Als Selbstfahrer zwischen Yssyk-Köl und Altyn-Emel

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UniformSierra1

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06.02.2022
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Apéritif

Wie auch bei einigen Mitforisten, stand bei mir dieses Jahr wieder einmal Zentralasien im Fokus.
Ziemlich früh stellte sich heraus, dass die landschaftlich reizvolle Gegend im Norden Kirgistans und im Süden Kasachastan erkundet werden sollte und zwar per Mietwagen auf eigene Faust. Einfach um sicherzustellen, dass ich auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankomme, da mir die Fotografie recht nah am Herzen liegt und ich mich daher ungerne auf halbzuverlässige Fahrpläne oder Mitfahrgelegenheiten einlassen wollte. Die Recherche und Vorbereitung für solche touristisch wenig erschlossenen Gegenden gestaltet sich daher etwas anspruchsvoller und zeitaufwendiger.
Nach einigem Hin und Her habe ich doch am Ende jeweils für beide Länder einen Mietwagenanbieter gefunden, der zum einen bereit war an Ausländer zu vermieten und zum anderen mir bei dem auch die Mietbedingungen zusagten.

Pegasus bot ex HAM via SAW nach FRU bzw von ALA zurück die zeitlich beste Option. Ich legte fest, erst Kirgistan zu erkunden und danach rüber auf die kasachische Seite zu wechseln. Zeitweise war ich auch am überlegen, den Grenzübergang landseitig zu nehmen, entschied mich jedoch später für einen Mittagsflug mit Air Astana von Bishkek nach Almaty. Einige Wochen vor Abflug wurde dieser dann gecancelt und man buchte mich auf den Abendflug um. Dies gefiel mir erst nicht, da ich dann bei Dunkelheit in ALA ankäme um den Mietwagen zu übernehmen. Jedoch wurde ich später durch ein landschaftlich wertvollen und kurz vor Sonnenuntergang, wunderbaren Flug entschädigt. Was ich jedoch nicht bedacht hatte, dass ja der 9. Mai dort ein Feiertag ist und es somit stellenweise etwas voller werden könnte. Somit warf ich das Routing auf kasachischer Seite kurz vorher nochmals durcheinander um eventuelle Menschenmassen außerorts an den Hotspots zu umgehen und plante die Reihenfolge etwas um. Die Details dann aber im weiteren Verlauf.

Somit stand nun folgendes Programm:

3. Mai +1 HAM-SAW-FRU
7. Mai FRU-ALA
12. Mai ALA-SAW-HAM

Zur geografischen Einordnung einmal grob die Routenverläufe:

Kirgistan:
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(Quelle: GoogleMaps)

Kasachstan:
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(Quelle: GoogleMaps)

An den Tagen vorm Abflug war das anstehende Solo-Abenteuer gedanklich natürlich omnipräsent bei mir.

Wer nun ein paar staubige Straßen nicht fürchtet, kann gerne virtuell mitkommen. Wie üblich gehts dann hier in nächster Zeit peu à peu mit Bildern und Text weiter. Ich freue mich auf die Leserschaft! :D
 
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UniformSierra1

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Guddi, dann kann es losgehen!

Am besagten Freitagnachmittag geht es für mich an Bord der TC-RBN nach SAW. Schon der Forecast sagte für SAW nichts gutes - starke Regenschauer und Gewitter sind in der Gegend. Daher vebringen wir etwa 30 Minuten im Holding bis sich die Lage bessert.
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Inzwischen ist auch die neue Südbahn in Betrieb, was bei meinem letzten Besuch nicht der Fall war, und wir intercepten auf der 06R mit dem Bosporus in der Ferne.
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Das schöne bei solchen extremen Wetterlage sind die sich ergebenden Schauspiele aus Licht und Wolken.
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Die Dimensionen dieser Stadt sind auch aus der Luft jedesmal wieder beeindruckend.
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Nach dem Touch Down auf besagter Piste taxeln wir recht lange zum Stand. Der kleine Delay macht mir nicht zu schaffen, die noch etwa fünf verbleibenden Stunden bis zum Weiterflug um 2300 reichen mehr als aus. Die Transitkontrolle ist schnell passiert und ich verbringe die Zeit mit einigen studentischen Angelegenheiten in der Lounge. Bis auf den Apron View sind die beiden Lounges nicht weiter erwähnenswert. Angenehm ist, dass man mit dem PP hier auch den Kepler Club mit Sleeping Cabins nutzen kann, falls die Flugzeiten dies erfordern. Der Delay Index ist immer noch hoch, kurz vor Abflug wird auch noch der Flieger getauscht, sodass es am Ende eine A320neo in Form der TC-NBE wird, mit der es mit +40 dann in die dunkle Nacht gen Osten geht.

Nach etwas mehr als vier Stunden im Halbschlaf scheint uns dann die aufsteigende Morgensonne in die Triebwerke.
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Es geht straight auf die 08, insgesamt bestand der Flug sowieso aus keiner richtigen Kurve. Die Wolken wollen sich um kurz nach 0700 lt. noch nicht von den Bergen lösen.
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Ich lasse das Panorama genüsslich an mir vorbeiziehen.
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On Final!
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Nach der Landung dann gleich den ersten Leckerbissen, zwar schon mit moldauischer Reg, aber noch Titeln vom usbekischen Vorgänger.
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Die Tezjet zu fliegen habe ich nicht mehr gebacken bekommen, aber ggf wird es nächstes Jahr erforderlich werden.
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Und die Präsidentenmaschine, so eine Tu154 hat schon was.
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Dank First Row bin ich schnell ausm Flieger raus, flux durch die Immigration und Zoll und werde wie besprochen draußen von zwei Herren erwartet, die mir das versprochene Arbeitspferd aka Lexus 200 zum Airport gebracht haben. Mit dem ausdrücklichen Hinweis, das die Polizeikontrollen häufig vorkommen und ich bloß nicht zu schnell fahren soll, verabschieden sie mich und ich fahre etwa 45 Minuten bis zur Innenstadt zum Hotel Navat. Hier will ich nach dem nicht so erholsamen Nachtflug die erste Nacht verbringen ehe es mit dem Auto morgen auf die Piste geht. Als ich um 0930 an der Rezeption erscheine lädt man mich gleich zum Frühstück ein. Passt wie die Faust aufs Auge, das hatte ich nämlich noch nicht.

