[28.10.2016] AA B767 brennt in ORD

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Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
4.492
20
Farewell City
"War die Evakuierung wirklich notwendig?
Die Crew wird sich kritischen Fragen stellen
müssen..."

**Ironie aus**

Well done imho + der Wind von der richtigen Seite...
 

abvvgold

Erfahrenes Mitglied
28.06.2016
989
146
DUS
Wenn ich bei so etwas sehe, dass Leute bei offenen Bins und mit ihrem Handgepäck bewaffnet aus dem Flugzeug hüpfen denke ich mir zwei Sachen:

a) Warum, für $2000 Laptop etc. das eigene und das Leben der Passagiere, die hinter dir stehen und auf dich vor der Evac warten müssen, riskieren?
b) Warum gibt es kein "general overhead lock"?

Letzterer über FA/Cockpit gesteuerte Zentralverriegelung, die klipp & klar erklärt wird.
Nicht nur für Evakuierungen, sondern auch für pre-seatbelt off und heavy turbulences eine (wortwörtlich) abschließende Methode um dem unbefugten/ungewünschten Öffnen von den Bins vorzubeugen.

Manche werden sagen, es sind elementar wichtige Sachen im Handgepäck - well, dem (unwahrscheinliche) Risiko vom Eigentumsverlust stimmst du bereits dann zu, wenn du ins Flugzeug steigst. Ähnlich wie wenn du Sachen mit der Post schickst. In beiden Fällen sind solche Gegenstände versichert. Sollte es ein Laptop mit wichtigen Dokumenten sein: je wichtiger, desto mehr Backups.

Sind es hard copy Originale, Erbstücke oder sonst "unersetzliche" Gegenstände dann empfiehlt sich der Stauraum unterhalb des Sitzes vor dem eigenen und die Seatpocket. Damit blockierst du dann auch nicht den Gang. Einen Laptop oder einen Dokumentenordner kriegt man in 1,5 Sekunden von unterhalb gegriffen, sodass auch für die Window-Paxe keine allzu große Verzögerung anzunehmen ist.


Dann stellt sich aber die Gegenfrage: meine Idee wird nicht revolutionär und sicherlich schon (mehrmals) in der Industrie durchgedacht worden sein. Welche Gründe sprechen dagegen?
 

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-22
Zum einen ist für einen solchen Fall die Technik zu teuer, zum anderen kann ich mir vorstellen, dass Tests ergeben würden, dass die Idioten weiter versuchen an ihre Sachen zu kommen - koste es was es wolle, notfalls halt das eigene, und das Leben anderer.

Jeder mit Handgepäck in der Hand sollte eine Anzeige erhalten, wegen möglicher fahrlässiger Tötung.
 

aib

Erfahrenes Mitglied
18.01.2015
1.716
2.300
MZ
@abvvgold
Grundsätzlich finde ich die Idee auch interessant. Allerdings glaube ich, dass in der Praxis die Verzögerungen, die im Zweifel tödlich enden können zunehmen würden, da einige Pax ihr Handgepäck aus den Bins nehmen wollen und diese nicht aufgehen. Genau diese Pax stehen dann noch länger im Gang rum. Und in einem solchen Notfall vergessen die Leute auch gerne die Einweisung in der gesagt werden würde, dass die Bins zentral verriegelt sind.

Das gleiche kann man heute schon bei den Gurten erleben. Jeder weiß wie sie im Flugzeug funktionieren, es wird in der Sicherheitsunterweisung die Nutzung nochmals erklärt und trotzdem bekommen diverse Leute im Notfall den Gurt nicht auf da sie ihn in der Panik mit einem Gurt im Auto verwechseln.
 

yh11

Erfahrenes Mitglied
01.01.2013
463
2
VIE
Gab wohl eine Explosion:

Michelle Marsch, who was in a terminal about 100 yards from the plane, said people in the terminal were startled by an explosion. “It was just a big boom,” she told NBC5.
Plane catches fire at O'Hare: ‘big, red ball of flames’ — 20 hurt | Chicago Sun-Times


Ich kann es zeitlich nicht gut einschätzen, aber von der Pilotenmeldung an den Tower bis zum Beginn der Löscharbeiten dauerte es exakt eine Minute. Nach einer weiteren Minute war das Feuer aus. Für mich klingt das beeindruckend. Sind das normale "Werte"?
 
