, über mögliche Reiseziele zu diskutieren. Das Land mit dem orangefarbenen Führer kam schon einmal nicht infrage, so schön es auch sein mag. Außerdem war ich bereits mehrfach dort gewesen, und zwar in den Jahren, in denen sein Porträt noch nicht am Flughafen hing.

Australien und Neuseeland waren für +1 zu weit entfernt. Auf Südamerika hatte ich keine Lust, und +1 hatte dort ohnehin schon einmal zwei Monate verbracht. So kam Asien ins Gespräch. Ich war bereits einmal in Thailand, mehrere Male in Singapur und kurz in Hongkong gewesen. +1 hatte auf dem Rückweg aus Neuseeland einmal 24 Stunden in Bangkok verbracht – wenn ich mich recht erinnere, wegen eines Flugausfalls und der damit verbundenen Umbuchung. Viel mehr hatte sie von Asien jedoch noch nicht gesehen.

Für mich stand fest, dass ich entweder in Singapur starten oder die letzten Tage dort verbringen wollte. Thailand wollte ich hingegen auf jeden Fall auslassen. +1 fand, Vietnam sei bestimmt ein lohnendes Reiseziel.

Ich hatte noch einige Meilen bei Miles & More, die ich gerne einsetzen wollte. Für die gesamte Reise würden sie allerdings nicht ausreichen. +1 wollte zudem nicht wesentlich mehr bezahlen als für einen Flug in der Economy Class. Das stand im Widerspruch zu meiner Regel, bei Flugzeiten von mehr als fünf Stunden nicht Economy zu fliegen.

Deshalb verglich ich zunächst die Kosten einer Reise in der Economy Class ohne Einsatz meiner Meilen mit den Kosten meines geplanten Reiseverlaufs. Auch die innerasiatischen Flüge bezog ich in diesen Vergleich ein.

In der Vorweihnachtszeit entdeckte ich schliesslich ein gutes Angebot von Etihad für die Hinreise, Meilenverfügbarkeit für die Rückreise. Daraus ergab sich der folgende Reiseplan.

20.04.25 MUC-AUH Etihad B787-9 Business
20.04.25 AUH-SIN Etihad A380 Business
25.04.25 SIN-HKG Cathay A350-900 Business
28.04.25 HKG-HAN Cathay A330 Business
09.05.25 HAN-IST Turkish A350-900 Business (Meilen)
10.05.25 IST-ZRH Turkish A321 Business (Meilen)

Ursprünglich war für die Strecke von HKG nach HAN ein Airbus A321 vorgesehen. Nach einigen Änderungs-E-Mails wurde daraus schliesslich ein A330, damit konnte ich gut leben.

Bis etwa zwei Wochen vor dem Urlaub passierte dann nicht mehr viel. Wie üblich organisierten wir für unsere alte Katze einen Platz bei einem Kollegen, bei dem sie sich während der rund 20 Tage wohlfühlen konnte. Ausserdem planten wir die Anreise nach München, da wir in der Region Zürich wohnen. Einige Hotels wurden gebucht und die Reiseroute legten wir ebenfalls fest.

Nicht ganz in unsere Planung passte die Mitteilung meines Unternehmens in meiner letzten Arbeitswoche: Mehrere Teams würden zusammengelegt und u.a. meine Stelle gestrichen. Das trübte die Stimmung etwas. Ich wollte mir im Urlaub eigentlich Gedanken darüber machen, wohin es mich nach dieser Reise beruflich ziehen würde und nicht, dass mein Unternehmen diese Entscheidung für mich traf. Es gab zwar noch die Zusicherung, dass man an einer internen Lösung arbeite, daher brach mal keine Panik bei mir aus.

+1 musste noch eine weitere Woche arbeiten, während ich Zeit hatte, meine Unterlagen zu aktualisieren. Ich war mir sicher, dass eine interne Lösung möglicherweise nicht meinen Vorstellungen entsprechen würde und letztlich ohnehin eine Veränderung bevorstand. Vorweggenommen: Das Unausweichliche folgte dann einige Monate später. Die Veränderung, die ich wollte fand ich dann aber auch viel schneller als das ich erwartet hätte und habe dann auch gleich meinen vorzeitigen Abschied im Herbst gefeiert, um nicht gleich nahtlos weiterzuarbeiten.

Am Donnerstag hatte auch +1 ihren letzten Arbeitstag vor dem Urlaub. Meine Jobsorgen waren schon noch da, aber nicht mehr so präsent wie einige Tage zuvor.
Wir packten unsere Kleider in die Reiserucksäcke, brachten den Kater schweren Herzens zu unserem Kollegen und waren bereit für den ersten Reisetag…
 
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Oban

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08.03.2009
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Tag 1 Reise nach München

Am Morgen fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen Zürich. Statt ins Flugzeug zu steigen, ging es jedoch weiter zum Bahnhof und von dort mit dem EuroCity nach München. Einige Wochen zuvor hatte ich für uns beide für weniger als 110 CHF Plätze in der 1. Klasse buchen können.

Die Zugfahrt war unspektakulär. Kurz nach der Grenze gab es mehrere Zwischenhalte, sodass der Zug bis München schliesslich rund 30 Minuten Verspätung hatte. Ich frage mich noch immer, wie unsere nördlichen Nachbarn damit umgehen, dass die Bahn offenbar regelmässig unpünktlich ist.

Es war früher Samstagnachmittag, das Frühlingswetter war herrlich und ich war noch nie zuvor in München gewesen. Nachdem wir kurz unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns deshalb gleich auf den Weg in die Stadt. Irgendwann landeten wir im Englischen Garten, wo wir in einem Biergarten noch ein stilles Wasser, nein Scherz, ein Bier tranken.

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Das besagte Bier

Zwischendurch machten wir allerdings den Fehler, etwas zu essen. Dadurch hatten wir zur üblichen Abendessenszeit keinen Hunger mehr. Später holten wir uns noch etwas in einem nahe gelegenen Markt und assen es im Hotelzimmer, bevor wir schlafen gingen.
 

Oban

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08.03.2009
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Tag 2 & 3 Reise nach Singapore

Auf geht’s in Richtung Asien, zunächst einmal zum Flughafen München. Unser Hotel lag in Bahnhofsnähe und damit auch nicht weit von der S-Bahn entfernt. Die eher leichten Rücksäcke, wie Schwer genau sah man dann am Flughafen (keine 13Kg), wurden aufgeschnallt.

Der Flug sollte um 11.45 Uhr starten.
Mit unserer geplanten Abfahrt gegen 8 Uhr hatten wir genügend Zeit, unterwegs noch etwas für die Reiseapotheke zu besorgen, da mein Magen ein wenig Probleme machte. Check-in, Ausreise und Sicherheitskontrolle waren schnell erledigt, und auch die Lounge im Terminal 1 fanden wir ohne Schwierigkeiten.