Das Zimmer tut sein bestes für eine Nacht, ich hatte ohnehin Lust auf authentische Unterkünte anstatt namenhafter Ketten.
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Nach der Stärkung verspühre ich deutlichen Bewegungsdrang und startete meinen Walk zum Ala-Too-Square.
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Bishkek ist wohl auch eher eine Stadt bei der die Schönheit im Detail liegt.
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Es kommen sogar ein paar Regentropfen runter. 037.jpg

Ich flüchte temporär an eine Bushaltestelle gegenüber des Rathauses und der Nationalbank.
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Aufgrund des Wetters und sich einer erneut anbahnenden Hungerwelle entscheide ich mich für ein frühzeitiges Mittagessen im Navat Restaurant.
Wie ich der Karte entnehmen kann, sind viele Gerichte chinesisch angehaucht, ich entscheide mich jedoch klassisch für Fisch.
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Als ich wieder gestärkt ins freie trete, sieht die Welt gleich schon viel besser aus - die Sonne lacht!
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Vom Ala-Too ziehe ich vorbei am Nationalhistorischen Museum.
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Die Vorbereitungen für den 9. Mai sind eindeutig.
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Rückwärtig vom Museum ist der Präsidentenpalast.
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In der Nähe fragt mich ein soldatischer Wachposten nach einer Zigarette, als Nichtraucher kann ich ihm da leider nicht behilflich sein und er zieht sogleich wieder in sein Häuschen.

Es geht weiter zur Oper.
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Unmittelbar dahinter das Siegerdenkmal.
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In einem Supermarkt decke ich für die kommenden Tage schon mit genügend Proviant ein und schleppe den zum Hotel. Dann gönne ich mir ein kleines Powernap bis ich mich dann entscheide zum Abendessen ins "Oblako 53" zu gehen.

Im 17. Stock des Trade Centers hat es einen wolkigen Blick auf City und Bergpanorama.
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Lasagne und Wiskey Sour sind nach meinem Geschmack.
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Danach eine weitere Runde Destilliertes und ein Panna Cotta.
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Von dem kleinen Eckbalkon genieße ich noch die Bergkulisse bevor es wieder runter geht.
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Die blaue Stunde passe ich am Ala-Too-Platz ab und danach geht es ins Bett. 049.jpg

Stay tuned...
 

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Nach der Nachtruhe und dem Frühstück breche ich gegen 0800 im Hotel auf und verlasse die Hauptstadt nordöstlich.
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Zu meiner rechten begleitet mich anfänglich das Bergpanorama, zu meiner linken markiert der Zaun mit Wachtürmen die Grenze zu Kasachstan.
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Nach etwa zwei Stunden Fahrt komme ich an einem Bahnübergang nahe der Straße an, von wo aus der Wanderweg zum Konorcheck Canyon beginnt. Das Auto parkiert, den Rucksack greifend, beginne ich dem Rinnsal zu Fuß weiter zu folgen.
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Mit knapp über 20 Grad ist es noch gut aushaltbar. Nach einiger Zeit komme ich an eine Felswand die mit Hilfe eines Seils erklommen werden muss.
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Drei weitere solcher Hindernisse werden folgen. Bei Felswand Nummer Drei kommt mir plötzlich das ganze Seil inklusive Verankerungshaken entgegen. Ein kurzer Moment ist guter Rat teuer, wie ich nun die paar Höhenmeter überwinden kann. Ich finde in der Nähe eine nicht ganz so steile Wand, wo ich mich im Steinbock-Stil entlang taste. Die Strapazen haben sich aber mal wieder gelohnt. Nach einer Dreiviertelstunde eröffnet sich vor mir ein Tal mit anmutenden Farben und Gesteinsformationen.
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Vereinzelt gibt es noch eine verirrte Menschenseele, die es ebenfalls hierhin geschafft hat.
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Ich wandere etwas umher um verschiedene Perspektiven zu bekommen.
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Ich lass jetzt einfach mal die Bilder sprechen.
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Einige Kilometer entfernt soll es noch ein ähnliches Tal geben, jedoch denke ich, dass ich hier genug gesehen habe und zum anderen ist mein Zeitplan wie üblich knapp bemessen. Ich trete den Rückweg an, unterwegs kommen mir zwei Russinen entgegen, die wissen wollen wie weit es noch ist und ob dort viel los sein. Als sie feststellen, dass ich ganz alleine unterwegs bin, sind sie überrascht. Solotrips kommen wohl nicht so häufig vor hier.

Innerhalb einer halben Autostunde erreiche ich vom Canyon aus Balykchy am westlichen Seeufer des Yssyk-Kul. Ich will hier schon nachtanken, um dies später nicht auf den Dörfern am südlichen Ufer tun zu müssen, da ich nicht immer davon ausgehen konnte, dass es 95 Oktan oder mehr gibt und wie hoch der Verbrauch auf den Schotterpisten nachher wirklich ist. Die erste Tankstelle ist geschlossen und dafür ist bei der nächsten eine umso längere Schlange. Nicht alle Zapfsäulen funktionieren hier, aber 95 konnte ich zum Glück bekommen.

Ich entschließe mich für einen kurzen Abstecher zum Hafen.
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Das Wetter ist leider gerade etwas trist.
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Es geht ein Stück südwärts, raus aus Balykchy.
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Allerdings will ich nicht geradwegs ans südliche Ufer, sondern mache einen kleinen Abstecher zunächst vom See weg.
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Das erschien mir landschaftlich etwas reizvoller.
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Später drehe ich dann zunächst auf eine Schotterpiste ein, mal mehr, mal weniger am Ufer entlang.
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Manche Abschnitte sind recht neu asphaltiert, andere sind noch komplett unbefestigt.
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Das Wetter weiß noch nicht so recht was es will. Die Fahrt zum Skazka Canyon zieht sich doch arg in die Länge.
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Natürlich tragen meine häufigen Fotostops zur Verlängerung der Reisezeit bei.
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Ich passiere bereits das Yurt Camp in dem ich heute übernachten will. Etwa 20 Km weiter ist endlich die Abzweigung zum Canyon. Es ist erst etwa 1700, aber die Sonne droht bald hinter einer Wolkenwand zu verschwinden. Ich muss mich sputen. An einem Schlagbaum zahle ich umgerechnet etwa 50 Eurocent Eintritt, nur ein weiteres Auto treffe ich unterwegs, ansonsten keine Menschenmassen - herrlich! Ich parkiere und schlendere etwas durch die anmutenden Gesteinsformationen.
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Schon interessant was die Natur so hervorbringen kann.
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Nun ist die Sonne endgültig weg.
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Ich suche einen Weg zurück zum Auto.
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Die Kamera wieder verstaut, gehts nun ein Stück zurück an der Uferstraße zum Agat Yurt Camp. Hier werde ich gegen 1900 von dem russischen Besitzer freundlich willkommen und er zeigt mir meine Yurt.
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Er empfiehlt mir für die Nacht das kleine Heizgerät einzuschalten, da die Temperaturen auf 8 Grad sinken soll. Später schalte ich es jedoch wieder ab, da es einfach zu heiß wurde in dem kleinen Raum.
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Eine weitere Alleinreisende aus Tschechien sowie ein russisches Pärchen sind noch anwesend in dem Camp. Ansonsten gibt es nur noch die weite Landschaft drumherum.

Zum Abendessen bekomme ich einen schmackhaften Enteneintopf serviert während mir der Sonnenuntergang im wahrsten Sinne des Wortes bereits im Nacken brennt.
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Das Schauspiel am Himmel war bombastisch!
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Erheitert geht es in die Yurt.

