Das ärgelichste an der Sache war eigentlich sogar nicht der gecancelte Flug, sondern die Informationspolitik der AUA.
Da können die Mitarbeiter, die dann im Terminal dem nicht unberechtigten Unmut der Passagiere ausgesetzt sind, wahrscheinlich nicht einmal sagen, was los ist, weil denen selber die Info fehlt.
Szenario: es geht nix weiter / hakt irgendwo im System (man stelle sich Otto vor: Leber an Milz...)
Airline an Flughafen: Wos is? Hier geht nix!
Flughafen an Airline: Wos is? I kenn mi ned aus.
15 Minuten später...
Flughafen an Airline: Systemcrash bei AustroControl, die hackln wie blöd, aber finden nix.
Und bis die Info dann beim Bodenpersonal angekommen ist, ist der Status schon wieder überholt.
Der Beste AUA-Mitarbeiter kann keine Info weitergeben, die er selber nicht hat/zeitnah bekommt.
Wir alle wissen, wie lang es dauern kann, einen Fehler im System zu finden und zu beheben, bzw. wie zuverlässig Fertigstellungsprognosen von Handwerkern sind. IT-ler schlagt mich nicht, aber ich hab das Gefühl, dass das dort sogar noch mehr mit Glaskugelschauen zu tun hat.
Aus leidvoller Erfahrung weiss ich, dass Ausfälle im BRZ (BundesRechenZentrum, da laufen unter anderem die Fäden Zoll/Finanz/Steuern/Kunden zusammen) von wenigen Minuten bis mehrere Stunden dauern können. Ausfälle waren bis vor kurzem gefühlt wöchentlich immer dann, wenn eine Programmoptimierung implementiert wurde. Natürlich aus Kostengründen nicht Samstag auf Sonntag nachts, wenns kein Kunde mitkriegt, sondern unter der Woche zu Mittag. Da hat dann auch niemand gewusst, wann das System wieder rennt.