Zuletzt bearbeitet:

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-22
Versuchte Fahrlässigkeitsdelikte wären wir neu. (so interpretiere ich "möglich")

Bin kein Jurist, wäre nur wünschenswert. In dem Moment, in dem die Passagiere sich entgegen der Anweisungen in der Notsituation verhalten, nehmen sie durch ihre Handlungen einen nachteiligen Einfluss auf die Evakuierung. Diese Situation könnte zu Körperverletzung oder gar Tod führen. Wie das bewertet werden "müsste" weiss ich nicht.
 

Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
10.987
4.606
Wie das im Ernstfall bewertet würde weiß ich nicht.
Wie das bewertet werden "müsste" weiß ich ziemlich genau.
 
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kitchenbutcher

Erfahrenes Mitglied
30.03.2012
320
-4
Ich kann es zeitlich nicht gut einschätzen, aber on der Pilotenmeldung an den Tower bis zum Beginn der Löscharbeiten dauerte es exakt eine Minute. Nach einer weiteren Minute war das Feuer aus. Für mich klingt das beeindruckend. Sind das normale "Werte"?
Laut Wikipedia muss die Feuerwehr spätestens in 3 Minuten an jeder Stelle des Flughafens sein können.
Aus dem Funkmitschnitt (im Link im ersten Post) kann man heraus hören, dass das Ganze auf der Runway 28R passiert ist. Auch auf Wikipedia findest Du eine Ground Chart vom Flughafen ORD. Da kannst Du erkennen, dass die Fire Station 1 südlich ziemlich genau mittig der Runways 28R & 28C stationiert ist. Davon ausgehend, dass das Flugzeug vielleicht ab der Mitte der RWY zum Stehen gekommen ist, dürfte die Entfernung von der Fire Station zur Unglücksstelle nicht allzu groß gewesen sein. Im besten Fall vielleicht 500m, im Schlechtesten Fall etwas mehr als 1 km.
 
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SalesConsultant

Erfahrenes Mitglied
13.09.2015
357
11
Ich habe überlegt ob ggf. eine Nötigung in Betracht kommen könnte...allerdings glaub ich nicht dass das vor einem ordentlichen Gericht in Dt. bestand hätte.

§34 StGB dürfte mMn aber nach dt. Recht so ziemlich jede Gewaltanwendung gegen einen Passagier der Fluchtwege blockiert legitimieren. Fraglich ist wohl eher ob der Durchschnitts-PAX eine solche Situation immer richtig einschätzen kann und entsprechend verhältnismäßig reagiert...
 

internaut

Erfahrenes Mitglied
05.04.2010
2.726
996
Gibt es nicht sowas wie gefährlichen Eingriff in den Flugverkehr. Also, jemand der die Evakuierung nachweislich behindert (durch Öffnen des Overhead) muss mit Flugverbot und/oder hoher Geldbuße rechnen.
 

Arus

Erfahrenes Mitglied
05.07.2015
2.521
961
FRA
...

Ich kann es zeitlich nicht gut einschätzen, aber von der Pilotenmeldung an den Tower bis zum Beginn der Löscharbeiten dauerte es exakt eine Minute. Nach einer weiteren Minute war das Feuer aus. Für mich klingt das beeindruckend. Sind das normale "Werte"?

Da ich dieses Jahr den Feuerwehreinsatz in ORD schon erlebt habe am Flieger, weiß ich, dass die verdammt schnell da sein können. Ich habe die Uhr nicht genau gestoppt, aber es waren unter 90 Sekunden und ich hatte einen guten Blick zur Feuerwehrstation.
 
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abvvgold

Erfahrenes Mitglied
28.06.2016
989
146
DUS
Zum einen ist für einen solchen Fall die Technik zu teuer, zum anderen kann ich mir vorstellen, dass Tests ergeben würden, dass die Idioten weiter versuchen an ihre Sachen zu kommen - koste es was es wolle, notfalls halt das eigene, und das Leben anderer.