Ich hoffe es ist bisher weder zu steinig noch zu trocken. To be continued...;)
 

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Über Nacht gab es ergiebigen Regen und als ich morgens aus der Yurt krieche erscheint der Himmel zu allem Überfluss in blau.
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Nach einer kleinen Stärkung stapfe ich zum Seeufer. Dabei passiere ich die Straße, welche mich später wieder gen Westen führen wird.
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Es ist einiges an Vegetation zu durchkämpfen bis ich am Ufer ankomme.
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Morgendliche Ruhe und frische Luft zum Durchatmen!
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Und ringsum die Berge - wundervoll!
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Ich verabschiede mich und der Besitzer fragt mich, ob ich ihm später einige Bilder zukommen lassen könne. Ich komme dem gerne nach. Heute Abend will ich wieder in Bishkek zurück sein, jedoch will ich unterwegs noch ein paar Umwege und Abstecher in Kauf nehmen. Doch zunächst geht es die nächsten knapp zwei Stunden zurück am See in westliche Richtung.
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Die ansprechende Szenerie gebietet mir häufige Stops, so auch hier kurz vor einem Friedhof.
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Weiter gehts und ich genieße die vorbeiziehende Landschaft.
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Mit blauem Himmel sieht einiges schon deutlich besser aus als gestern bei Bewölkung.
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Weiterhin gilt links die Berge...
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...und rechts der See.
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Nachdem ich dann irgendwann eine ziemliche neue Straße unter den Rädern habe, kommt bald das Orto-Tokoy Reservoir am Chu River in Sichtweite. Links im Bild die Straße, die Baufahrzeuge sind stellenweise noch vor Ort, man könnte behaupten der Asphalt sei noch heiß.
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Von hier aus habe ich eine Passtraße ins Auge gefasst, die auf bescheidene 2180m führt.
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Aufgrund der Höhe ist es auch im T-Shirt schon recht frisch draußen.
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Nächstes Ziel der Kok Moynok Canyon. Ich fahre dann von der befestigten Straße ab, passiere ein Dorf wo es eine Furt zu durchqueren gilt, was mit dem halbwegs geländegängigen Lexus geht. Nach einiger Zeit war die Route nicht mehr so genau ersichtlich und das GPS auf dem Handy hat auch keinen Empfang mehr. Ich fahre nun einfach nach Gefühl in die vermeintliche Schlucht und es kommen auch keine weiteren Abzweigungen die mich zu einer Entscheidung gezwungen hätten.
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Die Karre hat einen ziemlich großen Wendekreis was sich hier beim Umfahren von Hindernissen und engen Kurven als etwas nachteilig erweist. Als aus der Fahrspuhr nunmehr eher ein Trampelpfad geworden ist und die Botanik zu dicht wurde, wende ich den Wagen und parke wieder in Fluchtrichtung.
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Ich schultere das Equipment und folge zu Fuß dem Pfad, vorbei an einem Kojoten-Kadaver als ich plötzlich vor einem bescheidenen landwirtschaftlichen Anwesen stehe. Ich beobachte eine Weile, da ich weder weiß ob ich hier wirklich richtig bin und zum anderen auch nicht weiß, wie man auf mein Erscheinen reagieren würde. Womöglich stehe ich ja unbewusst auf dem Grund und Boden von den vermeintlichen Bewohnern. Die Türen bewegen sich geräuschvoll im Wind und ich komme mir kurz vor wie in einem Westernfilm. Es scheint jedoch niemand da zu sein.
Wer eine Aussicht will, muss nach oben! Also steige ich nun mühevoll an dem Steilhang empor immer noch auf der Suche nach dem Canyon. Oben angekommen pfeift mir der Wind um die Ohren und ich bereue, dass ich die Jacke im Auto gelassen habe.
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Ich laufe weiter und werde allmählich fündig, ich bin also doch richtig hier.
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Nachdem man die anderen beiden Canyons zuvor gesehen hat, ist dieser nur noch zweite Klasse wie ich finde. Die Weitsicht ist jedoch gut von hier oben.
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Wie man sieht ist Regen im Anmarsch und ich trete den Rückweg an.
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Am Auto angekommen bin ich nicht mehr allein. Ein französisches Pärchen, ebenfalls als Selbstfahrer, hat den Weg gefunden. Wir tauschen uns kurz über die Location aus sowie den jeweiligen Routenverlauf des anderen. Ich muss mich nun sputen, da ich vor dem Regen zurück auf befestiger Straße sein will, was auch gelingt.
Eigentlich hatte ich noch eine Location im Sinn, bei Regen ist das wohl aber nicht so ergiebig. Also beschließe ich direkt zum Burana Tower zu fahren. Hohe Erwartungen habe ich nicht, aber es soll ja halbwegs auf dem Weg liegen denke ich mir. Allerdings zogen sich die bummeligen 15km Abstecher durch Tokmok ziemlich hin. Dort angekommen war es immerhin wieder trocken.
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Eine Touristengruppe ist auch vor Ort.
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Das eigentliche Ziel ist das Plaza Hotel in Bishkek von wo morgen früh der Mietwagen wieder abgeholt werden soll. Da er jedoch arg dreckig ist, mache ich zwei Blöcke vom Hotel eine Self Service Car Wash Anlage ausfindig, welche ich vorher noch ansteuern möchte. Gegen 1700 erreiche ich Bishkek in der Afternoon Rush Hour.
Nur langsam geht es voran. Es sind noch wenige 100m bis zum Ziel, die Straße verläuft westwärts gegen die tiefstehende Sonne.

Ich überquere eine Kreuzung als ich plötzlich die Kelle eines Polizisten sehe. Ich fahre rechts ran, er begrüßt mich per Handschlag durch die Seitenscheibe auf der Beifahrerseite. Sein Vorwurf lautet, ich hätte Fußgängern am Zebrastreifen zweifach das Überqueren nicht ermöglicht. Puuh, kann sein. Bei den Lichtverhältnissen kann ich nicht beschwören, dass da nicht im Schatten der Bäume womöglich doch jemand stand. Ich zeige mich einsichtig und entschudige mich. Er verlangt natürlich die Fahrzeugpapiere und Führerscheine. Ich reiche ihm den intl. Führerschein, welchen er kurz durchblättert und mir sogleich zurück gibt. Ich stecke ihn gleich wieder ein. Mit meinem natl. Führerschein und dem Fahrzeugschein in der Hand haltend sagt er, ich solle hier warten er mache mir jetzt das Ticket fertig.
Nach ein paar Minuten des Wartens kommt er wieder und behauptet, ich dürfe damit nicht fahren, ich bräuchte eine notariell beglaubigte Übersetzungs ins Russische. Daraufhin hole ich wieder den intl. FS raus, worin es ja auch eine Seite auf Russisch gibt und ich erkläre ihm, dass die offiziellen Infos sagen, dass es ausreicht und es auch von der Autovermietung anerkannt wurde, die mir den Wagen ja schließlich überlassen hat. Daraufhin reagiert er sichtlich ersäuert, warum ich ihm derartige Dokumente vorenthalten habe und nicht sofort ausgehändigt hätte. Ich weise darauhin, dass es das selbe Dokument sei, was er bereits zu Anfang in der Hand hielt. Ein erneuter Blick und er stimmt zu, wiederholt aber seine Forderung mit sichtlich strapazierten Nerven, dass dies nicht ausreichend sein. Ich wiederhole meine Erklärungen und er scheint langsam die Geduld mit mir zu verlieren. Ich rufe schließlich den Vermieter an, erkläre kurz die Lage und reiche das Handy weiter an den Polizisten. Einige klärende Sätze später drückt mir der Beamte sein Handy in die Hand und will mit meinem zu seinem Wagen gehen. Ich fordere es gleich zurück und er sieht ein, dass hier eine Verwechslung vorlag.
Der Vermieter ist noch dran, und erklärt mir, dass die Strafe umgerechnet zwischen 10 und 30 EUR betragen würde, je nach Region - krasse Spannweite wie ich finde und für die Locals dürfte das recht viel Geld sein. Ich könnte die Strafe bei jeder Bank einlösen oder morgen bei ihm direkt bezahlen. Da ich nicht zur Bank will, sage ich ihm, dass ich morgen bei Rückgabe bleche würde. Da der Polizist inzwischen wohl doch keine Lust auf die Formalitäten hatte, meldet er sich bei mir am Fenster zurück und ließ mich mit einer mündlichen Verwarnung davonkommen, aber ich solle in Zukunft gefälligst aufpassen. Ich bejahte und bedankte mich.

