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Ab März gibt es zwischen Wien-Salzburg und Wien-Klagenfurt je einen Flug pro Tag weniger
Schuld ist die Ticketsteuer: Sie sorge bei der Austrian Airlines (AUA) für "einen Passagierschwund", so das Unternehmen. Mit Folgen für den heimischen Regionalflugverkehr: Ab Ende März reduziert die AUA die Flugfrequenzen zwischen Wien-Salzburg und Wien-Klagenfurt. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Sommerflugplan hervor.
Konkret wird auf der Strecke Wien-Salzburg die Rotation mit der schwächsten Auslastung gestrichen. Von und nach Klagenfurt wird die Nachmittagsverbindung gestrichen, die die Erwartungen ebenfalls nicht erfüllt hat. Der Airport Salzburg wird von der AUA ab Wien ab 30. März künftig dreimal statt wie bisher viermal pro Tag angeflogen, Klagenfurt viermal statt bisher fünfmal.
Neuerlich unterstrich die AUA allerdings, dass Klagenfurt weiterhin "sehr gut an das Drehkreuz Wien angeschlossen" bleibe. Ein totaler Rückzug aus einzelnen Bundesländern wurde wieder in Abrede gestellt.
"Bleiben in den Bundesländern"
"Wir bleiben in den Bundesländern präsent", sagte Vorstand Karsten Benz (Bild unten). Allerdings schmerze der Rückgang der Passagierzahlen in Österreich sehr. wesentliche Schuld daran trage die Ticketsteuer. Mangels Rentabilität werden derzeit auch die AUA-Ticketschalter an den Bundesländerflughäfen aufgelassen.
Mit den Flugzeugen, die durch die gestrichenen Inlandskurse frei werden, fliegt die AUA mit Beginn des Sommerflugplans 2014 öfter nach London und Frankfurt, auch nach Krakau geht es öfter. Neu ist ein wöchentlicher Ibiza-Kurs, hier will sie dem Konkurrenten Niki Passagiere abjagen.
Neue Ziele sind wie schon länger kommuniziert Newark (New Jersey) und Teheran. Nach Teheran kehrt die AUA nach einjähriger Pause zurück. Neu angeflogen wird zudem eine Badedestination in Süditalien (Lamezia Terme). Vom Winterflugplan werden die Malediven in die Sommerrotation übernommen.
Salzburger Bürgermeister besorgt
Über die Streichung des AUA-Frühfluges um 6.00 Uhr nach Wien ab Ende März hat sich Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) am Freitag besorgt gezeigt. "Das wird für die Region ein nachhaltiges Problem darstellen", so Schaden. Er befürchtet negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Salzburg.
"Das ist neben sonstigen Kollateralschäden wirtschaftlich ein großer Schaden für den Salzburger Flughafen, das darf man nicht bagatellisieren." Der Frühflug mit dem Flugzeugtyp "Fokker 100" sei sehr gut nachgefragt gewesen, erklärte Schaden. "Wenn man mittags in Brüssel sein will, braucht man den Frühflug", gab er zu bedenken.
Die Streichung des Frühfluges bedeute pro Monat um 28 Flüge weniger, das mache aufs Jahr gerechnet eine gute Million Euro an Mindereinnahmen für den Airport Salzburg aus, rechnete der Bürgermeister vor. "Da sehe ich die Substanz des Flughafens in Gefahr, das zerrt gewaltig", warnte Schaden. Ein Dorn in seinen Augen ist auch der Verlust des AUA-Ticketschalters. Der Flughafen suche hier nach einer Lösung, möglicherweise in Form einer Kooperation mit den Airlines.
aus dem heutigen Kurier
Schuld ist die Ticketsteuer: Sie sorge bei der Austrian Airlines (AUA) für "einen Passagierschwund", so das Unternehmen. Mit Folgen für den heimischen Regionalflugverkehr: Ab Ende März reduziert die AUA die Flugfrequenzen zwischen Wien-Salzburg und Wien-Klagenfurt. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Sommerflugplan hervor.
Konkret wird auf der Strecke Wien-Salzburg die Rotation mit der schwächsten Auslastung gestrichen. Von und nach Klagenfurt wird die Nachmittagsverbindung gestrichen, die die Erwartungen ebenfalls nicht erfüllt hat. Der Airport Salzburg wird von der AUA ab Wien ab 30. März künftig dreimal statt wie bisher viermal pro Tag angeflogen, Klagenfurt viermal statt bisher fünfmal.
Neuerlich unterstrich die AUA allerdings, dass Klagenfurt weiterhin "sehr gut an das Drehkreuz Wien angeschlossen" bleibe. Ein totaler Rückzug aus einzelnen Bundesländern wurde wieder in Abrede gestellt.
"Bleiben in den Bundesländern"
"Wir bleiben in den Bundesländern präsent", sagte Vorstand Karsten Benz (Bild unten). Allerdings schmerze der Rückgang der Passagierzahlen in Österreich sehr. wesentliche Schuld daran trage die Ticketsteuer. Mangels Rentabilität werden derzeit auch die AUA-Ticketschalter an den Bundesländerflughäfen aufgelassen.
Mit den Flugzeugen, die durch die gestrichenen Inlandskurse frei werden, fliegt die AUA mit Beginn des Sommerflugplans 2014 öfter nach London und Frankfurt, auch nach Krakau geht es öfter. Neu ist ein wöchentlicher Ibiza-Kurs, hier will sie dem Konkurrenten Niki Passagiere abjagen.
Neue Ziele sind wie schon länger kommuniziert Newark (New Jersey) und Teheran. Nach Teheran kehrt die AUA nach einjähriger Pause zurück. Neu angeflogen wird zudem eine Badedestination in Süditalien (Lamezia Terme). Vom Winterflugplan werden die Malediven in die Sommerrotation übernommen.
Salzburger Bürgermeister besorgt
Über die Streichung des AUA-Frühfluges um 6.00 Uhr nach Wien ab Ende März hat sich Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) am Freitag besorgt gezeigt. "Das wird für die Region ein nachhaltiges Problem darstellen", so Schaden. Er befürchtet negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Salzburg.
"Das ist neben sonstigen Kollateralschäden wirtschaftlich ein großer Schaden für den Salzburger Flughafen, das darf man nicht bagatellisieren." Der Frühflug mit dem Flugzeugtyp "Fokker 100" sei sehr gut nachgefragt gewesen, erklärte Schaden. "Wenn man mittags in Brüssel sein will, braucht man den Frühflug", gab er zu bedenken.
Die Streichung des Frühfluges bedeute pro Monat um 28 Flüge weniger, das mache aufs Jahr gerechnet eine gute Million Euro an Mindereinnahmen für den Airport Salzburg aus, rechnete der Bürgermeister vor. "Da sehe ich die Substanz des Flughafens in Gefahr, das zerrt gewaltig", warnte Schaden. Ein Dorn in seinen Augen ist auch der Verlust des AUA-Ticketschalters. Der Flughafen suche hier nach einer Lösung, möglicherweise in Form einer Kooperation mit den Airlines.
aus dem heutigen Kurier