Die Airport World Lounge ist allerdings keine Offenbarung. Ich hatte +1 deshalb vorgewarnt. Zwar war dies ihr erster Flug in der Business Class, einige Lounges kannte sie jedoch bereits. An die Star-Alliance-Flieger unter euch: Ich hoffe, die Lounges in Terminal 2 versprühen etwas mehr Charme?

Da wir im Hotel auf das Frühstück verzichtet hatten, bedienten wir uns am Buffet. Ich erinnere mich noch daran, dass die Auswahl gar nicht schlecht war. Somit war es nur das ein wenig lieblose Ambiente, dass ein wenig die Stimmung drückte.
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Zuerst aber mal ein Getränk zum Start in den Tag, danach sah vieles wieder besser aus.

Auf dem Ticket war die Boardingzeit mit 10.40 Uhr angegeben. Einige Minuten vorher gingen wir zum Gate.

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Da stand unsere 787-9

Die Daten auf meinem Mobiltelefon zeigen, dass +1 bereits um 10.36 Uhr glücklich auf ihrem Sitz sass und ein Glas Champagner in der Hand hielt.
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Schon bald kam die aufmerksame Flugbegleiterin mit der Menükarte, und unsere Wünsche wurden aufgenommen. Der Abflug erfolgte ziemlich pünktlich, und auch der Service liess nicht lange auf sich warten.

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Eine schöne Auswahl an Getränken
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Auch was zum Essen gab es

Was den Sitz betrifft: Auch wenn der Collins Aerospace Super Diamond nicht mehr der neueste ist, halte ich ihn nach wie vor für einen sehr guten Sitz. Er bietet viel Platz und ist bequem. Wir hatten die beiden mittleren Sitze in Reihe 7, die für Paare ideal sind.

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Schön viel Platz, warme Farben.


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Zu Essen gab es dann auch was, beginnend mit einem Old Fashioned und Nüssen.

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Vorspeise

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Hauptspeise, vom Dessert habe ich leider kein Foto gemacht.

In Abu Dhabi landeten wir sogar etwas früher als geplant. Für uns beide war es der erste Besuch dort, und ich empfand den ausgesprochen leisen Flughafen als eine Wohltat. Ewig Zeit hatten wir allerdings nicht, denn unser Flug nach Singapur sollte planmässig um 21.45 Uhr starten. Das Boarding für den A380 war für 20.40 Uhr angesetzt.

Also machten wir uns direkt auf den Weg in die fantastische Lounge, die sich über mehrere Ebenen erstreckt. Der Unterschied zu München war nicht zu übersehen: Hier fühlte man sich eher in einer Wohlfühloase als in einem Wartesaal.

In der Lounge erreichten uns ausserdem zwei oder drei Bilder aus dem Urlaubsdomizil unserer Katze. Sie sah darauf, wie üblich, ziemlich genervt aus. Damit war klar: Alles war in Ordnung.

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Der Einstieg erfolgte an Gate C29 und verzögerte sich noch etwas. Direkt aus der Lounge auf das Oberdeck des A380 zu gelangen, hatte allerdings schon etwas. Dem Flugzeug merkte man an einigen Stellen an, dass es zuvor wieder reaktiviert worden war. Mein Sitz war jedenfalls nicht mehr ganz so gut in Schuss wie jener im Dreamliner.

Schliesslich ging es los. Auch auf diesem Flug war die Crew sehr aufmerksam. Auf das Essen verzichteten wir nicht, doch bald wurde es Zeit, noch ein paar Stunden zu schlafen. Bei einer Flugzeit von ungefähr siebeneinhalb Stunden wollten wir diese Möglichkeit nutzen.
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Beginnend mit einem Glas Chamapgner


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Hauptspeise

Vor der Reise hätte ich noch ein Upgrade in die First Class kaufen können. Ich verzichtete jedoch darauf. In der First Class hätte ich vermutlich kein Auge zugetan, weil ich die gesamte Zeit hätte geniessen wollen.

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A380 am Ankunftsgate musste auch noch fotografiert werden

Um 9.25 Uhr Ortszeit verliessen wir das Flugzeug in Singapur. Die Einreise an den E-Gates war innerhalb weniger Sekunden erledigt, und auch unsere Reiserucksäcke erschienen bereits nach wenigen Minuten auf dem Gepäckband. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zur MRT. Ich gehöre zu der Spezies, die auch gerne mal mit den Öffentlichen Verkehrsmittel in die Stadt fährt wenn es sich dabei nicht um eine 2 Stunden Reise handelt.

Unsere Wahl fiel auf das Pullman an der Hill Street, das praktischerweise direkt neben einer MRT-Station liegt. Wir waren viel zu früh dort, konnten aber bereits den Pre-Check-in erledigen und unser Gepäck abgeben. Danach erkundeten wir die Umgebung und fanden bald etwas zu essen, schliesslich war es bereits Mittag.
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Am späteren Nachmittag konnten wir unser Zimmer beziehen.
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Um 17 Uhr öffnete die Club Lounge, wo wir noch einige Zeit verbrachten und sich das Gefühl anbahnte das wir Singapur angekommen sind.
 
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Oban

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Tag 4-6 Singapore

Nach dem Frühstück hiess es: einfach loslaufen, ohne festen Plan. Plötzlich standen wir vor dem Singapore Flyer. Da kaum Besucher anstanden, hatten wir eine Gondel ganz für uns allein
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Aussicht auf die Bay

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Teil der Formel 1 Strecke

Anschliessend gingen wir in Richtung Marina Bay Sands und besuchten den nahe gelegenen Cloud Forest.
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Cloud Forest, immer wieder ein Besuch wert

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Vorbei an den "Bäumen" ging es in in die Richtung der Central Area

Mein Magen war allerdings noch nicht ganz in der neuen Zeitzone angekommen. Er meldete sich erst nach 14 Uhr, als wir uns in der Nähe des Hawker Centers Lau Pa Sat befanden. Dieses hatte ich bereits zehn Jahre zuvor mit Ex+1 besucht und noch in recht guter Erinnerung.

Leider war an fast allen Ständen das, was ich gerne gegessen hätte, bereits ausverkauft. Trotzdem fand auch ich etwas Passendes, sodass wir gestärkt weiterziehen konnten. Danach ging es zurück ins Hotel für einen kurzen Mittagsschlaf. Später verpflegten wir uns in der Club Lounge und machten noch einen Spaziergang zur Bay. Kurz darauf ging unser erster voller Tag in Singapur zu Ende.