Zweimal Abbiegen später dann endlich die Autowäsche.
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Damit die Kunden garantiert auch einen Grund zum wiederkommen haben, führt die Ausfahrt vom Hinterhof direkt auf eine unbefestigte und mit Pfützen übersähte Straße.
Um die Ecke ist dann auch endlich das Hotel wo ich gegen 1830 endlich auf dem Zimmer die Sachen deponiere.
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Nach all dem Abenteuer braucht es nun endlich ein verdientes Dinner. Leider zieht auch wieder Regen auf und die Fotografie zur blauen Stunde fällt damit ins Wasser und ich kurz darauf ins Bett.

Nachdem Motto: Umso schlimmer der Abend, desto besser der Morgen, erhasche ich dann gegen 0700 das Panorama vom Hotel aus.
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Für mich geht es vor dem Frühstück dann los zum obligatorischen Morning Walk.
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Vorbei an der kirgisischen Universität für Wirtschaft.
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Es ist schließlich ein Dienstag und die Kleinsten machen sich auf den Weg zur Schule.
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Die Moschee hatte ich vorher nur in der Ferne erspäht, nun aber stand ich auch mal direkt davor.
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Dass man fast überall die Berge im Hintergrund hat gefällt mir ausgesprochen gut.
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Nochmals vorbei am Ala-Too Platz.
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Einfach herrlich, wenn kaum einer unterwegs ist und niemand ungewollt durchs Bild rennt.
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Ich habe mich nun bereits für ein Cafe entschieden, wo es zum Frühstück hingehen soll und es wird merklich voller auf den Straßen. 150.jpg

Nicht weit entfernt ist der Sportpalast Koshomkul.
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Im Cafe sind einige Locals anwesend und es liegen russische Zeitungen aus. In Zeiten des geopolitischen Unwetters auch immer wieder interessant zu lesen, was die andere Seite so berichtet. Ich bestelle einen Kakao, der eher die Konsistenz von Pudding hat, aber dennoch köstlich mundet mit hausgemachten Apfelkuchen.
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To be continued...
 

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Nach dem Frühstück kehrte ich zum Hotel zurück und übergab den Mietwagen ohne Komplikationen. Kurz darauf packte ich meine Sachen, checkte um 1200 aus und deponierte den Koffer an der Rezeption.
Draußen war es inzwischen ziemlich warm und ich ließ mich noch etwas durch die Gegend treiben, zum Beispiel vorbei am Regierungsgebäude „Zhorgorku Kenesk“
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Da es Zeit zum lunchen war, machte ich Einkehrschwung in einem Restaurant und beobachtete von der Terrasse das Treiben auf der Straße. Nebenbei gab es etwas für den Gaumen.
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Gegen 1600 schlug ich wieder im Hotel auf und ließ mir ein Yandex zum Airport bestellen. Dort angekommen gab ich den Koffer auf und machte mich auf zur Ausreise. So richtig gemütlich und einladend ist er nicht.
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Die Lounge ist abgesehen von der Aussicht nicht so dolle. Kaltes Essen was warm sein sollte und kaum Auswahl.
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Die Maddog entschädigt hier sogleich wieder die Lounge-Misere.
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STD 1915 und die EI-KHE ist dafür ex ALA bereits gelandet. Ich schlendere zum Gate, konvertiere unterwegs die letzten Som in ein Wasserflasche und Mentos und per Bus gehts zum Flieger.

Bis kurz vor dem Trip hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass Air Manas einer der ersten A220-Betreiber war.
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Ansonsten einige weitere Schmankerl auf dem Apron.
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Unsere Embraer ist nicht komplett voll und on-time gehen wir off-block.
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Wir rollen zur 26. 159.jpg

Wir überwinden die Schwerkraft nach einem kurzen Run.
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Vor dem Right Bank lassen sich die Bergspitzen von den letzten Strahlen des Tages etwas erleuchten.
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Es folgt quasi eine Beinahe-180-Grad Kurve und wir sind bereits über Kasachstan.
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Da der Flieger weiter vorne etliche Plätze frei hat husche ich auf die rechte Seite zu Gunsten der Perspektivenvielfalt.
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Die Berge markieren die Grenze zwischen Kasachstan und Kirgistan.
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Und ich würde sagen, rein vom Licht her wäre der ursprüngliche Flug am Nachmittag wohl die schlechtere Wahl gewesen.
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Der Flug führt zwar nur kurz auf FL170, ist aber landschaftlich definitiv ein hidden gem.
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ALA wartet mit Rwy 05R auf uns.
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Die Sonne im Rücken lässt es sich mehr als genießen.
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Im Final dann direkt an Almaty vorbei.
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Nach der Landung gibts einen Remote Stand für uns. Es folgen die üblichen Prozeduren ohne nennenswerte Ereignisse, sodass ich kurz darauf die Schlüssel von einem Hyundai Tucson, der nur 5.000 Km auf der Uhr hatte, in der Hand halte. Das selbe Modell hatte mir letztes Jahr im Oman bereits verlässliche Dienste erwiesen, insofern wollte ich hier erneut darauf zurückgreifen. Einziges Manko war, dass meine E-Sim nicht funktionierte. Ich entschied mich daher morgen eine lokale Sim-Karte in der Stadt zu erstehen, Konnektivität für die anstehenden Tage war paramount.
Es war bereits dunkel und ich fuhr nach Almaty rein zum Hotel Grand Tien Shan Hotel. Das erste Hotel für mich, welches von draußen seinen Namen nicht angeschlagen hat und somit etwas schwierig zu erkennen war. Das Gefährt parkte vor der Tür und ich ließ mich für eine kurze Nachtruhe ins Bett fallen.

