Zum einen ist für einen solchen Fall die Technik zu teuer, zum anderen kann ich mir vorstellen, dass Tests ergeben würden, dass die Idioten weiter versuchen an ihre Sachen zu kommen - koste es was es wolle, notfalls halt das eigene, und das Leben anderer.
Dein erster Punkt ist in Betracht zu ziehen, aber: wieviel "zu teuer" wiegst du gegen (mindestens einen Anteil) der Passagierleben auf?
Nach meinem technischen Verständnis bedarf es nicht viel mehr als einer zentral gesteuerten Schließeinheit ähnlich wie bei einem Safe, in dem den Bins von innen "Bolzen" vorgeschoben werden um das Öffnen zu blockieren. Ggf. müssten diese für in verschiedene Sektionen Bins unterteilt werden, OK, aber von was redet man hier? 1000€? 2000€? 5000€? Und wenns 10.000€ sind - teile das durch die Anzahl Flüge, die mit einer Aircraft in dessen Lebensdauer durchgeführt werden und die Anzahl Passagiere, die dadurch befördert werden. Das 0,0000x Eur/Pax, maximal.
Die "Luxusvariante" kann man ggf. über ferngesteuerte Klein-Gasfedern andenken, analog zu den Powerrise-Systemen die bei vielen neuen Autos die Heckklappen automatisch öffnen und schließen. Wäre teurer, hätte aber auch den "Luxus"-Mehrwert dass in jeder Situation die Bins elektrisch - ohne Eigenes zutun der Paxe oder FAs - geöffnet und geschlossen werden können.
Versuchte Fahrlässigkeitsdelikte wären wir neu. (so interpretiere ich "möglich")
Gibt es nicht - der "Versuch" ist von einem bewussten Willenselement umfasst. Die Fahrlässigkeit zeichnet sich eben durch unwissentliche Handlung aus. Das stimmt.
@abvvgold
Grundsätzlich finde ich die Idee auch interessant. Allerdings glaube ich, dass in der Praxis die Verzögerungen, die im Zweifel tödlich enden können zunehmen würden, da einige Pax ihr Handgepäck aus den Bins nehmen wollen und diese nicht aufgehen. Genau diese Pax stehen dann noch länger im Gang rum. Und in einem solchen Notfall vergessen die Leute auch gerne die Einweisung in der gesagt werden würde, dass die Bins zentral verriegelt sind.
Das gleiche kann man heute schon bei den Gurten erleben. Jeder weiß wie sie im Flugzeug funktionieren, es wird in der Sicherheitsunterweisung die Nutzung nochmals erklärt und trotzdem bekommen diverse Leute im Notfall den Gurt nicht auf da sie ihn in der Panik mit einem Gurt im Auto verwechseln.
Sicherlich zu berücksichtigen - wie immer.
Beim Gurt-Problem ist dem Pax wohl bereits dann geholfen, wenn der Sitznachbar sagt "hey, mach das so" - und dann lässt er sich öffnen.
Analog dazu würde ich, zumindest als rational denkender Passagier, spätestens wenn mein Hintermann mir sagt "Die Dinger kriegst du eh nicht auf, Zentralverriegelung", mein Unterfangen abbrechen.
Oder?