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Am nächsten Tag wollten wir etwas länger schlafen. Gegen Mittag fuhren wir mit der MRT in die Central Area an der Bay. Im 33. Stock eines Hochhauses befindet sich die Level 33 Brewery, die als höchstgelegene Brauerei der Welt gilt. Dort gab es eine tolle Auswahl, und wir probierten uns durch das Angebot.

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Einfach mal durch probieren

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Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, die Aussicht aus der Brauerei ist trotzdem schön

Irgendwann kam der Hunger, und im Amoy Street Food Centre fanden wir etwas Passendes. Anschliessend schlenderten wir noch ein wenig durch Chinatown und besuchten den Buddha Tooth Relic Temple. Danach machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel.
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Auf dem Weg sind auch an diesen Tempel vorbei gekommen und haben ein Blick riskiert

Den Abend begannen wir in der Club Lounge und setzten ihn anschliessend mit einem Singapore Sling in der Long Bar fort. Für mich war es der zweite Besuch dort; beim letzten Mal war die Bar noch nicht renoviert gewesen. Was sich nicht geändert hat, die Schalen der Nüsse wirf man immer noch über die Schulter auf den Boden und die Drinks sind fantastisch.

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Ansonsten passierte an diesem Tag nicht mehr viel und es ging irgendwann wieder die ca. 300m zurück ins Hotel

Unser letzter Tag in Singapur begann erneut mit einem tollen Frühstück.
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Danach ging es weiter nach Sentosa. Bei meinen bisherigen Besuchen hatte es noch nie für einen Abstecher dorthin gereicht.

Neben dem Fort aus dem Zweiten Weltkrieg besuchten wir auch die Rodelbahn, die ganz unterhaltsam war. Die Hitze war an diesem Tag allerdings kaum auszuhalten, so führen wir dann auch im laufe des Nachmittags zurück.
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Nicht der schönste Strand denn ich bisher gesehen habe, aber ganz oke.

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Aussicht von der Brücke wenn man das Fort besichtigen möchte

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Durch den Wald sieht man die Stadt

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Viele der Stellungen und Tunnels konnte man besichtigen.

Gegen Abend wurde es etwas angenehmer und wir konnten unseren reservierten Slot auf den Supertrees wahrnehmen. Diese einmal von oben zu erleben, war grossartig.
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Neben unzähligen Videos, entstanden auch einige Bilder.
Zu Fuss ging es dann wieder zum Hotel.....
 

Oban

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Tag 7 – Reise nach Hong Kong

Nach dem letzten Frühstück in der ClubLounge im Pullman packten wir die letzten Dinge zusammen und bestellten uns ein Grab zum Flughafen, rund um 10 Uhr trafen wir dort ein. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber auch hier habe ich in Erinnerung das wir extrem schnell in der Lounge in T4 waren. +1 war wohl noch ein wenig abwesend und wunderte sich, wieso wir jetzt in Richtung Lounge gingen. Bis sie dann mal auf ihre Boardkarte schaute und erstaunt bemerkte das wir auch nach HKG in Business fliegen.
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Teile der Cathay Pacific Lounge in SIN (T4)

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Geplant war der Abflug um die Mittagszeit, kurz nach 12 Uhr holte ich ein weiters Glas Champagner, der Flug wurde laufen verschoben.
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Viel Platz im A350 für die Beine am Fenster

Um ca. 13.15 Uhr wurde dann aber geboardet, ich hatte Seat 15K, +1 direkt eine Reihe dahinter auf 16K. Wir waren sicher schon 15-20 min im Flieger da wurden Menukarten verteilt, irgendwann nach 14 Uhr dann auch Welcomedrinks. Grund dafür das dies so lange ging war, dass wir noch immer am Boden standen aufgrund eines heftigen Gewitters in HKG.
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Cathay Pacific Signature Drink

Dies sollte dann auch noch länger so bleiben, ich fühlte mich bestätigt in meiner Entscheidung hier auch Business gebucht zu haben. Pushback war dann erst um 16 Uhr, also ca. 3 Stunden nach dem Einstieg in den Flieger und ehrlich gesagt war ich froh im BusinessSeat die Beine hochzulegen, statt in wie ursprünglich geplant, in der Eco zusätzliche 3 Stunden bei einem knapp 4 Stunden dauernd Flug zu sitzen.
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Essen gab nach dem Start dann auch

In der Luft ging es dann aber auf direktem Weg nach HKG, um 19.40 Uhr berührte der Flieger gemäss dem Timestamp auf dem Foto den Boden. Nach einer Flughafenrundfahrt mit dem Flieger bei Regen, ging es durch die Einreise mit dem Schnellzug direkt in die Central Station und danach mit einer weiteren Bahn noch zu unserem Hotel in der nähe der HK-University.


Bis wir dann auf unser Zimmer konnten, ging es noch ein kleines bisschen, da die Mitarbeiter am CheckIn nicht das Beste Englisch sprachen, was einige Wiederholungen benötigte, aber wir bekamen unsere Zimmerkarten dann noch.
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Wohnzimmer

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Schlafzimmer

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Bad

Das Zimmer war riesig, irgendwie kam schon fast ein schlechtes Gefühl auf, wenn man bedenkt das unser Bad wohl grösser war als einige Wohnungen in den Wohntürmen. Gleichzeitig war es auch noch recht günstig.

Da der Tag schon länger dauerte als gedacht, kauften wir uns in der Umgebung was zu Essen, ich glaube es ging zu McDonalds weil es dann irgendwann mal genug für den Tag war, danach ins Bett.
 

Oban

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Tag 8-9 Hongkong

Wir hatten keinen festen Plan. Auch der Blick aus dem Fenster liess nichts Gutes erwarten, und das Wetter sollte sich während unserer Tage in der Stadt nicht wesentlich verbessern.
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der Peak von der Wolke verdeckt

Nach dem Frühstück bestiegen wir eine Ding-Ding und fuhren bis in die Nähe von Central. Mit den Mid-Levels Escalators ging es anschliessend bergauf. Auf der anderen Seite führte unser Weg durch den Zoologischen und Botanischen Garten wieder hinunter bis auf Meereshöhe. Insgesamt waren wir wohl zwei bis drei Stunden unterwegs, bevor uns der Hunger überkam.

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Streets of HongKong

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Mid Level Escalators

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Hong Kong Observation Wheel

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Eines meiner Fotos zeigt um 17.20 Uhr meine Füsse in Pantoffeln, während ich den Blick auf die Skyline auf der anderen Seite des Wassers geniesse. Nach einem nicht weiter erwähnenswerten Essen ging es erst am nächsten Morgen weiter.

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Aussicht aus dem Fenster im Eckzimmer

Für diesen Tag hatten wir geplant, einen der Hop-on-Hop-off-Busse zu nehmen. Zunächst fuhren wir mit der Ding-Ding bis zum Central Pier.