Aufgrund der Feiertage habe ich beschlossen, den morgigen Tag zunächst Almaty unsicher zu machen und dann erst übermorgen raus in die Wallachei zu fahren. Ich erhoffte mir dadurch, dass generell an den Spots selbst nicht so viel los ist und auch weniger Vekehr, speziell auf den Schotterpisten, um nicht im Staub des Vorausfahrenden fahren zu müssen.

Um 0600 stürmte ich dann als erster das Frühstücksbuffet. Zusätzliches Amenity: In der Zimmerrate war auch die Wellness- und Saunalandschaft mit inkludiert, Vorfreude für die Entspannung am Abend war also schon da.
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Danach steuere ich das Denkmal der Unabhängigkeit an und treffe auf ein nettes Cityscape mit Bergen als Hintergrund.
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Sowjetisches Erbe ist allerlei vorhanden, bietet halt auch ein entsprechendes Flair.
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Die Stadt erwacht langsam.
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Ich tapere als einziger um die imposanten Bauten.
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Ausblick auf das Denkmal der Unabhängigkeit.
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Vom Denkmal aus ein Blick zurück, solange es noch nicht im totalen Gegenlicht liegt.
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Direkt dabei eine gepflegte Anlage und Wasserspiele.
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Vorbei am Opern- und Ballethaus wird es in der prallen Sonne schon ziemlich warm.
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Ich erledige nun ein paar Einkäufe für die anstehenden Tage und besorge eine Sim. Zwar mit etwa 10 Euro für 14GB etwas überdimensioniert, aber kleinere Pakete waren nicht im Angebot. Danach marschiere ich zur Seilbahn Station des Kok-Tobe, welche erst ab 1000 geöffnet hat. Nun geht es rauf auf den Berg.
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Es wird etwas smogig und die Aussicht ist insgesamt eher mittelprächtig, das hat man anderswo schon besser gehabt.
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Während meine Augen in die Ferne schweifen, bin ich mental schon zurück auf der kulinarischen Schiene und überlege mir, wo gleich zum Mittag der Gaumen verwöhnt werden soll.
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Ich hatte auch etwas Spotting ins Auge gefasst. Ein Blick Richtung Airport und auf FR24 sagt mir jedoch, dass 23 Betrieb ist und mit der schlechten Luft werden die Berge eh nicht so toll hervorkommen auf den Bildern. Ich hatte eigentlich auf 05 Departures gehofft.
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Somit verbleibe ich den Nachmittag in der Stadt selbst und mache eine Kirche im Park of the 28 Guardsmen ausfindig.
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Ich laufe noch weiter zur Zentralmoschee, die Gegend war stellenweise nicht so prickelnd auf dem Weg dorthin.
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Da das Sunset laut der Suncalc App für etwa 2000 zu erwarten war, saß ich bereits um 1800 zu Tisch, um nach dem Abendessen noch genügend Zeit zu haben einen Spot meiner Wahl zu erreichen. Als ich um 1900 aus dem Restaurant kam, wunderte ich mich doch etwas, dass es bereits ziemlich dunkel war. Ich crosscheckte FR24 welches für ALA das Sunset auf etwa 1900 terminierte. Verdammt, ich war also gerade dabei es zu verpassen, da die Suncalc App offensichtlich doch nicht die richtige Zeitzone für Almaty hinterlegt hatte. Ein simpler aber folgenreicher Fehler, sodass ich mich über mich selbst ärgerte warum ich so oberflächlich mit nur einer einzigen Quelle geplant hatte. Somit blieb der Abend ohne Bilder. Ich kam somit recht früh wieder im Hotel an, sodass noch Zeit zum saunieren blieb.

Fortsetzung folgt!
 

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Gegen 0600 sprang ich fröhlich aus dem Bett, bediente mich kurz am Buffet und düste mit wehenden Fahnen vom Hof. Ich verließ Almaty ostwärts über zunächst recht gute Schnellstraßen. Es war zu so früher Stunde schon einiges los, ich denke es liegt an den Feiertagen, den viele für einen Ausflug genutzt haben. Nach etwas mehr als drei Stunden verlasse ich den Speedway und es geht über Land weiter durch Dörfer und endlose Weite.
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Am Charyn Canyon angekommen, löhne ich einige Tenge und darf dann vom Parkplatz zu Fuß weiter.
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Es ist mir nicht ganz ersichtlich, wo der Weg in den Canyon führt, daher beschließe ich lieber oben auf dem Rand entlang zu laufen.
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Die Ausrichtung nach Süden ist lichttechnisch natürlich eher weniger optimal.
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Ich wandere langsam bis zum Ende. 208.jpg

Ich lass einfach zunächst mal die Bilder für sich sprechen.
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Am Ende angekommen sieht es überwiegend aus wie loser Sand als fester Felsen.
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Mit dem Wind lassen sich die etwa 30°C ganz gut aushalten. Als ich wieder am Parkplatz ankommen, ist dieser wirklich komplett überfüllt. Gut, dass ich so früh hier war. Mein straffer Zeitplan sieht die Weiterfahrt nacht Süden vor.
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Hier begebe ich mich auf eine Schotterpiste um in den Moon Canyon einzufahren.
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Nach wenigen Kilometern ist die Heckscheibe schon derart mit Staub belegt, dass keine Durchsicht mehr möglich ist, als die Piste dann bald unpässlich wird, drehe ich um. Ich hatte genug gesehen.
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Zurück auf fester Straße geht es wieder gen Norden. Nächstes Ziel ist der Black Canyon, der sich ebenfalls quasi um die Ecke befindet.
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Unterwegs passiere ich den Flussbogen.
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Der Hyundai quält sich wieder bergauf. Hinter diesen Bergen befindet sich der Moon Canyon.
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Der Black Canyon ist unmittelbar an der Straße gelegen.
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Von hier aus geht es nordöstlich weiter nach Shonzhy für einen Tankstop.
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Weiter mit Zwischenziel Koktal für einen weiteren Tankstopp, da ich im Vorwege nicht ausfindig machen konnte, ob die Tankstelle am Parkeingang vom Altyn-Emel garantiert Oktan 95 hat. Von Koktal bis zum Parkeingang sind es zwar nur etwa 100 Km, aber ich wollte mit möglichst vollen Tank in den Park zumal ich von da aus mit der Restmenge übermorgen ja wieder Richtung Almaty aufbrechen muss.