Dein erster Punkt ist in Betracht zu ziehen, aber: wieviel "zu teuer" wiegst du gegen (mindestens einen Anteil) der Passagierleben auf?
Nach meinem technischen Verständnis bedarf es nicht viel mehr als einer zentral gesteuerten Schließeinheit ähnlich wie bei einem Safe, in dem den Bins von innen "Bolzen" vorgeschoben werden um das Öffnen zu blockieren. Ggf. müssten diese für in verschiedene Sektionen Bins unterteilt werden, OK, aber von was redet man hier? 1000€? 2000€? 5000€? Und wenns 10.000€ sind - teile das durch die Anzahl Flüge, die mit einer Aircraft in dessen Lebensdauer durchgeführt werden und die Anzahl Passagiere, die dadurch befördert werden. Das 0,0000x Eur/Pax, maximal.

Die "Luxusvariante" kann man ggf. über ferngesteuerte Klein-Gasfedern andenken, analog zu den Powerrise-Systemen die bei vielen neuen Autos die Heckklappen automatisch öffnen und schließen. Wäre teurer, hätte aber auch den "Luxus"-Mehrwert dass in jeder Situation die Bins elektrisch - ohne Eigenes zutun der Paxe oder FAs - geöffnet und geschlossen werden können.


Versuchte Fahrlässigkeitsdelikte wären wir neu. (so interpretiere ich "möglich")

Gibt es nicht - der "Versuch" ist von einem bewussten Willenselement umfasst. Die Fahrlässigkeit zeichnet sich eben durch unwissentliche Handlung aus. Das stimmt.

@abvvgold
Grundsätzlich finde ich die Idee auch interessant. Allerdings glaube ich, dass in der Praxis die Verzögerungen, die im Zweifel tödlich enden können zunehmen würden, da einige Pax ihr Handgepäck aus den Bins nehmen wollen und diese nicht aufgehen. Genau diese Pax stehen dann noch länger im Gang rum. Und in einem solchen Notfall vergessen die Leute auch gerne die Einweisung in der gesagt werden würde, dass die Bins zentral verriegelt sind.

Das gleiche kann man heute schon bei den Gurten erleben. Jeder weiß wie sie im Flugzeug funktionieren, es wird in der Sicherheitsunterweisung die Nutzung nochmals erklärt und trotzdem bekommen diverse Leute im Notfall den Gurt nicht auf da sie ihn in der Panik mit einem Gurt im Auto verwechseln.

Sicherlich zu berücksichtigen - wie immer.
Beim Gurt-Problem ist dem Pax wohl bereits dann geholfen, wenn der Sitznachbar sagt "hey, mach das so" - und dann lässt er sich öffnen.
Analog dazu würde ich, zumindest als rational denkender Passagier, spätestens wenn mein Hintermann mir sagt "Die Dinger kriegst du eh nicht auf, Zentralverriegelung", mein Unterfangen abbrechen.
Oder?
 

chaosm21

Reguläres Mitglied
04.01.2015
26
0
Ich habe überlegt ob ggf. eine Nötigung in Betracht kommen könnte...allerdings glaub ich nicht dass das vor einem ordentlichen Gericht in Dt. bestand hätte.

§34 StGB dürfte mMn aber nach dt. Recht so ziemlich jede Gewaltanwendung gegen einen Passagier der Fluchtwege blockiert legitimieren. Fraglich ist wohl eher ob der Durchschnitts-PAX eine solche Situation immer richtig einschätzen kann und entsprechend verhältnismäßig reagiert...

In einem brennenden Flugzeug wäre fast alles gerechtfertigt, aber die Person ist dann immer noch im Weg und würde sich vielleicht wehren, was noch mehr Zeit kostet. Dass sie das nicht darf, hilft leider niemandem.
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.913
4.819
Gummersbach
Dann stellt sich aber die Gegenfrage: meine Idee wird nicht revolutionär und sicherlich schon (mehrmals) in der Industrie durchgedacht worden sein. Welche Gründe sprechen dagegen?

Allenfalls die , daß nicht jeder aus Düsseldorf kommt und schon deswegen alles im Griff hat . Bzw unter dem Vordersitz .
 

Rookie2014

Erfahrenes Mitglied
28.07.2014
1.120
176
Gestern kam in ORD die Maschine plötzlich an der UA-Lounge vorbei. Zunächst hab ich mich noch gewundert, wieso alle Fotos von einem Flugzeug machen. Ich war dann zugegebenermaßen etwas spät dran, da kam nur noch das raus.

IMG_3267.JPG
 
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