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DingDing's

Die erste Bustour führte uns einmal rund um die gesamte Insel. Wir kamen an einem Hauptquartier der Volksbefreiungsarmee vorbei und sahen zahlreiche Wohntürme, bevor wir die völlig andere Seite der Insel erreichten.

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Central Government Complex

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Hongkong bietet aber auch anders als nur Hochhäuser

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Nach ungefähr zwei Stunden, in denen wir im offenen Bus auch eine Regendusche geniessen durften, nahmen wir am Central Pier eine Fähre auf die andere Seite. Dort konnten wir einen weiteren Bus nutzen und bekamen so auch Viertel wie Mong Kok zu sehen.

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Bruce Lee gab es auch noch zu bestaunen

Als es Dunkel wurde, ging es wieder ins Hotel, wir mussten ja auch noch kurz unsere Dinge zusammenpacken.
Nicht ganz so einfach bei so viel Platz wo man seine Sachen ablegen konnte.
 

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Oban

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Tag 10 auf nach Vietnam – dem eigentlichen Ziel der Reise

Der Flug ging erst gegen 17 Uhr. Ich hatte ihn bewusst so gebucht, weil ich auf dem Weg zum Flughafen noch etwas sehen wollte, das ich bei meinem letzten Besuch ausgelassen hatte: den Buddha auf Lantau.

Was in Hongkong fantastisch ist, wenn man mitten in der Stadt startet, ist die Möglichkeit, das Gepäck bereits am Bahnhof aufzugeben. Auch wenn wir uns einmal kurz verlaufen hatten und es dadurch etwas länger dauerte, konnten wir unser Gepäck schon am Morgen abgeben und waren den Rest des Tages nur noch mit leichtem Gepäck unterwegs. Mit der Bahn ging es zur Seilbahnstation, die uns fast direkt bis zum Buddha bringen sollte.
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WinkeWinke

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Der aufziehende Nebel hatte was


Das Wetter war eine Mischung aus Wolken und Sonne bei hohen Temperaturen. Besucher hatte es nicht allzu viele, und so verbrachten wir rund zwei Stunden auf dem Berg, bevor wir mit dem Bus von der Seilbahnstation zunächst einmal in die falsche Richtung fuhren. Dennoch kamen wir gegen 13.30 Uhr am Flughafen an. Auch dort lief alles geordnet und unkompliziert, sodass wir bereits um 14 Uhr in «The Pier» Platz nehmen konnten.

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HKG, teilweise gut zu sehen

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Eine sehr lange Seilbahn

Ankunft am HKG
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Weiss nicht weshalb, aber ich habe keine weiteren Fotos in der Lounge gemacht

Die Lounge war wie schon beim letzten Mal sehr schön, aber meine Entscheidung war trotzdem nicht ganz ideal. Anders als an den vorangegangenen Tagen war der Abflug diesmal bei Gate 3, wenn ich mich recht erinnere. Das bedeutete einen längeren Rückweg, worüber sich +1 verständlicherweise weniger freute. Aber was tut man nicht alles für die bessere Lounge? Zum Buchungszeitpunkt war noch eine A321 geplant, einige Wochen später wurde daraus jedoch eine A330. Darüber war ich nicht unglücklich, denn der A330 war in 1-2-1-Konfiguration mit Zodiac Seats ausgestattet. Zwar nicht mehr ganz die neueste Kabine, aber auf einem Flug von nicht einmal zwei Stunden sagt man dazu sicher nicht nein.

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"unser" A330

Das Boarding war für 16.25 Uhr vorgesehen, und um 16.28 Uhr stand bereits ein Glas Champagner auf der Armlehne. Der Start verzögerte sich ebenfalls, diesmal zwar nur um etwa 30 Minuten, aber die Flugbegleiter entschuldigten sich bei jedem Gast persönlich. Diese Geste war aus meiner Sicht gar nicht nötig; ich fand es schon sehr gut, dass die Verspätung und ihr Grund bereits über Lautsprecher erklärt worden waren.

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Sorry, ist ein wenig Champagnerlastig

Kaum in der Luft, nicht einmal 15 Minuten nach dem Start, wurde auch schon das Essen serviert. Europäische Airlines könnten sich davon durchaus eine Scheibe abschneiden.

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Ich genehmigte mir auch wie auf dem ersten Flug nochmals einen Cathay Pacific Signature Drink.

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Landung erfolgte um Ortszeit 18.23 Uhr in Hanoi. Die Einreise erfolgte ohne Komplikationen, auch wenn der Beamte an der Einreise nicht die gesprächigste Person auf Erden war.

Unser Fahrer wartet schon auf uns und keine Stunde später checkten wir ein im Hotel Scarlet am Ho Hoan Kiem See. Begrüsst mit einem Getränk in der schicken Lobby checkten wir zum ersten von drei Mal im Hotel ein.

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freundlicher Empfang

Unter dem Hotel gab es ein kleines Restaurant, das Mia, da gab es für uns noch was zu essen, bevor wir dann müde in unser Bett fielen.
 

Oban

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Tag 11 – Hanoi (Erster Aufenthalt)

Nach einem fantastischen Frühstück auf dem Dach des Hotels erkundeten wir die Umgebung. Im Zimmer entdeckten wir noch Verhaltensregeln für Fussgänger im Stadtverkehr: «Laufe einfach gleichmässig über die Strasse, alle werden dich umfahren. Halte nicht an, werde nicht schneller oder langsamer», stand da sinngemäss. +1 musste sich erst noch an dieses Verhalten gewöhnen, was mich zumindest in den ersten Stunden in Hanoi mehrmals auf der anderen Strassenseite auf +1 warten liess. Es wurde aber von Mal zu Mal besser.

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Auch hier ein wenig Grau

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Egal wie stark die Sonne scheint, die Kirche wirkt immer ein wenig Düster

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Gegen Mittag nutzten wir wieder einen dieser Hop-on-Hop-off-Busse, einerseits, weil es schon zu dieser Jahreszeit unheimlich heiss ist und wir Hitze generell nicht besonders mögen. Mit dem Bus ging es einmal um die ganze Stadt; man sieht dabei einiges, und mit etwas Fahrtwind ist es auch angenehm.



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Natürlich darf man in Vietnam den Kaffee nicht verpassen. Das Land hat eine ganz eigene Kaffeekultur, und für mich sollte es in den folgenden Tagen noch viele Eiskaffees geben. Der Erste war also schon bei einem Stopp der Bustour dabei.

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Immer was los auf den Strassen

Am Ende der Tour liefen wir dann weiter durch die Stadt, zuerst bei einem Tempel und dann landeten zufällig in der Hanoi Train Street. Eigentlich hatten wir geplant, sie noch gezielt zu besuchen, uns aber noch nicht näher damit beschäftigt.