Auf dem Weg dorthin ist die Fernsicht bombastisch gut.
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Unterwegs trauen sich große Hasen an die Straße heran.
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Nach dem Fuelstop gehts nun westwärts mit dem Ziel Basshi, der kleine Ort am Parkeingang wo ich heute nächtigen will. Die Sonne senkt sich bereits und ich genieße bei einem weiteren Stop das pittoreske Panorama.
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Auf jedenfall eine Strecke für den landschaftlichen Genuss.
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Mit dem Restlicht des Tages weiche ich kurz vor Basshi noch einem Kojoten aus und fahre ins beschauliche Dorf rein. Ich hatte mir im Vorwege einige Unterkünfte ausgeguckt und wollte nun schauen, was hier möglich ist. Die erste Unterkunft war fully booked und es waren unteranderem auch abenteuerlustige Koreaner anwesend. Die Besitzerin gab mir zu verstehen, dass hier direkt nichts mehr frei war, aber ihr Bruder hätte Kapazitäten, ich solle warten und er würde mich gleich abholen. Inzwischen kam auch ein österreichisches Pärchen mit einem Renaul Duster an, der in jeglicher Hinsicht in einem schlechteren Zustand war als mein Wagen. Die beiden suchten auch eine Bleibe für die Nacht und so fuhren wir in Kolonne dem Bruder hinterher zu seinem Anwesen einige Straßen weiter. Ich fragte sogleich, ob es möglich sei auch für zwei Nächte hierzubleiben. Nach dem morgigen Tag im Park wollte ich abends hier wieder zurückkommen. Die Bewohner bejahten.

Das Lager für die Nacht sah dann so aus.
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Da unsere Reiserouten genau entgegengesetzt verliefen, konnten wir uns somit noch etwas darüber austauschen sowie einige Reiseerlebnisse aus der Vergangenheit teilen. Es folgte ein hausgemachtes Dinner und ein paar Stunden Nachtruhe.

Am nächsten morgen war gegen 0800 dann das Frühstück bereits auf dem Tisch. Der Park öffnete um 0900 und ich hatte mir etwas mehr als 200 Km Schotterpiste auf die Fahnen geschrieben. Somit stand ich als hochgestresster bereits um 0850 beim Park Office als erster auf der Matte. Hier wunderte man sich, als ich nur ein Fahrzeug mit einer Person anmeldete - Solotrips scheinen hier auch eher selten. Um 1900 ist Sunset, dann solle ich spätestens wieder aus dem Park raus sein. Man drückte mir einige Papiere in die Hand, die ich unterwegs bei Checkpoints vorzeigen solle.

Und los gehts. Die ersten paar Kilometer hinterm Eingang sind asphaltiert und dann gehts nur auf Schotter weiter. Ab ins Nirwana!
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Es müssten so etwa 20 Km gewesen sein, bis ich zu diesem Checkpoint komme, mitten im Nirgendwo. Ich werde auf eine Liste eingetragen und der Ranger öffnet mir den Schlagbaum. Weiter gehts.
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Als erstes so nach etwa zwei Stunden visiere ich die Katukau Volcanic Mountains an.
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Zu Urzeiten sind hier Vulkane aktiv gewesen.
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Ich verweile nicht zu lange, so sonderlich spannend war es dann doch nicht. 251.jpg

Und es wird heiß inzwischen.
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Ich fahre weiter, stellenweise sind die für Schotterpisten typischen, quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Rillen so stark, dass einem das Lenkrad regelrecht aus der Hand gerissen wird. Entspanntes Fahren ist anders, aber man kommt durch. Unterwegs kommen mir dann noch vier komplett vermummte Radler entgegen - sportlich! Das Auto zeigt 38°C Außentemperatur an als ich bei den Aktau Cretaceous Bergen ankomme. Kurz vorher gilt es noch ein Flussbett zu durchqueren, aktuell zwar trocken aber nach Regenfällen dürfte der Wasserpegel nicht unerheblich ansteigen, wenn ich mir das Ufer so anschaue. Es sind schon vereinzelte Gestalten vor mir hier, tut der Sache aber keinen Abbruch.
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Ich krame das Arafat-Tuch heraus und stapfe etwas durchs Gelände.
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Einfach mal wirken lassen.
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Man kann auch ausführlichere Wanderungen machen, nur dafür fehlt mir dann doch die Zeit.
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Die Felsen erinnern mich doch gerade eher an Australien.
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Die Zeit drängt mich, schließlich will ich das Abendlicht an den singenden Sanddünen einfangen, welche aktuell noch mehr als 100 Km entfernt sind von hier aus. Also die ganze Sackgassenschotterpiste wieder gen Westen zurück.
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Stay tuned!
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
2.932
8.252
DUS
Unglaublich, ich dachte fast du bist in den USA.
So ging es mir selbst auch. War im Mai in den Stans. Ich durfte lernen, dass die Canyons dort sogar größtenteils älter als die in den USA sind.
Nur wesentlich weniger Andrang und aus europäischer Sicht bekommt man für sein Geld noch was.
Gleichzeitig ist die Anreise und die vor Ort Fortbewegung in den USA dann wohl doch signifikant weniger Aufwand.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Mein Eindruck war, Farben und Formationen der Gesteine im Südosten Kastans stehen den US Parks in nichts nach. Nur wirkt der G. Canyon viel eindrücklicher, weil größer und tiefer.
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
350
3.603
HAM
Mein Eindruck war, Farben und Formationen der Gesteine im Südosten Kastans stehen den US Parks in nichts nach. Nur wirkt der G. Canyon viel eindrücklicher, weil größer und tiefer.
Das stimmt, nur wenn ich mir die Besucherzahlen/ Touristenmassen anschaue optiere ich dann doch eher für Kasachstan als Grand Canyon.:D
 
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UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
350
3.603
HAM
Ich fuhr die etwa 70 Km zurück bis zu einer weiteren Abzweigung von wo aus es nochmals 44 Km in die Sackgasse auf Schotterpiste zu der singenden Sanddüne geht.
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Unterwegs ein weitere Checkpoint an dem ich wieder den Ranger die Papiere vorzeige und in anbetracht der fortgeschrittenen Stunde - es ist bereits 1700, wird mir nochmals gesagt, ich solle spätestens bis zur Dunkelheit aus dem Park raus sein. Stellenweise wird die Piste nochmal ziemlich unerträglich. Aber all der Aufwand hat sich gelohnt, als ich dann als einziger ganz alleine die Düne für mich habe.
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Wer auf den Kamm schaut, sieht wie der Sand vom Wind herüber gepustet wird und ein singendes Geräusch erklingen lässt, was zur Namensgebung beigetragen hat.
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Ziemlich entzückt laufe ich zwischen den Dünen umher und muss aber acht geben nicht die Orientierung zu verlieren aus welcher Richtung ich gekommen bin.
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Es bieten sich auch Fernsichten.
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Aufeinmal fällt mir dieser Bewohner auf, der zwischen meinen Füßen umherwuselt.
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Stellenweise hält sich krampfhaft die Vegetation fest.
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Der Kollege ist nun im Sand baden gegangen.
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Auch diese Pflanze wird wohl bei Zeiten vom Sand umhüllt sein.
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Allmählich wird es Zeit zum Auto zurück zu stapfen, die Sonne senkt sich immer mehr und der Sand weht immer noch wie verrückt.
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Mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort, denke ich mir und mach mich auf den Rückweg. Mit einsetzender Dunkelheit komme ich dann am Guesthouse wieder an und finde die Toreinfahrt verschlossen vor, generell erscheint der Hof ziemlich verlassen. Kommt mir etwas merkwürdig vor, zumal ich eigentlich vorher klar gemacht hatte, dass ich heute Abend wiederkommen würde und auch meinen Trolley hiergelassen hatte. Nach einigen Probieren bekam ich dann doch zumindest eine Hälfte vom Tor geöffnet und sah mich der ältesten Tochter gegenüber. Sie sagte, dass die Eltern außer Haus seien, daher die Vorsichtsmaßnahmen. Man hätte mich aber nicht vergessen und das Abendessen sei auch im werden. Perfekt! Kurze Zeit später bin ich zu Tisch.

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Am nächsten Morgen bin ich bereits um 0700 wach und entscheide ohne hausgemachtes Frühstück zu starten, da ich eh noch eigene Vorräte habe. Die Sachen wieder verstaut, wird bezahlt und ich düse von dannen. Das Wetter eher mittelprächtig, Regen ist forecasted für Almaty.

Doch nördlich vom Park ist es noch trocken.
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Nach etwa drei Stunden bin ich dann mit dem verstaubten Mobil wieder am ALA Airport und returniere den Wagen. Ich lasse mir von den Herrschaften ein Yandex zum Mildom Premium Hotel bestellen. Eine Nacht hier soll es werden, bevor es morgen um 0525 wieder nach Hause geht. Der zeitliche Puffer musste auch sein, schließlich hätte unterwegs ja auch noch etwas schiefgehen können.
Das Wetter ist nun dem Forecast entsprechend und fotografisch hatte ich so gut wie alles abgearbeitet, die Anspannung fällt nun ab und ich bin froh, dass der Trip so problemlos über die Bühne ging. Somit lasse ich mich die verbleibenden Stunden bis zum Abend noch etwas durch die Restaraunts und Cafes treiben und verarbeite dabei mental die Erlebnisse der letzen Tage.

Dabei gibt es unteranderem Burger mit Parmesan-Pommes - klang erst komisch, hat mich geschmacklich aber dann doch überzeugt.
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Nach ein paar Stunden Schlaf klingelt verlässlich um 0240 der Wecker. Eine Yandex-Fahrt später bin ich am Airport. ALA ist bislang ein Airport der kurzen Wege. Die einzige Lounge ist unterirdisch, am Eingang bekommt man einen Gutschein für ein Getränk und ein Mahl, welchen man in einem bestimmten Shop im Terminal einlösen kann. Ich entscheide mich für Pfannkuchen und ein Wasser. Damit soll man dann in die Lounge. Innen ist es ziemlich unaufgeräumt und gelangweiltes Personal am Start. Für das kleine Buffet und die Bar muss bezahlt werden. Man kann eigentlich gleich draußen bleiben. Hoffentlich kommen mit der Terminalerweiterung Chancen auf eine bessere bzw neue Lounge.
Anyway, Pegasus schickte die TC-NBF und ich bin wieder auf 1F geseated, wie aber schon an anderer Stelle erwähnt, beim nächsten Mal würde ich eher eine Reihe dahinter oder Exit Row nehmen.

Neben uns parkiert eine Sukhoi, zum Glück durfte ich die Superjet bereits vor einigen Jahren loggen.
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Wir taxeln zur 23L. Weiß jemand was das für ein Turboprop ist ? Reg leider nicht erkennbar.
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Als wir abheben sieht man auch klar die Erweiterung des Terminals ganz links im Bild.
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Es gibt einen leichten Bank, Airport still insight!
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Der Airport Almaty-Boraldai.
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Heute sind es fast sechs Stunden Flug westwärts nach SAW. Schon ziemlich lang in einer A320. Dank der russichen Luftraumsperrungen ist einiges los über Zentralasien. Wie fast immer ist bei mir die SLR schussbereit um solche Momente nicht zu verpassen, denn es bleiben oft nur wenige Sekunden Zeit. So auch bei diesem DHL-Frachter.
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Über Usbekistan und Turkmenistan wird die Landschaft merklich karger.
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Wasser gibt es dennoch.
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An anderer Stelle sieht es aus, wie auf einem anderen Planeten.
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Nicht nur nach unten schauen, sondern auch die benachbarten Flight Levels im Auge behalten, so entwischt mir diese Asiana 350 nicht.
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Nachdem wir das Kaspische Meer überflogen haben kommen auch wieder schneebedeckte Berge in Sicht.
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Istanbul aktuell weitesgehend unter Wolken, wird es wieder für uns die 06R.
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Wie schon vom Hinflug gewohnt, folgte auch nun wieder ein recht langes Taxiing. Das Umsteigen erfolgte ereignislos, sodass ich dann etwa fünf Stunden später an Bord der TC-RDT, mit +25 Min Outbound Delay saß. Von unseren Remote Stand gehts zum Kopf der 23R dicht gefolgt von dem Dubaianer.
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Das Wetter hat sich gebessert und wieder gehts in die Lüfte vorbei am GAT.
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Wieder einmal die beeindruckende Dimension dieser Stadt.
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Die kleinen vorgelagerten Insel sollen ja ein Hidden Gem sein und ich werde mir die bestimmt in Zukunft mal genauer ansehen.
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Die Reste vom Atatürk Airport, eine aktive Rwy für GA und Cargo.
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Unweit davon der neue IST.
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Eine kreuzende Anadolu Jet.
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Bereits zurück über Deutschland ein weiterer Türke auf dem Rückweg nach Istanbul.
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Es geht in den Descent und der BBI kommt in Sicht.
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Die Bundeshauptstadt mit dem Resten vom TXL links am Bildrand und auch die Location vom Tempelhof ist noch klar erkennbar.
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Zwischen Lübeck und Hamburg gehts vorbei auf die 15.
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Der Grieche geht über die 05 raus, als wir vacaten. Die Heimat hat mich wieder.
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Ich bedanke mich zunächst fürs Mitlesen und hoffe, dass ich den ein oder anderen auch inspieren konnte. Wie schon weiter oben erörtert gibt es landschaftlich Ähnlichkeiten zu den USA oder anderen Teilen der Welt, welche gewiss auch einfacher zu bereisen sind. Wer allerdings etwas mehr Exklusivität sucht, ist wohl jedoch in der Gegend besser aufgehoben, welche dem Tripreport gewidmet ist, da dort nicht einfach jeder Hans und Franz unterwegs ist. Auch abseits der hier bereisten Gegend wird es gewiss noch weitere interessante Ecken in den zentralasisatischen Staaten geben. Es ist bestimmt auch nicht jedermans Sache und es gehört auch etwas Abenteuerlust dazu. Für mich wird es bestimmt nicht der letzte Trip in die Ecke gewesen sein.

Zur groben Orientierung wie gewünscht noch ein paar kalkulatorische Rahmendaten:

Das Open Yaw HAM-FRU-ALA-HAM schlug mit etwa 500 Euronen zu buchen, FRU-ALA waren etwa 90 EUR.