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Kann man fast übersehen

Keine zwei bis drei Minuten waren wir dort, da wies mich eine Dame darauf hin, dass ich mich bitte von den Gleisen wegbewegen solle. So ergab sich auch gleich ein Platz neben der Strecke – mit einem Getränk.

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Keine fünf Minuten später war der Spuk vorbei: Der einzige Zug, der dort noch fährt, war durch, und die kleinen Läden entlang der Strecke waren schlagartig leer. Den netten Besitzer, der uns gleich einen Platz mit super Sicht freigemacht hatte, wollten wir aber nicht hängen lassen, also bestellten wir uns noch ein zweites Getränk und bestaunten fasziniert, wie einige Menschen ihre Bilder von den Gleisen für ihre Social-Media-Profile machten.

Am Abend ging es dann noch einmal ins Mia, und danach hiess es direkt wieder packen, da am nächsten Morgen schon kurz vor 7 Uhr ein Transfer anstand.

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Essen ist einfach was tolles
 

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Oban

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Tag 12-14 – Sapa und kurze Rückkehr nach Hanoi

Wie schon erwähnt: Hitze ist generell nicht so unser Ding. Deshalb kam uns ein Abstecher nach Sapa gerade recht.

Was man unbedingt erwähnen muss: Die Transportservices in Vietnam sind unglaublich pünktlich. Und falls es ausnahmsweise doch einmal eine Verspätung gibt, erhält man eine Nachricht. Grundsätzlich kann man sich darauf verlassen, dass sie kommen und zwar rechtzeitig. Wir hatten die ersten beiden Sitze im Transporter, die vom Betreiber bereits im Voraus zugeteilt worden waren.

Unser Fahrer sprach zwar praktisch kein Englisch, aber mithilfe verschiedener Übersetzungs-Apps kamen während der Fahrt trotzdem einige Gespräche zustande. Er war ein echter „very funny guy“. Auch beim Zwischenstopp hatte er sichtlich Freude daran, dass wir uns mit ihm an einen Tisch setzten und gemeinsam etwas assen.

Nach rund fünf Stunden Fahrt, teilweise durch Regen, kamen wir in unserem Hotel in Sapa an. Es war eher ein einfaches Haus, aber die beiden Mitarbeitenden, die auch in Foren ausdrücklich gelobt wurden, machten den Aufenthalt deutlich besser, als man es aufgrund des Hotels sonst erwartet hätte.
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Wir schlenderten noch etwas durch Sapa, hörten auf einem grossen Platz Musik und gesellten uns eine Weile dazu. Bereits in Hanoi hatten wir den Eindruck gehabt, dass die Stadt besonders herausgeputzt war, konnten uns aber nicht erklären, weshalb. In Sapa erhielten wir die Antwort darauf: Auf einem grossen Platz war eine riesige Bühne mit Videoleinwand aufgebaut. Am 30. April jährte sich der Sieg gegen Südvietnam zum 50. Mal.

Während zu patriotischen Liedern gesungen wurde, zeigte die Leinwand immer wieder Szenen aus dem Krieg. Für uns Europäer wirkte es etwas befremdlich, wenn Panzer zu sehen waren, die gegnerische Stellungen überrollten, während davor fröhlich patriotische Lieder gesungen wurden. Auch am Abend zeigte das Fernsehen die Feierlichkeiten, die netterweise in Saigon stattfanden.

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Bar Hund

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Verkehr durch Sapa

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Einmal kurz mehrfacher Millionär

Zum Dinner landeten wir wieder in einer Bar, die wir bereits am Nachmittag besucht hatten. In der ganzen Stadt war es am Abend schwierig, einen freien Platz zum Essen zu finden, denn offenbar zog es an diesem Feiertag sämtliche Familien in eines der unzähligen Hotpot-Restaurants. Mit nur zwei Personen rechnete dabei kaum jemand.

Das Essen in der Bar war aber genauso gut. Der Hund der Besitzer hatte ebenfalls Freude an einigen Gästen – mit Ausnahme einer Gruppe chinesischstämmiger Vietnamesen schien er die übrigen Besucher sehr zu mögen.

Nach einer Nacht, in der wir erfreulicherweise keine Klimaanlage benötigten, stand am nächsten Tag eine kleine geführte Tour auf dem Programm.

Unser Guide, eine Frau aus einem der lokalen Bergvölker, wartete wie gewohnt überpünktlich vor dem Hotel auf uns. Mit einem Jeep ging es die Strasse hinauf in Richtung Berge. Immer wieder endete der Asphalt, und die Strecke führte auf Schotter weiter. Der Fahrer liebte seine Hupe und hupte gefühlt alles und jeden an.

Unser Guide sprach erstaunlich gut Englisch und erzählte viel über die Gegend. Nach rund 30 Minuten Fahrt erreichten wir den ersten Stopp. In einer Kurve hatten findige, oder eher windige Unternehmer festgestellt, dass die Aussicht hervorragend ist. Also entfernten sie einen Teil der Leitplanke, bauten ein kleines Kassenhäuschen und richteten einige Terrassen als Aussichtspunkte ein. Gegen ein paar Dong durfte man sich dort umsehen. Ich war zwar inzwischen Dong-Millionär, doch die Eintritte waren glücklicherweise bereits im Tourpreis enthalten.

Unser Guide entschuldigte sich aufrichtig dafür, dass es wegen der Feiertage so voll sei. Wir empfanden es allerdings gar nicht als besonders schlimm. Sie erklärte uns, dass sie diesen Platz normalerweise mit ihren Gästen fast für sich allein habe und an diesem Tag noch zwei oder drei weitere private Touren gleichzeitig dort waren

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Nach einigen Fotos und dem Genuss der wirklich einmaligen Aussicht ging es weiter. Auf einem Parkplatz stellten wir das Auto ab und machten uns mit unserem Guide auf den Weg durch den Wald. Nach rund 30 Minuten erreichten wir einen Wasserfall.

Der Legende nach soll sich dort einst ein Paar aus zwei unterschiedlichen Dörfern getroffen haben, daher auch der Name Love Falls. Zum Glück führte der Weg als Rundweg zurück, denn diesmal merkte man deutlich, dass wesentlich mehr Menschen unterwegs waren als sonst.

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Unser Fahrer holte uns anschliessend wieder ab, und nach weiteren rund 45 Minuten waren wir zurück in Sapa. In der Stadt kann man sich gut zu Fuss fortbewegen. Tagsüber gönnten wir uns noch einen Drink, bevor gegen Abend die Frage aufkam, wo wir essen gehen wollten.