Mietwagen in FRU für drei Tage Lexus RX300: 187 EUR, 300Km/ Tag inkl. sowie Vollkasko mit 450 EUR SB, die 450 sind auch zeitgleich die zu hinterlegende Kaution. Reservierung ohne Anzahlung und gegen Vorlage von Führerschein, Pass und Flugticket via Mail oder Whatsapp möglich. Die Vermietung ist dauerhaft erreichbar und kann jederzeit einen Mechaniker und/oder Ersatzwagen schicken. Je nach Lage kann es natürlich einige Stunden dauern bis Hilfe da ist. Der Originalvertrag ist auf russisch, es gibt jedoch eine englische Übersetzung. Wird aber alles transparent mit einem erörtet. Wie etliche andere Kunden vor mir auch, kann ich nichts negatives berichten und der Laden scheint seriös ohne fiese Matenten alles abzuwickeln. Man sollte vielleicht drauf achten, dass man auch explizit einen Linkslenker bucht, da dort auch Rechtslenker bei japanischen Importmodellen Usos sind, auf den Straßen jedoch Rechtsverkehr herrscht > Hier entlang

In ALA habe ich mich bei amigorent am besten aufgehoben gefühlt. Für den Hyundai Tucson fielen für vier Tage 385 EUR an, inklusive 200km/Tag (reichte natürlich nicht, sodass für die 200 Mehrkilometer nochmal knapp 20 Euro fällig wurden), Vollkasko und einer Kaution von etwa 180 EUR, die NUR über Kreditkarte zu hinterlegen ist, keine Amex, aber Visa/Master klappt. Die Kaution wird zwei Wochen nach Rückgabe zurückerstattet, sofern man nicht geblitzt worden ist oder andere Verkehrsdelikte gemeldet wurden > Rückerstattung hat geklappt wie versprochen. Mietvertrag gibts hier auch auf englisch. Die Stube ist ganz rechts im Terminal sobald man bei den Arrivals rauskommt. Auch hier ohne Anzahlung einfach reservieren über Whatsapp. > https://amigorent.com/en?

Benzin in beiden Ländern so etwa 50 Cent/l je nach Tankstelle und Abgeschiedenheit.

Die Unterkunft am Yssyk Köl hat mit Dinner/Breakfast etwa 30 EUR gekostet.

Unterkunft am Altyn Emel für zwei Nächte mit 1x Frühstück und 2x Abendessen: Ca. 34 EUR

Restaurants habe ich meist das genommen, was bei TripAdvisor und Google recht weit oben Stand, also für die Ortsverhältnisse schon ziemlich teuer. In Bishkek ist man somit für einen Hauptgang mit zwei Getränken und entweder Dessert oder Starter dazu so bummelig 20 Euro los geworden, in Almaty wären es dann eher so grob 30 Euro. Geht gewiss auch für weniger Geld, wollt mir aber auch was gönnen und nicht jede Mark umdrehen, man lebt ja nur einmal.:D
 

cas_de

Erfahrenes Mitglied

Wobei wir wieder bei der Ähnlichkeit zu den USA wären...

Siehe:


Hammerbericht, phantastische Fotos - das wär auch ein Reiseziel für mich. Die Familie wird aber wahrscheinlich quer im Stall stehen, wenn ich das vorschlagen sollte. Vielen Dank nochmal für Deine Mühen den Trip zu dokumentieren!
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
2.932
8.252
DUS
Wir taxeln zur 23L. Weiß jemand was das für ein Turboprop ist ? Reg leider nicht erkennbar.
Anhang anzeigen 259602
Ist ne Let 410. Im spezifischen könnte es die OK-JRO sein.

Die Let 410 kann man auch ganz gut in Usbekistan bekommen.
Hammerbericht, phantastische Fotos - das wär auch ein Reiseziel für mich. Die Familie wird aber wahrscheinlich quer im Stall stehen, wenn ich das vorschlagen sollte. Vielen Dank nochmal für Deine Mühen den Trip zu dokumentieren!
Versuch es doch mal so:
Habt ihr Lust auf Landschaften von Südwest USA?
Ist die Antwort ja dann ab in die Stans.

Beim letzten Pegasus sale hat meine Gabel DUS-SAW-FRU / CIT-SAW-DUS mit Sitzplätzen etwa 125€ gekostet meine ich.
 
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cas_de

Erfahrenes Mitglied
Versuch es doch mal so:
Habt ihr Lust auf Landschaften von Südwest USA?
Ist die Antwort ja dann ab in die Stans.

Beim letzten Pegasus sale hat meine Gabel DUS-SAW-FRU / CIT-SAW-DUS mit Sitzplätzen etwa 125€ gekostet meine ich.

Ich ja, die anderen beiden naja - und wenn ich daheim mit den Stans um die Ecke komme, dann springt die Frau Gemahlin nicht vor Freude in die Höhe (warum ist wurschd - ist subjektiv und nicht nachvollziehbar). Egal wie die Diskussion ausgeht, vom Pegasus Sale werde ich Abstand nehmen. Das wäre eher was für einen Männertrip.
 

Hene

Erfahrenes Mitglied
27.03.2013
5.266
5.229
BER

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
350
3.603
HAM
Wobei wir wieder bei der Ähnlichkeit zu den USA wären...

Siehe:


Hammerbericht, phantastische Fotos - das wär auch ein Reiseziel für mich. Die Familie wird aber wahrscheinlich quer im Stall stehen, wenn ich das vorschlagen sollte. Vielen Dank nochmal für Deine Mühen den Trip zu dokumentieren!
Stimmt, und der Great Sand Dunes Natl Park in Colorado bietet eine ähnliche Erscheinung.
Gern geschehen!
Ist ne Let 410. Im spezifischen könnte es die OK-JRO sein.

Die Let 410 kann man auch ganz gut in Usbekistan bekommen.

Versuch es doch mal so:
Habt ihr Lust auf Landschaften von Südwest USA?
Ist die Antwort ja dann ab in die Stans.

Beim letzten Pegasus sale hat meine Gabel DUS-SAW-FRU / CIT-SAW-DUS mit Sitzplätzen etwa 125€ gekostet meine ich.
Stimmt, jetzt wo du es sagst, klar eine Let 410. Hab ich auch schon mal gesehen, aber ich kam nicht drauf.:doh: Der Sale kam für mich eh nicht infrage, da es soweit ich mich erinnere nicht ex HAM verfügbar war und zumal ich aber vor dem Sale schon längst gebucht hatte. Aber in Anbetracht der Flugstrecke war der Preis auch ohne Promo Fare in Ordnung. Ich hatte die höchste Kabinenklasse mit all-in, also Bag, Seat, Sandwich.
Wunderschön, vielen Dank. Wie kommt man sprachlich durch, englisch und Hände und Füße?
Gerne! Russisch schadet natürlich nie, wobei meins in den letzten Jahren auch einen deutlichen Rostschaden erlitten hat. Bei den Autovermietungen und den Restaurants hatte man jeweils mindestens eine Person die Englisch konnte, genauso an den meisten Tankstellen - überraschenderweise. Ansonsten Übersetzer Apps helfen auch und Hände und Füße tun ihr übriges, man kommt schon durch, auch wenn´s nicht immer einfach ist.

Danke an alle für die zahlreichen Rückmeldungen, freut mich sehr!:D