+1 hatte richtig Lust auf Pizza, ich hingegen eher weniger. Zufällig fanden wir aber ein Restaurant mit Pizzaofen. Einer der Mitarbeitenden hatte mehrere Jahre in Italien gearbeitet und dort offenbar tatsächlich etwas gelernt. +1 fand ihre Pizza jedenfalls sehr gut. Ich blieb dagegen meinem Vorsatz treu und probierte mich weiter durch die vietnamesische Küche.

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Es gab auch noch ein Kloster das man besuchen konnte, lag auf dem Weg
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Danach gab es in der Bar noch ein Absacker bevor wir denn kurzen, aber steilen Weg zum Hotel in Angriff nahmen.

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Noch vor dem Frühstück erhielten wir eine WhatsApp-Nachricht von unserem Fahrer. Wir sollten bitte zu einem Treffpunkt rund
800 Meter von unserem Hotel entfernt kommen. Teile der Stadt waren wegen des Feiertags gesperrt, und offenbar hatte er bei der Hinfahrt Probleme bekommen, weil er ein Fahrverbot ignoriert hatte.

Nun ja, mit leichtem Gepäck war das kein Problem. Mit zweimal 32 Kilogramm, wie es manche Business-Class-Reisende mitnehmen, hätte ich diese
800 Meter allerdings nicht unbedingt zurücklegen wollen.

Die Rückfahrt nach Hanoi führte praktisch über dieselbe Strecke wie auf der Hinfahrt. Das Wetter war etwas besser, der Fahrer derselbe und auch der Zwischenstopp identisch. Wir kamen pünktlich in unserem Hotel an.

Dort wurden wir begrüsst, als wären wir Stammgäste. Sogar eine Mitarbeiterin aus dem Büro, mit der ich im Vorfeld kommuniziert hatte, kam aufgeregt hervor. Sie wollte einfach sehen, mit wem sie geschrieben hatte, und freute sich riesig, dass wir uns noch persönlich trafen.

Beim Zimmer hatten wir diesmal mehr Glück als beim ersten Besuch: Es war ruhiger, und die Renovierung lag offenbar erst kurz zurück.

Am Abend gingen wir nochmals etwas essen – wo genau, weiss ich allerdings nicht mehr.
man wieder durchkam. Fündig wurden wir am anderen Ende des Ortes und das Lokal sagte uns auf Anhieb zu.
 
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Oban

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Tag 15 & 16 – Touris machen Touri Dinge

Wer den Norden Vietnams besucht, kommt praktisch nicht an der Halong-Bucht vorbei. Wir hatten eine Übernachtung auf einem der Boote inklusive Hin- und Rücktransport gebucht. Einige Wochen zuvor konnte ich die Rückfahrt noch nach Ninh Binh umändern, sodass wir nicht zuerst umständlich nach Hanoi zurückmussten.

An diesem Morgen klappte beim Transport zum ersten Mal etwas nicht ganz reibungslos. Allerdings lag es nicht wirklich am Fahrer. Nachdem er alle Fahrgäste eingesammelt und die Brücke über den Roten Fluss überquert hatte, erhielt er einen Anruf: Zwei Passagiere waren im falschen Transporter gelandet, obwohl der Fahrer offenbar mehrmals nachgefragt hatte.

Dabei wäre es eigentlich einfach gewesen: Im Voraus erhält man das Nummernschild sowie die Fahrzeugnummer, die gut sichtbar und gross an der Seite des Wagens steht. Stimmt etwas nicht, fällt es sofort auf. Aber gut, um Uhr morgens ist die Aufnahmefähigkeit bei manchen wohl noch etwas eingeschränkt.

Auf der Fahrt gab es einen keinen Frühstücksstopp. Da wir bereits vor 7Uhr abgeholt wurden, reichte es im Hotel nicht mehr für ein Frühstück. Dafür hatte das Hotel für uns jeweils ein kleines Frühstückspaket bereitgestellt, was für ein Service.

Trotz der ungeplanten Stadtrundfahrt durch halb Hanoi erreichten wir den Pier noch mit genügend Zeitreserve. Dort hiess es zunächst für das Boot einchecken, bevor uns ein Transferboot in rund 30 Minuten zum eigentlichen Schiff brachte.

Der Veranstalter hatte mir im Vorfeld regelmässig geschrieben. Für etwa 10Dollar Aufpreis konnte ich eine der grossen Kabinen am Bug buchen. Kurz nach unserer Ankunft fragte ein Mitarbeiter auch gleich per WhatsApp nach, ob alles zu unserer Zufriedenheit sei. Das konnte ich ohne Zögern bejahen.

Das Schiff legte ab, und es gab ein Mittagsbuffet. Danach genossen wir unseren eigenen Bereich am Bug und erfreuten uns an diesem eindrücklichen Naturwunder. Später ging es für einen Drink aufs Oberdeck, bevor schon bald wieder das Abendessen serviert wurde.
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Eine von Zwei Bugkabinen
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Aussicht vom Liegestuhl

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Ja es gab auch noch andere Schiffe

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Am späteren Abend suchte sich das Schiff einen geeigneten Liegeplatz für die Nacht. Nach einer angenehmen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück war es am nächsten Morgen auch schon Zeit, das Schiff wieder zu verlassen. Für die Crew war es ebenfalls die letzte Fahrt für einige Zeit: Das Schiff sollte anschliessend renoviert werden, und nach dem Frühstück wurde im Restaurant bereits damit begonnen, Teile des Bodens zu entfernen.

Am Pier fanden wir den richtigen Bus, und es ging mehrere Stunden weiter nach Ninh Binh. Über Nordvietnam zog ein heftiges Gewitter, das uns ebenfalls streifte. Als wir in der Nähe unseres Hotels ankamen, stand die Strasse davor bereits unter Wasser. Offenbar hatte man in den Wochen zuvor versucht, Gräben für den Wasserabfluss auszuheben. Vom Abschluss dieser Bauarbeiten war man allerdings noch weit entfernt.

Nach dem Check-in war das Gewitter bald vorbei, das Wasser stand teilweise noch an bestimmten Ecken, aber wir machten uns bei einbruch der Dunkelheit auf die Suche nach einem passenden Restaurant, da man wieder durchkam. Fündig wurden wir am anderen Ende des Ortes und das Lokal sagte uns auf Anhieb zu.
 

Oban

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08.03.2009
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Tag 17, 18 & 19 – Voller Tage in Ninh Binh und Rückkehr nach Hanoi

Wie schon erwähnt: Hitze ist nicht unbedingt unser Element. Ninh Binh war diesbezüglich unser persönlicher Endgegner, brütende Temperaturen, kombiniert mit einer Luftfeuchtigkeit, bei der man schon beim Nichtstun das Gefühl hatte, Sport zu treiben. Trotzdem entschieden wir uns, zumindest an einem Tag noch etwas aktiv zu sein.

Am Vorabend hatten wir an einem Verkaufsstand eine Tour entdeckt. Mit kleinen Booten ging es einen Fluss entlang. Die Ruderer bewegten die Boote nicht etwa mit den Händen, sondern mit den Füssen, was angesichts der Hitze vermutlich auch die energieeffizientere Variante war. Die Fahrt führte durch Höhlen, in denen die Decke teilweise so tief hing, dass man sie hätte berühren können. Nach rund 45 Minuten wurden wir freundlich verabschiedet und mit einem Golfcart zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie Klöstern und Schreinen gefahren.

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Eine Wohltat, Schatten und Wasser

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Es war allerdings heiss. Sehr heiss. Beim letzten Stopp beschloss +1, dass der Aufstieg zu einem weiteren Schrein auch ohne ihre persönliche Anwesenheit stattfinden dürfe. Ich konnte sie gut verstehen: Bei mehreren Stationen ging es bereits ziemlich steil bergauf, und die Kombination aus Treppen und Tropenklima war nicht unbedingt ein Wellnessprogramm.

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Teile des Schreins denn +1 dann ausgelassen hat

Zum Glück gab es auch angenehmere Momente. Auf dem Fluss winkte uns eine Gruppe älterer Vietnamesinnen zu. Später trafen wir dieselben Damen bei einem Kloster wieder. Eine von ihnen war in dieser Gegend aufgewachsen und reiste nun mit ihren Freundinnen hierher, um ihnen ihre Heimat zu zeigen.

Sie teilten sogar ihren Tee mit uns, obwohl die Verständigung grösstenteils über Hände, Füsse und Lächeln funktionierte. Sprachlich war es improvisiert, menschlich dagegen völlig unkompliziert. Die Freundlichkeit und das gegenseitige Interesse waren sofort spürbar.

Unser Hotel lag in Tam Coc. Am späteren Nachmittag gaben wir noch unsere Kleider bei einer Wäscherei ab und fanden auch an diesem Abend wieder ein Restaurant, das uns überzeugte. Kulinarisch blieb Vietnam weiterhin verlässlich, zumindest deutlich verlässlicher als unser Durchhaltevermögen bei dieser Hitze.

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Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Regeneration am Pool. Wir verliessen das Hotel aber dann noch um ein wenig die Reisfelder der Umgebung zu erkunden sowie am Abend nur noch für die Wäscherei und etwas zu essen. Danach sortierten wir unsere Sachen und packten wieder ein. Das Ergebnis war leicht irritierend: Uns fehlten zwei oder drei Kleidungsstücke, dafür besassen wir plötzlich zwei T-Shirts, die eindeutig nicht zu unserer Garderobe gehörten. Die Wäscherei hatte offenbar ein kleines Textil-Tauschprogramm gestartet.

Nach dem Frühstück hiess es Abschied nehmen. Wäre es nicht so heiss gewesen, hätte ich gerne noch mehr von dieser schönen Gegend gesehen. So waren wir beide aber durchaus bereit, wieder nach Hanoi zurückzukehren, in der Hoffnung auf etwas weniger tropische Bedingungen.

Hier hatte der Fahrer tatsächlich einmal Verspätung. Wir wurden aber sofort informiert, und die neu angekündigte Abfahrtszeit wurde dann auch eingehalten. Gegen den späteren Nachmittag kamen wir wieder im Solaria Hotel an. Der Page, der gerne Deutsch sprach, freute sich sichtlich, uns erneut zu sehen.

Am Abend fanden wir in der näheren Umgebung wieder etwas Gutes zu essen, ich fühlte mich ein wenig geschwächt und legten uns anschliessend in unser mittlerweile drittes Bett in diesem Hotel.
Man hätte fast meinen können, wir hätten dort ein Teilzeit-Abo abgeschlossen.
 

Oban

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Tag 20,21 & 22 – Krank in Hanoi und Rückreise

Für den letzten Abend hatte ich noch einen Tisch in einem sehr gut bewerteten Rooftop-Restaurant reserviert. Am Morgen liefen wir zunächst etwas ziellos durch die Stadt, tranken Kaffee und betrieben ausgiebig People Watching. Danach ging es nochmals kurz zurück ins Hotel.
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Mehr Bilder von diesem Tag gibt es leider nicht

Dort kam es dann gefühlt wie eine Wand auf mich zu: Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen und vermutlich auch Fieber. Ich fühlte mich schlicht miserabel. Ich legte mich hin, und gegen Abend ging es zwar etwas besser, aber noch lange nicht gut genug für ein schickes Rooftop-Restaurant. Stattdessen gab es etwas Essbares keine 100Meter vom Hotel entfernt. Nicht ganz das geplante Finale, aber immerhin sehr praktisch.

Nach einer Nacht mit Fieber und Kopfschmerzen ging es mir am nächsten Morgen deutlich besser. Ich hatte sogar wieder Lust auf das hervorragende Frühstück im Hotel, ein gutes Zeichen. Anschliessend machten wir uns noch auf den Weg, einige Dinge einzukaufen. Ein Uniqlo war in der Nähe, und mein Rucksack hatte offensichtlich noch ein wenig freie Kapazität.

Gegen den frühen Abend liessen wir über das Hotel einen Transfer zum Flughafen organisieren. Zuvor mussten wir allerdings noch eine Kleinigkeit für zu Hause besorgen. Das Gesuchte fanden wir gleich um die Ecke, sodass wir danach nochmals kurz ins Hotel für eine Dusche zurückkehren konnten.

Wie fast immer auf dieser Reise war der Fahrer überpünktlich. Wir verabschiedeten uns von den freundlichen Mitarbeitenden des Hotels, bekamen sogar noch ein kleines Abschiedsgeschenk und fuhren trotz Verkehr zügig durch Hanoi zum Flughafen.

Dort waren wir dann fast ein wenig zu früh: Der Check-in-Schalter hatte noch nicht geöffnet, die Schlange davor war aber bereits beachtlich. In solchen Momenten weiss man den Business-Class-Schalter besonders zu schätzen. Als die Schalter öffneten, konnten wir die inzwischen entstandene Warteschlange elegant umgehen.

Nach der Sicherheitskontrolle ging es direkt in die Lounge. Für asiatische Verhältnisse war sie kein Highlight, aber durchaus in Ordnung. Ich war doch noch etwas geschwächt und ohnehin froh, einfach in einem Sessel sitzen zu können.

Gegen Uhr stiegen wir ins Flugzeug und nahmen unsere Plätze ein. Die Crew begrüsste uns, und teilweise bekamen wir auch ein Getränk. Weshalb nur teilweise? Das sollte sich leider durch den gesamten Flug ziehen.
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Essen sehr lecker

Ich habe selten einen derart unkoordinierten Flug erlebt. Die Abläufe in den beiden Gängen waren völlig asynchron, und es wurde wiederholt etwas vergessen. Meinen Begrüssungsdrink erhielt ich etwa fünf Minuten nach +1. Sie bekam zudem eine kleine elektrische Kerze an den Platz gestellt, ich nicht. Dafür kam meine Vorspeise ungefähr fünf Minuten vor ihrer. Es war kein Drama, aber ein Serviceablauf, bei dem man sich irgendwann fragte, ob die Crew zwei unterschiedliche Servicepläne erhalten hatte.

Der Sitz im Airbus A350 war dagegen sehr gut. Vielleicht half auch mein angeschlagener Zustand, aber ich schlief rasch ein und wachte erst kurz vor oder möglicherweise sogar erst nach dem Frühstück wieder auf.

Wir landeten pünktlich in Istanbul. Nach der Transfer-Sicherheitskontrolle ging es direkt in die Lounge. Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Die Duschen wurden gerade renoviert. Ausgerechnet darauf hatte ich mich nach dem Nachtflug besonders gefreut.

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Die Lounge war bereits am Morgen gut gefüllt. Einige Gäste hatten sich mehrere Sessel so zusammengestellt, dass sie darauf schlafen konnten. Einen freien Platz zu finden, war deshalb nicht ganz einfach. Schliesslich ergatterten wir zwei Plätze mit Blick auf den Innenbereich des Terminals. Dort herrschte am Morgen reger Betrieb, inklusive der passenden Geräuschkulisse.

Wir hatten fast sechs Stunden Aufenthalt, probierten uns durch die Buffets und waren am Ende doch froh, als wir für den letzten Flug eine A321 besteigen konnten. Die Business Class hatte eine 2-2 Bestuhlung, der Sitz war angenehm und für die kurze Strecke absolut passend.

Ganz im Gegensatz zum Flug von Hanoi nach Istanbul war die Crew auf diesem Flug hervorragend: aufmerksam, freundlich und bestens organisiert. Man sieht also, es geht durchaus.
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Nicht nur eine tolle Aussicht, auch eine tolle Crew

Pünktlich landeten wir in Zürich. Unser Ferienaufpasser hatte die Katze bereits zu uns nach Hause gebracht. Es wäre vermutlich etwas vermessen zu behaupten, der Kater habe dort sehnsüchtig auf uns gewartet. Aber als wir ankamen, war er zumindest auch ziemlich zufrieden, und wir erst recht.
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Happy Cat mit dem Mitbringsel
 
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Oban

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08.03.2009
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Fazit

Vietnam war für uns eine Reise voller Gegensätze: faszinierende Städte, beeindruckende Landschaften, hervorragendes Essen und unglaublich freundliche Menschen standen einer für uns teilweise fast schon überfordernden Hitze und Luftfeuchtigkeit gegenüber.

Singapur und Hongkong waren ein spannender Auftakt und half +1 sicherlich sich mit Asien anzufreunden. Beide Städte sind modern, gut organisiert und bieten unzählige Möglichkeiten. Gleichzeitig waren sie sich für uns eher wie Zwischenstopps. Vietnam war das eigentliche Ziel und dort wurde die Reise auch deutlich abwechslungsreicher, unmittelbarer und manchmal etwas chaotischer.

Hanoi hat uns mit seinem Verkehr, den unzähligen Cafés, dem ausgezeichneten Essen und seiner ganz eigenen Energie beeindruckt. Sapa bot eine willkommene Abkühlung und landschaftliche Höhepunkte, während die Halong-Bucht ihrem Ruf als Naturwunder durchaus gerecht wurde. Ninh Binh hätte uns vermutlich noch stärker begeistert, wenn die Temperaturen nicht versucht hätten, uns zu grillen.
Besonders positiv blieben uns die Menschen in Erinnerung. Ob Fahrer, Hotelangestellte, Guides oder zufällige Begegnungen unterwegs: Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit waren fast überall spürbar. Selbst sprachliche Barrieren liessen sich meist mit Übersetzungs-Apps, Händen und Füssen oder einfach einem Lächeln überwinden.

Auch organisatorisch funktionierte erstaunlich viel besser, als wir es vielleicht erwartet hätten. Die Transporte waren beinahe immer pünktlich, Verspätungen wurden kommuniziert, und selbst kleinere Pannen entwickelten sich eher zu amüsanten Reiseanekdoten als zu echten Problemen. Lediglich die letzte Business-Class-Erfahrung von Hanoi nach Istanbul muss nicht zwingend noch einmal wiederholt werden.
Kulinarisch war Vietnam für mich ein voller Erfolg. Während +1 zwischen Pizza und anderen Gerichten auch mal auf Vertrautes verlassen konnte wenn die Lust auf Lokales nicht so gross war, konnte ich mich weiter durch die vietnamesische Küche probieren. Kaffee, Pho, Poulet & Reisgerichte und viele weitere Gerichte sorgten dafür, dass zumindest der kulinarische Teil der Reise keinerlei Schwächen zeigte.
Ganz ohne Einschränkungen war die Reise natürlich nicht. Die Hitze setzte uns deutlich mehr zu als erwartet und Zuhause stellte sich dann auch Heraus was ich hatte, es schwächte mich noch einige Wochen lang. Trotzdem überwogen die positiven Eindrücke bei weitem.
Vietnam war deshalb nicht einfach nur ein weiteres Reiseziel, sondern eine Reise mit vielen Geschichten: von pünktlichen Fahrern, hupenden Autos & Rollern, tollen Bars und Restaurants, vertauschten T-Shirts, patriotischen Feiern, freundlichen Vietnamesinnen und einem Kater, der uns zu Hause zumindest nicht demonstrativ ignorierte als wir wieder angekommen sind
Wir würden Vietnam jederzeit wieder besuchen, dann aber wahrscheinlich in einer etwas kühleren Jahreszeit und mit genügend Zeit, um auch die Regionen zu entdecken, die wir wegen der Hitze ausgelassen haben.

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen im Forum noch etwas Neues erzählen, und natürlich hoffe ich, dass euch der Reisebericht gefallen hat.

In diesem Jahr stehen keine grösseren Reisen mehr an. Ein Roadtrip durch den Süden Spaniens liegt bereits hinter uns, ebenso einige Städtereisen. Ein bis zwei Reisen sind zwar noch geplant u.a. Cotswolds & Cornwall, aber keine davon erscheint mir derzeit spannend genug, um daraus einen eigenen Reisebericht zu machen.

Vielleicht gibt es also irgendwann wieder etwas zu lesen, spätestens dann wenn uns die nächste grössere Reise in ein neues Abenteuer führt.
 
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